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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

19.352 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.08.2021 um 13:17
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb am 17.05.2020:*Unklar dabei ist, ob man sich mit allen Bewohnern verständigen kann.
Bei 60 Bewohnern mit geistiger Behinderung kann man davon ausgehen, dass sich längst nicht alle durch Sprache äußern können oder in der Lage sind adäquat zu antworten.

Die müsste man dann rausrechnen, da sie nicht befragt werden können. Wie viele das sind, weiß ich natürlich nicht.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.08.2021 um 16:45
@Heribert
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Das ist genau der. Er wird sich auch aus geschwiegen, keiner sagt was, keiner gibt mir Informationen heraus. Darauf warte ich schon seit Jahren, dass mal etwas ausgepackt wird...
Mich hat das ebenfalls zunächst verwundert und ich habe darüber nachgedacht. Ich denke einfach, dass es daran liegt, dass die Ermittler bestimmte Ermittlungsergebnisse nicht an die Öffentlichkeit geben, weil sie davon ausgehen können, dass das nichts bringen würde und es zudem wohl ganz einfach nicht erlaubt ist.

Nehmen wir einmal theoretisch an, die Ermittlungsbehörden veröffentlichen die Namen der Leute vom Wilhelmshof, die zeitnah zum Verschwinden von Inga den Hof verlassen haben und nicht als potentielle Täter ausgeschlossen werden können. Was dann? Ich wohne nicht in der Nähe des Hofes, kenne die Leute dort überhaupt nicht und auch sonst kann ich nichts beitragen, was die Ermittler nicht selbst herausfinden könnten und sie weiterbringen würde.
Was ich aber ehrlich gesagt tun würde ist, dass ich die Personen von oben bis unten per Internet durchleuchten würde. Wo wohnen sie, wohnen sie alleine, haben sie Familie, Kontakt zur Kirche, bzw. taucht da irgendwo ein verstorbene Priester auf, etc. Also eigentlich alles was auch die Polizei macht, die aber dafür die Legitimation besitzt. Dass ich das tue ist ja gerade eben nicht gewollt, würde mich aber nicht davon abhalten, also geben sie so etwas nicht heraus. Stelle dir mal vor, die geben soviel Infos raus, dass ein pfiffiges Kerlchen durch Recherche erkennen könnte, wem sie intern zum engeren Kreis der Verdächtigen zählen. Das würde dann schnell im Internet landen und der Shitstorm und Schlimmeres wäre dann nicht mehr weit. Beim ehemaligen Leiter der Einrichtung, der ja nun namentlich bekannt ist und auf den man nun einmal stößt, wenn man sich mit dem Fall beschäftigt, konnte eine zeitlang nichts posten, ohne dass in kurzer Zeit ein Kommentar da stand, der ihn als "Perversen, der gefälligst sein Maul aufmachen soll und sagen soll wo Inga ist" kommentiert wurde. Nehmen wir mal an, es gäbe 5 Verdächtige, die es gewesen sein könnten und man wüsste wer diese sind, dann würde 5 Leuten nachgestellt werden, in ihrer Wohngegend würden sie gebrandmarkt sein, womöglich angegriffen werden, usw. und schlussendlich weiß man, dass von diesen 5 Leuten wahrscheinlich min. 4 unschuldig diesen Dingen ausgesetzt wären. Das wäre unschön.

Klar würde man auch gerne mehr wissen wollen und auf den selben Stand sein, wie die Ermittler aber die Befriedigung unserer Neugier und die Herausforderung an die Intelligenz und Kombinationsgabe, Rechercheskills, etc. zählt hier 0,0 %. Muss man so akzeptieren oder halt darauf hoffen, dass ein Insider, ob privat oder aus Ermittlerkreisen etwas durchsticht. Ich verstehe deine Wut aber es gibt Gründe, warum wir nicht alles erfahren.

Zurück zum Fall:

Wie glaubt ihr, sind die Ermittlungen abgelaufen und wo könnten die Problemfelder liegen, dass man bis heute kein Täter überführen konnte?

Zunächst wurde ja von einem Verlaufen ausgegangen und somit geriet der angrenzende Wald in den Fokus der Suchmaßnahmen, was natürlich Zeit und personelle Resourcen gebunden hat und dem mutmaßlichen Täter einen weiteren Zeitvorteil verschafft hat. Hier kann man aber niemanden einen Vorwurf machen, da die Suche im Wald rational gesehen, von der Priorität her gesehen das Richtige war.

Was man fragen könnte, wäre ab wann man davon ausgehen konnte, dass ein Verlaufen nicht der Grund des Verschwindens war. Ich habe gelesen, dass Menschen, die sich in unwegsamen Gelände verirren und orientierungslos sind, nicht weit kommen und letztlich im Kreis irren. Wenn man bedenkt, dass Inga ein kleines Kind war und alleine aufgrund ihrer Schrittlänge garnicht so schnell Meter machen kann, sie dazu noch verängstig gewesen sein wird und kreuz und quer gelaufen sein wird und schnell ermüdet gewesen war, hätte man sie meiner Ansicht schnell finden müssen. Da das nicht passiert ist, hätte man sich den Wilhelmshof an sich vornehmen müssen.

Bitte bedenkt auch die Aussagen des Vaters, der davon sprach, dass diese ganze Holzsammel, Waldgeschichte Quatsch war. Ich persönlich glaube ihm und verwerfe die Geschichte, die zuerst, wahrscheinlich in Absprache mit der Polizei, aus was für Gründen auch immer durch die Pressemitteilungen gingen.

Man würde nun annehmen, dass das Gelände und die Räume/Zimmer des WH durchsucht worden sein müssten aber ich denke, dies war so rechtlich gar nicht möglich. Das Gelände schon aber in die Privaträume darf die Polizei überhaupt nicht einfach so hinein. Klar, es gibt zwar Gefahr im Vollzug aber auch hier braucht es irgendetwas, dass darauf hinweist, dass sich das Mädchen in Zimmer xy aufhält, z.B. dass sie jemand auf dem Gang gesehen hat oder jemand aus dem Zimmer eine Kinderstimme gehört hat, usw. Wird hier nicht der Fall gewesen sein und bis hier alle Zimmer durchsucht worden sind, falls überhaupt, verging wieder einiges an Zeit.
Ich führe das aber nicht weiter aus, da ich nicht glaube, dass Inga in einen dieser Zimmer war, auch wenn man es mMn. nicht zu 100% ausschließen kann.

Wie auch andere hier, gehe ich davon aus, dass Inga per Fahrzeug vom WH weggebracht wurde.
Was wird nun von Ermittlerseite aus getan worden sein, um dieser Theorie nachzugehen und wo könnten hier Probleme auftauchen?

Zunächst gehe ich davon aus, dass Befragungen aller Anwesender stattgefunden haben. Wer war zu welcher Zeit wo und mit wem, wer hatte wann Dienstschluss, wer hat Inga wann und wo gesehen/gesprochen, wer hatte möglichen Zugriff auf eventuelle Dienstfahrzeuge, Fahrräder mit Anhänger, etc. Das dauerte sicherlich einiges an Zeit und Geduld, da viele der Befragten, wie auch mitgeteilt aufgrund ihrer Behinderungen und sonstigen Eigenheiten nicht die besten Zeigen waren. Zudem wird es einige Bewohner gegeben haben, die einen gesetzlichen Vertreter oder sonstiges gehabt haben, der dann auch erstmal erreicht werden muss. Bis hier endlich klar war, wer hier überhaupt mit wem und wo zu welcher Zeit anwesend war und ein einigermaßen konkreter Art Zeitstrahl erstellt werden konnte , dürften Tage vergangen sein.

Die Angestellten des WH, die Lieferantenzeiten und Arbeiter und deren Arbeitszeitpläne, sollten hingegen schnell klar gewesen sein. Man könnte annehmen, dass die Mitarbeiter, die zum vermuteten Zeitumfeld des Verschwindens Feierabend hatten und außerhalb des Wilhelshofes lebten, telefonisch versucht erreicht zu werden und man eine Streife zu denen geschickt hat, die nicht erreicht wurden. Als sich dann immer mehr herausgestellt hat, dass Inga nicht im WH ist und auch die Waldsache Humbug ist, werden die vorherig genannten in den Fokus gerückt sein. Wieder Befragungen wer wann wo, mit wem war, usw. Nachprüfen kann man das durch Befragung der Angehörigen, Freunde, Nachbarn, Abfrage der Telefondaten beim Provider (wofür es aber auch strikte gesetzliche Vorgaben gibt) etc.

Nehmen wir einmal an einer von denen hatte sein Telefon ausgestellt und daher gibt es ab Heimfahrt keine Geodaten, wäre derjenige jemand, den ich mir genauer anschauen wollen würde. Also mal bei ihm Daheim vorbeischauen. Aber halt! Das würde nicht gehen. Nur weil er sein Handy aushatte, kriegt man sicherlich kein Durchsuchungsbefehl für dessen Wohnung/Haus/andere Gebäude.
Sehr wahrscheinlich selbst dann nicht, wenn er auch noch allein leben würde und der nächste Nachbar weit weg, also er kein nachweisbares Alibi hätte, dass er schnurstracks von Arbeit nach Hause ist, sich Schlafen gelegt hatte und dort auch blieb, bis er nächsten Tag wieder am WH aufschlug.
Sein Fahrzeug wäre interessant. Gibt es dort vielleicht Spuren von Inga oder andere Auffälligkeiten? Nana, auch das geht nicht. Warum auch, hat etwa jemand die Vermisste an/in seinem Auto gesehen oder wurde es im Wald an einer Stelle, die nicht seinem Heimweg entspricht beobachtet? Wenn nicht gibt es auch keine Möglichkeit sein Fahrzeug spurentechnisch zu untersuchen und er kann über die Zeit schön Putzen.

Wenn jemand Infos darüber hat, ob solche Überprüfungen/Untersuchungen doch stattgefunden haben kann mich ja gerne berichtigen aber ich vermute diese gab es nicht, da rechtlich einfach nicht möglich.

Meine Vermutung ist: der Kreis der Tatverdächtigen ist klein, ein paar Leute nur aber man kommt nicht weiter, da es enorme Ermittlungshindernisse rechtlicher Art gibt und es anscheinend keine echten Spuren/Hinweise gibt, die
weitergehende Maßnahmen rechtfertigen würden. Solange Inga nicht gefunden wird oder der Täter sich verquatscht oder ihm jemand verrät, wird es wohl leider nicht weitergehen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.08.2021 um 18:07
@SherlockJames
Bzgl Beobachtungen auf dem WH lägen meine grössten Hoffnungen auf der Besuchergruppe vom Blauen Kreuz.
Die Gruppe dürfte wahrscheinlich in dem Gebäude, was aussieht wie eine 4 untergebracht gewesen sein. Also ziemlich "zentral" an der Strasse, die vom hinteren Gelände zur Zufahrt führt, und neben dem Spielplatz. Es gibt auch Parktaschen zwischen Gebäude und Strasse. Die Gruppe hatte vllt einen nicht ganz so getakteten Plan für den Abend, wie man es bei den Patienten (Abendessenszeit) vermuten würde. Bzw waren sie freier in ihrer Entscheidung, doch mal kurz die Gruppenaktivität zu verlassen, um etwas aus dem Auto zu holen oder umzuparken? So kleine Dinge wären wichtig! Nicht, dass sie Inga und die dazugehörigen Familien oder fremde Mitarbeiter/Besucher gekannt hätten. Aber vllt wunderte sich einer, dass die Str vom Wald her doch befahren wird. Oder dass er mühsam sein Auto neben einem breiten Bus/Van einparken musste. Und 10 min später war der Van weggefahren. Oder ein Schrei, wodurch man erst darauf aufmerksam wurde, dass sich ggü ein Spielplatz befindet?
Zitat von MomomoMomomo schrieb:Es würde auch heute noch Sinn machen, den Mann nochmals auf dem Jägerstand zu platzieren und ein Kind in verschiedenen Entfernungen nochmals laut "Papa" rufen zu lassen. Dann könnte man eingrenzen, bis zu welcher Entfernung die Rufe zu hören gewesen sein müssten und die entsprechende Umgebung um den Jägerstand nochmals absuchen.
Diese Idee finde ich gut! Wobei der Polizei ja hoffentlich der Standort des Jägers und die ungefähre Richtung der Schreie bekannt sein dürften... Einfach nochmal im Gebiet der Rufe ansetzen und überlegen, ob man dort das Kind bis nach Mitternacht lebend verstecken konnte (Waldhütte, Hochsitz mit Leiter zum wegnehmen?, Bunker, Fahrzeug), ob es spezielle Möglichkeiten gibt, wo man ein totes Kind ablegen könnte. Wie der Täter per Fahrzeug dorthin gelangen konnte, vllt auch ein zweites Mal im Dunkeln usw.


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02.08.2021 um 19:06
@Kuno426
Die Sache mit den Leuten vom Blauen Kreuz habe ich noch nicht so auf dem Schirm. Ich jage hier zwar ziemlich viel durch die Suchfunktion des Threads aber wer nun wo untergebracht war, ist mir immer noch nicht ganz klar. Hier wurde ja schon öfters diskutiert, wer wo untergebracht war aber ganz klar Fakt ist das alles nicht. Wenn man davon ausgeht das die vom Blauen Kreuz im, nennen wir es mal Haus "4" untergebracht waren, hatten die einen Platz, von dem man eine ganz gute Übersicht hätte haben können.
Befragt wurden die sicherlich, also warum hätten sie dann nichts aussagen sollen, wenn ihnen etwas auffällig vorgekommen sein sollte? Im Gegensatz zu den Bewohnern mit Einschränkungen, waren die Blaukreuzer ja im Stande sich zu artikulieren. Gut, kann sein, dass jemand etwas bemerkt hat und dies auch an die Polizei weitergegeben hat und die diese Info vorerst für sich behalten. Nur ist der Fall ja schon seit Jahren ungeklärt und es scheint nicht voranzugehen. Vielleicht wäre es hier doch angebracht mehr Infos rauszugeben und noch einmal massiv an die Öffentlichkeit zu gehen aber ich glaube tatsächlich, dass es hier nichts neues gibt. Von der Sache mit dem mutmaßlichen Maddy Entführer, dem manche eine Beteiligung an Ingas Verschwinden zusprechen, hört man ja auch nichts konkretes mehr. Alles in allem ziemlich unbefriedigend, wenn man zwar grob die Rahmenbedingungen des Tattages kennt aber so gut wie keine Einzelheiten. Wer war z.B. wo untergebracht, Wo genau fand die Sache mit dem Jäger statt? Es wurde dazu viel geschrieben aber letztlich wurde da auch nur spekuliert. Genaues weiß man leider nicht. Nur bei einer einzigen Person wurden ziemlich viele auch kleine Infos rausgehauen, bzw. sind durch Presseberichte ersichtlich geworden aber ansonsten herrscht hier gewisserweise Funkstille.

Interessant wäre für mich zum Beispiel, ob die Blau Kreuz Mitarbeiter in Gruppenzimmer, also z.B. 2 oder 4 Mann Zimmer untergebracht waren oder in Einzelzimmern.
Wenn z.B. jemand noch einmal abends zum Bier, Pizza, was auch immer holen geschickt worden wäre, hätte man das ja sagen können und die Polizei hätte das dann z.B. per Sichtung der Tankstellenkameras, Befragung des Ladenpersonals prüfen können. Wenn da alle in Einzelzimmer ihre Freizeit verbracht haben wird es dann schon schwieriger.

Was mir bezüglich der Handydaten noch interessieren würde ist, wie sieht da in der Gegend überhaupt die Netzabdeckung aus? Scheint ja eine tote Gegend zu sein. Wenn da kein oder nur schwaches Netz ist und die Umgebung vom WH nur z.B. von einer Mobilfunkantenne
bedient wird, könnte das nicht Probleme bereiten, bei der Auswertung durch die Ermittler, da sich dann ja keiner wirklich aus dem Bereich der Antenne herausbegeben haben muss und somit die Lokalisation, die soweit ich weiß durch sogenannte Triangulation zustande kommt, vielleicht nur erschwert oder garnicht möglich wäre? Was macht den Fall für die Ermittler nur so anscheinend unlösbar?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.08.2021 um 22:57
Ein Bewohner kann es doch nicht gewesen sein, ausser er hat sich mit jemandem von draußen abgesprochen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.08.2021 um 23:01
@SherlockJames
Ja, die Vermutung, dass der Täter sogar aktenkundig verhört worden ist, ist nicht unwahrscheinlich. Das wurde damals meine ich auch so formuliert. Dass man eben gar keine Handhabe hätte. Der Täter durchaus unter den verhörten Personen ist und man es sich theoretisch vorstellen könnte, aber es dann keine rechtlichen Grundlagen dafür gibt.
Jm, der z. B. Gast war, alleine unterwegs und um die Uhrzeit des Verschwindens angibt, den WH verlassen zu haben. Da wäre ja was denkbar. Aber allein daraus ergibt sich eben kein Verdacht, der Ermittlungen rechtfertigen würde.
3 Szenarien sind immerhin denkbar:
-es war jm vom Hof
-sie hat sich im Wald verlaufen, wurde nicht gefunden, das ist durchaus auch möglich
- es war jm von außerhalb
Für die erste Möglichkeit spricht z.B. dass niemandem eine unbekannte Person aufgefallen ist...
Da es aber so viele Personen dort gab, ist das eben auch keine sehr stabile These.
Die Wald These ist, wie du sagst, rational zunächst die plausibelste Spur gewesen bzw da bestand die Notwendigkeit, sofort zu suchen. Und ja, da waren alle Kräfte, notwendig.

Dass sich dann aus dem Befragungen keine weiteren Möglichkeiten ergaben, ist schlimm.

Schrecklich einerseits. Und andererseits :wenn diese Umstände, dass es denkbar wäre, auf sagen wir 5 Personen zugetroffen hätte, dann wäre es ja schlimm, wenn da stets willkürlich ermittelt werden könnte. Insofern ist der Rechtsstaat als Prinzip top. Der Rechtsstaat schützt hier. Im Einzelfall aber sicherlich oft auch mal nicht so optimal.
Stell dir vor, als Ermittler sagt dir dein Gespür, hier lügt mich jm an. Aber es gibt keine Möglichkeit, das zu beweisen.
Das ist ja das vertrackte und auch unheimliche an diesem Fall.
Wie bei Maddie... Halt bei solchen Fällen.
Ich hoffe sie lassen den Fall von einem neuen Team noch einmal bewerten. Sie haben sicher gute Arbeit bisher geleistet. Aber einfach, um noch mal eine neue Perspektive zu bekommen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 00:07
Zitat von SherlockJamesSherlockJames schrieb:warum hätten sie dann nichts aussagen sollen, wenn ihnen etwas auffällig vorgekommen sein sollte? Im Gegensatz zu den Bewohnern mit Einschränkungen, waren die Blaukreuzer ja im Stande sich zu artikulieren.
Also wenn es denen so ging wie mir... "Ein Kind ist ganz hinten auf dem Gelände (vom Grillplatz) in den Wald gelaufen und hat sich dort verirrt / ist dort evtl verunfallt oä" - ja, davon habe ich mitbekommen und fand es tragisch. Aber irgendwie auch nicht zu ändern. Weit weg. Kommt leider vor. Und erst hier habe ich Jahre später mitbekommen, dass es sich wahrscheinlich gar nicht so zugetragen hat! Jahrelang "beim Holzsammeln verschwunden", obwohl schon im 2. Video der Polizeisprecher sagte, die Hunde hätten nicht im Wald, sondern ... angeschlagen! Wäre gleich in der Maiwoche bekannt geworden, dass es sich auch um eine Entführung handeln kann, hätte ich dem Fall eine grössere Aufmerksamkeit gewidmet. Und vllt auch andere Jäger, Forstarbeiter, Spaziergänger, Jogger, die sich in den ersten Tagen in dem Gebiet aufhielten, von dem die nächtlichen Rufe kamen. Oder Geocacher, die vllt einen Bus/ein Wohnmobil hatten stehen sehen und die Rufe als "evtl Familie mit Kind, die dort schwarz campierten" hätten dem Fahrzeug zuordnen können.

Was soll man als Blaukreuzler antworten, wenn sich ein völlig fremdes Kind im hintersten Wald verirrt? Wir waren nicht am Grillplatz? Unsere Autos standen neben dem Haus (wo auf Bild 174 die Spusi parkt!). Nur dort haben wir unser Gepäck ausgeladen? Wir sassen nur mal auf den Spielplatzbänken? Wir haben nur einen Mitarbeiter gesehen, der das Spielzeug in den Verschlag geräumt hat? Es ist nur mal ein grösseres Auto den Weg entlanggefahren? Wir waren nicht am Waldrand!

Ich hoffe natürlich, dass die Befragungen sich auf das gesamte Gelände bezogen haben! Aber seien wir doch mal ehrlich:Diejenigen, die nur "Vermisst" und "Az xy" gesehen haben, haben nur das Verirren im WALD im Kopf. Und ich wüsste nicht, wie man an Beobachtungen im Zusammenhang mit den Rufen herankommen will, wenn - soweit ich weiss - noch nicht mal der Standort des Jägers bekanntgemacht wurde!

-------
(Ich bekomme Bauchschmerzen, wenn ich darüber nachdenke. Nachts ruft ein Kind "Papa", vermutlich auch irgendwo in einem Wald. In Richtung Parkplatz/Strasse/Campingplatz/Dorf wäre es dem Jäger bestimmt nicht so merkwürdig erschienen, um es zu melden. Und dann heisst es, Inga hätte zu Fuss nicht in der Zeit da hin gelangen können??? Ja, selbst wenn es ein anderes Kind war?! Hätte man nicht wenigstens das Gebiet nennen können, um eventuelle Zeugen aufmerksam zu machen?)


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 00:30
Zitat von mario100mario100 schrieb:Ein Bewohner kann es doch nicht gewesen sein, ausser er hat sich mit jemandem von draußen abgesprochen.
Du meinst die "Suchtkranken und Behinderten", oder? Hm, von denen, die zB mit Fussball gespielt haben, oder die für die Tiere bzw Schuppen verschliessen verantwortlich waren (ehem. Suchtkranke, die dort eine neue Heimat gefunden haben), kann sich doch einer für den Abend mit einem Aussenstehenden verabredet haben. Skatrunde, Spaziergang, Videoabend. Und er könnte nebenbei erwähnt haben, dass seine Arbeit etwas länger dauert/der Nachmittag schön war, weil einige Besucherkinder da waren (Für meine Mutter im Pflegeheim sind KINDER auch immer eine spezielle Abwechslung vom Heimalltag!), ganz ohne Hintergedanken.

Nur dass das Treffen dann nicht zustande kam, weil der mobile Abendgast** in der Zeit, wo die Bewohner zu Abend assen, ankam und bald danach mit Inga verschwand? Und dem Bewohner wieder absagte?
** Er könnte sich genauso mit einem "richtigen" dort wohnenden Mitarbeiter/Betreuer verabredet haben.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 00:35
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:,
es, könnte doch ein dort lebender psychisch kranker, oder (ehem.) Straftäter, sich mit jemandem besprochen haben, das eine Festlichkeit stattfindet wo sicher auch Kinder anwesend sind, und dann die Chance ergriffen haben, mit dem Auto und dem Kind wegzufahren.


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03.08.2021 um 07:41
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Anfang Mai fand auf dem Wilhelmshof immer das Wiedersehensfest statt für ehemalige Bewohner. Dies stand so auf der alten Web Site, die nicht mehr verfügbar ist
Lass uns das noch mal präzise heraus arbeiten und gesicherte Fakten, von Annahmen trennen.

Da nach dem Vorfall im Mai 2015, die Webseite des WH immer mal wieder von Mitschreiber/innen besucht wurde, konnten wir bevor die Seite vom Netz genommen wurde, an folgende Information gelangen.

Im Veranstaltungskalender des WH, war für das erste Maiwochenende im Jahre 2016, ein "Wiedersehensfest" angekündigt.

Das ist die einzige Info, die als gesichert gilt.

Auch ich habe seinerzeit, diese Info auf der Webseite gelesen.


Aus dieser Info heraus, wurden dann Annahmen abgeleitet.

- Es handele sich um ein jährlich turnusmäßig stattfindendes Ereignis.

- Es fand immer am ersten Maiwochenende statt.




Ich halte das aber meiner Meinung nach, für sehr unwahrscheinlich.

Zu keinem Zeitpunkt, wurde ein solches Fest, dass den gesamten Ablauf des Wochenendes auf dem Wilhelmshof dominiert hätte, auch nur ansatzweise in den Presseveröffentlichungen angesprochen.

Ich würde, als persönliche Annahme des weiteren auch davon ausgehen das bei einem solchen Fest, alle verfügbaren Mitarbeiter auch außerhalb ihrer Kernarbeitszeit, in die Organisation und den Ablauf eines solchen Festes eingebunden wären.

Das eine auf dem Wilhelmshof wohnende Mitarbeiterfamilie, während eines solchen Festes, ein Treffen im privaten Rahmen mit einer befreundeten Familie (die Gehrickes) hat, ist ein weiterer Punkt, der für mich gegen ein Wiedersehensfest, an jenem Wochenende spricht.


Das war der Stand, vor dem September 2016.

Ich habe den Sachverhalt, dann mit der Internet Wayback-Machine recherchiert.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb am 24.09.2016:Es wird Zeit, dass wir das Thema Ehemaligentreffen "eintüten".

Zu diesem Zweck, habe ich das Internet Archiv bemüht. Ich habe die Webseite vom Wilhelmshof auf den Stand vom 22.März 2015 zurückgesetzt und konnte das Datum aus der Terminankündigung auslesen.

Das Ehemaligentreffen im Jahr 2015 fand am 30. Mai und am 31.Mai statt. Also fast einen Monat nach dem Verschwinden von Inga.

Das Gartenfest auf dem Wilhelmshof fand 2015 am 27.Juni statt.

Leider kann ich den Screenshot nicht als Beleg verlinken.

Sollte jemand an meinen Angaben zweifeln, möge er mir bitte eine PN schicken.

Ich sende dann eine PN mit der Anleitung zurück, wie die Terminseite vom März 2015 eingesehen werden kann.
Die Zurückverfolgung ist aktuell aber nicht mehr möglich, da die Wayback-Machine, bei einer Anfrage automatisch auf die neu eingerichtete Seite des Wilhelmshofes, aus dem Dezember 2020 springt. Ein Auslesen der alten Seite ist nicht mehr möglich.


Auch ich vergesse im Laufe der Jahre viele Dinge, aus der Vielzahl von Fällen, in denen ich unterwegs bin.

So scheint es in diesem Falle auch dir ergangen zu sein ^^

Du hattest mir damals geantwortet:
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb am 24.09.2016:@EDGARallanPOE

Danke für die Info. Dann ist das mit dem Ehemaligentreffen erledigt. Schön, dass wir da Klarheit haben.
Zitat von SherlockJamesSherlockJames schrieb:Meine Vermutung ist: der Kreis der Tatverdächtigen ist klein, ein paar Leute nur aber man kommt nicht weiter, da es enorme Ermittlungshindernisse rechtlicher Art gibt und es anscheinend keine echten Spuren/Hinweise gibt, die
weitergehende Maßnahmen rechtfertigen würden
Meiner Meinung nach, gab es allenfalls eine handvoll Personen, die im Rahmen eines Anfangsverdachtes einer näheren Überprüfung ( das "berühmte durchleuchten") unterzogen wurden. Zu keinem Zeitpunkt, wurde aber berichtet, dass sich ein Anfangsverdacht dermaßen erhärtet hätte, dass man von einem "Tatverdächtigen" , bzw. den "Tatverdächtigen" sprechen konnte.
Zitat von SherlockJamesSherlockJames schrieb:Was mir bezüglich der Handydaten noch interessieren würde ist, wie sieht da in der Gegend überhaupt die Netzabdeckung aus? Scheint ja eine tote Gegend zu sein. Wenn da kein oder nur schwaches Netz ist und die Umgebung vom WH nur z.B. von einer Mobilfunkantenne
bedient wird, könnte das nicht Probleme bereiten, bei der Auswertung durch die Ermittler, da sich dann ja keiner wirklich aus dem Bereich der Antenne herausbegeben haben muss und somit die Lokalisation, die soweit ich weiß durch sogenannte Triangulation zustande kommt, vielleicht nur erschwert oder garnicht möglich wäre? Was macht den Fall für die Ermittler nur so anscheinend unlösbar?
Auf dem Wilhelmshof selber, soll kein Mobilfunkempfang möglich sein.

Was dann zwingend, einen/mehrere Festnetzanschluss/Festnetzanschlüsse erfordert, um telefonisch erreichbar zu sein und auch einen Notruf absetzen zu können.

Das hat natürlich auch Auswirkungen, auf eine hier vermutete Absprache einer Person auf dem Wilhelmshof, mit einer dritten Person von außerhalb.

Diese Person müsste dann das Festnetz benutzt haben, oder den Wilhelmshof verlassen haben, bis sie ein Netz für ihr Mobiltelefon gefunden hätte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 09:59
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:(Ich bekomme Bauchschmerzen, wenn ich darüber nachdenke. Nachts ruft ein Kind "Papa", vermutlich auch irgendwo in einem Wald. In Richtung Parkplatz/Strasse/Campingplatz/Dorf wäre es dem Jäger bestimmt nicht so merkwürdig erschienen, um es zu melden. Und dann heisst es, Inga hätte zu Fuss nicht in der Zeit da hin gelangen können??? Ja, selbst wenn es ein anderes Kind war?! Hätte man nicht wenigstens das Gebiet nennen können, um eventuelle Zeugen aufmerksam zu machen?)
Es hat sich ja offenbar auch niemand gemeldet, dessen Kind nachts im Wald "Papa" gerufen hat. Das könnte ja auch eine ganz harmlose Geschichte gewesen sein, z.B. dass ein Vater sein Kind mit auf die Jagd nimmt. Im Hochsitz rennt dem Kind plötzlich eine riesige Spinne über die Hand. Das nur als Beispiel. Es hat sich aber niemand gemeldet.

Man hätte die Situation nachstellen können, um die Gegend einzugrenzen, aus der die Schreie kamen und dann nach weiteren Zeugen suchen können. Vielleicht kamen die Schreie von einem Parkplatz, auf welchem jemand ein Auto gesehen hat, als er kurz austreten musste. Alles ist möglich.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Die Zurückverfolgung ist aktuell aber nicht mehr möglich, da die Wayback-Machine, bei einer Anfrage automatisch auf die neu eingerichtete Seite des Wilhelmshofes, aus dem Dezember 2020 springt. Ein Auslesen der alten Seite ist nicht mehr möglich.


Auch ich vergesse im Laufe der Jahre viele Dinge, aus der Vielzahl von Fällen, in denen ich unterwegs bin.

So scheint es in diesem Falle auch dir ergangen zu sein ^^
Ja, ich hatte es in der Tat nicht mehr auf dem Schirm. Dann hat sich das Ehemaligentreffen erledigt.
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:mario100 schrieb:
Ein Bewohner kann es doch nicht gewesen sein, ausser er hat sich mit jemandem von draußen abgesprochen.
Du meinst die "Suchtkranken und Behinderten", oder? Hm, von denen, die zB mit Fussball gespielt haben, oder die für die Tiere bzw Schuppen verschliessen verantwortlich waren (ehem. Suchtkranke, die dort eine neue Heimat gefunden haben), kann sich doch einer für den Abend mit einem Aussenstehenden verabredet haben. Skatrunde, Spaziergang, Videoabend. Und er könnte nebenbei erwähnt haben, dass seine Arbeit etwas länger dauert/der Nachmittag schön war, weil einige Besucherkinder da waren (Für meine Mutter im Pflegeheim sind KINDER auch immer eine spezielle Abwechslung vom Heimalltag!), ganz ohne Hintergedanken.

Nur dass das Treffen dann nicht zustande kam, weil der mobile Abendgast** in der Zeit, wo die Bewohner zu Abend assen, ankam und bald danach mit Inga verschwand? Und dem Bewohner wieder absagte?
** Er könnte sich genauso mit einem "richtigen" dort wohnenden Mitarbeiter/Betreuer verabredet haben.
Für mich ist das eigentlich eine vorstellbare Situation. Ein Besucher, der auf die Zeit nach dem Abendessen wartete. Vielleicht hatte dieser Besucher sogar einen Kasten Bier im Kofferraum, weswegen der geplante Abend keine Erwähnung fand. Alkohol ist auf dem Wilhelmshof untersagt.


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03.08.2021 um 10:58
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Es hat sich ja offenbar auch niemand gemeldet, dessen Kind nachts im Wald "Papa" gerufen hat. Das könnte ja auch eine ganz harmlose Geschichte gewesen sein, z.B. dass ein Vater sein Kind mit auf die Jagd nimmt. Im Hochsitz rennt dem Kind plötzlich eine riesige Spinne über die Hand. Das nur als Beispiel. Es hat sich aber niemand gemeldet.

Man hätte die Situation nachstellen können, um die Gegend einzugrenzen, aus der die Schreie kamen und dann nach weiteren Zeugen suchen können. Vielleicht kamen die Schreie von einem Parkplatz, auf welchem jemand ein Auto gesehen hat, als er kurz austreten musste. Alles ist möglich.
Wie wahrscheinlich ist denn die Möglichkeit, dass gerade in der darauffolgenden Nacht, in der ein Kind vom Wilhelmshof verschwand, ein Jäger in der Nähe nachts "Papa-Rufe" hörte, die von einem anderen Jäger stammten, der sein Kind auf einen Hochsitz mitnahm.

Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass ein Jäger in Gesamtdeutschland in der Morgendämmerung ein Kind im Wald nach seinem Vater rufen hört? Was meinst du, wie oft das im Jahr vorkommt?

Ich kann mir garnicht vorstellen, dass nicht alles in Hörweite des Jägerstands gründlich abgesucht wurde einschließlich aller Parkplätze.


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03.08.2021 um 11:04
Zitat von MomomoMomomo schrieb:Wie wahrscheinlich ist denn die Möglichkeit, dass gerade in der darauffolgenden Nacht, in der ein Kind vom Wilhelmshof verschwand, ein Jäger in der Nähe nachts "Papa-Rufe" hörte, die von einem anderen Jäger stammten, der sein Kind auf einen Hochsitz mitnahm.

Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass ein Jäger in Gesamtdeutschland in der Morgendämmerung ein Kind im Wald nach seinem Vater rufen hört? Was meinst du, wie oft das im Jahr vorkommt?

Ich kann mir garnicht vorstellen, dass nicht alles in Hörweite des Jägerstands gründlich abgesucht wurde einschließlich aller Parkplätze.
Das sehe ich auch so. Nach all dem medialen Echo dieses Falles sollte man davon ausgehen können, dass eine harmlose Erklärung a la "das war mein Sohn, wir haben da nachts kurz angehalten zum Austreten..." wohl bekannt geworden wäre. Daher geht die Polizei ja auch nur von der Theorie aus, dass der Jäger eben doch keinen Menschen gehört hat, aber nicht davon, dass er ein anderes Kind gehört hat. Damit steht und fällt die ganze Sache: hat der Jäger wirklich ein Kind gehört oder nicht? Ich habe das Gefühl, dass die Skepsis der Beamten den Jäger wohl doch am Ende nicht so sicher sein liess und er es nicht mehr "beschwören" kann.


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03.08.2021 um 11:09
Zitat von MomomoMomomo schrieb:Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass ein Jäger in Gesamtdeutschland in der Morgendämmerung ein Kind im Wald nach seinem Vater rufen hört? Was meinst du, wie oft das im Jahr vorkommt?
Das ist sehr, sehr unwahrscheinlich und kommt wahrscheinlich so gut wie nie vor. Schrieb ich ja auch. Vielleicht etwas verklausuliert, aber gemeint war es so.

Der Jäger kennt die Geräusche nachts im Wald sehr gut. Er kann einordnen, ob es sich um ein Tier oder ein Kind handelt. Genau deswegen hat er ja auch die Polizei angerufen.


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03.08.2021 um 12:56
@JasminTea

Die Ermittler gehen die Akten gerade noch einmal durch, was mich sehr erleichtert. Man hatte immer den Eindruck, die StA sieht es als Fehlereingeständnis, wenn sie die Akten noch einmal aufmacht. Dabei ist es das Normslste der Welt, dass man immer mal wieder mit frischem Blick darauf schauen lässt.

Vielleicht sollte man die Leute auch noch einmal zum Gespräch laden. Denn damals sind sehr viele Leute in sehr kurzer Zeit vernommen wurde. Da mag auch das ein oder andere verloren gegangen sein - was völlig normal wäre.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb am 10.07.2021:Stendal – So gut wie jeder Stein scheint umgedreht und jede naheliegende Frage gestellt. Inga Gehricke bleibt auch nach fast genau sechs Jahren verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft in Stendal scheinen ratlos. Das Kind soll aber auch kurz vor seinem zwölften Geburtstag nicht verloren gegeben sein. Zurzeit erfolge eine „nochmalige Sichtung und Auswertung der vorhandenen Spurenakten“ mit dem Ziel, weiterführende und neue Ermittlungsansätze zu gewinnen, informiert Beatrix Mertens, Sprecherin der Polizeiinspektion (PI). Im Laufe der Jahre waren mehr als 2100 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Vorerst bleibt es bei einem ernüchternden Fazit: „Aufgrund der bisherigen Hinweise haben sich keine neuen zielführenden Ermittlungsansätze ergeben.“
Quelle:
https://www.az-online.de/altmark/stendal/vermisstenfall-inga-stendaler-ermittler-sichten-alte-spuren-neu-90482572.html
@SherlockJames
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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 13:15
Was wäre eigentlich das nächstgelegene von diesem Hof?
Supermarkt, Tankstelle, etc, bzw. wie weit ist das, bzw. wo wie abgelegen ist dieser Hof?
sind dort nur Wohn Einrichtungen oder auch was anderes?Ist dieser Hof mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 13:47
Südlich vom Wilhelmshof befindet sich die Bundesstraße188. Von dieser gibt es keinen direkten Abzweig zum WH. Es gibt aber einen Abzweig zum Ort Uchtspringe.
Diesen muss man in Richtung Norden durchqueren, um auf eine Brücke über die B188 zu gelangen. Diese führt dann auf eine kleine Waldstraße. Das ist die einzige, offizielle Möglichkeit, um zum mit einem Fahrzeug zum WH zu gelangen. Dort kommt man nach ca. 5 km an. Rings herum ist nur Wald. Der WH ist so gesehen eine "Waldinsel".
Ich denke, das kann man schon als sehr abgelegen bezeichnen. Meiner Meinung nach kann man dort hin nicht zufällig hingelangen.
Wer dort hinfährt, der weiß warum.

Ob es in dem Ort Uchtspringe größere Einkaufseinrichtungen gibt, weiß ich nicht. Die nächsten Tankstellen und Supermärkte gibt es wohl in Stendal, die nächste "größere" Stadt. Diese liegt ca. 25 km östlich von Uchtspringe an der B 188.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 13:55
Zitat von morgenstern123morgenstern123 schrieb:Südlich vom Wilhelmshof befindet sich die Bundesstraße188. Von dieser gibt es keinen direkten Abzweig zum WH. Es gibt aber einen Abzweig zum Ort Uchtspringe.
Diesen muss man in Richtung Norden durchqueren, um auf eine Brücke über die B188 zu gelangen. Diese führt dann auf eine kleine Waldstraße. Das ist die einzige, offizielle Möglichkeit, um zum mit einem Fahrzeug zum WH zu gelangen. Dort kommt man nach ca. 5 km an. Rings herum ist nur Wald. Der WH ist so gesehen eine "Waldinsel".
Ich denke, das kann man schon als sehr abgelegen bezeichnen. Meiner Meinung nach kann man dort hin nicht zufällig hingelangen.
Wer dort hinfährt, der weiß warum.

Ob es in dem Ort Uchtspringe größere Einkaufseinrichtungen gibt, weiß ich nicht. Die nächsten Tankstellen und Supermärkte gibt es wohl in Stendal, die nächste "größere" Stadt. Diese liegt ca. 25 km östlich von Uchtspringe an der B 188.
das nächste scheint der np Markt uchtspringe zu sein, knapp 5 km weg.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 14:08
Südlich vom WiH und Uchtspringe gibt es ein großes Militärgelände. Den Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide. Dieses Gebiet ist sehr weitläufig und natürlich das Betreten verboten. Allerdings gibt es nach meinem Kenntnisstand keinen Zaun.
Wenn man etwas verstecken wollte, was nicht gefunden werden soll, wäre dort wahrscheinlich ein geeigneter Ort.
Ist jemanden bekannt, ob dort jemals gesucht wurde?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.08.2021 um 14:39
Zitat von morgenstern123morgenstern123 schrieb:Südlich vom WiH und Uchtspringe gibt es ein großes Militärgelände. Den Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide. Dieses Gebiet ist sehr weitläufig und natürlich das Betreten verboten. Allerdings gibt es nach meinem Kenntnisstand keinen Zaun.
Ich habe mal ein Video grob gesichtet.

Direkt an der offiziellen Zufahrt, ist da schon eine starke Sicherung zu erkennen. Massives Tor...Zäune mit Stacheldrahtkrone.

Baracken für die Wachmannschaften.

(Zu sehen direkt zu Beginn des Videos)


Youtube: Rundfahrt Truppenübungsplatz Letzlinger Heide, GÜZ 2017
Rundfahrt Truppenübungsplatz Letzlinger Heide, GÜZ 2017



Im weiteren Verlauf des Videos, bekommt man zu hören, das praktisch alle Truppenteile, welche in die Auslandseinsätze der Bundeswehr entsandt werden, Trainingseinheiten auf diesem Übungsplatz durchlaufen.

Nachtrag...Sorry diese Info stammt aus einem anderem längeren Video. Ich habe das kurze Video mit 2 Minuten Laufzeit gewählt.

Deshalb gehe ich davon aus, dass auf dem Gelände ständig Wachmannschaften, in der Bestreifung rund um die Uhr auf den Beinen sind.

Und nicht das nach einem Übungstag, der Letzte in der Baracke das Licht ausmacht und man das Gelände sich selbst überlässt.


Das Areal umfasst 30km mal 15 km. Schwer zu sagen ob es komplett umzäunt ist. Es gibt sicher viele elektronische Meldefallen, die außerhalb der Übungszeiten scharf gestellt werden und den Wachmannschaften Eindringlinge melden, ohne das diese es selber merken.


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