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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

19.235 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 17:43
Zitat von AndanteAndante schrieb:Dass halt die Medien weiter vom Holzsammeln geschrieben haben, wird vom Vater kritisiert.
Dem widerspreche ich. Das ist so nicht korrekt. Das Holzsammeln steht bis heute auf https://www.woistinga.de/. Die Seite wurde von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Initiative Vermisste Kinder erstellt.

Beitrag von X-Aequitas (Seite 892)


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 17:56
Zitat von X-AequitasX-Aequitas schrieb:Dem widerspreche ich. Das ist so nicht korrekt. Das Holzsammeln steht bis heute auf https://www.woistinga.de/. Die Seite wurde von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Initiative Vermisste Kinder erstellt.
Warum wird das nicht geändert?
Diese Seite war vor einiger Zeit offline, aber wurde nach Tagen ohne Veränderung wieder online gestellt.

In dem Interview mit der Volksstimme sagt Frau Gehricke:
"Die Möglichkeiten zum Erholungsurlaub hatten wir der Initiative Vermisste Kinder zu verdanken, die uns auch bei der Suche nach Inga mit großflächig geschalteten Plakaten unterstützt hat."
Quelle: Volksstimme, Mitte Juni 2020

Das ist doch der gleiche Verein.
Wenn die Eltern und insbesondere die Mutter zeitlich später noch von denen unterstützt wurde, warum hat man sich nie der Darstellung der Eltern auf dieser Homepage angenommen?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 17:59
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Warum wird das nicht geändert?
Diese Seite war vor einiger Zeit offline, aber wurde nach Tagen ohne Veränderung wieder online gestellt
Zwecks Kontaktaufnahme wurde doch extra eine Adresse angegeben.
Kontakt/ Impressum:
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord
Pressestelle
Sternstraße 12
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 546-1422 Fax: (0391) 546-1822
Quelle: https://www.woistinga.de/


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26.07.2020 um 18:03
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:warum hat man sich nie der Darstellung der Eltern auf dieser Homepage angenommen?
Das wird in dem von @Sven1213 eingestellten Video erklärt: man möchte den Täter nicht durch Fahndung zu anderen Tathandlungen (Tötung) motivieren.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 18:13
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Das wird in dem von @Sven1213 eingestellten Video erklärt: man möchte den Täter nicht durch Fahndung zu anderen Tathandlungen (Tötung) motivieren.
Die Frage ist aber dennoch berechtigt, schließlich hat man es in den Pressemitteilungen anders ausgedrückt. Das Zauberwort heißt "vermutlich". Weiterhin zeigt die Wortwahl deutlich, dass die Ermittler angenommen haben, dass Inga in den Wald gelaufen ist.
Das in Schönebeck wohnende Mädchen ist zu Besuch in Wilhelmshof. Da ein Lagerfeuer gemacht werden sollte, lief Inga vermutlich in den Wald, um Holz zu suchen. Von dort kehrte sie bisher nicht zurück.
Quelle: https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/pressemitteilung-details/?no_cache=1&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=64655&tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Static&cHash=e4e78e205a241cfc7084d2676ce7f60d

Nochmal zum Vergleich:
Das Mädchen war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zu Besuch im Stendaler Ortsteil Wilhelmshof und wollte mit anderen Kindern im Wald Holz für ein Lagerfeuer suchen. Von dort ist das Mädchen nicht zurückgekehrt.
Quelle: https://www.woistinga.de/


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 18:24
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb:Offenbar wurde im Anfang mit Flächensuchhunden nach Inga gesucht.
Mantrailer kamen nach dem Artikel in der BILD leider erst später zum Einsatz.
Die Meldungen widersprechen sich also nicht, es geht um verschiedene Suchhundetypen.
Der Einsatz von Flächensuchhunden war auch nicht falsch, er hätte nur sofort mit der Suche durch Mantrailer ergänzt werden sollen.
In der Pressemeldung vom 03.05.2015 steht:
Ca. 550 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des DRK und des THW beteiligten sich seit gestern Abend an der Suche. Sie durchkämmten unter anderem ein ca. 3500 Hektar großes Waldgebiet bei Wilhelmshof mit einem Suchradius von ca. 4 - 5 Kilometern. Zum Einsatz kamen Suchhunde der DRK-Rettungshundestaffeln Stendal, Salzwedel, Magdeburg und aus dem Jerichower Land sowie ein DLRG-Team aus Barnim (BRB). Desweiteren waren mehrere Polizeihubschrauber im Einsatz
Quelle: https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/pressemitteilung-details/?no_cache=1&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=64670&tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Static&cHash=6014d413248fca849ca40fcd40af2d2e

Es kann sich also um Hunde der Kategorien Flächensuche und/oder Mantrailing gehandelt haben.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 18:30
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Das wird in dem von @Sven1213 eingestellten Video erklärt: man möchte den Täter nicht durch Fahndung zu anderen Tathandlungen (Tötung) motivieren.
Das ist ja insoweit verständlich- dass, wenn man von Ingas Verbringen zum Zwecke des sexuellen Kindesmißbrauchs ausging, man anfangs hoffte, dass der/ die Täter das Kind nach dem Mißbrauch wieder in die Freiheit entlassen würden und irgendwo nahe einem Haus/ Stadt etc. evtl. absetzen. Dort wo andere Menschen in absehbarer Zeit Inga finden würden.

Eine Fahndung nach dem/ den Tätern sollte nicht in einem Verdeckungsmord an Inga enden und ihr Überleben gefährden. Leider sind inzwischen so viele Jahre vergangen, dass man kaum damit rechnen kann, noch eine lebende Inga zu finden.

Ohne Frage hat die Polizei in Bezug auf die Absuche der Wälder um den WHF viel unternommen, aber was bringt das, wenn eine Person Inga in einem PKW über etliche Kilometer evtl. in relativ kurzer Zeit, an einen anderen Ort schafft?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 19:05
Zitat von X-AequitasX-Aequitas schrieb:Es kann sich also um Hunde der Kategorien Flächensuche und/oder Mantrailing gehandelt haben.
Hier ein Bericht vom 05.05.2015:
Dort wird berichtet, dass erstmals Mantrailer eingesetzt werden.
Die Hunde, die vorher von den Rettungshundestaffeln eingesetzt wurden, waren keine Mantrailer. Also wurden mit Mantrailern erst Tage nach dem Verschwinden nach Inga gesucht.
Zitat von obskurobskur schrieb am 05.05.2015:Inga bleibt verschwunden - Polizei setzte spezielle Spürhunde bei der Suche ein
LVZ
In Stendal wird seit Samstagabend die fünfjährige Inga Gehricke vermisst.
Bei der verzweifelten Suche nach der fünf Jahre alten Inga aus Sachsen-Anhalt hat die Polizei jetzt erstmals speziell ausgebildete Hunde eingesetzt. Jedoch fanden auch diese sogenannten Mantrailer zunächst keinen Hinweis auf das Kind. Die Spürhunde mit besonders feinem Geruchssinn können kleinste menschliche Spuren erschnüffeln.

Drei Tage nach Ingas Verschwinden fehlte somit am Dienstag weiter jede Spur von dem Mädchen aus Schönebeck. „Mit jeder Stunde, die verstreicht, wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie quietschvergnügt wieder auftaucht“, sagte Polizeisprecher Marc Becher in Magdeburg. „Wir geben die Hoffnung nicht auf. Wir wollen das Kind lebend finden.“

Seit Inga am Samstagabend beim Stendaler Ortsteil Wilhelmshof im Wald verschwand, suchen Polizei, Feuerwehr und Hunderte Helfer Tag und Nacht nach dem blonden Mädchen. Mehrere Waldgebiete seien am Dienstag von einer Hundertschaft Polizisten zum wiederholten Male durchkämmt worden. Zudem wurden die Bewohner, Patienten und Mitarbeiter einer nahe gelegenen Klinik erneut befragt.

Konkrete Spuren gibt es trotz der seit Tagen im Hochbetrieb laufenden Suchaktionen laut Polizei nicht. „Wir haben nicht den kleinsten Hinweis auf den Verbleib des Kindes“, sagte Becher. „Das Mädchen ist einfach verschwunden.“ Hubschrauber mit Wärmebildkameras flogen über das Gebiet, Fährtenhunde waren im Einsatz. Tag und Nacht patrouillierten Helfer mit Suchscheinwerfern und Lautsprechern durch den Wald.

Fast verzweifelt prüfen die Suchmannschaften jede nur denkbare Möglichkeit, wo Inga stecken könnte. Es seien bereits ein Löschteich abgepumpt und Räume der Klinik durchsucht worden. Hänge und andere Unfallquellen wurden besonders gründlich kontrolliert. Auch in der Nacht zu Mittwoch wollen die Einsatzkräfte weitersuchen.
http://www.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-mitteldeutschland/inga-bleibt-verschwunden--polizei-sucht-b...

Ein weiterer neuer Bericht, leider nichts Neues, nur dass jetzt wohl andere Hunde eingesetzt werden, ich war der Annahme, dass diese sofort im Einsatz waren. Hoffen wir mal, dass diese jetzt mehr erschnüffeln.



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26.07.2020 um 21:58
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Kann es sein, dass die Bild-Zeitung Kritikpunkte aufführt, welche sich mit Beiträgen aus der eigenen Zeitung 5 Jahre vorher widersprechen?
Es war so, dass in den ersten Tagen nach Inga's Verschwinden keine ausführliche bzw detaillierte Kleidungsbeschreibung veröffentlicht wurde.
Zudem fehlten zbsp die Schuhe auf dem Bild. Die User rätselten hier herum, warum ein Mädchen denn barfüßig in den Wald gerannt sein sollte, da man durch die fehlenden Schuhe auf dem Bild in Betracht zog, sie hätte keine an gehabt.
Dann erschien die Bild:
https://m.bild.de/news/inland/kriminalfall-inga/inga-kidnapper-kannte-sich-sehr-gut-aus-40874724.bildMobile.html mit dem Titel "Polizei sucht mit neuem Foto nach Inga (5)".
Ein relevanter Beitrag (kurz und knapp) stammte von:
Zitat von BarnabyBarnaby schrieb am 08.05.2015:Sie trug also Schuhe und auch die anderen Merkmale sind recht hilfreich........wurde auch Zeit, dass sowas veröffentlicht wird!
Wenn man in die Suchfunktion " Schuhe" eingibt, wird die erste Konversation zur barfüßigen Inga ebenfalls deutlich.
Zitat von RaissaRaissa schrieb:Und es wurden auch andere Verschwindezeiten angegeben. Wie kam es dazu?
Ist es denn mittlerweile bestätigt, dass 18:30h (Aussage des Vater's) die offiziell richtige Zeit ist?

Alles zusammen genommen, hätte ich niemals gedacht, dass sie Inga nicht finden würden.
Dass eine Entführung spurenlos stattgefunden haben soll, ist fast unmöglich.

Und ich würde mir sehr wünschen, dass nochmal eine Ermittlergruppe oder Soko zu diesem Fall eingesetzt wird.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 22:50
Zitat von BlaubeerenBlaubeeren schrieb:Alles zusammen genommen, hätte ich niemals gedacht, dass sie Inga nicht finden würden.
Dein Optimus in allen Ehren, aber für mich sah es von Anfang an irgendwie nicht sehr gut aus, wenn man daran denkt, dass zuvor in Sachsen- Anhalt bereits von KHK Herrmann ein Kinderporno- Ring ausgehoben wurde.
Und ich gebe in dieser Hinsicht auch nichts auf christliche Einrichtungen und denke gerade nicht, dass Kinder dort als Besucher sicherer aufgehoben sind, als anderswo.
Zitat von BlaubeerenBlaubeeren schrieb:Dass eine Entführung spurenlos stattgefunden haben soll, ist fast unmöglich.
Was wäre, wenn Inga den Täter zumindest flüchtig gekannt hat und anfangs freiwillig mitlief, ähnlich wie der kleine Mohammed in Berlin? Dass es keine Spuren gab ist meines Erachtens der Umsicht und Ortskundigkeit zumindest eines der Täter zuzuschreiben. Es spricht unter Umständen sogar für eine gewisse Professionalität und Abgebrühtheit auf Seiten des/ der Täter.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 23:17
Zitat von BlaubeerenBlaubeeren schrieb:Alles zusammen genommen, hätte ich niemals gedacht, dass sie Inga nicht finden würden.
Ich war auch optimistisch. Vielleicht geschieht noch ein Wunder. Aber die Augen davor verschließen, dass es - gottlob sehr wenige - Vermisstenfälle gibt, die bis heute nicht aufgeklärt werden konnten, darf man auch nicht, siehe etwa über die Jahre Pascal Zimmer, Deborah Sassen, Hilal Ercan, Felix Heger, Clara Gaucke, Annika Seidel und auch der aus irgendwelchen Gründen sehr spektakuläre Fall Rebecca Reusch, kann man nicht..


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 23:19
Hier ein interessanter neuer Artikel über verschwundene Kinder, Lars Bruhns von der „Initiative vermisste Kinder“ meldet sich zu Wort.
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-vermischtes_artikel,-wenn-kinder-einfach-verschwinden-_arid,1925335.html

U.a. geht es auch nochmal um die Geschichte mit dem Pfarrer. Laut dem Artikel wäre das vor 2 Jahren gewesen.
Im Fall Inga habe die Kurve vor zwei Jahren nach oben ausgeschlagen, als sich ein schwer kranker Pfarrer aus dem Raum Wuppertal meldete, der sagte, das Mädchen werde auf einem Bauernhof gefangen gehalten. Als die Ermittler ihn zum genauen Ort befragen wollten, berief er sich auf das Beichtgeheimnis. Er starb am folgenden Tag. „Wenn stimmt, was der Pfarrer sagte, dann ist Inga am Leben.“
Lars Bruhns zum Fall Inga:
„Aber am Ende liegen die Akten wieder in Stendal“ sagt Bruhns, bei der zuständigen Ermittlungsbehörde. „Keiner kümmert sich. Der Fall ruht so vor sich hin.“
Das klingt leider nicht gerade optimistisch. Hoffentlich kommen hier neue Ermittler zum Zug...


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 23:27
Ein Pfarrer aus dem Raum Wuppertal, soso, Und Ermittler haben reagiert und wollten wissen, wo genau sich der Bauernhof befindet. Im Raum Wuppertal? Und dann plötzlich die Berufung des Pfarrers auf das Beichtgeheimnis.

Und dann stirbt der Pfarrer. Und daran, wie auch auf die Berufung des Pfarrers auf das Beichtgeheimnis, sind natürlich die Ermittler schuld. Ich glaube aber kaum, dass "frische Ermittler" aus dem toten Pfarrer noch was zum Bauernhof herausbekommen können.

Auf Hinweis eines "Sehers" Teiche auspumpen tun die Ermittler ja. Aber da hatte der Seher wenigstens den konkreten Teich benannt, was beim Bauernhof aber fehlt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

26.07.2020 um 23:42
Zitat von AndanteAndante schrieb:Und daran, wie auch auf die Berufung des Pfarrers auf das Beichtgeheimnis, sind natürlich die Ermittler schuld.
Wo bitte geht aus dem Artikel hervor, das die Ermittler beschuldigt werden?
Der Beitrag bestätigt einfach nur nochmal die Geschichte mit dem Pfarrer, dann wird sie wohl kaum erfunden worden sein.
Was die genaueren Umstände seines Todes waren, weiß niemand. Natürlich kann dieser Spur nun auch nicht mehr nachgegangen werden.

Aber neue Ermittler sind notwendig, da der Fall in Stendal scheinbar ruht bzw. von dort nichts mehr zu erwarten ist, so wie es im Beitrag anklingt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

27.07.2020 um 00:01
Zitat von SchmidhuberSchmidhuber schrieb:Aber neue Ermittler sind notwendig, da der Fall in Stendal scheinbar ruht bzw. von dort nichts mehr zu erwarten ist, so wie es im Beitrag anklingt.
Sind "neue Ermittler" notwendig oder nicht vielmehr neue Ermittlungsansätze?

Wie es aussieht, sind derzeit im Fall Inga alle über 2000 Spuren abgearbeitet. Neue Hinweise sind nicht existent, wenn man mal davon absieht, dass derzeit gegen Christian B. als TV im Fall Madeleine McCann ermittelt und daher noch mal nachgeschaut wird, was diese bereits damals als Spur V/93 im Fall Inga bekannte und als Spur auch untersuchte Person wirklich mit dem Fall Inga zu tun haben kann.

Und da haben wir bis jetzt nichts Zugkräftiges gehört, auch nicht vom Pfarrer. Die hier im Thread tätigen Hobbyermittler haben auch nichts zu bieten gehabt außer ihren Vermutungen. Wenn man bei der Durchsuchung in Neuwegersleben irgendwas gefunden hätte, was B. in Verbindung mit Inga bringt, Fotos, Kleidungsstück, ja dann hätten damals doch wohl die Ermittler gleich zugeschlagen. Da war aber nichts. Nicht mal ein Funkzellennachweis. Es ist auch bis heute kein Zeuge aufgetaucht, der behauptet, B. irgendwo in D mit Inga gesehen zu haben, obwohl sowohl das Bild von Inga wie auch das von B. ja nun nicht nur in der Bild sattsam aufgetaucht sind.

Wo also ist ein neuer vielversprechender Ermittlungsansatz? Und was wäre bei "alten" Ermittlungsansätzen konkret versäumt worden (außer dass man aus einem toten Pfarrer nun mal nichts mehr herausbekommt)?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

27.07.2020 um 00:21
Zitat von AndanteAndante schrieb:Und was wäre bei "alten" Ermittlungsansätzen konkret versäumt worden
Das ist ja das Problem. Die aktuellen Ermittler kommen mit den vorhandenen Ermittlungsansätzen scheinbar nicht weiter. Evtl. weil etwas übersehen wurde. Was genau, kann ich nicht sagen. Vermutlich steht der Name des Täters bereits in der Akte drin.
Und wenn die Pfarrer-Aussage stimmt, hat Inga vor 2 Jahren evtl. noch gelebt.

Und wenn die vorhandenen Ermittler nicht weiterkommen, dann wäre es doch notwendig, dass frische EB sämtliche Hinweise u. Spuren neu bewerten.
Wie Khubaib-Ali Mohammed es sagte (im oben verlinkten Artikel):
Es sei wie bei einem Puzzle: Wer einmal ein Teil falsch verbaut habe, müsse am Ende zur Not vermeintlich fertige Teile wieder aufreißen. „Das fällt Ermittlungsgruppen sehr schwer und da muss ich daher oft ansetzen.“



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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

27.07.2020 um 00:34
Zitat von SchmidhuberSchmidhuber schrieb:Die aktuellen Ermittler kommen mit den vorhandenen Ermittlungsansätzen scheinbar nicht weiter. Evtl. weil etwas übersehen wurde
Es gibt keine "aktuellen Ermittlungen" mehr. Alle Spuren sind abgearbeitet, neue Ansätze nicht vorhanden. Daher hat man ja, bis sich Neues ergibt, die Ermittlungen vorläufig eingestellt, nimmt sie aber sofort wieder auf, sobald neue Erkenntnisse auftauchen. Das ist ein normales Vorgehen bei Ermittlungsbehörden und kein Spezifikum im Fall Inga.
Zitat von SchmidhuberSchmidhuber schrieb:Evtl. weil etwas übersehen wurde.
Das kann natürlich, wie in jeder Ermittlung, sein. In der Medizin würde man sagen, dass der Patient die Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen sollte. Ärzte gibt es genug. Bei den Ermittlungsbehörden hat man aber meist nicht genug Personalkapazitäten für Zweitmeinungen, auch nicht, wenn sie gewünscht werden. Das ygeld der Steuerzahler wird, je nach politischem Willen für andere Zwecke verwendet.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

27.07.2020 um 11:11
Ich weiß zwar nicht, was ich von der Pfarrergeschichte halten soll, googelt man nach Pfarrern aus dem Raum Wuppertal, dann sind da, wenn ich korrekt recherchiert habe, 4 Pastoren / Pfarrer in 2018 (müsste der Zeitpunkt der Offenbarung des Pfarrers an die Behörden sein) verstorben.
Einer schwer erkrankt, der andere plötzlich, und zu zweien werden keine weitere Angaben gemacht. Einer dieser Beiden war dafür Seelsorger in zwei Krankenhäusern. Vielleicht gibt es da eine Verbindung? Ein Krankenhaus ist auf Hepatologie spezialisiert. Geht man nun davon aus, dass auf dem Wilhelmshof u.a. Suchtkranke (da schließe ich mal Alkohol mit ein) therapiert werden, erscheint mir die Möglichkeit eines Querverweises vorhanden zu sein.

Nun, ich denke, das wird schon alles abgeklopft worden sein, dennoch, wenn das alles wahr ist, kann es sich beim Beichtenden im Grunde nur um einen Mitwisser oder besser noch um einen Wichtigtuer gehandelt haben, wenn man dem nicht weiter nachgeht.

Alle Geistlichen haben selber viele Töchter und Söhne, wollten teilweise sogar, dass nach dem Tode an Kinderstiftungen gespendet wird. Es ist schwer vorzustellen, wie man ein kleines Mädchen seinen Eltern und seinem gewohnten Umkreis vorenthalten kann, indem man schweigt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

27.07.2020 um 13:31
Zitat von SchmidhuberSchmidhuber schrieb:Und wenn die Pfarrer-Aussage stimmt, hat Inga vor 2 Jahren evtl. noch gelebt.
Die Beichte kann ja schon im Mai 2015 erfolgt sein.

Sind denn auf dem Wilhelmshof auch Suchtkranke aus Wuppertal und anderen Regionen Deutschlands untergebracht oder kommen die Bewohner alle aus der Region? Wer von Angstellten/Bewohnern Beziehungen nach Wuppertal hat, wird aber hoffentlich überprüft worden sein...


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27.07.2020 um 14:28
Zitat von AndanteAndante schrieb:Schmidhuber schrieb:
Evtl. weil etwas übersehen wurde.
Es könnte durchaus etwas übersehen worden sein.
Das kann natürlich, wie in jeder Ermittlung, sein. In der Medizin würde man sagen, dass der Patient die Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen sollte. Ärzte gibt es genug. Bei den Ermittlungsbehörden hat man aber meist nicht genug Personalkapazitäten für Zweitmeinungen, auch nicht, wenn sie gewünscht werden. Das ygeld der Steuerzahler wird, je nach politischem Willen für andere Zwecke verwendet.
Dein Posting zeigt nur, dass Du Dich nicht hinreichend mit Cold- Cases beschäftigt hast. Nehmen wir mal als aktuelleres Beispiel den Göhrde ( vier Mordopfer aus 1989) und Frauenmörder der langzeitvermissten Birgit Meier ( 1989), Kurt Werner Wichmann.
Wichmann stand bereits in diesen beiden Fällen in den Akten, er war einschlägig vorbestraft, bekam Jugendarrest weil er Polizeibeamte mit einer Waffe bedroht hatte, saß wegen Vergewaltigung und versuchtem Totschlag bereits von 1970-74 in der JVA Wolfenbüttel in Haft.
Hier hat eine unfähige oder unwillige Staatsanwaltschaft von Beginn an, gezielte polizeiliche Ermittlungen gegen Wichmann, trotz dessen bereits bekannter Strafakte von Anfang an, mit fadenscheinigen Begründungen, verhindert.

Deine Aussage, dass man nicht genug Personalkapazitäten habe, ist auch unsinnig, es kommt vielmehr darauf an, dass die Ermittlungen möglichst zügig und hinreichend sorgfältig geführt werden. Denn dann bräuchte es in vielen Fällen, wie zum Beispiel dem von Wichmann gar keine neuerlichen Ermittlungen und im Wichmann Fall, den der Bruder von Mordopfer Birgit Meier, ein hochrangiger Ex Kripochef aus Hamburg mit einem Expertenteam nach seiner Pensionierung übrigens selbst gelöst hat, sind wegen der früher schlampigen Ermittlungen für den Steuerzahler am Ende immense Summen von mehreren Hunderttausend Euro aufgelaufen, gerade weil man von Beginn an, nicht ordentlich durchermittelt hat.

Die Kosten sind umso geringer für den Steuerzahler, je schneller und sorgfältiger von Beginn an ermittelt wird.

Und um bei Kinderschändern und Mördern zu bleiben, auch bei Martin Ney hätten die Handschellen wesentlich eher klicken können, wenn man a. den missbrauchten Kindern eher gelaubt hätte ( der schwarze Mann im Kinderzimmer war real und leider kein schlechter Traum, der missbrauchten Jungs), und b. auch Ney hatte bereits längst einschlägige Straftaten begangen, wie Profiler Alexander Horn in seinem Buch dargelegt hat.
Nachzulesen auch gerne im Stern- Artikel vom 26.02.2012 unter der Headline " Karriere eines Kindermörders."

Dein Vergleich mit der Zweitmeinung eines Arztes ist mit Verlaub vollkommen unsinnig- Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Das System der Justiz und Polizei ist vollkommen anders aufgebaut, das sind alles Beamte auf Lebenszeit, wobei stets die zuständige Staatsanwaltschaft die Herrin des Verfahren ist und die Polizei dieser unterstellt ist.

Einen Arzt kann man wechseln, für eine Zweitmeinung, auch ist der eine Arzt dem anderen eben in der freien Praxis nicht weisunsgebunden. Und wen einem im Krankenhaus der Dienstvorgesetzte nicht passt, geht man eben in ein anderes KH.

Opferangehörige wie Ingas Eltern und Geschwister können sich aber leider keine andere Staatsanwaltschaft aussuchen und müssen mit Fehlern, Ermittlungspannen, evtl. Versäumnissen leben und ihre Forderungen, dass neuerliche Ermittlungen im Fall Inga, durch das LKA oder eine spezielle Cold- Case Einheit geführt werden sollten, kann man durchaus nachvollziehen.

Außerdem steht evtl. zu befürchten, dass der Täter und mutmassliche Mörder von Inga, sofern er nicht wegen eines anderen Delikts gerade inhaftiert ist, jederzeit erneut ein Kleinkind in seine Gewalt bringen könnte, da er damit mindestens bei Inga schon "erfolgreich" war.
Ein evtl. jetzt aus anderen Gründen Inhaftierter, der mit dem Fall Inga in Verbdindung steht, könnte auch neu zuschlagen, wenn der Fall Inga wieder in den Hintergrund gerät, evtl. nach seiner Entlassung arbeitende, verdeckte Ermittler nach einiger Zeit wieder abgezogen werden etc....


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