Celtictree schrieb:Hallo, habe das Buch "Verschollen in Panama" von Christian Hardinghaus und Annette Nenner zu diesem Fall gelesen. (...)
Meine persönliche Meinung ist ein Verbrechen.
(...)
Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier im hohen Maße vertuscht wird.
Das ist nicht verwunderlich, das Buch präferiert bzw. insinuiert "Foul Play" und damit das. Leider sind die tatsächlichen Anhaltspunkte dafür eher dünn. Die Belege entstehen vor allem durch Wertung scheinbarer "Merkwürdigkeiten", mehr jedoch der Wertung von Nichtwissen. Also aus der Tatsache, dass etwas unbekannt ist, nicht ermittelt wurde, es keine Informationen gibt, wird eine Annahme und dann eine Schlussfolgerung abgeleitet.
Exemplarisch dafür ist die Frageliste am Ende des Buches, die ziemlich zusammenhang- bzw. bezugslos unbeantwortete Fragen in den Raum stellt, die allesamt den Eindruck erwecken, hier sei ein riesengroßes Geheimnis unter den Teppich gekehrt worden. Ob diese Fragen tatsächlich Relevanz haben, hat sich mir nicht erschlossen.
Das steigert den "Thrill", aber für mich ist der Umstand, dass wir kein Unfallgeschehen belegt haben, bei den Bedingungen vor Ort (Wildnis) eben kein Beleg, dass sich ein Verbrechen o.Ä. zugetragen hat.
Am Ende kann man sich in ellenlange Diskussionen begeben, ob beim "Lost im Dschungel" abstrakt ein Verbrechen oder ein Unfall wahrscheinlicher ist, aber wir wissen dazu zu wenig, um das valide beantworten zu können. Ähnlich ist es mit Handy, Fotos, Rucksack, Leichenteile.
Siehe hierzu:
Beitrag von Origines (Seite 1.456)Beitrag von Origines (Seite 1.455)Es gibt aber auch Verfechter der "Foul Play"-Theorie, die das v.a. aus Handy und Kamera/Bilder ableiten. Das erklärt aber nicht das "Warum?"