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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

01.09.2017 um 00:33
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:KW verstirbt innerhalb von 30 Sekunden, oder sie ist schwer verletzt, schreit, und wird in einem zweiten "Unfall" zum Schweigen gebracht...
Einen "zweiten Unfall" kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Entweder sie war bei einem Unfall gleich tot, oder es war von vornherein eine "vorsaetzliche Toetung im Affekt"
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:0:00 Uhr PM hat abgebremst und ist mit der "Bestattung" befasst, und bemerkt daher nicht, dass er fast von einem großen Frachter gerammt wird.
Davon hat der Matrose, der den Vorfall meldete, allerdings nichts bemerkt


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Kriminalfall Kim Wall

01.09.2017 um 00:37
Zitat von VanillaSkyeVanillaSkye schrieb:Aber interessant ist das allemal, weil es bedeutet, das der U-Boot Trip mit KW wohl nur sehr kurzfristig, vielleicht sogar spontan zustande kam.
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich finde das auch interessant, weil es ein Licht auf die Stimmung wirft, in der Madsen sich befunden haben dürfte. Die Absage wird ihn nach der ganzen Vorbereitung des für ihn seinen Blogeinträgen nach sehr bedeutenden Bornholm-Trips gewaltig gewurmt haben.

Um den nächsten Tag, der dadurch plötzlich frei geworden ist, doch noch einigermaßen sinnvoll zu nutzen, beschließt er dann spontan, der Journalistin, die ihn um ein Interview gebeten hat, den späten Nachmittag/Abend als Termin anzubieten und diese stimmt zu.

Madsen zieht das ganze dann (jedenfalls bis etwa 20:40 Uhr) professionell durch, ist aber vermutlich mit den Gedanken und seiner Stimmung immer noch beim gescheiterten Bornholm-Trip und dem Umstand, dass die Arbeit von Wochen für die Katz war.

Allerdings hat die freundlich lächelnde Journalistin ihm dann aber doch so gut gefallen, dass er ihr nach einer gewissen Zeit auch imponieren wollte.

Dann geht die Sonne unter und das nächste, was man sicher weiß, ist dass Madsen gegen Mitternacht mit seinem U-Boot bei der Öresund-Brücke fast in einen großen Frachter hineinrauscht.


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01.09.2017 um 00:37
Zitat von desmodiumdesmodium schrieb:Er wurde um 11 Uhr gefunden, sagen wir ab 13 Uhr vernommen. Bleiben 4h und eine Zeit für Pressemeldung. Wäre 17 Uhr. Okay.
Und danach? Wie prüft die Polizei die Geschichte vom Absetzen, mittels Video? Wie lange dauert so eine Auswertung? Man muss den Videobetreiber ausfindig machen, das Video ansehen, zum Zeitpunkt, 2h davor, 2h danach. Protokolle schreiben etc.
Die Videos wurden erst Tage später ausgewertet, auch das U-Boot konnte bis dahin nicht untersucht werden. Ich denke es wird in etwa so abgelaufen sein wie @AnnaKomnene beschreibt. Es kann nur ein recht kurzes Verhör gewesen sein bis zur Mitteilung um 17:44. Entweder es ging Abends noch weiter (er muss ziemlich geschafft sein zu dem Zeitpunkt), oder es war direkt Samstag Morgen vor der Verhandlung (für die habe ich keine exakten Zeiten gefunden).


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01.09.2017 um 00:41
Zitat von petrocekpetrocek schrieb:Madsen zieht das ganze dann (jedenfalls bis etwa 20:40 Uhr) professionell durch, ist aber vermutlich mit den Gedanken und seiner Stimmung immer noch beim gescheiterten Bornholm-Trip und dem Umstand, dass die Arbeit von Wochen für die Katz war.
Das denke ich auch, plus er hat noch die Australische Regisseurin im Nacken, die bis Herbst eine Doku über ihn abliefern soll. Die war gebucht sowohl für den Bornholm Trip, als auch für den eigentlich Start zwei Wochen darauf. Da wird die Doku gleich langweiliger so ganz ohne U-Boot und Raketenstart. Aber das ist reine Spekulation.


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01.09.2017 um 00:51
Zitat von VanillaSkyeVanillaSkye schrieb:er muss ziemlich geschafft sein zu dem Zeitpunkt
Es ist ja auffällig, wie vergleichsweise frisch PM nach seiner "Rettung" erscheint. Vielleicht hat er sich zwischen 5:00 und 10:00 am Leuchtturm auch total erschöpft am Meeresgrund schlafen gelegt? Das machte er ja gern. Und der Ort am Drogdenfyr war, wie gesagt, sehr sicher vor Karambolagen und natürlich vor der Polizei.

Er wusste da ja wohl schon, dass er das Boot würde versenken müssen, wegen der Spuren und hat sich das Putzen geschenkt. Ausserdem würde er Kraft brauchen die nächsten Tage. Verhöre, Presse, Familie... Und er wusste, dass er nicht allzu unausgeschlafen aussehen durfte, damit man ihm seine Story auch glaubt.


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01.09.2017 um 00:54
@Trimalchio
Absolut nachvollziehbar. Es würde auch erklären, warum die ab etwa 3:40 laufende intensive Suche nach der Nautilus so lange erfolglos geblieben ist, und er dann ab 10:00 aber plötzlich von mehreren Schiffen gesichtet wurde.


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01.09.2017 um 01:01
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Kann der angegebene Ort ("im Öresund westlich von Saltholm") stimmen? Gibt es dort bei den geringen Wassertiefen überhaupt Frachtverkehr?
Ja, das ist die primäre Schiffsrinne. Schau dir selber an, was da los ist:
https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:-27.5/centery:45.5/zoom:11
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Zu D: Dieselbe Frage stellt sich auch hier: Ist die Ortsangabe der Beinahe-Kollision "nordwestlich der Öresund-Brücke zwischen Saltholm und Kopenhagen" belastbar? Es soll sich dabei um ein "großes schwedisches Frachtschiff" gehandelt haben. Passt das überhaupt durch die Meerenge zwischen Kopenhagen und Saltholm? In verschiedenen Veröffentlichungen wird der Punkt deutlich ÖSTLICH von Saltholm markiert.
Ich denke das ist ziemlich gesichert. Laut der Polizei hat er sich immer in Sichtweite von Amager auf dänischer Seite an der Küste bewegt. So weit raus ist er nicht, schon gar nicht Nachts.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Könnte es sich bei C und D um DIESELBE Sichtung handeln (beides Frachter)?
Könnte sein, wäre aber seltsam das dann separat zu erwähnen. Da fährt einfach eine Menge durch, es ist wahrscheinlich das ihn noch jemand gesehen hat, gerade an diesem Nadelöhr.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Damit bleiben für das Abtauchen bei Flakfortet (B2) um 21:30 bis zur spätestens möglichen Abfahrt von dort (22:30, max. 23:00) nur rund 1 bis 1 1/2 Stunden, nach der von @traces geposteten Dissertation fast etwas knapp für das Zerteilen, dort wird mit ca. 2 Stunden gerechnet.
Es gibt momentan nichts handfestes das besagt das er vor Flakfortet getaucht ist, auch wenn die Freya da lag. Ich denke aber das er zumindest in die Richtung geschippert ist, um aus dem Hafenverkehr herauszukommen. Da bleibt eigentlich nur direkt nach Osten vom Middelgrundfortet, oder halt Süd-Osten Richtung Flakfortet. Aber wenn wir davon ausgehen, das nur eine kleine Hafenrundfahrt plus Tauchgang auf dem Menü stand, ist Flakfortet zu dieser Uhrzeit schon ganz schön weit weg und es wurde ja auch schnell dunkel.

Ich könnte mir eher denken das er vielleicht noch 1 km nach Osten in den Middelgrunden fuhr um dort direkt zu tauchen. Bei nochmal 30-40 min Fahrt müsste die Journalistin ja ungeduldig werden, weil ihr Freund ja an der Austernbude wartete (wenn das stimmt).
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Die Polizei sucht nach Zeugen insbesondere ab 21:30 Uhr.
(ca. 21:30 Flakfortet sollte daher in die timeline aufgenommen werden)
Flakfortet ist ja bisher nur deine Annahme. Bis es keine Bestätigung der Route von der Polizei gibt, wissen wir nicht wo sie genau waren, bzw. wo sie tauchten.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Damit bleiben für das Abtauchen bei Flakfortet (B2) um 21:30 bis zur spätestens möglichen Abfahrt von dort (22:30, max. 23:00) nur rund 1 bis 1 1/2 Stunden, nach der von @traces geposteten Dissertation fast etwas knapp für das Zerteilen, dort wird mit ca. 2 Stunden gerechnet.
Es gibt eigentlich keine zwingenden Indizien, das er die Zerteilung der Leiche zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort bewerkstelligen musste. Ich halte es sogar wahrscheinlicher das er das in 'Ruhe' irgendwo in der Köge Bucht angegangen ist.


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01.09.2017 um 01:10
Zitat von VanillaSkyeVanillaSkye schrieb:Es gibt eigentlich keine zwingenden Indizien, das er die Zerteilung der Leiche zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort bewerkstelligen musste. Ich halte es sogar wahrscheinlicher das er das in 'Ruhe' irgendwo in der Köge Bucht angegangen ist.
Ich auch. Dass er da plötzlich eine Leiche an Bord hatte, mit allen Folgen, die das für ihn und seine Pläne hatte, musste er immerhin auch erstmal geistig verarbeiten und durchdenken.

Zuerst wird er sich entschieden haben, "dass" die Leiche weg muss, dann "wo" dies vorgenommen werden könnte. Da ist die Köge-Bucht die offensichtliche Lösung. Es ist derjenige Ort innerhalb der Reichweite, die die Nautilus bis zum Morgengrauen realistisch gesehen schaffen konnte, wo die geringste Verkehrsdichte herrscht.

Dann macht er sich auf den Weg dorthin. Gegebenenfalls macht er sich bereits während der Fahrt an der Leiche zu schaffen. Ich halte es aber für das Wahrscheinlichste, dass er in der Köge-Bucht erst versucht, die Leiche zunächst im Ganzen aus dem U-Boot zu bekommen, sich das aber als zu schwierig erweist und er sich danach mangels anderer Alternativen zur Erreichung seines Ziels dazu überwindet, die Leiche zu zerteilen.

Was das Zerteilen der Leiche angeht, müsste es technisch eigentlich auch möglich gewesen sein, dies nicht im trockenen vorzunehmen, sondern den Boden des U-Boot-Inneren einige Zentimeter tief zu fluten, und dann dort die Körperteile abzutrennen, sodass sich das dadurch auslaufende Blut mit der größeren Wassermenge vermischt und dadurch weniger, vielleicht sogar gar keine, Rückstände hinterlässt. Hinterher könnte er das mit Blut versetzte Wasser wieder abpumpen und es wären entsprechend wenig Blutspuren im Boot zu finden.

In der Zwischenzeit denkt er sich auch noch eine Geschichte aus, wie er die Vorfälle am Besten nach seiner Rückkehr der Öffentlichkleit erklärt, aber der Plan geht dann aufgrund der sofortigen Festnahme mit anschließender Inhaftierung nicht wie gedacht auf. Dass einige Tage später der Torso von Kim Wall angeschwemmt wird, dürfte seine ursprünglichen Pläne sicher noch weiter verkompliziert haben.


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01.09.2017 um 01:13
Zitat von AnnaKomneneAnnaKomnene schrieb:Weiss man denn sicher, dass sie in Flakfortet liegt? Nicht Middelgrundsfortet?
Ich beziehe das hieraus:

"For en uge siden blev dykkere sendt ned for at undersøge Peter Madsens første ubåd, Freya, der i 2008 blev sænket ved Flakfortet i Øresund."

"Vor einer Woche wurden Taucher nach unten geschickt, um Peter Madsens erstes U-Boot, Freya, zu untersuchen, das im Jahr 2008 bei Flakfortet im Øresund versenkt wurde."

Im Weiteren wird gesagt, dass er sie mit der Nautilus dorthin geschleppt habe. Dort kam es dann zu einer "Seebestattung" mit Blumen und allem Pipapo.
Auch Madsens Rede am Grab der Freya ist einigermaßen bemerkenswert:

"Hun ligger i dag begravet på en tyst og smuk gravplads. Lyset kommer og går med dagene; vinter følger sommer, og Freya forsvinder ganske langsomt. Hun vender tilbage til den klippe, hun blev brændt ud af. For sådan er det med alting. Alt har en cyklus - en fødsel, et liv og en død. Alle tre livsfaser kan være smukke - hvis vi vil det,« siger han i bogen, der er skrevet af Thomas Djursing."

"Sie ist heute in einer ruhigen und schönen Grabstätte begraben. Das Licht kommt und geht mit den Tagen; Der Winter folgt dem Sommer, und Freya verschwindet ganz langsam. Sie kehrt zum Fels zurück, aus dem sie gebrannt wurde. Denn so ist alles. Alles hat einen Zyklus - eine Geburt, ein Leben und einen Tod. Alle drei Stufen des Lebens können schön sein - wenn wir es wollen ", sagt er in dem Buch von Thomas Djursing."

https://www.bt.dk/krimi/politiet-har-undersoegt-peter-madsens-gamle-ubaad


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01.09.2017 um 01:45
Zitat von VanillaSkyeVanillaSkye schrieb:Flakfortet ist ja bisher nur deine Annahme. Bis es keine Bestätigung der Route von der Polizei gibt, wissen wir nicht wo sie genau waren, bzw. wo sie tauchten.
Die genaue Route kannte die Polizei spätestens am 21.8. Die Polizeitaucher wurden "vor einer Woche", also etwa am 24.8. zur Freya runtergeschickt. Wenn man etwas Verdächtiges gefunden hätte, dann wäre sie sogar gehoben worden, sagt Möller.
https://www.bt.dk/krimi/politiet-har-undersoegt-peter-madsens-gamle-ubaad

Ich glaube eher nicht, dass sie dort nach Vermissten aus Altfällen gesucht haben, sondern seiner Route gefolgt sind.

Die Dauer der Reise von Middelgrundfortet 20:40 bis zum Beinahezusammenstoß 0:00 beträgt fast 3 1/2 Stunden. Da hätte er fast 40 km geschafft, fuhr aber nur 15? Immer in der Gefahr, dass man ihn in dieser vergleichsweise befahrenen Zone sieht? Glaube ich nicht. Der Zeitverlust ist am ehesten durchs abtauchen zu erklären.

PM wird irgendwo geschildert als "ADHSler auf Speed". Das ist ein Macher. Der trödelt nicht rum. never.

Und die Fahrt von dort in die westliche Kögebucht sind nochmal rund 30-40 km, also mindestens 3 Stunden. Nur Fahrt, nur volle Kraft voraus. Da war es dann schon nachts um drei und es wurde langsam wieder hell. Dann noch mindestens drei Stunden zurück bis zum Tauchplatzversteck am Leuchtturm. Wäre er dort später als um 6 oder maximal 7 Uhr eingetroffen, hätte man ihn gesehen:
• 03:50 Uhr - Nautische Morgendämmerung
• 05:35 Uhr - Bürgerliche Morgendämmerung
• 07:11 Uhr - Lyngby Radio sendet Alarm an die Schiffe in der westlichen Ostesee um nach dem U-Boot Ausschau zu halten.

Von gemütlichem Zerteilen in der Kögebucht kann also keine Rede sein. Ich tippe weiter auf die Freya, kann aber gut verstehen, wenn dir der Gedanke so garnicht behagt.


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Kriminalfall Kim Wall

01.09.2017 um 02:21
Karte neuester Stand:
(Änderung zur letzten Fassung: C etwas nach Norden verrückt).


Kurs der UC3 oOriginal anzeigen (0,5 MB)



Ich denke, die Ortsangaben zu C ("westlich von Saltholm") lassen sich problemlos auch so interpretieren, dass es etwas nördlicher lag als in der Vorversion. Dann wäre er also schätzungsweise um 21:20 Uhr an der Freya angekommen, hätte dort getaucht (weshalb es nach 21:30 keine Sichtungen gab) und wäre dann ca. 23:00 Uhr von Flakfortet stracks nach Süden in Richtung Köge-Bucht aufgebrochen. Im Sund zwischen Saltholm und Kopenhagen wurde er wegen des regen Schiffsverkehrs dann natürlich wieder beobachtet.

Bleiben 1:30 h für das Zerteilen, Entlüften und Beschweren. Etwas weniger als in der Diss. beschrieben.


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Kriminalfall Kim Wall

01.09.2017 um 02:24
Ich muss mal völlig losgelöst von eurer Diskussion einen Gedanken loswerden, der mir schon die ganze Zeit durch den Kopf geht: welches Kleidungsstück wählt man als Frau, wenn man an Bord eines U- Bootes geht, zu einem abendlichen Tauchgang mit einem fremden Mann?
Vor allem, wenn man bzw. Frau durch eine Einstiegsluke nach unten klettern muss und wieder hoch usw. Würde sich da nicht jede Frau instinktiv für Hosen entscheiden?

Für die Art Mann, wie Herr Madsen beschrieben wird, mag ein Rock unter eben diesen Umständen vielleicht mehr bzw. andere Bedeutung gehabt haben. Was einen Unfall mit Abwehrreaktion herbei geführt haben könnte. Wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass ich K.W. keinerlei Schuld zuweise! Der Rock könnte trotzdem eine Rolle beim von Herrn Madsen erklärten "Unfall mit Todesfolge" gespielt haben.


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01.09.2017 um 02:42
@Masine
Zitat von MasineMasine schrieb:Ich muss mal völlig losgelöst von eurer Diskussion einen Gedanken loswerden, der mir schon die ganze Zeit durch den Kopf geht:
Ja, das ging schon mehreren hier durch den Kopf. Aber es ging ja am frühen Abend ein längeres Interview voraus, für das die Kleidung sicher angemessen war. Daher ist anzunehmen, dass die Einladung zu einer Bootsfahrt zumindest nicht für diesen Abend geplant war und spontan erfolgte, was ebenfalls für eine bis dahin einvernehmlich gute Stimmung spricht.

Beitrag von PurePu (Seite 99)


@petrocek @VanillaSkye
Zitat von petrocekpetrocek schrieb:Weiß man, warum genau der Bornholm-Trip abgesagt wurde, also der Raketen-Start nicht mehr stattfinden sollte? Sorry falls ich das hier überlesen haben sollte.

Ist aber insofern nicht ganz unwichtig, da Kim Wall und Madsen den gemeinsamen U-Boot-Ausflug für den 10.8. erst nach endgültiger Absage des Bornholm-Trips konkret hätten vereinbaren können.
Soviel ich weiß sollte der Trip nach Bornholm erst am Freitag d. 11.8. um 14:00 Uhr starten. Dem kleinen Ausflug am 10.8. hätte nichts entgegengestanden, außer dass ich stark annehme, dass PM den Abend dann mit Vorbereitungen und Organisation im Rumlab verbracht hätte. Aber ein kleines Interview mit Aussicht auf dieses grosse Ereignis hätte sicher gut hineingepasst.


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01.09.2017 um 02:59
@Trimalchio
Danke dir, dann ist mir alles klar, wenn der Trip eher spontan erfolgte und die Frage wegen Rock beantwortet. Vielleicht gesteht Herr Madsen ja irgendwann sein Motiv. Schätze aber, eher nicht.


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01.09.2017 um 03:04
Zitat von MasineMasine schrieb:Der Rock könnte trotzdem eine Rolle beim von Herrn Madsen erklärten "Unfall mit Todesfolge" gespielt haben.
Kann sein. Wissen wir schlichtweg nicht.


Es gab nach meiner Meinung wenig Zeit. Der "Unfall" dürfte beim Tauchen passiert sein, also vermutlich nicht lange nach 20:30, denn die Sonne ging unter und KW wollte zurück. Vielleicht war diese Zeitnot ja auch ein Antrieb für PM, seinen Traum vom Eintauchen bei voller Fahrt zu verwirklichen? Zwei Fliegen, eine Klappe? Wie ich schonmal schrieb: Imponiergehabe und zugleich Kompensation für das Bornholmdesaster?

Und danach musste er ja bald nach Flaksfortet gekommen sein, wo er spätestens 21:20 ankommt, 20:30 letztmalig gesichtet wird und danach abtaucht. Bis dorthin brauchte er rund 40 min, war also m.M.n. spätestens 20:40 schon wieder über Wasser um die Freya anzusteuern. Bleiben deutlich weniger als 10 min fürs Abtauchen (machts sich ja auch nicht von selbst), fürs Auftauchen und für den "Unfall". Ich sehe da nicht viel Spielraum für eine Annäherung. Es ging jedenfalls alles sehr schnell.


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01.09.2017 um 03:42
Zitat von VanillaSkyeVanillaSkye schrieb:Laut der Polizei hat er sich immer in Sichtweite von Amager auf dänischer Seite an der Küste bewegt. So weit raus ist er nicht, schon gar nicht Nachts.
Hast du dafür evtl. die Originalquelle parat? Von wo aus kann man denn Amager nicht mehr sehen?
Ich würde dann die Karte entsprechend anpassen.


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01.09.2017 um 06:59
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Bleiben 1:30 h für das Zerteilen, Entlüften und Beschweren. Etwas weniger als in der Diss. beschrieben.
das ist nicht richtig ,man kann wohl davon ausgehen das bei dem tauchvorgang der tödliche vorfall war,aber nicht unbedingt das zerteilen ,da kim vermutlich vor dunkelheit auch wieder zurück sein wollte wäre sie 23 uhr wieder an land gewesen.
nach dem vorfall tauchte er aber wieder auf um die flucht mit der leiche anzutreten ,die zerteilung und entsorgung wird er in der bucht vorgenommen haben ,da hatte er genug zeit.sonst müßte er ja mit leichenteilen den weiten weg gefahren sein.


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01.09.2017 um 07:40
Zitat von petrocekpetrocek schrieb:Was das Zerteilen der Leiche angeht, müsste es technisch eigentlich auch möglich gewesen sein, dies nicht im trockenen vorzunehmen, sondern den Boden des U-Boot-Inneren einige Zentimeter tief zu fluten, und dann dort die Körperteile abzutrennen, sodass sich das dadurch auslaufende Blut mit der größeren Wassermenge vermischt und dadurch weniger, vielleicht sogar gar keine, Rückstände hinterlässt. Hinterher könnte er das mit Blut versetzte Wasser wieder abpumpen und es wären entsprechend wenig Blutspuren im Boot zu finden.
Wenn das technisch möglich ist, hätte er es wahrscheinlich so gemacht.
Das kann ich mir vorstellen.


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01.09.2017 um 09:12
@VanillaSkye

Es koennte mit Terrorabwehr zu tun haben, dass der Primaerradar aufgezeichnet wird. Es gibt zwei potenzielle Ziele in der Gegend, die Bruecke und den Flughafen.

Ansonsten gehe ich persoenlich davon auss, dass um halb drei bei der Vermisstenmeldung sozusagen ein anderes Protokoll begonnen wurde, und aktiv begonnen wurde, alles aufzuzeichnen und zu suchen, nachdem sie sich nicht gemeldet haben. Dafuer muss es irgendwelche standard Massnahmen geben.


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01.09.2017 um 09:25
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Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Die Dauer der Reise von Middelgrundfortet 20:40 bis zum Beinahezusammenstoß 0:00 beträgt fast 3 1/2 Stunden. Da hätte er fast 40 km geschafft, fuhr aber nur 15? Immer in der Gefahr, dass man ihn in dieser vergleichsweise befahrenen Zone sieht? Glaube ich nicht. Der Zeitverlust ist am ehesten durchs abtauchen zu erklären.
Wenn man davon ausgeht, dass Madsen zum Zeitpunkt der Beinahekollission mit dem Frachter bereits gezielt auf dem Weg nach Süden in die Köge-Bucht war, wäre er in dem Bereich Middelgrundfortet/Flakfortet in der Tat erst vermutlich so gegen 22:45 plus/minus 15 Minuten losgefahren.

Geht man davon aus, dass er mit Kim Wall in dem Bereich gegen 21:00 angekommen ist, bleiben daher weniger als zwei Stunden für die Dinge, die in diesem Bereich minestens stattgefunden haben müssten:

1. Tauchfahrt
2. "Vorfall"
3. Unmittelbare Reaktion auf den Vorfall
4. Fassung eines Plans durch Madsen, wie er die Spuren des Vorfalls am besten beseitigt.

Jeder einzelne dieser Punkte kann nur wenige Minuten, aber auch sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben. Insgesamt scheint mir die verfügbare Zeit aber zu kurz, um zusätzlich auch noch die Zerteilung einer Leiche durchzuführen.

Damit hätte er dann vermutlich frühestens auf der Fahrt zur Köge-Bucht begonnen, aber da er normalerweise zunächst durch Probieren hätte herausfinden müssen, dass eine Entsorgung ohne Zerteilen zu schwierig ist, die Entsorgung seinem Tatplan nach aber wohl aus nachvollziehbaren Gründen erst in der Köge-Bucht vorgenommen werden sollte, denke ich, dass sich das dann auch alles erst dort abgespielt hat.

Allerdings halte ich es für gut möglich, dass Madsen nach dem Vorfall irgendwo bei Middelgrundfortet oder Flakfortet erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeitlang abgetaucht ist, um zu versuchen, die neu entstandene Situation, die für ihn ja ebenfalls eine Katastrophe darstellte, selbst in relativer Ruhe psychisch zu verarbeiten und gründlich nachzudenken, in welcher Weise er jetzt darauf reagieren will.


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