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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

02.09.2017 um 18:39
Zitat von meerminmeermin schrieb:Er hat also den Innenraum des Bootes absichtlich geflutet. Welche Erklärung dafür hat er abgegeben? Und wo befand er sich während das Boot vollief?
Er hat es als defekt dargestellt, dass es ein Problem mit einem Ventil gab und als er es reparieren wollte wurde es noch schlimmer. Das Boot ist dann innerhalb kuerzester Zeit vollgelaufen. Er hat im Turm gewartet bis das Wasser hochgestiegen war und ist dann ins Meer gesprungen. Nach Berichten der Bootsbesatzung die ihn aufgefischt hat hat er "extrem ruhig dabei gewirkt". Also er wusste genau was er tat.


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02.09.2017 um 18:42
Zitat von passatopassato schrieb:Er hat es als defekt dargestellt, dass es ein Problem mit einem Ventil gab und als er es reparieren wollte wurde es noch schlimmer. Das Boot ist dann innerhalb kuerzester Zeit vollgelaufen. Er hat im Turm gewartet bis das Wasser hochgestiegen war und ist dann ins Meer gesprungen. Nach Berichten der Bootsbesatzung die ihn aufgefischt hat hat er "extrem ruhig dabei gewirkt". Also er wusste genau was er tat.
Danke für diese gute Erklärung. Jetzt verstehe ich es auch. Ja, dann könnte es wirklich so sein, dass das Boot geflutet wurde um Spuren zu beseitigen. Spuren eines zuvor geschehenen Verbrechens an Bord.


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02.09.2017 um 18:47
Zitat von meerminmeermin schrieb:Danke für diese gute Erklärung. Jetzt verstehe ich es auch. Ja, dann könnte es wirklich so sein, dass das Boot geflutet wurde um Spuren zu beseitigen. Spuren eines zuvor geschehenen Verbrechens an Bord.
Ja, deswegen hat die Polizei ihm diese Version von Angang an nicht geglaubt und hat gleich von absichtlichem Versenken gesprochen.

Auch die Bootsbesatzung hat von enormen Luftstrudeln gesprochen die an die Oberflaeche kamen nachdem er runtergeklettert war, also er muss schon ein ganz schoen grosses Leck verursacht haben dass der Untergang so schnell von statten ging. Und das es ausgerechnet passierte als zwei Boote in der Naehe waren die ihn retten konnten spricht auch fuer sich.


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02.09.2017 um 20:13
Ich las kürzlich irgendwo, dass es zum Versenken keinesfalls gereicht hätte, nur einen Tank zu fluten. Dafür mussten schon alle vier Tanks geöffnet werden, und das sei durch technischen Defekt ausgeschlossen, also der Vorsatz einfach nachzuweisen.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wo ich das las (Informationsüberflutung), aber vielleicht kann einer von unseren Uboot-Cracks hier das bestätigen, widerlegen oder besser erklären?


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02.09.2017 um 20:21
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Dafür mussten schon alle vier Tanks geöffnet werden, und das sei durch technischen Defekt ausgeschlossen, also der Vorsatz einfach nachzuweisen.
Ich dachte, es ist unstrittig, dass er sein Boot versenkt hat?
Das ist vielleicht bisher das Einzige, das zweifellos beweisbar ist.


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02.09.2017 um 20:54
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Trimalchio schrieb:Dafür mussten schon alle vier Tanks geöffnet werden, und das sei durch technischen Defekt ausgeschlossen, also der Vorsatz einfach nachzuweisen.Ich dachte, es ist unstrittig, dass er sein Boot versenkt hat?Das ist vielleicht bisher das Einzige, das zweifellos beweisbar ist.
Erstens das und zweitens hat er ja nicht (nur?) die Tanks geflutet sondern gleich das ganze Boot.


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02.09.2017 um 21:01
Zitat von passatopassato schrieb:FrauZimt schrieb:
Trimalchio schrieb:Dafür mussten schon alle vier Tanks geöffnet werden, und das sei durch technischen Defekt ausgeschlossen, also der Vorsatz einfach nachzuweisen.Ich dachte, es ist unstrittig, dass er sein Boot versenkt hat?Das ist vielleicht bisher das Einzige, das zweifellos beweisbar ist.
Erstens das und zweitens hat er ja nicht (nur?) die Tanks geflutet sondern gleich das ganze Boot.
Dann kann man das als Gegebenheit annehmen. Der Fall ist rätselhaft genug.


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02.09.2017 um 21:12
Zitat von MaryPoppinsMaryPoppins schrieb:Du hast dir doch angeblich die von traces verlinkte Diss durchgelesen? Da waren 20% nicht psychisch auffällig.
Es gibt da 18 Fallbeispiele, 3 offensive und 15 defensive Zerstückelungen. Drei Täter waren "normal" (alle drei begingen defensive Zerstückelungen). Alle defensiven Zerstückelungen wurden durchgeführt um Straftaten zu verbergen. Allerdings kann man das auch nicht so klar trennen. Einige Täter reagierten ihre Wut und ihren Hass an der Leiche ab, auch wenn es ursprünglich um eine defensive Zerstückelung ging. 17 der Opfer wurden vom Täter getötet, Opfer 18 möglicherweise auch (Beweislage zu dünn).

Das jemand nach einem bloßen Unfall eine Leiche zerstückelt kam da nicht vor. Vielleicht hat hier ja noch jemand ein paar Beispiele.


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02.09.2017 um 21:18
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Das jemand nach einem bloßen Unfall eine Leiche zerstückelt kam da nicht vor. Vielleicht hat hier ja noch jemand ein paar Beispiele.
Wir Menschen glauben immer das wir auf ältere Fälle zurückgreifen können. Nein das geht nicht! Der Fall hier ist mit nix zu vergleichen. Kenne kein Beispiel dazu. Und übrigens wenn Herr Petermann was meint ; kann man auch nicht Ernst nehmen. Es muss immer in alle Richtungen ermittelt werden. Wer da nur denkt; na holen wir noch Archive und schauen mal da hin, das geht in die Hose! Just mein Two Pounds:)


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02.09.2017 um 21:50
@Ahmose

In der Diss wird eine Quelle zitiert, in der defensive Zerstückelungen ohne Beteiligung am vorherigen Tod des Betreffenden bei Drogenabhängigen erfasst wurden. Aus dem Bereich "Unfall" sind mir Fälle bekannt, insbesondere bei unbeabsichtigten Tod eines Beteiligten während des Sexualakts, wonach defensive Zerstückelung erfolgte - in beiden Bereichen jeweils aus Furcht, für den Tod des Anderen zur Verantwortung gezogen zu werden. Darüber hinaus ist mir ein Fall bekannt, wonach ein eines natürlichen Todes Verstorbener zerstückelt und versteckt wurde (durch einen Angehörigen, soweit ich mich erinnere), allerdings hier um postmortem die Rentenbezüge zu kassieren.

Dies nur als Beispiele, weil wir zwei Dinge nicht miteinander vermischen dürfen:

Ja, offensive Zerstückelung wirft i.d.R. IMMER die Frage auf, wie es um die psychische Konstitution des Täters bestellt ist und ist i.d.R. IMMER ein Hinweis auf ein speziell geartetes Beziehungsgeflecht in dem sehr spezifische Beziehungsmotive eine Rolle spielen, wie z.B. auch sexuelle Neigungen und Phantasien.

Bei einer defensiven Zerstückelung ist - anders als bei einer Offensiven - die Zerstückelung selbst NICHT der Zweck, sondern das MITTEL zum Zweck. Hier spielen Zerstückelungs-Phantasien i.d.R. KEINE Rolle. Während offensive Z. zum Formenkreis der aggressiven Handlungen zählt, stellen defensive Zerstückelungen ein VERMEIDUNGSVERHALTEN dar. Der Täter möchte darin nicht seine Persönlichkeit ausdrücken, sondern (s)ein Ziel erreichen, das da lautet, unentdeckt aus der Situation zu gelangen. Und JA: Dieses Ziel ist von SO GROßER Bedeutung für ihn, dass er die menschliche Grenze übertritt und Gliedmaßen sowie den Kopf entfernt. Das spricht in erster Linie dafür, dass der Druck, so zu handeln, massiv gewesen sein muss. Da es ein Bewältigungsverhalten ist, kann hier nicht unikausal auf pathologische Persönlichkeitszüge geschlossen werden, sondern nehmen zusätzliche Situationsfaktoren eine große Rolle ein: affektive Verfassung des Täters, Ort, Gelegenheit, Ausmaß an Handlungsoptionen, die das gleiche Ziel (Verdeckung) ermöglichen, allgemeines Bewältigungsverhalten eines Täters, Stressresistenz, Ausmaß antizipierter oder drohender Verluste bei Aufdeckung etc.

Wenn ich den Verlauf der Diskussion um die Zerstückelung näher betrachte, dann scheint es mir, dass auch das U-Boot als solches für einige womöglich einen Halo-Effekt innehat. Vergleicht man einige der Fälle aus der Diss mit dem Vorgehen, so wie es sich im Fall von PM bisher darstellt, dann könnte man geneigt sein, kaum Unterschiede im Vorgehen zu erkennen. Bei jenen ein Zerstückeln in der Wohnung, um die Leiche aus der Wohnung transportieren zu können. Wenn man so will, ist das U-Boot in diesem Fall auch nichts anderes als diese "Wohnung". Das meint "Gelegenheit". Er entschied sich, NICHT die Behörden zu informieren oder Hilfe zu rufen. Er entschied sich, wie jene Täter ebenfalls, die Leiche verschwinden zu lassen. Die Frage ist: Wenn er dieses Ziel hat, welche alternativen Optionen, außer einem Zerstückeln, um sie womöglich aus der Luke zu kriegen, hätte er nutzen können?


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02.09.2017 um 22:11
Zitat von tracestraces schrieb:Wenn ich den Verlauf der Diskussion um die Zerstückelung näher betrachte, dann scheint es mir, dass auch das U-Boot als solches für einige womöglich einen Halo-Effekt innehat. Vergleicht man einige der Fälle aus der Diss mit dem Vorgehen, so wie es sich im Fall von PM bisher darstellt, dann könnte man geneigt sein, kaum Unterschiede im Vorgehen zu erkennen. Bei jenen ein Zerstückeln in der Wohnung, um die Leiche aus der Wohnung transportieren zu können. Wenn man so will, ist das U-Boot in diesem Fall auch nichts anderes als diese "Wohnung". Das meint "Gelegenheit". Er entschied sich, NICHT die Behörden zu informieren oder Hilfe zu rufen. Er entschied sich, wie jene Täter ebenfalls, die Leiche verschwinden zu lassen. Die Frage ist: Wenn er dieses Ziel hat, welche alternativen Optionen, außer einem Zerstückeln, um sie womöglich aus der Luke zu kriegen, hätte er nutzen können?
Ich kann mich deiner Meinung anschließen. P.M. hat lediglich aus seiner Sicht, folgerichtig gehandelt.

U-Boot gleich „Wohnung“ in Bezug auf Gelegenheit. P.M.befindet sich in einer „Wohnung“, was veranlasste P.M. in dieser „Wohnung“, nach einer Eskalation im zwischenmenschlichem Bereich, oder einem unvorhersehbarem Unfall, allein zu handeln, ohne Notsignale zu ordern.

Was veranlasste ihn die verstorbene K.W. zu zerstückeln, ein Kraftakt ohnegleichen.

Ich denke, er hat inzwischen umfassend ausgesagt.


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02.09.2017 um 22:12
Zitat von Klee8Klee8 schrieb:Wir Menschen glauben immer das wir auf ältere Fälle zurückgreifen können. Nein das geht nicht! Der Fall hier ist mit nix zu vergleichen. Kenne kein Beispiel dazu. Und übrigens wenn Herr Petermann was meint ; kann man auch nicht Ernst nehmen. Es muss immer in alle Richtungen ermittelt werden. Wer da nur denkt; na holen wir noch Archive und schauen mal da hin, das geht in die Hose! Just mein Two Pounds:)
Das sehe ich nicht so. Man soll natürlich nicht ausschließlich ins Archiv gehen. Aber frühere Fälle völlig außer acht zu lassen ist falsch. So unterschiedlich ticken Menschen dann eben doch nicht.
Zitat von tracestraces schrieb:In der Diss wird eine Quelle zitiert, in der defensive Zerstückelungen ohne Beteiligung am vorherigen Tod des Betreffenden bei Drogenabhängigen erfasst wurden. Aus dem Bereich "Unfall" sind mir Fälle bekannt, insbesondere bei unbeabsichtigten Tod eines Beteiligten während des Sexualakts, wonach defensive Zerstückelung erfolgte - in beiden Bereichen jeweils aus Furcht, für den Tod des Anderen zur Verantwortung gezogen zu werden. Darüber hinaus ist mir ein Fall bekannt, wonach ein eines natürlichen Todes Verstorbener zerstückelt und versteckt wurde (durch einen Angehörigen, soweit ich mich erinnere), allerdings hier um postmortem die Rentenbezüge zu kassieren.
Na ja, Tod bei einer BDSM-Party, Drogendelikte, Versicherungsbetrug, usw, kann man bei PM sicher ausschließen. Und mit "Unfall" meint PM sicherlich einen echten Unfall, jedenfalls hat seine Anwältin noch nicht verlauten lassen das er da eine sehr spezielle Definition von Unfall benutzt.
Zitat von tracestraces schrieb:Wenn ich den Verlauf der Diskussion um die Zerstückelung näher betrachte, dann scheint es mir, dass auch das U-Boot als solches für einige womöglich einen Halo-Effekt innehat. Vergleicht man einige der Fälle aus der Diss mit dem Vorgehen, so wie es sich im Fall von PM bisher darstellt, dann könnte man geneigt sein, kaum Unterschiede im Vorgehen zu erkennen. Bei jenen ein Zerstückeln in der Wohnung, um die Leiche aus der Wohnung transportieren zu können. Wenn man so will, ist das U-Boot in diesem Fall auch nichts anderes als diese "Wohnung". Das meint "Gelegenheit". Er entschied sich, NICHT die Behörden zu informieren oder Hilfe zu rufen. Er entschied sich, wie jene Täter ebenfalls, die Leiche verschwinden zu lassen. Die Frage ist: Wenn er dieses Ziel hat, welche alternativen Optionen, außer einem Zerstückeln, um sie womöglich aus der Luke zu kriegen, hätte er nutzen können?
Soweit wir wissen sollte KW ja nicht nur aus dem Boot raus sondern auch am Meeresgrund liegen bleiben. Sie sollte nicht gefunden werden. Aber zumindest dem Torso wurden ja noch weitere Wunden zugefügt. Ob das nun alles nur mit einer defensiven Zerstückelung erklärbar ist wage ich zu bezweifeln. Gut möglich das sich hier Züge einer offensiven Zerstückelung zeigen, quasi eine Vermischung aus beiden Arten.

Alternative Optionen hätte er genug gehabt, vom bloßen Hilfeholen bis hin zum über-Bord-werfen im ganzen Stück. Er hätte die Leiche auch einfach liegen lassen können um in aller seelenruhe zum Hafen zurückzufahren und sie später zu beseitigen. Er hat das nicht getan, was darauf hindeutet das die Leiche Verletzungen aufwies, die er mit einem bloßen Unfall nicht erklären konnte.


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02.09.2017 um 22:15
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Und mit "Unfall" mein PM sicherlich einen echten Unfall, jedenfalls hat seine Anwältin noch nicht verlauten das er da eine sehr spezielle Definition von Unfall benutzt.
?????????
10 Fragezeichen.

Natürlich ist ihm das mit dem Unfall zu glauben. Wenn es kein Unfall gewesen wäre, hätte er es natürlich zugegeben. (Ironie aus)


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02.09.2017 um 22:18
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:passato schrieb:
FrauZimt schrieb:
Trimalchio schrieb:Dafür mussten schon alle vier Tanks geöffnet werden, und das sei durch technischen Defekt ausgeschlossen, also der Vorsatz einfach nachzuweisen.

Ich dachte, es ist unstrittig, dass er sein Boot versenkt hat?Das ist vielleicht bisher das Einzige, das zweifellos beweisbar ist.
Erstens das und zweitens hat er ja nicht (nur?) die Tanks geflutet sondern gleich das ganze Boot.

Dann kann man das als Gegebenheit annehmen. Der Fall ist rätselhaft genug.
PM hat das Boot vorsätzlich versenkt. Das will ich ja auch garnicht bestreiten. Ich sehe meine Frage nach dem technischen Ablauf eher als Teil von so einem Brainstorming im Sinne von @traces, heute 17:38 Punkt (6):

PM hat das Boot vorsätzlich versenkt. Warum hat er es gemacht? Warum genau so und nicht anders? Was war sein persönliches Verhältnis zu diesem Gegenstand, und spielte diese Frage eine Rolle? Warum genau dort? Wie hätten Alternativen aussehen können und warum hat er sie nicht ergriffen? Was für eine Geschichte hat er dazu erzählt, wie und warum? Welche Kenntnisse und Erwartungen hat er bei seinen Zuhörern vorausgesetzt? Was für Erwartungen/ Befürchtungen hegte er in Bezug auf das Heben des Bootes? Wie hat er ggf. versucht, darauf Einfluß zu nehmen? Warum lehnte er nach seiner "Rettung" trockene Kleidung ab? Warum lehnte er ein längeres Gespräch mit seineen Rettern ab und zog sich zurück? Welche Rolle spielte er gegenüber den Medien? Wie kommt es, dass die Geschichte von Anfang an schief wirkte?


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02.09.2017 um 22:22
@
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:ragezeichen.

Natürlich ist ihm das mit dem Unfall zu glauben. Wenn es kein Unfall gewesen wäre, hätte er es natürlich zugegeben. (Ironie aus)
Ich verstehe eure Wut mit Fragezeichen usw.
Was weisst du über diesen Fall? Das PM viele Leuten nicht passt ist ja offensichtlich genug. Ich will die gerechte Aufklärung und keine Ironie und Unterstellungen. Was ist passiert am Bord? Das können die Dänen erklären, aber Abstand muss bleiben.


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02.09.2017 um 22:25
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:PM hat das Boot vorsätzlich versenkt. Warum hat er es gemacht? Warum genau so und nicht anders? Was war sein persönliches Verhältnis zu diesem Gegenstand, und spielte diese Frage eine Rolle? Warum genau dort? Wie hätten Alternativen aussehen können und warum hat er sie nicht ergriffen? Was für eine Geschichte hat er dazu erzählt, wie und warum? Welche Kenntnisse und Erwartungen hat er bei seinen Zuhörern vorausgesetzt? Was für Erwartungen/ Befürchtungen hegte er in Bezug auf das Heben des Bootes? Wie hat er ggf. versucht, darauf Einfluß zu nehmen? Warum lehnte er nach seiner "Rettung" trockene Kleidung ab? Warum lehnte er ein längeres Gespräch mit seineen Rettern ab und zog sich zurück? Welche Rolle spielte er gegenüber den Medien? Wie kommt es, dass die Geschichte von Anfang an schief wirkte?
Also ich finde das Versenken ueberhaupt nicht raetselhaft und bin nicht sicher ob uns das in dem Fall generell weiterbringt.

Fuer mich ist es glasklar dass er es versenkt hat um die Spuren der Zerstueckelung zu vernichten. Er kannte sein Boot genau und wusste wie er es zuverlaessig und schnell versenken konnte. Und er hat damit gewartet bis Boote in der Naehe waren die ihn retten konnten.

Die einzige offene Frage fuer mich ist ob er es evtl. nicht versenkt haette wenn die Boote nicht aufgetaucht waeren und er mehr Zeit zur Reinigung gehabt haette oder ob er es auf jeden Fall versenken wollte.


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02.09.2017 um 22:29
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Na ja, Tod bei einer BDSM-Party, Drogendelikte, Versicherungsbetrug, usw, kann man bei PM sicher ausschließen. Und mit "Unfall" mein PM sicherlich einen echten Unfall, jedenfalls hat seine Anwältin noch nicht verlauten das er da eine sehr spezielle Definition von Unfall benutzt.
Du hast nach Beispielen gefragt und ich habe dir Beispiele gegeben. Diese dienten auch lediglich dazu, deine Hypothese, nur Mörder, die ihr Opfer absichtlich töteten, zerstückelten es auch nachfolgend. Welche Art von Unfall PM meint, können wir weder wissen noch mutmaßen. Von einer "Bestattung" und von einem "Unfall" zu sprechen kann - richtig - einerseits bedeuten, dass PM sein eigenes Handeln bagatellisieren möchte. Es kann aber genauso gut ein Ausdruck dessen sein, sich distanzieren zu wollen, von dem, was geschehen ist. Selbst wenn er KW beispielsweise in einem Streit schubste, sie unglücklich stürzte und tödliche Verletzungen davontrug, ist naheliegend, dass er von "Unfall" sprechen würde im Sinne von: unbeabsichtigt. Und richtig, dritte Möglichkeit ist, dass es einen Unfall im wortwörtlichen Sinne gegeben hat.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Soweit wir wissen sollte KW ja nicht nur aus dem Boot raus sondern auch am Meeresgrund liegen bleiben. Sie sollte nicht gefunden werden. Aber zumindest dem Torso wurden ja noch weitere Wunden zugefügt. Ob das nun alles nur mit einer defensiven Zerstückelung erklärbar ist wage ich zu bezweifeln. Gut möglich das sich hier Züge einer offensiven Zerstückelung zeigen, quasi eine Vermischung aus beiden Arten.
In diesem Punkt halte ich mich dann doch eher gern an die Fakten, wobei ich die Aussage der Polizei hierzu als verlässlicher erachte, als die eigenen Phantasien hierzu. Es ist davon auszugehen, dass sowohl die K als auch die obduzierenden Rechtsmediziner ausreichend Erfahrung besitzen, um eine offensive Verstümmelung von zweckgerichtet zugefügten Verletzungen unterscheiden zu können. Die sehr spezifische, im übrigen öffentliche, Aussage der Polizei zum Zweck dieser Verletzungen ist da für mich der Fakt.


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02.09.2017 um 22:39
Zitat von passatopassato schrieb:Die einzige offene Frage fuer mich ist ob er es evtl. nicht versenkt haette wenn die Boote nicht aufgetaucht waeren und er mehr Zeit zur Reinigung gehabt haette oder ob er es auf jeden Fall versenken wollte.
Das sind - wie ich finde - sehr wichtige Fragen, die ins von @Trimalchio angesprochene Brainstorming gehören. Denn sie werfen die Frage auf, ob PM mit seinen Verdeckungshandlungen überhaupt zu diesem Zeitpunkt schon "fertig" war. Die räumliche Nähe zum Torso würde mich vermuten lassen: nein, war er nicht. Und richtig: wenn er das nicht war, welchen Grund kann es geben, dass 14.5 Stunden nicht ausgereicht haben, um seinen angestrebten Plan zu vollenden? Was könnte sein angestrebter Plan gewesen sein? War es tatsächlich sein Ziel, dort vor Ort auf Zeugen zu warten, die den Untergang seines Boots sehen? Um sicherzustellen, selbst gerettet zu werden?
Eine weitere Frage, die der Ort des Untergangs des Boots m.M.n. aufwirft, ist, weswegen er den Torso als Letztes entsorgte und dann auch noch in einer Gegend, in der davon ausgegangen werden muss, dass er rasch entdeckt würde? Es dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit bereits hell gewesen sein, als er ihn in der Bucht ablegte - ausgehend von dem Szenario, dass er sich gerade auf dem Rückweg von dort befand, als er aufgegriffen wurde. Wieso geht er ein solches Risiko der Entdeckung ein, wenn sein Ziel doch eine Verdeckung ist? Weswegen hebt er sich den größten Part ihres Körpers, der aufweniger zu entsorgen ist, bis zum Schluss auf?


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Kriminalfall Kim Wall

02.09.2017 um 22:42
Zitat von passatopassato schrieb:Also ich finde das Versenken ueberhaupt nicht raetselhaft und bin nicht sicher ob uns das in dem Fall generell weiterbringt.

Fuer mich ist es glasklar dass er es versenkt hat um die Spuren der Zerstueckelung zu vernichten. Er kannte sein Boot genau und wusste wie er es zuverlaessig und schnell versenken konnte. Und er hat damit gewartet bis Boote in der Naehe waren die ihn retten konnten.

Die einzige offene Frage fuer mich ist ob er es evtl. nicht versenkt haette wenn die Boote nicht aufgetaucht waeren und er mehr Zeit zur Reinigung gehabt haette oder ob er es auf jeden Fall versenken wollte.
Aufgrund der eventuellen Eskalation im Boot hat P.M. aus meiner Sicht, in Kürze, entsprechend gehandelt und schlussendlich das Boot "ad acta" gelegt.

Was immer sich im zwischenmenschlichen Bereich der K.W. und P.M. ereignet hat, ist ungewiss.

Fakt ist, dass es zu einer ungewöhnlichen Aktion und zum Tod von K.W. geführt hat.


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02.09.2017 um 22:45
Mein Posting um 22:22 Uhr , so wärs richtig, Anstand muss man haben. Nicht Abstand. Entschuldige, mit Handy unterwegs-:)


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