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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

28.10.2017 um 01:53
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:unqualifizierten Mist zu schreiben.

Oder glaubst Du die Videos sind gefälscht?
Das tauchen in Hafenbecken ist nicht verboten. Auch nicht erlaubt. Es ist gar nicht geregelt.

Und obwohl das die meisten Deutschen nicht glauben können - was nicht geregelt ist - ist nicht automatisch verboten.
PM ist regelmäßig in den Hafenbecken getaucht. BASTA!!
Also mal ehrlich und unabhängig jedweder Anfeindung.
Im Hafenbecken seid ihr (und ich entnehme es den Videos) nur getaucht zu Testzwecken. Hand aufs Herz, da habt ihr auch die Behörden vorher gefragt und seid vor allem nicht rumgefahren.

Die Ausgangsthese war jedoch, PM behauptete KW am Steg neben dem Restaurant abgeliefert zu haben. Er sei auf einer Videoaufnahmen entgegen nicht zu sehen. Somit nicht verifizierbar.

Daraufhin kommst du damit, er hätte im 7m Hafenbecken auch tauchen könne.
Ja was denn nu?
Zitat von d.fensed.fense schrieb:GM hat (hoffentlich) aber derzeit keine Leiche an bord, womit die Situationen sich nicht vergleichen lassen.
Ich würde auch niemand hier einladen, daß es Menschen gibt die sich nicht von Geld beeinflussen lassen versteht nicht jeder.
Daß 1200€ für nen Bootstrip keine fürstliche Summe sind bei denen jeder gleich springt ebenso.
Ich würde es auch nicht, aber wenn ich jemanden auf mein fiktives Boot mitnähme von dem nichts verlangen
Don't beat about the bush. ;)


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28.10.2017 um 02:02
@desmodium
ich weißnicht was du damit sagen willst, aber ich lasse mich auch für 1200e nicht davon abhalten einen Busch zu hauen wenn ich das sinnvoll erachte ;)
Ich dachte es ginge bei der Tauchdiskussion um die eigentlich ständig latente Frage ob er zu Entsorgungs/versteck/versorgungszwecken nicht doch irgendwo war wo man ihn derzeit nicht vermutet und da wäre ihm eine Genehmigung oder Gefährdung egal.

Als weiteren Gedanken dazu möchte ich darauf hinweisen daß -wie hier offensichtlich- einige Dinge ein wenig anders eingeschätzt werden von Landratten.
Eine essentielle Sache ist z.B. daß im Gegensatz zu einem PKW ein Boot, sobald der steuernde sich vom Sitz entfernt, WEITERFÄHRT.
Man kann auf offener Fläche minuten bis Stunden im Voraus den Verkehr sehen.
Man kann also wenn man skrupellos ist und einem Sicherheit völlig egal ist auf klo gehen, duschen, eine Brotzeit zubereiten,...

Das könnte die Timeline ein wenig durcheinanderbringen...


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28.10.2017 um 02:29
Zitat von desmodiumdesmodium schrieb:Also mal ehrlich und unabhängig jedweder Anfeindung.
Im Hafenbecken seid ihr (und ich entnehme es den Videos) nur getaucht zu Testzwecken. Hand aufs Herz, da habt ihr auch die Behörden vorher gefragt und seid vor allem nicht rumgefahren.

Die Ausgangsthese war jedoch, PM behauptete KW am Steg neben dem Restaurant abgeliefert zu haben. Er sei auf einer Videoaufnahmen entgegen nicht zu sehen. Somit nicht verifizierbar.

Daraufhin kommst du damit, er hätte im 7m Hafenbecken auch tauchen könne.
Ja was denn nu?
Also mal ganz ehrlich.. Das blaue Boot hat in dem Hafenbecken (und das ist nur 5-6 m tief) schon stundenlang Unterwasser Achten gefahren um mit der Crew das fahren auf Videoskoptiefe zu trainieren. Und ich muss da auch niemanden fragen - das Hafenbecken gehört zu der Werft auf der ich in leitender Funktion arbeite. Da tauchen wir ganz regelmäßig. Im Grunde vor jeder größeren Ausfahrt um das Boot "einzutrimmen".

Aber zurück nach Kopenhagen und PM.  Die Pier (das ist übrigens was anders als ein Steg) an der PM angeblich KW abgesetzt haben will kenne ich ganz gut. Da sind wir nämlich immer getaucht lang gefahren. So.. Mund wieder zu. Einfach weil die Pier mit Spundwänden gut strukturiert sichtbar ist und es mit nur einem Auge (Videoskop) nicht ganz einfach ist Entfernungen richtig einzuschätzen. Ohne Übungen dieser Art weisst Du schlicht nicht, ob Du 5, 10 oder 15 Meter neben der Pier fährst. Diese Pier eignet sich für solchen Annäherungsübungen recht gut, weil Du dort in alle Richtungen ungefährdet schnell abdrehen kannst wenn so eine Übung mal zu eng wird.

Um das abzuschliessen. Nein ich denke nicht das er vorgehabt hat oder gar ausgeführt hat, getaucht aus oder in den Hafen zu fahren. Ich wollte bloss etwas provozieren auch mal über den Tellerrand eines Autofahrers hinaus zu denken.  Deswegen auch "Entdecke die Möglichkeiten".

d.fense hat übrigens vermutlich recht. Der Elektroniker der mal in seinem Team war ist offensichtlich nicht mehr dabei. Die Elektronik im Maschineraum in einem der aktuellen Videos ist arg improvsiert und sieht eher nach Versuchsbau aus. Vermutlich konnte er den E-Antrieb nur an- oder ausschalten. Was das fahren Unterwasser selbst mit Crew nun sagen wir mal "sportlich" macht.

Da der Polizeibericht aber aussagt das sie den Kurs des Ubootes "Lückenlos" nachvollziehen können- bedeutet das schlicht das er bei den beiden bekannten Tauchmanövern an der selben Stelle aufgetaucht sein muss an denen er vorher abgetaucht ist. Ansonsten wäre der Begriff "Lückenlos" schlecht gewählt.


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28.10.2017 um 02:45
Zitat von d.fensed.fense schrieb:Eine essentielle Sache ist z.B. daß im Gegensatz zu einem PKW ein Boot, sobald der steuernde sich vom Sitz entfernt, WEITERFÄHRT.
Man kann auf offener Fläche minuten bis Stunden im Voraus den Verkehr sehen.
Man kann also wenn man skrupellos ist und einem Sicherheit völlig egal ist auf klo gehen, duschen, eine Brotzeit zubereiten,...

Das könnte die Timeline ein wenig durcheinanderbringen...
Hallo D.fense ist im Prinzip richtig. Funktioniert aber bei U-Booten wie der Nautilus bei Überwasserfahrt nicht wirklich. Durch die relativ stumpfe Tropfenform am Bug fahren solche Boote ständig aus dem Kurs und müssen von Hand nachgesteuert werden. Es sei den man hat einen Autopiloten - den er aber nicht hatte. Bei meinen Boot (Bug ist noch stumpfer) kann man das "Steuer" nicht mal 5 Sekunden in Ruhe lassen - dann geht das Boot auf eine Kreisbahn.

Generell kann man aber selbst bei einem 30 Knoten Motorboot ewig geradeaus fahren ohne das jemand am Ruder ist.
Ist in fast jedem James Bond Film zu sehen.


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28.10.2017 um 02:58
Zitat von d.fensed.fense schrieb:Man kann auf offener Fläche minuten bis Stunden im Voraus den Verkehr sehen.
Man kann also wenn man skrupellos ist und einem Sicherheit völlig egal ist auf klo gehen, duschen, eine Brotzeit zubereiten,...

Das könnte die Timeline ein wenig durcheinanderbringen...
wo siehst du diese notwendigkeit und wo das durcheinanderbringen der timeline (mir wird übrigens viel zu wenig mit der timeline und den fakten jongliert, stattdessen werden sachen vertieft bei denen ich noch nicht den punkt sehe)

ebenso seh ich weit und breit keine konsistenten abläufe in der zeit von start des trips und auffischen des vom boot springenden kapitäns.
oder wenigstens die versuche dazu.
ich kann mir sogar vorstellen, dass PM gegen mitternacht beim kreuzen mit dem frachtschiff  nicht auf der brücke war, sondern er steuerte das uboot zeitweise per periskop/ videoskop.



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28.10.2017 um 03:17
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:Freitag 11. August
• 00:00 - Beinahe Kollison (unter 30m) zwischen Frachter und Nautilus ohne Positionslichter — nordwestlich der Øresund-Brücke zw. Saltholm und Kopenhagen.
• 02:30 - Der Freund Walls meldet sie als vermisst

Bei wem? Der Polizei?

• 02:51 - Lyngby Radio (dän. Küstenfunkstelle) kontaktiert das U-Boot ohne Antwort zu bekommen
• 03:39 - Die JRCC (Rettungsleitstelle für Seenotfälle) kontaktiert die Polizei in Kopenhagen und meldete einen möglichen Unfall
• 03:45 - Die Polizei klingelt an der Wohnungstür eines Besatzungsmitglieds der UC3 um seine Anwesenheit an Bord auszuschließen

Also 6 Minuten nach dem JRCC call haben sie seine Adresse (von wem den..) und sind vor Ort..


• 03:48 - Mondhöchststand Kopenhagen
• 03:51 - Nautische Morgendämmerung (Horizont Wasser/Himmel erkennbar)
• 04:30 - Beginn der Suchaktion durch Schiffe der Streitkräfte
• 04:40 - Das U-Boot geht (vor Alvedöre Holme) für 4:05 Stunden in Tauchmodus. Die Polizei vermutet später, dass in diesem Zeitraum die Zerteilung erfolgte.

04:40 plus 4:05 macht 8:45 ? Weiter unten ist es 8:25 ?

• 04:51 - Bürgerliche Dämmerung (lesen im Freien möglich)
• 05:35 - Sonnenaufgang
• 06:03 - Die systematische Suche nach dem als gesunken vermuteten Uboot hatte sich auf den Bereich südöstlich von Amager bis zum Leuchtturm Drogdenfyr konzentriert. Bis zu diesem Zeitpunkt war dort bereits eine Fläche von rund 100 qkm abgesucht worden.
• 06:51 - Twittermeldung der Streitkräfte. Zwei Rettungshubschrauber und drei Schiffe, (später noch das Challengeflugzeug der Streitkräfte) suchen das Uboot.
• 07:11 - Lyngby Radio sendet Alarm an die Schiffe in der westlichen Ostesee um nach dem U-Boot Ausschau zu halten. (Das U-Boot selbst verfügt über keine AIS Satellitenortung.)
• 07:30 - Der Seerettungsdienst der Streitkräfte kündigt an zusätzlich ein Schnellboot als auch die MHV 809 ANTARES zu entsenden. Zu diesem Zeitpunkt ist schon die halbe Kögebucht und die Südwest Küste von Amager abgesucht.
• 08:25 - Das U-Boot taucht wieder auf und fährt langsam (oder treibt) 40 oder 45 min lang eine 1,8 km lange Strecke. (Die Polizei erwartete hier später die Versenkung der Leichenteile und Kleidung und wurde am 6.10. fündig)
• 08:30 - Die Streitkräfte bittet nun auch die Privatpersonen um Hilfe.
• 09:05 oder 09:10 - Vermutliche Weiterfahrt bis zur Wiederentdeckung bei Drogdenfyr
• 09:45 - Monduntergang Kopenhagen
• 10:14 - JRCC empfängt Nachrichten von Schiffen dass sich das U-Boot südlich des Drogden Leuchturms in der Køge Bucht befindet.
• 10:30 - Erster Funkkontakt mit dem U-Boot. Peter Madsen meldet technische Probleme aber keine Verletzten an Bord
• 10:39 - PM winkt einem Helikopter zu
• 11:00 - PM versenkt das U-boot und lässt sich von einem nahen Boot aus dem Wasser ziehen. Dort verweigert er trockene Kleidung oder Decken und lehnt es ab zu telefonieren. Er erklärt, er habe versucht, das Ballasttankventil zu reparieren, aber ein Handgriff sei gebrochen. Am Telefon fragt die Polizei, ob andere Personen an Bord des U-Boots seien, was PM verneint. Er habe die schwedische Journalistin auf der Insel Refshaleøen am Abend zuvor um 22:30 Uhr abgesetzt.
• 11:30 - Anlandung PM in Dragør, Erklärung, gegenüber der Presse, es habe Probleme mit den Ballasttank gegeben
• 11:36 - PM wird von der Polizei vorläufig festgenommen und zu einem Seeverhör in die Polizeistation City an Halmtorvet gefahren.
• 12:30 - PM sagt aus KW am Halvandet abgesetzt zu haben.
• 13:30 - Die Polizei meldet, dass man Taucher in das Uboot senden wolle. Es sei schwierig, da das Boot in sieben Meter Tiefe liege und von Seite zu Seite rolle.
• 17:44 - Pressemitteilung der Polizei zur Festnahme und das Taucher das havarierte Schiff aus Sicherheitsgründen noch nicht betreten konnten. PMs Kleidung wird untersucht.
• unbekannt - PM ändert seine Aussage gegenüber der Polizei und räumt einen tödlichen Unfall der KW und eine anschliessende 'Bestattung auf See ein'. Diese neue Version des Geschehens wird erst am 21. August öffentlich.

• 21:00 - 22:30 Uhr  Nach Angaben der Polizei taucht das Boot über einen unbestimmt langen Zeitraum
22:30 Uhr - spätestmöglicher Zeitpunkt für das Wiederauftauchen (Absetzen einer SMS durch PM) Anmerkung: Damit blieben für das erste Abtauchen nur rund 1 1/2 Stunden.
• 23.30 Uhr - Sichtung des U-Bootes durch 'Frachtverkehr' in der Gegend um Middelgrunden
Punkt C könnte sehr dicht an der letzten Sichtung (B) liegen.



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28.10.2017 um 03:19
@DEFacTo
@frauzimt

Wenn ich wüsste, dass mein Freund/Freundin mit PM zu einer Tauchfahrt unterwegs ist, würde ich das vom Risiko etwa mit einem Flug ins All vergleichen, bei der die Rakete eine Qualitätsgüte eines IKEA- Selbstbau hätte. Und das Ganze ohne jegliche technische Überwachung von NASA & Co.

Unter Wasser ist die Umgebung genauso lebensfeindlich wie das All und es besteht keine Möglichkeit, zu fliehen.Technische Störungen sind massenhaft möglich, außerdem gibt es nur einen, der das Boot fahren kann, was an sich schon bescheuert ist. Anders als über Wasser, kann niemand Probleme auch nur beobachten, weil alles im "off" passieren könnte.

Würde ich da also im Restaurant oder zuhause warten, wäre ich mehr als alamiert, wenn das UBoot nicht zurück kommt und auch sonst keine Kommunikation möglich ist.

Deswegen finde ich es folgerichtig, dass ihr Freund sofort den Seenotdienst informiert hat und auch, dass dieser rasant reagiert hat.


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28.10.2017 um 09:00
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:• 21:00 - 22:30 Uhr  Nach Angaben der Polizei taucht das Boot über einen unbestimmt langen Zeitraum
22:30 Uhr - spätestmöglicher Zeitpunkt für das Wiederauftauchen (Absetzen einer SMS durch PM) Anmerkung:
Hier sind die Quellen uneindeutig, ich gehe nach wie vor davon aus, dass die SMS auch später als 22:30 Uhr raus gegangen sein kann, was einen möglichen Tauchgang bis 23:30 Uhr denkbar macht

Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:Bei wem? Der Polizei?
Die meisten Quellen schreiben Polizei, ich denke eher das JRCC, wie hier angegeben:

http://ekstrabladet.dk/112/nu-kommenterer-statsminister-ubaads-mysterium/6778521
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Also 6 Minuten nach dem JRCC call haben sie seine Adresse (von wem den..) und sind vor Ort..
Meine Quelle sagt 4 Uhr und das wäre schon schnell, ne
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:04:40 plus 4:05 macht 8:45 ? Weiter unten ist es 8:25 ?
nach aktuellem Stand 03:45


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28.10.2017 um 09:18
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:So stelle ich mir das auch vor.
Außerdem war er wahrscheinlich nicht in der Lage, Gespräche zu führen.
Er wusste, dass er das nicht glaubwürdig hinkriegt.
Antworten wäre so oder so sinnlos gewesen. Er wurde erst gegen 11 Uhr am nächsten Tag entdeckt. Mehr Zeit hätte er sich mit Lügen auch nicht erkaufen können. Außerdem hätte er dann noch erklären müssen, warum er so lange auf See bleibt, wo doch sein Passagier vermisst wird. Man hätte ihn sicherlich auch gefragt wohin er will und was er dort tun möchte.
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Wie ist das mit seiner Position?
Die wäre ja als erstes erfragt worden und er wollte möglichst spät gefunden werden (am liebsten gar nicht)
Die Frage wäre wahrscheinlich gekommen. Also hätte er wieder lügen müssen und ggf. weitere Fragen provoziert. Einfach gar nicht antworten und die Leiche so schnell wie möglich verschwinden lassen war nach 02:51 die einzige Chance die er noch hatte. Ok, er hätte auch alles gestehen können. Aber ansonsten hatte er doch nach dem Funkspruch keine großartigen Handlungsoptionen mehr. Was hätte er denn da noch tun sollen?


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28.10.2017 um 09:31
Wow, hier ist ja in den letzten Stunden viel passiert.

Respekt desmodium!

Wenn nun GermanMerlin deine Entschuldigung annimmt, hat die Welt ein Problem weniger.
Ihr könnt das Weitere ja per PN regeln.

Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Ich glaube aber nicht das er die große UC3 Nautlius bei Nacht alleine durch ein Hafenbecken geschippert hätte.
Außerdem wissen wir durch den Polizeibericht das er niemals in Landnähe war.
Da müßte er schon die ganze Strecke von außerhalb des Hafens getaucht gefahren sein.
Traue ich weder ihm noch dem Boot zu.
Der letzte Hoffende, GM hätte KW vielleicht doch irgendwie an Land gebracht, muss einsehen: Das ist schlicht unmöglich.
Du traust weder ihm, noch dem Boot zu, die ganze Strecke, bis zum angeblichen Landgang getaucht zu sein.

Und ja, als Deutscher wird einem mit der Muttermilch eingetrichtert, dass wirklich alles geregelt ist.
Ich bin automatisch davon ausgegangen, dass es international (zumindest EU-weit) eine Hafenordnung gibt, die besagt, dass sich Wasserfahrzeuge an der Oberfläche bewegen müssen, um gesehen zu werden.


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28.10.2017 um 09:32
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Aber ansonsten hatte er doch nach dem Funkspruch keine großartigen Handlungsoptionen mehr. Was hätte er denn da noch tun sollen?
Ganz einfach, sagen dass er Kim Wall abgesetzt hat und dann gemütlich nach Bornholm fahren, kein Sonarboot, kein Privat- oder Berufsschiff, kein Flugzeug oder Heli hätte nach ihm gesucht. Ankunft Bornholm 15 Uhr oder irgendwo zwischendurch abtauchen. Er wollte an dem Tag ja eh nach Bornholm, die UC3 war bestimmt schon für den Trip aufgetankt.

(da werden wir uns wohl nicht einig, macht ja nix)


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28.10.2017 um 09:36
Ahmose schrieb:
Aber ansonsten hatte er doch nach dem Funkspruch keine großartigen Handlungsoptionen mehr. Was hätte er denn da noch tun sollen?
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Ganz einfach, sagen dass er Kim Wall abgesetzt hat und dann gemütlich nach Bornholm fahren, kein Sonarboot, kein Privat- oder Berufsschiff, kein Flugzeug oder Heli hätte nach ihm gesucht. Ankunft Bornholm 15 Uhr oder irgendwo zwischendurch abtauchen. Er wollte an dem Tag ja eh nach Bornholm, die UC3 war bestimmt schon für den Trip aufgetankt.
Ich glaube, die taffen Dänen hätten das U-Boot trotzdem aufgestöbert.
Die wollten sich sofort selbst überzeugen, weil KW per Handy nicht zu erreichen war-und nirgendwo angekommen ist.


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28.10.2017 um 09:44
edit: (Zeit abgelaufen)

Außerdem stand der Mann unter großem Stress.
Man überlege nur, wie es in seinem Boot ausgesehen haben muss.

Vielleicht sagt er sich jetzt auch: Hätte ich es so-oder so gemacht....

Ich glaube einfach, dass ihn die Polizei in dieser Nacht haben und sehen wollte.


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28.10.2017 um 10:18
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Ganz einfach, sagen dass er Kim Wall abgesetzt hat und dann gemütlich nach Bornholm fahren, kein Sonarboot, kein Privat- oder Berufsschiff, kein Flugzeug oder Heli hätte nach ihm gesucht. Ankunft Bornholm 15 Uhr oder irgendwo zwischendurch abtauchen. Er wollte an dem Tag ja eh nach Bornholm, die UC3 war bestimmt schon für den Tri
Ich kann jetzt zeitlich falsch liegen, aber er wurde doch noch vor 3 Uhr angefunkt? Hätte er da geantwortet, hätten sie doch seine Koordinaten gehabt? Was hätte er gemacht, wenn sie ihm dann mal kurz einen Besuch abgestattet hätten?

Und dass sie ihn sofort aufgesucht hätten, davon musste er doch ausgehen! Die sagen doch nicht: ach, Sie haben KW abgesetzt, ja dann schönen Dank und entschuldigen Sie die Störung.

Gibt es ein Szenario, wo er sicher sein konnte, dass sie ihn trotz Kontaktaufnahme nicht so schnell aufsuchen können? Wohin hätte er direkt nach dem Mord navigieren müssen, damit er weit genug weg ist? Und wäre sowas möglich, denn er musste sich ja um die Leiche kümmern und gleichzeitig navigieren. Ich denke, die Nautilus sah zu dem Zeitpunkt auch nicht gerade besucherfertig aus.

Ich glaube, er hatte überhaupt keine Wahl. Er musste Zeit schinden und solange wie möglich unentdeckt bleiben. Bin mir da mit FrauZimt sehr einig.


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28.10.2017 um 10:31
Zitat von Maxi05Maxi05 schrieb:Und dass sie ihn sofort aufgesucht hätten, davon musste er doch ausgehen! Die sagen doch nicht: ach, Sie haben KW abgesetzt, ja dann schönen Dank und entschuldigen Sie die Störung.
Nicht unbedingt. Zu dem Zeitpunkt suchten sie ja nicht nach einem Mordopfer sondern nach einem havarierten Uboot.

Wennn das Uboot sich gemeldet haette und der Kapitaen alles in Ordnung an Bord gemeldet haette gaebe es ja erst mal keinen Grund ihm eine Armada hinterherzuschicken. Rein theoretisch haette KW ja mit PM "durchgebrannt" sein koennen oder spontan entschieden mit nach Bornholm zu fahren, oder was auch immer, das waere dann kein Anlass fuer eine Suchaktion gewesen.


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28.10.2017 um 10:33
Zitat von Maxi05Maxi05 schrieb:Ich kann jetzt zeitlich falsch liegen, aber er wurde doch noch vor 3 Uhr angefunkt? Hätte er da geantwortet, hätten sie doch seine Koordinaten gehabt?
Das wäre auch meine Frage. Ich gehöre zu den Wenigen hier, die von Schifffahrt keie Ahnung haben.
Ich denke mir, dass ein Anfunken noch keine genauen Standortdaten ergibt.
In Spielfilmen heisst es doch immer: "GebenSie Ihre Koordinaten durch."
Aber vielleicht hätte man zumindest grob den Aufenthalt gewusst?
Keine Ahnung. Vielleicht können die Experte dazu etwas sagen?
Zitat von Maxi05Maxi05 schrieb:Und dass sie ihn sofort aufgesucht hätten, davon musste er doch ausgehen! Die sagen doch nicht: ach, Sie haben KW abgesetzt, ja dann schönen Dank und entschuldigen Sie die Störung.
.....Ich denke, die Nautilus sah zu dem Zeitpunkt auch nicht gerade besucherfertig aus.
Danke für diese Einlage. Ich musste trotz allem sehr lachen.


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28.10.2017 um 10:41
Zitat von passatopassato schrieb:Nicht unbedingt. Zu dem Zeitpunkt suchten sie ja nicht nach einem Mordopfer sondern nach einem havarierten Uboot.

Wennn das U-boot sich gemeldet haette und der Kapitaen alles in Ordnung an Bord gemeldet haette gaebe es ja erst mal keinen Grund ihm eine Armada hinterherzuschicken. Rein theoretisch haette KW ja mit PM "durchgebrannt" sein koennen oder spontan entschieden mit nach Bornholm zu fahren, oder was auch immer, das waere dann kein Anlass fuer eine Suchaktion gewesen.
Das hätte man vielleicht in Deutschland so gemacht. Diese Variante kommt uns nämlich allen wahrscheinlich vor.
Nun ist es aber so, dass ich von der ersten Minute an staunend vor den Nachrichte gesessen habe, denkend: Was geht denn in Dänemark ab?

Das U-Boot wird gehoben? So schnell? So viel Geld geben die aus? usw.

Mein Eindruck ist, dass er die Suchmannschaft nicht so leicht besänftigt hätte. Man schien auch wirklich sehr ernsthaft die Frau zu suchen.
In der von dir gedachten Möglichkeit, hätte man vielleicht gefordert: Wir möchten mit KW sprechen.
Und was hätte er dann gesagt?

"Sorry...schl..ter. Em...pag....Hö..e Sie ..  ich mehr"


Was ich auch im Hinterkopf habe: Ist PM jemand, dem man nicht getraut hat?
Lagen Anzeigen gegen ihn vor? Vielleicht später zurückgezogene?
War über ihn etwas bekannt, das für seinen weiblichen Gast als Gesundheitsrisiko gesehen wurde?


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28.10.2017 um 10:47
Zitat von Maxi05Maxi05 schrieb:Ich kann jetzt zeitlich falsch liegen, aber er wurde doch noch vor 3 Uhr angefunkt? Hätte er da geantwortet, hätten sie doch seine Koordinaten gehabt?
Nur wenn sie seine Funke angepeilt hätten, aber wozu? Er hat sie abgesetzt und gut is. Koordinaten weiß er eh keine, GPS kaputt...

Und gesehen wurde er ja sowieso Kurs Süd, ich finde es dämlich, nicht zu antworten, falls er die Kontaktaufnahme denn überhaupt mitbekommen hat.


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28.10.2017 um 10:52
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Das U-Boot wird gehoben? So schnell? So viel Geld geben die aus? usw.
Das war wirklich verdammt schnell. Da waeren in D wahrscheinlich erstmal zig-tausend Antragsformulare auszufuellen gewesen. Aber ich glaube nicht dass die Bergung wirklich so extrem teuer war. Das Boot lag ja nicht tief und man kannte die genaue Position, also nur einmal mit dem Bergeschiff rausgefahren, Bergeleinen befestigt und ab dafuer.

Aber trotzdem. Ich glaube nicht dass es zu Anfang eine Suche nach einer vermissten Person war sondern nach einem vermissten Uboot. Selbst der Freund vermutete ja einen Unfall und nicht etwa einen Mord. Und wenn man dass Uboot dann findet haette sich die Suche eigentlich erledigt.

Sicher haette der Freund wahrscheinlich gerne ein Lebenszeichen von KW gehabt, aber wenn ich z.B. auf ner Blauwasserfahrt bin erwartet man ja auch nicht staendig ein Lebenszeichen von jedem Crewmitglied an Bord. Aber das ist jetzt sowieso muessige Spekulation denn es kam ja alles ganz anders.


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28.10.2017 um 10:52
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Nur wenn sie seine Funke angepeilt hätten, aber wozu? Er hat sie abgesetzt und gut is. K
Das glaube ich nicht, dass sie sich damit zufrieden gegeben hätten. KW ist verschwunden und der letzte, der sie nachweislich gesehen hat, sagt aus: ich hab sie da und da abgesetzt.
Natürlich sind dann alle Alarmglocken an. Denjenigen, der der letzte Begleiter war, den lässt man dann nicht seelenruhig davon dampfen!


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