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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 00:45
Ja wird sie- Geht irgend wann von alleine wieder auf.
Er hat das ganz sicher so gemacht.
Er steht total drauf mitten in der Nacht sein Boot ohne Beleuchtung in der Nähe von Schiffsverkehr Manövrerunfähig zu machen..

Das ist mir jetzt zu blöd - Gute Nacht.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 00:47
@DEFacTo
nicht nur das, bei einer Erlebnistour gehört der Maschinenraum imho unbedingt dazu, da er ja auf den großen damals imho ein besonders spezieller Platz war.
Falls sie sich also aus irgendwelchen gründen dort einsperrte, sei es durch einen Konflikt außerhalb oder nur auf Anweisung, so kommt dann wohl erstmal ein ausführlicher Versuch die Türe wieder aufzubekommen wie man sie selbst zugemacht hat und Diskussionen mit demjenigen der aussen ist.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Er steht total drauf mitten in der Nacht sein Boot ohne Beleuchtung in der Nähe von Schiffsverkehr Manövrerunfähig zu machen..
Nana, elektrischer Antrieb, Steuer, Fernsteuerung, Flossen, Ruder, Tiefenkontrolle, Ausgänge, Funk,... das nenn ich nicht gerade Manövrierunfähig. Vorausgesetzt das Kuppeln geht nicht von Hand über das Wunderriemengetriebe ;)


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07.11.2017 um 00:52
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Ja wird sie- Geht irgend wann von alleine wieder auf.
Er hat das ganz sicher so gemacht.
Er steht total drauf mitten in der Nacht sein Boot ohne Beleuchtung in der Nähe von Schiffsverkehr Manövrerunfähig zu machen..
die unterdruck-version im geschlossenen maschinen in den KW eingeschlossen wurde ist analog der unterdruck-lukenversion zu sehen, alle parameter die da gegolten haben gelten auch bei der maschinenraumversion.

du hast erklärt wie es bei verschlossener luke funktioniert, mit unterdruck durch den dieselmotor.
die maschinenraumversion hat eine verschlossene tür, viel weniger raum, der vom dieselmotor evakuiert wird, alles geht viel schneller.

PM steht hinter der tür, mit dem ohr an der außenseite...


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 00:54
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:warum muss die tür aufgebohrt werden?
wird die tür nicjht genauso wieder drucklos, wie es bei der luke gewesen sein muss, damit er die öffnen konnte?
Klaro, und in der Zwischenzeit, bis also die Tür irgendwann wieder auf ist, behilft sich PM mit der KW irgendie irgendwo irgendwann abgenommen Strumpfhose, welchselbige ja außerhalbt des Maschinenraums gefunden wurde, oder wie?


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07.11.2017 um 01:00
@Andante
Zitat von AndanteAndante schrieb:Klaro, und in der Zwischenzeit, bis also die Tür irgendwann wieder auf ist,
Leiter hoch, Ventil auf.
So einfach wie Blumen gießen.
Wie der Türverschluß auf der anderen seite aussieht allerdings müsste GM nochmal auffrischen ;)


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07.11.2017 um 01:02
Zitat von AndanteAndante schrieb:Klaro, und in der Zwischenzeit, bis also die Tür irgendwann wieder auf ist, behilft sich PM mit der KW irgendie irgendwo irgendwann abgenommen Strumpfhose, welchselbige ja außerhalbt des Maschinenraums gefunden wurde, oder wie?
siehst du das so?
keine ahnung vielleicht, ist ja deine fantasie.

in meiner theorie ist KW nicht nackt im maschinenraum während sich der unterdruck aufbaut im selbigen.
möglicherweise hat PM die zeit regulieren können, wie lange im raum unterdruck war.

das müssten die techniker beantworten.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 01:02
@DEFacTo

Irgendwo ist deine Hartnäckigkeit ja schon bewunderungswürdig. Immer dranhängen an die Szenarien anderer User und diese nach Kräften versuchen zu diskreditieren, damit ja die Version von PM als sadistischer Mörder erhalten bleibt.
Mach weiter so.


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07.11.2017 um 01:04
Zitat von AndanteAndante schrieb:@DEFacTo

Irgendwo ist deine Hartnäckigkeit ja schon bewunderungswürdig. Immer dranhängen an die Szenarien anderer User und diese nach Kräften versuchen zu diskreditieren, damit ja die Version von PM als sadistischer Mörder erhalten bleibt.
Mach weiter so.
so hat jeder seine präferenzen.
technisch kann ich immer nur dazulernen und versuchen auch eine tragfähige version zu konstruieren.

ja, PM ist für mich das was du vermutest.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 01:10
@DEFacTo

Ich dachte, es geht um die Wahrheit und nicht ums Rechthabenwollen mit allen Mitteln. Versionen werden hier zuhauf aus allen möglichen Motiven präsentiert, aber man sollte sich schon bemühen, dem hier diskutierten Fall gerecht zu werden und nicht sich selber.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 01:28
Zitat von AndanteAndante schrieb:@DEFacTo

Ich dachte, es geht um die Wahrheit und nicht ums Rechthabenwollen mit allen Mitteln. Versionen werden hier zuhauf aus allen möglichen Motiven präsentiert, aber man sollte sich schon bemühen, dem hier diskutierten Fall gerecht zu werden und nicht sich selber.
ich kann deinem geschriebenen nicht eine gewisse komok absprechen, denn deine beiträge mir gegenüber erfüllen genau das, was du mir vorwerfen möchtest:

du versuchst verzweifelt meine version zu diskreditieren:
Zitat von AndanteAndante schrieb:Klaro, und in der Zwischenzeit, bis also die Tür irgendwann wieder auf ist, behilft sich PM mit der KW irgendie irgendwo irgendwann abgenommen Strumpfhose, welchselbige ja außerhalbt des Maschinenraums gefunden wurde, oder wie?
und das noch nicht mal sonderlich sachlich.

dann faselst du was von diskreditieren, was du selbst machst:
Zitat von AndanteAndante schrieb:@DEFacTo

Irgendwo ist deine Hartnäckigkeit ja schon bewunderungswürdig. Immer dranhängen an die Szenarien anderer User und diese nach Kräften versuchen zu diskreditieren, damit ja die Version von PM als sadistischer Mörder erhalten bleibt.
Mach weiter so.
um dann noch nach mitternacht
Zitat von AndanteAndante schrieb:@DEFacTo

Ich dachte, es geht um die Wahrheit und nicht ums Rechthabenwollen mit allen Mitteln. Versionen werden hier zuhauf aus allen möglichen Motiven präsentiert, aber man sollte sich schon bemühen, dem hier diskutierten Fall gerecht zu werden und nicht sich selber.
moralisch zu werden.

chapeau du hast innerhalb deiner letzten 3 oder 4 beiträge dein anliegen ad absurdum geführt.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 06:12
@DEFacTo
@MaryPoppins
et.al.

Ich komme erst jetzt dazu, auf die Anfrage im Thread zu antworten, ob ein Verteidiger Zeugen suchen und unabhängig bzw. aussergerichtlich befragen darf, u.a. auch wenn dies von der Anklage benannte Zeugen sind.

Das Thema ist relativ komplex, ich will kurz eine allgemeine Antwort geben und dann auf die dänische Besonderheit eingehen.

Zuerst einmal: Nach meiner Auffassung ist es ein unabdingbarer Teil des in den meisten Rechtstaaten verfassungsrechtlich grundierten Rechts auf Verteidigung, auch alle in Frage kommenden Zeugen befragen zu dürfen. Und dies nicht nur in der Hauptverhandlung, wo es wohl in allen Rechtsstaaten dieses Recht gibt, sondern auch vorher, während den Ermittlungen, während der Organisation einer Verteidigung.

Nicht in allen Staaten wird dies aber gleich gehandhabt. In der Jurisdiktion, in welcher ich als Strafverteidiger tätig bin ist es ein ganz klar verbrieftes Recht: der Angeklagte bzw. sein Verteidiger hat selbstverständlich das Recht, potentielle wie benannte Zeugen aufzusuchen, zu befragen oder auch deren Hintergrund auszuforschen - aber mit einer relativ gravierenden Einschränkung: der Zeuge hat nicht die Pflicht, aussergerichtlich zu antworten.

Praktisch gesagt: Wenn Theodor angeklagt ist, dem Ottokar den Schädel mit einem Masskrug eingeschlagen zu haben und die Staatsanwaltschaft sagt, Zenzi habe das alles gesehen, dann kann Advocatus, der Verteidiger des Theodor, oder auch Theodor selbst (sofern noch auf freiem Fuss) jederzeit zu Zenzis Haus gehen und klingeln und fragen, ob sie ein paar Fragen beantwortet. Wenn sie ja sagt, dann darf man hineingehen und sie befragen, über Gott und die Welt.

Zenzi darf ihm aber auch die Türe vor der Nase zuschlagen. Dann hat Advocatus bzw. Theodor Pech gehabt.

Und anschliessend kann Advocatus bei Frau Gmeinwisser klingeln, der Nachbarin der Zenzi, und diese alles über Zenzi fragen, was ihm einfällt. Wenn er dann von Frau Gmeinwisser hört, dass Zenzi eine Wichtigtuerin ist, die in Wirklichkeit gar nichts gesehen haben kann, da sie an jenem Tag ausgerechnet bei Frau Gmeinwisser zum Kaffee in deren guten Stube sass, während draussen der arme Ottokar einen über die Rübe bekam, kann Advocatus Frau Gmeinwisser als Zeugin vorladen und die Aussage der Zenzi damit in Frage stellen. Usw.

Advocatus kann auch die Antworten, die Zenzi ihm evtl. gegeben hat vor Gericht verwenden, um Zenzis Aussage vor Gericht in Frage zu stellen, wenn die Antworten das ergeben.

In der Praxis allerdings sind dem meist Grenzen gesetzt: die meisten Zeugen, die bereitwillig vor der Polizei ausgesagt haben, und dabei den Tatverdächtigen belastet haben, sind in der Praxis der Verteidigung gegenüber nicht sonderlich auskunftswillig. Sie sehen sich meist als "Teil der Guten" und "Mitarbeiter der Polizei" und der Verteidiger arbeitet für die "Bösen," denen man nicht helfen will.

Ist Advocatus nun der Meinung, die Aussage dieser Zeugen ist notwendig und wichtig, bleibt ihm nichts als die Vorladung vor Gericht. Dort muss der Zeuge dann aussagen.

Im Prinzip ist das auch in Deutschland und auch in Dänemark so. Der Verteidiger hat also nicht mehr Rechte als jeder andere Mensch, z.B. jeder Journalist, die Zeugen privat zu befragen. Diese haben das Recht mit jedem zu sprechen oder es eben zu verweigern.

Allerdings gibt es in Dänemark, wie in anderen Ländern, auch Vorschriften, welche die Zeugen vor Beeinflussung, Bedrohung, usw. schützen sollen. Advocatus ist daher immer in Gefahr, wenn er die Zenzi abends um acht Uhr aufsucht, dass der Staatsanwalt ihm vorwirft, er wolle die arme alte Zenzi, die meist bereits um sieben ins Bett geht, unter Druck setzen, sie einschüchtern und so weiter. Das kann gravierende Folgen haben: Verlust der Anwaltszulassung, Strafanzeige usw.

Aus diesem Grund, so schreibt es z.B. Lars Bo Langsted in seinem Buch "Criminal Law in Denmark," fürchten sich viele dänische Verteidiger vor solchen Repressalien und verzichten auf aktive Ermittlungen: "The reason why most defence counsels in practice favour a passive defence...", denn der oberste dänische Gerichtshof hat dazu widersprüchliche Aussagen gemacht. Dennoch gilt auch in Dänemark grundsätzlich das Recht dazu.

(Langsted, Seite 136)

In meinem Land dagegen gilt es als sanktionswürdiges Versagen des Verteidigers, wenn er nicht ausreichend selbst ermittelt. Das liegt an der unterschiedlichen Struktur eines Strafverfahrens in angelsächsischen Ländern und den kontinentaleuropäischen Ländern.

In Dänemark wird, wie in den Ländern napoleonischer Tradition üblich, an der Fiktion festgehalten, dass die Polizei "neutral" ermittelt (Langsted 136) und der Verteidiger hat das Recht, formell zusätzliche Ermittlungen der Polizei zu beantragen (AJA § 96 [Dänisches Strafprozessgesetz  Bekendtgørelse Af Lov Om Rettens Pleje] oder eben das Gericht zu veranlassen, das zu tun, wenn die Polizei sich weigert (AJA § 746).

Ich denke, dass das die Frage hier geklärt hat.

Quellen: https://www.amazon.com/gp/search?index=books&linkCode=qs&keywords=9789041134219

https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=192286


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 08:32
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Allerdings gibt es in Dänemark, wie in anderen Ländern, auch Vorschriften, welche die Zeugen vor Beeinflussung, Bedrohung, usw. schützen sollen. Advocatus ist daher immer in Gefahr, wenn er die Zenzi abends um acht Uhr aufsucht, dass der Staatsanwalt ihm vorwirft, er wolle die arme alte Zenzi, die meist bereits um sieben ins Bett geht, unter Druck setzen, sie einschüchtern und so weiter. Das kann gravierende Folgen haben: Verlust der Anwaltszulassung, Strafanzeige usw.

Aus diesem Grund, so schreibt es z.B. Lars Bo Langsted in seinem Buch "Criminal Law in Denmark," fürchten sich viele dänische Verteidiger vor solchen Repressalien und verzichten auf aktive Ermittlungen: "The reason why most defence counsels in practice favour a passive defence...", denn der oberste dänische Gerichtshof hat dazu widersprüchliche Aussagen gemacht. Dennoch gilt auch in Dänemark grundsätzlich das Recht dazu.
Vielen Dank.


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07.11.2017 um 08:58
kleine Nachfrage

@DEFacTo
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb am 30.10.2017:wir hatten ja schon vor ein paar tagen mal darüber nachgedacht wie das zeitliche fenster zwischen 1. und 2. tauchgang zu schließen ist.
letzte Sichtung vor 1.Tauchgang 20:30
Tauchgang 1 - genauer Ort und Zeit abtauchen - auftauchen unbekannt.
Tauchgang 2 - 4:40 - 8:25 anscheinend abgetaucht und genau dort auch wieder aufgetaucht.

wie kommt ihr bei unbekanntem Ausgangspunkt zeitlich wie örtlich eigentlich auf die 4 Stunden Fahrtzeit bis zur Kogebucht ?


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07.11.2017 um 09:16
Es erschließt sich mir nicht, was die Dauer der Tauchgänge mit dem letztlich so unendlich traurigen Ergebnis dieser Tauchgänge zu tun haben sollen. Jedenfalls hat sie die "Tauchgänge" leider nicht überlebt.


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07.11.2017 um 09:55
@Rick_Blaine
Danke vielmals für die Ausführungen!


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07.11.2017 um 10:18
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Nein im ernst - sein größter (technischer) Fehler war es alleine mit Gast zu fahren.
Warum? Es war vielleicht unabdingbar für ihn, mit ihr ganz alleine zu sein.

Der Fuchsschwanz wird bereits am 10.08. von einem Zeugen erwähnt (s. Timeline) und da wusste man noch nichts vom Torso, der erst später auftauchte und dass dieser mit einer Säge zerteilt worden war. Insofern könnte es sich hier um eine vorsätzliche Tötung handeln und entsprechend ist es logisch, dass er mit ihr alleine sein wollte und musste.

Die Säge wurde gefunden und er gab bereits zu, dass es sich um die aus seiner Werkstatt handelt.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 11:14
möglicher tatablauf unter einbeziehung von PMs neuester unterdruck-abgas-version, bei der er nun das zerstückeln der leiche eingeräumt:

KW und PM beginnen die ubootfahrt gegen 19:30.
letzte sichtung der beiden im turm der UC3 gegen 20:30.
letzter kontakt, PM sendet gegen 22:30 SMS an ein Crewmitglied und sagt den geplanten trip nach bornholm ab.
davor, kann man vermuten gab es einen ersten tauchgang zwischen 21:00 und 22:30.
gegen mitternacht 0:00 ergab sich eine fast-kollission mit einem frachter, bei der das uboot die fahrspur des frachters bis auf 30m querte.
in der letzten version soll sich nach PMs schilder ung auf 36 seiten ein unfall ereignet haben.
alles was wir offiziell von PMs unfallversion wissen ist,
dass er sich im Turm befunden habe, während Kim Wall unten am Boden des U-Boots gewesen sei. Es habe einen Unterdruck gegeben und Abgase in der Luft.


tötung kims durch PM auf grundlage eines unterdruckszenario:


wie konnte PM die arglose journalistin während eines interviews überwäligen ohne dass es angriffs- bzw abwehrspuren an den protagonisten gab?

dazu kann man PMs unterdruck szenrio folgen:


PM tauchte mit KW gegen 21 uhr, er beschreibt das feeling, das KW sicher auch mal erleben möchte. PM und KW steigen die luke ins bootsinnere. PM leitet den tauchgang ein.
motor geht aus, PM erklärt die schritte, die er jetzt durchführt.
mit zunehmender tauchtiefe wird es stiller, dunkler, nur noch bordbeleuchtung.
KW interviewt PM weiter. die zeit verfliegt, gegen ende erinnert KW daran, dass sie mit freunden und ihrem freund in der bar im hafen verabredet ist.
nach ein bisschen smalltalk, das eigentliche interview ist beendet, leitet PM das auftauchen ein.
am ende des auftauchens möchte er KW noch den maschinenraum zeigen und die lautstärke bei laufendem motor vermitteln.
beide gehen in den maschinenraum, der motor läuft, PM deutet auf ein detail, das sich KW ansehen sollte, dreht sich dann um, geht aus dem maschinenraum und verschließt hinter sich das luft- und wasserdichte schott mit der eingesperrten kim.
der dieselmotor saugt aus dem Inneren die luft ab, wie eine große Spülluftpumpe. Im Grunde ist das wie ein riesiger Kompressor der die Innenluft in Abgas verwandelt und gleichzeitig nach außen pumpt. Frische Luft würde im normalfall durch den entstehenden Unterdruck durch die geöffnete Luke in das Bootsinnere ziehen.
allerdings ist KW eingeschlossen, im winzigen maschinenraum, mit luftdichter tür, ohne sauerstoffversorgung.
PM weiss, wenn man in einen Uboot Erstickungsexperimente durchführen möchte muss er nur bei laufenden Dieselmotor die Luke zumachen. Der Diesel evakuiert dann den Innenraum in wenigen Minute auf Mount Everest Luftdruck.
der unterdruck baut sich in einem so kleinen raum rasend schnell auf.
KW schreit, trommelt auf die türinnenseite, innerhalb kürzester zeit ist sie handlungsunfähig.
bewusstlos, es herrscht unterdruck wie in 5000 meter im hochgebirge, dies fürhrt zu bewusstlosigkeit kims.

der unterdruck hebt sich aber auomatisch auf, denn ab einem unterdruck entsprechend etwa 6000 höhenmeter geht der Diesel technikbedingt aus - evt erfolgt ein Abgasrückschlag durch die Abgasanlage und den Diesel in das Halbvakuum des Bootes. Wenn die Ventile des Diesel im Zylinder auf Überschneidung stehen - zischt jetzt wieder Luft in das Bootsinnere. Nach einer Weile ist kaum noch Unterdruck im Boot, PM bekommt das schott die tür zum maschinenraum wieder auf.
PM kennt aber auch die vorgehensweise, wie man von aussen den unterdruck steuern und beseitigen kann. er hält die fernbedienung in seinen händen.
PM geht nun in den maschinenraum KW ist noch sehr benommen, vielleicht immernoch bewusstlos.
vollzieht die grausamen handlungen, die wir alle kennen.

möglicherweise ist KW während der fahrt zwischen tauchgang eins und tauchgang zwei, an den folgen des unterdrucks in kombination mit den abgasen verstorben. spätestens aber zu anfang des zweiten tauchganges.

ich kann mir sogar vorstellen, dass PM gegen mitternacht beim kreuzen mit dem frachtschiff nicht auf der brücke war, sondern er steuerte das uboot zeitweise per periskop/ videoskop, weil er immer mal wieder den zustand kims im auge hat.

ich nehme an, dass er den ortswechsel vornahm um mehr zeit mit seinem opfer zu haben.
die beinahekollision und die sichtung durch den frachter gegen mitternacht passen da gut hinen.
PM wollte raus aus der fahrrinne hinein in ruhigeres wasser, in die kögebucht.

die schnitte/ stiche um den todeszeitpunkt herum und der zeitpunkt der zerstückelung sollen nur wenige stunden auseinander gelegen haben.

möglicherweise war PM in rage weil KW verstorben war und er nun mehr wenig möglichkeiten hatte seinen sadismus auszuleben, möglicherweise, war es aber genau das was er wollte und die stiche, verletzungen und schnitte waren folgerichtige auswüchse seiner fantasien, die er sich über jahre mit grausamen folter- und tötungsfilmen von der festplatte als vorlage ausgemalt hat.

ab ca. 3 uhr dürfte PM gewusst haben, dass man nach ihm aktiv sucht. das dürfte den druck auf ihn ziemlich erhöht haben, damit hat er nicht gerechnet.

was machte PM zwischen der sichtung um 0:00 mitternacht und dem tauchgang gegen 4:40, das sind immerhin mehr als 4 stunden?

diese 4 stunden entsprechen in etwa der reinen fahrzeit ab der letzten sichtung frachter um mitternacht 0:00 hin in die kögebucht, ausgehend von einer realistischen fahrgeschwindigkeit von 3,5 Knoten.

spätestens seit Lyngby Radio um 2:51 das uboot kontaktierte, war PM sicher in zeitnot und stand unter druck mit der leiche im boot aufgefunden zu werden.

der anschließende tauchgang selbst zwischen 4:40 und 8:25 dauerte fast 4 stunden.
für die zerteilung braucht ein kräftiger/ ausdauernder mann (ohne berufliche erfahrung) etwa 2 stunden mit messer und säge (vielleicht auch länger, falls er psychisch und olfaktorisch pausen brauchte).
in direktem anschluss, also nahtlos, musste PM die leichenteile fürs versenken vorbereiten (umwickeln der beine und des torsos mit dem band und den eisenteilen. verpacken der kleidung und des kopfes mit dem messer in tüten. aber auch seine kleidung und die beiden handys musste er entsorgen).
PM war sicher in zeitnot und stand auch während des tauchganges unter druck entdeckt zu werden, denn unter wasser konnte er die leichenteile nicht aus dem uboot heraus bekommen.
ein hinweis daruf ist, dass kleidungsstücke (schuhe, unterwäsche) im boot zurück blieben.

nach dem auftauchen nach 8 uhr beförderte er die leichenteile aus dem boot und warf sie nach und nach ins wasser, während die suchmaßnahmen um ihn herum auf vollen touren gelaufen sind.

unter diesen umständen sind die dilettantisch wirkenden maßnahmen zur verschleierung des mordes den zeitnah einsetzenden suchmaßnahmen der polizei geschuldet.
im uboot gab es ganz sicher besser geeignete bauteile um den torso, die leichenteile so zu entsorgen, dass vsie unter wasser geblieben wären. allerdings hätte PM dafür mehr zeit benötigt.

an eine, bis ins detail vorbereitete tat glaub ich nicht.
allerdings eröffnete sich für PM mit dem interview und der bootstour ein passendes szenario, für das sich keine zeit mehr fand zur besseren vorbereitung.
PM stand die tage vor der tat durch die ganzen mitarbeiter und das kamerateam aus australien unter fast ständiger beobachtung.

affektierte oder geplante tat?
das wird das gericht entscheiden.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 11:24
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:In meinem Land dagegen gilt es als sanktionswürdiges Versagen des Verteidigers, wenn er nicht ausreichend selbst ermittelt. Das liegt an der unterschiedlichen Struktur eines Strafverfahrens in angelsächsischen Ländern und den kontinentaleuropäischen Ländern.
"Selbst ermitteln" umfasst wohl eher Hintergrundrecherchen mittels Privatermittler und Beauftragung eigener Experten bezüglich forensischer Fragen als private Besuche des Verteidigers bei von der Polizei vernommenen Zeugen , um sie dann noch mal "privat" zu vernehmen.

Ein solches Vorgehen dürfte sowohl in angelsächsischen als auch kontinentaleuropäischen Ländern eher "unüblich" und sanktionsbedroht sein.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:In der Praxis allerdings sind dem meist Grenzen gesetzt: die meisten Zeugen, die bereitwillig vor der Polizei ausgesagt haben, und dabei den Tatverdächtigen belastet haben, sind in der Praxis der Verteidigung gegenüber nicht sonderlich auskunftswillig. Sie sehen sich meist als "Teil der Guten" und "Mitarbeiter der Polizei" und der Verteidiger arbeitet für die "Bösen," denen man nicht helfen will.
Hör ich da einen kleinen Bias raus?  ;-)


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 11:33
Zitat von InterestedInterested schrieb:Der Fuchsschwanz wird bereits am 10.08. von einem Zeugen erwähnt (s. Timeline) und da wusste man noch nichts vom Torso, der erst später auftauchte und dass dieser mit einer Säge zerteilt worden war. Insofern könnte es sich hier um eine vorsätzliche Tötung handeln und entsprechend ist es logisch, dass er mit ihr alleine sein wollte und musste.

Die Säge wurde gefunden und er gab bereits zu, dass es sich um die aus seiner Werkstatt handelt.
Steht es denn fest, dass die in der Kögebucht gefundene Säge identisch ist mit derjenigen, mit der ihn jemand am Morgen davor gesehen hat? Er kann in seiner Werkstatt ja mehrere Fuchsschwänze haben.


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Kriminalfall Kim Wall

07.11.2017 um 11:45
Zitat von GrasmückeGrasmücke schrieb:Steht es denn fest, dass die in der Kögebucht gefundene Säge identisch ist mit derjenigen, mit der ihn jemand am Morgen davor gesehen hat? Er kann in seiner Werkstatt ja mehrere Fuchsschwänze haben.
Nicht offiziell. Aber dass es an besagtem Tag eine Sichtung mit Säge gab, eine Säge in der Kögebucht gefunden wurde, TV einräumt, dass diese aus seiner Werkstatt stammt und Kim Wall mit einer Säge zerteilt wurde, legt doch schon diverse Überlegungen nahe. Warum sollte er die Säge sonst überhaupt entsorgt haben?

Und zu seiner Onemantauchfahrt ohne Crew. Er soll doch gerne und nicht selten mit dem U-Boot alleine abgetaucht und darin übernachtet haben. Da ist ja auch niemand dabei, der was steuern kann und muss. Das wird für ihn das geringste Problem gewesen sein, daher glaube ich die Abgas- Unterdruckstory auch nicht. Die zudem völlig hirnrissig ist, nachdem er die Lukenstory so ausgeschmückt dargelegt hat und es unbedingt vorführen wollte, wie er wann und wo gestolpert ist - nun eine neue Unfallstory zu erfinden. Immer schön den Umständen angepasst.


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