behind_eyes schrieb:Es muss einen Grund geben warum dieser sehr persönliche und zugleich identifizierbare Gegenstand nicht Teil der öffentlichen Gegenstände ist die gesucht werden.
Ich habe recht ausführlich Gründe genannt. Mit denen Du Dich nicht auseinandersetzt. Sondern nur argumentierst: "Ich halte beides für gleich möglich, weil es möglich ist." So schafft man sich Phantomrätsel, die keine sind. Und das führt dann zu Phantomdebatten. Das ist wie mit den seitenlangen Phantomdebatten zur Frage, warum die Ermittler nach den Durchsuchungsmaßnahmen im Herbst 2025 der geneigten Öffentlichkeit keine Ergebnisse mitgeteilt haben.
Leider färbt dabei der ganze Müll, der zum Thema R. auf irgendwelchen unseriösen Videos oder Podcasts verbreitet wird, auf den Thread ab. Dabei ist der Fall zwar außergewöhnlich und in manchen wesentlichen Details geheimnisvoll, aber im Kern eigentlich ziemlich klar:
Die Öffentlichkeit wurde von den Ermittlern 2019 stark eingebunden. Um Beweismaterial (Leiche) und Zeugen zu finden. Vermutlich auch, um Druck auf den Tatverdächtigen aufzubauen. Gegen den Tatverdächtigen gibt es auch früh Indizien, schwerwiegende tatsächliche Anhaltspunkte, aber sie reichen in Summe nicht für eine Anklage. Auch das haben die Ermittler sehr offen kommuniziert, weil sie sich dazu gegenüber der Öffentlichkeit erklären mussten. Das ist außergewöhnlich, aber nichts, was Argwohn wecken könnte. Denn es ist in der Situation sehr folgerichtig - auch wenn man darüber unterschiedlicher Auffassung sein kann, ob sich die Ermittler mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit immer einen Gefallen getan haben.
Außergewöhnlich auch das Agieren der Familie R.s in der Öffentlichkeit. Aber wir wissen nichts über die inneren (psychologischen) Dynamiken. Da kann man sich auch dumm und dämlich spekulieren, aber es wird dann recht schnell unanständig und überschreitet rechtliche Grenzen.
Die meisten Ermittlungsverfahren in Strafsachen enden mit der Feststellung, dass der Sachverhalt nicht aufgeklärt oder der Täter nicht ermittelt werden konnte. Es also völlig normal, auch bei Kapitaldelikten, wo der Ermittlungsaufwand ungleich größer als bei einem Ladendiebstahl ist. Und es ist völlig normal, dass die Öffentlichkeit nicht über alles informiert wird. Die Berliner Behörden bleiben dran. Und die sind in dieser chaotischen Stadt darin geübt, auch einfach mal geduldig zu sein und abzuwarten. Die Zeit arbeitet nicht gegen sie.