behind_eyes schrieb:Wie konnte das passieren das die Staatsanwaltschaft eine solche Zeugin lädt? Sie müssen ihre Aussage doch von früheren Zeugenbefragungen kennen und wissen das es sich nicht mit forensischen Erkenntnissen deckt?
Zeugen werden vom Gericht geladen, nicht von der StA oder der Verteidigung. Und das Gericht kann nicht einfach Zeugen unter den Tisch fallen lassen, nur weil sie unsicher sind in ihrer Erinnerung oder etwas Aussagen, was nicht ins Bild passt.
Im Gegenteil, das Gericht soll vor Verhandlungsbeginn gar kein Bild haben, denn dann wäre er voreingenommen. Das Bild soll es sich erst nach und nach während der Verhandlung machen und natürlich gehören da auch Infomationen zu, die das Bild nicht rund machen, sondern ihm Ecken und Kanten verleihen. Ziel ist nicht, die Angeklagte möglichst wasserdicht zu verurteilen, sondern der Wahrheit möglichst nahe zu kommen.
Ausserdem.bin ich der Meinung, dass sich die Aussagen sehr gut mit den anderen Spuren ( den Kameraaufnahmen und dem Handyabschalten bei Fabian) decken. Sie sagte, es müsse etwa 11:40 Uhr gewesen sein, als sie das Auto sah und machte Tag und Uhrzeit an dem Einkauf fest. Dabei hat sie sich um 5 Minuten vertan ( oder gar nicht, denn sie sagte ja dass es eine Schätzung ist und sprach von "etwa 10:40 Uhr" ). Und das, obwohl sie erst fast eine Woche später bei der Polizei ausgesagt hat, weil sie vorher nicht zuhause war.
Selma1898 schrieb:Wichtig ist das auffällige Auto und da kann man für die Aufklärung des Verbrechens froh sein, dass die Angeklagte keinen 0815 Kleinwagen gefahren hat.
Ganz genau. Der wäre weder der gestrigen Zeugin zur Pakbucht noch dem KFZ-Meister in Zehna aufgefallen. Und er hätte nicht zwei Parkplätze vor der Tierarztpraxis geschluckt und wäre somit auch Herrn L. Am Vortsg nicht aufgefallen und in Erinnerung geblieben.