Vielen lieben Dank euch allen für die Antworten!
sooma schrieb:Wäre sicher auch nicht für jeden leicht zu ertragen
Absolut. Theoretisch würde mich ein Prozess (muss ja nicht dringend Mord sein) als „Zuschauerin“ sehr interessieren. Aber ich weiß wirklich nicht, ob ein Kindermord für meine persönliche Neugier wirklich in Frage kommt. Deshalb war ich auch verwundert über die Anforderungen an die ZuschauerInnen, dass es eben nicht nur Personen aus dem nähreren Umfeld sein müssen. Dort werden ja teilweise wirklich schlimme visuelle und auditive Bilder vermittelt, die bekommt man sicherlich nicht so schnell oder jemals wieder aus dem Kopf. Wundert mich sehr, dass die Anforderung seitens der Mutter die Öffentlichkeit, zumindest aus dem rechtsmedizinischen Prozesstag, auszuschließen nicht durchgekommen ist. Es handelt sich immerhin immer noch um ein Kind und die Erziehungsberechtigte Person, die im Normalfall ja über die Öffentlichkeit / Bildrechte ihres Kindes entscheiden kann? Weiß jemand wieso es so entschieden wurde, außer des allgemeinen öffentlichen Interesses? Oder ist das wirklich ein hinreichender Grund? Ich glaube ich kann mir einfach nicht vorstellen, wieso überhaupt jemand solche Bilder / Informationen erfahren möchte, wenn „selbst“ die Mutter es nicht ertragen konnte / wollte (was absolut absolut selbstverständlich ist, das soll keinesfalls in jeglicher Art irgendeine Kritik an die arme Mutter sein!!!). Oder braucht man solche starken Personen eben zur Bewahrung der Neutralität? Die Presse hätte ja durchaus ausgereicht, um der Öffentlichkeit aus unterschiedlichen Pressequellen zu berichten? Was natürlich nicht bedeuten soll, dass der Prozess gänzlich irgendwie hinter geschlossenen Türen stattfinden soll. Es ist passiert und ich finde es schon ein starkes Statement, dass sicherlich einige der ZuschauerInnen „für Fabian“ da sind, um zu symbolisieren, dass es tief getroffen hat und er nicht vergessen oder ignoriert wird, nur weil der Fall schwer erträglich ist.