Jesse6 schrieb:Ich frage mich halt, wie streng das „Verbot“ der Mutter, das Haus zu verlassen, in den Augen von F. überhaupt war, da er ja sonst seine Nachmittage nach der Schule auch selbst gestaltete. D.L. wurde ja auch erst dann wirklich unruhig, als er zur üblichen Heimkehrzeit am Abend nicht nach Hause kam. Da F. am Vortag nach dem Nasenbluten fit für Freund treffen und Jugendclub war, hat er das erneute Unwohlsein gegenüber seiner Mutter vermutlich vorgetäuscht, da ihm G.H. etwas Verlockendes in Aussicht gestellt hatte.
Die Überlegungen von
@Jesse6 finde ich nachvollziehbar.
Ich könnte mir vorstellen, dass es der Mutter von Fabian im wesentlichen darauf ankam, dass ihr Sohn nicht während der Unterrichtszeit draußen herum lief und so der Eindruck entstehen könnte,
er sei eigentlich gesund und wolle nur die Schule schwänzen.
Ein „Ausbüchsen“ am Nachmittag wird Dorina L. vielleicht nicht so eng gesehen haben, zumal Fabian tags zuvor ja auch trotz des iNasenblutens im Unterricht später noch beim Kumpel und im Jugendclub war.
Dass Gina H. den Jungen mit etwas „Verlockendem“ geködert haben muss, gilt vor allem für den Fall, dass es schon am 9.10 ein Treffen zwischen GH und Fabian gegeben haben sollte, in dem ein solcher Ausflug für den Folgetag verabredet wurde.
Wenn Fabian sich nicht auf etwas gefreut hätte, sondern von Sorge oder gar Angst wegen des bevorstehenden Termins mit Gina H. erfüllt gewesen wäre, hätte er doch wohl ganz anders reagiert und seiner Mutter nicht ein Unwohlsein vorgeflunkert.
Womöglich hat Fabian auch bis zum Tümpel keinen Verdacht geschöpft. Dazu trug eventuell auch bei, dass der ihm vertraute Hund mit im Wagen saß und im Wald kurz laufen gelassen wurde. Und zum Tümpel lockte Gina H. den Jungen womöglich mit der Aussicht auf weitere Tiere - beispielsweise Frösche.
Das kleine Gewässer scheint ein El Dorado für diese Tierart zu sein. Schon von weitem hört man ein extrem lautes Quaken, wie ich es in dieser Form noch nie erlebt habe. Und wenn man dann auch noch Frösche diverser Art in ihrem natürlichen Umfeld beobachten darf, könnte das für kleine Jungs durchaus ein beeindruckendes Erlebnis sein.
In diesem Fall wäre es jedoch eine heimtückisch gestellte Falle gewesen…