Jesse6 schrieb:
Foxie123 schrieb:Was wir wissen: die Mutter war scheinbar weder emotional noch physisch Bestandteil der Kindheit.
Das möchte ich bezweifeln. G.H. und Schwester waren bis zum Alter von 8/9 Jahren bei der Mutter aufgewachsen. Die ersten drei Lebensjahre sind die prägendsten für die Bindungsentwicklung. Allerdings wissen wir nicht, was in diesen Jahren geschehen ist und ob G.H.s Aussage, sie konnte keine Bindung zur Mutter aubauen, tatsächlich stimmt oder Resultat der Entfremdung ist.
Du sagst es ja selbst - die ersten 3 Lebensjahre sind wichtige Jahre im Leben eines Kindes. Im Thread fällt auch immer mal wieder das Wort "Urvertrauen". Wenn die Mutter dazu nicht in der Lage war, aus welchen Gründen auch immer, indem sie vielleicht selbst physisch und psychisch angeschlagen war (im Liveticker war heute zu lesen, dass die Großmutter ihr Drogen- und Alkoholsucht vorgeworfen hat), dann kann man ein Kind zwar soweit versorgen, dass es irgendwie durch den Alltag kommt, aber man kann ein Kind auch emotional verwahrlosen lassen. Dann fehlt einfach ein stabiles Gerüst fürs Leben.
Und beide Schwestern waren nach der Schilderung der heutigen Zeugen-Schwester schon als Kind total unterschiedlich. Die Jüngere hat wohl die erlebte Kinderzeit besser weggesteckt, die Ältere eben nicht. Dazu kommen noch sicher unterschiedliche Charakterzüge schon bei Geschwistern.
Die Jüngere hat später den Kontakt zur Mutter wieder aufgenommen; trotz der nicht perfekten Kinderzeit, konnte sie im Erwachsenenalter mit dem "Versagen" ihrer Mutter wohl Frieden schliessen, Gina konnte oder wollte das nicht, war bzw. ist sie der Augenstern der Großmutter und die hat kein gutes Haar an der Mutter der beiden Mädchen gelassen. Bei Gina ist der Hass der Großmutter auf ihre eigene Tochter auf einen guten Nährboden gefallen.