Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
gestern um 11:59Ob da heute noch was zu der neuen Auswertung des Handys kommt? Es geht nur langsam voran. Oder schauen die jetzt wirklich 3 std das ganze Video?
Ich glaube nicht, dass die Kammer so masochistisch ist, sich nach 23 Verhandlungstagen noch eine dreistündige Dröhnung Gina zu verabreichen.Mariposa0 schrieb:Oder schauen die jetzt wirklich 3 std das ganze Video?
Die Folge für den weiteren Verhandlungstag: Der Polizeisachverständige, der zu den Bewegungsdaten von Ginas Handy aussagen sollte, wird für heute wieder ausgeladen.Quelle: https://m.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c
Die Folge für den weiteren Verhandlungstag: Der Polizeisachverständige, der zu den Bewegungsdaten von Ginas Handy aussagen sollte, wird für heute wieder ausgeladen.Quelle: https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.allmystery.de%2F
Oh doch und es wird insbesondere im Hinblick auf ihre Einlassung (und ihr Erscheinungsbild während dieser) sehr interessant werden.Deus_Ex_Machin schrieb:
Ich glaube nicht, dass die Kammer so masochistisch, sich nach 23 Verhandlungstagen noch eine dreistündige Dröhnung Gina zu verabreichen.Mariposa0 schrieb:Oder schauen die jetzt wirklich 3 std das ganze Video?
Gleichzeitig bremst der Vorsitzende etwas: Über die Vernehmung vom 15. Oktober soll zunächst nicht gesprochen werden. Auch das Video dieses Gesprächs wird vorerst noch nicht gezeigt.Quelle: https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.allmystery.de%2F
vielleicht ist auch das Vernehmungsvideo vom 13. 10. mit 3Stunden auch sehr lang und man weiß jetzt nicht wie lange das vom 14.10. ist. Deshalb könnte die Entscheidung auch so ausgefallen sein.Jesse6 schrieb:womöglich muss über die Vernehmung am 15.10. noch intensiver beraten werden:
Ich fand's ziemlich läppisch.Foxie123 schrieb:Ende bleibt gleich: Es war vernichtend.
Also mein Blickwinkel ist da eher dass sie sich eben während ihrer reinen Zeugenaussage als Finderin schon in Widersprüche verwickelt hat und eben dadurch verdächtig wurde (selbst wenn man den Zufall der Auffindung durch die Ex des Vaters vielleicht noch ignorieren konnte).Foxie123 schrieb:Wäre sie als TV geführt worden, hätte man sie belehren müssen inkl. Schweigerecht.
Und dann dürfte man nun weder die Polizistin dazu befragen noch das Band abspielen
Hinweis: Hervorgehobene Stellen von mir gefettet.speckigel schrieb:Zur Verurteilung reicht es meines Erachtens immer noch nicht aus, auch wenn die Indizienkette lang und erdrückend ist. Da aber der Prozess erneut verlängert wird, fehlt vermutlich das entscheidende Detail für die Verurteilung. Finde es krass, wie lange sich das zieht. Für die Mutter muss das der Horror sein.
sie hat sich bei der Polizei als "Herzmensch" bezeichnet, konnte deshalb auch nicht loslassen und hat selbst einen Seitensprung verziehenQuelle: https://www.ostseewelle.de/nachrichten/Live-Ticker-Fall-Fabian-id1655266.html
Gina H. hat in der Vernehmung dann über ihre Beziehung zu Fabians Vater berichtet, Gewalt, Streit und AlkoholproblemQuelle: https://www.ostseewelle.de/nachrichten/Live-Ticker-Fall-Fabian-id1655266.html
sie hat sich bei der Polizei als "Herzmensch" bezeichnet, konnte deshalb auch nicht loslassen und hat selbst einen Seitensprung verziehen
Gina H. konnte Fabians Vater nicht vertrauen, zumindest nicht so lange, wie sie ihn nicht sehen konnte, sagte sie der Polizei
Das setzt jedoch erst einmal was Vorhaus, eins emotional zu besitzen.. Als Narzisst nicht möglich.Jesse6 schrieb:Herzmensch
ganz genau so denke ich auch. Denn nach dem Urteil werden die Verteidiger in Revision gehen und es geht darum das der Richter das Urteil so Rivisisons sicher wie möglich macht.PaterBrown schrieb:Es gibt noch einen ganz wesentlichen Aspekt der prozessualen Verlängerung.
Richter u Staatsanwalt sind bestrebt das "Ding" revisionssicher zu machen.
Das nämlich. Weniger ist mehr, was interessiert die EB wer, wann mit wem sex gehabt hat und wann jemand was trinkt in den Zusammenhang.Boho schrieb:Nächster Kapitalfehler eines Täters - immer mehr preisgeben, als man muss. Dieses zwanghafte Redebedürfnis, Dinge zu erklären, die eigentlich gar nicht erklärt werden müssen.
Fabian soll versucht haben Gina H. und seinen Vater gegeneinander auszuspielen, Fabian wollte seinen Vater für sich allein habenQuelle:https://www.ostseewelle.de/nachrichten/Live-Ticker-Fall-Fabian-id1655266.html
Nur als Anmerkung: Die Sicherungsverwahrung macht bei lebenslanger Freiheitsstrafe an der Haftdauer keinen Unterschied. Die lebenslange Freiheitsstrafe wird solange vollstreckt, wie es die Schuld oder weitere Gefährlichkeit, bzw. Wiederholungsgefahr des Verurteilten gbietet. Fallen die Gefährlichkeit oder Wiederholungsgefahr für die Strafvollstreckung weg, sind sie automatisch für die Sicherungsverwahrung auch weggefallen. Der Hauptunterschied ist bei lebenslanger Freiheitsstrafe mit angeordneter Sicherungsverwahrung ggü. ohne, dass bei Entlassung auf Bewährung Auflagen der Maßregel möglich sind, engmaschigere Überwachung und längere Zeit. Ebenso können durch die angeordnete Maßregel schon während der Strafhaft weitergehende Behandlungs- und HIlfemöglichkeiten erfolgen.Tiergarten schrieb:Aber das müsste ja sogar für Sicherungsverwahrung sprechen
Das ist der Punkt den niemand beachtet: Sie hat ja erklärt warum sie dort gesichtet war, also, dass sie bzw. ihr Fahrzeug es waren, somit ist das ganze Manöver mit den anderen Fahrzeugen eigentlich komplett hinfällig gewesen. Nach den gezeigten BIldern ja sowieso.Boho schrieb:Wenn GH behauptet, sie war bei der Bank, um die Anwesenheit ihres PKW zu erklären - dann muss nicht die Staatsanwalt für sämtliche gleichfarbigen PKW in X km Umkreis darlegen, dass diese es nicht waren.
Denen ist klar, es braucht nur eine einzige Frage des Vorsitzenden ist die vier Stunden von gestern sind komplett obsolet.Deus_Ex_Machin schrieb:
Gina H. ist heute nicht in der Lage, Fragen des Gerichts zu beantworten, ob sich das noch ändert ist aktuell noch unklar, ihre Anwälte beründen das damit, dass sie sich nicht sicher sind, ob die Angeklagte eine Befragung durchstehtQuelle: https://www.ostseewelle.de/nachrichten/Live-Ticker-Fall-Fabian-id1655266.html
Die Ärmste! Drücken wir ihr die Daumen, dass sie das alles durchsteht!
Wenn sie redet oder Fragen beantwortet, bringt sie das nur selber zu Schlachtbank. Die Widersprüche mit und in der Einlassung reichen da schon. Bezeichnend aber, dass Ohm von einer ganz düsteren Prognose ausgeht, 30 Jahre Haft. Der Bundesdurchschnitt liegt laut Studie um die 22 Jahre, separat in manchen Bundesländern im Schnitt bei 24,5 Jahren für lebenslang.Foxie123 schrieb:Irgendwie nicht sehr sinnstiftend.
Sie könnte 30 Jahre in Haft gehen.. also redet man lieber nicht mehr...
Es kommt so vor, als ob für die Verteidigung der Prozess erst nachd er Sommerpause losging.PaterBrown schrieb:Warum konnte die Beantragung eines erneuten Gutachtens der Rechtsmedizin nicht schon vor Wochen gestellt werden ?
Für mich sind wir jetzt im Bereich der klassischen Prozessverschleppung.
Tja, die Aussage des Vorsitzenden, wenn die Angeklagte keine Fragen beantwortet, so die Kammer nicht allen ihren Aussagen glauben schenken könne, hat dann doch an ihr gerüttelt, dass die Kammer ihr eben nicht glaubt, nur weil sie was sagt. Sie kam ja bislang im Leben damit durch, dass die Leute ihre alles abgekauft haben.wobel schrieb:Das glaube ich jetzt ausnahmsweise wirklich - also dass ihr jetzt erst klargeworden ist, was da eigentlich auf dem Spiel steht.
Eine gewisse "Panikstarre" kann ich da schon nachvollziehen.
Zuvor hat sie wohl geglaubt, dass man ihr das alles erstmal beweisen müsse und die Indizien nicht ausreichen...
Es ist nur relevant beim Umgang der EB mit dem Tatverdächtigen. Solange sie ihn nicht befragen, müssen sie ihm und schon gar nicht der Öffentlichkeit mitteilen, dass er als Tatverdächtiger geführt wird.Nev82 schrieb:Für die Öffentlichkeit wurde sie aber noch relativ lange nur als Zeugin geführt
Es war Bereitschaftspolizei dabei. Der Polizist der sich um die Angeklagte und Zeugin Heike kümmerte, war ein Beamter der Bereitschaftspolizei MV. Die fahren, sofern es nicht der Hunterschaftsführer ist, in Halbgruppenkraftwagen, umgangsprachlich Polizeitransporter.Suppengespenst schrieb:Ist das nur unglücklich ausgedrückt von den Journalisten?
War das wirklich schon ein Transporter?
Nicht dein ernst. Also gibt er ein noch schlimmeres Bild ab, als bisher gedacht.jeangreen schrieb:Das Witzige ist ja: Anwalt Ohm hat ja Ginas Einlassung selbst geschrieben anhand ihrer Notizen.
Genau, so eine Verlängerung sagt nichts darüber aus, ob der Kammer noch Beweise oder Indizien zur Schuld fehlen. Sondern man kommt damit dem Öffentlichkeitsgrundsatz nach, und klärt umfassend auf, und vermeidet Revisionsgründe, dass man Sachen nicht erörter oder eingeführt hat.PaterBrown schrieb:Es gibt noch einen ganz wesentlichen Aspekt der prozessualen Verlängerung.
Richter u Staatsanwalt sind bestrebt das "Ding" revisionssicher zu machen.
Ja sie verraten sich immer selbst. In dem Falle verrät sie sich von ganz alleine. Man muss, wenn man nicht der Täter ist, Sachen erklären. Ist ja ein kriminalistischer Grundsatz: Wer zuviel redet, wer zuviele Erklärungen oder gar Alibibeweise (z.B. Tank- oder Supermarktquittung) atypisch für sich oder der Durchschnittsbevölkerung aufhebt und auf Kommando vorzeigt, macht sich verdächtig. Deswegen will man sie auch keine Fragen beantworten lassen. Es reicht eine Frage und sie redet sich weiter um Kopf und Kragen.Boho schrieb:Nächster Kapitalfehler eines Täters - immer mehr preisgeben, als man muss. Dieses zwanghafte Redebedürfnis, Dinge zu erklären, die eigentlich gar nicht erklärt werden müssen.
Was ich persönlich eh für Wunschdenken halte. Das machen Kinder in dem Alter nicht, wenn beide Elternteile präsent sind.Boho schrieb:welches sie Mama nannte
Sie spricht ausführlich über ihre Kindheit, ihre psychischen Probleme und frühere Gewalterfahrungen.Quelle: https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c
Unter anderem berichtet sie von einem Aufenthalt in der Psychiatrie und schildert ihren Ex-Partner als gewalttätig. Die Fragen zum eigentlichen Fall geraten in dieser Phase der Vernehmung zunächst in den Hintergrund.