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Der Yogtze-Fall

9.850 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungeklärt + 3 weitere

Der Yogtze-Fall

02.10.2020 um 22:55
Vorneweg: Ein Unfall ist natürlich im Bereich des Möglichen - aber nicht nur ein Unfall, meine ich.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:daß Stoll nackt, und blutend auf dem Beifahrersitz natürlich entsprechende Spuren hinterlassen hat.
Je nun, da wird ein Irrer sich wohl beim Unfall verletzt und auf dem Beifahrersitz ausgeruht haben, bevor er sich suizidiert hat.
Zitat von duvalduval schrieb:angenommen zB 30 Kilometer pro Stunde eine geringe Aufprallgeschwindigkeit, auch bei einem solch geringen Tempo könne es tödlich sein.
Angenommen, man plant einen Mord und man weiß, wo man hinfährt und den Baum findet, der die Fahrt wie einen Unfall aussehen lässt - dann nimmt man als gering geachtete Risiken in Kauf.
Eventuell verschätzt man sich - oder auch nicht.


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Der Yogtze-Fall

03.10.2020 um 03:31
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:beschäftigt
Ja, wohl Pfusch bei den Gerichtsmedizinern
Der Mörder schoss ihm während der Fahrt ins Genick und das bei 60 kmH, der Wagen kam von der Strasse ab und knallte gegen einen Baum.

Der Täter war im Fahrzeug und verschwand, ich meinte das Risiko selbst beim Unfall getötet zu werden ging er ein.


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Der Yogtze-Fall

03.10.2020 um 03:34
Zitat von Loewe78Loewe78 schrieb:Eventuell verschätzt man sich - oder auch nicht.
volles Risiko? Denkbar aber für mich zumindest eher unwarscheinlich.


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03.10.2020 um 22:02
Zitat von duvalduval schrieb:Der Täter war im Fahrzeug und verschwand, ich meinte das Risiko selbst beim Unfall getötet zu werden ging er ein.
Die Fahrt gegen einen großen Baum mit 60+ km/h ist riskant. In diesem Fall also wirklich volles Risiko - oder eine Art "Pulp Fiction"-Moment? Ich meine die Szene, wo ein Schlagloch zur Abgabe eines Schusses führt...
Zitat von duvalduval schrieb:volles Risiko?
Um das einschätzen zu können, müsste der Weg durch das Gebüsch bekannt sein. Bislang sah ich lediglich den Anfang der Spur und das Resultat, ein in der Böschung festgefahrenes Fahrzeug.


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03.10.2020 um 22:15
und von Bremsspuren ist nichts derartiges bekannt geworden dann wirklich volles Risiko nach dieser Theorie.


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16.10.2020 um 00:24
So, da möchte ich mich hier mal mit einklinken und meine Theorie zur Diskussion stellen.

Unstrittig ist, das Stoll vor seinem Tod mehrmals in Holland war, und dort Kontakte mit Leuten aus dem Drogenmilieu hatte. Nachdem er seine Ausbildung zum Lebensmitteltechniker nicht abschließen konnte, und die Bäckerei seines Vaters nicht mehr existierte, suchte er nach anderen Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Vermutlich war er sich für Gelegenheitsjobs zu schade, darüber ist zumindest nichts bekannt.

Darauf gründet folgende Theorie:

Stoll wurde angeworben oder stellte seine Fähigkeiten (als Lebensmitteltechniker) für das Herstellen von synthetischen Drogen in Aussicht.
Für die Herstellung als solches, oder für eine "Anlage" zur Herstellung von Drogen. Es ist nicht unüblich, das beim Transport von Drogen diese in unverdächtigeren Stoffen beigemischt werden, zum Verkauf/Konsum dann aber wieder "Destilliert" werden müssen.
Unter umständen ist der ominöse Zettel auch ein Teil einer (verunglückten) Formel für ein solches Verfahren.

Auf sowas in der Art will ich hinaus:
Vor 1980 wurde Methamphetamin oft auf erstgenanntem Herstellungsweg aus Phenylaceton synthetisiert, wobei vor allem die Rockergruppe Hells Angels in den 1960ern auf diese Weise große Mengen produzierte. Heute unterliegt Phenylaceton strenger Überwachung (z. B. in Deutschland dem Grundstoffüberwachungsgesetz), weshalb dieser Syntheseweg eher selten geworden ist. Die Reduktion von Ephedrin bzw. Pseudoephedrin ist seit Anfang der Achtziger wahrscheinlich am verbreitetsten.[2] Ephedrin oder Pseudoephedrin wird entweder aus frei erhältlichen Schnupfenmitteln, durch verschiedene Stufen organischer Lösungsmittel, extrahiert oder stammt vom osteuropäischen Schwarzmarkt.[64] Beim Extrahieren entsteht das reine Isomer (S)-Pseudoephedrin. Anschließend wird es durch die Reduktion z. B. mit Iod und rotem Phosphor, zum (S)-N-Methylmethamphetamin umgesetzt.[65]
Quelle: Wikipedia: Methamphetamin

An irgendeiner Stelle kam es darüber zwischen ihm und seinen "Auftraggebern" zum Streit. Möglicherweise konnte er auch zugesagtes nicht leisten(den Mund zu voll genommen).
Fest steht jedenfalls, das er zumindest zeitweise überwacht wurde, und das ihm schon klar war, was ihm "blühen" würde.
Nicht umsonst lautet seine Aussage, das etwas schreckliches Passieren würde.
Da gehe ich von einem Ultimatum aus, welches ihm nicht erst in dieser Nacht gesetzt wurde.

Seine Peiniger gingen zumindest am Anfang planvoll vor.
Sie passten ihn ab und zwangen ihn sich seiner Kleidung zu entledigen. Entweder um ihn zu zusätzlich zu erniedrigen, oder die Täter befürchteten, das Anhaftungen auf der Kleidung Rückschlüsse auf sie zulassen würden.
Das Stoll die Nacht nicht überlebt, ist meiner Meinung nach von Anfang an geplant gewesen.

Das (langsame) Überrollen mit einem Fahrzeug ist eine zugegebenermaßen ausgefallene Art jemanden zu quälen/umzubringen, aber das steht nun mal fest.
Ich halte es für wahrscheinlich, das ein Täter, schon kurz nachdem man sich Stolls bemächtigte, damit betraut wurde eine Unfallstelle herzurichten, um sich dann Stolls Leichnam zu entledigen.
Mangels Brems und Schleuderspuren an der Unfallstelle, behaupte ich, das der Wagen Stolls kontrolliert mit relativ geringer Geschwindigkeit dort hineingefahren wurde. (Kein Aufsetzen des Wagens im Seitengraben, mäßige Beschädigungen, vermutlich sogar noch eingeschränkt fahrtauglich.)

Dann wird es aus meiner Sicht etwas konfus.

Entweder sah der Plan vor, den Wagen Stolls noch weiter von der Autobahn wegzufahren, (er fuhr sich jedoch zu zeitig fest) oder der Täter unterschätzte die Reichweite des (Fern)lichts eines LKWs.
Möglicherweise war dieser noch mit Zusatz(fern)scheinwerfern ausgestattet.

Stoll ist von den anderen Tätern an die "Unfallstelle" gebracht worden (er war verdreckt und voller Laub) und sollte dann in "Ruhe" möglichst plausibel in seinem Fahrzeug als Unfallopfer hin drapiert werden (wieder angekleidet auf dem Fahrersitz etc.).
Hat ja auch so für den ersten Moment der Unfallaufnahme funktioniert. Der "Unfallort" wurde erst später als Tatort behandelt.
Dafür spricht das sich seine Kleidung im Auto befand, seine Schuhe ordentlich(!) und sauber im Fahrerfußraum standen und der Zündschlüssel auf der Heckablage gefunden wurde.

Das die beiden LKW Fahrer die Unfallstelle so schnell bemerkten, war bestimmt nicht so geplant, das Stoll noch (wenn auch nur gerade so) lebte, wahrscheinlich auch nicht. Wobei hier im Forum irgendwo stand, das der Motor von Stolls Golf beim Auffinden schon kalt gewesen sein soll.
Wenn es also der Täter geschafft hätte, den Golf meinetwegen noch 20 Meter weiter zu fahren, wäre er eventuell erst bei Tageslicht gefunden worden, vielleicht auch erst Tage später.

Die "Unfallstelle" scheint mir nicht zufällig gewählt worden zu sein.
Die Fahrzeuge im Zusammenhang mit Stolls Observierung wiesen ein Hagener Kennzeichen auf. Die Täter haben sehr wahrscheinlich einen Bezug zu Hagen, möglicherweise sogar zu dem Gewerbegebiet in der Nähe des "Unfallortes".
Die Nähe zum Ruhrgebiet ist mit Hinblick auf den Absatz von Drogen mit Sicherheit kein Standortnachteil.


Was haltet ihr davon?


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16.10.2020 um 12:37
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Was haltet ihr davon?
Wenig, weil:
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:sich seine Kleidung im Auto befand, seine Schuhe ordentlich(!) und sauber im Fahrerfußraum
Ist meines Wissens nach nicht gesichert, es gibt unterschiedliche Angaben zur Kleidung,

und
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:der Zündschlüssel auf der Heckablage gefunden wurde.
Das macht in deinem Szenario meines Erachtens nach gar keinen Sinn. Der Schlüssel muss im Zündschloss gewesen sein, um den Wagen in die Böschung zu fahren, und wenn es wie ein Unfall aussehen soll, muss er da beim Auffinden auch sein. Was soll er zwischendurch auf der Hutablage?
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Stoll ist von den anderen Tätern an die "Unfallstelle" gebracht worden (er war verdreckt und voller Laub) und sollte dann in "Ruhe" möglichst plausibel in seinem Fahrzeug als Unfallopfer hin drapiert werden (wieder angekleidet auf dem Fahrersitz etc.).
Saubere Kleidung über den schmutzigen nackten Körper zu ziehen, damit fällt selbst dem unbedarftesten Ersthelfer auf, dass da was nicht zusammenpasst. Das wäre noch auffälliger, als ihn einfach nackt und dreckig und verwirrt im Auto sitzen zu lassen.
Darüber hinaus konnte man ihn mit der Armverletzung schlicht nicht „plausibel“ auf den Fahrersitz drapieren, er wäre nicht mehr in der Lage gewesen, mit der Rechten die Gangschaltung zu bedienen. Auch wäre offensichtlich gewesen, dass die Verletzung wohl kaum von dem „Unfall“ an der Böschung stammen kann.

Alles in allem enthält deine Theorie einen oder mehrere Täter, die einen ziemlich kruden und schlecht durchdachten Plan entwickelt haben müssten. Wäre Stolls Tod wirklich geplant gewesen, wäre es einfacher gewesen, ihn mitsamt seinem Auto von irgendeiner Talbrücke fallen zu lassen.


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16.10.2020 um 13:17
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:MettMax schrieb:
sich seine Kleidung im Auto befand, seine Schuhe ordentlich(!) und sauber im Fahrerfußraum
Ist meines Wissens nach nicht gesichert, es gibt unterschiedliche Angaben zur Kleidung
Dazu existiert ein Foto. Bild 28 in der Fotoübersicht.
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Was soll er zwischendurch auf der Hutablage?
Das kann ich auch nicht sagen. Angesichts dessen scheidet ein tatsächlicher Unfall aber erst recht aus.
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Auch wäre offensichtlich gewesen, dass die Verletzung wohl kaum von dem „Unfall“ an der Böschung stammen kann.
Das ist bei den Verletzungen durch das Überrollen genauso der Fall.
Zitat von IlvarethIlvareth schrieb:Wäre Stolls Tod wirklich geplant gewesen, wäre es einfacher gewesen, ihn mitsamt seinem Auto von irgendeiner Talbrücke fallen zu lassen.
Das glaube ich nicht. Selbst Anfang der 80iger Jahre waren Brücken schon mit Leitplanken o.ä. gesichert, im Gegensatz zu vielen anderen Gefahrenstellen. Das hätte es schwieriger für die Täter gemacht.


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16.10.2020 um 16:14
@MettMax

Da ich auch einen Zusammenhang zwischen Stolls Hollandfahrten und seinem Tod vermute, klingt deine Theorie für mich sehr gut.

Alternativ könnte er bei einem Drogendeal Geld schuldig geblieben sein oder er wurde beauftragt eine Zeit lang eine Hanfplantage zu betreuen, damit der Besitzer der Plantage mal in den Urlaub gehen konnte. Wenn er dann die Plantage an die Wand gefahren hätte...

Letzteres wurde mir in Holland schon angeboten, ist kein Hirngespinst.


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16.10.2020 um 21:23
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Die "Unfallstelle" scheint mir nicht zufällig gewählt worden zu sein.
Deiner Theorie nach planmäßig durchgeführt.

Dann hätte man ihn doch viel einfacher verschwinden lassen können.


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16.10.2020 um 21:51
Zitat von duvalduval schrieb:Dann hätte man ihn doch viel einfacher verschwinden lassen können.
Dem stimme ich zu.

Aber ich vertrete die Annahme, das an Stoll ein Exempel statuiert wurde.
Ich halte es für möglich, das das Überrollen des nackten Stoll mit einem Fahrzeug vor Zeugen (anderen potenziell Abtrünnigen) stattfand.
Nur um möglichst ein für allemal klarzustellen, mit wem man sich anlegt und zu was man fähig ist.

Ihn nur aus dem Weg zu schaffen, wäre mit anderen mitteln in der Tat viel einfacher und effektiver gewesen, bietet aber nicht das Maß an Abschreckung.


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17.10.2020 um 01:08
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Aber ich vertrete die Annahme, das an Stoll ein Exempel statuiert wurde.
Ich halte es für möglich, das das Überrollen des nackten Stoll mit einem Fahrzeug vor Zeugen (anderen potenziell Abtrünnigen) stattfand.
Nur um möglichst ein für allemal klarzustellen, mit wem man sich anlegt und zu was man fähig ist.
Aber dann gäbe es doch potentiell noch mehr Menschen, die endlich mal den Mund auf kriegen sollten....
Die hätten nix zu befürchten, wenn sie nicht direkt beteiligt waren. Außer Mord ist alles verjährt.

Ich gehe schon ein bisschen konform mit deiner These, da ich mir das recht gut vorstellen kann..., es bleibt nur halt für mich das Problem mit den Zeiten, in denen Stoll weder mit noch ohne Golf gesehen wurde, in denen er irgendwas gemacht haben muss...
Was? Was passierte in den fast 2 Stunden bis zu Frau Hellfritz und was passierte danach bis zum Auffinden? Wenn da noch mehr Leute als die 4 "Nichtfreunde" involviert waren, warum hat das 1. niemand bemerkt und 2. warum meldete sich nie jemand, der evtl. involviert war von denen? Ein 08/15 Kleindealer hätte nix zu befürchten gehabt, hätte er sich ein Jahr später gemeldet. Da wäre das, was er damals tat sogar noch sehr nützlich gewesen um an die "Connection" ran zu kommen. Er hätte als Kronzeuge mildernde Umstände gehabt und wäre vielleicht sogar mit Bewährung davon gekommen.
Nee, das passt alles nicht wirklich.


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17.10.2020 um 01:21
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Aber dann gäbe es doch potentiell noch mehr Menschen, die endlich mal den Mund auf kriegen sollten....
Möglich. Vielleicht leben sie nicht mehr, oder die Einschüchterung zeigt noch immer Wirkung.
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Was passierte in den fast 2 Stunden bis zu Frau Hellfritz
Denkbar wäre hier, das Stoll hier von seinen späteren Peinigern schon konkret etwas angedroht wurde. Er sprach bei der alten Dame schon von "heute Nacht passiert etwas fürchterliches".
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:und was passierte danach bis zum Auffinden
Da bleibt schon relativ wenig Zeit. Allein um das Fahrzeug an die spätere "Unfallstelle" zu verbringen rechne ich mit einer reichlichen Stunde. Oder ist das nicht zu schaffen?


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Der Yogtze-Fall

17.10.2020 um 04:26
@MettMax
Da passt nichts zusammen bei Deiner Theorie. Teilweise sind einige Annahmen völlig abwegig und zum Teil auch schon widerlegt.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:nstrittig ist, das Stoll vor seinem Tod mehrmals in Holland war, und dort Kontakte mit Leuten aus dem Drogenmilieu hatte.
Genau dies wurde in der nachfolgenden Sendung widersprochen.
Die Spuren nach Holland haben sich zerschlagen, so wurde in xy verlautbart.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Stoll wurde angeworben oder stellte seine Fähigkeiten (als Lebensmitteltechniker) für das Herstellen von synthetischen Drogen in Aussicht.
1. Gab es seinerzeit kaum synthetische Drogen. Die kamen erst später in Mode
2. Ist das eine Annahme, für die es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Z.B. ein größeres Labor, das man dazu dringend benötigt.
3. Der Mann war kein Chemiker, sondern gescheiterter Lebensmitteltechnikstudent.
Haltlose Spekulation ohne die geringsten Spuren in diese Richtung
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:or 1980 wurde Methamphetamin oft auf erstgenanntem Herstellungsweg aus Phenylaceton synthetisiert, wobei vor allem die Rockergruppe Hells Angels in den 1960ern auf diese Weise große Mengen produzierte
Ja und?
Jetzt waren es die Hells Angels?
Die wären nicht so dilletantisch und dumm vorgegangen und es wäre auch bereits geklärt.
Die Szene ist mit V Leuten durchsetzt, so das dies nie geheim geblieben wäre.
Hells Angels wurden nirgendwo gesehen
Wilde Spekulation ohne jegliche Spuren in die Richtung
( Vielleicht war er ja auch Agent des KGB. Dafür gibt es genauso viel Anhaltspunkte, nämlich keine (Ironie aus) )
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Fest steht jedenfalls, das er zumindest zeitweise überwacht wurde, und das ihm schon klar war, was ihm "blühen" würde.
Das steht überhaupt nicht fest, ganz im Gegenteil. Es wurde in über 30 Jahren keinerlei reale Bedrohung ermittelt.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Das (langsame) Überrollen mit einem Fahrzeug ist eine zugegebenermaßen ausgefallene Art jemanden zu quälen/umzubringen, aber das steht nun mal fest.
Kann man so aber nicht mit Sicherheit behaupten
Keiner kennt die Hintergründe des Überrollens , bis heute.
Da kann man nicht eine von mehreren möglichen Optionen als gesichert hier hinstellen.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:toll ist von den anderen Tätern an die "Unfallstelle" gebracht worden (er war verdreckt und voller Laub) und sollte dann in "Ruhe" möglichst plausibel in seinem Fahrzeug als Unfallopfer hin drapiert werden (wieder angekleidet auf dem Fahrersitz etc.).
Blödsinniges Verhalten, weil Stoll inzwischen genügend Spuren auf dem Beifahrersitz hinterlassen haben muß. Und das Überrollen ohne Kleidung, das steht fest, weil eben die Kleidung ansonsten auch entsprechende Spuren aufweisen müssten.
Wenn man das vor gehabt hätte, hätte man ihn logischerweise angezogen überrollt.
Ansonsten wäre der Plan von vornherein als gescheitert zu beurteilen gewesen.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:er "Unfallort" wurde erst später als Tatort behandelt.
Das Überrollen fand eben nicht an der Unfallstelle statt, so xy.
Nach dem "Tatort" wurde ja explizit gesucht in xy.
Man hat bis heute keine Ahnung, wo das Überrollen statt fand.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Wenn es also der Täter geschafft hätte, den Golf meinetwegen noch 20 Meter weiter zu fahren, wäre er eventuell erst bei Tageslicht gefunden worden, vielleicht auch erst Tage später.
Das Fahrzeug schleuderte die Böschung hoch, rasierte mehrere Stäucher und Bäume ab und blieb schließlich quer zur Fahrbahn stehen.
Das sind die Fakten und das spricht für ein ungewolltes Abkommen.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:euge im Zusammenhang mit Stolls Observierung wiesen ein Hagener Kennzeichen auf.
Das stimmt so nicht.
Autos mit Hagener Kennzeichen wurden von einer Frau im Dorf bei Stoll zu Hause parkend gesehen.
Da dies nirgenswo offiziell erwähnt wurde, außer bei der Befragung einer Nachbarin durch Journalisten 30 Jahre später, gehe ich davon aus, daß dies längst geklärt ist, von wem Stoll da Besuch bekam.
Zu 99% war das sicherlich total harmloser Besuch, denke ich.
Ansonsten hätte man wohl auch nicht dierekt im Dorf vor Stolls Tür geparkt.
In xy und auch sonst nirgendwo wurde nach der Beobachtung entsprechender Fahrzeuge gefragt,
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Ilvareth schrieb:
Was soll er zwischendurch auf der Hutablage?
Das kann ich auch nicht sagen. Angesichts dessen scheidet ein tatsächlicher Unfall aber erst recht aus.
Warum?
Der Fahrer hat nach dem Unfall den Schlüssel abgezogen. Nicht mehr und nicht weniger.
Wahrscheinlich hatte er ihn instinktiv in der Hand und ihn einfach dort hingeworfen.
Ohne Zündschlüssel hätte der Wagen ja nicht gefahren werden können.

Eine neue Idee: Vielleicht hat Stoll in seinem Delirium den Schlüssel abgezogen, das Lenkradschloß ist eingerastet und der Wagen wurde unlenkbar.
Was dagegen spricht sind die Schleuderspuren auf der Grasnarbe, die nur dadurch zustande gekommen sein können, daß der Fahrer versucht hat den Wagen noch abzufangen
Zitat von duvalduval schrieb:Dann hätte man ihn doch viel einfacher verschwinden lassen können.
Das ist genau der Punkt. Man hätte alles das, was @MettMax hier als Tatablauf annimmt viel leichter haben können.
Von der Verletzung des Stoll bis zum Standort des Verbringens.
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Alternativ könnte er bei einem Drogendeal Geld schuldig geblieben sein oder er wurde beauftragt eine Zeit lang eine Hanfplantage zu betreuen, damit der Besitzer der Plantage mal in den Urlaub gehen konnte. Wenn er dann die Plantage an die Wand gefahren hätte...
Klar, Vielleicht hat er auch Schnaps gebrannt. Dafür gibt es genauso wenig Spuren wie eine Hanfplantage.


Also manche Leute haben eine Phantasie, unglaublich.
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Er sprach bei der alten Dame schon von "heute Nacht passiert etwas fürchterliches".
Das kann alles oder nichts bedeuten. Auch die Ankündigung eines Suizides


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17.10.2020 um 04:54
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das kann alles oder nichts bedeuten. Auch die Ankündigung eines Suizides
Nein, das würde kein potenzieller Selbstmörder so machen!
Musst bedenken, dass Frau Hellfritz keinerlei Handhabe hatte, ihn abzuhalten.
Man kann spekulieren... hätte, hätte Fahrradkette... sie ihn doch rein gelassen..., er hätte wohl diese Nacht überlebt...
Niemand, der sich umbringen will, sagt das "durch die Blume" jemanden, von dem er keine echte Hilfe in Form von Abhalten seines Vorhabens erwarten kann! Das sagt man Leuten, die entweder dadurch gestresst werden, weil evtl. mitschuldig (Ehepartner, enge Freunde) oder gar keinen Bezug zum potentiellen Selbstmörder haben (Psychiater, Ärzte allgemein), aber keiner Nachbarin der Eltern! In dem Fall wäre es ihm ein leichtes gewesen, seinen Eltern (und vorher schon seiner Frau), von seinen Suizidgedanken zu berichten.
Hat er aber nicht getan.


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17.10.2020 um 13:19
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:@MettMax
Da passt nichts zusammen bei Deiner Theorie. Teilweise sind einige Annahmen völlig abwegig und zum Teil auch schon widerlegt.
Wie geschrieben, eine Diskussionsgrundlage. Wie sähe denn deiner Meinung nach der Ablauf der Tat aus?
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die Spuren nach Holland haben sich zerschlagen, so wurde in xy verlautbart.
An der Stelle gebe ich mich dahingehend geschlagen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ja und?
Jetzt waren es die Hells Angels?
Das lässt sich nicht direkt so ableiten. Aber vielleicht befreundete oder eben rivalisierende Rocker. Der mögliche Berührungspunkt in einer seiner bevorzugten Kneipen ist belegbar. Siehe dazu:
Zitat von petersipetersi schrieb am 16.09.2016:Original anzeigen (0,2 MB)Hier ein Bericht aus den frühen Achtzigern
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Der Mann war kein Chemiker, sondern gescheiterter Lebensmitteltechnikstudent.
Macht nichts. Hier ein Auszug aus dem Berufsbild.
Fachkräfte für Lebensmitteltechnik (FaLet) stellen mit Hilfe von Maschinen, Apparaten und Anlagen aus Rohstoffen und Halbfabrikaten nach vorgegebenen Rezepturen in Unternehmen der Lebensmittelindustrie Lebensmittel her.
Quelle: Wikipedia: Fachkraft für Lebensmitteltechnik#:~:text=Fachkräfte für Lebensmitteltechnik (FaLet) stellen,Unternehmen d....
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die Szene ist mit V Leuten durchsetzt, so das dies nie geheim geblieben wäre.
Das gilt vielleicht für die Zeit ab etwa 2000 bis heute.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das Fahrzeug schleuderte die Böschung hoch, rasierte mehrere Stäucher und Bäume ab und blieb schließlich quer zur Fahrbahn stehen.
Das sind die Fakten und das spricht für ein ungewolltes Abkommen.
Es heißt in diesem Zeitungsatikel wörtlich: Im Licht seiner Scheinwerfer sah der Fahrer des vorderen Trucks plötzlich auf der abfallenden Böschung neben der Fahrbahn einen anscheinend "verunfallten" blauen Wagen.
Ergo bestanden also von Anfang an erhebliche Zweifel an einem tatsächlichen Unfall.
Siehe dazu:
Zitat von BernardBernard schrieb am 23.01.2012:Original anzeigen (0,3 MB)
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die wären nicht so dilletantisch und dumm vorgegangen und es wäre auch bereits geklärt.
Weil ein Aufnahmekriterium in dem "Club" ein höherer IQ ist?
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ist das eine Annahme, für die es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Z.B. ein größeres Labor, das man dazu dringend benötigt.
Nein. Siehe dazu exemplarisch die Hinterhof "Crystal - Küchen" in Tchechien
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Was dagegen spricht sind die Schleuderspuren auf der Grasnarbe
Wo findet sich ein Hinweis auf Schleuderspuren? Bitte um Quellenangabe.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Man hätte alles das, was @MettMax hier als Tatablauf annimmt viel leichter haben können.
Offensichtlich ging es ja um Erniedrigung und Qual. Nicht um einfaches "aus dem Weg räumen".
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Also manche Leute haben eine Phantasie, unglaublich.
Ohne die geht es natürlich nicht in einem Forum wie diesem.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Vielleicht war er ja auch Agent des KGB.
Nö. Stolls ableben hätte man in dem Fall schon eher so aussehen lassen wie bei Uwe Barschel oder Georgi Markow.


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17.10.2020 um 13:58
Auch wenn er in die Niederlanden des öfteren war konnte keine Verbindung zum Drogenmileu hergestellt werden.


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17.10.2020 um 14:03
@duval
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Die Spuren nach Holland haben sich zerschlagen, so wurde in xy verlautbart.
An der Stelle gebe ich mich dahingehend geschlagen.
Siehe oben. Diesen Hinweis habe ich übersehen.


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17.10.2020 um 14:27
Zitat von MettMaxMettMax schrieb:Es heißt in diesem Zeitungsatikel wörtlich: Im Licht seiner Scheinwerfer sah der Fahrer des vorderen Trucks plötzlich auf der abfallenden Böschung neben der Fahrbahn einen anscheinend "verunfallten" blauen Wagen.
Ergo bestanden also von Anfang an erhebliche Zweifel an einem tatsächlichen Unfall.
Nein, es bestand Anfangs überhaupt kein Zweifel an einem Unfall und der Wagen ist definitiv die Böschung rauf. Dazu gibt es Fotos.

Das man zuerst davon ausging, daß Stoll dort tödlich verunfallt ist, geht schon aus der Beschreibung im Unfallbericht hervor, der uns als Kopie hier vorliegt.
Erst dort wurde festgestellt, daß die tödlichen Verletzung eben nicht von jenem Unfall an der BAB stammen.

Über den Beruf des Lebensmitteltechnikers haben wir uns hier lang und breit ausgetauscht.
Das sind die Leute die in der Lebensmittelindustrie die Zutaten in großen Mengen vorgabegemäß zusammenrühren.

Nochmal: Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, daß Stoll ein Drogenlabor betrieb.
Wederfür ein Produktionslabor, noch für den Ankauf von benötigten Rohmaterial wurde nur im geringsten eine Spur gefunden.
Weder Abnehmer noch Anlieferer wurden dazu ermittelt

Genauso wenig Anhaltspunkte für diese These wie für die, daß er bei der CIA gewesen sein könnte oder illegaler Schnapsbrenner war.
Wildeste Spekulation.

@MettMax
Ohne Phantasie geht es nicht hier im Forum, da geb ich Dir völlig Recht.
Aber manchmal geht diese Phantasie hier mit einigen durch.
Man sollte die Thesen schon auf eine gewisse Logik hin überprüfen, oder zumindest vage Anhaltspunkte haben.

Einfach mal eine Ideen bis zu Ende denken und sich auch mal fragen, ob manche Annahmen nicht dem gesunden Menschenverstand widersprechen.
(So wie etwa den Ort des Unfalles bewußt gewählt zu haben, wenn es hundert bessere Stellen im Umkreis von 10km gegeben hat, bei denen man sich auch nicht in unkalkulierbare Lebensgefahr und Entdeckungsgefahr hätte begeben müssen)


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Der Yogtze-Fall

17.10.2020 um 14:45
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Nein, das würde kein potenzieller Selbstmörder so machen!
Musst bedenken, dass Frau Hellfritz keinerlei Handhabe hatte, ihn abzuhalten.
Ein entfernter Bekannter hat spätnachts auch den dörflichen Pfarrer aufgesucht, der ihn auch das erste Mal den Suizid wieder ausreden konnte.
Einige Nächte später ist er wieder zum Pfarrer, der ihm auch riet zu seiner Familie zu fahren.
Er aber ist in die Firma in der er arbeitete gefahren und dort vom 7. Stock gesprungen.

Da sehe ich Parallelen in der Vorgehensweise.
Insbesondere weil die Frau Hellwitz als gläubig (seelsorgerisch) beschrieben wurde

Ansonsten. was hätte er ihr mitteilen können?
Wie hätte ein Gespräch mit ihr die Gefahr " daß was ganz schlimmes passiert " abwenden können, wenn diese von Dritten ausging?


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