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Mord an Frauke Liebs

87.995 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 08:36
und wenn die plakate in der stadt gesehen wurden, wo frauke gesucht wurde, warum wurden dann nicht eltern oder schwester angerufen und zu denen gesagt ihr braucht mich nicht suchen ich bin heute abend zu hause ich bin in paderborn, ihr müsst euch keine sorgen machen. wenn es dem täter "nur" um beruhigung/tatzeitverschiebung ging?


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 09:01
@OR1
Zitat von OR1OR1 schrieb:frauke wusste ja nicht wie ernst er ihr fehlen am donnerstag schon nahm. sie hatte ihn da auch noch nicht mit christos angesprochen um auf die ernsthaftigkeit der situation aufmerksam zu machen
Verstehe ich nicht. Den ganzen Satz. SIE HAT ihn am Donnerstag mit Christos angesprochen.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 11:21
Zitat von OR1OR1 schrieb:und wenn die plakate in der stadt gesehen wurden, wo frauke gesucht wurde, warum wurden dann nicht eltern oder schwester angerufen und zu denen gesagt ihr braucht mich nicht suchen ich bin heute abend zu hause ich bin in paderborn, ihr müsst euch keine sorgen machen. wenn es dem täter "nur" um beruhigung/tatzeitverschiebung ging?
Ich plädiere schon die ganze Zeit dafür, dass die Anrufe nicht der Beruhgiung dienten. Zum einen deswegen, weil sie faktisch dieses Ziel nicht erreicht haben, zum anderen, weil man "Beruhigungsanrufe" ganz anders hätte aufziehen müssen, ähnlich z.B. wie du es beschreibst.

Was nun der wahre Grund für diese Anrufe war, will ich an dieser Stelle nicht beantworten, ich habe zwar eine Präferenz, aber auch die beantwortet nicht alle Fragen.

Das einzige, was ich mir noch im Zusammenhang "Beruhigung" vorstellen könnte: Der Täter war so extrem unempathisch und/oder naiv, dass er geglaubt hat, es reiche, eine benommen wirkende FL paar Sekunden am Telefon was stammeln zu lassen. Aber kein halbwegs normal gestrickter Mensch kann annehmen, dass solche Anrufe unter solchen Bedingungen ("weiß nicht/kann ich dir nicht sagen/frag nicht") irgendjemanden beruhigen können.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 12:02
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Das einzige, was ich mir noch im Zusammenhang "Beruhigung" vorstellen könnte: Der Täter war so extrem unempathisch und/oder naiv, dass er geglaubt hat, es reiche, eine benommen wirkende FL paar Sekunden am Telefon was stammeln zu lassen.
Es gibt solche Leute. Der Täter muss nicht unbedingt besonders helle sein. Ansonsten plädiere ich wie bereits mehrfach für ein Mischmotiv:

a) die erste SMS sollte wirklich beruhigen, wurde aber leider aus der "richtigen" Funkzelle abgesetzt, und jetzt musste Paderborn ins Spiel gebracht werden (sie sagt es ja auch irgendwo, sie sei in Paderborn)
b) es gab ihm einen Kick, jetzt auch noch das Umfeld schwitzen zu sehen (zu hören, um genau zu sein)


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 12:07
Zitat von pfiffipfiffi schrieb:a) die erste SMS sollte wirklich beruhigen, wurde aber leider aus der "richtigen" Funkzelle abgesetzt, und jetzt musste Paderborn ins Spiel gebracht werden (sie sagt es ja auch irgendwo, sie sei in Paderborn)
Meinen hier, glaub ich, einige und wirkt sehr plausibel.

b) ginge in Richtung "Psycho"/Sadist, was übrigens mein allererster Gedanke war, als ich zum ersten Mal von diesem Fall gehört hatte - dass der Täter das aus sadistischen Motiven tat; sei es, um FL zu quälen, sei es das Umfeld, sei es alle.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 15:00
Hallo allerseits,
ich bin neu angemeldet und schreibe meinen ersten Beitrag, Mit dem Fall Frauke Liebs beschäftige ich mich schon eine ganze Weile und habe hier auch viele Beiträge gelesen. Leider aber nicht alle, dafür sind es zu viele. Sollte ich also etwas schreiben, was hier schon erwähnt wurde, seht es mir bitte nach.
Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema operative Fallanalyse, oder wie es der Angelsachse ausdrücken würde: dem Profiling.
Ich habe versucht mich in den Täter hineinzuversetzen und die Tat, so wie sie hier und in Aktenzeichen XY dargestellt wird, zu rekapitulieren, aber es hakt extrem an der Tatsache, dass FL nach ihrem Verschwinden noch eine Woche gelebt haben soll.
Die Auffindesituation mit derselben Kleidung des Abends im Pub, die Ablage im Wald und vieles mehr deutet im Vergleich zu anderen Verbrechen dieser Art darauf hin, dass FL am Abend des Verschwindens getötet wurde.
Weiterhin spricht dafür, dass ein unglaublicher logistischer Aufwand nötig wäre, um FL eine Woche lang versteckt und gefangen gehalten zu lassen. Zudem ohne frische Kleidung. Alle Entführungsopfer bekamen von ihren Entführern frische Kleidung, wenn man sich die einschlägigen Berichte ansieht. Bei geplanten Entführungen wurden in den Verliesen umfangreiche Vorkehrungen mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Decken, Hygieneartikeln, usw. getroffen (siehe N. Kampusch, Oetker, Schlecker, Reemtsma, U. Herrmann,...).
Völlig wird der Rahmen aber dadurch gesprengt, dass FL in dieser Woche auch noch durch die Gegend gekarrt worden sein soll und dabei Anrufe mit ihrem Exfreund tätigen durfte/sollte.
Es wurde hier ja bereits die sog. "Fake Frauke"-Theorie aufgestellt, bei der eine andere junge Frau diese Anrufe tätigte. Um dieses Verbrechen jedoch durchführen zu können, brauchen wir diese "Fake Frauke" nicht. Es existiert und existierte auch 2006 eine große Auswahl an Voice-Morphing-Software. Oder auf Deutsch: Software, die die Stimme eines Menschen verändern kann.
Hier ein Beispiel:

http://de.kioskea.net/faq/1236-stimme-per-software-andern

Ich kann mich an einen befreundeten Nerd erinnern, der es sehr erhebend fand (Ende der 90er Jahre), bei mir mit gemorphter Darth-Vader-Stimme anzurufen. Ein anderes Mal hatte er die Stimme eines kleinen Kindes. In einem süddeutschen Radiosender macht ein Spaßvogel Scherzanrufe mit einer derart gemorphten Stimme und nennt sich "der kleine Nils".

Meine Theorie der Tat:

FL lernte über ihre Chataktivitäten einen Mann kennen, der sie interessierte und mit ihr schlussendlich ein Treffen vereinbarte. FL teilte dies aber keinem mit, möglicher Grund wäre, dass es sich um ein reines Sextreffen handeln sollte und es ihr zu peinlich/intim wäre, dies irgend jemand anderem mitzuteilen.
Der Ablauf des ganzen Abends am Tag des Schweden-England-Spieles lief auf dieses Treffen zu. FL war mit Mutter und Exfreund essen, diese brachten sie zum Pub und fuhren heim, sie war die beiden damit los. Im Pub schaute sie das Spiel, evtl. simste sie bereits mit ihrem Date und verabschiedete sich zeitig von ihren Freunden (kein Geld mehr, Akku leer, ich muss weg). Nun war die Bahn frei für ein geheimes Techtelmechtel mit dem Täter. Der Täter holte FL wahrscheinlich mit dem Auto ab. Mit Sicherheit verfügte der Täter über ein Auto, da dies zur Tatausübung zwingend notwendig war. Chris musste noch beruhigt werden, da er wartete, was durch die - meiner Meinung nach - freiwillige SMS erfolgte.
Nun bleibt ein Zeitfenster von knapp zwei Tagen, bis zum ersten Anruf bei Chris.
Zieht man Vergleiche zu anderen Verbrechen heran, so ist es am wahrscheinlichsten, dass FL bereits in der ersten Nacht getötet und am Auffindeort abgelegt wurde. Diese Vorgehensweise spräche auch für den klassischen Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebes. Leider waren hierzu keine näheren Spuren mehr zu sichern (oder? verschwiegen aus ermittlungstaktischen Gründen?)
Nun kommt die Voice-Morphing-Software übers Handy zum Einsatz. Der Täter ruft Chris zu den bekannten Zeitpunkten von verschiedenen Orten an und führt die verwirrenden Telefonate. Dafür ist nicht mehr als ein Laptop, das Handy und am besten ein Auto notwendig, da man dort ungestört mit Handy und Computer sitzen kann.
Dafür spricht zB, dass der Täter Chris mit Christos anspricht, was FL so nie getan hätte. Dh, der Täter wusste, dass FL mit einem Christos zusammenlebt, weiss aber nicht, wie er genannt wird.
Weiterhin spricht dafür, dass er ein anderes Sprechtempo als FL hat, was durch die Software auch nicht verändert wird. Und er flüstert fast, da man dann die Stimme nicht so gut erkennen kann.
Was zu überlegen wäre ist, ob der Täter erst nach der Tat am PC FLs Stimme "nachgebastelt" hat, oder ob er bereits mit ihr per Mikrofon gechattet hat und ihre Stimme aufgezeichnet hat. In letzterem Fall wäre das Morphen der Stimme deutlich einfacher, da es Softwarefunktionen dafür gibt.

Die Polizei vermutet, dass sie den Täter evtl. schon vernommen hat, nämlich als sie die Internetkontakte überprüft hat. Allerdings hatte wohl keiner dieser Kontakte die Möglichkeit, eine andere Person eine Woche lang gefangen zu halten. Setzt man nun voraus, dass dies gar nicht nötig war, sieht die Sache schon ganz anders aus und man muss diese Kontakte unter den neuen Gesichtspunkten überprüfen.
Insbesondere gilt es herauszufinden, ob vor dem Tattag von der IP-Adresse einer dieser Personen eine derartige Software heruntergeladen wurde. Da aufwändigere Programme dieser Art kostenpflichtig sind, wäre auch eine Überprüfung der Kreditkartendaten spannend.

Ich bin gespannt auf die Reaktionen


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:03
@humba

Das sind interessante Überlegungen (ich verfolge ja einen ähnlichen Ansatz), aber in deiner Theorie verstehe ich den Sinn der Aktion nicht ganz. Warum sollte der Täter Frauke noch virtuell am Leben lassen? Er brauchte ja in jedem Fall ein Alibi für die Zeit des Verschwindens, egal ob sie gleich oder erst später getötet wurde. Und dieses Alibi konnte er auch durch die Anrufe nicht erzeugen. Was wäre also deiner Meinung nach das Motiv für den ganzen Aufwand?


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:12
@humba

Sehr interessante Überlegung und zum ersten mal komme ich ins straucheln.

Eins ist mir aufgefallen, die Handykontakte im Pub, die wurden doch überprüft!!! Weil Du ja schriebst, evtl. ging es da um ein Treffen und mit Sicherheit, wurden genau diese Kontakte bis aufs kleinste Verhört und überprüft. Somit gewiss auch PC und Handy etc. Das finde ich das einzige was hinkt.

Ich frage mich gerade, ob die Polizei nicht genau so eine Variante ebenso überprüft hat. Vor allem, da die Polizei die ganzen Informationen hat, wir ja nur spärlich.

Ich denke schon!! Aber ich muss sagen, für mich hört sich das sehr schlüssig an und zum ersten mal könnte ich mir einen Tod von Frauke am ersten abend vorstellen.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:12
@nephilimfield

Das Motiv hierfür ist, genau das zu erreichen, was auch geschehen ist: die Ermittler werden getäuscht und der Täter ist nicht mehr zu identifizieren. Der Plan ist bis auf den heutigen Tag aufgegangen und allem Anschein nach kommt der Täter auch damit durch.
Grundsätzlich gilt bei Verbrechen: je mehr Zeit von der Tat bis zur Entdeckung verstreicht, desto schwieriger wird die Aufklärung.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:16
@humba

So ein perfekter Plan und dann so eine schlampige Leichenablage??? Passt für mich nicht zusammen!!

Warum hat er Sie nich vergraben?


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:19
@Schnaki
@humba
Zitat von SchnakiSchnaki schrieb:@humba

So ein perfekter Plan und dann so eine schlampige Leichenablage??? Passt für mich nicht zusammen!!

Warum hat er Sie nich vergraben?
Richtig. Warum dann an anderen Stellen so schlampig?
Und was ist mit dem " Ja ,... nein nein ..."
Sich selbst noch spuren in den Weg legen?


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:19
Zitat von humbahumba schrieb:Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema operative Fallanalyse, oder wie es der Angelsachse ausdrücken würde: dem Profiling.
Interessant. Auf welchem Niveau? Eine fundierte Ausbildung oder mehr in der Art "Ich bin Hobby-Hirnchirurg"?
Zitat von humbahumba schrieb:Weiterhin spricht dafür, dass ein unglaublicher logistischer Aufwand nötig wäre, um FL eine Woche lang versteckt und gefangen gehalten zu lassen.
Ob es einen Aufwand für jemanden darstellt oder nicht, hängt komplett von den Gegebenheiten ab. In einem Wohnsilo mit Wänden aus Pappe ist es ein größerer Aufwand als z.B. ein Alleinstehender mit einem freistehendem Haus auf der grünen Wiese. Kann man so pauschal also nicht sagen bzw. einen Aufwand unterstellen.
Zitat von humbahumba schrieb:die Tat, so wie sie hier und in Aktenzeichen XY dargestellt wird
Die XY-Filme spiegeln nicht immer und zu 100% die Realität; sie sind sicher gutes Infomaterial, aber man kann nicht Polizei oder Profiler spielen nur anhand der Filme (das nervt mich z.B. im Gabriele-Speth-Thread so, dass man sich über die arme Frau und ihren Mann das Maul zerreißt, obwohl man praktisch nix über deren Ehe weiß, aber man hat ja den XY-Film gesehen...)
Zitat von humbahumba schrieb:Bei geplanten Entführungen wurden in den Verliesen umfangreiche Vorkehrungen mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Decken, Hygieneartikeln, usw. getroffen (siehe N. Kampusch, Oetker, Schlecker, Reemtsma, U. Herrmann,...).
Kann, muss nicht geplant gewesen sein, können wir nicht mit Gewissheit sagen.
Richtig, üblicherweise werden Verliese irgendwie vorbereitet, aber vlt stellt der Täter eine Ausnahme dar.
Zitat von humbahumba schrieb:In einem süddeutschen Radiosender macht ein Spaßvogel Scherzanrufe mit einer derart gemorphten Stimme und nennt sich "der kleine Nils".
Diese Scheiß-Stimme ist gemorpht??!! Und ich hab mich immre gefragt, warum sich der alte Mann nicht etwas mehr Mühe gibt und seine Stimme nicht wenigstens etwas besser verstellt und jetzt erfahr ich, dass das nichtmal jemand war, der sich keine Mühe gibt, sondern da hat auch noch die Technik versagt??
Zitat von humbahumba schrieb:FL lernte über ihre Chataktivitäten einen Mann kennen, der sie interessierte und mit ihr schlussendlich ein Treffen vereinbarte. FL teilte dies aber keinem mit, möglicher Grund wäre, dass es sich um ein reines Sextreffen handeln sollte und es ihr zu peinlich/intim wäre, dies irgend jemand anderem mitzuteilen.
War FL denn so der "Sex-Typ"? Wenn nicht, bricht hier schon die ganze Theorie zusammen.
Zitat von humbahumba schrieb:Diese Vorgehensweise spräche auch für den klassischen Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebes.
Wenn die zwei freiwillig gepoppt haben sollten, hätte er sie doch nicht töten müssen. Oder meinst du statt Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebs nicht eher Mord aus Mordlust?
Zitat von humbahumba schrieb:Nun kommt die Voice-Morphing-Software übers Handy zum Einsatz.
Kann man denn damit jede beliebige Stimme generieren? Auch wenn die Originalstimme schon tot ist und man sie nicht zum Vergleich abstimmen kann?


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 16:55
Zitat von SchnakiSchnaki schrieb:Ich denke schon!! Aber ich muss sagen, für mich hört sich das sehr schlüssig an und zum ersten mal könnte ich mir einen Tod von Frauke am ersten abend vorstellen.
Wenn es technisch möglich ist, eine Stimme so gut zu generieren, dass Angehörige darauf reinfallen können, dann halt ich diese Variante zumindest wahrscheinlicher als Fake-Frauke.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 18:21
@humba
nicht schlecht der versuch, einige hier zu überzeugen.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 18:32
Also keine Fake Frauke sondern nur Fake Stimme!

Ich muss sagen, die Tatsache, dass Sie in Ihren Klamotten gefunden wurde, ist nach einer Woche Aufenthalt bei dem Täter wirklich ungewöhnlich! Das war schon immer ein Punkt der nicht gepasst hat! Was aber durch die Theorie FL starb noch am selben Abend erklärbar wäre!

Ein Täter mit einem Faible für Technik und Computer! ????

Wenn es wirklich mit einer Software so machbar wäre! Ok, da geh ich mit!

Bei dem Ja Nein Nein könnte er sich lediglich verhuddelt haben!

Bleibt noch offen, warum er bei dem Rückruf von dem Bruder an das Telefon ran ging! Vielleicht eine Form von Übermut? Hat ja alles so gut geklappt bis dahin!

Ich denke hier und da hinkt auch dieses Szenario noch aber ein neuer Ansatz ist es auf jeden Fall!!


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 18:55
@Schnaki
Wobei sich mir der Sinn immer noch nicht ganz erschließt... Was soll das bringen? Der Täter braucht für die Zeit, in der er durch die Gegend fährt, immer noch ein Alibi.
Warum hatte er überhaupt F's Handy bei sich? Wenn er sie am gleichen Abend umgebracht hat, hätte er das ausgeschaltete Handy mitsamt Tasche irgendwo entsorgen können, so wie es der "Durchschnittstäter" sonst auch tut.
Dieser Anrufzirkus wird mir dadurch nicht klarer.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 18:56
@humba
Zitat von humbahumba schrieb:Das Motiv hierfür ist, genau das zu erreichen, was auch geschehen ist: die Ermittler werden getäuscht und der Täter ist nicht mehr zu identifizieren.
Wenn es aber eine Internetbekanntschaft war, mit der Frauke noch dazu im Pub SMS austauschte, wird er wohl in den Focus der Ermittler geraten sein. Und ein Alibi für "Dienstag zwischen 23 und 24 Uhr" hat er nicht, da helfen auch die ganzen Anrufe nichts. Er kann also mit den Anrufen den vermeintlichen Todeszeitpunkt verschieben, aber nicht den Verschwindezeitraum. Und er kann natürlich für die Zeitpunkte der Anrufe auch kein Alibi vorweisen. Ich verstehe noch immer nicht, worin der Vorteil besteht gegenüber einfachem "Sich ruhig Verhalten".


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 19:05
Und überhaupt,wie praktisch wäre es denn für einen Täter wenn das Handy des Opfers eh schon aus ist. Das spielt doch eher in die Karten,wie wenn mögliche Anrufe/SMS eingehen könnten.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 19:37
Wenn das 2006 technisch in live-Zeit möglich gewesen ist, wäre das eine Möglichkeit.

http://apfeleimer.de/2013/09/voice-changer-stimme-veraendern-beim-telefonieren-iphone (Archiv-Version vom 09.09.2013)

Für Smartphones gibt es sowas.

Kann man (resp konnte man 2006) die Anwendung auch auf eine ganz spezielle Stimme (die man vorher natürlich abgehört haben müsste) trainieren, oder gab es 2006 lediglich solche Scherze wie "Stimme von Darth Vader" o.ä.? Spezialisten an die Front, ich weiß es nicht.


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Mord an Frauke Liebs

17.12.2013 um 19:38
Mit so zahlreichen Antworten habe ich gar nicht gerechnet. Vielen Dank für eure Kommentare zu meiner Theorie. Ich versuche mal zu antworten, am besten der Reihe nach:
@Schnaki
Zitat von SchnakiSchnaki schrieb:Ich frage mich gerade, ob die Polizei nicht genau so eine Variante ebenso überprüft hat. Vor allem, da die Polizei die ganzen Informationen hat, wir ja nur spärlich.
Ja schon, aber welcher Mörder lässt seinen Computer nach so einer Geschichte so wie er ist. Ich würde zumindest die Morphing-Software gründlich entfernen, vermutlich sogar die Festplatte zerstören (wobei das auch wieder Verdacht erregen kann). Fraglich ist, ob die Polizei tatsächlich auf diese spezielle Art von Software untersucht hat.
Zitat von SchnakiSchnaki schrieb:So ein perfekter Plan und dann so eine schlampige Leichenablage??? Passt für mich nicht zusammen!!

Warum hat er Sie nich vergraben?
Zur Zeit der WM 2006 war es in Deutschland sehr heiß und es hat seit Wochen nicht geregnet. Die Böden waren ausgetrocknet und hart. Hast du schon mal in einem solchen Boden gegraben? Es dauert Stunden, ein Loch zu graben, in dem man eine Leiche verschwinden lassen kann. Die Leiche einfach abzulegen dauert wenige Minuten, nur eine kurze Zeit, um dabei erwischt zu werden. Stundenlang im Wald zu graben, noch dazu in der Nacht ohne Licht und vielleicht auch gerade ohne Spaten? - schwierig. Wenn ich mir vorstelle, mit einer Leiche im Kofferraum stundenlang irgendwo zu graben...

@Malinka
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Und was ist mit dem " Ja ,... nein nein ..."
Sich selbst noch spuren in den Weg legen?
Damit lenkt er doch erst recht den Verdacht auf eine Entführung und ein gewaltsames Festhalten - und weg vom Mord. Das ist für den Täter doch von Vorteil.

@hallo-ho
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Interessant. Auf welchem Niveau? Eine fundierte Ausbildung oder mehr in der Art "Ich bin Hobby-Hirnchirurg"?
Natürlich hobbymäßig. Aber die einschlägigen Lehrbücher, die zB auf den Polizeihochschulen und in der forensischen Psychiatrie verwandt werden, habe ich teilweise gelesen. Ist spannender als Kriminalromane zu lesen.
Übrigens: es heißt nicht Hirnchirurg, sondern Neurochirurg.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Ob es einen Aufwand für jemanden darstellt oder nicht, hängt komplett von den Gegebenheiten ab. In einem Wohnsilo mit Wänden aus Pappe ist es ein größerer Aufwand als z.B. ein Alleinstehender mit einem freistehendem Haus auf der grünen Wiese. Kann man so pauschal also nicht sagen bzw. einen Aufwand unterstellen.
Du hältst es nicht für einen Aufwand, jemanden eine Woche der Freiheit zu berauben? Interessante These, kannst du das präzisieren? Schildere mir doch mal den genauen Tagesablauf, evtl. noch in Kombination mit einem geregelten Berufsleben, welches man ja braucht, um eben eine solche Immobilie zu unterhalten, wie du sie erwähnst.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Die XY-Filme spiegeln nicht immer und zu 100% die Realität; sie sind sicher gutes Infomaterial, aber man kann nicht Polizei oder Profiler spielen nur anhand der Filme (das nervt mich z.B. im Gabriele-Speth-Thread so, dass man sich über die arme Frau und ihren Mann das Maul zerreißt, obwohl man praktisch nix über deren Ehe weiß, aber man hat ja den XY-Film gesehen...)
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Kann, muss nicht geplant gewesen sein, können wir nicht mit Gewissheit sagen.
Richtig, üblicherweise werden Verliese irgendwie vorbereitet, aber vlt stellt der Täter eine Ausnahme dar.
Jetzt wird es noch abenteuerlicher! Du glaubst allen Ernstes, man könne eine erwachsene Person ungeplant eine Woche lang einsperren und sie zudem noch zwischendurch durch die Gegend kutschieren, um sie telefonieren zu lassen? Hallo-Ho?
Diese Scheiß-Stimme ist gemorpht??!! Und ich hab mich immre gefragt, warum sich der alte Mann nicht etwas mehr Mühe gibt und seine Stimme nicht wenigstens etwas besser verstellt und jetzt erfahr ich, dass das nichtmal jemand war, der sich keine Mühe gibt, sondern da hat auch noch die Technik versagt??
Ja ist sie. Es gibt aber bessere Programme, probiere doch mal aus, du wirst staunen! Entscheidend ist ja nicht, ob du den kleinen Nils erkennst oder nicht, sondern ob der Täter Chris und FLs Schwester täuschen konnte.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:War FL denn so der "Sex-Typ"? Wenn nicht, bricht hier schon die ganze Theorie zusammen.
Ob FL ein Sex-Typ war oder nicht, kann ich nicht sagen. Es ist ein Erklärungsmodell, warum sie niemandem von einem Treffen erzählt hat. Möglicherweise gibt es noch andere.
Fakt ist: in Internetchatrooms ist Sex und One Night Stands das Hauptthema. Melde dich doch mal mit einem Frauenprofil an, du wirst staunen...
Warum bricht denn die Theorie zusammen, wenn FL nicht der "Sex-Typ" war? Das muss du mir bitte genauer erklären. In meinen Augen spielt das für den Tatablauf nur eine untergeordnete Rolle.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Wenn die zwei freiwillig gepoppt haben sollten, hätte er sie doch nicht töten müssen. Oder meinst du statt Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebs nicht eher Mord aus Mordlust?
Die Mordlust wird sicher dazukommen. Aber es könnte auch sein, dass der Täter nicht der Person entsprach, für den er sich im Internet ausgegeben hatte und dann war die ganze Lust auf Seiten FLs dahin. Aber das ist Spekulation, jedoch lassen sich hier viele Erklärungsmodelle konstruieren, die alle zum selben Ergebnis führen.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:Kann man denn damit jede beliebige Stimme generieren? Auch wenn die Originalstimme schon tot ist und man sie nicht zum Vergleich abstimmen kann?
Ja, man kann jede beliebige Stimme generieren. Man kann sogar jemanden sprechen lassen (zB am Telefon, oder Chat) und die Software passt sich dieser Stimme dann an. Alternativ kann man aus vorgegebenen Stimmen auswählen und diese über verschiedene Einstellungen individualisieren. Natürlich muss man die zu imitierende Stimme kennen, sonst geht es natürlich nicht.

@zweiter

Warum denn überzeugen, ich habe meine These vorgestellt und würde sie gerne diskutieren.


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