Opti-Mist schrieb:Offenbar haben die Ermittler in Lüchow nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie weiter vorgehen wollen.
Hm, ich sehe dies genau entgegengesetzt. Hier wird ganz bewusst darauf hingewirkt, die ehemaligen Beschuldigten, die nun eben nicht mehr diesen Status und somit ein Aussageverweigerungsrecht haben, zu einer erneuten Befragung zu bewegen. Aus den Erkenntnissen, die man aus den letzten 25 Jahren gewonnen hat, kann man so nochmals gezielt bei diesen ansetzen.
Interessant finde ich, offensiv Medienvertreter in die Runde von ICCAP mit einzubeziehen. Bei den beiden gewählten Personen kann man sich sicher sein, dass sie nicht Informationen nach außen sickern lassen, die möglicherweise gerade aktuell geführte Ermittlungen gefährden könnten. Andererseits schafft man so die Möglichkeit, den Fall permanent in den Medien zu halten und somit den Druck auf den relevanten Personenkreis nicht abklingen zu lassen. Deren Verwandte, Freunde und Bekannte sind so gefühlt immer auf den aktuellen Stand und können zusätzlich durch nervige Nachfragen einen indirekten Druck, ohne dass die Ermittler tätig werden müssen, auf ehemalige Beschuldigte bzw. Tatverdächtige ausüben, insbesondere wenn eine dieser Personen die neue Aussageoption zieht und ein anderer eben nicht.
Opti-Mist schrieb:Auch die gesamten Beschreibungen waren sehr schwammig und offensichtlich um den tatsächlichen Kern herum. Man hatte immer den Eindruck, die Personen konzentrieren sich sehr stark darauf, nichts konkretes (versehentlich) auszusagen.
Ich glaube kaum, dass aktuelle Ermittlungsansätze oder geplante Vorgehensweisen in dem Podcast bzw. anderen Medien thematisiert werden. Es wäre wohl fatal auf diese Weise an einen Ermittlungserfolg zu glauben. Vielmehr konnte man heraushören, dass nur ein Bruchteil von dem, was in den Ermittlungsakten zu finden ist, auch tatsächlich an die Öffentlichkeit und somit den Weg in den ein oder anderen Podcast bzw. andere Medien gefunden hat.
Opti-Mist schrieb:Scheint so, als sei man von der Lösung des Falls immer noch weit entfernt.
Heribert schrieb:Nach 25 Jahren hat man rech wenig greifbares- ich hoffe immer noch darauf, das einer der genannten Personen mehr sagt als er weiß
Auch hier sehe ich die Sache etwas anders. Seit 2018 sind alle Personen, die für die Tat verantwortlich sein können, namentlich bekannt. Gleiches gilt auch für deren Umfeld, sprich Familie und Freundeskreis. Entscheidend ist es nun, eben mögliche Falschaussagen, speziell von den Personen, die tatsächlich nichts mit der Tat zu tun hatten, zu finden und auszusortieren.
Anschließend wird es möglich sein, den Kreis der relevanten Personen weiter einzuengen und eine Lösung herbeizuführen. Ich habe hierbei so ein Gefühl, dass die Umbettung der sterblichen Überreste von Katrin Konert schon zeitnah eine Rolle spielen werden.