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Wo ist Felix Heger?

2.999 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Kind ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wo ist Felix Heger?

16.01.2022 um 15:09
Zitat von PalioPalio schrieb:Jetzt behauptest du allerdings, die Großeltern hätten eine Gewebeuntersuchung durchführen lassen und erst dabei sei herausgekommen, dass Michael Heger keinen Alkohol im Blut hatte?
Das ist völliger Quatsch.

Die Großeltern haben doch gar keinen Zugriff auf die Proben. Die erste Obduktion wurde im Rahmen eines polizeilichen Todesermittlungsverfahrens durchgeführt. Es ist durchaus üblich, von bestimmten Organen, insbesondere wenn sie pathologische Veränderungen aufweisen, Rückstellproben zu nehmen bevor der Körper für eine Bestattung freigegeben wird, um z.B. eine Nachuntersuchung durchführen zu können, wenn sich im Verlauf der Ermittlungen weitere medizinische Fragestellungen ergeben.

Aber die Verfügungsgewalt über diese Proben hat nicht der die Obduktion durchführende Rechtsmediziner. Was würden es denn nützen, Rückstellproben für ein polizeiliches Verfahren zu nehmen, wenn Privatpersonen einfach die weitere Untersuchung dieser Proben, und damit auch ihren Verbrauch und ihre Vernichtung, veranlassen könnten? Bei den Proben handelt es sich um Beweismittel in einem Ermittlungsverfahren. Ich kann als Privatperson ja auch nicht hingehen, mir eine Pistole aus der Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft aushändigen lassen und sie von einem Privatgutachter auf Fingerabdrücke untersuchen lassen; nicht mal, wenn ich selbst das Opfer der Tat oder der Beschuldigte in einem Ermittlungsverfahren bin. Wie sollen die Großeltern denn dann bitte über die Proben des Schwiegersohns verfügen können?

Eine Obduktion kann übrings nur von einem Arzt in Auftrag gegeben oder von der Staatsanwaltschaft oder durch einen gerichtlichen Beschluss angeordnet werden und man braucht dafür immer einen Rechtfertigungsgrund.
Eine Privatperson kann also nicht einfach aus Neugier, woran z.B. ein Angehöriger gestorben ist, eine Obduktion beauftragen, denn das ist kein Rechtfertigungsgrund. Und so berechtigt und drängend die Frage, woran der Schwiegersohn gestorben ist, für die Großeltern auch sein mag. Sie ermitteln nicht in dem Fall, sind Privatpersonen, und deshalb ist ihr Motiv für eine Untersuchung der Proben eben nur Neugier.

Auch deshalb (zusätzlich zu der Tatsache, dass es sich um Beweismittel in einem Ermittlungsverfahren handelt) könnten die Großeltern nicht einfach eine Untersuchung der Proben herbeiführen, auch nicht, wenn sie sich bereit erklären, die Kosten dafür zu zahlen.

Das ist also völlig haltloses Gerede, da muss man deshalb gar nicht weiter drauf eingehen.


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Wo ist Felix Heger?

16.01.2022 um 15:28
Mittlerweile ist dieser tragische Fall wohl besser bei der Rubrik Verschwörung aufgehoben.

@seli wird ja immer dann seltsam schreibfaul, oder beruht sich auf ein Versprechen gegenüber

den Grosseltern, dass nichts über den Akteninhalt gesagt werden darf, wenn es um Quellen-

Angaben, Beweise über getätigte Aussagen geht.

Auch nimmt das EB-bashing mittlerweile Ausmaße an, die nicht mehr akzeptabel sind.

Die Mutter des kleinen Felix, hielt sich ja - verständlicherweise- von Anfang an aus den Medien.

Soweit ich informiert bin, hat sie auch wieder ein neue Familie. Ob sie wohl mit dem Engagement

ihrer Eltern einverstanden ist?


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16.01.2022 um 17:28
War's nicht sogar so, dass sich die Mutter und die Großeltern genau deswegen zerstritten hatten?


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16.01.2022 um 17:44
Zitat von BarbararellaBarbararella schrieb:War's nicht sogar so, dass sich die Mutter und die Großeltern genau deswegen zerstritten hatten?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es über den nun schon 16 Jahre dauernden "Kampf" und die Investitionen, die damit zusammenhängen, ein paar Differenzen gab.

Der dubiose Detektiv Engel hat die Eheleute Schmitz immerhin um ca. 70.000 € (!) erleichtert. Was für ein Haufen Geld für nix. Es gab bestimmt noch weitere Kosten. Das Geld hätte auch innerfamiliär für gemeinsame Dinge ausgegeben oder zur Seite gelegt werden können, zum Beispiel für die lebenden Enkel. Klar können die Großeltern mit ihrem Geld machen, was sie wollen, aber das hier war ja leider so eine offensichtliche und vermeidbare Geldverschwendung. Man hätte nur den richtigen und fachkompetenten Leuten und ihrer Einschätzung vertrauen müssen. Aber die bekämpft man ja.


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16.01.2022 um 17:47
Der zitierte Beitrag von A.Boleyn wurde gelöscht. Begründung: Keine Quellen, Unterstellungen, unverschämt.
Ich denke die Großeltern wollen einfach nicht wahrhaben das ihr enkel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Tod ist.
Es wäre das beste wenn man die Leiche von Felix finden würden dann könnten die Großeltern mit der Sache abschließen.
Es wäre sowieso das beste wenn sie eine Trauer Therapie machen würden.


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16.01.2022 um 19:29
Ich kann zwar keine Quelle nennen aber es stand mal wo das die Mutter von Felix nochmal Nachwuchs bekam, sozusagen eine " neue " Familie gegründet hat.
Für sie war es wohl auch eine art Verarbeitung der Sache, das sie auch in die Zukunft geschaut hat. Hier ist sicher die Gefahr das es zu einem angespannten Verhältnis zwischen ihr und ihren Eltern kam. Sie versucht auch soweit wie möglich nach vorne zu schauen während es bei ihren Eltern sich alles um Felix dreht. Vielleicht ist es auch für die Halbgeschwister von Felix schwierig, wenn es bei Oma und Opa viel um den für sie unbekannten Halbbruder geht.
Aber auch die Großeltern selber können einen Leid tun, ein Jahre langes kämpfen das ermittelt wird bzw dass das Schicksal von Felix nicht vergessen wird. Dann ein wohl auch ein hoher Finanzieller Einsatz. Und die Frage wie viel Lebensfreude nach diesem harten Erlebnis da ist. Idealerweise können sie sagen das auch ihren anderen beiden Enkeln ihnen viel Freude bereiten.

Auch mal etwas weiter gedacht. Was wäre wenn Felix tatsächlich eines Tages vor ihrer Tür steht. Felix wird wohl kaum bis gar keine Erinnerungen an Oma und Opa haben. Wie könnte dann das Verhältnis zwischen ihnen und Felix aussehen ?


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16.01.2022 um 19:59
Zitat von cappucino317cappucino317 schrieb:Auch mal etwas weiter gedacht. Was wäre wenn Felix tatsächlich eines Tages vor ihrer Tür steht. Felix wird wohl kaum bis gar keine Erinnerungen an Oma und Opa haben. Wie könnte dann das Verhältnis zwischen ihnen und Felix aussehen ?
Ich denke nicht das es jemals passiert.
Und wenn Felix doch leben sollte würde er sowieso anders heißen und dazu kommt das er erstmal die Wahrheit über sich herausfinden müsste.


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16.01.2022 um 21:31
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Die Großeltern haben doch gar keinen Zugriff auf die Proben. Die erste Obduktion wurde im Rahmen eines polizeilichen Todesermittlungsverfahrens durchgeführt. Es ist durchaus üblich, von bestimmten Organen, insbesondere wenn sie pathologische Veränderungen aufweisen, Rückstellproben zu nehmen bevor der Körper für eine Bestattung freigegeben wird, um z.B. eine Nachuntersuchung durchführen zu können, wenn sich im Verlauf der Ermittlungen weitere medizinische Fragestellungen ergeben.
Ich weiß nicht, was nun gemeint ist mit der "zweiten Obduktion", die dann doch keine Obduktion, sondern eine Untersuchung von Gewebeproben gewesen sein soll. Ich habe keine Ahnung, worauf diese Untersuchung abzielte, wann sie stattfand und was dabei heraus kam, wenn es sie überhaupt gab.

Aber immerhin hat @seli mehr oder weniger eingeräumt, dass es 1) gar keine Obduktion war und dass 2) die Blutalkoholkonzentration bereits bei der ersten (und einzigen) behördlich veranlassten Obduktion festgestellt wurde. Dort wurden übrigens auch die Tablettenrückstände im Magen gefunden.

Also gab es keine Schlamperei, über die sich hier zum Beispiel noch ohne jegliche Ahnung und nähere Kenntnisse echauffiert wurde, einfach weil's so schön zum eigenen Vorurteil passt:
Zitat von ReißzähnchenReißzähnchen schrieb am 01.02.2021:Die Ermittler haben nicht richtig ermittelt meiner Meinung,es wurde weder überprüft ob Alkohol oder Medikamente im Blut waren,die haben einfach geschlampt
Zitat von ReißzähnchenReißzähnchen schrieb am 13.01.2022:Die Todesursache ist eben nicht eindeutig,hinzu kommt einfach das sehr schlampig gearbeitet wurde
Diese unangebrachten falschen Behauptungen und die alberne Empörung haben nun hoffentlich ein Ende.

Es wurde ein ganz normales Todesermittlungsverfahren durchgeführt mit allen notwendigen Ermittlungen, einem schlüssigen und nicht widerlegten rechtsmedizinischen Befund inklusive einer Todesursache und einem im Gesamtkontext und nach Ausschluss von Fremdeinwirkung hochplausiblen Ergebnis (Versterben im Rahmen von Handlungen und Einwirkungen unter suizidaler Absicht).

Man ist nur, absolut berechtigt, Hirngespinsten und Unsinnsermittlungen nicht nachgegangen.

Durch die diversen (in meinen Augen querulatorischen) Anzeigen, Anträge, Dienstaufsichtsbeschwerden und Schreiben ans Justizministerium seitens des Anwalts Moser hat dieser im Zusammenhang mit der öffentlichen Kampagne offenbar erreicht, dass doch ein paar von den Unsinnsermittlungen noch erzwungen wurden.
Das war 02/2014:
IMG-20220116-WA0008Original anzeigen (0,1 MB)

Quelle:
https://www.ramo.de/aktuelle-mitteilungen/

Und das Ergebnis der vielversprechenden Untersuchungen?

IMG-20220116-WA0009

Hier im Thread wurde natürlich nicht darüber berichtet, was das Ergebnis der Gutachten war, nämlich, dass auch die erzwungenen Unsinnsermittlungen zu nichts führten. Klar, man hängt ja an der Entführungsthese und dem Narrativ von ungenügenden Ernittlungen.
Geht natürlich auch weiter, die nächsten Dienstaufsichtsbeschwerden sind bestimmt schon vorbereitet...
Zitat von seliseli schrieb:dass es weitergeht steht fest.



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17.01.2022 um 08:48
Die Diffamierungen und Verunglimpfungen gegen Angehörige enden jetzt.
Diskutiert sachlich ohne jemanden in den Dreck zu ziehen.


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17.01.2022 um 09:47
Zitat von PalioPalio schrieb:Und das Ergebnis der vielversprechenden Untersuchungen?

Original anzeigen (0,0 MB) Der weiße Ausschnitt von oben wird leider nicht angezeigt - ich weiß nicht, wie ich den einfügen kann -sorry.

Hier im Thread wurde natürlich nicht darüber berichtet...
Wo ist diese Kopie denn her ? Ich kann das nicht nachvollziehen...

...und ich gebe Lepus recht. Diese Hochnäsigkeit ist unerträglich - ganz egal, was man persönlich glauben mag.

Gruß siesa

P.S.: Der dick markierte Text ist eine Einfügung von mir.


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Wo ist Felix Heger?

17.01.2022 um 10:59
Zitat von SiesaSiesa schrieb:Wo ist diese Kopie denn her ? Ich kann das nicht nachvollziehen...
@Palio hat die Quelle oben verlinkt:
Zitat von PalioPalio schrieb:Quelle:
https://www.ramo.de/aktuelle-mitteilungen/
Der Link führt zur Website des Rechtsanwalts Alexander Moser (RaMo), der Felix' Großeltern vertritt. Der erste Ausschnitt, den Palio oben eingestellt hat ("11. Ermittlungsstand"), stammt offenbar aus einem Text von RA Moser selbst (vom 21.02.2014) und ist auf seiner Website unter dem Reiter "Aktuelle Mitteilungen" zu finden.

Der zweite Textausschnitt von Palio ("Die Ermittlungen sind eingestellt") steht auf der o.g. Website unter dem Reiter "Presse zum Fall Felix". Dort hat RA Moser einen (Zeitungs-?)Artikel veröffentlicht: "Fall Felix: Die Ermittlungen sind eingestellt – ein Anwalt kämpft weiter". Aus diesem Artikel geht hervor, dass er am 08.12.2014 erschien und von Susanne Kupke (wahrscheinlich einer Redakteurin) verfasst wurde. RA Moser hat keine Angaben gemacht, welchem Medium der Artikel entnommen ist, vermutlich aber einer regionalen Zeitung ("Badisches Tagblatt"?).


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17.01.2022 um 11:29
Zitat von cododerdrittecododerdritte schrieb:Eine Obduktion kann übrings nur von einem Arzt in Auftrag gegeben oder von der Staatsanwaltschaft oder durch einen gerichtlichen Beschluss angeordnet werden und man braucht dafür immer einen Rechtfertigungsgrund.
Eine Privatperson kann also nicht einfach aus Neugier, woran z.B. ein Angehöriger gestorben ist, eine Obduktion beauftragen, denn das ist kein Rechtfertigungsgrund.
Das stimmt so nicht ganz. Mein Dad ist bei einem Treppensturz gestorben. Da es kein natürlicher Tod war, würde die Kripo eingeschaltet und es hätte es sein können, dass durch den Staatsanwalt eine Obduktion veranlasst wird, um zb Fremdeinwirkung nschzuweisen. Der Fall war aber sehr deutlich, deswegen wurde darauf verzichtet. Allerdings wurde meiner Mutter mitgeteilt, dass eine Obduktion auch stattfinden könnte, wenn sie wissen möchte, ob zb ein gesundheitliches Problem zu dem Sturz geführt hat. Dann hätte sie die Obduktion aber selbst zahlen müssen. Wir haben uns dagegen entschieden, denn es hätte nichts geändert. Aber möglich wäre es gewesen.


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Wo ist Felix Heger?

17.01.2022 um 19:27
@rattich

Danke, den ersten Teil hab ich im Link gefunden, kam nur nicht auf die Idee die Homepage selbst weiterzudurchforsten.

Vielen Dank !


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Wo ist Felix Heger?

22.01.2022 um 09:42
Zitat von DocWatsonDocWatson schrieb am 15.01.2022:Ansicht vertreten wird, der Vater könne ermordet und das Kind über die Grenze verschleppt worden sein
Die offizielle These vom Rechtsanwalt der Großeltern, Herrn Moser, lautet tatsächlich: "Es war Mord und ein Suizid von Michael Heger wurde vom Täter nur vorgetäuscht!"

Zu einem Suizid gehört seiner Meinung nach ein ordentlicher Abschiedsbrief mit einer klaren Absichtserklärung. Er sagt:
Wenn er ein deutliches Zeichen hätte setzen wollen, dass er sich jetzt umbringen möchte, dann legt man nicht zwei Bücher auf sein Bett, gut sichtbar, wie man sich denn umzubringen hat, sondern man schreibt einen ordentlichen Abschiedsbrief, aus dem eindeutig hervorgeht "ich bringe mich jetzt um."
Quelle

(Min. 4:10)

So also die Vorstellung von Herrn Moser, wie ein Suizid bei Herrn Heger ablaufen müsste.

Er geht ferner davon aus, dass eine bereits "tote Leiche" in den Wald gebracht wurde:
Ich gehe davon aus, dass die Leiche dort erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich als sie bereits tot war, dorthin gebracht wurde.
Quelle s. o.
(Min. 5:30)

Zusammenfassung der These des Rechtsanwalts (Abschrift):
"Jemand legt Bücher auf Michael Hegers Bett, fährt in den Schwarzwald, platziert dort Schnapsflaschen und Tabletten, um einen Suizid vorzutäuschen. Der Unbekannte vergiftet Michael Heger, fügt ihm nachträglich Brustverletzungen zu und legt ihn in den Wald."
(Min. 8:40)

Ich lasse das zunächst mal unkommentiert und überlege seine These weiter.
Zitat von seliseli schrieb am 15.01.2022:was soll das immer mit dieser Mülltüte ? Es waren überall Mülltüten verteilt und das wahrscheinlich um die Spur zu dem "Biwack" zu legen.
Auch die Plastiktüten hatten einen Zweck, ebenso wie die Bücher. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, die eine halte ich für wahrscheinlich, die andere ist mMn. extrem unwahrscheinlich.
Möglichkeit a): Michael Heger hat diese Plastiktüten für seine Suizidabsichten nach Anleitung aus dem Buch von Maurits Verzele, das er zuletzt vor seiner Fahrt in den Schwarzwald las, selbst genutzt, mehrfach versucht, sich zu ersticken und sein Blut daran stammt von Nasenbluten wegen längerer Zeit in der Kälte nach dem Konsum von Alkohol und Tabletten.

Möglichkeit b): Ein unbekannter Spurenleger hat Michael Heger das Blut aus dem Handgelenk abgezapft, sorgfältig auf den Plastiktüten (und im Auto und im Schnee Richtung Eisbahn) aufgebracht und die Tüten dann im Wald verteilt, um die Polizei auf eine falsche Fährte zu bringen und von dem Giftmord an seinem Opfer und der heimlichen Entführung des Jungen ins Ausland abzulenken.

Der Unbekannte, der Michael Heger ermordet hat, hat in der These des Rechtsanwalts auch Zutritt zur Wohnung von Michael Heger gehabt und die Bücher auf seinem Bett platziert, damit die Polizei denkt, er habe sich umbringen wollen (was ja auch funktioniert hat, genau das vermuten Polizei und Staatsanwalt). Der Täter kannte diese Bücher also.
Zitat von seliseli schrieb am 15.01.2022:Woher willst Du wissen, dass er Verzele gelesen hat
Es gibt auch hier zwei Möglichkeiten, die eine ist wahrscheinlich, die andere mMn. extrem unwahrscheinlich.
Nach der These von RA Moser hätte folglich gar nicht Michael Heger diese Bücher gelesen, sondern der Mörder, der sie ihm untergeschoben hat. Der wusste dann auch, dass etwas von Tabletten, Alkohol und Plastiktüten in dem Buch von Verzele steht und hat konsequenterweise genau das im Schwarzwald platziert. Später deponierte er dann auch noch im Wald die Leiche, nachdem er Michael Heger vergiftet hatte. Er hat vermutlich darauf gebaut, dass bei der Obduktion keine toxikologische Zusatzuntersuchung stattfinden würde, weil man wegen seiner geschickt platzierten falschen Spuren sofort, ohne nachzudenken von Suizid ausgehen würde.
Er hat sogar daran gedacht, Michael Heger kurz vor dessen Tod Tabletten schlucken zu lassen, deren Rückstände man dann im Magen finden würde (und gefunden hat).

Seine Fehler waren der nicht eindeutige Abschiedsbrief (den hätte er klarer formulieren müssen und mit weniger irritierendem Gerede von der gescheiterten Beziehung, hinderlichen Knieschmerzen, Geldproblemen und zu anstrengenden PC-Jobs) und die Tablettenanzahl. Der Brief hat einen Kriminalpsychologen ganz verwirrt, so dass er den Abschiedsbrief, den der Mörder platzierte, gar nicht als solchen erkannte.
Bei den Tabletten hätte der Mörder einfach mehr leere Blister deponieren können.

Da der Täter den Brief nicht "ordentlich" formuliert hat und er zu wenig Tabletten aus der Verpackung entfernt hat, ist Rechtsanwalt Moser ihm auf die Schliche gekommen, und auch, weil der Täter es nicht geschafft hat, Michael Heger das Gift mit Alkohol einzuflößen.
Ein weiterer Fehler war, dass der Mörder Michael Heger postmortem noch schwere innere Verletzungen mit Rippenbrüchen und Lungenverletzungen beibrachte. Vermutlich sollte es so aussehen, als sei er gestürzt, denn dem Täter war wichtig, dass man keine Fremdeinwirkung nachweisen kann. Warum er ihn ohne Jacke, mit nur einem Schuh, ohne seine Brille und mit geöffneter Hose in den Wald legte, ist mir auch nicht ganz klar, gehörte das ebenfalls zum Ablenkungsmanöver?

Wie hat der Mörder gedacht? Sollte es nun so aussehen, als hätte MH eine Überdosis Tabletten im Wald genommen (dafür waren es aber deutlich zu wenig und außerdem fehlte die Leiche neben den Tabletten) oder sollte es so aussehen, als hätte MH sich mit Tabletten und Alkohol nur betäuben und mit Plastiktüten ersticken wollen, sei dann aber noch durch den Wald geirrt und gestürzt? Letzeres würde besser mit der Spurenlage in Einklang stehen, damit hätte er täuschend echt einen sehr gut zu allen Fakten passenden Ablauf simuliert. Aber halt - dann könnte man den Mörder komplett hinwegdenken und der Ablauf würde ohne ihn genauso, oder nein - sogar noch viel besser funktionieren.

Rechtsanwalt Moser wollte, dass die Polizei nach einem Mörder entprechend seiner These sucht und sämtliche DNA und Fingerabdrücke analysiert.
Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft nennt solche Forderungen Hirngespinste. Ich gebe Herrn Klose recht. Die Vorstellungen des Rechtsanwalts sind m.E. so haltlos und abwegig, dass ich mich frage, ob er das wirklich ernst meint.

Warum konnte der Anwalt dennoch mit einer derart haarsträubenden These eine Wiederaufnahme der Ermittlungen erreichen?
Die Antwort: Nutzung von Emotionen, Steuerung der öffentlichen Meinung über der Medien, Einflussnahme auf Politiker.

Wenn man die Kommentare unter der SWR-Doku vom März 21 liest, wird einem klar, wie emotional aufgeladen das Schicksal eines verschwundenen Kindes ist. Fast alle Kommentatoren sind sich nach dem Anschauen der Doku sicher, dass Felix noch lebt und empfinden es als kaltherzig und roh, wenn Herr Klose die These des Rechtsanwalts ein Hirngespinst nennt, auf die man keine Ermittlungen aufbauen könne.

Starke Emotionen sind die Trumpfkarte, gegen die Logik in so einem Fall keine Chance hat.
Man merkt, es ist ein No-Go, realistisch zu sein und die Suche nach einem irgendwo im Ausland lebenden, zwischenzeitlich erwachsenen Mann oder nach Knochenresten in einem nicht bekannten Gebiet in Frage zu stellen, egal wo, egal wie lange sie stattfindet und ob es irgendeine Basis dafür gibt.

Als Ermittler oder Staatsanwalt, der hier aufgeben und den Großeltern eine ewig währende Unterstützung bei einer aussichtslosen Suche verweigern muss, ist man zwangsläufig der Buhmann. Profitieren und gut dastehen kann man hier nur, wenn man mitmacht und Hoffnung verkauft - zum Beispiel als Detektiv, Mitstreiter, Rechtsanwalt oder Journalist.

Zweimal wurden die Ermittlungen auf Betreiben des Anwalts (unter nachdrücklicher Bezugnahme auf die diversen öffentlichkeitswirksamen Aktionen) wieder aufgenommen, zweimal wurden sie ergebnislos wieder eingestellt. Es gab "vielversprechende Spuren" lt. Herrn Moser. Es wurde DNA untersucht, es wurden Blutspuren untersucht, es wurden Mediziner gehört, alles führte nicht weiter, genau wie von der Staatsanwaltschaft vorhergesehen.

Rechtsanwalt Moser will weiter"kämpfen", gab er der
Bildzeitung bekannt:
Es gäbe in einige Richtungen frischen Wind. Das war vor einem Jahr.


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Wo ist Felix Heger?

24.01.2022 um 09:56
Ich habe mal versucht zusammenzustellen, was auf Betreiben der Großeltern und deren Unterstützer im Laufe der Jahre gemacht wurde, so wirklich transparent wird das ja von ihnen leider nicht dargestellt. Man erfährt nur, dass verbissen "gekämpft" wird, dass es "vielversprechende Spuren" gibt (bzw. gab) und Dinge aufgeholt wurden, die die Polizei anfangs angeblich versäumt hat.

Man kann Folgendes aus den verschiedenen Andeutungen hier und den Webseiten des Anwalts und der Suchinitiative entnehmen:

Zweimalige Wiederaufnahme der Ermittlungen auf Betreiben des Rechtsanwalts Moser unter Ausnutzung des medialen Drucks.
Quelle

Detektiveinsatz mit Suche in Portugal für ca. 70.000 €:
Quelle

Einsatz von Wahrsagern und Hellsehern und Ermittlungen im Ausland:

IMG-20220124-WA0001
Quelle

DNA an Leiche und Sachen untersucht:

IMG-20220124-WA0002
Quelle

(Komplettes Ergebnis leider nicht veröffentlicht.)

Beauftragung eines Chirurgen zur nochmaligen Bewertung der inneren Verletzungen:

IMG-20220124-WA0003
Quelle

Einholung einer zusätzlichen rechtsmedizinischen Stellungnahme zur Untermauerung der Mordthese:

IMG-20220124-WA0004
Quelle

(Ergebnis leider nicht veröffentlicht.)

Blutuntersuchung:

IMG-20220124-WA0005

Ergebnis: Es war Eigenblut von Michael Heger.

IMG-20220124-WA0006
Quelle

Recherchen zu einem Unterschlupf im Bühlertal:

IMG-20220124-WA0007

Leider ohne nähere Informationen, welche konkreten Anhaltspunkte man dafür gefunden hat.
Quelle
(Mannheimer Morgen v. 02.07.20)

Wiederaufnahme in die Vermisstenkartei und Veröffentlichung eines fiktiven Alterungsfotos:

Quelle

Eine Kontrolluntersuchung zu einem (vorerst geheimen) Lebensmittelbestandteil im Blut von Michael Heger:
Zitat von VVK-DEVVK-DE schrieb am 02.06.2021:jedoch wird derzeit eine Substanz Untersucht die man im Blut fand und die sich nach einer bestimmten Zeit abbaut, sofern man nicht mehr davon konsumiert.
Zitat von VVK-DEVVK-DE schrieb am 03.06.2021:Die Substanz wird vorerst nicht genannt, es ist ein Lebensmittel und hat nichts mit Medikamenten etc. zu tun. Wir möchten nur der Diskussion vorbeugen wenn die Substanz genannt wird, denn aktuell ist der Hersteller involviert und demnächst ein Labor für eine Blutuntersuchung die sich über wohl 5 Tage erstreckt.
Zitat von VVK-DEVVK-DE schrieb am 03.06.2021:Aus den vorher genannten Gründen, um keine Diskussion über Sinn oder Unsinn dieser Nachforschung, anzuzetteln, halten wir mit dem Namen der Substanz noch hinterm Berg. Das ganze wird aber veröffentlicht werden.
Zitat von VVK-DEVVK-DE schrieb am 03.06.2021:Am lebenden Menschen, der vorab das gleiche Produkt konsumiert hat, wird das Blut untersucht werden um herauszufinden, wann sich die Substanz zersetzt hat bzw. Nicht mehr nachzuweisen ist.
(Bisher leider keine Veröffentlichung des Ergebnisses.)

10.000 weitere Flyer mit dem Alterungsfoto:
IMG-20220124-WA0008
Quelle
(Mannheimer Morgen v. 02.07.20)

Aussetzen einer extrem hohen Belohnung für Hinweise:
Zitat von seliseli schrieb am 02.07.2020:"Mittlerweile sind rund 80 000 Euro ausgelobt, bis zu 5000 Euro gibt es für Hinweise“, sagt Nils Wilhelm vom VVK Deutschland.
Beitrag von seli (Seite 77)
Einsatz eines Archäologiehundes:
Beitrag von VVK-DE (Seite 146)

Ergebnis:
Zitat von VVK-DEVVK-DE schrieb am 15.10.2021:Es ist zu früh um hier zu sehr ins Detail zu gehen, aber die Arbeit(en) sind noch nicht abgeschlossen
Mal sehen, was noch so kommt und ob über die Ergebnisse wie angekündigt auch tatsächlich mal berichtet wird.


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Wo ist Felix Heger?

02.02.2022 um 02:28
Hallo zusammen, ich möchte gerne mal über diesen seltsamen Brief mit den Neujahrsgrüßen sprechen. Wie sind die Meinungen zu diesem Brief von Leuten, die sich schon länger mit diesem Fall beschäftigen? Abgesehen davon, dass 1. die Schrift schon sehr markant ist -vorallem mit dem großen Klein-f - und 2. der Inhalt Infos enthält, die nicht allzu bekannt sein dürften und 3., dass es ein ziemlich seltsames Verhalten ist, dass jemand ein Bild von M und F aus der Bild-Zeitung drunter geklebt hat, gibt es eine weitere Sache, die mich ziemlich irritiert, und zwar: Wer schreibt denn: Hallo Ihre Lieben!?
Möglicherweise jemand, der nicht gut deutsch kann, weil er entweder aus dem Ausland kommt oder vielleicht aber etwas dümmlich ist? Das "oder" soll kein "oder" im Sinne von "entweder/oder" sein. Beides wäre auch denkbar...
Gab es wirklich nie irgendwelche Nachforschungen bzgl. dieses Briefs??? Wieso sollte der denn als unwichtig abgetan werden?


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Wo ist Felix Heger?

02.02.2022 um 11:28
@Lonny
Das hab ich mich auch schon oft gefragt. Dieser Brief ist total unheimlich. Ich hab mich schon ausführlich mit dem Fall befasst, aber es kann sein dass ich die ausführliche Erklärung über diesen Brief überlesen habe


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Wo ist Felix Heger?

02.02.2022 um 13:20
Zitat von LonnyLonny schrieb:Wer schreibt denn: Hallo Ihre Lieben!?
Erklär mir bitte, warum man dümmlich sein sollte oder Migrationshintergrund hat, weil man "Hallo ihr Lieben" schreibt!

Für mich wirkt das eher, als wollte jemand Vertraulichkeit suggerieren, aber leider keine Vornamen kennen. Was bei echter Vertraulichkeit unabdingbar wäre.

VG


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Wo ist Felix Heger?

02.02.2022 um 13:57
Sorry, nur um das klar zu stellen. Ich will damit keine ausländerfeindliche Position beziehen! Ich stelle es auch überhaupt gar nicht in Frage, dass jemand mit der Formulierung Vertraulichkeit suggerieren möchte! Würde da stehen "Hallo ihr Lieben" würde ich das ja gar nicht ansprechen. Aber da steht nun mal "Hallo ihre Lieben". Erfahrungsgemäß weiß ich, dass Nichtmuttersprachler - zu denen ich übrigens auch gehöre - sich mit solchen Kleinigkeiten gerne mal vertun. Außerdem habe ich mich gefragt, ob es andere Anhaltspunkte geben könnte, die darauf hindeuten, dass der Verfasser das Schreiben in einem etwas anderen kulturellen Kontext gelernt hat. Kein Buchstabe ist z.B. miteinander verbunden, obwohl es Schreibschrift ist. Das "f" ist permanent groß geschrieben. Auch das Wünschen von guten Geschäften ist doch eher unüblich oder? Oder dass man noch am 23.01. Neujahrswünsche verschickt. Zugegeben: Alles sicherlich nicht total unüblich, aber dennoch...
Das "dümmlich" sehe ich eher irgendwie in der Gesamtkonstellation mit dem ausgeschnittenen Bild. Aber vielleicht interpretiere ich da auch zu viel rein und es ist dümmlich meinerseits. "dümmlich" ist missverständlich ausgedrückt, sorry! Damit meine ich eher, dass mir die gesamte Aktion jetzt nicht wie ein "Geniestreich" vorkommt. Es ist jetzt nicht ein Brief auf "Zodiac-Killer"-Niveau. Also wenn der Brief von einem Muttersprachler verfasst wurde, dann hat er diesen Fehler entweder nicht entdeckt oder nicht korrigieren wollen. Aber dass er möglicherweise doch Wert auf Korrektur legt, sieht man daran, dass er das erste "G" in "Gutes Geschäft" korrgiert hat!

Ich wollte diesen Brief und die Meinungen und Nachforschungen dazu nur mal etwas hören und diskutieren, weil ich dazu bisher noch nicht viel gefunden habe. Ich habe viele Einträge in diesem Forum schon in den letzten Tagen bis spät gelesen - aber auch nicht alle. Also falls das schon mal diskutiert wurde, tut es mir Leid.

Liebe Grüße


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02.02.2022 um 14:03
@Lonny
sorry das überflüssige "e" hab ich überlesen. Vermutlich weil das digital einfach oft vorkommt und dann auch unspektakulär ist. Aber es stimmt auf einer Postkarte ist das schon anders auffällig.

...ich denk mal drüber nach. Ich wollte Dir auch keine Ausländerfeindlichkeit unterstellen - nur verstehen was Du meinst. Das ist jetzt ja geklärt. 😉

VG


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