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DDR Goodbye

388 Beiträge, Schlüsselwörter: DDR, Ulbricht

DDR Goodbye

29.12.2013 um 19:44
Thalassa schrieb:... wetten, daß die "Freunde" das extra so gemacht haben?
Die Freunde waren nunmal die Ersten in Berlin.
Bewachen die eigentlich immer noch ihren Panzer da im ehemaligen Westberlin?


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DDR Goodbye

07.01.2014 um 22:14
Von wegen, dass die DDR-Wirtschaft gänzlich marode gewesen sei, ein durch die Westmedien ständig gepflegtes Vorurteil. Es gab einen großen Investitionsrückstau, richtig. Trotzdem wurde auch in neue Produktionsanlagen, auch mit "NSW" Technik investiert. Man denke zB an gewaltige Summen, welche in die Mikroelektronik investiert wurden, aber auch im Maschinenbau und anderen Zweigen konnten sich die Produkte sehen lassen. Viele vergessen auch, dass ein Großteil des Quelle- und Neckermann-Kataloges aus DDR-Produkten bestand. Daher können diese nicht so schlecht gewesen sein. Richtig ist, dass in den 70er und 80er Jahren das Geld für genügend Investitionen fehlte, und das was da war wurde oft genug von den falschen Leuten entschieden, wo investiert wurde.

Richtig ist, das Honecker durch seine Politik das Land abgewirtschaftet hat, dh. die DDR unter ihren Möglichkeiten blieb.

- Sozialleistungen und eine bessere Versorgung wurde auf Pump finanziert, bei Ulbricht hieß es noch: " So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben." Honecker hat es umgekehrt
- Mieten und Preise Grundnahrungsmittel wurden gegen besseres Anraten vieler Experten nicht erhöht
-ständig steigende Ausgaben für Sicherheitsorgane, Armee und Parteiapparat, dh. der nichtproduktive Komplex
- einer der größten Fehler war die Verstaatlichung der Kleinbetriebe 1972
- riesige Ausgaben für Mikroelektronik und Wohnungsbauprogramm
- das NÖS, "neues ökonomisches System der Planung und Leitung" welches den Betrieben und Fachleuten mehr Freiheit in der Produktion gab wurde wieder abgeschaft

Insofern ist diese These sicherlich richtig, das die DDR unter der Politik Ulbrichts etwas besser gedeihen konnte, das war insbesondere in der Phase der 60er Jahre, nach dem Mauerbau.


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08.01.2014 um 17:12
Abrafax schrieb:Man denke zB an gewaltige Summen, welche in die Mikroelektronik investiert wurden, aber auch im Maschinenbau und anderen Zweigen konnten sich die Produkte sehen lassen.
In der Mikroelektronik waren aber die Japaner bspw. schon bedeutend weiter, während die DDR noch ihren 1-Megabit-Chip feierte.
Maschinenbau war schon etwas anderes. Unter anderem im Schiffbau gehörten wir wohl zur Weltspitze, was das Preis - Leistungs/Qualitätsverhältnis angeht.


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08.01.2014 um 17:25
@martialis
martialis schrieb:Maschinenbau war schon etwas anderes. Unter anderem im Schiffbau gehörten wir wohl zur Weltspitze, was das Preis - Leistungs/Qualitätsverhältnis angeht.
Kraftwerksanlagen, Turbinen ect auch.
Bei Schienenfahrzeugen waren wir auch vorne weg - mußten aber trotzdem die Tatra-Straßenbahnen übernehmen, im Rahmen des RGW :D .


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08.01.2014 um 20:50
martialis schrieb:In der Mikroelektronik waren aber die Japaner bspw. schon bedeutend weiter, während die DDR noch ihren 1-Megabit-Chip feierte.
Wie textete einst "Neues Deutschland"?

VEB Robotron hebt die Produktion der DDR auf Weltniveau. Grösster Mikrochip der Welt auf der Leipziger Messe vorgestellt!


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08.01.2014 um 21:53
Ja ich wusste, nun kommen gleich wieder die Schreie... ja das Zeug war bei seiner Entwicklung schon wieder 5 bis 10 Jahre dem Westen gegenüber veraltet.

Man muss aber bedenken, dass so ein kleines Land wie die DDR in der Hinsicht schon gewaltiges auf die Beine gestellt hat. Ein 32-Bit Rechner aus der USA wurde innerhalb von 1 Jahr nachgebaut. Innerhalb des Ostblock war die DDR in der Hinsicht spitze. Ich möchte einmal wissen, ob in der BRD überhaupt Mikrochips entwickelt wurden. Außerdem hat sich die Entwicklung der Rechengeschwindigkeit und Speicherkapazität über die Jahre verlangsamt. Die Moorsche Regel gilt längst nicht mehr. Von der relativiert sich die Aussage, dass die Technik einige Jahre der Weltspitze hinterhinkte wieder.


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08.01.2014 um 22:02
Beispiel Schienenfahrzeuge, die BR 243 ein Produkt mit dem vielzitierten "Weltnivo" welches auch nach der Wende noch weiter produziert wurde und heute noch, auch in Westgermanien seinen Dienst tut.

DKK - Kühlschränke aus Scharfenstein wurden jahrelang an Quelle geliefert. Sie wurden nach einer TGL produziert und hielten doppelt so lange wie die Westgeräte. Das war zu lang (was lange hält bringt uns kein Geld) und die Geräte wurden schließlich bei Quelle ausgelistet weil sie zu gut waren.


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08.01.2014 um 22:13
@Abrafax

Später entwickelte man doch den 1. FCKW freien Kühlschränk, um nach der Wende ein gutes Produkt zu haben.
Dumm nur das alle Westfirmen, den Abnehmern in einem Schreiben, abgeraten haben diese Kühlschränke zu vertreiben da sie angeblich, Brandgefährlich, Giftig, Explosionsgefährdet,...(ich weiß es nicht mehr) gewesen sind.
Nur damit kein solches Gerät auf den Markt kommt und um später selber FCKW freie Kühlschränke zu bauen.
Da wurde bewusst eine Firma, durch die westlichen Wirtschaftsfirmen kaputt gemacht, sozusagen ein Konkurent beseitigt.


Das gleiche sollte auch für Multicar passieren.
Hätte es den ehemaligen Direktor der Materialwirtschaft bei Multicar, Manfred Windus nicht gegeben so wäre auch dieser Fahrzeughersteller heute nicht mehr da.
Die Treuhand sagte damals wohl so in etwa:
"Wenn es auch im Westen einen Markt für solche Fahrzeuge geben würde, so hätte man diese Fahrzeuge längst entwickelt und produziert"

Pustekuchen der Betrieb läuft heute noch! :D

Und ja die hübsche BR 243 (Heute BR 143) ist noch immer gut im Einsatz.


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09.01.2014 um 06:05
Abrafax schrieb:Man muss aber bedenken, dass so ein kleines Land wie die DDR in der Hinsicht schon gewaltiges auf die Beine gestellt hat.
Das streitet ja auch niemand ab. Um aber an der Weltspitze mithalten zu können, und das hätten sie müssen, reicht es nicht, dass andere den Hut vor einem ziehen, weil man so klein ist und so großes vollbringt. ;)


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09.01.2014 um 20:03
martialis schrieb:Das streitet ja auch niemand ab. Um aber an der Weltspitze mithalten zu können, und das hätten sie müssen, reicht es nicht, dass andere den Hut vor einem ziehen, weil man so klein ist und so großes vollbringt. ;)
Ja das Weltniveau gab immer das Ziel vor, aber wieso "hätte es müssen"? Die robotron Rechner waren für den Eigenbedarf gedacht, und für den Export in den RGW. Dafür reichte es allemal. Auch Entwicklungs- und Schwellenländer haben sich danach die Finger geleckt.

Es kommt immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man etwas betrachtet. Ich kann hierzu einmal die ZDF-Dokumentation "Beutezug Ost" empfehlen, für alle die, welche immer noch glauben alle DDR-Betriebe seinen marode gewesen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1137852/Frontal21-Dokumentation%3A+Beutezug+Ost

Dann frage ich mich, warum der Treuhand-Chef den Wert der über 8000 DDR-Betriebe auf 600 Milliarden DM geschätzt hat.


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09.01.2014 um 20:11
Abrafax schrieb:Dann frage ich mich, warum der Treuhand-Chef den Wert der über 8000 DDR-Betriebe auf 600 Milliarden DM geschätzt hat.
... sie dann aber meistens für den symbolischen Wert von 1 DM verhökert und sie dann hat "abwickeln" lassen ;) .

Zu DDR-Zeiten gab es in jedem Stadtbezirk ein Kreiskulturhaus, in dem jeden Abend Veranstaltungen waren, tagsüber gab es da die verschiedensten Zirkel und Freizeitbeschäftigungen für jedermann, in jedem Wohngebiet gab es einen Jugendklub mit den vielfältigsten Angeboten für Kinder und Jugendliche, jedes Wochenende war Disco ...


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10.01.2014 um 00:34
@Thalassa
Thalassa schrieb:Zu DDR-Zeiten gab es in jedem Stadtbezirk ein Kreiskulturhaus, in dem jeden Abend Veranstaltungen waren, tagsüber gab es da die verschiedensten Zirkel und Freizeitbeschäftigungen für jedermann, in jedem Wohngebiet gab es einen Jugendklub mit den vielfältigsten Angeboten für Kinder und Jugendliche, jedes Wochenende war Disco ...
Ja, na klar. Diskotheken, die nach Auswahlkriterien Musik spielen durften. Vorgegebene
Arbeitszirkel, die sich systemnah "verwirklicht" haben. Hast Du mal versucht, als Normalsterblicher
ein Musikinstrument zu kaufen? Frei leben sah definitiv anders aus.


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10.01.2014 um 09:27
@psreturns
psreturns schrieb:Diskotheken, die nach Auswahlkriterien Musik spielen durften.
:D Naja, ich kenne niemanden von den Hobby- oder Profidiscjockeys, der sich an die 60/40 Vorgabe gehalten hat :D . Auch nicht die Bands, die mitunter life gespielt haben.
psreturns schrieb:Vorgegebene Arbeitszirkel, die sich systemnah "verwirklicht" haben.
Hm - warst du jemals in irgendeiner Arbeitsgemeinschaft bzw in einem Zirkel? Da gab es etliche, die überhaupt nichts mit Politik zu tun hatten, vom Handarbeitszirkel bis zum Fotozirkel ...
psreturns schrieb:Hast Du mal versucht, als Normalsterblicher
ein Musikinstrument zu kaufen? Frei leben sah definitiv anders aus.
:D Genauso ein Unsinn - ich habe in meiner Jugend, als ich noch selber aktiv Musik gemacht habe, etliche Musikinstrumente gekauft, genauso wie die, mit denen ich Musik gemacht habe. Wo hast du den Quatsch her?
Profimusiker - zum Beispiel Schlagzeuger - konnten sich in dem Misikinstrumentenhandel am Alex ihr Instrument sogar nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen lassen ... auf Paistebecken mußte man allerdings etwas warten, weil die importiert wurde :) .


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10.01.2014 um 09:36
psreturns schrieb:Vorgegebene
Arbeitszirkel, die sich systemnah "verwirklicht" haben.
Das gab`s zwar auch, aber das hat man dann vorher gewußt, bevor man dort eintrat. Solche Arbeitsgemeinschaften waren nämlich keine Pflicht.
Ich war in einigen Schulsportgemeinschaften. Dort spielte Politik überhaupt keine Rolle, denn Volleyball o.ä. hat man im Westen nach den selben Regeln gespielt, wie im Osten.^^
psreturns schrieb:Hast Du mal versucht, als Normalsterblicher
ein Musikinstrument zu kaufen? Frei leben sah definitiv anders aus.
Das war dann wohl eher ein Ergebnis der Mangelwirtschaft und nicht der beabsichtigten Freiheitseinschränkung.


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10.01.2014 um 09:39
psreturns schrieb:Ja, na klar. Diskotheken, die nach Auswahlkriterien Musik spielen durften.
Habe nie einen Osttitel auf ner Diskoveranstaltung gehört, weder auf ner öffentlichen, noch auf ner Schuldisco.

Die selbe Vorgabe 60/40 galt aufem Rummel. Auch dort hat sich keine Sau dran gehalten, soweit ich mich entsinne.


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DDR Goodbye

10.01.2014 um 21:33
Eine sehr wundervolle Einrichtung waren auch die Station Junger Techniker und Naturforscher welche es in jeder größeren Stadt gab. Dort gab es viele Freizeitangebote für Kinder, weitgehend kostenlos. Überlebt davon haben nur sehr wenige. Das Problem ist wie so häufig die Finanzierung.

Das war der große Vorteil in der DDR, das relativ viel organisiert werden konnte, ohne das es in erste Linie um viel Geld ging. Das Volksbildungsministerium hat einen Teil bezahlt, oder materielle Ausstattung kam von den VEBs.

In diesem Zusammenhang hat man auch damals im ehem. Karl-Marx-Stadt das "Kosmonautenzentrum" gebaut, wo Kinder eine Art Astronautentraining absolvieren konnten.

In der Hinsicht wurde in der DDR für eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder/Jugendliche/Schüler sehr viel getan, vor allem fast kostenlos. So etwas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.


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11.01.2014 um 00:03
@Abrafax

Die Station Junger Techniker und Naturforscher gibt es bei uns zum Glück auch heute noch. :)


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11.01.2014 um 16:51
@Abrafax
@Bone02943

Nicht nur für Kinder und Jugendliche gabs prima Angebote, auch für die ältere Generation ...

Ich habe selber mal die Kultur für "olle Leutchen" gemacht, in einem Berliner Stadtbezirk. Abgesehen von Weihnachtsfeiern und ähnlichem, gab es regelmäßig verbilligte Theaterkarten, Karten für Konzerte aller Art, dann die sogenannte "Veteranenakademie", wo sie sich über die URANIA geistig fit halten konnten auf Gebieten, die sie interessieren.
Die Klubs für ältere Leutchen waren immer gut besucht, keiner mußte alleine zuhause sitzen, es gab auch da Kulturveranstaltungen, gutes Mittagessen für wenig Geld. Wer nicht mehr raus konnte, bekam sein Essen gebracht ... die hauswirtschaftliche und wenn nötig medizinische Pflege zuhause klappte unbürokratisch und ohne die heutigen "Module".
Mir ist nicht bekannt, daß jemals irgendein einsamer Rentner tagelang oder gar wochenlang tot in seiner Wohnung rumgelegen hätte, so wie es heute leider oft der Fall ist :( .
Selbst wenn der - oder diejenige weder Essen, noch Pflege oder sonstwas bekommen hat, waren da wieder irgendwelche Nachbarn, die sich gekümmert haben.
Ich persönlich mochte zwar dieses Hausgemeinschaftsgedöns nicht, sondern war schon damals ein "GutenTag-guten Weg und Tür-zu-Typ" , aber in dem Fall wars doch ganz gut ;) .


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