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Schluss mit der Hetze gegen den ISLAM!

6.638 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam, Christentum, Frieden, Koran
Mr.Niceguy.
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Schluss mit der Hetze gegen den ISLAM!

24.02.2015 um 21:49
@kofi

Ich will darüber ned diskutieren , ich bin ned so extrem in die materie eingeweiht und ich hab nur gesagt wie ich das erlebe und sehe.

Ich bin sowieso kein deutscher nur krass find ichs das sogar schon in den dörfern migranten gebäude oder wie man das nennt errichtet werden in den abgelegensten dörfern zwischen bergen und ich wohnte mal in nen dorf und als das geschah waren alle bürger des dorfes dagegen

Es gab einbrüche , es gab schlägerein und das dorf hat sich verändert dadurch das diese zufluchtsorte errichtet wurden. War echt schade... in schulen war immer alles normal und dann wurden andere kinder runtergemacht , vorher ja auch aber nicht in der form und ja es is traurig gewesen und alle hatten hass.

Es wurde ne moschee errichtet im dorf und ohne witz es hat alles zerstört bei uns , auch wenns beschissen klingt aber es hat einfach alles kaputt gemacht. So ein kleines dorf wo alle zusammenhalten und man sich kennt und dann sowas :(


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Schluss mit der Hetze gegen den ISLAM!

25.02.2015 um 04:28
@kofi

Aber dazu muss man auch sagen es waren nicht alle so , es gab auch welche die total toll waren.
Die meisten haben halt scheisse erlebt und dann kann man auch ned erwarten das die aufeinmal ganz normal hier leben als wär nichts gewesen.

Das is ein komplett anderes leben was die geführt haben und ne komplett andere kultur.
Die sind mit gewalt aufgewachsen , die sahen menschen sterben , die gehen mit dem tod anders um als wir.

Ich weiss auch ned wie man die an die sache rangehen kann und das thema an sich is einfach schwierig. Wenn zwei verschiedene kulturen (mehrere) aufeinander prallen dann ises normal das die ned miteinander zurecht kommen.

Ja und mehr sag ich zu dem thema nicht mehr weil ich wüsst ned was ich dazu sagen sollte und was man dagegen machen könnte.

War doch in der geschichte der menschheit immer so das verschiedene kulturen nicht miteinander klarkommen.


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Schluss mit der Hetze gegen den ISLAM!

25.02.2015 um 09:13
kusamak schrieb:In der Türkei und China jedoch extrem.
Das war jetzt aber nur auf den Post von Doors gemeint oder? Weil ich kenne da mehr Länder, wo die Kluft etwas größer ist als jetzt in D, A und CH.
Obwohl es sogar in diesen Ländern eine "unsichtbare" Armut gibt. Leider sieht man das als normaler Bürger fast gar nicht. Das hat auch mit dem System in diesen Ländern zu tun. Da gibt es immerhin noch die Sozialhilfe. Die einen davor bewahrt unter der Brücke zu leben. Aber damit kann man auch nur das Nötigste abdecken.
Im Jahr 2013 ist in Österreich von rund 1.572.000 Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdeten nach Definition der Europa 2020-Strategie auszugehen, das entspricht 18,8% der Gesamtbevölkerung.
http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/armut_und_soziale_eingliederung/

Ich glaube ich bin wieder OT :vv:


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kusamak
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25.02.2015 um 09:41
@liaewen
liaewen schrieb:Das war jetzt aber nur auf den Post von Doors gemeint oder?
Ja, wenn's allgemein gewesen wäre hätte ich ihn nicht angesprochen.
liaewen schrieb:Weil ich kenne da mehr Länder, wo die Kluft etwas größer ist als jetzt in D, A und CH.
Ich habe sogar in einigen von ihnen gelebt, z.B. in Brasilien. Da werden dir die sozialen Unterschiede auf extreme Art vor Augen geführt, weil omnipräsent.
liaewen schrieb:Ich glaube ich bin wieder OT :vv:
Eigentlich nicht. Die Hetze gegen, nicht ausschließliche, den Islam hat auch was damit zu tun, dass die sozialen Unterschichten verschiedener Völker und Ethnien hier in Deutschland auf ähnlich unfähige Einwohner stoßen. Weder die Neubürger, noch die alteingesessene Bevölkerung ist fähig sachlich differenzierte Diskurse zu führen. Nicht weil sie es nicht erlernt haben oder es kulturell nicht dazugehört, sondern weil sie einfach intelektuell nicht befähigt sind. Bitte richtig verstehen, die Gauss'sche Normalverteilung ist demokratisch und macht auch vor Landesgrenzen nicht halt. Es ist nur so, wenn durch eine nicht vorhandene Einwanderungspolitik sich gehäuft Menschen hier niederlassen, die es in ihren Heimatländern nicht geschafft haben, ensteht bei den Alteingesessenen der Eindruck, die Moslems seien alle aus dem selben Holz gestrickt. Was natürlich vollkommen falsch ist, aber der Eindruck wird durch die Gewaltexzesse, auch unter denjenigen die einst hier lebten am Leben erhalten. Umso mehr ist bei diesem Teil der Bevölkerung der Wunsch präsent, den Zustand vor der Masseneinwanderung wieder herzustellen. Ich will das nicht unterstützten, nur eine der möglichen Sichtweisen in die Diskussion einbringen.


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25.02.2015 um 10:04
@kofi
kofi schrieb: Allein schon an der Essensvielfalt gemessen. Türkisches, pakistanisches oder asiatisches essen, darauf möchte der ein oder andere im Alltag einfach nicht mehr verzichten.
hier kann man eigentlich überhaupt nix dagegen sagen; du hast vollkommen recht!
in dieser hinsicht muss man von einer bereicherung sprechen.

aber das essen ist ja nur die halbe miete, wenn man es so sagen darf.

ich gebe dir recht, wenn du sagst, dass das eine generationsfrage sei.

denn die "alten" haben sich aber schon immer mit dem "fremden" schwer anfreunden
können.


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Draiiipunkt0
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26.02.2015 um 05:16
@tröti
tröti schrieb:Ich war letztes Jahr in Istanbul und mir kam es vor wie "The Gay Capital Of The World".
So viele Schwule wie dort habe ich noch nicht mal in San Fancisso gesehen (oder sie leben es dort nicht so offen aus).
Instanbul ist Theater für Touristen.
Der Partner eines Bekannten von mir kommt aus einem türkischen Dorf und lebt unter falschem Namen, weil seine Familie sein Leben bedroht.
Ich denke mal, das ist eher der Regelfall.

Ich habe auch noch nie von einem muslimischen Typen gehört, der seine Homosexualität mit Zuspruch der Eltern offen auslebt.
Meine Erfahrung ist eher, dass unbedingt verhindert werden muss, dass die Familie davon was mitkriegt.

Von daher find ich es befremdlich, wenn in einem Islam-Thread behauptet wird, die Türkei sei ja total tolerant, weil das den Schluss suggeriert, der Islam sei in irgendeiner Weise mit Homosexualität in Einklang zu brigen, was definitiv nicht der Fall ist.
Selbiges gilt für die anderen großen Religionen.

PS: Ist ja auch paradox, da diese Religionen überhaupt erst die Verfolgung von Homosexuellen losgetreten haben.


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26.02.2015 um 07:41
@Draiiipunkt0
Draiiipunkt0 schrieb:Instanbul ist Theater für Touristen.
Und alle spielen mit?
Ich denke es ist wohl eher das Flair der Grossstadt, das Zusammenleben verschiedenster Kulturen und Ideologien auf einem Raum, dass hier im Lauf der Jahre für die entsprechende Toleranz gesorgt hat.
In manchen bayerischen Dörfern hat man als Protestant schon Probleme, ich mag mit garnicht ausmahlen, was wohl passiert wenn man zudem noch schwul in Brillenträger ist.
Dieses Stadt-Land-Gefälle wird man wohl in jedem Land finden, beim einen etwas grösser, bei nächsten etwas kleiner.


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26.02.2015 um 10:20
Der Islam ist -finde ich- eine ganz normale Religion wir Christentum und Judentum. Aber ich habe manchmal das Gefühl dass es in dieser Religion zu viele fundamentalisten gibt.

Ich kenne viele nette und höfliche Menschen, die Moslems sind. Aber der Glaube währe nichts für mich. Ich will frei sein und nicht mit solchen Ketten Leben wollen.

Wenn es einen Gott wie Allah gäbe, würde er alles selbst in die "Hand". Und nicht die Menschen.


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26.02.2015 um 13:41
@Draiiipunkt0

Recht interessanter Fall, der sich zur Zeit in Berlin abspielt. Keine türkische Familie betroffen, sondern ne libanesische.
Klage vor Gericht in Berlin

Ein schwuler Sohn wehrt sich gegen Zwangsheirat
Von Julia Haak
Berlin –

Nasser ist in Berlin geboren und stammt aus einer libanesischen Großfamilie. Als seine Eltern erfahren, dass er schwul ist, wollen sie ihn zwangsverheiraten. Er flieht, wird entführt. Jetzt verklagt er seine Familie − und seine Geschichte wird erzählt.

Nasser hat seine Eltern verloren, weil er schwul ist. Für sie ist seine Homosexualität ein Laster, von dem sie ihn kurieren wollten. Erst bedrohten und misshandelten sie ihn, dann suchten sie eine Braut für ihn, und als er sich widerspenstig zeigte, entführten sie ihn. Den eigenen Sohn. Nasser war damals 15 Jahre alt. Heute ist er volljährig. Er kann sich jetzt wehren. Er bringt seine Familie vor Gericht.

Am 12. März, genau in zwei Wochen, beginnt die Verhandlung am Amtsgericht Tiergarten. Aber jetzt sitzt er erst einmal im Bürgermeisterbüro Friedrichshain-Kreuzberg, neben ihm Monika Herrmann, die Bürgermeisterin sowie Sozialarbeiter und Mitarbeiter des Jugendamtes, vor ihm fünf Journalisten, viermal Presse, einmal Radio. Ein kleiner, ausgesuchter Kreis, ein ungewöhnlicher Auftritt.
Mit Gewalt in die Ehe

Von Zwangsverheiratung spricht man, wenn mindestens einer der Eheleute durch die Ausübung von Gewalt oder Drohung zum Eingehen einer Ehe gezwungen wird.

Betroffen sind in erster Linie Mädchen und Frauen, es kommt aber auch bei Jungen und Männern dazu. Seit Februar 2005 gilt Zwangsverheiratung als ein besonders schwerer Fall der Nötigung, der mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft wird.

Seit 2011 ist Zwangsheirat ein eigenständiger Straftatbestand im Strafgesetzbuch. Das Bundesfamilienministerium veröffentlichte 2011 eine Studie, in der die Fälle in Beratungseinrichtungen ausgewertet wurden. Erfasst wurden 773 Fälle, davon waren
736 weiblich und 37 männlich.

Im Sommer 2014 führte der Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung bei Behörden, Schulen, Beratungsstellen eine Umfrage zum Ausmaß von Zwangsverheiratungen in Berlin bezogen auf das Jahr 2013 durch. 460 Fälle von Zwangsverheiratungen wurden erfasst, 18 Prozent mehr als bei der letzten Befragung 2007.

Allerdings lag auch die Zahl befragter Einrichtungen um 25 Prozent höher. Betroffen waren 431 Mädchen und Frauen und 29 Jungen und Männer.
2007 waren zwölf Betroffene männlich.

Nasser trägt ein weißes Hemd, schwarze Ohrringe, seine Augen sind strahlend blau. Er sieht aus wie ein Popsänger. Seine Haltung ist sehr aufrecht, seine Stimme klar. Er sagt, er wolle mit seinem Fall in die Öffentlichkeit gehen, endlich erzählen, was ihm passiert ist, um anderen klarzumachen, dass man sich wehren kann. Das Gericht hat ihm angeboten, den Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, wie das bei Minderjährigen üblich ist. Er hat abgelehnt. Er scheint sehr überzeugt von seiner Sache, er will sogar seinen vollen Namen in der Zeitung lesen. Wir nennen ihn dennoch nicht, um ihn zu schützen, vor seiner Familie und auch vor sich selbst. Die folgenden Schilderungen der Umstände und Ereignisse sind Nassers Sicht auf die Dinge.

Nasser ist in Berlin geboren, aber seine Familie stammt aus dem Libanon. Er hat Verwandte in Neukölln, Kreuzberg und in der Heimat seiner Eltern. Sie haben jung geheiratet. Die Mutter war 14, der Vater 20. Ihm gegenüber sprachen sie von einer Liebesheirat, sagt er. Heute bezweifelt er das. Seine Mutter war doch noch so jung, und beide stammen aus sehr konservativen Familien, mit strikten Moralvorstellungen, die sie aus dem Islam ableiten. „Meine Eltern, meine Onkel und Tanten glauben, dass Homosexualität eine Todsünde ist.“

Coming-out mit 15

Seine Kindheit verlief scheinbar normal, die Wohnung mitten in Berlin, drei Geschwister, deutsche und arabische Schulfreunde. Dass er homosexuell ist, hat er früh gewusst. Mit 15 erzählte er es unter Freunden. Eine Mitschülerin war so schockiert, dass sie es seinen Eltern weitererzählte. Die reagierten fassungslos. „Meine Mutter hat laut lamentiert, ihr Sohn sei eine Schwuchtel, mein Vater gesagt, er wird mir ein Messer in den Hals rammen.“ Nasser hatte Gründe zu glauben, dass solche Drohungen auch in die Tat umgesetzt werden. Ein Onkel habe ihn bereits früher mit Benzin übergossen und gedroht, ihn anzuzünden, nur weil er vermutete, Nasser sei schwul.

Die Eltern hätten ihn ausgepeitscht. Am Tisch der Bezirksbürgermeisterin hält Nasser seinen Arm hoch und zeigt auf eine Narbe. „Die habe ich, weil sie mich mit kochendem Wasser übergossen haben. Aber damals durfte ich es niemandem erzählen. Im Krankenhaus habe ich irgendeine Geschichte erfunden.“

Nach der Drohung des Vaters rannte er von zu Hause weg. Es war der 15.10.2012. Nassan war 15. Er wusste nicht, wohin. „Ich kannte niemanden. Die meisten Eltern meiner Freunde hätten mich sofort wieder nach Hause gebracht“, sagt er. Zur Polizei traute er sich auch nicht. Zu oft hatte man ihm eingebläut, dass die Beamten ihn sowieso nur wieder zu Hause abliefern würden. Bei einem deutschen Freund kam er unter, ging aber nach zehn Tagen wieder nach Hause.

Seine Mutter habe ihn unerwartet freundlich empfangen, sagt Nasser. Die Familie hatte sich nun etwas anderes ausgedacht. Er sei jetzt verlobt, wurde ihm mitgeteilt. In wenigen Wochen werde er heiraten. Der nächste Schock. „Ich wollte so nicht leben, ein Leben mit unterdrückter Homosexualität“, sagt er. Und erzählt von Telefongesprächen mit einem schwulen Bekannten im Libanon, der verheiratet ist und ein Kind hat. Er hasst sein Leben.

Nasser lief wieder weg. Diesmal wendete er sich ans Jugendamt. Die Betreuer dort brachten ihn in einer Einrichtung unter, in der Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können, gemeinsam wohnen. Nasser lebt unter falschem Namen dort. Auch in der Schule, die er heute besucht, kennt man seinen wirklichen Namen nicht. Nasser bekam einen amtlichen Betreuer, das Sorgerecht wurde den Eltern entzogen. Täglich sollte er sich von nun an beim Jugendamt melden. Sein Aufenthaltsort wurde auf Berlin beschränkt. Die beteiligten Behörden hielten die Familie offenbar für gefährlich.

Trotzdem ließ er sich bald wieder zu einem Treffen mit der Mutter überreden. Doch zum verabredeten Zeitpunkt in der elterlichen Wohnung war sie gar nicht da. Stattdessen warteten acht Onkel und sein Vater auf ihn. „Sie waren ganz nett. Es gab etwas zu trinken. Tee und Cola. Aber in den Getränken war ein Schlafmittel“, sagt er. Ihm sei schwindelig geworden. Das nächste, woran er sich erinnert, ist, dass er in einem Auto saß, mit den Onkeln und seinem Vater. Das Ziel sei der Libanon gewesen, sagt Nasser. Sein Vater habe ihm im Auto gesagt, er werde ihn dort an den Galgen bringen. Um Heirat ging es nicht mehr. An der rumänisch-bulgarischen Grenze stoppten allerdings Grenzbeamte die Fahrt. Das Jugendamt hatte, als die tägliche Lebendmeldung ausblieb, Vermisstenanzeige erstattet. Nasser wurde zurück nach Berlin gebracht.

An Nassers Pressekonferenz im Bürgermeisterinnenbüro nehmen an diesem Tag auch zwei Mitarbeiterinnen von Papatya und Wildwasser teil. Sie kennen Geschichten wie die von Nasser. Allerdings vor allem von Mädchen. „Es passiert öfter, dass Jugendliche verschleppt werden“, sagt Birim Bayam von Papatya, einer Kriseneinrichtung für junge Migrantinnen. Sie macht auf eine Lücke im Berliner Interventionssystem aufmerksam.

Es gibt Frauenhäuser und Mädcheneinrichtungen. Auf Jungs als Opfer ist man in Berlin nicht eingerichtet. Für sie gebe es so gut wie keine Beratung, höchstens durch den Lesben- und Schwulenverband. Dorthin wenden sich aber nur von Zwangsverheiratung betroffene Homosexuelle. „Vor allem an Unterbringungsmöglichkeiten fehlt es. Die Kriseneinrichtungen sind alle voll, und sie sind auf Kinder und Jugendliche sowie Frauen spezialisiert. Für junge Männer gibt es im Grunde nichts“, sagt die Pädagogin. Deshalb wohnt Nasser noch immer in einer Wohnung des Jugendamts.

Nasser sagt, er habe keine Angst mehr vor seinen Eltern. Trotz der Entführung, der Misshandlungen, dem Auspeitschen, dem kochenden Wasser, dem Geruch von Benzin?

Er sitzt zwischen den Frauen vom Jugendamt und der Bürgermeisterin, er lacht, er scheint sich wohlzufühlen, sicher. Er sagt, er habe seine Angst überwunden. Man möchte es ihm glauben, aber es fällt schwer. Die Familie ist groß, und die wenigen, zu denen er noch Kontakt hält, haben ihn aus Angst gebeten, ihre Identität geheim zu halten. Vielleicht sollte er vorsichtiger sein.
Keine Lust auf Rache

„Mutig ist das, was er macht“, sagen die Sozialarbeiter, die sich um den jungen Mann geschart haben. Sie meinen leichtsinnig, auch wenn sie es nicht sagen. Sie berichten von ähnlichen Fällen, die tödlich ausgegangen sind. Aber Nasser ist unbeirrt. „Ich bin nicht rachsüchtig, aber ich möchte zeigen, was in Berlin passiert“, sagt er. Und so lassen sie ihn reden, auch wenn sie Bauchschmerzen haben und darum bitten, keine Details über seinen Aufenthaltsort, seine Schule, seine Geschwister preiszugeben.

Seine Verwandten zeigen sich nach wie vor uneinsichtig. Neulich ist Nasser auf einer Schwulendemonstration mitgelaufen. Da ist er seinem Vater das erste Mal seit langem wiederbegegnet. Der Vater stand am Straßenrand, hat ihn direkt angeschaut, aber keine Miene verzogen. Sie sind sich begegnet wie Fremde. Die Mutter postet auf Facebook, sie bereue nichts, und die jüngeren Geschwister erzählen in der Schule, Homosexuelle gehörten eingesperrt, sagt Nasser. Vielleicht ist auch das ein Motiv für seine Offensive: der Wunsch, nicht länger Opfer zu sein, sondern die Dinge zu schildern, wie sie gewesen sind.

Drei Angeklagte, seine beiden Onkel und sein Vater, müssen sich am 12. März verantworten, weil sie Nasser, obwohl er unter Pflegschaft stand, entführt haben sollen und erst durch rumänische Grenzbeamte gestoppt werden konnten. Seine Mutter wird wahrscheinlich nur als Zeugin geladen.

Die Anklage beim Prozess lautet auf Entziehung Minderjähriger und Freiheitsberaubung. Der Versuch, Nasser gegen seinen Willen zu verheiraten, ist nicht Teil der Anklage, obwohl dies seit 2011 ein eigener Straftatbestand ist. „Eine bevorstehende Zwangsheirat ist in den seltensten Fällen nachweisbar“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Petra Koch-Knöbel, die ebenfalls an Nassers Pressekonferenz teilnimmt. Oft würden Betroffene die eigenen Eltern nicht anzeigen, und selbst wenn, stünde Aussage gegen Aussage. Dass die Familie an der Grenze mit Nasser gefasst wurde, obwohl es einen gegenteiligen Beschluss des Familiengerichts gab, ist allerdings nachweisbar.

Nasser kann sich nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn er den Eltern in zwei Wochen im Gericht wieder gegenüberstehen wird. Was empfindet er, wenn er an sie denkt? „Na ja, es sind die Eltern“, sagt er, „wenn sie auf der Straße angegriffen würden, würde ich ihnen trotz allem helfen.“ Er hat durch den Kampf für sein selbstbestimmtes Leben viel Zeit in seiner Entwicklung verloren. Er macht jetzt seinen mittleren Schulabschluss nach. Dann will er Flugbegleiter werden. „Wenn ich geheiratet hätte, wäre für die Familie alles in Ordnung gewesen“, sagt er und lacht bei dieser Vorstellung, ungläubig und stolz, seinen eigenen Weg gefunden zu haben.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/klage-vor-gericht-in-berlin-ein-schwuler-sohn-wehrt-sich-gegen-zwangsheirat,108091...


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Schluss mit der Hetze gegen den ISLAM!

26.02.2015 um 13:56
@Draiiipunkt0
Stimmt so leider nicht. Ich persönlich kenne auch einen Homosexuellen. Deren Familie weiß es auch.
In der Türkei gibt es eine Lobby für Homosexuelle, genauso in anderen Ländern wo man es nicht erwartet wie in Saudi Arabien. Aber die können es sich sicher nicht leisten ihre Gesinnung öffentlich zu zeigen, das sollte aber klar sein. Natürlich gibt es auch diejenigen die Familienmitglieder deswegen verfolgen. Aber das hat wieder mehr mit Toleranz, Bildung und Weltoffenheit zu tun. Und einen Fall kann man nicht auf alle schließen oder umgekehrt.

Omg, wenn man Bushido zitiert, sollte man dich dann noch ernst nehmen :D

@kusamak
Ich verstehe auf was du hinauswillst. Es ist auch völlig ok. Familien die in ihrem Heimatland in den ärmsten Verhältnissen leben (nicht nur finanziell) sondern auch was Bildung, etc. angeht, diese fallen hier natürlich mehr auf. Solche Leute würden auch in Istanbul verrückt werden wenn die Sprache nicht die gleiche wäre. Und wenn man in Europa dann nicht Fuß fassen kann, was Sprache, Job etc. betrifft, dann hat man schon fast verloren. Und solche Fälle fallen dann auf, über sowas will die Presse auch berichten, aber nicht über die restlichen "guten" Fälle. Und was macht die Masse, sie geht mit.


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26.02.2015 um 13:56
@kofi
Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel

-Bushido, erfolgreichster deutscher Straßenrapper
Das fasst die Mentalität von Berliner Prollkanacken gut zusammen.


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Draiiipunkt0
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26.02.2015 um 14:08
@liaewen
liaewen schrieb:Omg, wenn man Bushido zitiert, sollte man dich dann noch ernst nehmen
Ich komm leider nicht dran vorbei, weil seine Musik hier aus vielen Limousinen und Handys tönt.


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26.02.2015 um 14:13
@Draiiipunkt0
Komisch ich höre das selten bis gar nicht von den "Prollkanacken". Die kleinen Kinder in der Pubertät vl. ja. Aber die die ich kenne oder sehe hören meistens Pop oder Kommerz (was genauso schlimm ist)^^ Also wo du so lebst will ich gar nicht wissen.. Und von möchtegern Gangstaz schließt man natürlich wieder auf die Masse. Typisch! ;)


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Draiiipunkt0
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26.02.2015 um 14:16
@liaewen
liaewen schrieb:Und von möchtegern Gangstaz schließt man natürlich wieder auf die Masse. Typisch!
Hab ich nicht getan. Ich habe extra auf Berliner Prollkanacken eingegrenzt.


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26.02.2015 um 14:18
@Draiiipunkt0
Deine Aussagen (auch weiter oben) waren schon ein wenig mehr pauschalisierend. Aber gut.


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Draiiipunkt0
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26.02.2015 um 14:20
@liaewen

Willst du behaupten, die Schwulenfeindlichkeit von solchen Asis hätte nichts mit dem Islam zu tun?


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26.02.2015 um 14:24
@Draiiipunkt0
Oh maaaan. Darf ich dich fragen ob du zb. Türken als Freunde hast? Also nicht nur so flüchtige Bekannte, sondern mit welchen man auch redet und was unternimmt?
Guck, solche Gangstaz saufen, kiffen, poppen, und meinen die größten und besten Männer auf Erden zu sein. Du willst MIR jetzt echt weismachen, dass sowas mit dem Islam zu tun hat? Sorry, aber darf ich mal lachen? :)


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Schluss mit der Hetze gegen den ISLAM!

26.02.2015 um 14:24
@Draiiipunkt0
Ausgrenzung von Homosexuellen lässt sich im Endeffekt auf ein intellektuelles und/oder soziales Handicap herunterbrechen.
Solche Blödmänner und -frauen findest du unter dem Mäntelchen nahezu jeder Ideologie.


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26.02.2015 um 14:27
Angola verbietet den Islam.

http://www.focus.de/politik/ausland/endgueltiges-aus-angola-verbietet-den-islam_id_3434655.html


Ich lass das erstmal unkommentiert stehen.


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26.02.2015 um 14:38
@MVirus

Nicht nur den Islam, sondern auch einige andere.

Es gehe nicht nur um Muslime, sondern grundsätzlich um Kirchen und Sekten, "die im Widerspruch zu Gewohnheiten und Sitten der angolanischen Kultur stehen", meinte Kultusministerin Rosa Cruz e Silva laut Angop. Zahlreiche religiöse Stätten müssten deshalb geschlossen werden. Mindestens 194 religiösen Organisationen seien weitere Aktivitäten in Angola verboten worden.


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