capspauldin
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Da ja auch so gut wie jede/r einem Beschäftigungsverhältnis nachging und ohnehin eher nicht zu Hause war?SophiaPetrillo schrieb:Da wurde alle Energie in die Industrie gepumpt und die privaten Haushalte wurden nur morgens und abends in einem minimalen Zeitfenster mit Strom versorgt.
Alle Entscheidungen während der Mangellage sind Einzelfall-Entscheidungen, weil die tatsächlich bestehende Lage eine individuelle sein wird. Daher bereitet die Bundesnetzagentur keine abstrakten Abschalte-Reihenfolgen vor. Der wiederholt vorgetragene Wunsch hiernach ist aus Gründen der Planungssicherheit für die potentiell betroffenen Akteure natürlich sehr nachvollziehbar. Gleichwohl ist der Entscheidungsprozess derart komplex, dass eine abstrakte Regelung ihm nicht gerecht wird. Sie ist auch nicht geeignet, tragfähige Lösungen im Vorfeld herbeizuführen. Ausschlaggebend für die Entscheidungen sind jeweils die Belange und die Bedeutung der betroffenen Akteure. Auch die netztechnische Situation und die bestehenden Gasflüsse werden Teil einer Gesamtabwägung sein.Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Allgemeines/DieBundesnetzagentur/Insight/Texte/BNetzA/Blog10_BNetzA_Notfallplan_Gas.html
Dafür müssen aber dann dutzende oder hunderte Privatwohnungen durchgeheizt werden. Es wird von Fall zu Fall anders sein, aber mich würde es wundern, wenn man auf diese Weise wirklich Energiesparen könnte. Allerdings fallen evtl. An- und Heimfahrt weg, aber auch hier werden die Busse und Bahnen trotzdem fahren. Private KfZ können dagegen zuhause stehen bleiben. Ich gehe insgesamt eher davon aus, dass die Summe vieler kleiner Arbeitsplätze (daheim also) deutlich mehr Energie brauchen kann, als ein großer.SophiaPetrillo schrieb:Bei großen Bürogebäuden bzw. Verwaltungen könnte ich mir das gut vorstellen.
Da in diesen Wohnungen Menschen leben und die meisten sowieso keine eigenen Homeofficeräume haben werden diese Räume sowieso beheizt wenn sie nach Hause kommen.Tripane schrieb:Dafür müssen aber dann dutzende oder hunderte Privatwohnungen durchgeheizt werden.
Und ob möglicherweise gewerbliche Vorschriften dann im privaten Gültigkeit haben könnten. Was wie stark beheizt werden darf oder so.Nerok schrieb:Das wird der Gedanke dahinter sein.
@TripaneNerok schrieb:Da in diesen Wohnungen Menschen leben und die meisten sowieso keine eigenen Homeofficeräume haben werden diese Räume sowieso beheizt wenn sie nach Hause kommen.
Wenn das überhaupt so war. Ich zumindest kann mich nur an gelegentliche Stromausfälle erinnern, meist wenn es sehr kalt war. Vielleicht war es in den 50er oder 60er Jahren so, da war ichnoch nich dabei?nairobi schrieb:Da ja auch so gut wie jede/r einem Beschäftigungsverhältnis nachging und ohnehin eher nicht zu Hause war?
Auch wenn nich die gesamte Belegschaft im Homeoffice is, kann man den verbliebenen Rest möglichst zusammenlegen und die restlichen Gebäudeteile so weit wie möglich runter fahren.bruderchorge schrieb:ist.
Leere Bürokomplexe auf beispielsweise 12 Grad drosseln dürfte sich aber bemerkbar machen.
Was auch utopisch ist.SophiaPetrillo schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass dann per Eilverordnung oder Gesetz die Industrie ihren Verbrauch von sich aus, auf Null reduzieren muss. Zuwiderhandlungen würden dann natürlich geahndet werden.
Das muss nichts heissen.kuno7 schrieb:Wenn es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für so ein Szenario gäbe, dann wäre der DAX wohl schon um 50% abgeschmiert. Die Börse, die üblicherweise 3-6 Monate in die Zukunft schaut, scheint aber nich von großen Beeinträchtigungen der deutschen Wirtschaft auszugehen.
Gerade meine Erläuterung unterstreicht doch noch einmal den Unsinn dieser strukturblinden Individualisierung. Der Zugang zu den verschiedenen Kapitalsorten ist nämlich in einem hohen Maße ungleich verteilt, ohne, dass damit irgendeine individuelle Vorleistung zusammenhängt.Tripane schrieb:Daher ist das "sich Befreien aus der eigenen Unmündigkeit" nur denjenigen möglich, die über das entsprechende soziale und kulturelle Kapital verfügen.
Du sagst es selbst. Deswegen bin ich auch so sparsam mit der Erfüllung auf mich absurd scheinender Einforderungen von Belegen.
Muss es nich, nein, aber es is schon ein brauchbares Indiz.Berryl schrieb:Das muss nichts heissen.
Im M- oder S-DAX is es aber auch nich viel anders.Berryl schrieb:Genauso wie das globale Konzerne sind.
Wahrscheinlich ist Deutschland da nur noch ein kleiner Absatzmarkt.
Eben deshalb würden sich solche Befürchtungen, wenn es diese gehäuft gäbe im Kurs der Indizes ablesen lassen, was offensichtlich nich der Fall is.Berryl schrieb:Und man braucht auch nicht meinen dass Unternehmen ewige Engpässe inkauf nehmen wenn sie es anderswo leichter haben.
Eine vorübergehende und mittelfristig (1-2 Jahre) recht gut hendelbare Versorgungsunsicherheit ist für die Wirtschaft noch lange kein Drama, auch wenn es die Medien momentan so aussehen lassen wollen, weil sie sonst kaum interessante Themen haben, wie ich glaube. Gut, für den Winter könnte es eng werden, wenn wir eine längere Periode mit zweistelligen Minusgraden bekämen, aber sonst ist das alles nicht so wild. Alleine die Niederlande und Norwegen können jetzt schon -glaube- ein Drittel des fehlenden russischen Gases ersätzen, und gerade Norwegen kann die Produktion noch um einiges steigern - was aber etwas Zeit braucht.Berryl schrieb:Man braucht jedenfalls nicht glauben dass fehlende Versorgungssicherheit gut für die Attraktivität des Standortes sind.
Das ist wahr. Das eigentliche große Thema, was auf uns noch in dieser Dekade zukommt, ist der demographische Wandel. Immer mehr Alte, die immer wenniger arbeiten können, und immer mehr Geld, Ressourcen und Kapazitäten auf allen möglichen Fronten verbrauchen, ohne wie gesagt irgendeinen ökonomischen Ausgleich groß schaffen zu können. Momentan sehe ich nicht, wie unsere Gesellschaft dieses Problem lösen will. Die paar Zugezogene werden auch nur einsprigen können, wenn das Bildungsniveau stimmt, aber danach sieht es nicht wirklich aus.Berryl schrieb:Die Energiekrise ist ja nicht das einzige große Problem des Wirtschaftsstandortes.
Sicher kann das vorkommen. Aber erstens gehört das langsam nicht mehr in diesen Strang, und zweitens macht mich auch die Erkenntnis, dass Menschen verschiedene Eigenheiten und Schicksale haben, nicht zum Kommunisten. Ich bin dafür, dass ein Staat seinen Bürgern, möglichst gute Möglichkeiten der Entfaltung bietet, ihnen in einem gewissen Rahmen Bildung zukommen läßt, große (insbesondere unverschuldete) Not lindert oder verhindert, sich ansonsten aber tunlichst aus den Belangen der Menschen raushält. Damit möchte ich diese Grundsatzdiskussion an dieser Stelle eigentlich beenden.paranomal schrieb:Der Zugang zu den verschiedenen Kapitalsorten ist nämlich in einem hohen Maße ungleich verteilt, ohne, dass damit irgendeine individuelle Vorleistung zusammenhängt.
So wie Adidas z.B das seine Schuhe sonst wo produzieren lässt.Berryl schrieb:Am Dax sind nur Unternehmen gelistet die in Deutschland, bis auf Airbus(?), ihren Sitz haben.
Sonderlich gut hat der DAX auch nicht performt in den letzten Monaten.kuno7 schrieb:Wenn es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für so ein Szenario gäbe, dann wäre der DAX wohl schon um 50% abgeschmiert. Die Börse, die üblicherweise 3-6 Monate in die Zukunft schaut, scheint aber nich von großen Beeinträchtigungen der deutschen Wirtschaft auszugehen.
Du hast nicht viel Ahnung von "Industrie", oder? Es gibt haufenweise Prozesse, die kann man nicht Mal eben abschalten und drei Tage später wieder einschalten.SophiaPetrillo schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass dann per Eilverordnung oder Gesetz die Industrie ihren Verbrauch von sich aus, auf Null reduzieren muss. Zuwiderhandlungen würden dann natürlich geahndet werden.
Eben.alibert schrieb:die kann man nicht Mal eben abschalten und drei Tage später wieder einschalten.
Nun, die Einteilung der Energiekunden in "geschützte" und "ungeschützte" Kunden hat die Regierung/Bundesnetzagentur vorgenommen.alibert schrieb:Du hast nicht viel Ahnung von "Industrie", oder? Es gibt haufenweise Prozesse, die kann man nicht Mal eben abschalten und drei Tage später wieder einschalten.
Aber auch nich viel schlechter, als andere vergleichbare Indizes, zB. die US Indizes, die ja von Energiemangel nich betroffen sind, lediglich von den hohen Preisen und die sind in den Kursen hier, wie auch drüben eingepreist.militarynerd schrieb:Sonderlich gut hat der DAX auch nicht performt in den letzten Monaten.