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Das Jahr 2012

35.183 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2012, Weltuntergang, Schicksal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:13
frei ist leider keiner wirklich mehr auf diesen Planeten, man muss immer i-was machen entweder schulpflicht..

oder sich beim arbeitsamt meleden wenn man keine arbeit hat, sonst wird ein vielleicht das geld gestrichen..


Deshalb müsste man für eine freie Welt kämpfen..

wo es kein Geld mehr gibt
weniger Gesetze..

mit der natur verbunden leben, in einer gemeinschaft..

und nicht so krank wie heute, man kann zwar noch leben, aber die meisten menschen leben nicht wirklich, wenn ich das so ausddrücken soll..

aber das alle erstmal zu ändern ist schwierig


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:16
Was ich wirklich extrem interessant finde ist folgendes was sich als "Niederschrift" in den Alten Gemäuern bei den guten Mayas in den Wänden verewigt hat:


Sie stiegen von der Strasse der Sterne her nieder.
Sie sprachen die magische Sprache der Sterne des Himmels.
Ihr Zeichen ist unsere Gewissheit, dass Sie vom Himmel kamen.
Und wenn Sie wieder her niedersteigen werden Sie neu ordnen was Sie einst schufen.
"Zitat Ende
Quelle: Wände in den Pyramiden


Wenn Sie etwas neu ordnen werden. MUSS das alte zerstört werden.

Wir werden weiterleben. Ob in diesem oder im nächsten Leben :-) Aber dann stehen wir wirklich vor einem Anfang. Wird also dann etwas anders sein -
"natürlicher" vermute ich.


lg Enra


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:19
@Braveheart17
Du vertrittst zu 100% meine Meinung.
Aber
Man kann nicht ändern. (Ich wünschte schon). Das alte muss gehen. Eine Alte Kartoffel in der Erde wird nur neu erblühen wenn Sie platzt macht für die nächste Generation.


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:23
@Enrazius
ja das denke ich auch, das Leben wird weiter gehen!

Diese Maja´s

Aber diese Politik heut zu Tage... und, und....1*1


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:23
@Enrazius

man kann alles ändern, man muss nur wollen....

Wenn man entschlossen denn je ist, kann man diese Welt verändern..

doch es ist nicht leicht

du bist auch meiner Meinung? damit wir wieder friedlich mit der natur im einklang leben..

schön zu hören...


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:24
Mal eine reich spekulative Sichtweise von mir.


Nehmen wir an 100000 Propheten die vieles vorhergesehen haben. Würden sagen, dass am 21.12.2009 dies und jenes passiert?
Wäre das gut? Würde man nicht dadurch auch Ängste schüren? Wer hat sich da schonmal Gedanken zu gemacht, dass es einfach nicht gut ist wenn 100000 Millionen Menshcen durch ihre "Fähigkeiten" ein Datum fixieren??

Ich finde es würde eher Panik machen oder negativen Einfluss auf uns haben....
Vielleicht sagen deswegen so wenige die genaue Angabe des Zeitpunktes. Ist vielleicht nur ne kleine Idee ^^


lg Enra


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:27
Es kann ur mit der Natur gehen. Es kann vieles in der Medizin abgeschafft werden wenn man wieder zur Natur zurückkehren würde. Aber da hängen Arbeitsplätze dran. So viele.......

Mein Arzt ein Freund von mir sagt: MArc Geh in die Natur laufen, dass ist das wichtigste was du machen kannst im Leben.

Früher haben wir nen Hasen gejagt waren alle Schlank. Heut sitzt jeder vorm Rechner hat Übergewicht tausend KRankheiten dadurch und muss noch nach der Arbeit den Hasen jagen(joggen gehen)

Wir haben uns falsch entwickelt und deswegen bin ich 100%ig deiner Meinung @Braveheart17

lg
Enra


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:33
Hier mehr Infos zur Time Wave Zero und der Beweis, dass nicht nur die Maya vom 21.12.2012 sprechen:

https://www.youtube.com/watch?v=ghTNTuDW-3k


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:35
@Enrazius

schön das du auch so denkst^^
toll das wir einer meinung sind, einer meinung für etwas schönes, was schnell durch einen Fortschritt der Gier leider verging......


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:47
Hier die Time Wave Zero für 2009!

https://www.youtube.com/watch?v=phZ2gpt4JCg


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:49
@Braveheart17
Hast du schonmal was von "Aussteigern" gehört??

Hochintelligente Menschen Ärzte, Professoren, Ingeneure keine Ahnugn was die einfach keine Lust mehr auf dieses System haben. Sie verlassen es schlafen im Wald unter Brücken egal wo um einfach nur leben zu können...........

Für mich sind es keine Bekloppten oder Penner. Ich respektiere Ihren Mut diesen Schritt zu wagen. Ich weiss nicht ob ich dazu in der Lage wäre. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass es dort wieder hingehen wird.

Es gibt NICHTS was die Menschen erfunden haben was Notwendig ist zum Leben!! Traurig aber das ist wohl die Wahrheit^^ Selbst ein Windrad was ja so harmlos ist- vernichtet die Windesenergie. Toll nicht?

Klar ein Windrat macht den Braten nicht fett zwei oder drei auch nicht. Aber wenn Windesenergie in Elektrische Energie umgewandelt wird FEHLT der Wind!!!!

Tja, so weit unsere Technik. Wie gesagt es gibt NICHTS und das kann ich als Elektrotechniker mit echt beruhigem Wissen sagen. Alles ist irgendwie GEGEN die Natur und das endet "wahrscheinlich" sehr bald.


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 22:51
@Enrazius

nein davon hörte ich noch nicht


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 23:12
So letzte Videos sehr sehr interessant manche kennen es manche nicht lohnt sich wirklich das mal anzuschauen.
https://www.youtube.com/watch?v=6HzqtUkYfHE


und


https://www.youtube.com/watch?v=k2WPgtTuPL8



Gut NAcht@all


P.S. Welcher intelligente Mensch würde Konrkreise mit Brettern machen?? Ich bin mir sehr sehr sicher das es nicht von Menschenhand gemacht worden ist. Es gab auch mal Videos wo "Kids" Erklärt haben wie man schnell Kornkreise herstellt. Aber so etwas in der NAcht bei Dunkelheit mit 100%iger Präzision und 100% Intelligenz(Chemie, MAthe, Binär-Code) zu machen ist 100%ig unmöglich ^^


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 23:49
Lust an der Apokalypse

Von Thea Dorn



Was hinter der Katastrophenrhetorik steckt.

Traditionell überlassen wir den Part des Propheten, der durch unsere unwirtlichen Städte wandert und die Menschen lautstark zur Umkehr mahnt, dem kleinen Kreis bibelfester Obdachloser. Doch seit die Finanzkrise Banken gesprengt und die Automobilindustrie ins Stottern gebracht hat, sind auch die gebildeten Stände von einer aggressiven Prophetitis befallen. Nun treibt auch sie das Bedürfnis um, das Ende der "großen Hure Babylon" zu verkünden. So war von Thomas Friedman, einem der prominentesten Kolumnisten der "New York Times", zum Jahresende 2008 zu lesen: "In letzter Zeit gehe ich in Restaurants, schaue mich an den Tischen um, an denen es immer noch von jungen Leuten wimmelt, und ich habe dieses Bedürfnis, von Tisch zu Tisch zu gehen und zu sagen: ,Sie kennen mich nicht, aber ich muss Ihnen sagen, Sie sollten hier nicht sein. Sie sollten Ihr Geld sparen. Sie sollten Ihren Thunfisch zu Hause essen. Diese Finanzkrise ist bei weitem noch nicht vorbei. Wir sind nur am Ende des Anfangs. Bitte lassen Sie sich Ihr Steak einpacken, und gehen Sie nach Hause.'"



Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete darüber, und anstatt zu fragen, ob es nicht atemberaubend unverantwortlich ist, wenn ein einflussreicher Wirtschaftsfeuilletonist den apokalyptischen Harlekin gibt, sinnierte der Herausgeber Frank Schirrmacher über "die Evolution einer Krise, deren Dramatik buchstäblich mit jeder Woche neue rhetorische Maßnahmen verlangt". Ein herzloser Tropf, wer im Angesicht der Krise als Erstes an politische und ökonomische Maßnahmen denkt.


Nun ist der Schwanengesang, das Hohelied vom baldigen Ende der Menschheit, beileibe keine Erfindung unserer Tage. Die Bibel ist gerade mal sieben Kapitel alt, schon schickt der Herr die Sintflut, auch im Gilgamesch-Epos bestellen die Götter den großen Regen, während die Edda eher auf den Weltenbrand setzt. Die Menschen des Mittelalters waren alle naslang sicher, von einem Kometen oder der Pest kollektiv ausgelöscht zu werden. Auch das 20. Jahrhundert begann - noch vor der realen Katastrophe des Ersten Weltkriegs - mit der fiebrigen Erwartung des Halleyschen Kometen. Kaum hatte man den nationalsozialistischen Terror hinter sich gelassen, erhitzte die Angst vor dem Atomtod die Gemüter bis an den Rand der Kernschmelze. In den Siebzigern entdeckte der Club of Rome die Ökologie als weites Feld für Untergänge. Und die Achtziger bescherten uns die spezifisch deutsche Spielart dieser Angst: das Waldsterben.

Es ist also nichts Neues, wenn in unseren Tagen wahlweise die Vogelgrippe, der Millennium-Bug, die demografische Entwicklung, die Erderwärmung oder aktuell die Wirtschaftskrise als Reiter der Apokalypse besungen werden. Das Geschäft mit der Angst dürfte das in Wahrheit älteste Gewerbe der Welt sein. Neu ist allerdings, dass sich die Apokalypsen in immer rasanterem Wechsel ablösen. So wie Starbucks uns jeden Monat mit einem anderen "Coffee Highlight" bei Laune hält, kredenzen uns die Massenmedien mittlerweile den Untergang des Monats. Nicht die "Evolution der Krise" verlangt jede Woche nach "neuen rhetorischen Maßnahmen". Presseorgane tun es, bei denen der Lautstärkeregler offensichtlich nur in eine Richtung zu drehen ist.

Doch Sieburg spottet nicht nur, er bietet auch eine Erklärung an für "die Lust am Untergang", die er als Lebensgefühl selbst in der aufstrebenden Wirtschaftswunder-Bundesrepublik allenthalben diagnostiziert: "Der Alltag der Demokratie mit seinen tristen Problemen ist langweilig, aber die bevorstehenden Katastrophen sind hochinteressant ... Wenn wir schon mit unserem Dasein nichts Rechtes mehr anzufangen wissen, dann wollen wir wenigstens am Ende einer weltgeschichtlichen Periode stehen. Richtig zu leben ist schwer, aber zum Untergang reicht es allemal."

Spricht also tatsächlich der Freudsche Todestrieb aus uns, "das wunderbare Sehnen dem Abgrund zu", wie Hölderlin es nannte? Auf den ersten Blick erscheint die Annahme absurd. Denn unsere Endzeitverkünder sind weit davon entfernt, wie Wotan in Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" zu donnern: "Nur Eines will ich noch: / das Ende - / das Ende! -"

In einem Punkt sind sich Wotan und die heutigen Apokalyptiker jedoch frappierend einig: Die Welt hat sich in eine grundverkehrte Richtung entwickelt und hätte es dafür verdient unterzugehen. Wie der Wagner-Gott sein gesamtes zivilisatorisches Werk als "herrische Pracht, göttlichen Prunkes prahlende Schmach" verflucht, geißeln auch unsere zürnenden Zeitgenossen den Way of Life, entlarven das fundamental Verheerende an unseren individualistisch-kapitalistischen Gesellschaften. Zweifel und moderate Töne sind ausgeschlossen.

In der Bundesrepublik wird schon länger solide und begeistert Katastrophenarbeit geleistet. Von sich rächenden Urgewalten weiß der Schriftsteller und Öko-Aktivist Carl Amery bereits in den achtziger Jahren zu berichten: "Das Waldsterben", schreibt er, "ist der untrüglich einsetzende Versuch der Gaia, d. h. des Lebewesens Erde, sich durch eine gewaltige Operation einer misslungenen Spezies zu entledigen ... Es erfordert die totale Revision unserer sogenannten Werte. Darunter läuft nichts mehr."

Philosophisch anspruchsvoller, aber nicht weniger "total" formuliert taucht der Gedanke des "darunter läuft nichts mehr" schon gut zwanzig Jahre früher in Karl Jaspers' Schrift "Die Atombombe und die Zukunft des Menschen" auf: "Vor der Drohung totaler Vernichtung sind wir zur Besinnung auf den Sinn unseres Daseins zurückgeworfen. Die Möglichkeit der totalen Zerstörung fordert unsere ganze innere Wirklichkeit heraus."

Hinter der Katastrophenrhetorik steckt die Sehnsucht: Der Mensch möge zur radikalen Umkehr finden. Deshalb reicht es auch nicht, die krisenhaften Exzesse unserer Lebensform zu benennen und nach konkreten, pragmatischen Auswegen zu suchen. Krisen sind von dieser Welt, gehören zur normalen Entwicklung der menschlichen Geschäfte. Katastrophen jedoch sind Ereignisse, die den Lauf der Dinge jäh unterbrechen, Eruptionen, die das Kontinuum sprengen, die Geschichte in eine andere Richtung zu reißen vermögen. Krisen machen das Leben auf unspektakuläre Weise anstrengend, weil sie die mühsame, sorgfältige Kleinarbeit der Nachbesserung und Feinjustierung erfordern. Katastrophen hingegen sind Zeiten der großen Geste. Die Katastrophe rüttelt das saturierte Individuum auf. Und gleichzeitig erlaubt sie ihm, sich zum Retter aufzuschwingen.

Niemand spielt die Rolle des erschütterten Erschütterers derzeit so gut wie Al Gore. Es ist mehr als eine menschelnde Zutat, wenn der Mann, der sich zu Beginn des Films "Eine unbequeme Wahrheit" mit dem Satz "Ich war früher mal der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika" vorstellt, später erzählt, wie seine Wendung zum Klimaretter geschah: Sein sechsjähriger Sohn rang nach einem Autounfall wochenlang mit dem Tod. Die private Katastrophe als Bekehrungserlebnis. Und gleichzeitig gibt der Friedensnobelpreisträger von 2007 halb selbstironisch zu, dass sein globaler Ökokreuzzug eine schöne Ablenkung von der Enttäuschung ist, das Präsidentenamt im Jahr 2000 so knapp verpasst zu haben. Selten lagen Ego-Show und Weltrettungsgestus dichter beieinander.

Seit ihren Anfängen zielt die Warnung vorm Weltuntergang darauf ab, die Menschheit in ihrem Größenwahn zu zügeln, sie daran zu erinnern, dass es Mächte gibt, die größer sind als sie selbst. Doch schlägt die vom Endzeitraben grell vorgetragene Mahnung zur großen Ein- und Umkehr nicht selbst in Hybris um, wenn sie sich dazu aufschwingt, unsere Gesellschaft insgesamt abzukanzeln und ihr deshalb die "totale Revision" zu verordnen? Steckt in dem Ekel, den unsere Apokalyptiker angesichts des alltäglichen Lebens offenbar empfinden, nicht doch etwas Lebensfeindliches, dem Freudschen Todestrieb Verwandtes?

Um Himmels willen, nein!, würden die guten Menschen von ihren Klima-, Demografie- und Live-8-Gipfeln herab rufen. Wir mahnen und rütteln doch gerade, weil wir das Leben lieben, die Menschheit retten, der nächsten Generation eine nicht verwüstete Erde hinterlassen wollen. Unser Ekel ist nicht der Ekel vor dem Leben als solchem, sondern der Ekel vor dem falschen, kapitalistischen, ausbeuterischen, entfremdeten, oberflächlichen, egoistischen Leben, wie wir es in den westlichen Gesellschaften führen. Aber warum machen sich unsere Apokalyptiker auf dem wohlwollenden Auge blind, warum sehen sie nur die gierigen Manager, die (noch) nicht beseitigte Armut, den Konsumismus, die billige Plastikkultur? Und nicht die verantwortungsvollen Unternehmer, die verbesserten Lebensbedingungen auch für die ärmeren Schichten, die Museen und Opernhäuser, die Naturschutzparks, die unsere angeblich so durch und durch verrottete Zivilisation ebenso hervorgebracht hat?

"Die ganze Richtung passt mir nicht." Der Spruch, den Kaiser Wilhelm II. getätigt haben soll, ziert auch die Wappen unserer unbarmherzigen Levitenleser. Aber was wäre die Richtung, die besser passte?

Den deutlichsten Aufschluss über die Hoffnungen der Endzeitverkünder gibt das Katastrophenkino à la "The Day after Tomorrow": Geschiedene Väter, die es am Vortag der Katastrophe noch nicht einmal fertiggebracht haben, ihren Sohn pünktlich zum Flughafen zu fahren, marschieren zu Fuß durch die plötzlich hereingebrochene Eiszeit, um ebenjenen Sohn aus einem in Eis und Schnee versunkenen New York herauszuholen. Penner und Millionärssöhnchen, die sich eben noch feindlich fremd aus dem Weg gingen, teilen sich den letzten Pullover.

Wem dies zu trivial erscheint, der möge bei Heinrich von Kleist nachlesen, in "Das Erdbeben in Chili" (1807). Der düstre Dichter ergeht sich ebenfalls in Schilderungen des klassenlosen, von Nächstenliebe durchströmten Idylls im Windschatten der Naturkatastrophe, auch seinem Protagonisten will es - wenigstens vorübergehend - so scheinen, "als ob das allgemeine Unglück alles, was ihm entronnen war, zu einer Familie gemacht hätte". Muss man so extreme Erfahrungen wie die Auschwitz-Überlebende Ruth Klüger gemacht haben, um zu erkennen, dass die Vorstellung, besonders großes Leid würde besonders humanisierend wirken, ebenso rührseliger wie fataler Kitsch ist?

Die Menschheit wird sich von dem schlechten Gewissen, das sie plagt, seit Prometheus den Göttern das Feuer geklaut und Eva und Adam vom Baum der Erkenntnis gekostet haben, nicht befreien, indem sie alle fünf Minuten den nächsten Weltuntergang herbeiphantasiert und dabei doch nur heimlich hofft, den Schleichweg zurück ins Paradies zu finden. Alle Wege dorthin sind verbaut. Und deshalb wird die Menschheit auch keine gerechteren Gesellschaften kreieren, indem sie an der Utopie festhält, Frieden herrsche erst dann, wenn alle Konflikte, Gegensätze und Widersprüchlichkeiten ausgemerzt, alle Zersplitterungen in einer großen Weltumarmung gekittet sind. Der Mensch ist aus krummem Holz gemacht. Jeder Versuch, aus ihm etwas gänzlich Gerades zu zimmern, hat bislang nur einen Ort erschaffen: die Hölle auf Erden.


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Das Jahr 2012

08.07.2009 um 23:52
@Warhead

. Danke
Du hast eben grad meinen Tag gemacht


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Das Jahr 2012

09.07.2009 um 00:36
https://www.youtube.com/watch?v=4REtWGGsflw


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Das Jahr 2012

09.07.2009 um 01:03
Riesen Text, aber die FAZ , böah,

geht auch kürzer:
,,Der größte Teil der Menschheit war plemplem. Der Rest war entweder verbittert oder schlicht dumm. ,,
Charles Bukowski


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Das Jahr 2012

09.07.2009 um 08:06
@redpirate
@Warhead
@bijou
Yea, ihr habt es verstanden. Einfach kommen lassen.


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Das Jahr 2012

09.07.2009 um 08:36
Alle Weg zum Paradies verbaut ?

Na dann wirds doch aber mal Zeit diese Wege wieder freizumauern ;)

Das Leid der Menschheit, liegt darin begründet, dass sie ohne Speichermedium zu schnell vergessen ;)

Wissen ist wirklich Macht und geht existenzielles Wissen ganzer Generationen historischer "Wissensgroßmächte" durch die Folgen von Kriegen und Umweltatastophen verloren, bedeutet ein Ende auch immer ein neuer Anfang !

Der Mensch an sich, als Spezies mit Fähigkeit zu kognitivem Handeln ist nicht dumm, dumm macht ihn einzig seine Umwelt in der der moderne Mensch immer mehr verlernt eben dieses kognitive Handen auszuleben...

Wir Menschen sind doch nicht so blöde wie es immer scheint, nur vedammt vergesslich, was die Ursache von Hass und Neid betrifft !

Es mag schon andere Zeiten gegeben haben, in denen man schon früher mal an einer kollektiven "Weltuntergangsdepression" litt, aber nie zuvor hatte die wissenshaftliche Forschung die Möglichkeiten wie heute (Physik/Chemie) so genau zu rekonstruieren, dass einige Prophezeihungen keine Mythen sind, sondern eine Art vorwissenschaftliches geistiges Erbe...

Verantwortung tragen wir alle gemeinsam, es gibt genug geistiges Erbe, das wenn wir ihm bewusst sind uns für künftige Zeiten helfen kann, aktuelle Probleme zu meistern, es kommt auf jeden einzelnen Menschen an, ob wir zulassen, dass unser gewohntes Leben durch unsere Bequemlichkeitsliebe zu ende geht, oder ob wir wieder lernen mit Lust zu lernen und mit Freude aktiv unser Leben zu meistern...

Ich appelliere jetzt nicht an die Vernunft, sondern an das Bauchgefühl vieler, bedenkt dass jede Kriese auch eine Chance ist, man kann nur daran wachsen, wenn man zum wachsen bereit ist ;) (bereit ist Verantwortung zu übernehmen !)...


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Das Jahr 2012

09.07.2009 um 09:07
@DieSache
Yes we can!

Du hast vollkommen recht.


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