Hallo,

ich habe bereits ein paar Jahre politische Diskussion hinter mir und möchte mich nun ein letztes Mal politisch äussern, bevor ich in den "politischen Ruhestand" gehe und den neuen Generationen es überlasse ihre Politik zu erörtern und gestalten , da die Zukuft nicht den Alternden sondern den Heranwachsenden gehört.

Wie man in den letzten Jahren beobachten konnte, so ist die totgeglaubte Reaktion wieder zu neuem Leben erwacht und hat mit neuen und scheinbar neuen Methoden sich daran gemacht, die politische Landschaft für sich einzunehmen. Grundsätzlich überzeugt sie Menschen dazu sich auf ihre Seite zu schlagen, indem sie sich selbst in so viele Widersprüche verwickelt, bis niemand mehr durchblickt, und sich dann geschlagen gibt, um endlich seine Ruhe zu haben.

Die Linke hingegen hat nur noch eine Partei, die für linke Politik steht, jedoch ist sie völlig unfähig eine zukunftsfähige Utopie zu entwerfen, die moderne Menschen überhaupt noch anspricht. Linke Ideen stammen alle aus dem letzten Jahrtausend und sind nicht für ein Szenario gedacht, das der Welt entspricht, die sich gerade ohne grossartiges Zutun der Politik, nämlich gesteuert durch Konzerne wie Google, entwickelt.

Für die Reaktion ist es einfach seine Pappenheimer für sich zu gewinnen, man widersetzt sich einfach allem was auch immer da kommen mag, und man muss es weder verstehen, noch einschätzen können. Die Linke muss jedoch Szenarien verstehen um eine Glaubhafte Utopie zu entwerfen.

Genau deshalb, weil es an fähigen linken Politikern fehlt, und man bei der Linken (ich spreche nicht von der Partei : Die Linke) sowieso nur durch konkrete Aussagen zur tieferen Spaltung beiträgt, kann sich die Linke Politik nicht mit der rechten Politik parallel weiterentwickeln, sondern driftet immer weiter ab in die Bedeutungslosigkeit. Das ist auch für mich ein Dilemma, ich interessiere mich zwar nicht direkt für linke Politik, aber möchte auch auf gar keinen Fall, dass die rechte Politik meine Zukunft verwurstet.

Deshalb habe ich mich dazu entschieden, ein paar Methoden aufzulisten und zu erörtern, die es ermöglichen, die Linke wieder erstarken zu lassen, da ein Gleichwgewicht zwingend notwendig ist um die politische Welt zu stabilisieren.

1)

Da es offenbar nicht erwünscht ist, dass die Linke ein tragfähiges Konzept für die Welt entwickelt, die sich gerade durch Konzerne vorangetrieben selbst erschafft, muss sie eine alternative Strategie verfolgen um Menschen für sich zu gewinnen. Statt auf Aufklärung und quellengestützte Aussagen zurückzugreifen, muss man einfach Dinge aus der Luft greifen, und sie so lange wiederholen, bis deren Wahrheitsgehalt nicht mehr angezweifelt wird, denn Menschen tendieren dazu, Dinge einfach zu akzeptieren, wenn sie diese oft genug gehört haben. Im Grunde kopiert man hierbei die Hauptstrategie der rechten Populisten, welche zweifellos funktioniert.

2)

Wenn man an einer Diskussion teilnimmt, und man bemerkt, dass es nicht mehr weit ist, bis die rechte Seite die Diskussion zur Neiddebatte erklärt, dann sollte man dem Vorgreifen und den Rechten zuerst vorwerfen, sie würden gerade aus Neid heraus argumentieren, dabei spielt es keine Rolle, ob die eigene Aussage Sinn macht, es geht lediglich darum, das Neidelement als erstes für sich selbst in Besitz zu nehmen, damit die Diskussion im weiteren Verlauf nicht wieder durch das Selbe entgleisen kann. So muss man mit anderen Mustern ebenso verfahren, die die Rechte immer wiederholt. Die Linke Seite ist immer zu sehr darauf aus, einen sauberen Diskussionsstil vorzuweisen, um bei seinesgleichen zu punkten, aber darauf kommt es gar nicht an, man muss bei Andersdenkenden Punkten, und die sind nunmal "Idioten".

3)

Als linker Diskussionsteilnehmer sollte man es vermeiden Ideen als eindeutig International darzulegen, entwirft man Konzepte für nationale Politik, welche jedoch nicht dagegensprechen, international zu funktionieren, so kann man mehr Menschen für die eigenen Ideen gewinnen. Man muss lernen Schlagworte wie "nationales Interesse" usw. geschickt mit einzubinden und für sich zu verwenden, sodass sogar rechte Leser verwirrt sind und nicht sagen können, ob der Urheber des Textes nun Links oder Rechts ist. Bietet man den Rechten keine Angriffsfläche, sind sie völlig machtlos und lassen sich von Jedem einlullen.



Schlussfolgerung

Diese Schwäche, keine Quellenangaben zu lesen, oder sich nicht für diese zu interessieren (und vergleichbare Verhaltensprobleme), die muss man ausnutzen, um möglichst viele Rechte für die eigene Sache zu gewinnen, damit sie die Rechte insgesamt schwächen. Die einzige Möglichkeit der Rechten sich gegen diese Methoden zu wehren, ist selbst sich weiterzuentwickeln, aber das widerspricht ihrer Natur, genau wie es der linken Natur widerspricht, sich der von mir genannten Methoden zu bedienen. Entweder die Linke schafft es nun sich selbst zu überwinden und die Rechte dazu zu zwingen sich selbst aufzuklären, und dazu gezwungen zu sein, mit Quellenangeaben umgehen zu können usw. oder die politische Landschaft der nahen Zukunft wird immer umfangreicher von rechten Populisten geprägt.

Was meint ihr dazu ? Habt ihr noch Methoden zu ergänzen, habt ihr weitere Tips und Tricks für eine erfolgreiche politische Diskussion ?