RayWonders schrieb:Ich weiß ja nicht wofür man sonst die 54,92 Euro jeden Monat ausgeben könnte die für Kunst, Unterhaltung, Kultur vorgesehen sind. welche (regelmäßigen) Ausgaben könntest du dir denn darunter so vorstellen?
Wie wäre es mit zwei Büchern zu je 25 €? Das kosten viele Neuerscheinungen mittlerweile.
Und ja, nicht jeder Mensch liest gerne. Nicht jedes Buch kostet 25 €. Es gibt gebrauchte Bücher. Es gibt Bibliotheken.
Allerdings ist das Bürgergeld mMn nicht da, um jede Eventualität centgenau für das jeweilige Individuum abzudecken, sondern um einen gewissen Mindeststandard sicherzustellen. Und das möglichst nicht zu bürokratisch, weil eben auch jede zusätzliche Person beim Jobcenter, die bestimmt, ob es nicht auch ein Buch im Monat für 10 € tun würde und ob man statt dem 10 € T-Shirt in Laden A nicht auch das 5 € Shirt aus Laden B hätte kaufen können nicht gerade wenig Geld kostet.
Ähnlich sieht es z.B. mit den Kosten für die Beförderung mit den Öffis aus. Ist doch toll, wenn man das Geld nicht dafür braucht und ggf. für etwas anderes investieren kann. Ich wohne z.B. auch städtisch und hatte in der Vergangenheit Zeiten, in denen ich mir eine Dauerkarte sparen konnte, weil die meisten Orte die ich in Bezug auf Job, Einkaufen, Freizeit, etc. regelmäßig aufgesucht habe, fußläufig zu erreichen waren.
Aber gerüchteweise soll es ja auch Bürgergeldbezieher auf dem Land geben. Mitunter in Käffern, die nicht mal mehr einen Bäcker haben. Geschweige denn einen richtigen Supermarkt, Ärzte, eine Bank. Je nachdem kommt man da vermutlich an einen Punkt, an dem z.B. das Deutschlandticket gegenüber dem ständigen Kauf von Einzelfahrkarten Sinn ergibt. Wobei, ist das nicht auch schon wieder teurer geworden und liegt somit über dem von dir genannten Regelbedarf (ich habe das Deutschlandticket als Jobticket, mein AG zahlt also einen Teil, ich weiß es also gerade wirklich nicht)? Das muss die betroffene Person dann vermutlich mit dem Geld aus dem Topf für Kulturangebote ausgleichen.