sacredheart schrieb:260 Mio Euro Sozialleistungsmissbrauch klingt ja erst mal wenig dramtisch. Oder sind das nur die rechtsgültig beschiedenen Fälle? Wenn man alleine anschaut, dass alle paar Wochen in mittelgroßen Ruhrgebietsstädten im Rahmen von Maßnahmen des Ordnungamts 100e Personen abgemeldet werden, weil sie gar nicht da sind, erscheinen die Zahlen wenig glaubhaft
da hast du Recht, die Dunkelziffer von Sozialmissbrauch weiß niemand. Denke da z.B.auch an manche Clans in Berlin, die teure Autos fahren und sich trotzdem BG abholen...
Aber sollen alle Ehrlichen dann eines Tages wegen solcher Schmarotzer leiden, indem (wie auch jetzt schon) in den rechten politischen Lagern danach geschrien wird, das BG zu senken, zumindest aber auch nicht der Inflationsrate anzupassen?
Optimist schrieb:bei hohen Renten fänd ich das bei schlechter Wirtschaftslage genauso fehl am Platz
ApexOne schrieb:Wieso hohe Renten ausnehmen?
bitte den Kontext zu deiner vorhergehenden Aussage beachten
------------------------------
Optimist schrieb:Es ist und bleibt nun mal so, dass man beim Einsparen immer nur auf die Schwächsten einer Gesellschaft schaut
ApexOne schrieb:Meinem Vernehmen nach hat man bei Arbeiter gespart - Elterngeld teilweise gestrichen, höhere GKV, PV, AV Beiträge, Bemessungsgrenzen erhöht...hast Du kurze Beispiele was man bei der Grundsicherung gesparrt hat?
"beim Arbeiter gespart" -> auch diese Gruppe fällt für mich unter "Schwächste", sofern es Geringverdiener sind.
Bei Gutverdienern dagegen fällts weniger ins Gewicht, ob sie paar Euro mehr oder weniger haben oder ob die Lebensmittel paar Cent teurer sind usw.
Solche lebenswichtigen Sachen merken nun mal die "Schwächsten" am stärksten.
".hast Du kurze Beispiele was man bei der Grundsicherung gesparrt hat?"
->
es gibt genügend Politiker die da Einsparungen gerne hätten. Darum geht's, um das was gewollt ist und sicherlich irgendwann auch kommt, weil man ja natürlich niemals z.B. bei den Diäten sparen könnte
... wäre doch schlimm, wenn Politiker dann am Hungerstuch nagen müssten.
Negev schrieb:Das ist ein Unterbietungswettbewerb. Es wird immer jemanden geben, der mit noch weniger auskommt. Und dann soll es Praxis sein, sich dem anzupassen?
kommt mir auch so vor.
Vor allem auch Unterbietung seitens diverser Politiker, wo man bei den "Schwächsten" noch mehr rauspressen könnte.
Negev schrieb:Darüber hinaus ist die Tafel eine Private Struktur (die durchaus auch wegbrechen kann). Der Staat darf dieser Art der Hilfeleistung nicht in seinen Berechnungen miteinbeziehen
Zum einen das. Zum Anderen, was da die Leute manchmal angeboten bekommen ...habe z.B. mal erlebt, wie einer von der Tafel mit angeschimmeltem Gemüse ankam.
Bananen sowieso alle braun bis schwarz.
Lebensmittel in Büchsen gab's leider keine.
Backwaren z.T. schon hart.
Klar, wer richtig Hunger hat, freut sich auch über sowas. 😉
sooma schrieb:Soll ja keine Dauerlösung sein und es ist eine Grundsicherung. Nicht mehr und nicht weniger.
RayWonders schrieb:und was macht man dann mit den Langzeitarbeitslosen?
und mit den Rentnern die Grundsicherung brauchen?
Justsaying schrieb:Grundsicherung ist Grundsicherung. Ich denke da eher an Zusatzleistungen, wo diese benoetigt werden (wie neue Brille oder so)
bekommt man nicht über die Grundsicherung.
Kenne jemanden der danach fragte und es negativ beschieden wurde.
Nur chronisch Kranke z.B. bekommen zusätzlich was.
Negev schrieb:Es ist müßig. Keine Ahnung warum man Unten um jeden Cent streiten muss
so isses.
Die "faulen Arbeitslosen" sind halt das Feindbild für die Gruppe der Arbeitnehmer und AG.
Seit Merz an der Macht ist fällt mir das besonders stark auf, dieses Bashing.
Negev schrieb:Man muss sich das Vorstellen; wir streiten uns um die Krümel, die von Oben nach Unten durchfallen
richtig.
RayWonders schrieb:und was macht man dann mit den Langzeitarbeitslosen?
sooma schrieb:Für die sollte vuelleicht ein anderes System geschaffen werden, als die, für die das nur Überbrückung ist
sooma schrieb:In dem sie anders unterstützt werden, nicht mit mehr Geld sondern bedarfsgerechter ("Lebenshilfe").
Da sollen dann Rentner mit Grundsicherung um alles was sie brauchen, einzeln betteln gehen?
Optimaler fänd ich es, wenn wenigstens die Grundsicherung vom BG entkoppelt würde und die Rentner dann einen etwas höheren Regelsatz bekämen.