Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.013 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hartz IV, Sanktionen, BGE ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

01.12.2016 um 10:05
@capspauldin

Naja ob es ausreichend ist, lass ich mal dahin gestellt. Kommt ja auch immer ein wenig auf die individuellen Umstände an.

Und ganz so einfach ist das mit der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung dann auch leider nicht immer. Ich hätte damals während des Zeitraums einer dieser Maßnahmen einen Job auf 400 € Basis anfangen können. Wurde mir aber von der GAB verwehrt.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

01.12.2016 um 10:13
@Pestsau

Genau individuellen Umstände, die musst du anpassen. Recht einfach recht simpel.
Wieso schaffen es Studenten, Jahre mit oft weniger zu leben, ohne entsprechende Wutforen zu gründen und zu Lanentieren. Für einen Studenten sind 1€ genau so viel 1€ wie für einen Bezieher von Grundsicherung.
Ein Minijob ist volkswirtschaftlich auch obsolet, Minijobs sind für Schüler und Rentner. Niemand im besten Lebensalter sollte einen Minijob als alleinige Arbeitsquelle haben.

Der Gesetzesgeber nimmt keine Rücksicht auf Minijobs, zu Recht!


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

01.12.2016 um 11:07
@capspauldin

Das mag ja alles sein. Man kann aber Studenten nicht mit einem Hartz4 Empfänger vergleichen. Ein Studium hat eine gewisse Frist. Sprich nach bestimmt vielen Semestern ist das Studium beendet. Das hat man als Hartz4 Empfänger nicht. Da ist es meiner Meinung nach das Ziel möglichst schnell wieder in Arbeit zu kommen. Was soll man machen? Seine 60m2 Wohnung kündigen weil eine 40m2 Wohnung günstiger ist? Aus bestimmten Verträgen kommt man auch nicht mal eben raus, weil sie Zeitlich gebunden sind. Dein Vergleich hinkt da etwas. Aber generell hast du nicht unrecht damit das man sich anpassen muss.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

01.12.2016 um 20:12
@Pestsau
Dann lebe aber mal mind. 3 Jahre als Student der lediglich ein geringes Bafög bekommt und den Rest sich auf geringfügiger Basis zusammen schustern muss. Da ist ein Leben mit Grundsicherung nicht nur etwas üppiger sondern auch wesentlich risikoärmer denn für eine warme Wohnung alles weitere an Grundbedarf wird dir vom Staat immer gedeckt sofern man nicht völlig unkooperativ mit dem Amt verfährt.

Das soll auch keine Beschwerde sein denn das Leben als Student hat man sich ja auch letztlich auf freiwilliger Basis ausgesucht und man sollte immer wissen worauf man sich da einlässt. Dennoch wollte ich das mal an dieser Stelle zu bedenken geben.

Und was das Thema Maßnahmen betrifft, wie hilfreich diese insbesondere im Hinblick auf die Wiedereingliederung auf den Arbeitsmarkt sind so kann dies zum großen Teil sehr unterschiedlich ausfallen. Für Menschen mit sehr geringer oder keiner Berufserfahrung können sie schon sehr nützlich sein, einige bieten sogar eine recht gute Jobvermittlung an, einige besonders junge Menschen hätten ohne diese wahrscheinlich nicht mal eine Ausbildung anfangen können. Es kommt mit unter aber auch immer auf einen selber an inwieweit man schon für den Berufseinstieg wirklich ist.
Jedenfalls können solche Maßnahmen für viele Menschen im Großen und Ganzen durchaus mehr als nur eine bloße "Beschäftigungstherapie" sein, ähnlich wie beim BVJ/BGJ wobei insbesondere dort aktuell noch sehr viel Optimierungsbedarf besteht.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

01.12.2016 um 20:20
@Libertin
Dies unterstreiche ich im Ganzen. Ja so sind nicht alle Maßnahme sinnvoll und zielführend. Dies hängt unter anderem an der Trägerlandschaft, sie es TÜV Nord, Dekra, Etc etc.
Maßnahmen stehen und fallen mit den Bildungsträgern.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

01.12.2016 um 21:33
@Libertin

Natürlich ist es als Student auch nicht immer leicht. Das wollte ich damit auch gar nicht in Frage stellen. Ich finde halt nur, das man beides nicht auf eine Ebene stellen sollte.

Ich hab ja nun auch schon mehrfach geschrieben das ich nur aus meinen Erfahrungen sprechen kann. Und diese waren überwiegend Negativ. Natürlich mag es Maßnahmen geben die Hilfestellung geben und auch Sinn machen. Wäre ja auch sehr schlimm wenn es nicht so wäre. Ich habe drei dieser Maßnahmen mitgemacht und kann zu diesen kaum Positives berichten.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 06:23
es kommt doch auf den einzelnen menschen an, es gibt menschen mit einer gewissen großen vorbildung, für die sind die sachbearbeiter in den jocenter sicherlich nicht die richtigen ansprechpartner. da hilft so eine maßnahme wie z.B. ein bewerbungstraining nichts.
des weiteren suchen sich die meisten dieser menschen selbstständig ihren arbeitgeber und werden kurz über lang, ihren neuen arbeitsplatz finden.

dann gibt es die menschen, die jede art von unterstützung gebrauchen können, eben von einem bewerbungstraining bis zur weiter qualifizierung oder gar neu qualifizierung. da muss aber auch die eigenmotivation bestehen und da können die sachbearbeiter behilflich sein. sie müssen den antragssteller die zukunfts aussichtigung für die qualifikation wahrheits gemäß darstellen, damit der antragssteller seine eigene perspektive erkennen kann und sich somit auch eine positive einstellung zur maßnahme gewinnen kann.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 07:56
In den drei Maßnahmen die ich mitgemacht habe war es folgendermaßen... die Maßnahmen gingen jeweils ein halbes Jahr. Drei Monate Theorie und die nächsten drei Monate sollte man ein Praktikum machen, welches in den ersten drei Monaten gesucht wurde. Das Problem in den ersten drei Monaten war dann aber das der Dozent seinen Stoff an uns in ca 3-4 Wochen vermittelt hat und damit dann durch war. Die letzten acht Wochen waren wir entweder den ganzen Tag im Internet unterwegs oder haben den ganzen Tag Doppelkopf gespielt. Der Dozent kam nur sporadisch zu uns, war überwiegend irgendwo verschollen. Man kann sich gut vorstellen das dann recht schnell Frust aufkommt. Selbst der Unterrichtsstoff den wir hatten war einfach nur ein Witz. Bruchrechnung hat man in welcher Klasse noch gleich? Einfachste Textverarbeitung am Rechner und ganz am Rande sehr leichte Tabellen mit Excel haben wir erstellt. Die meisten waren unterfordert bis auf einige ältere Jahrgänge die wiederrum völlig überfordert waren, weil sie nie in ihrem Leben einen Rechner bedient hatten. Man musste als Unterforderter teilweise drei Stunden warten bis man eine neue Aufgabe am Rechner bekommen hatte da andere einfach nicht hinterher kamen. Das ist aus meiner Sicht nicht das Problem der Teilnehmer sondern eher ein Defizit in der Planung dieser Maßnahme.

So und bevor jetzt wieder einige gleich anfangen zu flamen...das ist meine Sicht der Dinge. Sicherlich ist nicht jede Maßnahme so. Vielleicht hatte ich einfach nur "Pech".


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 08:09
@Pestsau

Wäre es dann nicht sinnvoll, so als "Überflieger" sich mit denen zusammen zu tun, welche sich schwer tun?
Nun man muss auch festhalten, jegliche Arbeitsaufnahme würde eine Maßnahme beenden, heisst wenn du eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen hättest wäre es eh vorbei gewesen.

Dies ist ja dann scheinbar nicht geschehen, somit müssen doch bei dir Defizite vorliegen. Ob diese mit dem Kurs gelöst werden, bezweifel sogar ich aber scheinbar sind die Defizite da.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 09:02
@capspauldin

Und welche Defizite sollten das deiner Meinung nach sein?


melden
Realo ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 12:00
Wir nennen uns ja einen Sozialstaat. Die oberste Aufgabe eines sozialen Rechtstaats ist es, dafür zu sorgen, dass es allen Bürgern sozial bzw. finanziell möglichst gut geht. Darüber besteht wohl Konsens. Wer das anders sieht, versteht nicht, was ein sozialer Rechtsstaat ist. Und wenn es bei der Verteilung - ich benutzte jetzt mal @capspauldins feinen Ausdruck - große "Deifizite" gibt, hat er dafür zu sorgen, diese zu minimieren.

Das Problem ist das gigantische Gefälle zwischen dem Bildungsstand bei den Arbeitslosen; es ist genauso groß wie in der Gesamtgesellschaft; dass es viele gibt, die "geistig" nicht mitkommen, ist ein Problem unserer Pädagogik, die es offenbar nicht schafft, die Aufmerksamkeit für den Unterricht und die Motivation aller Schüler zu stärken. Man kann die Leute eben nicht alle über einen Kamm scheren; einige sind so in sich zurückgezogen, dass es fast scghon an Autismus grenzt; die muss man anders anpacken als extrovertierte Schüler. Aber es gibt eben auch eine ganze Reihe hochintelligenter und gut ausgebildeter Leute, die trotzdem in der Arbeitslosigkeit landen. @capspauldin spricht da gerne (hier in Bezug auf @Pestsau) von Defioziten und will von diesem User auch noch wissen, worin seine Defizite liegen, weil er andererseits sonst ja nicht arbeitslos wäre. Wie schön simpel die Erklärwelt vieler Leute, wahrscheinlich der meisten, doch ist!

Als ich nach dem Studium - und das mit Prädikatsdiplom - arbeitslos wurde, wunderte mich das gar nicht, weil es sich in den höheren Semestern längst rumgespochen hatte: Soziologen waren damals in den 1980ern ungefähr so nachgefragt wie Schweißfüße. Ich war fürwahr nicht der einzige arbeitslose Soziologe. Zwar hätte ich eine Karriere an der Uni selbst machen und mich bis zum Professor hochschrauben können, aber das wollte ich aus diversen Gründen nicht. @capspauldin würde es wohl "mein Defizit" nennen. Soll er doch. Wenn man 26 ist, zudem noch antikapitalistisch, was damals bedeutete antistaatlich, und sich dabei auch noch aus politischen Gründen die Aussicht auf ein Berufsverbot zuzieht, hat man im extremen Fall bis zum Professor >30 Jahre, also die Hälfte seines Lebens, "gelernt", nur um anschließend arbeitslos zu werden und als Professor von der Sozialhilfe (damals gabs noch kein H4) bzw. Hartz 4 zu leben. Wir kennen alle die Taxifahrer-Professoren aus der damaligen Zeit.

Nun, heute ist es etwas anders, aber meine Karriere war damals schon beendet, noch bevor ich in den Beruf überhaupt einsteigen konnte. Mein Defizit oder vielleicht doch ein gesellschaftliches?

Um das Hartz 4 Problem - und ich spreche hier insbesondere von der Langzeitarbeitslosigkeit - zu lösen, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Die erste wäre, den ganzen Bewerbungsmarkt, der für viele eine hohe Hürde darstellt, weil manche bei Bewerbungen einfach völlig verkrampft sind, umzugestalten, indem er vielfältiger gestaltet wird und in dem "Schnüffeljobs" ohne Bewerbung angeboten werden, außer das man die bisherigen Zeunisse vorlegt, das Ganze in Verbindung mit BGE. Jetzt fallen bei vielen sofort wieder die Vorhänge runter, aber damit muss man halt leben; irgedwann wird es sich ohehin durchsetzen, wenn die Arbeitsplätze immer weniger werden und das soziale Sicherungssystem anders finanziert werden muss. Wir haben hier Dauerbaustellen und betreiben stets Flickwerk, ohne den gesamten Sozialstaat auf den Prüfstand zu stellen und nach Alternativen zu siuchen. (Auch sowas ist Aufgabe eines Soziologen.)

Unter "Schnüffeljob" stelle ich mir vor, dass festgeschrioeben wird, das jede größere Firma, aber auch jede staatliche Institution, verpflichtet wird, ein bestimmtes Kontingent an Arbeitslosen vorübergehend aufzunehmen, um festzustellen, für welche Arbeiten im "Betrieb" er sich eignet bzw. ob er sich überhaupt für eine Arbeit interessiert und eignet. Diese "Schnüffeljobs" sollten aber nicht blind vergeben werden, sondern der Arbeitslose sollte befragt werden, für welche Art von Arbeit er sich besonders interessiert. Wer interessiert ist, der ist automatisch gut (engagiert, bestrebt sich immer weiter zu verbessern) in seiner Arbeit. Viele werden auch arbeitslos, weil ihnen der Job zum Hals raushängt und sie mental verblöden und nur auf die Gelöegenheit warten, gekündigt zu werden. Das heißt, viele sitzen im völlig falschen Job und arbeiten daher lustlos, widerwillig, letztlich also schlecht.

Der vorübergehend Angestellte erhält dann im Betrieb bzw. auf dem jeweiligen Amt, wo er seinen "Schnüffeljob" antritt, nach einigen Gesprächen eine Ausbildung für die Arbeit, die er tun soll, falls die "Schnüffelzeit" positiv ausfällt und man ihn auf Dauer übernehmen will.

Ich bin mir sicher, dass ein großer Teil, wohl mehr als die Hälfte, aller "Schnüffeljobber" im Endeffekt fest übernommen werden, weil es Arbeiten bzw. Berufe sind, die sich die jeweiligen Kandidaten selbst ausgesucht haben und die daher wesentlich motivierter an die Sache rangehen als bei einem Job, der einen anödet, und entsprechend gute Leistungen bringen.

Das würde bedeuten, dass die Quote der Arbeitslosen, insbesondere auch der Langzeitarbeitslosen, ganz erheblich zurückgeht.

Womit wir bei Punkt 2 wären: Das Einkommensgefälle muss unbedingt zurückgefahren werden. Das ginge einerseits durch eine stärkere Besteuerung der Besserverdiener - nur wäre damit den Schlechtverdienern nicht viel geholfen. Die andere Möglichkeit wäre, in allen Unternehmen nicht nur eine Lohnuntergrenze, sondern auch eine Obergrenze einzuführen. Es ist echt nicht hinnehmbar, dass ein einfacher Arbeiter weniger als 2000 € pro Monat verdient und ein Topmanager oder Topfußballspieler eine Million. leider ist sowas nicht national zu bewerkstelligen, weil die dann einfach ins Ausland verschwinden, wo so rigide Obergrenzen nicht gesetzt sind. Sowas müsste also zumindest europaweit geregelt werden.

Wenn also einerseits durch eine nachhaltig geringere Arbeitslosenquote und andererseits durch geringere Nettobezüge der Topverdiener gleich von zwei Seiten mehr Geld in die Staatskasse fließt, können auch Geringverdiener staatlich bezuschusst werden - ob man das nun BGH nennt oder wie auch immer ist zweitrangig - und vor allem aber auch die Hartz 4 Regelsätze können dann ganz erheblich erhöht werden, so dass auch ein Arbeitsloser bei seinen Ausgaben nicht ständig auf den Pfennig schauen muss. Erst dann kann man in einem Wohlfahrtsstaat auch von einem menschenwürdigen Dasein auch als Arbeitsloser sprechen.

Und vor allem sollte es keine Altersarmut mehr geben, d.h. jeder Rentner sollte 50% mehr als die Grundsicherung erhalten - egal, wie viel oder wie wenig er während seiner aktiven Arbeitszeit eingezahlt hat. Das wird sich soweiso grundlegend ändern, wenn bei immer weniger Jobs der Staat früher oder später ohnehin gezwungen ist das Rentensystem auf Steuern umzustellen. Besser, man denkt jetzt schon darüber nach und entwirft einige möglichst praktikable Szenarios dafür.


1x zitiertmelden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 12:12
@capspauldin

Warum ignorierst Du eigentlich so geflissentlich die Arbeitsmarktlage? Warum liest es sich so, als gäbe es Jobs ohne Ende und zu angemessener Bezahlung. Auch Dein Beispiel mit den Minijobs, die Du nur bei Studenten, Schülern und Rentnerns siehst - ist das das Bild, welches Du täglich sehen kannst?

Und ganz schon heftig, dass Du hier einigen Defizite attestierst - statt mal zu sehen, dass die Sozialschmarotzer auf den Seiten der AG zu finden sind, die lieber 4 Minijobs besetzen, als ne sozialversicherungspflichtige Stelle zu schaffen. Welches Defizit hat denn der AN? Seine Arbeitskraft anzubieten, die man zwar gerne ohne Abgabe von Sozialleistungen annimmt, aber nicht bereit ist, in den großen Pott zu zahlen, aus dem sie schöpfen?

Ich habe einige im Bekanntenkreis, die unverschuldet in Hartz4 gefallen sind, keineswegs faul und ungebildet - was soll denen denn ein Bewerbungstraining bringen? Und hier schildern ja selbst die Befürworter, in 5-6 Maßnahmen gewesen zu sein, die sie hier als Fort- und Weiterbildung verkaufen. Warum haben sie es denn nach der allerersten nicht auf dem 1. Arbeitsmarkt geschafft? Zu viele Defizite?

Und die Sinnlosigkeit vieler Maßnahmen sind offensichtlich, werden sogar von den Mitarbeiter s. Artikel bestätigt. Ganz sicherlich gibt es einige, die sich auf Hartz4 ausruhen und durchaus etwas Struktur benötigen- da kann eine Maßnahme sinnvoll sein - aber doch nicht bei Leuten, die jahrelang selber in die Kassen eingezahlt haben und abqualifiziert werden.
Haase: Natürlich nicht, deshalb gehen die Pläne auch nie auf. Aber das interessiert niemanden.Wenn also am Ende des Jahres noch Weiterbildungen offen sind, muss ich krampfhaft Leute suchen, die ich in eine Fortbildung stecken kann. Wenn also am Ende des Jahres noch Weiterbildungen offen sind, muss ich krampfhaft Leute suchen, die ich in eine Fortbildung stecken kann. Egal ob das sinnvoll ist oder nicht. Manchmal möchte ich nur noch schreien: "Lasst uns doch einfach unseren Job machen!"
Haase: Ich habe Kollegen, bei denen ich nicht Kundin sein möchte. Für die ist das hier einfach nur ein Job, die könnten auch im Lager arbeiten und Milchkästen zählen. Außerdem sind alle im Jobcenter überlastet. Und dann ist da noch die Angst, dass ein Arbeitsloser uns plötzlich angreifen könnte. Wir haben alle einen Alarmknopf unterm Schreibtisch.
http://www.spiegel.de/karriere/hartz-iv-jobcenter-mitarbeiterin-erzaehlt-vom-alltag-im-arbeitsamt-a-1006626.html

Und dann dieser Unsinn, dass heutzutage AN vielschichtig sein müssen...Ja klar, darum herrscht ja auch Fachkräftemangel, weil man sich gar nicht spezialisieren soll, sondern schön vielschichtig zu Dumpinglöhnen verramscht werden soll.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 12:44
Langsam verstehe ich den Gesamttenor nicht...außer Blatt wende Dich wie es beliebt.
Entweder haben wir viele vakante Jobs und brauchen Fachkräfte aus dem Ausland sowie H4 und BGE nicht oder wir haben keine Jobs und die Roboter machen alles. Das dazwischen ist schwer zu diskutieren, weil es Geber( dagegen) und Empfänger(dafür) geben muss.

@Realo
Warum wir alle das Gleiche verdienen sollen obwohl wir nicht das Gleiche machen....oh je.


melden
Realo ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 12:57
Nein, du hast leider wie viele andere Leseprobleme.
Ich habe geschrieben, dass sich die Einkommen mehr angleichen müssen. Ein Fußballspieler braucht auch bei nur einer halben Million Euro pro Monat nicht am Hungertuch zu leiden.


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 12:59
@Realo

aber er kann sich dann den neuen porsche dieses jahr nicht mehr kaufen, der arme. ;)


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 13:01
@Realo
Zitat von RealoRealo schrieb:Es ist echt nicht hinnehmbar, dass ein einfacher Arbeiter weniger als 2000 € pro Monat verdient und ein Topmanager oder Topfußballspieler eine Million.
Das ist sehr wohl hinnehmbar, weil das eine mit dem anderen absolut gar nichts zu tun hat.

Was ich auch gut fände wäre eine Kopplung von Managergehältern an die gehälter der Mitarbeiter.
Wenn also einer am Fließband für 40 Stunden 1800 Euro verdient, darf das höchste gehalt ein 15faches davon nicht übersteigen, also in dem Fall 27.000 pro Monat.
Will der Höchstverdienende mehr Geld, muss er dafür sorgen, dass der Fließbandarbeiter 2000 verdient, dann kann er selbst 30.000 einstecken.

Was ein Fußballspieler verdient kann uns egal sein, soll Ronaldo doch mit Sponsoren und Prämien 100 Millionen im Jahr kassieren, was ändert sich wenn er nur noch ne halbe million verdient? Ein Angleichen der Gehälter nützt keinem was, wenn man mit dem Angleichen oben anfängt, also die hohen Gehälter kürzt. Nutzen tut das nur, wenn man die unteren anhebt.


1x zitiertmelden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 13:03
@Pestsau

Die können ja in verschieden Bereichen liegen, womöglich fachliche im Beruf, als auch gesundheitliche oder an den ganzen Rahmenbedingungen wie Alter oder Obdachlosigkeit.
Aber da wirst du ja besser drüber Bescheid wissen, wieso es vor, während und nach der Maßnahme es zu keiner Arbeitsaufnahme gekommen ist.


1x zitiertmelden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 13:20
@Realo
Wenn dieser Fußballspieler, btw immer nur die Hälfte davon kriegt, hier seine Millionen nicht kriegt, geht er woanders hin.
Ergo wir hätten dann anstatt der Hälfte gar nichts, das bringt es oder?
Dieses Nichts teilen wir dann gerecht auf und sind glücklich weil wir alle das Gleiche haben. Super Finanzkonzept.
PS: die Firma Porsche zahlt dann auch nichts.

Du schreibst dass wir einen Sozialstaat haben, das ist für mich nicht das Gleiche wie Leistungsfähigkeit zu bestrafen (woher diese auch immer kommt, schlau, dumm, Glück, Erbe, gute Fußballerbeine).


2x zitiertmelden
Realo ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 13:35
Zitat von Deepthroat23Deepthroat23 schrieb:Das ist sehr wohl hinnehmbar, weil das eine mit dem anderen absolut gar nichts zu tun hat.
Doch, hat es sehr wohl. Wenn "die da oben" weniger verdienten, könnten "die da unten" mehr verdienen, wenn sich die Geldmenge im Großen und Ganzen gleich bleibt.
Man kann ein Brot eben nur einmal essen.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Wenn dieser Fußballspieler, btw immer nur die Hälfte davon kriegt, hier seine Millionen nicht kriegt, geht er woanders hin.
Ich schriebs bereits - falls du wieder mal was falsch ge- oder überlesen hast -: Sowas geht nur auf mindestens Europaebene, besser wäre auf Weltebene. Bleibt also so lange Utopie, bis echte Rebellionen losbrechen, dann sind sie ganz schnell dabei, und was gestern noch utopisch erschien, wird plötzlich als Kompromisasangebot vorgelegt, um den gesellschaftlichen Frieden wieder herzustellen. Wir lassen uns einfach bloß alle und immer zu viel gefallen.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Du schreibst dass wir einen Sozialstaat haben, das ist für mich nicht das Gleiche wie Leistungsfähigkeit zu bestrafen
Ja, die Rechten verwechseln immer leistungsgerechte Bezahlung mit Leistungsfähigkeit bestrafen. Auch das wird sich nie ändern.
Es muss immer Leute geben, die auf der anderen Seite stehen, sonst hätten wir schon seit Jahrhunderten das Paradies auf Erden.
Asoziale Ausbeutung nannten sie schon immer "leistungsgerechte Selbstzuteilung" bzw. "leistungsgerechte Bezahlung". Und jetzt muss Herr Winterkorn seine leistuingsgerechte Bezahlung wieder zurückzahlen, Milliönchen auf Milliönchen. :D


melden

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

02.12.2016 um 13:35
@Abahatschi
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:das ist für mich nicht das Gleiche wie Leistungsfähigkeit zu bestrafen
Was hat es mit Leistng zu tun, wenn ein Fußballspieler oder andere Promis exorbitant hohe Einnahmen haben?

Damit diese nicht ins Ausland gehen, müsste es global ethische Vereinbarungen geben, solche "Wucherenkommen" nicht zu zahlen.

Ich gönne jedem Reichen seinen Reichtum. Wenn es irgendeine Verhältnismäßigkeit hätte, jederzeit. Da ich diese jedoch nicht als gegeben sehe, regt sich mein Gerechtigkeitsgefühl.

Ist es denn normal, dass die "Schere" immer weiter auseinanderdriftet - exponentiell?


melden