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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

3.092 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Gewalt, Hass, Demo, Gegen-demo

Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 19:46
@NordicStorm
Hier was zum Nachdenken:
Am Dienstag Morgen spricht das ZDF-Morgenmagazin ernsthaft von Auseinandersetzungen zwischen "rechten und linken Gruppen", als sei das die Nachricht aus Chemnitz. Es passt zu einer Reihe von Artikeln, auch auf SPIEGEL ONLINE, die den Kardinalfehler von Berichten über Nazis begehen: So zu formulieren, als sei der Kampf gegen Rechtsextremismus nur eine Sache der Linken oder gar Linksextremen. Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-zu-den-krawallen-in-chemnitz-eine-zaesur-findet-nicht-statt-a-122...

Wer sich allen ernstes auf die Seite der Nazis stellt und Menschenjagden in deutschen Städten akzeptiert gehört meiner Meinung nach direkt verhaftet.
Solange der braune Müll allerdings auch die örtliche Polizei durchsetzt wirds schon schwierig. Da sind noch eine Disziplinarverfahren und Suspendierungen notwendig.


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 19:56
DerThorag schrieb:Das kennen die Alten dort wenigstens noch, wenn die Panzerkette auf den Asphalt knallt. Allgemein kommt das zielen mit Heckler & Koch auf Demonstranten super an. Der Polizei hilft es auch ungemein, denn dann braucht die gar keiner mehr ernstzunehmen.
Ein Einsatz der Bundeswehr bei solch einem Ereignis wäre wohl eher kein Kampfeinsatz wie in Afganistan, sondern die Übernahme von Polizeiaufgaben.
Generell finde ich es aber befremdlich, wenn hier randalierende Terroristen als Demonstranten verharmlost werden. Diese Art der Political Correctness von Rechts ist schließlich eine der Ursachen dür diese Miesere.


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 20:00
Tussinelda schrieb:das ist die Fraktion: ich bin nicht rechtsradikal, kein Nazi, aber XXXXXXXXXXXX wird man doch wohl noch sagen dürfen ;)
und das wäre dann die fraktion der linkstrolle...


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 20:04
Pan_narrans schrieb:Einsatz der Bundeswehr bei solch einem Ereignis wäre wohl eher kein Kampfeinsatz wie in Afganistan, sondern die Übernahme von Polizeiaufgaben
Willst du es nicht verstehen? Es gibt über 100.000 Polizisten in Deutschland, die Lage in Chemnitz ist nichts, was über deren Möglichkeiten hinaus geht.

Das die Führung der Polizei in Sachsen eventuell inkompetent ist, steht auf einem anderen Blatt, aber das kann man einfacher lösen, als Panzer auffahren zu lassen oder?


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29.08.2018 um 20:04
Venom schrieb:Kommt immer drauf an wie man was sagt usw. Also theoretisch könnte man ja sagen, dass man verstehen oder nachvollziehen kann wieso die Pfosten da auf der Hetzjagd waren und/oder wütend sind und waren. Verstehen und nachvollziehen ist nicht zwangsweise auch zustimmen.
so was kann man verstehen? Da mangelt es mir wohl an Verständnis.


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29.08.2018 um 20:07
Tussinelda schrieb:so was kann man verstehen? Da mangelt es mir wohl an Verständnis.
In dem Sinne, dass man bspw. cirka weiß wie diese Menschen denken und ticken. Als ehemaliger Nationalist und Rechtsextremist könnte ich also zumindest aus meiner Sicht sagen, dass ich diese Menschen besser verstehen kann als viele anderen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich ihnen zustimme. Im Gegenteil. Ich verachte sie umso mehr ;)


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29.08.2018 um 20:10
Venom schrieb:Und was wäre das? Bringe ein Beispiel. Vielleicht sowas wie das Wort "Neger"? Joa, bei dem Begriff sollte man sich wirklich nicht wundern wenn man in die braune Ecke geschoben wird. Oder worum gehts?
naja oder einfach so was wie "Fidschi" oder "Zigeuner"....also das war früher ganz normal. die Begriffe hat man schon als Kind kennengelernt.
Aber wenn es einem heutzutage mal rausrutscht folgt dann meist gleich ein "ja is ja schon gut, ich weiß das sagt man nicht"...oder so bzw. man wird schon halb als rechtsradikal abgestempelt.
Genauso wie die Forderung das man doch bitte straffällig gewordene Ausländer abschieben soll. (ja der Begriff "Ausländer" wird von manchen auch schon kritisch beäugt).
Naja ist halt sone Sache.
... rechtsradikal ist für mich erst jemand der direkt Menschen anderer Herkunft beleidigt oder sogar Gewalt anwendet, also auf der Straße usw.


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29.08.2018 um 20:11
@knopper
mach Dich nicht lächerlich. Wir hatten die Diskussion schon, wer rassistische Bezeichnungen verwendet, den kann man als Rassist bezeichnen. So einfach ist das. Eine rassistische Bezeichnung ist noch viel mehr als "nur" eine Beleidigung. Es ist eine RASSISTISCHE Beleidigung, da gibt es kein Relativieren.


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29.08.2018 um 20:15
@Tussinelda


nein kann man nicht, plädier ich ganz klar dagegen!
und außerdem sind die von mir aufgezählten Wörter keine rassistischen Beleidigungen. In meinem Verständnis jedenfalls nicht.


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29.08.2018 um 20:16
@knopper
Ne stimmt neger ist ja gar nicht rassistisch.
Wo lebst du?


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29.08.2018 um 20:16
knopper schrieb:naja oder einfach so was wie "Fidschi" oder "Zigeuner"....also das war früher ganz normal. die Begriffe hat man schon als Kind kennengelernt.
Aber wenn es einem heutzutage mal rausrutscht folgt dann meist gleich ein "ja is ja schon gut, ich weiß das sagt man nicht"...oder so bzw. man wird schon halb als rechtsradikal abgestempelt.
Es dürfte doch nicht so schwer sein so einen Begriff wie "Neger" sein zu lassen, "Zigeuner" ist in deutschem Sprachraum auch mittlerweile eher ein diskriminierendes und beleidigendes Wort. Bei uns Jugos sieht es wiederum etwas anders aus. Da nennen sich selbst die Roma selbst "Cigan/Cigani" bzw "Zigeuner".

In einer aufgeklärten Gesellschaft dürfte man aber wissen wohin es mit dem Wort "Neger" bspw. geht und wer dieses Wort so gerne benutzt.
knopper schrieb:... rechtsradikal ist für mich erst jemand der direkt Menschen anderer Herkunft beleidigt oder sogar Gewalt anwendet, also auf der Straße usw.
Der der Gewalt anwendet oder für diese steht ist schon ein Rechtsextremist. Die Grenze zwischen dem Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus ist oft fließend.


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29.08.2018 um 20:18
@knopper
ach so, DU entscheidest, was rassistisch ist? Wie kommts?
Lass Dir mal gesagt sein, dass es auf die Konnotation ankommt und zwar die der Bezeichnung und nicht die, die DU damit verbindest.


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 20:19
RayWonders schrieb:wenn sich Hunderte oder Tausende treffen zu einer Demonstration weil sie Angst haben noch mehr Migranten laufen gewaltbereit mit einem Messer durch die Straßen, dann ist das eine Sache. Der Anteil von Extremisten aus den Reihen dieser besorgten Bürger die sich dann aufstacheln lassen zu Straftaten sind eine andere. Ich glaube kaum dass ein großer Anteil der Bürger die in Chemnitz demonstrierten pauschalisieren und hinter jedem Migrant einen Messerstecher vermuten und Jagd machen wollen. aber sie wollen zeigen dass es einfach untragbar ist, für viele Gemüter, beinahe jeden Monat von Messerattacken von Migranten zu hören und zu lesen. und nur hier sehen sie einen Ansatzpunkt etwas zu verändern, nämlich keine solcher Extremisten mehr ins Land zu lassen
Ich glaube, du verkennst ein wenig die Sachlage, die in Chemnitz nicht erst seit gestern herrscht.

Diese "Rechten", die dort aufmarschieren, folgen weder einer Ideologie, noch irgendeinem politischen Ansinnen, sondern entladen impulsiv ihre Gefühlslagen, in denen sie sich bereits seit der Wende verkannt sehen. Gern wird von irgendwelchen Professoren der Kriminalistik erläutert, der Rechtsextremismus insbesondere in dieser Region sei historisch gewachsen und habe seine Wurzeln im totalitären sozialistischen System. Ein Zeichen dafür, dass man sich mit dieser Region und deren Geschichte in keiner Weise auseinandergesetzt hat. Aber die Chemnitzer und jene im Chemnitzer Land sind genau dies gewöhnt. Übersehen, benutzt und vergessen zu werden.

Das, was gerade in Chemnitz passiert, hat in keiner Weise nur im Ansatz irgendwas mit Migranten oder Flüchtlingen zu tun. Es geht hier noch nicht mal um politisch motivierten Fremdenhass - wenn's wenigsten so "einfach" wäre!

Zu DDR-Zeiten war nicht Leipzig und auch nicht Dresden die Vorzeigestadt, was offenes Denken und Solidarität ausmachte, sondern Chemnitz. In keiner anderen sächsischen Stadt war der Anteil an Schwarzafrikanern, Kubanern und Vietnamesen - wohlgemerkt VOR der Wende^^ - so hoch wie in Chemnitz. In keiner anderen Stadt des heutigen Sachsens wurde bereits im Kindergarten der kulturelle Austausch und die "Solidarität" mit - ja, selbstverständlich den nicht-imperialistischen Nationen - derart vorangetrieben. Ob die zu DDR-Zeiten in Chemnitz lebenden Ausländer stets und überall vorbildlich integriert waren, mag man in Frage stellen. Fakt ist jedoch, dass Straftaten ausgeübt von oder gegen diese Ausländer auch nach Bereinigung der politischen Kriminalitätsstatistik dieses ehemaligen Regierungsbezirkes eine Seltenheit waren.

Chemnitz war ein Industriezentrum, mit einer der fortschrittlichsten Universitäten der ehemaligen DDR im Bereich Maschinenbau und Ingenieurswesen. Die halbe Stadt bestand aus Textilindustrie und war größter Arbeitgeber des gesamten Regierungsbezirks. Die Wende schließlich, die sich fast jeder dort herbeiersehnte und deren Versprechen von "blühenden Landschaften" jeder nur allzu gern glauben wollte, prägt bis heute (!) intensivst das Meinungsbild dieser Bevölkerung dort.

Diese 30-Jährigen, die dort lauthals krakelend ihre Parolen losdreschen, sind nicht im Geringsten an "den Ausländern" oder "Migranten" interessiert. Es interessiert sie auch nicht im Entferntesten, dass unter "denen" nur "Messerstecher" seien. Macht den Versuch und sprecht sie auf die "Treuhand" an, auf "Kohl", "Rente" und auf ihre Eltern. Und ihr werdet die gleichen Parolen zu hören bekommen, die sie heute dort schreien. Diese 30-Jährigen sind diejenigen, deren familiäres Aufwachsen von dem geprägt war, was ihren Eltern widerfahren ist. Die von heute auf morgen nicht nur ihren Job verloren, sondern denen offen mitgeteilt wurde, dass alles das, was sie in ihrem Leben und Beruf bislang gelernt haben, weder von Interesse, noch etwas wert ist. Die Scheidungsraten gingen nach oben, ebenso wie häusliche Gewalttaten und Suchterkrankungen.

Außenstehende mögen sagen: Ja, was wolln se denn, hätten se sich eben umorientieren müssen! Auch hier wiederum macht sich Nichtkenntnis breit, über eine Region, in der die Verwurzelung mit der Heimat (dieser Region) fast schon genetisch bedingt ist. Ein unter Chemnitzern bekannter Ausspruch ist: Verpflanze einen Chemnitzer weg von seiner Heimat und er geht ein wie eine Primel. Die, die blieben, haben sich in dem Bereich umgeschult, der ihnen von den Arbeitsämtern als "zukunftsträchtig" angepriesen wurde: Versicherungs- und Immobilienmakelei mit hoher Eigenkapitaleinbringung. Es erübrigt sich zu erwähnen, was aus diesen Existenzen geworden ist.

Mit Abschaffung des Bundesgrenzschutzes, der insbesondere der Erzgebirgsregion als solcher sehr aktiv war, gingen die Einbruchsraten rasant in die Höhe und sind es bis zum heutigen Tag. Nicht verübt von Migranten, nicht verübt von Flüchtlingen, sondern wie damals auch von tschechischen Bürgern in Grenznähe. Auch hier fühlen sich die dort Wohnenden verraten und vergessen.

Schaut euch die Videos aus Chemnitz an. Ihr seht die Generationen 30+ und am Rande, ganz am Rande scheinbar unbeteiligt die Generation 70+ stehen. Sie stehen nicht dort, damit sie mal was zu gucken haben, sondern weil sie dem zustimmen, wogegen dort protestiert wird. Und nur sie verstehen, wogegen WIRKLICH protestiert wird. Das ewige Vergessen- und Übersehenwerden, das aus ihrer Sicht seit der Wende Einzug gehalten hat. Und bevor wir uns falsch verstehen: dies hier ist weder eine Rechtfertigung dessen, was gerade in Chemnitz vor sich geht, noch eine Entschuldigung oder Richtigstellung. Sondern es ist der Ansatz, Außenstehenden das Denken der meisten dieser Leute nahezubringen, so krude und absurd auch sein mag, in welcher Dumpfheit es sich nun äußert.

Die Wende war noch kein Jahr alt und Chemnitz glich einer Ruinenstadt mit stillgelegter Industrie, die mehrheitlich von der Treuhand aufgekauft wurde, mit dem Versprechen, die Chemnitzer dort weiterhin zu beschäftigen und die Betriebe zu modernisieren. Die Realität war Arbeitsplatzverlust, Stilllegung und Verkauf der Maschinen an Investoren. Zu großen Teilen haben ehemals langjährige Beschäftigte ihren eigenen Arbeitsplatz abbauen und abwickeln müssen. Ohne ein einziges Wort der Anerkennung dafür, was sie mitunter jahrzehntelang dort geleistet haben. Noch heute reagieren Chemnitzer sehr allergisch darauf, wenn "Westdeutsche" ihnen erklären wollen, wie "marode" doch alles war und dass man doch nicht von Leistung und Arbeit in diesen "vorsintflutlichen Bruchbuden" habe sprechen können. Diesen kleinen schelmischen Unterton in Comedy-Sendungen, wenn die Dummheit des Sozialismus dargestellt wird, hören sie deutlich heraus, nicht zuletzt, wenn der dumme Quoten-Sozialist mal wieder am Beispiel eines Sachsen parodiert wird. Außenstehenden mag das nicht auffallen, aber der dabei verwendete sächsische Dialekt entstammt nicht dem Leipziger, nicht dem Dresdner Raum, sondern dem Chemnitzer Raum.

Zurück zu Investitionen. Es gab sie - auch in Chemnitz - aber jene, die versprochen wurden und an denen die eigene Existenz hing, wanderten in Hülle und Fülle nach Leipzig und Dresden. Chemnitz musste zuschauen, wie es vergessen wird. Und auch das hat sich nach der Wende u.a. auch in der schulischen Ausbildung niedergeschlagen. Es war ein immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragenes Credo der Lehrer: Ihr müsst Hochdeutsch sprechen lernen, wenn ihr "da draußen" etwas werden wollte und ihr müsst es so gut sprechen, dass man erstmal nicht gleich heraushört, woher ihr kommt (^^). Ihr müsst es aufs Gymnasium schaffen (^^). Wir bilden euch nicht aus, damit ihr Friseur werdet, sondern damit ihr studieren geht (^^).

Es ist erst zwei oder drei Jahre her, dass Chemnitz ein großes Erfolgserlebnis feiern durfte:
Als es erstmals Leipzig und Dresden den Rang ablaufen konnte und den Zuschlag erhielt, eine der größten Archäologiesammlungen zu erhalten und ausstellen zu dürfen.
Chemnitz war seit der Wende keine Stadt mehr, die man sehen und in der man bleiben wollte, sondern es war die Stadt, an der man vorbeifährt. Das haben die Chemnitzer bis heute gut verinnerlicht. Die, die klug genug waren, gingen. Jene, die sich nachhaltig in ihrem Benachteiligungserleben weiter suhlen wollten und mangels eigenständig etablierter oder familiärer Alternativen bleiben mussten, sehen wir heute zu großen Teilen auf der betreffenden Demo. Und ja, es sind großteils Ewiggestrige und ja, es sind Großteils Stehengebliebene. Es geht nicht um Ausländer. Es geht ihnen, meiner Meinung nach darum, sich gegen das Aufzulehnen, was ihnen vor Jahren und Jahrzehnten subjektiv (!) angetan wurde. Nicht umsonst skandieren die Rechten dort pausenlos, den "Ausländern" würde alles in den A... geschoben werden, währen die "Deutschen" das Nachsehen hätten. Nicht umsonst werden Fake-News verbreitet, "die Ausländer" würden sich an "unseren Mädels" vergehen. Es ging und geht seit Jahren in dieser Stadt immer nur um ein Thema: UNS wird etwas weggenommen! WIR sind denen da oben egal. WIR erhalten nie Wiedergutmachung.

Um nichts anderes geht es diesem Mob, für den man sich schämen muss und der seit Jahren nicht begriffen hat, sich mit dem was war, wirklich auseinanderzusetzen.


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 20:20
Micinima schrieb:@knopper
Ne stimmt neger ist ja gar nicht rassistisch.
Wo lebst du?
Aber dann rumjammern, wenn man als Rassist bezeichnet wird. Ganz mein Humor :D


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 20:30
@traces

Ich geh mit deiner Einschätzung ja fast konform, aber natürlich interessieren die sich für Ausländer oder Migranten. Es ist das eine sich wertlos zu fühlen, weil die Treuhand alles kaputt gemacht hat, es ist aber ein ganz anderes paar Schuhe, wenn man dann los zieht und Ausländerfeindlich ist.


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29.08.2018 um 20:35
@Bone02943

Sicher sind das zwei Paar Schuhe - aber sag das denen auf der Demo, die das bis heute nicht begriffen haben. Es ist scheißegal, dass hier zwei Ausländer einen Deutschen abgestochen haben. Die gleiche Zusammenrottung mit den gleichen Parolen erlebst du in Chemnitz mehrmals pro Jahr - an Festen, zu Fußballspielen, wenn die Mannschaft gewonnen, wenn sie verloren hat. Und v.a. dann, wenn sich Merkel oder ein anderes CDU-Mitglied für einen großen Besuch ankündigt. Das geht an der Presse aber scheinbar vorbei.

Um es kurz zu machen: Der Anlass ist egal. Man braucht nur einen, egal welchen, der ausreicht, seine Horde zu mobilisieren und zu schreien "DAGEGEN!"


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 20:53
traces schrieb:Es ist scheißegal, dass hier zwei Ausländer einen Deutschen abgestochen haben.
sehe ich nicht so. ich wohne nur 20km davon weg. wenn schon das 2te Jahr in Folge ein Mord zum Stadtfest passiert dann ist das ganz sicher nicht scheißegal.. Nur weil du einen Groll gegen diese Menschen hast heißt das nicht dass du ihnen einfach unterstellen kannst ihnen wären die Toten egal..


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 21:05
@RayWonders

Ich gebe zu, ich habe mich sehr drastisch ausgedrückt. Ich versuche, etwas sachlicher zu benennen, was ich meine:

Ja, es wird unter den Demonstranten beiderseits Teilnehmer geben, denen das Opfer selbst nicht "egal" ist, richtig.
Und ja, es wird unter den Demonstranten Teilnehmer geben, die tatsächlich die Inhalte und Verfahrensweisen der aktuellen Flüchtlingspolitik ablehnen.

Und dennoch ist es meine persönliche (!) Meinung, die sich aus Gesprächen, Beobachtung und Erfahrungen in dieser meiner Heimatstadt ergibt, dass hier ein Vorfall zum Anlass genommen wird, zusätzlich ganz andere Themen demonstrativ ins Feld zu rücken. Und das, was ich jenen, denen ich das unterstelle (und ja, das ist der Großteil, bei dem ich das tue), vorwerfe, ist, nicht nur die aktuelle Flüchtlingsdebatte zu benutzen, sondern in gleicher Weise das Opfer dieser Straftat. Denn ich bezweifle, dass die Mehrheit der Demonstranten mit ihm verwandt oder verschwägert ist. Ihn und seinen Tod zu benutzen, um seinen Brass auf alles, v.a. die aktuelle Tagespolitik, loszuwerden, Andersdenkende verbal und körperlich zu bedrohen, erachte ich als verwerflich. Niemand hat das Recht, einen anderen zu töten. Ganz egal, aus welchem Land er stammt. Und niemand - auch das ist nur meine persönliche Meinung - hat das Recht, den Tod eines anderen Menschen für seine eigenen wie auch immer gearteten ideologischen, politischen oder persönlichen Motive zu benutzen.


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29.08.2018 um 21:18
Micinima schrieb:Ne stimmt neger ist ja gar nicht rassistisch.
nein das war nicht in meiner Aufzählung enthalten.
Venom schrieb:Da nennen sich selbst die Roma selbst "Cigan/Cigani" bzw "Zigeuner".
Ja eben. Es war ja auch jahrelang gebräuchlich....
Tussinelda schrieb:ach so, DU entscheidest, was rassistisch ist? Wie kommts?
nein es ist nur meine Auffassung dazu. diese ändere ich auch nicht mehr.
Bone02943 schrieb:Es ist das eine sich wertlos zu fühlen, weil die Treuhand alles kaputt gemacht hat, es ist aber ein ganz anderes paar Schuhe, wenn man dann los zieht und Ausländerfeindlich ist.
ja ok das sehe ich ganz ähnlich.


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

29.08.2018 um 21:20
traces schrieb:Und niemand - auch das ist nur meine persönliche Meinung - hat das Recht, den Tod eines anderen Menschen für seine eigenen wie auch immer gearteten ideologischen, politischen oder persönlichen Motive zu benutzen.
pauschale ideologische 'Ausländer raus' Ansichten haben tatsächlich wenig mit der Sache zu tun..

dennoch ist es durchaus legitim als Politiker hier einen Ansatzpunkt zu sehen für den Ruf nach Veränderung..
ich denke selbst die Bürger in Chemnitz mit linker Gesinnung würden gern gegen Waffengewalt gegen Menschen auf die Straßen gehen und verhindern, dass ganz unabhängig davon ob Migrant oder nicht eine Waffe oder extremste körperliche Gewalt bei Streitigkeiten dazu führen dass es zu schweren Verletzungen oder zum Tod kommt.

Ich hatte es schon mal gefragt im Thread, ist aber irgendwie untergegangen.
Wie soll denn legitimer Kampf gegen Waffengewalt aussehen dürfen? Sollen Polizisten jetzt verstärkt das Recht und den Auftrag erhalten Bürger auf dem Weg durch die Straßen anzuhalten und zu durchsuchen? Worauf das hinausläuft ist meiner Ansicht nach abzusehen, diejenigen die gemustert und ausgewählt werden für diese polizeiliche Aktion werden einen Aufschrei starten dass sie diskrimiert werden nur dadurch wie sie aussehen. Dennoch scheint mir aber so etwas sehr notwendig durchzuführen wenn ich auf News.Google nach Messerstecherei suche und sehe wie viele davon in den letzten Monaten passiert sind. Es darf einfach nicht zum Normalzustand werden, dass Bürger mit so etwas in der Tasche herumlaufen und bei einem Streit diese Waffe bereitwillig einsetzen.

Also ich bin dafür, dass mehr Polizei in Großstädten patroulliert in Zukunft und das Recht hat Taschenkontrollen durchzuführen und das auch verstärkt tut. Und ich bin dafür dass die Politik der Polizei den Rücken stärkt, wenn es die ersten Diskriminierungsvorwürfe gibt wenn Araber, Türken, nach Hooligan aussehende kahlgeschorene oder pauschal Jugendliche z.b. in Berlin auf diese Art kontrolliert werden.


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