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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

3.092 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Gewalt, Hass, Demo, Gegen-demo

Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

02.09.2018 um 09:46
BenZiehn schrieb:Aber jetzt alle Chemnitzer als Faschos zu verorten ist den Rechten in die Hände gespielt.
Deshalb macht das ja auch keiner. Wäre auch ziemlich bescheuert und zudem falsch. Natürlich gibt es auch in Sachsen Menschen, die weder fremdenfeindlich noch kriminell sind. Ändert aber nichts an der Tatsache, daß die Bereitschaft dort anscheinend höher ist, solche Dinge zumindest hinzunehmen oder zu unterstützen.


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02.09.2018 um 09:49
Photographer73 schrieb:Deshalb macht das ja auch keiner.
das macht man nur mit Migranten


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Demonstrationen in Chemnitz und Köthen nach tödlichen Zusammenstößen

02.09.2018 um 10:05
Photographer73 schrieb: Ändert aber nichts an der Tatsache, daß die Bereitschaft dort anscheinend höher ist, solche Dinge zumindest hinzunehmen oder zu unterstützen.
woran liegt das deiner Meinung nach?


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BenZiehn
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02.09.2018 um 10:12
Einfach, weil die Rechten zuerst da waren. Wenn so ein junger Mensch dort erst mal Anschluss gefunden hat, dann war es das. Und die Alten? Arbeitslos, perspektivlos. Da schlägt man gerne mal auf Schwächere ein. Und das findet sich dort wohl häufiger.


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02.09.2018 um 10:15
@lawine
dazu gibt es eine Studie
https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BMWI/studie-rechtsextremismus-in-ostdeutschland-zusammenfassung_5666...
hier mehr dazu
http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Darum-hat-der-Osten-Probleme-mit-rechter-Gesinnung
Vor allem mit der Situation in Sachsen und der Rolle der sächsischen CDU gehen die Forscher hart ins Gericht. Die Dominanz der Union in dem Freistaat sei für die Entwicklung der sächsischen Zivilgesellschaft und die Akzeptanz des Interessenpluralismus eher von Nachteil gewesen, heißt es. Es gebe ein großes Misstrauen der sächsischen Union gegenüber der zivilgesellschaftlichen Szene. Darauf sei sicherlich zurückzuführen, dass die Landesregierung das Problem Rechtsextremismus lange Zeit unterschätzt und viele Vereine, die Aufklärungs- und Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus anbieten, eher behindert als gefördert habe.
hier auch nachzulesen
https://www.vice.com/de/article/785a9b/drei-grunde-warum-es-so-viele-rechte-in-ostdeutschland-gibt
Drei Gründe, warum es so viele Rechte in Ostdeutschland gibt....


1. Die DDR steckt noch immer in den Köpfen
2. Der Osten braucht dringend mehr Zuwanderer
3. Politiker tun so, als gäbe es keine Neonazis


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02.09.2018 um 10:16
lawine schrieb:woran liegt das deiner Meinung nach?
Da gibt es mehrere Gründe. Es fängt aber schon in der DDR an. Von einer Diktatur in die Nächste und die Aufarbeitung der Nazizeit war in der DDR auch nicht gerade das gelbe vom Ei, um es mal vorsichtig zu umschreiben. Dazu kam eine Politik, die schon in der DDR auf Abgrenzung zwischen Einheimischen und Ausländern zielte. Es gab extra Wohnblocks für "Gastarbeiter" und der Kontakt zu den Einheimischen war nicht erwünscht. Der ganze Hass der sich schon in der DDR aufgebaut hat entlud sich dann auch ziemlich schnell nach der politischen Wende.
Und da kommen wir zum nächsten Punkt, denn auch die Wende trägt ihren teil dazu bei.

Dazu kommt dann die politische Arbeit der Nachwendezeit. "Die Sachsen seien Imun gegen Rechtsradikalismus" :palm:


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02.09.2018 um 10:23
@Bone02943
@Tussinelda
meint ihr, in Sachsen seien die Menschen gewaltbereiter als in anderen Bundesländern?
falls ja, woran liegt das?

wir sind uns einig, dass Volksverhetzung, Hitlergruß zeigen, verbale und körperliche Gewalt gegen Ausländer Straftaten, sprich kriminelles Verhalten darstellen.

wie kommt es, dass es Regionen in Deutschland zu geben scheint, in denen dieses kriminelle Handeln gehäuft vorzukommen scheint?


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02.09.2018 um 10:26
lawine schrieb:meint ihr, in Sachsen seien die Menschen gewaltbereiter als in anderen Bundesländern?
falls ja, woran liegt das?
Nein.
lawine schrieb:wir sind uns einig, dass Volksverhetzung, Hitlergruß zeigen, verbale und körperliche Gewalt gegen Ausländer Straftaten, sprich kriminelles Verhalten darstellen.

wie kommt es, dass es Regionen in Deutschland zu geben scheint, in denen dieses kriminelle Handeln gehäuft vorzukommen scheint?
Man hat in Sachsen lange verpasst sich aktiv gegen Rechtsradikalismus zur wehr zu setzen. Die Politik hat es nicht erkannt oder erkennen wollen. In Sachsen fühlen sich gerade rechtsradikale Kräfte von der Politik und Polizei unterstützt. Daher geht man in Sachsen scheinbar auch offener mit seinem Hass um, denn man fürchtet ja keine groben Nachteile von Seiten der Polizei, Politik oder seinem Arbeitsgeber.


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02.09.2018 um 10:27
@lawine
nee, wieso? Wieso sollten die gewaltbereiter sein?


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02.09.2018 um 10:36
lawine schrieb:wie kommt es, dass es Regionen in Deutschland zu geben scheint, in denen dieses kriminelle Handeln gehäuft vorzukommen scheint?
hatte ich doch schon die Studie aufgezeigt, warum fragst Du nochmal? Und könntest Du mir bitte mal beantworten, warum Du fragst ob wir denken, dass die Menschen dort gewaltbereiter sind? Wie kommst Du darauf?


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02.09.2018 um 10:55
Optimist schrieb:Sie standen am RANDE, machten nicht mit!
genau das hat Ruptly Live, das ich gestern geschaut habe, immer wieder gezeigt: Die Leute, die da waren ohne an einer der beiden Demos teilzunehmen. Möglicherweise war das die größte Gruppe. Aber von denen kam auch keiner auf die Idee an der Antirassismus-Demo teilzunehmen. Also die schweigende Masse, die zwar nicht uninteressiert ist, aber alles so hinnimmt, wie es gerade kommt, auch wenn wir gerade auf den Faschismus zu laufen (auch wenn ich das nicht hoffe). "Wir haben ja nicht aktiv mitgemacht."
Optimist schrieb:Wo gibts denn Demos, welche sagen: die Flüchtlingspolitk ist nicht okay, aber Fremdenhass ist auch zu verurteilen...
Na, bei der Gegen-Demo der Antirassisten, denn die sind alles andere als mit der Flüchtlingspolitik (Abschottungspolitik) einverstanden.
wichtelprinz schrieb:Leute die aber keinen Auftrag wie Berichterstattung haben, gesellen sich auch am Rande dazu , man nennt das Kollaboration.
So weit würde ich nicht gehen. Aber stille Zustimmung, ja. Wärs anders rum, wären sie am Rande der antirassistischen Demo gestanden und nicht am Rande der flüchtlingsfeindlichen Pro-Chemnitz Demo. Es kommt eben auch darauf an, wo man als "Nichtbeteiligter" steht, auch wenn man nur "zuschauen" will. Wenn das so ist, kann man sagen, waren gestern wohl knapp 15.000 Flüchtlingsgegner versammelt, die meisten als "Nur-Sympathisanten" und "Zaungäste" (von Pro-Chemnitz, AfD und Pegida).
Optimist schrieb:Es sind auch viele von anderen Bundesländern angereist, darf man auch nicht vernachlässigen.
Zum Zugucken. :troll:


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02.09.2018 um 11:05
Realo schrieb: Also die schweigende Masse, die zwar nicht uninteressiert ist, aber alles so hinnimmt, wie es gerade kommt, auch wenn wir gerade auf den Faschismus zu laufen (auch wenn ich das nicht hoffe). "Wir haben ja nicht aktiv mitgemacht."
Das kommt einem doch ziemlich bekannt vor. Möchte man wirklich, dass sich das wiederholt?


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wichtelprinz
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02.09.2018 um 11:13
Interested schrieb:Das kommt einem doch ziemlich bekannt vor. Möchte man wirklich, dass sich das wiederholt?
es gilt dies ja auch immer mehr aufzuweichen und zu legitimieren. Diese verschwommene Masse aus AfD, Pegida, Identitären, Neonazis, Reichsbürgern und wie sie alle heissen und der von fremden Kulturen verängstigte Bürger gegen "die anderen", diese Pro Asyl, Bunten, pro Multikulti, Volksaustauscher, Linken, Volksverräter oder wie sie dann auch genannt werden. Man habe ja keine andere Wahl mehr als Widerstand, in dem Sinn meinte ja auch der Höcke das Bertolt Brecht Zitat bemühen zu müssen


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02.09.2018 um 11:30
Tussinelda schrieb:Und könntest Du mir bitte mal beantworten, warum Du fragst ob wir denken, dass die Menschen dort gewaltbereiter sind? Wie kommst Du darauf?
wie ich darauf komme? auf Grund dieses Beitrages, dem nicht widersprochen wurde
Photographer73 schrieb:Ändert aber nichts an der Tatsache, daß die Bereitschaft dort anscheinend höher ist, solche Dinge zumindest hinzunehmen oder zu unterstützen.
ich frage nach den Ursachen, denn wir sind uns doch sicher einig, dass es so nicht bleiben kann.


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02.09.2018 um 11:32
@BenZiehn
Weiter vorne hab ich bereits Statistiken gepostet, die zeigen, dass Sachsen in der Arbeitslosenquote genau in der Mitte liegt. Die Hälfte der Bundesländer hat eine höhere Prozentzahl!
Woher kommt diese Begründung? Nur weil bestimmte Kreise mit ihrer Propagandamaschinerie das immer behaupten, wirds nicht wahrer.
Warum macht dann ein Teil der Sachsen auch noch Chancen kaputt, die die Beschäftigung erhöhen könnten? Der Tourismus geht schon seit längerem zurück, Firmen ziehen sich zurück, alles was man hört, ist Gejammer. Und das auf hohem Niveau.

In armen Städten im Westen ist die Infrastruktur seit Jahrzehnten immer maroder geworden, selbst im verhältnismäßig reichen Bayern gibts große regionale Unterschiede und Gemeinden, deren Schlaglöcher nur alle zwei Jahre geflickt werden können. Auch Altersarmut gibts, vor allem bei Frauen im Westen mehr, sie hatten teils keine Möglichkeit, ihre Kinder betreuen zu lassen. Die "Ostrentner", die zur Wendezeit und in den 10 Jahren danach in Ruhestand gingen, haben größtenteils höhere Renten als vergleichbare Westkollegen, ohne je in die Kassen eingezahlt zu haben.
Was ich sehe ist Neid. Und die Einstellung, man (der Staat, die Anderen) sei ihnen was schuldig. Selbstverständlich wird auch das von rechten und noch ganz anderen Kreisen geschürt. Aber da sich die Leut ja als mündige Bürger bezeichnen, sollen sie halt mal anfangen zu denken, nicht nach 30 Jahren immer noch denken lassen!


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02.09.2018 um 11:39
lawine schrieb:ich frage nach den Ursachen, denn wir sind uns doch sicher einig, dass es so nicht bleiben kann.
und da ging es darum, dass die Sachsen gewaltbereiter wären? Oder ging es eher darum, dass sie rechtes Gesocks, rechte Ideologie hinnehmen, bzw. unterstützen? Und Ursachen habe ich Dir genannt.


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02.09.2018 um 11:51
Geisterfrei schrieb:Aber da sich die Leut ja als mündige Bürger bezeichnen, sollen sie halt mal anfangen zu denken, nicht nach 30 Jahren immer noch denken lassen!
Das muss man lernen. Und das geht nur, wenn man lernen will.
Du darfst nicht vergessen, dass man den Niedergang der DDR erlebt hat und sich den Erfolg zur Stürzung des Regimes (Motto: „Wir sind das Volk!“, die Montagdemos fingen im heutigen Sachsen an) auf die Fahne schreibt.
Was nach dem Ende der DDR kam, war nicht unbedingt das was man sich bei den Montagsdemos erhofft hat.
Was aber gerne verschwiegen wird, ist dass die Demonstranten ‘89 noch einen Kampfruf hatten: „Keine Gewalt!“.


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02.09.2018 um 12:10
Ich finde es krass, was gerade in Chemnitz passiert, finde die Berichte durch die Medien aber auch...seltsam.

Große, bekannte Nachrichtenwebsite: Vor ein paar Tagen kurzer Bericht über den Messerstecher, dazwischen gefühlt 100 "Chemnitz einig Nazistadt" Artikel, dann irgendwelche "Verwandte und Freunde sagen - der Messerstecher ist eigentlich ein total toller Kerl und guter Mann!" und "Nachbar-Omi von Yousif A. sagt - ich habe keine Angst vor ihm, nur von den Rechtsextremen! (ja ist ja nicht so, als hätte er problemlos jemanden ermordet)" Titel.
Hallo, muss man einen Typen mit ellenlanger Vorstrafenliste, der längst abgeschoben gehört hätte, jetzt als netten Bub von nebenan darstellen, nur weil Deppen mit Hitlergruss durch die Straßen laufen?


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02.09.2018 um 12:15
@AngieOnly
nee, muss man nicht, aber wieso soll man nicht sagen, wie man den Täter empfand, selbst erlebt hat? Ist es nicht jedes Mal so, dass danach jemand sagt, dass hätte ich aber nicht gedacht, der war immer so nett? Und was ist daran verwerflich?


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02.09.2018 um 12:18
Ja, aber muss man sowas als Zeitung quasi als Headline titeln? Wenn ich Angehöriger wäre und ganz groß lesen müsste, dass der Typ, der meinen Mann/Freund/Bruder/Sohn aufs übelste abgestochen hat, "ja ein superguter Kerl ist", würde ich auch kotzen. Ist halt irgendwo auch eine gewisse Verharmlosung des Vorfalls. Meine Meinung.


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