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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.372 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 12:12
@mitH2CO3

Entweder bezahlt die Care Arbeit der Ehemann, was das Gesamteinkommen der Familie in keiner Weise ändert oder es bezahlt der Steuerzahler.

Ich sehe das Problem nicht. Meine Frau und ich haben -wie wohl die Meisten- gemeinsames Geld. Das ändert sich nicht dadurch, dass es über ein separares Konto meiner Frau laufen würde.

Wenn der Steuerzahler es bezahlen sollte (wo sollen die 100e Mrd herkommen?) müsste die häusliche Care Arbeit ja objektiviert werden, sprich alle Arbeiten dokumentiert werden. Mit anderen Worten: Bodycam für Mutti. Na ja...

Die Steuern würden ja weiterhin vom arbeitenden Teil der Bevölkerung bezahlt werden, also Mutti kriegt 2000 Euro und Vati zahlt 2000 Euro mehr Steuern und zwar bis dieser steuerliche Irrsinn Vatis Arbeitsplatz abschafft, bzw er sich in den Transfer rettet, weil Arbeiten dann nicht mehr lohnen kann.

Wovon werden denn Straßen gebaut, Transfer gezahlt, staatliche Kredite samt Sindervermögen bedient, Schulen und Unis und die BW unterhalten? Vom Plätzchenbacken oder vom Mehrwert von Berufstätigkeit?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 12:25
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:angeblich machst Du keine Care Arbeit für Kinder, warum ist Dir das Thema wichtig?
Ich mache nicht angeblich keine Care-Arbeit, ich mache keine Care-Arbeit. Das Thema ist mir dennoch wichtig, weil ich es als eine krasse Ungerechtigkeit empfinde, was es für Frauen in finanzieller Hinsicht bedeuten kann, wenn sie Mütter werden. Mit diesen Dominanzsystemen kommt man nicht weiter, im Gegenteil. Es braucht Alternativen! Der Ansatz der caring economy ist hochinteressant, und basiert berechtigt auf der Care-Arbeit, ohne die eine Gesellschaft gar nicht existieren könnte.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Lass 99,9% einer Gesellschaft sein, macht ihre Wünsche nicht gewichtiger.
Sagt jemand der offenbar ignorant, rücksichtslos und nicht demokratisch ist. SELBSTVERSTÄNDLICH ist es in einer Demokratie die Mehrheit die entscheidet, und deren Belange wichtig sind, ebenso die Interessen jener, die nicht in der Mehrheit sind. Es geht um unser aller Belange. Und nicht nur die von einigen wenigen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein, es ist ureigener Kapitalismuskritik der Kommunisten dass sie da nicht genügend Geld bekommen...sonst sind die Kommunisten suppi mit dem Kapitalismus, auch jetzt.
Es braucht weder das eine noch das andere zerstörerische System für den Menschen und diesen Planeten. Allerhöchste Zeit für ein anderes, nämlich partnerschaftliches Wirtschaftssystem. Jo, ich nehme an, dass diese Vorstellung beim ein oder anderen Egomanen zu Angst vor Kontroll- und Geldverlust führen mag. Das ist dann so. Ängste kann man überwinden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 12:52
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mit diesen Dominanzsystemen kommt man nicht weiter, im Gegenteil. Es braucht Alternativen!
Du beschwerst Dich über das Gelddominanzsystem und willst es mit Geldzahlungen lösen :D
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sagt jemand der offenbar ignorant, rücksichtslos und nicht demokratisch ist.
Du, wie ich zB mein Geld verdiene und was ich für Schwierigkeiten dabei habe interessiert das Finanzamt auch nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um unser aller Belange.
Nein, nicht alle, ich mache keine Care Arbeit, Du auch nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 13:11
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du beschwerst Dich über das Gelddominanzsystem und willst es mit Geldzahlungen lösen :D
Zitiere bitte wo ich nur ein einziges Mal das Wort "Gelddominazsystem" verwendet haben soll! Nirgendwo. Es geht um MACHT in den Dominanzsystemen. Im Turbokapitalismus leider sogar verbunden mit der Möglichkeit, dass Einzelne mehr Geld besitzen als Staaten. Womit sie Einfluss auf Staaten nehmen, und damit die Demokratie gefährden können. Lediglich in diesem Kontext sprach ich von Geld.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du, wie ich zB mein Geld verdiene und was ich für Schwierigkeiten dabei habe interessiert das Finanzamt auch nicht.
Mglw. fliegst Du ja unter dem Radar, und bist deshalb fein mit der Situation. Was weiss denn ich, interessiert mich auch nicht. Deine Aussage ist keine Erkenntnis bzw. kein Argument für irgendwas.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein, nicht alle, ich mache keine Care Arbeit, Du auch nicht.
Zum Glück funktioniert meine Impulskontrolle gerade :D

Egal was Du machst, Du würdest es nicht machen, wenn Du nicht selbst mal jemanden gehabt hättest, der Dich in Deiner Kindheit - sehr wahrscheinlich leider unbezahlt - versorgt hätte. Ja, so wichtig ist die Care-Arbeit. Ohne sie wärst Du ganz einfach nicht da. Private und berufliche Carearbeit, ohne sie würde gar nix gehen. Von daher: weshalb sollte irgendein Schlipsträger, der fremde Gelder hin- und herschiebt mehr verdienen als eine Person, die essenzielle Carearbeit leistet? Ist doch lachhaft, wie diesbezüglich bewertet bzw. vergütet wird.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 13:41
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mglw. fliegst Du ja unter dem Radar, und bist deshalb fein mit der Situation. Was weiss denn ich, interessiert mich auch nicht.
Natürlich interessiert Dich und das Finanzamt die Schwierigkeiten beim Geld verdienen nicht, ihr wollt nur die Hälfte haben :D
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:as Wort "Gelddominazsystem"
Das Wort ist von mir, du verwendest "kapitalistisches Dominanzsystem"...was ist Kapital?...?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Egal was Du machst, Du würdest es nicht machen, wenn Du nicht selbst mal jemanden gehabt hättest, der Dich in Deiner Kindheit - sehr wahrscheinlich leider unbezahlt - versorgt hätte.
Die die sich um gekümmert haben ein Haus von mir bekommen...ich hoffe das passt als Ausgleich...und jetzt das Wichtigste: kein anderer Arbeiter musste dafür aufkommen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 15:23
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Natürlich interessiert Dich und das Finanzamt die Schwierigkeiten beim Geld verdienen nicht, ihr wollt nur die Hälfte haben :D
Ich bin nicht das FA. Und mir ist durchaus bekannt, dass man als AG bzw. Unternehmer mit den vielen Auflagen zu kämpfen har, was sicherlich auch geändert/verbessert gehört.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die die sich um gekümmert haben ein Haus von mir bekommen...ich hoffe das passt als Ausgleich...und jetzt das Wichtigste: kein anderer Arbeiter musste dafür aufkommen.
Das ist eine aufmerksame Geste von Dir, mit der Du die Care-Arbeit dieser Menschen gewürdigt hast. Leider kann sich kaum jemand einen derartige Ausgleich leisten. Die meisten haben mit der Abbezahlung ihres eigenen Hauses genug zu tun, so man überhaupt ein Haus hat.
Aber die Carearbeit aller privaten, unbezahlten Carearbeiter*innen muss einen angemessenen Ausgleich finden. Angemessen bedeutet auch, dass ihre entsprechenden Tätigkeiten kein Risiko für Altersarmut darstellen dürfen ebensowenig, dass diese Abstriche im Erwerbseinkommen nach sich ziehen.

Btw. weshalb ist Teilen mit der Gesellschaft für Dich kein Thema. Das würde mich doch noch interessieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 15:44
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und mir ist durchaus bekannt, dass man als AG bzw. Unternehmer mit den vielen Auflagen zu kämpfen har, was sicherlich auch geändert/verbessert gehört.
Na, selten sowas zu lesen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Leider kann sich kaum jemand einen derartige Ausgleich leisten.
Und das ist der Punkt - wer soll es zahlen? Soll ich mehr arbeiten?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Btw. weshalb ist Teilen für Dich kein Thema, das würde mich doch noch interessieren?
Mehrere Aspekte:
- es wird bereits geteilt und nicht zu wenig
- auch wen geteilt wird kommt es nicht an weil der Staat falsch verteilt
- unter Vorwand mehr teilen zu wollen wird arschlochmäßig immer mehr vom Bürger kassiert
- Du willst Entlohnung für Sachen die zwar existieren, aber so nicht messbar sind, dazu auch noch vom individuellen Lebensentwurf abhängen -> soll die Frau vom Herr Bürgergeldempfänger auch 160.000 bekommen? Sie
leistet auch Care Arbeit...

Mein grundsätzlicher Vorschlag: echte 30% Maximalgesamtbelastung, deckt die Grund(nicht Luxus)funktionen des Staates ab und machts mit dem Rest was ihr wollt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 17:37
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Na, selten sowas zu lesen.
Bei einer partnerschaftlichen Ökonomie geht ja es darum, die unterschiedlichen Interessen zu beachten. Nach gemeinsamen Lösungen, die auf zuvor festgelegten Werten basieren, zu suchen und sie zu finden. Die Gesellschaft hat ja auch nix davon, wenn Unternehmen ins Ausland abwandern. Es ist mMn. die Haltung, die den Unterschied macht. Man muss es auch wollen, den/die Anderen zu verstehen. Na ja.Ist ne Herausforderung :D weiss ich, die man aber gemeinsam bewältigen lernen kann, im Interesse der nachfolgenden Generationen und der Umwelt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und das ist der Punkt - wer soll es zahlen? Soll ich mehr arbeiten?
Das ist zumindest nicht meine Vorstellung. Ich bin steuerrechtlich nicht firm genug mitzusprechen, aber nach meinem Verständnis sollte auch diesbezüglich wohl ne Menge reformiert werden. Und sicherlich wird es um Prioritätensetzung gehen, wenn man sich für neue Wege entscheiden würde. Nochmal: nach Schätzungen würde die Statusveränderung der Care-Arbeit schätzungsweise 2 mio. Arbeitsplätze mit sich bringen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- es wird bereits geteilt und nicht zu wenig
:D Demnach dürfte es ja gar nicht zu dem Ungleichgewicht kommen, dass etwa 1% der Bevölkerung einen Anteil von ca. 35% des gesamten Nettovermögens hält. Was ist das für eine Form des Teilens?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:auch wen geteilt wird kommt es nicht an weil der Staat falsch verteilt
Kommt wieder auf die Perspektive an.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:unter Vorwand mehr teilen zu wollen wird arschlochmäßig immer mehr vom Bürger kassiert
jo, das ist nervig und zum kotzen. Bringt nur alles nix, weil das entfesselte kapitalistische System selbst die Ursache für die ganzen Probleme ist. Das scheint doch reine Symptombehandlung zu sein mit diesen ganzen Steuertöpfen, für die am Kapitalismus erkrankte Gesellschaft
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:> soll die Frau vom Herr Bürgergeldempfänger auch 160.000 bekommen? Sie
leistet auch Care Arbeit...
Beiss Dich mal nicht an dieser Summe fest. Der genaue Betrag müsste erst ermittelt werden. Die von Dir angegeben Summe war ein Mittelwert, wenn man entsprechende Berufsgruppen zugrunde legen würde. Im Ernstfall würde da vermutlich etwas anders gerechnet werden, allerdings schon so, dass der essenzielle Wert dieser Tätigkeiten auch zum tragen käme :Y:

Aber zu Deiner Frage: wenn Herr Bürgergeldempfänger zuhause ist, sollte abgeklärt werden, ob die Frau nicht arbeiten gehen kann, und er dann die Kinder versorgt, so mal als Gedanke. Es geht ja darum zukünftige Bürgergeldempfänger zu vermeiden. Die Kinder gut und mit qualifizierten Ausbildungen auf ihren Weg zu begleiten, damit sie später zu gerne arbeitenden Menschen werden, zufrieden mit sich, mit ihrem Job und ihrem Leben. Der Weg zu diesem Ziel ist nach meinem Verständnis die wichtigste Grundlage für Gesellschaften, für den Menschen selbst.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mein grundsätzlicher Vorschlag: echte 30% Maximalgesamtbelastung, deckt die Grund(nicht Luxus)funktionen des Staates ab und machts mit dem Rest was ihr wollt.
„Luxusfunktionen“ - wasn Jargon -ist doch auch nur wieder Darstellungssache. Der Staat und die Wirtschaft sollen dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Somit entstünde kein Luxus, sondern Wohlergehen für alle, eben durch gemeinsame Fürsorge.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 17:45
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:„Luxusfunktionen“ - wasn Jargon -ist doch auch nur wieder Darstellungssache. Der Staat und die Wirtschaft sollen dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Somit entstünde kein Luxus, sondern Wohlergehen für alle, eben durch gemeinsame Fürsorge.
Ich möchte aber nicht "gemeinsam gefürsorgt" werden. "Gemeinsame Fürsorge" indem ein Staat im Mehrheitsmodus irgendwelche Werte bestimmt nach denen ich die konkrete Entfaltung meines Privatlebens und der innersten Familienbeziehungen zu gestalten habe wäre für mich eine dergestalte Dystopie, dass ich bewaffnenten Widerstand dagegen für legitim und geboten halten würde. Der Staat hat den Freiraum für persönliche Entfaltung nur insofern abzustecken, dass er mich davor schützt, dass andere ihre Freiheiten dazu nutzen, meine eigenen einzuschränken (und natürlich auch mir damit verbietet, das selbst zu tun), Leistungen koordiniert die Einzelne aufgrund Komplexität und Umfang nicht bewältigen können, und unvorhersehbare, zufällige Lebensrisiken ein Stück weit abzufangen - alles darüber hinaus wird schon übergriffig.

Ein Blick in die Geschichte zeigt auch, dass dieser Mehrheitsmodus schnell unterdrückerisch wird: im "Mehrheitsmodus" werden dann eben Homosexuelle, queere Menschen und andere vermeintlich "perverse" Mitmenschen verfolgt und in den Untergrund getrieben, mal eben ein Pogrom gegen die Juden gestartet, Hexen identifiziert und verbrannt usw. usw. - alles aus damaliger Perspektive ganz hervorragend mit passenden Werten unterlegt und per breitem Mehrheitskonsens beschlossen und dabei nicht nur gutgeheißen, sondern aktiv unterstützt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 18:34
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ein Blick in die Geschichte zeigt auch, dass dieser Mehrheitsmodus schnell unterdrückerisch wird: im "Mehrheitsmodus" werden dann eben Homosexuelle, queere Menschen und andere vermeintlich "perverse" Mitmenschen verfolgt und in den Untergrund getrieben, mal eben ein Pogrom gegen die Juden gestartet, Hexen identifiziert und verbrannt usw. usw. - alles aus damaliger Perspektive ganz hervorragend mit passenden Werten unterlegt und per breitem Mehrheitskonsens beschlossen und dabei nicht nur gutgeheißen, sondern aktiv unterstützt.
Das kann man in USA in etwas abgewandelter Form ja gerade mitverfolgen, die Transformation von einer Demokratie in eine Autokratie.
Wenn Meister der Manipulation und unzufriedene Wähler aufeinandertreffen. … Gruselig. Nein, ich lehne Diskriminierung in jeder Form ab.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ich möchte aber nicht "gemeinsam gefürsorgt" werden. "Gemeinsame Fürsorge" indem ein Staat im Mehrheitsmodus irgendwelche Werte bestimmt nach denen ich die konkrete Entfaltung meines Privatlebens und der innersten Familienbeziehungen zu gestalten habe wäre für mich eine dergestalte Dystopie, dass ich bewaffnenten Widerstand dagegen für legitim und geboten halten würde. Der Staat hat den Freiraum für persönliche Entfaltung nur insofern abzustecken, dass er mich davor schützt, dass andere ihre Freiheiten dazu nutzen, meine eigenen einzuschränken (und natürlich auch mir damit verbietet, das selbst zu tun), Leistungen koordiniert die Einzelne aufgrund Komplexität und Umfang nicht bewältigen können, und unvorhersehbare, zufällige Lebensrisiken ein Stück weit abzufangen - alles darüber hinaus wird schon übergriffig.
Ich kann diese Sorgen und das Gesagte - bis auf den Waffeneinsatz- iwie nachvollziehen. Es geht um ne Öffnung der Privatsphäre in die Gesellschaft. Das mag zunächst mal übergriffig anmuten, ist ja auch ne neue Vorstellung, Vermute aber, dass da eher ein Missverständnis vorliegt. Es geht doch nicht um Kontrolle, sondern Entlastung. Jede Familie soll doch für sich bestimmen, wie sie mit den Angeboten umgeht. Man kann annehmen oder ablehnen Es soll ja kein Zwang bestehen. Wer die angebotenen Entlastungen ablehnt, der lehnt sie halt ab.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 19:10
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um ne Öffnung der Privatsphäre in die Gesellschaft. Das mag zunächst mal übergriffig anmuten, ist ja auch ne neue Vorstellung, Vermute aber, dass da eher ein Missverständnis vorliegt. Es geht doch nicht um Kontrolle, sondern Entlastung. Jede Familie soll doch für sich bestimmen, wie sie mit den Angeboten umgeht. Man kann annehmen oder ablehnen Es soll ja kein Zwang bestehen. Wer die angebotenen Entlastungen ablehnt, der lehnt sie halt ab.
@mitH2CO3:
Ich habe den Eindruck, du verstehst nicht, dass das alles sehr viel Geld kosten würde.

Geld, das nicht zur Verfügung steht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.02.2026 um 20:53
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Geld, das nicht zur Verfügung steht.
Geld das irgendwie auch erarbeitet werden muss... je mehr sich eine "Care-Zeit" nehmen, desto weniger wird es zum verteilen geben.
Darunter wird die Infrastruktur, die Wirtschaftskraft und letzten Endes auch die Baubranche und innere Sicherheit leiden...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 09:19
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich habe den Eindruck, du verstehst nicht, dass das alles sehr viel Geld kosten würde.

Geld, das nicht zur Verfügung steht.
Es könnte ein deutlich höherer Preis für alles Leben nach hinten raus werden ...

100 Milliarden Sondervermögen für die Aufrüstungspanik lassen sich bereitstellen :D Ich kann aber auch nicht mit solchen Summen umgehen. Kann mir nicht mal im Ansatz wirklich vorstellen wie eine Milliarde wirken würde, wenn man sie auf dem Konto hätte :shrug:

Ich weiss aber, dass der Kapitalismus ein menschengemachtes System ist, welches sich auch dementsprechend vom Menschen für Mensch & Natur in ein partnerschaftliches System umgestalten liesse. Da es sich um wesentliche Veränderungen handeln würde, bräuchte es halt einen gesellschaftlichen Konsens.

Aber lieber Ängste vor sonst was schüren, die Menschen stillhalten, ausbeuten und die Natur als unser aller Lebensgrundlage weiter zerstören :shrug: Was ne traurige, hoffnungslose Perspektive. Mit so einer Ignoranz kann ich mich auch nicht mit ruhigem Gewissen von der Thematik abwenden.
Da kann man späterhin nämlich nicht mehr kommen mit "ich/wir wußte(n) es nicht besser, und jeder macht doch mal Fehler ..."


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 09:20
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Geld das irgendwie auch erarbeitet werden muss... je mehr sich eine "Care-Zeit" nehmen, desto weniger wird es zum verteilen geben.
Darunter wird die Infrastruktur, die Wirtschaftskraft und letzten Endes auch die Baubranche und innere Sicherheit leiden...
Aha. Wieso das denn?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 10:29
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aha. Wieso das denn?
Oh oh, da fehlen aber ein paar Grundlagen

Weißt du wie Wohlstand etc Volkswirtschaftlich definiert ist?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 11:12
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:100 Milliarden Sondervermögen für die Aufrüstungspanik lassen sich bereitstellen :D
@mitH2CO3
Wenn ich mich richtig erinnere, hast du allerdings von 1.2 Billionen Euro gesprochen. Und das wäre dann pro Jahr. Also Jahr für Jahr wieder auf's Neue 1.2 Billionen Euro. Dem könnte man schon die insgesamt ca. 1 Billion Sondervermögen = Schulden für Verteidigung und Infrastuktur gegenstellen, aber das ist immerhin für ca. 10 Jahre.
Wobei ich auch die überbordenden Ausgaben für Verteidigung sehr kritisch sehe und die Verteidigungshysterie für das halte, was es ist: Eine kollektive Hysterie, eine irrationale Massenpanik.

Ein Punkt, in dem ich allerdings auch mit dir übereinstimme, ist die Ausbeutung der Natur. Anstatt nur wie das Kaninchen vor der Schlange auf den Ukraine-Krieg zu starren und zu glauben, dass das des wichtigste Thema unserer Zeit ist, sollte man sich endlich den echten Problemen unserer Zeit zuwenden, der Klima-Katastrophe, den sonstigen Umweltkatastrophen wie die Verseuchung der Umwelt mit Plastik und der Übervölkerung der Erde.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 11:26
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Verteidigungshysterie für das halte, was es ist: Eine kollektive Hysterie, eine irrationale Massenpanik.
Ach ja, der liebe Ivan will nur spielen

Besser man macht jetzt was klar und hat wieder 40 Jahre Ruhe
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:echten Problemen unserer Zeit zuwenden, der Klima-Katastrophe, den sonstigen Umweltkatastrophen wie die Verseuchung der Umwelt mit Plastik und
Könnte Russland ja mit anfangen

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Übervölkerung der Erde.
Na da schließt sich ja der Kreis zum Krieg


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 12:00
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun
@Fedaykin
Leider doch. Es ist die Frage, wo und wie man seine Ressourcen einsetzt, die materiellen bzw. finanziellen wie auch die intellektuellen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.02.2026 um 12:46
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Leider doch. Es ist die Frage, wo und wie man seine Ressourcen einsetzt, die materiellen bzw. finanziellen wie auch die intellektuellen.
Wenn du glaubst das 100 Mrd jetzt für die globale Erwärmung relevant sind...

Das gleiche wird immer beim Welthunger Runtergebetet, oder bei der Raumfahrt


Von daher ein Strohmann-Argument


Russlands Ambitionen zu stoppen ist auch co 2 Vermeidung. Vor allem wenn nachher keiner ihr Öl kauft


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.02.2026 um 10:51
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Deine Idee 'Geld von -ja von wo eigentlich' dafür, das eigene Leben zu ordnen wird es völlig zurecht nicht geben. Ich habe am Sonntag gekocht und niemand hat dafür bezahlt, wäre auch idiotisch.

Wo soll auch die Grenze sein? Geld fürs Waschen der Wäsche, u.a. der eigenen? Was ist mit Zähneputzen? Wenn eine Frau ihr Sommerkleid für die Gartenparty bügelt, wer zahlt?

Ich stelle mir gerade das Abendessen vor:

Er isst ein paar Nudeln mit Tomatensauce, sagt danke, war lecker.

Sie antwortet: Das macht 12 Euro für die Nudeln, da kommen noch 6.32 Euro Wochenendzuschlag zu, 3.88 Einsatzpauschale, 4.11 fürs Einkaufen, 1.32 Euro fürs Abspülen. Willste noch 'n Joghurt für 0.59 dazu und einen Kaffee für 3 Euro? Karte oder bar?

So eine Beziehung wünscht sich jeder...

Und die Nachbarin bietet das ganze für pauschal 8.99 Euro an.
Hier mal, um eine Vorstellung zu bekommen, ein paar Aspekte wie man das Thema Care-Ausgleich fair in einer Beziehung berücksichtigen könnte. Z.B. mit einem Partnerschaftsvertrag, der auch Bestandteil eines Ehevertrages sein könnte:
Ein solcher Partnerschaftsvertrag dient dazu, die wirtschaftliche Benachteiligung der Person abzufedern, die für die Sorgearbeit im Beruf kürzertritt.

Eckpunkte einer vertraglichen Vereinbarung

Um Sorgearbeit rechtlich und finanziell abzusichern, können folgende Klauseln vereinbart werden:
Laufender Unterhaltsausgleich: Der Partner mit dem höheren Einkommen zahlt einen monatlichen Betrag auf ein privates Konto des Sorgeberechtigten. Dies dient dem Ausgleich des geringeren Nettoeinkommens (Verfügungsgeld).
Altersvorsorge-Splitting: Es wird festgeschrieben, dass für die Dauer der Kindererziehung oder Pflege private Rentenbeiträge (z. B. in eine ETF-Rentenversicherung) durch den Hauptverdiener gezahlt werden. Das Bundesministerium für Familie empfiehlt solche Modelle, um den Gender Pension Gapzu schließen.
Kompensation bei Trennung: Vereinbarung einer Abfindung oder erhöhter Unterhaltsansprüche für den Fall einer Trennung, um die „Karriere-Einbußen“ durch die Sorgezeit zu entschädigen.
Tätigkeitsbeschreibung: Dokumentation der übernommenen Aufgaben (Haushalt, Management, Pflege), um den Wert der Arbeit analog zu einer Ersatzkraftanzuerkennen.
Beispiel-Formulierung (vereinfacht)
"Die Partner vereinbaren, dass [Name] zugunsten der Kindererziehung die Erwerbsarbeit auf [Anzahl] Stunden reduziert. Zum Ausgleich der Rentenlücke verpflichtet sich [Name Hauptverdiener], monatlich einen Betrag von [Summe] Euro in die private Rentenvorsorge von [Name] einzuzahlen. Dieser Betrag ist wertgesichert."
Rechtliche Beratung
Da solche Verträge oft notariell beurkundet werden müssen (besonders bei Eheleuten), ist eine professionelle Beratung ratsam. Plattformen wie Finanztip bieten Leitfäden für faire Eheverträge, die Care-Arbeit berücksichtigen. Auch der Verband berufstätiger Mütter (VBM) bietet Ressourcen zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit.
Quelle: Google-KI

CHECKLISTE für's Zusammenleben
Hier ist eine kompakte Checkliste, um die unsichtbare Last (Mental Load) und die Zeit für Care-Arbeit im Alltag fair zu verteilen.
1. Bestandsaufnahme: Den "Mental Load" sichtbar machen
Bevor man teilt, muss man wissen, was alles anfällt. Nutzen Sie Tools wie den Mental Load Test des Equal Care Day, um Aufgaben zu erfassen:
Planung: Wer denkt an Termine (Arzt, Schule, Geburtstage)?
Organisation: Wer schreibt Einkaufslisten, sucht Geschenke, bucht Urlaube?
Emotionale Arbeit: Wer tröstet, schlichtet Streit oder hält Kontakt zur Familie?
2. Die 50/50-Zeit-Regel
Statt nur Ergebnisse zu vergleichen, vergleichen Sie die Freizeit:
Haben beide Partner nach Abzug von Erwerbs- und Care-Arbeit gleich viele Stunden zur freien Verfügung?
Wird „Pausenzeit“ (z. B. während das Kind schläft) als Arbeitszeit oder Freizeit gewertet?
3. Verantwortungs-Bereiche (Full Ownership)
Vermeiden Sie das „Helfen-Modell“ (einer bestimmt, der andere führt aus). Teilen Sie feste Verantwortlichkeiten zu:
Beispiel: Wer für das „Abendessen“ zuständig ist, übernimmt alles: Planung, Einkauf, Kochen und Küche aufräumen.
Das Konzept des Fair Play (von Eve Rodsky) hilft dabei, Aufgaben in „Karten“ zu unterteilen, die komplett übernommen werden.
4. Regelmäßige "Care-Konferenzen"
Einmal pro Woche (z. B. Sonntagabend) kurz abstimmen:
Was steht nächste Woche an?
Wer hat gerade weniger Kapazität (Stress im Job, Krankheit)?
Wo müssen wir Aufgaben neu priorisieren oder auslagern?
5. Standard-Abstimmung (Minimum Standards)
Klären Sie Erwartungen: Muss die Wohnung täglich gesaugt werden oder reicht einmal die Woche? Ein gemeinsames Verständnis von „erledigt“ verhindert Frust.
6. Dokumentation für die Rente
Halten Sie Sorgezeiten schriftlich fest. Die Deutsche Rentenversicherung rechnet zwar Kindererziehungszeiten an, aber für die private Vorsorge ist ein Überblick über die „Karrierepause“ essenziell für spätere Nachverhandlungen.
Quelle: Google KI

Das mal als Input zur Thematik Care-Arbeit, um einen Impuls zu geben, wie man selbst ggf. entsprechende Ungerechtigkeiten in der eigenen Beziehung beenden könnte. Bei der caring economy als Alternative zur Kapitalismushölle wären obige Aspekte auf jeden Fall mit auf der Prioritätenliste.


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