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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.209 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 17:49
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Schau halt z.B. hier rein.
Das belegt wohl eher, dass du keine Ahnung hast, was du hier so schreibst. Und hast du die Doku auch selbst geschaut oder nur mal schnell aus dem Netz rausgesucht? Dann hättest du auch den größten Move von Superreichen beim Steuersparen mitbekommen ;)
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber er bleibt Vorstand in seiner Stiftung, und kann dann so über das Geld "verfügen", oder nicht? Und brauchte keine Steuern dafür abzudrücken.
Und was darf er mit dem Geld machen? Was ist eines der wichtigsten Punkte einer NGO wie Stiftungen, gGmbHs und gemeinnützige Vereine? Sie dürfen nicht gewinnorientiert handeln, sie schütten kein Geld wieder aus. Alles, was dort drin steckt, ist ausschließlich für das Gemeinwohl da. Sicher ist man als Gesellschafter einer Stiftung auf dem Papier sehr reich, bringt dem Gesellschafter an sich aber an sich absolut nichts.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 17:52
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber er bleibt Vorstand in seiner Stiftung, und kann dann so über das Geld "verfügen", oder nicht? Und brauchte keine Steuern dafür abzudrücken.
Verfügen kann er darüber nur im Rahmen der Stiftungssatzung, welche wiederum von der Stiftungsaufsicht bei Errichtung der Stiftung geprüft wird, und die Verwendung dann jährlich überwacht. Wenn da "gemeinnützig" drinsteht, dann darf das Geld auch nur für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Ist die Stiftung eigennützig (wie z.B. eine Familienstiftung) dann ist auch Essig mit steuerlicher Vergünstigung - in dem Fall zahlt die Stiftung Körperschaftssteuern und das ganze andere Zeug ganz regulär, wie jedes andere Unternehmen auch. Bei gGmbHen ist es genau so: steuerlich begünstigt werden nur die Aufwendungen, die dem gemeinnützigen Zweck zufließen oder direkt dienen (wie z.B. nicht vermeidbare Verwaltungsaufwendungen), alles andere ist regulär zu versteuern. Gerade deshalb wird da ja peinlich darauf geachtet, nicht aus Versehen einen Nebenwirtschaftsbetrieb aufzubauen, sondern maximal einen Zweckbetrieb, sonst kommt das Finanzamt recht schnell und will sehr viel Geld.

Unabhängig davon übrigens sind auch bei Familienstiftungen die Entnahmen aus der Stiftung (also die Zuwendungen an Familienmitglieder) zum Entnahmezeitpunkt ganz normal zu versteuern, also als Einkommen oder Schenkung, je nachdem (die Sonderthemen wie vorweggenommene Erbschaften usw. usw. lasse ich mal weg), bei der Gestellung von materiellen (geldwerten) Vorteilen durch die Stiftung (also z.B. ein Geschäftswagen aus dem Stiftungsvermögen der als Privatfahrzeug genutzt wird) ist dieser ebenso steuerlich zu bewerten, und für die Stiftung selbst als verdeckte Gewinnentnahme wenn man nicht aufpasst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 17:53
Zitat von zaeldzaeld schrieb:und die Reichen immer noch so unerhört reich sind, und die Armen kein bisschen reicher geworden sind
Es geht nicht darum, dass mehr einfach so verteilt wird. Die Gesellschaft kann keine werterhaltenden Maßnahmen mehr durchführen, weil das Geld fehlt. Das sieht jeder, wer mit offenen Augen durch die Kommunen geht. Genau dort brauchen wir mehr Geld als in Mütterrente, Dieselsubventionen oder Ehegattensplitting. Alles nur Quark.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Durch eine Milliardärssteuer wird Ungleichheit abgemildert.
Siehe Dänemark - Wird ja gerne als Beispiel bei anderen Themen herangezogen, aber man lässt gerne Dinge weg 😝
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Der Staat hat überhaupt kein Recht, eine bestimmte politische Richtung, solange diese nicht als verfassungswidrig festgestellt wurde zu bekämpfen.
Der Staat fördert die Demokratie, da wehrhafte Bürger das beste Bollwerk gegen Neonazis und andere Umtriebe sind. Wer aufgeklärt ist, der wählt nicht AfD.

Die Förderungen belaufen sich auf 23.000€ und was ist dein Problem daran? Ich habe ein Problem mit Menschen, die Faschisten und Neonazis verteidigen.

Quelle bzgl. Förderung: https://dserver.bundestag.de/btd/20/124/2012484.pdf (Seite 62)
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Übrigens zeigt ein Nachbarland, dass man mit weniger Steuern durchaus mehr demokratisch sein kann.
Welches Land wäre das?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 17:59
@bgeoweh
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:darüber noch eine Holding weil man sonst den Überblick verliert.
Aha. Geht so auch oder ist das nicht möglich?

--> Holding-Strukturen: sie nutzen Firmenkonstrukte, in denen Gewinne (z.B. Dividenden) von einer Tochtergesellschaft an die Holding fließen, ohne dass sie privat versteuert werden müssen. Diese Gewinne werden dann reinvestiert.


So oder so, danke für deine Beiträge heute! Werde sie beackern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 18:04
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:sie nutzen Firmenkonstrukte, in denen Gewinne (z.B. Dividenden) von einer Tochtergesellschaft an die Holding fließen, ohne dass sie privat versteuert werden müssen.
Richtig, Geldflüsse zwischen Firmen werden nicht privat versteuert.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Diese Gewinne werden dann reinvestiert.
Kapitalistisch vorbildlich!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 18:05
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Holding-Strukturen: sie nutzen Firmenkonstrukte, in denen Gewinne (z.B. Dividenden) von einer Tochtergesellschaft an die Holding fließen, ohne dass sie privat versteuert werden müssen. Diese Gewinne werden dann reinvestiert.
Reinvestieren würde theoretisch auch in der Tochtergesellschaft funktionieren. In erster Linie bezweckt eine Holding nur die Trennung vom operativem Geschäft und den Gewinnen. Sie hält quasi das Geld, bis es reinvestiert oder dergleichen wird. Es spielt auch keine Rolle, ob du der Holding oder einer Tochter Geld für private Zwecke entziehst, in beiden Fällen werden selbstverständlich Steuern fällig.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 18:14
Zitat von ToxidToxid schrieb:Reinvestieren würde theoretisch auch in der Tochtergesellschaft funktionieren. In erster Linie bezweckt eine Holding nur die Trennung vom operativem Geschäft und den Gewinnen. Sie hält quasi das Geld, bis es reinvestiert oder dergleichen wird. Es spielt auch keine Rolle, ob du der Holding oder einer Tochter Geld für private Zwecke entziehst, in beiden Fällen werden selbstverständlich Steuern fällig.
Bei den gemeinnützigen Gesellschaften war es bis vor Kurzem (Novelle im Jahressteuergesetz 2025 iirc.) fast zwingend notwendig, in irgendeiner Form einen "Parkplatz" für Gelder einzurichten, weil die einzelne Organisation nur sehr begrenzt überhaupt Rückstellungen bilden durfte, da wurde seitens der Aufsicht schnell gerügt dass das Geld doch unmittelbar in den Satzungszweck fließen müsse - wollte man daher z.B. Kapital für die Errichtung von Neubauten usw. aus Eigenmitteln ansparen, war man so gut wie gezwungen dass irgendwo außerhalb des zweckgebundenen Unternehmens zu tun.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 18:29
@mitH2CO3

Du siehst also, deine Steuerschlupfloch-Posts sind alles nicht mehr als heiße Luft. Das letzte wirklich große Schlupfloch war, schön eine Firma in einem Niedrigsteuerland z.B. innerhalb der EU zu gründen und die Leistung in der gesamten EU zu erbringen. Das war ein Loch, das hat seinen Namen noch alle Ehre gemacht :D

Aber selbst das ist Schnee von gestern, jetzt musst du in jedem Land, wo die Leistung erbracht wird, auch dein Geld versteuern. Und die Freibeträge sind sehr gering. Für Firmen, die EU-weit agieren, in vielen Fällen ein enormer Aufwand.

Ansonsten fällt mir absolut nichts Legales ein, wie man als natürliche Person Gelder irgendwie steuerfrei am Fiskus vorbei bekommt. Falls dir dazu was einfällt, abseits deiner Recherchen zu NGOs, dann lass es uns wissen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 18:44
Zitat von ToxidToxid schrieb:Du siehst also, deine Steuerschlupfloch-Posts sind alles nicht mehr als heiße Luft.
Da biste zu schnell. Ich muß mich da jetzt erst mal reindenken, bevor ich das so einräumen würde. Wenn's schlussendlich heisse Luft sein sollte, mit den Steuerschlupflöchern (geht ja auch noch um die Erbschaftssteuer), dann kann ich das schon akzeptieren, no problem. Der "mißbräuchliche" Umgang darum gehts. "Mißbräuchlich" im Sinne von Steuern durch Täuschen und Tarnen zu verringern, was legal sein mag, aber nicht im Sinne der Gesellschaft. Weiss nicht, darüber muß ich halt nachdenken.


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