mitH2CO3 schrieb:Wenn's schlussendlich heisse Luft sein sollte, mit den Steuerschlupflöchern (geht ja auch noch um die Erbschaftssteuer), dann kann ich das schon akzeptieren, no problem. Der "mißbräuchliche" Umgang darum gehts. "Mißbräuchlich" im Sinne von Steuern durch Täuschen und Tarnen zu verringern, was legal sein mag, aber nicht im Sinne der Gesellschaft.
Und so isses dann auch.
Umgangssprachlich wird im Zusammenhang mit der Steuervermeidung oft auch von Steuerschlupfloch gesprochen.
Wikipedia: SteuervermeidungDas treffende Wort ist STEUERVERMEIDUNG, und diese wird scheinbar mit Fleiss und Passion betrieben, insbesondere bei Reichen, die sich dafür sogar Spezialisten ranholen, wie man in dem Filmbeitrag sehen konnte.
bgeoweh schrieb:Lol, so sieht mittlerweile die "Firmenlandschaft" jedes mittelgroßen Krankenhauses oder auch z.B. eines Sozialträgers aus. Jedes Thema möglichst einzeln in eine GmbH etc. um das Haftungsrisiko abzugrenzen, der ganze Verwaltungskram und übergreifende Dienste dann in Verwaltungs-mbH und Service-GmbH, darüber noch eine Holding weil man sonst den Überblick verliert. Ich habe irgendwie den Eindruck, du bist in der modernen Geschäftswelt nicht so ganz sicher unterwegs :D
Ganz genau, es geht dabei knallhart um Steuervermeidung, und nix anderes! Denn ansonsten bräuchte man diese künstlichen Konstrukte überhaupt nicht.
Weil man derlei Vorgehen aber als selbstverständlich hinnimmt, kommt es dann zu solchen Suggestivaussagen:
ApexOne schrieb:Das ist nicht mehr sein Geld, er hat es abgegeben:
Oooh, hat er sein Geld ganz selbstlos einfach mal abgegeben 😏
Nö, Herr Milliardör befreit sich kurzerhand von steuerlichen Verpflichtungen und sponsort u.A. Forschung und Wissenschaft. Btw. da darf man sich schon auch fragen, wie weit dieses "Sponsoring" dann Einfluss auf die entsprechenden Bereiche hat. Zu dem hat Herr Milliardär ja noch zig weitere "Steuerblasen", in die er sein Geld reinstopfen kann, um weniger bis keine Steuern zahlen zu müßen. Schweinerei!
Steuern haben ihren SinnFinanzierung des Staatshaushalts: Ohne Steuern könnten staatliche Leistungen nicht bezahlt werden.
Infrastruktur & Institutionen: Bau von Schulen, Universitäten, Straßen und Krankenhäusern.
Öffentliche Sicherheit: Finanzierung von Polizei, Feuerwehr und Justiz.
Sozialer Ausgleich: Umverteilung, um soziale Gerechtigkeit zu fördern.
Lenkungsfunktion: Steuern wie die Tabak- oder Kfz-Steuer beeinflussen das Konsumverhalten in Richtung Gesundheits- oder Umweltschutz.
Man unterminiert mit der Vermeidung von Steuerzahlungen den Staat, das System.
Aber das scheint Herr und Frau Raffgier nicht zu jucken.
Und überhaupt, wer nimmt es da noch so genau, mit iwelchen Verdrehereien. Nö, die spielen offensichtlich auch keine Rolle:
ApexOne schrieb:Na ja, bekommst Du Geld zurück wenn deine Steuerberaterin den Kram weg hauen tut? Das wären auch "fehlende Steuereinnahmen".
Schwachsinn. Wenn ich wahrheitsgemäß darstelle, wie es bei mir ist, und bekomme Geld zurück, entstehen überhaupt keine fehlende Steuereinnahmen.
Btw. das Topic lautet "Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle" und nicht "Steuerberater X bespricht mit seinen Jüngern, welche steuerlichen Möglichkeiten es gibt oder eben nicht". Für so was kann man gechillt einen anderen Thread aufmachen
:)