ApexOne schrieb:Vererben ist in Deutschland ein Opt Out Verfahren - deinen Nachkommen bekommen ihren Pflichtanteil, es sei denn Du enterbst sie durch ein rechtssicheres Verfahren.
Nicht gewußt?
Pflichtteil beim erben bedeutet, dass zB. Kinder einen bestimmten Mindestanteil von einem Erbe bekommen müssen, nich aber das alle Eltern verpflichtet sind, ihren Kindern was zu vererben.
Nich gewusst?
ApexOne schrieb:Kinder, (aber auch Eltern) haben gegenseitige Fürsorgepflicht, mit teilweise gepfeferten Kostenübernahmen...von Gesetz her.
Das is aber keine Leistung die erbracht werden muss, um erben zu können. Man kann auch ohne weiteres erben, ohne sich je um seine Eltern gekümmert zu haben.
Sich um seine Eltern zu kümmern is also keine Leistung die erbracht werden muss, um erben zu können.
ApexOne schrieb:Vom moralischen her, hier wird viel über Care Arbeit gesprochen, das sei 160.000 im Jahr wert - es wäre doch nur Fair wenn der Erbe diesen Betrag pro Pflegejahr auf den Freibetrag addieren kann.
Hätte ich kein Problem mit, wenn man das so einrichten würde, aber auch dann wäre das ja keine Leistung, die eine Grundvoraussetzung fürs erben darstellt, selbst wenn es sie gäbe.
Wir können also festhalten, du kennst auch keine Leistung, die Erben erbringen müssen, um erben zu können. Damit is ne Erbschaft ein leistungsloser Zugewinn.
ApexOne schrieb:Wenn der Erbe nichts geleistet hat, was haben die Empfänger auf unteren Seite geleistet?
Die haben auch nichts dafür geleistet, hat aber auch keiner was anderes behauptet, soweit ich weiß.
ApexOne schrieb:Warum sollen sie über die Erbschaftsteuer am Erbe beteiligt werden?
Die werden nich am Erbe beteiligt, sondern erhalten teilweise Mittel, die aus einer Erbschaftssteuer stammen. Das is halt nich das Gleiche.
ApexOne schrieb:Du vergleichst ein Unternehmen mit einem Staatsexperiment?
Unternehmensexperimente mit "Staatsexperimenten". Was spricht dagegen?
ApexOne schrieb:Im nächsten Satz aus deinem Post:
kuno7 schrieb:Kannste ja privat gern so halten. Da kannste von jedem, dem du vielleicht helfen willst erstmal gründlich prüfen, ob der deine Hilfe auch verdient. Bei staatlichen Leistungen kann man aber nich nach Gutsherrenart verfahren. Da brauchts einheitliche, objektiv nachprüfbare Regeln, nach denen besteuert und verteilt wird.
Wir sollen hier Meinungen diskutieren aber was Dir nicht passt darf ich "privat halten". Überdenke diesen Still nochmal.
Lern lesen! Ich hab gesagt, dass du das ja gern so halten kannst, wenn du wem was zukommen lassen willst, der Staat das aber so nich kann, nich dass du das hier nich sagen darfst.
ApexOne schrieb:Nicht ganz richtig, die Nöte von echten Bedürftigten sollen übernommen werden.
Und wer entscheidet wer ein "echter" Bedürftiger is und wer nich?
ApexOne schrieb:Richtig. Ich müsste jetzt 1200€/Monat GKV zahlen, hätte die gleichen Leistungen wie einer der gar nichts zahlt und dürfte mich Monate hinten anstellen.
Was stimmt eigentlich mit Euch Bürger nicht? Wieso schluckt ihr das?
Solch ein Verhalten is für Egoisten vermutlich schwer nachvollziehbar. Für mich is solidarisches Verhalten was Gutes, weil mich nich nur meine eigenen Bedürfnisse interessieren, sondern auch die meiner Mitmenschen.
Ehe ich mein Geld für Luxusartikel wie teure Uhren, Designerklamotten oder vergoldete Steaks ausgebe, spende ich es lieber für Andere, die das Geld für was sinnvolleres gebrauchen können.
Ebenso bin ich gern bereit etwas mehr Steuern und Abgaben zu zahlen, damit Ärmere Menschen etwas weniger zahlen müssen und dennoch die gleiche Leistung erhalten.
Das bereitet mir Freude, von daher erhalte ich auch etwas zurück.
ApexOne schrieb:Für die absichtlichen Falschversteher: nein, nicht die Leistungen für Nichtzahler einstellen sonder auf die Strasse gehen und der Politik die Hölle heiss machen. Aber tschuldigung, ich will beim Schlafen nicht stören.
Warum sollte ich oder Andere mit ähnlicher Einstellung auf die Straße gehen um etwas anzuprangern, was uns gar nich stört, sondern dich und Gleichgesinnte.
Da geht mal schön selbst für auf die Straße.
ApexOne schrieb:Für wen denn? Kläre mich mal auf, wieso dieses System attraktiv ist.
Grundsätzlich sollte es für jeden attraktiv sein, denn jeder kann in eine Situation kommen, in der man auf Hilfe angewiesen is. In solchen Fällen is es schon hilfreich, wenn es ein soziales Netz gibt, in das man fällt. Einige benötigen sogar ihr gesamtes Leben Hilfe, weil sie vielleicht krank sind, drogensüchtig oder einfach nur schwach.
Sicher gibt es auch immer welche, die dieses soziale Netz zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Ich für meinen Teil bin aber bereit das Risiko einzugehen, von einem Sozialbetrüger ausgenutzt zu werden, wenn ich weiß, dass viele wirklich Bedürftige so Hilfe erhalten. Das isses mir wert.
Das bedeutet natürlich nich, dass man nich gegen Sozialbetrüger vorgehen sollte, das sollte man unbedingt tun, schon zum Wohle der wirklich bedürftigen.
kuno