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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.875 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.04.2026 um 18:03
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Das mag so sein oder auch nich, kommt ja auch immer drauf an, was man unter sorgfältig versteht. Am Ende is das ja aber auch nich der Grund, warum Erbschaftssteuern erhoben werden, sondern der Grund is afaik, dass ne Erbschaft ein Zugewinn is und Zugewinne werden eigentlich sonst immer versteuert, soweit ich weiß.
@kuno7

Ist nicht sehr viel eher der Grund, dass Deutschland ohnehin schon ein Höchststeuerland ist, der Staat aber dennoch nicht mit exklusiv hohen Einnahmen zurecht kommt, erkennbar am quasi Verdampfen von 1 Billion in kürzester Zeit und daher anstatt solide zu wirtschaften über weitere Einnahmequellen nachdenkt, sämtlich zu verorten beim Bürger?

Könnte doch auch sein...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 06:35
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Alles fein, weil ich für Freiheit und Selbstverwirklichung bin :Y: Na gut, Ausnahme zur Regel: Steuerflüchtlinge ... auf die bin ich nicht so gut zu sprechen.
Ich geh' davon aus, dass du mich meinst. Es steht dir selbstverständlich frei, mich so einzuschätzen. No problem.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Worüber ich allerdings nicht aufhöre mich zu äußern, sind Ungerechtigkeiten.
Hey, da haben wir was in der Diskussion gemeinsam. Ich finde Arbeit, Risiko und Verantwortung ist auch ungerecht verteilt - wäre ein Weg um die finanziellen Unterschiede anzugleichen (Schere zumachen).
Kritik von mir in dem Punkt: per Selbstdeklaration kann ich mich auch zu den Verlierer machen - trotz weitreichender Ausbildung, höre ich das Arbeiten auf mit der Begründung "dieses neue Zeug kann ich nicht"...ab dem Punkt habe ich kein Einkommen mehr und fange "zurück zu fallen".
Gut gemeinte Ratschläge kommentiere ich mit: bin 53, kann nicht mehr so gut lernen wie früher, das JC soll mal einen passenden Job für mich suchen.
Tja.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und die Besteuerung hier in D nehme ich als Begünstigung Superreicher und sehr vermögender Menschen wahr. Mich würde es als solches noch nicht mal stören, wenn es auf der anderen Seite nicht "die Verlierer" dieses Systems gäbe. Genau: man kann davon sprechen, dass sehr vermögende Menschen und Superreiche auf der Gewinnerseite des derzeitigen deutschen Steuersystems stehen.
Was noch mit Fakten & Zahlen zu belegen wäre (ja, deine Artikel habe gelesen und Videos angeschaut).
Hauptkritik von mir in einem Fazit: dort setzt man die Steuern auf Gewinne im Verhältnis zum Vermögen, das stört mich massiv.
Virtuelles Beispiel zur Aussageverstärkung:
A hat eine Milliarde Vermögen. B hat 400.000 Vermögen, beide legen es aus Gründen nicht an, beide arbeiten und verdienen das Gleiche, sagen wir 60.000 und zahlen 9400€ Steuern.
A zahlt 0.00094% Steuern im Verhältnis zum Vermögen, B zahlt 2,35% im Verhältnis.
Ich kann diesen Quatsch argumentativ nicht nachvollziehen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Denn mit den Reformen, würde Geld in die Staatskassen gespült, das die extreme Ungleichheit hier wenigstens etwas ausgleichen könnte.
Die Aussage ist theoretisch richtig, Steuern erhöhen die Staatseinnahmen.
Im Realfall in Bezug auf Deutschland bedeutet es nichts...Einnahmen erhöht, Grundsicherung nicht erhöht (zudem noch Schulden aufgenommen) - deswegen sollte man in der Diskussion diese Parameter auch aufnehmen, von lass uns erhöhen und dann mal gucken was passiert halte ich gar nichts.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Denn die wenigsten Superreichen flüchten nur wegen der Steuern.
Hierzu gibt es unterschiedliche Berichte, zB.:
Norwegen -Einführung der Vermögenssteuer - nachgewiesene Umzüge - Berichte je nach dem: Einnahmen steigen, Einnahmen sinken.
Italien - attraktives Paket zum Einwandern -> Gegend um Milano floriert, hat aber auch zu Wohnknappheit geführt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 10:47
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ausnahme zur Regel: Steuerflüchtlinge ... auf die bin ich nicht so gut zu sprechen.
Ich geh' davon aus, dass du mich meinst. Es steht dir selbstverständlich frei, mich so einzuschätzen. No problem.
:ask:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weshalb sind sie denn leer, Herr Steuerflüchtling?
Bei der Ansprache werde ich nicht antworten - die dämlichen Sprüchen aus Vulgarien kannst lassen.
Aber gut:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich finde Arbeit, Risiko und Verantwortung ist auch ungerecht verteilt - wäre ein Weg um die finanziellen Unterschiede anzugleichen (Schere zumachen).
Mach doch: Mitarbeiterbeteiligung oder Mitarbeiterkapitalbeteiligung, fein. Aber wie das die Arm-Reich-Schere zumachen soll entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Die Überreichen werden nämlich trotzdem immer reicher, weil deren mega riesige Geldmengen für sich arbeiten, so dass es ohne Ultrareichensteuer überhaupt keine Chance mehr gäbe, das exponentielle Wachstum zu stoppen. Deshalb braucht es eine Steuerreform! Zu viel Macht für einzelne ist demokratiegefährdend.
Die Ursachen liegen in politischem Gestaltungsversagen und verzerrten Anreizen: Kaum ein anderes Land belastet Arbeit so hoch und Vermögen so niedrig wie Deutschland. Kapital und große Vermögen tragen vergleichsweise wenig zum Gemeinwohl bei. Zugleich bleibt der Zugang zu Immobilien – der zentralen Vermögensbasis deutscher Haushalte – für viele unerreichbar.

Zudem fällt die öffentliche Förderung von Vermögensaufbau gering aus und kommt häufig gerade jenen zugute, die ohnehin über hohe Einkommen verfügen. Die Folge ist eine Spaltung, bei der Kapital aus Renditen und Immobilienwertsteigerungen rascher wächst als Arbeitseinkommen, und zwar selbst dann, wenn Menschen hart arbeiten. So sind die Vermögen der Superreichen im vergangenen Jahr um 16,5 Prozent angewachsen, zeigen die Berechnungen von Oxfam – das ist ein vielfach höheres Wachstum als für die meisten Arbeitseinkommen.
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/soziale-ungleichheit-steuern-superreiche-oxfam-bericht

Und jetzt brauchst du gar nicht wieder Oxfam zu dissen. Nur weil du Oxfam ablehnst, gilt das noch lange nicht für den Rest der Gesellschaft. Oxfam ist eine Quelle, auf die sich seriöse Nachrichtensender sowie Zeitschriften & Magazine beziehen (wie bspw. die Zeit)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich kann diesen Quatsch argumentativ nicht nachvollziehen.
Ich erkläre es dir :) das Einkommen spiegelt die aktuelle Arbeit wieder, das Vermögen die Macht- und Sicherheitsverhältnisse. Ohne eine Besteuerung des Vermögens bleibt die relative Belastung für Superreiche bei gleichem Arbeitseinkommen immer gering. Und genau dieses soll mit der Vermögenssteuer ausgeglichen werden, damit die Schere sich mehr schliesst.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:von lass uns erhöhen und dann mal gucken was passiert halte ich gar nichts.
Es werden doch - je nach politischer Ausrichtung der Parteien - Planungen für die Steuereinnahmen gemacht. Die Steuern werden nur nicht zweckgebunden eingenommen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 10:58
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mach doch: Mitarbeiterbeteiligung oder Mitarbeiterkapitalbeteiligung, fein.
Längst geschehen, bei mir gilt Rohgewinn/Anzahl der MA, um die Besteuerung und Co. kümmert sich jeder selbst.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber wie das die Arm-Reich-Schere zumachen soll entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Keiner wird im Verhältnis zum anderen reicher, theoretisch haben alle das gleiche Vermögen aus Einkommen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Überreichen werden nämlich trotzdem immer reicher, weil deren mega riesige Geldmengen für sich arbeiten
Das ist keine bahnbrechende mathematische Erkenntnis bei Finanzen - wer mehr im Verhältnis zu den Ausgaben hat, dem bleibt mehr! ist ja auch richtig so denn Reiche sind von den Sozialsystemleistungen ausgeschlossen, da muss man sparen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und jetzt brauchst du gar nicht wieder Oxfam zu dissen.
Ich, dissen? eine NGO die Sexarbeiter ausbeutet? Niemals, ich kann es aber auch nicht gutheissen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nur weil du Oxfam ablehnst, gilt das noch lange nicht für den Rest der Gesellschaft. Oxfam ist eine Quelle, auf die sich seriöse Nachrichtensender sowie Zeitschriften & Magazine beziehen (wie bspw. die Zeit)
Total seriös wenn man Quatsch wiedergibt, aber das darf ja jeder - es ist auch so dass es zu jeder Meinung/Ideologie es ein seriöses Medium gibt (siehe zB ÖRR)...das sagt was über die Nutzer dieser Medien aus.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Steuern werden nur nicht zweckgebunden eingenommen.
Aber Du willst es zweckgebunden haben -> Ungerechtigkeiten beseitigen. Was ist wenn die Politiker es nur zur Diäten erhöhung nutzen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 10:58
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:A hat eine Milliarde Vermögen. B hat 400.000 Vermögen, beide legen es aus Gründen nicht an, beide arbeiten und verdienen das Gleiche, sagen wir 60.000 und zahlen 9400€ Steuern.
A zahlt 0.00094% Steuern im Verhältnis zum Vermögen, B zahlt 2,35% im Verhältnis.
Ich kann diesen Quatsch argumentativ nicht nachvollziehen.
Eigentlich wollte ich mir ja auch noch diese Videos anschauen, habe aber dann nicht mehr dran gedacht. Vielleicht denke ich mal am Wochenende dran.

Ich habe aber schon vermutet bzw. erwartet, dass da solche Empörungsrechnungen präsentiert werden. Naja, ich schaue nochmal selber...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 11:00
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Eigentlich wollte ich mir ja auch noch diese Videos anschauen, habe aber dann nicht mehr dran gedacht. Vielleicht denke ich mal am Wochenende dran.
Ist schon empfehlenswert - da wird einem "gezeigt" was der "Feind" so macht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 11:12
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Längst geschehen, bei mir gilt Rohgewinn/Anzahl der MA, um die Besteuerung und Co. kümmert sich jeder selbst.
Tja, das riecht schon etwas nach Subs und Lohndumping, auch nach mangelnder Arbeitgeberhaftung und Umgehung von Sozialstandards.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Keiner wird im Verhältnis zum anderen reicher, theoretisch haben alle das gleiche Vermögen aus Einkommen.
Du und deine Theorien. In Echt siehts anders aus, lies halt nochmal :)
So sind die Vermögen der Superreichen im vergangenen Jahr um 16,5 Prozent angewachsen, zeigen die Berechnungen von Oxfam – das ist ein vielfach höheres Wachstum als für die meisten Arbeitseinkommen.
Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/soziale-ungleichheit-steuern-superreiche-oxfam-bericht
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aber Du willst es zweckgebunden haben -> Ungerechtigkeiten beseitigen. Was ist wenn die Politiker es nur zur Diäten erhöhung nutzen?
Hätten hatten :N: Ich wähl die Grünen, u.A. weil sie die Steuerreform im Programm haben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ist schon empfehlenswert - da wird einem "gezeigt" was der "Feind" so macht.
Was ne Würstchennummer von "Feind" zu sprechen, Kim. Echt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 11:28
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Tja, das riecht schon etwas nach Subs und Lohndumping, auch nach mangelnder Arbeitgeberhaftung und Umgehung von Sozialstandards.
Oder gleichberechtigte Associates, die auch Verantwortung und Risiko tragen..dafür gleicher Gewinn.
SJW widerstrebt dieses Modell weil es dann keinen gibt der für den eigenen Part zahlt, das kann ich schon verstehen...ich hätte auch gerne einen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was ne Würstchennummer von "Feind" zu sprechen, Kim. Echt.
Eine Ad Hoc von mir durchgeführte Umfrage in meinem Freundeskreis ergab dass Würstchen wesentlich beliebter sind als Trockenpflaumen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 11:43
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Eine Ad Hoc von mir durchgeführte Umfrage in meinem Freundeskreis ergab dass Würstchen wesentlich beliebter sind als Trockenpflaumen.
Du bist ja richtig in Fahrt, Würschtli. Lass alles raus, das hilft :Y:

Hier aber jetzt wieder ein wenig Inhalte zum Runterkommen, zwei interessante Frauen zum wichtigen Thema Ungleichheit.

Youtube: GETEILT VEREINT: Wie (un)gleich ist Deutschland? Mit Martyna Linartas
GETEILT VEREINT: Wie (un)gleich ist Deutschland? Mit Martyna Linartas
Externer Inhalt
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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 11:47
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du bist ja richtig in Fahrt
Immer :melden:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:zwei interessante Frauen
Lol. Die Ex Küchenhilfe und die Eine mit der gleichen Platte.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Inhalte
Worüber sprechen die? Findest Du das gut, was weniger gut?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 13:23
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Die Steuer würde an den Staat gehen. Die Armen sehen davon nichts.
Kommt halt drauf an, wie der Staat die Einnahmen verwendet.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Und meinst du, mit 1% Vermögensabgabe würde man Reiche merklich weniger reich machen?
Denke ich schon, ja. Machen wir mal ne Überschlagsrechnung:
Ich gehe mal von jährlichen Renditen von ca. 6% aus (Mischung aus unternehmerischer Tätigkeit, Aktien, Anleihen und Immobilien), davon gehen erstmal Steuern ab, ich gehe mal im Schnitt von 30-35% aus, bleiben noch 4% Rendite übrig. Für den Inflationsausgleich ziehe ich dann noch mal 2% ab, die reinvestiert werden müssen.
Bleiben noch 2%, wenn davon 1% Vermögenssteuer wegginge würde dies das reale Wachstum schon mal etwa halbieren, bei 2% Vermögenssteuer käme das Wachstum sogar zum Stillstand.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:An der Vermögensschere (oder wie heisst das nochmal?) ändert das so gut wie nichts. Es geht nur um Mehreinnahmen für den Staat.
Sicher ändert sich da was an der Vermögensschere, schon allein weil dann die großen Vermögen weniger stark bis gar nich mehr wachsen. Jetz kommt es natürlich drauf an, wie man die Mehreinnahmen verwendet.
Meiner Meinung nach wäre es ideal einfach das Gesamtsteueraufkommen unverändert zu lassen, indem man einfach andere Steuern in gleichem Umfang senkt.
Anbieten tut sich da imho vor allem die Mehrwertsteuer, die muss jeder zahlen, proportional profitieren aber die Ärmsten davon am stärksten, Nominal aber die Reichsten.
Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sollten auf Null fallen, auf den Rest soweit, wie die Einnahmen es zulassen.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Naja, erst einmal würde ich gerne eine nachvollziehbare Begründung hören - nicht unbedingt nur von dir -, warum man Einnahmen besteuert und wenn man das übriggebliebene Geld ins Regal legt, dann noch einmal Steuern auf das eingelagerte Geld zahlen soll?
Für mich is der Grund eben einfach die Vermögenschere nich noch weiter auseinander gehen zu lassen oder sie im Idealfall sogar wieder etwas zu schließen. Warum sollte man das wollen?
1.) Weil es imho für eine Gesellschaft nicht gut is, wenn die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu groß werden.
2.) Weil Menschen mit extrem großem Vermögen sehr großen politischen Einfluss nehmen können, was grundsätzlich ein Problem für unsere Demokratie darstellt.
3.) Weil wir uns so einen "Geldadel" schaffen und wir uns so wieder in Richtung eines Feudalsystems bewegen.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Warum muss der Staat immer mehr einnehmen, kann er nicht einfach mal mit seinem Geld auskommen?
Sicher kann er das, kommt immer drauf an, was man vom Staat erwartet.
Viele sind ja der Ansicht, der Staat sollte sich lediglich um innere und äußere Sicherheit und um die Justiz kümmern, alles andere (Infrastruktur, Bildung oder gar Sozialleistungen) sollte privat umgesetzt werden.
In so einem Staat brauchts natürlich viel weniger Geld und demnach auch viel weniger Steuern und Abgaben.

Dieser Ansicht bin ich allerdings nich, im Gegenteil, vor allem im Bereich Infrastruktur sollte der Staat imho viel mehr tun, auch bei der Bildung sollte der Staat nachlegen, im Sozialen Bereich sollte es zumindest mal nich weniger werden.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Gewinne aus Glücksspiel werden nicht besteuert.
Stimmt, hatte ich nich dran gedacht, ebenso wie Gold oder Bitcoin (vermutlich wegen der Glücksspiel Regel :) ). Das sollte dann imho aber auch geändert werden. Für Gewinne aus Glücksspiel kann man entgegenhalten, dass der Spielbetrieb selbs ja besteuert wird, zB. gehen ca. 40% der Lotto Umsätze an den Staat (Lotteriesteuer, Konzessionsabgabe), da kann man wegen mir dann auch auf die Besteuerung des Gewinns verzichten, zumindestens könnte es großzügige Freibeträge geben.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Wenn man seinen gebrauchten Hausstand verkauft, muss man das auch nicht versteuern.
Da dürfte es sich in der Regel aber auch nich um Gewinne handeln, dann wohl eher weniger einnimmt, als man selbst mal bezahlt hat.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 13:33
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Gewinne aus Glücksspiel werden nicht besteuert.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Stimmt, hatte ich nich dran gedacht, ebenso wie Gold oder Bitcoin (vermutlich wegen der Glücksspiel Regel :) ).
Technischer Hinweis: Glückspielsteuer zahlt man beim Einsatz gleich mit.
Gold -> innerhalb eines Jahres bis 600€ steuerfrei, nach einem Jahr komplett steuerfrei...beim Bitcoin ist die Grenze bei 1000€ innerhalb eines Jahres, danach auch frei. Alles pro Person, das können Ehepartner nicht gemeinsam veranlagen.
*auf Gold gibt es keine MwSt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 13:33
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:... Im Grunde würde diese Steuer ja auf nichts Anderes als mein Ableben erhoben.
nein, auf das Geld was dein Erbe bekäme 😉
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du bezeichnest Erben als leistunglos, fragst nach ihrer Leistung.
Die Erbschaftsteuer soll massiv ausgebaut werden damit die Schere von unten her zu geht.
Wenn der Erbe nichts geleistet hat, was haben die Empfänger auf unteren Seite geleistet? Warum sollen sie über die Erbschaftsteuer am Erbe beteiligt werden?
richtig ist, sie haben Beide nichts geleistet.
Der Erbe jedoch, welcher nicht im Leistungsbezug ist, ist nicht bedürftig - also ein kleiner aber feiner Unterschied.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:...Warum sollen sie über die Erbschaftsteuer am Erbe beteiligt werden?
die werden nicht direkt an einer Erbschaftssteuer beteiligt, sondern wenn, nur ganz indirekt.
Zum Anderen kannst du gar nicht wissen, ob sie wirklich das Geld von der Erbschaftssteuer bekommen würden, sondern dieses Geld könnte ebensogut für die Diätenerhöhungen drauf gehen.

Was ich damit nur zeigen wollte: da die Steuern in einem einzigen Topf gehen und nicht zweckgebunden sind, ist es kein relevantes Argument von dir.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:dass ne Erbschaft ein Zugewinn is und Zugewinne werden eigentlich sonst immer versteuert, soweit ich weiß
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Naja, erst einmal würde ich gerne eine nachvollziehbare Begründung hören - nicht unbedingt nur von dir -, warum man Einnahmen besteuert und wenn man das übriggebliebene Geld ins Regal legt, dann noch einmal Steuern auf das eingelagerte Geld zahlen soll?
das ist tatsächlich eine gute Frage.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Gewinne aus Glücksspiel werden nicht besteuert
das finde ich ungerecht und sollte geändert werden.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Wenn man seinen gebrauchten Hausstand verkauft, muss man das auch nicht versteuern
das ist was anderes, ein Erbe (auch Gebrauchtes), verkauft man ja nicht zwangsläufig.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Auf der anderen Seite kann man argumentieren, _jedes_ Einkommen ist steuerpflichtig, also immer dann, wenn Geld den Besitzer wechselt, mit einigen praktikablen oder begründbaren Ausnahmen
guter Ansatz.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 13:46
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Für mich is der Grund eben einfach die Vermögenschere nich noch weiter auseinander gehen zu lassen oder sie im Idealfall sogar wieder etwas zu schließen. Warum sollte man das wollen?
1.) Weil es imho für eine Gesellschaft nicht gut is, wenn die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu groß werden.
2.) Weil Menschen mit extrem großem Vermögen sehr großen politischen Einfluss nehmen können, was grundsätzlich ein Problem für unsere Demokratie darstellt.
3.) Weil wir uns so einen "Geldadel" schaffen und wir uns so wieder in Richtung eines Feudalsystems bewegen
Das unterschreibe ich.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Viele sind ja der Ansicht, der Staat sollte sich lediglich um innere und äußere Sicherheit und um die Justiz kümmern, alles andere (Infrastruktur, Bildung oder gar Sozialleistungen) sollte privat umgesetzt werden.
In so einem Staat brauchts natürlich viel weniger Geld und demnach auch viel weniger Steuern und Abgaben
Diejenigen die dieser Meinung sind, könnten die denn erklären, wer denn Sozialleistungen zahlen könnte/sollte, wenn nicht der Staat?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Dieser Ansicht bin ich allerdings nich, im Gegenteil, vor allem im Bereich Infrastruktur sollte der Staat imho viel mehr tun, auch bei der Bildung sollte der Staat nachlegen, im Sozialen Bereich sollte es zumindest mal nich weniger werden
richtig.
Denn wenn man sich da nur auf private Unternehmen verlassen würde, könnte man dann vielleicht lange warten, bis was gemacht würde - wirft ja alles keine Gewinne ab.

Oder es würde so laufen:
Für Bildung und Infrastruktur würde kostendeckend zur Kasse gebeten.
Die hohen Preise könnten sich aber nur Wohlhabende leisten, alle Anderen gucken in den Mond.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 14:26
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Vererben ist in Deutschland ein Opt Out Verfahren - deinen Nachkommen bekommen ihren Pflichtanteil, es sei denn Du enterbst sie durch ein rechtssicheres Verfahren.
Nicht gewußt?
Pflichtteil beim erben bedeutet, dass zB. Kinder einen bestimmten Mindestanteil von einem Erbe bekommen müssen, nich aber das alle Eltern verpflichtet sind, ihren Kindern was zu vererben.
Nich gewusst?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kinder, (aber auch Eltern) haben gegenseitige Fürsorgepflicht, mit teilweise gepfeferten Kostenübernahmen...von Gesetz her.
Das is aber keine Leistung die erbracht werden muss, um erben zu können. Man kann auch ohne weiteres erben, ohne sich je um seine Eltern gekümmert zu haben.
Sich um seine Eltern zu kümmern is also keine Leistung die erbracht werden muss, um erben zu können.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Vom moralischen her, hier wird viel über Care Arbeit gesprochen, das sei 160.000 im Jahr wert - es wäre doch nur Fair wenn der Erbe diesen Betrag pro Pflegejahr auf den Freibetrag addieren kann.
Hätte ich kein Problem mit, wenn man das so einrichten würde, aber auch dann wäre das ja keine Leistung, die eine Grundvoraussetzung fürs erben darstellt, selbst wenn es sie gäbe.

Wir können also festhalten, du kennst auch keine Leistung, die Erben erbringen müssen, um erben zu können. Damit is ne Erbschaft ein leistungsloser Zugewinn.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn der Erbe nichts geleistet hat, was haben die Empfänger auf unteren Seite geleistet?
Die haben auch nichts dafür geleistet, hat aber auch keiner was anderes behauptet, soweit ich weiß.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Warum sollen sie über die Erbschaftsteuer am Erbe beteiligt werden?
Die werden nich am Erbe beteiligt, sondern erhalten teilweise Mittel, die aus einer Erbschaftssteuer stammen. Das is halt nich das Gleiche.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du vergleichst ein Unternehmen mit einem Staatsexperiment?
Unternehmensexperimente mit "Staatsexperimenten". Was spricht dagegen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Im nächsten Satz aus deinem Post:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kannste ja privat gern so halten. Da kannste von jedem, dem du vielleicht helfen willst erstmal gründlich prüfen, ob der deine Hilfe auch verdient. Bei staatlichen Leistungen kann man aber nich nach Gutsherrenart verfahren. Da brauchts einheitliche, objektiv nachprüfbare Regeln, nach denen besteuert und verteilt wird.
Wir sollen hier Meinungen diskutieren aber was Dir nicht passt darf ich "privat halten". Überdenke diesen Still nochmal.
Lern lesen! Ich hab gesagt, dass du das ja gern so halten kannst, wenn du wem was zukommen lassen willst, der Staat das aber so nich kann, nich dass du das hier nich sagen darfst.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nicht ganz richtig, die Nöte von echten Bedürftigten sollen übernommen werden.
Und wer entscheidet wer ein "echter" Bedürftiger is und wer nich?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Richtig. Ich müsste jetzt 1200€/Monat GKV zahlen, hätte die gleichen Leistungen wie einer der gar nichts zahlt und dürfte mich Monate hinten anstellen.
Was stimmt eigentlich mit Euch Bürger nicht? Wieso schluckt ihr das?
Solch ein Verhalten is für Egoisten vermutlich schwer nachvollziehbar. Für mich is solidarisches Verhalten was Gutes, weil mich nich nur meine eigenen Bedürfnisse interessieren, sondern auch die meiner Mitmenschen.
Ehe ich mein Geld für Luxusartikel wie teure Uhren, Designerklamotten oder vergoldete Steaks ausgebe, spende ich es lieber für Andere, die das Geld für was sinnvolleres gebrauchen können.
Ebenso bin ich gern bereit etwas mehr Steuern und Abgaben zu zahlen, damit Ärmere Menschen etwas weniger zahlen müssen und dennoch die gleiche Leistung erhalten.
Das bereitet mir Freude, von daher erhalte ich auch etwas zurück.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Für die absichtlichen Falschversteher: nein, nicht die Leistungen für Nichtzahler einstellen sonder auf die Strasse gehen und der Politik die Hölle heiss machen. Aber tschuldigung, ich will beim Schlafen nicht stören.
Warum sollte ich oder Andere mit ähnlicher Einstellung auf die Straße gehen um etwas anzuprangern, was uns gar nich stört, sondern dich und Gleichgesinnte.
Da geht mal schön selbst für auf die Straße.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Für wen denn? Kläre mich mal auf, wieso dieses System attraktiv ist.
Grundsätzlich sollte es für jeden attraktiv sein, denn jeder kann in eine Situation kommen, in der man auf Hilfe angewiesen is. In solchen Fällen is es schon hilfreich, wenn es ein soziales Netz gibt, in das man fällt. Einige benötigen sogar ihr gesamtes Leben Hilfe, weil sie vielleicht krank sind, drogensüchtig oder einfach nur schwach.
Sicher gibt es auch immer welche, die dieses soziale Netz zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Ich für meinen Teil bin aber bereit das Risiko einzugehen, von einem Sozialbetrüger ausgenutzt zu werden, wenn ich weiß, dass viele wirklich Bedürftige so Hilfe erhalten. Das isses mir wert.
Das bedeutet natürlich nich, dass man nich gegen Sozialbetrüger vorgehen sollte, das sollte man unbedingt tun, schon zum Wohle der wirklich bedürftigen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 14:27
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ist nicht sehr viel eher der Grund, dass Deutschland ohnehin schon ein Höchststeuerland ist, der Staat aber dennoch nicht mit exklusiv hohen Einnahmen zurecht kommt, erkennbar am quasi Verdampfen von 1 Billion in kürzester Zeit und daher anstatt solide zu wirtschaften über weitere Einnahmequellen nachdenkt, sämtlich zu verorten beim Bürger?
Nö, glaub ich eher nich.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 14:32
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nö, glaub ich eher nich.
@kuno7

Warum denn dann, wenn es nicht ausufernder Finanzbedarf des Staates ist? Neid?

Wenn ein Höchststeuerland über neue Steuern nachdenkt, muss das doch einen Grund haben.

Und wenn schon 1 Billion extra zu keiner spürbaren Verbesserung geführt hat, was braucht es denn noch?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 14:50
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und wenn schon 1 Billion extra zu keiner spürbaren Verbesserung geführt hat, was braucht es denn noch?
Wer sagt denn dass es um Verbesserungen geht?
Hier im Thread sind sich die Eintreiber einig: zuerst das Geld, danach keine Zweckverbundenheit zum Grund der Steuer...daher ist das hier ein klassisches Kapitalismusmerkmal: es geht um das Geld und zwar nicht um das Eigene.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 14:52
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Diejenigen die dieser Meinung sind, könnten die denn erklären, wer denn Sozialleistungen zahlen könnte/sollte, wenn nicht der Staat?
In Ländern ohne staatliches Sozialsystem läuft das dann meist über private, Spendenfinanzierte Hilfsorganisationen oder Kirchen. Wenn es selbst sowas nich oder viel zu wenig gibt, muss man eben betteln oder hungern.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Für Bildung und Infrastruktur würde kostendeckend zur Kasse gebeten.
Die hohen Preise könnten sich aber nur Wohlhabende leisten, alle Anderen gucken in den Mond.
Oder man verschuldet sich über Jahrzehnte. Daher finde ich es auch ziemlich frech, wenn zB. Deutsche ihre Bildung hier weitgehend kostenlos bekommen und dann mit Hinweis auf die hohen Steuern (aus denen ja auch ihre eigene Bildung bezahlt wurde) in Länder auswandern, in denen sie mit Menschen konkurrieren, die auf mehreren Hunderttausend Euro Schulden sitzen, die sie während ihres Studiums angehäuft haben.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Warum denn dann, wenn es nicht ausufernder Finanzbedarf des Staates ist?
Damit man andere Steuern senken kann, zB. die Mehrwertsteuer. Zumindest würde ich so vorgehen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.04.2026 um 15:39
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hier im Thread sind sich die Eintreiber einig: zuerst das Geld, danach keine Zweckverbundenheit zum Grund der Steuer...daher ist das hier ein klassisches Kapitalismusmerkmal: es geht um das Geld und zwar nicht um das Eigene.
Aha. Wozu dann eigentlich überhaupt das Gesamtdeckungsprinzip, das hinsichtlich der Zweckgebundenheit der Steuern besagt:
Das Gesamtdeckungsprinzip (auch: Grundsatz der Gesamtdeckung oder Non-Affektationsprinzip) ist ein Haushaltsgrundsatz mit dem Inhalt, dass sämtliche Einnahmen eines öffentlichen Haushalts zur Deckung sämtlicher Ausgaben dienen, also nicht zweckgebunden sind. Das Prinzip gilt sowohl in der Kameralistik als auch in der Doppik, und zwar sowohl bei der Aufstellung der Bundeshaushalte und Landeshaushalte als auch bei den Haushalten der Gebietskörperschaften und öffentlich-rechtlicher Körperschaften (wie z. B. Rundfunkanstalten).

Funktion und Begründung

Das Gesamtdeckungsprinzip soll es dem Gesetz- (bzw. Satzungs-)geber erlauben, frei über die Einnahmen zu verfügen, ohne bezüglich der Ausgaben gebunden zu sein. Es soll verhindert werden, dass einzelne Einnahmequellen für spezifische Sonderzwecke gebunden sind. Letztlich ist das Gesamtdeckungsprinzip ein Ausdruck des Demokratieprinzips, denn der frei gewählte Gesetzgeber ist jedes Jahr autonom in der Verwendung der Mittel und kann nicht durch frühere Mehrheiten in seiner aktuellen Entscheidung eingeschränkt werden.
Quelle: Wikipedia: Gesamtdeckungsprinzip

... von daher kann man sich zwar an den Parteiprogrammen orientieren, was da so geplant ist, aber eben auch nicht zwingend kommen muß. Halt je nach Lage der Dinge.


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