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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.787 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 19:42
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Obwohl Dir schon Andere geschrieben haben, dass es noch niemals Kommunismus gab und gibt, ich Dir einen Text verlinkte und Dich bat einmal zu erklären, wo für Dich jetzt Kommunismus gewesen sein soll oder sein soll, kommst Du immer wieder mit diesen Plattitüden?
Da muß man sich jetzt aber auch nicht so zimperlich anstellen, finde ich. Dann isses halt der Sozialismus, der praktiziert wurde/wird.

Ich bin in Finnland aufgewachsen, und da hieß es immer: rede nicht mit den Zigeunern oder den Roten, das sind Kommunisten. Finnland hat einen Teil an Rußland verloren (Karelien), und das ist dort heute noch Trauma, und die Roten sind (wieder) das Feindbild. Das war und ist alles Fuck, aber die Prägung ist halt da. Werde mich besser konzentrieren. Also Sozialismus im Hier und Jetzt. Kommunismus eine Vision.

Ich hatte Dir auch Fragen zum Kommunismus gestellt. Wie wird es denn im Kommunismus um die Care-Arbeit bestellt sein? Oder die Gleichstellung der Frau, insb. in den Köppen der Männer?

Es ist doch Fakt, dass Männer erst wenn sie Frauen und das "Weibliche" nicht mehr abwerten, erst dann auch nicht mehr als "weich, verweiblicht" gelten, so sie ihre fürsorglichen Kompetenzen ausleben. Vorher können sie diese Anteile wohl kaum in sich annehmen. Wird wohl noch ein ganzes Stück des Weges dauern, schätze ich.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 20:11
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wird wohl noch ein ganzes Stück des Weges dauern, schätze ich.
Da hast Du Recht!

Falls Du Lust und Zeit hast, lese Dich doch einmal in die auch noch kurz vor Dir verlinkten Texte ein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 20:41
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:vergessen? Glaubst Du wirklich, dass zukünftig niemand säen, mähen, dreschen, Wasser holen und backen wird? Du auch nicht? Oder hast Du dann später keinen Hunger
Ähem nein, du willst doch die Leiharbeit beenden, oder die Produktionsmittel vergesellschaften

Tja also kommtcda nichts

Jeder noch seine Bedürfnissen und Fähigkeiten, Fähigkeiten müssen erstmal erlernt werden.

Also wer macht vdir Arbeit, das auch genug für alle abfällt ohne Organisation...und wie wird es gerecht verteilt?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 20:51
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Gedanken zu machen, wo Dein Brot herkommt (ich sehe das eher als unser Brot) dann können wir uns darüber gemeinsam Gedanken machen. Gegenwärtig bist Du aber nur ein Fordernder und kein Mitdenker. Da macht Diskussion wenig Sinn.
Di bist hier bestimmt der erste der den Kram verlinkt

Bloß der sagt nichts aus

Also unser Brot, das geht nicht ohne arbeitsteilig Gesellschaft..

Also die Notwendigkeiten bleiben bestehen.

Wie werden Güter erschaffen und verteilt? Glaubsz du das genug Menschen die Notwendige Arbeit aka anziehende Arbeit betrachten?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 22:15
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Denk dran, Kommunismus bedeutet "Jede/r nach seinen Fähigkeiten, Jeder/m nach seinen Bedürfnissen
Blöd nur, dass man weder nach seinen Fähigkeiten, noch nach seinen Bedürfnissen leben darf, es entscheidet wieder der oder die Machthaber und im Gegensatz zu einer freien Marktwirtschaft und einer kapitalistischen Demokratie ist man hier radikal eingeschränkt.

Aber dann kommen wir auch zum nächsten Punkt: Die Kommunisten können sich nicht mal unter sich selbst einigen was sie wollen und welche Politik geführt werden soll, da sind viele verschiedene Strömungen dabei, von Marxisten-Leninisten zu Nationalkommunisten usw.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 22:16
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Du konzentriert dich hier auf Ungleichheit. Die meisten Leute konzentrieren sich auf Ungleichheit in ihrer Rhetorik und nicht was diese Ungleichheit überhaupt erst erzeugt.
Weil ich es schön fände, wenn die Ungleichreit reduziert oder wenigstens deren Ausweitung gebremst würde. Ich bilde mir allerdings schon ein zu wissen, warum die Ungleichheit zunimmt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Du bedienst hier irgendwie so ein ziemlich gängiges, sehr breit verbreitetes Narrativ: Die wollen weniger Steuern für Reiche und wir wollen mehr Steuern für Reiche und damit würden wir gegen die Ungleichheit arbeiten. Und das stimmt auch. Nur löst Ungleichheit das Problem nicht.
Kommt drauf an, was man unter "Lösung des Problems" versteht. Ich zB. verstehe darunter nich, Reichtum zu begrenzen oder gar zu verbieten. Wenns nach mir ginge, kann jeder so reich werden, wie es nur geht, ich möchte nur, dass auch der Rest der Gesellschaft stärker davon profitiert und gleichzeitig große Vermögen nich immer weiter wachsen, sondern über die Zeit auch wieder kleiner werden, indem man sie über Steuern umverteilt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Warum löst Ungleichheit und Ungleichheitsbekämpfung das Problem nicht?
Sowas nennt man Suggestivfrage. Du setzt das voraus, was wir in der Diskussion ja erst klären sollten. Zumindest, wenn die Diskussion Ergebnisoffen sein soll.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn du Ungleichheit anprangerst und dir eine gerechtere und gleichere Verteilung wünscht, dann akzeptierst du trotzdem Lohnarbeit.
Ja sicher.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Weil es immer einen Mehrwert geben wird. Es gibt immer mehr Wert, als man als Lohn ausgezahlt bekommt. Die Arbeit erzeugt also immer mehr Wert, als man als Lohn ausgezahlt bekommt. Das ist immer so.
Das is ganz sicher nich so, hab ich selbst schon oft erlebt. Ich hatte schon des Öfteren Kollegen, die nich mal im Ansatz mit ihrer Arbeit das an Wert erzeugt haben, was sie an Lohn bekamen. Wir können uns aber darauf einigen, dass es im Mittel so is.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Und dadurch entsteht automatisch eine Gesellschaft mit sehr vielen, die nichts bis wenig haben und einigen wenigen, die sehr viel besitzen. Das ist systemisch gewollt.
Ok, da bin ich noch bei dir.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Gegen die Ungleichheit zu kämpfen akzeptiert ja trotzdem diese Grundsätzlichkeit, verstehst du?
Ja, verstehe ich, sehe darin aber zunächst mal kein größeres Problem.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Jetzt könnte man fragen, warum man dann nicht einfach Arbeiter durch Maschinen ersetzt?
Naja, das wird ja gemacht, von daher is die Frage nich sonderlich sinnvoll.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wel Maschinen keinen Mehrwert erzeugen können. Mehrwert können immer nur Arbeiter erzeugen, weil Maschinen kein Lohn ausgezahlt wird. Und Mehrwert ist immer das, was mehr durch Arbeit erzeugt wird, als der Lohn, den man bekommt.
Das is ne etwas eigenwillige Definition von Mehrwert. Für mich is Mehrwert eher das, was auch Wiki als Beschreibung aufführt:
Mehrwert bezeichnet

umgangssprachlich, den ökonomischen Gewinn
den bei der Wertschöpfung erzielten Wertzuwachs, siehe Mehrwertsteuer
in Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre, die Differenz zwischen Kosten und Verkaufspreis, siehe Wertschöpfung (Wirtschaft)
ein Werkzeug der Kundenbindung, siehe Mehrwertstrategie
im Marxismus, die bei der kapitalistischen Wertschöpfung erzielte Differenz zwischen Warenwert und der Wertsumme aus variablem Kapital (Arbeitskraft) und konstantem Kapital (Produktionskosten), siehe Mehrwert (Marxismus)
Quelle: Wikipedia: Mehrwert

Solch einen Mehrwert können auch Maschinen erzeugen.

Von daher scheint mir deine Mehrwert Definition gezielt umgedeutet zu sein, um so in dein Narrativ zu passen. Sollte das nich der Fall sein, erkläre bitte, warum du eine abgewandelte Mehrwert Definition benutzt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Der Grund, warum Kapitalisten trotzdem eine komplette maschinelle Produktion wollen und Staaten das teilweise sogar verhindern, ist, weil Maschinen nicht konsumieren.

Und um das System am laufen zu halten, brauchen wir konsumfähige Menschen im Binnenmarkt.
Na aber die haben wir ja, obwohl sein über 200Jahren ständig automatisiert wird. Das hat ja dennoch nich dazu geführt, dass das System zusammengebrochen is, sondern dazu, dass vieles so viel billiger geworden is, so dass auch weniger Wohlhabende Menschen sie sich leisten können. Eigentlich ne gute Sache.
Im Zweifel wäre es imho dennoch besser dann die Maschinen zu besteuern und so die wegfallenden Löhne wenigstens teilweise zu kompensieren, als Automatisierungen zu verhindern.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Und das ist die Erkenntnis: Der Staat ist nicht nur bloßes Werkzeug. Er hat einen eigenen Herrschaftsanspruch. Er hat einen eigenen Schutzanspruch für seinen Standort, für seinen Binnenmarkt, für das Innlandskapital.

Und deswegen kannst du dich den ganzen Tag auf den Kopf stellen und kannst irgendwie eine gleiche Verteilung oder eine höhere Besteuerung von Reichen fordern. Es wird nicht passieren. Warum?

Ganz einfach: Weil sie den Standort gefährden würden. Der Staat ist darauf angewiesen, dass Kapitalisten ihre Kapitalinteressen durchsetzen, weil der Staat immer Wachstum will.
Wäre dem so, wäre Deutschland und der reiche Teil von Europa längst deindustrialisiert, weil alle Kapitalisten längst in Ländern produzieren würden, in denen sie weniger Steuern zahlen, weniger Sozialabgaben mittragen und weniger Umweltauflagen beachten müssen. Is aber nich passiert, weils so einfach dann doch nich is, aus vielfältigen Gründen.
Sicher will der Staat immer Wachstum, ebenso die Unternehmen, weil größere Kuchen eben besser sind als kleinere, allerdings führen kleinere Kuchen nich automatisch zum Systemzusammenbruch, imho.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Der Staat hat kein Interesse daran, Unternehmen hoch zu besteuern oder Vermögen hoch zu besteuern oder sonst irgendwas hoch zu besteuern. Der Staat hat durchaus ein Eigeninteresse. Der Staat als solches ist interessiert an Wachstum des Kapitals.
Der Staat wird sich in einer Demokratie immer so verhalten, wie die Mehrheit es letztlich will. Wenn also genug Menschen einen Staat wollen, der höhere Steuern und kleinere Vermögensunterschiede durchsetzt, dann können wir den auch bekommen. Fragt sich nur, ob das die Mehrheit hier oder auch woanders so will? Ich bin da eher skeptisch.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn du systemisch Steuern erheben würdest gegen Reiche, wenn du systemisch Steuern erheben würdest gegen Unternehmen, wenn du da tatsächlich auf einer systemischen Ebene irgendetwas verändern würdest, wenn du als Staat Anspruch auf Kapitaleigentum erheben würdest, da würdest du den eigenen Standort gefährden.
Wie schon gesagt, ich will ja keine höheren Steuern für Unternehmen, sondern welche auf Vermögen. Steuern auf Vermögen sollten den Produktionsstandort nich gefährden, ich wüsste jedenfalls nich wie.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Damals gab es enorm hohe Vermögensabgaben, enorme Einkommensbesteuerung für Spitzenverdiener, Vermögenssteuer usw. Das war eine krasse Umverteilung von der kapitalistischen Klasse hin zur Arbeiterklasse.
Reich werden konnte man aber auch damals schon und das Wirtschaftswachstum war höher als heute, was aber natürlich nich der Grund dafür war.
Damals wurden die Reichen auch schon reicher, aber die unteren Einkommen konnten etwa mithalten bei der Erhöhung des Wohlstands. Dann kam die Zeit der Neoliberalen, Steuern auf Einkommen und Vermögen wurden gesenkt, Steuern auf Konsum wurde erhöht. Dieser Zustand hält heute noch an und das würde ich gern ändern.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Und warum? Weil Deutschland in der internationalen Staatenkonkurrenz bestehen muss.
Damals war Deutschland konkurrenzfähiger als heute, das kann die Ursache kaum gewesen sein.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die Älteren erinnern sich vielleicht, dass Deutschland in den 1990er Jahren der kranke Mann Europas war. Die Wirtschaft war lahm, Deutschland konnte sich international nicht gut aufstellen, die Steuereinnahmen sprudelten nicht. Es gab große Probleme. Dann kamen Gerhard Schröder und die Grünen, machten die Agenda-Politik, zerschlugen den starken Sozialstaat, drückten die Löhne und schufen einen riesigen Niedriglohnsektor – und das machte Deutschland zum Exportweltmeister. Und weil die Arbeiterklasse enorm verarmte, konnte Deutschland gewinnen.
Das ging aber nur weil inzwischen der Euro eingeführt wurde und Deutschland auf Kosten der übrigen Eurozone anzog. Hätten die anderen Staaten noch wie zuvor ihre Währungen abwerten können, wären deutsche Produkte in der Eurozone deutlich teurer und weniger konkurrenzfähig gewesen und es hätte dieses Wirtschaftswachstum nie gegeben.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Man kann das System nicht umkehren. Würde man die Agenda-Politik einfach zurückdrehen und sagen: „Wir bauen wieder diesen enorm starken Sozialstaat!“, dann wäre Deutschland in kürzester Zeit wieder der kranke Mann Europas.
Nur wenn man weiter auf Exportwirtschaft setzt. Setzte man mehr auf die Binnenwirtschaft, dann müsste man auch nich mehr mit den Asiaten konkurrieren, bei denen die Lohnkosten nur ein Bruchteil der unsrigen betragen. Das können wir auf Dauer nur verlieren.
Hat aber mit Besteuerung auf Vermögen auch nichts zutun, denn wie schon gesagt, den Unternehmen isses grundsätzlich egal, wem sie gehören.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Zu glauben, man könne einfach Geld nehmen, das für das Wirtschaftswachstum des Standorts essenziell ist, und es dann armen Menschen geben, ohne dass das zu krassen Verwerfungen beim Wirtschaftswachstum, BIP usw. führt - ohne dass das im Kapitalismus zu starken Verwerfungen führt - ist naiv. Das funktioniert nicht.
Wenn es um Wirtschaftswachstum des eigenen Standorts geht, dann sollte man gerade Vermögen besteuern und es den unteren Einkommensschichten zukommen lassen, denn die geben ihr Geld vorrangig in der eigenen Region aus, für Lebensmittel, im Einzelhandel oder der Gastronomie.
Der nette Multimillionär, dem das mittelständische Unternehmen in der Region gehört, der konsumiert nich mehr, wenn der statt 8 jetz 10Mio.€ pro Jahr reinbekommt. Recht sicher wird der diese Mehreinkünfte wieder investieren, nur steht dem dazu die ganze Welt offen und nich nur die Region, in der der lebt.
Der investiert sein Geld da, wo es das beste Rendite-Risiko-Verhältnis gibt und das dies dann gerade die eigene Region is, scheint mir doch eher unwahrscheinlich.
Gibt es hingegen in der eigenen Region mehr Nachfrage, weil die kleinen Leute mehr Geld ausgeben können, dann könnte die eigene Region sogar attraktiver zum investieren sein.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 22:36
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In einem System, in dem alles allen gehört werden Menschen bestrebt sein, möglichst viel für sich selbst rauszuholen, bevor sie an die Bedürfnisse anderer denken.
Das zitierte ich. Wenn Du nix mehr weißt von dem was Du schriebst, dann lese doch noch einmal nach
Das schöne in so einem Forum is ja, dass man alles schön nachlesen und zeigen kann. Es war so:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Warst Du im Parteivorstand oder im Planungsbüro? Also ich habe für Lohn gearbeitet und Du? Ich bin heute auch Lohnarbeiter und es hat sich nur zum "besseren" entwickelt, weil ich jetzt wieder doppelt freier Lohnarbeiter bin und nicht einfacher, wie in der DDR. Und mir gehört heute genauso viel am gesellschaftlichen Eigentum,wie damals.
Schau doch mal was Du zitiert hattest! Es ging darum, wen die Produktionsmittel gehören und in der DDR gehörten quasi alle Produktionsmittel allen, das nannte sich Volkseigentum.
Ob du in nem VEB für Lohl arbeitest, hat doch nun ga nix damit zutun, wen der Laden gehört.
Hier hatte ich darauf aufmerksam gemacht, dass deine Antwort nich zum von dir zitierten passte. Zitiert hattest du folgendes:
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem quasi alle Produktionsmittel allen gehörten.
Warst Du im Parteivorstand oder im Planungsbüro? Also ich habe für Lohn gearbeitet und Du? Ich bin heute auch Lohnarbeiter und es hat sich nur zum "besseren" entwickelt, weil ich jetzt wieder doppelt freier Lohnarbeiter bin und nicht einfacher, wie in der DDR. Und mir gehört heute genauso viel am gesellschaftlichen Eigentum,wie damals.
Nich zitiert hattest du in dem Zusammenhang:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In einem System, in dem alles allen gehört werden Menschen bestrebt sein, möglichst viel für sich selbst rauszuholen, bevor sie an die Bedürfnisse anderer denken.
Von daher, lies du mal nach, was du so schriebst!
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Ach bitte erzähl mal. Jetzt leben wir ja auch in einer Demokratie, wo das Volk die Herrschaft hat, also ist doch auch Alles Volkes Wille und es gehört wieder Allen.
In einer Demokratie gehört alles allen? Wo haste das denn her? Biste da vielleicht einer Propaganda aufgesessen? :D
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Ich kann mich nicht erinnern, dass mir irgend ein Betrieb gehörte. Und die Treuhand hat mich hinterher auch nicht ausgezahlt. Darf ich die Verklagen?
Dir gehörte ja auch nich irgendein Betrieb, sondern dir gehörte ein kleiner Teil fast aller Betriebe und verklagen kannste natürlich wen immer du willst, schließlich leben wir ja in einem Rechtsstaat. :)
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Und was sagt Dir das? Du hast es also nicht fertig gebracht die Toilette in Deinem Betrieb sauber zu halten? Aber wahrscheinlich waren das ja wieder mal "Die Anderen".
Ich schrieb von öffentlichen Toiletten, nich von Betriebstoiletten, die sahen bei uns recht ok aus.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Naja, Dein Wohl an bestimmten Orten scheint Dir damals ja nicht viel Wert gewesen zu sein...
Falls von dir irgendwann noch mal was mit Substanz kommen sollte, würde ich vielleicht noch mal antworten, bis dahin sind wir erstmal durch.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.04.2026 um 23:49
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In einem System, in dem alles allen gehört werden Menschen bestrebt sein, möglichst viel für sich selbst rauszuholen, bevor sie an die Bedürfnisse anderer denken.
Du verstehst also unter Vergesellschaftung der Produktionsmittel, dass dann "Alles Allen" gehört? Wer hat Dir denn diesen Propagandafloh ins Ohr gesetzt? Danke, aber Deine abgetragenen Ober- oder Unterhosen darfst Du gerne behalten
Ja, Kuno7, lassen wir es...mich wundert lediglich, wie Mensch sich denn einfach so sein Produktionsmittel wegnehmen lassen kann...
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Di bist hier bestimmt der erste der den Kram verlinkt
Na dann haste was zum lesen? Aber erst mal abwerten. Du bist wirklich Leistungsorientiert unterwegs. Respekt!
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Also wer macht vdir Arbeit, das auch genug für alle abfällt ohne Organisation...und wie wird es gerecht verteilt?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Wie werden Güter erschaffen und verteilt? Glaubsz du das genug Menschen die Notwendige Arbeit aka anziehende Arbeit betrachten?
Ob sie die Arbeit betrachten oder nicht, ausgeführt werden muss sie und bei all den Leidenschaften sind bestimmt auch Menschen dabei, die Dir sagen können und wollen, was Du zu tun hast ;.), auch wenn Du selbst unwillig bist den Kram zu lesen, den Dir Andere dazu vorlegen. Sag ich ja, Leistungsorientiert Du bist.

Ansonsten:
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:
Aber wie wird das alles organisiert sein?
Quelle: ebenda

Und wie das organisiert sein KANN (das entscheiden die Menschen der Zukunft selber) steht in den nachfolgenden Zeilen auf der von mir zitierten Seite.
Steht alles da, lesen Du musst. Wissen ist eine Holschuld.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 00:06
Zitat von VenomVenom schrieb:Die Kommunisten können sich nicht mal unter sich selbst einigen was sie wollen und welche Politik geführt werden soll, da sind viele verschiedene Strömungen dabei, von Marxisten-Leninisten zu Nationalkommunisten usw.
Korrekt. Und? Gibt es im Kapitalismus auch, Strömungen. Und deswegen scheitert er? Ich denke nicht. Und wie viele Menschen konnten und können mitentscheiden? Ja, der Kapitalismus ist eine Herrschaftsform, ja, der Realsozialismus war auch eine Herrschaftsform mit den gleichen ökonomischen Grundlagen. Lohnarbeit und Kapital. Die Verteilung ist lediglich anders. War auch anders in der sozialen Marktwirtschaft. Ist auch immer so bei Lohnarbeit und Kapital. Es geht in bestimmte Richtung immer bis zu einer Grenze, denn Wachstum muss immer, frei nach dem Motto ein großer Kapitalist schlägt 1000 kleine tot (im ökonomischen Sinn).
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Solch einen Mehrwert können auch Maschinen erzeugen.
Maschinen sind konstanter Kapitalteil, egal wie komplex. Die gehen komplett in die Ware durch Abschreibung ein. Stück für Stück. Nur der Mensch ist in der Lage mehr zu arbeiten, als ihm zum Leben gegeben wird. Das nennt sich unbezahlte Arbeit. Im Kapital gibt es eine Fußnote. Ich weiß leider nicht mehr, wo genau und in welchem Teil. Vielleicht finde ich die irgendwann nochmal oder Andere können helfen. Darin stand, dass Adam Smith und David Ricardo darüber philosophierten, was passiert, wenn ein Mensch morgens aufsteht, eine Kurbel dreht und alles hat, was er braucht? Die erschreckende Erkenntnis war: dann hört der Kapitalismus auf zu existieren. Also ja, mit Vollautomation mit Vollgas in die Zukunft! (Adam Smith wars, bei dem zweiten Namen könnte ich mich irren, weiß es erst, wenn, falls gefunden)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 00:17
@kuno7
Und, neue Maschinen ermöglichen denjenigen, die/der sie zuerst einführt einen extraprofit, da sie ihre Waren für mehr als ihren Wert und für weniger als den gesellschaftlichen Durchschnittswert verkaufen können, Wenn immer mehr Kapitalisten diese Maschinen einführen (die sich diese dann leisten können) dann gleicht sich das alles wieder an und das ist dann eine Möglichkeit des tendenziellen Falls der Profitrate.

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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 00:55
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Und deswegen scheitert er? Ich denke nicht.
Nein, aber wenn man glaubt wir sind alle gleich und alles läuft so schön wie sich Kommunisten das vorstellen - dann ja. Wir sind nicht alle gleich und werden es auch nie sein, Hierarchie wird und muss es nach wie vor geben. Wobei, das kapieren einige Kommunisten ja sowieso schon längst und die anderen sind sowieso Lügner die sobald sie an der Macht wären sehr wohl Hierarchie aufbauen würden, es waren auch für jene nie wirklich alle gleich. Die Hierarchie bleibt, sie ist nur anders verteilt bzw. gruppiert.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Die Verteilung ist lediglich anders.
Generell ist viel mehr als nur die Verteilung anders und die Details sind entscheidend warum die meisten Menschen keinen Kommunismus unterstützen und beim Kapitalismus in der ein oder anderen Form bleiben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 06:34
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Weil ich es schön fände, wenn die Ungleichreit reduziert oder wenigstens deren Ausweitung gebremst würde. Ich bilde mir allerdings schon ein zu wissen, warum die Ungleichheit zunimmt.
Nichts dagegen - warum willst es mit staatlichen Zwang?
Arbeitsunfähige/kranke ausgenommen: warum willst Du die Ungleichheit in Arbeit und Risiko auch nicht reduzieren, sprich warum nur abschöpfen?
Klar können wir uns auf die paar Superreiche konzentrieren, aber die Mehrheit schafft es doch nur durch Einsatz, Du auch (lt.eigener Aussage).

Es wäre enttäuschend wenn man verstehen würde ich will Zwangsarbeit, stimmt aber nicht. Ich habe jede Chance genutzt, egal wieviele Stolperschwellen meine Familie, Banken und Behörden mir in den Weg gestellt haben und es hat funktioniert - daher kommt mein Widerstand:
Das Bewertungskriterium "er hat, also kann er abgeben" greift hier mMn zu kurz.

Meine Frage: wieviel schuldet man der Gesellschaft von der eigenen Leistung wurde nicht beantwortet. Ich gehe davon aus dass man im Durchschnitt/Steuerpflichtigen 15-25% als Einkommensteuer abführt, dann die Sozialversicherungsbeiträge (Selbstständige doppelt)...so schätze ich im Schnitt gehen 40% an den Staat (Verbrauchersteuer ausgenommen, da individuell).
Wenn man das anlegt gehen nochmal 26,7% weg...und jetzt willst Du von dem was quasi übrig bleibt weitere Anteile.
Ich will die mehrfach Besteuerung nicht als Thema, auch nicht dass ein Staat Geld braucht, is ja ok, aber wann ist genug?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 09:19
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Falls Du Lust und Zeit hast, lese Dich doch einmal in die auch noch kurz vor Dir verlinkten Texte ein.
Ich hab' eben mal nach Charles Fourier geschaut.

Interessant :D
Fourier gilt als der Vater des Begriffs Feminismus. Er beschäftigte sich intensiv mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau. In seinem Werk Aus der Neuen Liebeswelt schrieb er, »Die Harmonie entsteht nicht, wenn wir die Dummheit begehen, die Frauen auf Küche und Kochtopf zu beschränken. Die Natur hat beide Geschlechter gleichermaßen mit der Fähigkeit zu Wissenschaft und Kunst ausgestattet.«
Genau! Nur zur Doppelbelastung der Frauen hat er nix gesagt 🤔 Nun gut, er lebte bis 1837. Aber das hier finde ich auch ganz spannend:
Er schreibt, dass Fourier auch gezeigt, wie die Arbeit zu dem gemacht werden kann, was sie eigentlich sein sollte: nämlich ein Vergnügen, bei dem alle ihren eigenen Neigungen folgen dürfen. Da die Verteilung der Leidenschaften bei jedem Menschen unterschiedlich ist, sind auch für jede notwendige Arbeit genügend passende Neigungen vorhanden.
Inspirierend. Dieses setzt allerdings voraus, dass unsere menschlichen Grundbedürfnisse befriedigt sind (Wertschätzung, Fürsorge, Liebe, Anerkennung, und Lebenssinn). Dieses ist jedoch schwer in Dominanzsystemen zu erlangen (u.A. weil Frauen und Care-Arbeit abgewertet werden). So wird mangels entsprechender "Sättigung" ein künstliche Gier erzeugt nach mehr, mehr, mehr (Ersatzbefriedigung im wörtlichsten Sinn). Gier nach materiellem Besitz und Status. Und diese Gier wird genutzt um - zum Teil schädliche Bedürfnisse und Wünsche - zu wecken.


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Wie soll Arbeit für zu Vergnügen werden, solange Frauen und die Care-Arbeit abgewertet werden? Btw. Nach meinem Dafürhalten sind in den skandinavischen Ländern die Menschen übrigens auch deshalb zufriedener, weil Frauen dort besser gestellt sind als hier.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 09:24
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Maschinen sind konstanter Kapitalteil, egal wie komplex. Die gehen komplett in die Ware durch Abschreibung ein. Stück für Stück. Nur der Mensch ist in der Lage mehr zu arbeiten, als ihm zum Leben gegeben wird.
Na das mag ja so sein, hat aber nix damit zutun, dass Maschinen nach gängiger Definition durchaus Mehrwert produzieren können.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Ich weiß leider nicht mehr, wo genau und in welchem Teil. Vielleicht finde ich die irgendwann nochmal oder Andere können helfen. Darin stand, dass Adam Smith und David Ricardo darüber philosophierten, was passiert, wenn ein Mensch morgens aufsteht, eine Kurbel dreht und alles hat, was er braucht? Die erschreckende Erkenntnis war: dann hört der Kapitalismus auf zu existieren. Also ja, mit Vollautomation mit Vollgas in die Zukunft!
Über so ein hypothetisches Szenario hatte ich auch schon mal nachgedacht.
Wenn es dann noch n Zukunft mal sowas wie ein Holodeck ala Star Trek geben sollte, das einem jede gewünschte Welt kreiert, in der man selbst Gott wäre, dann macht es für den Kapitalisten tatsächlich keinen Sinn mehr nach Kapitalvermehrung zu streben.
Für die anderen allerdings, die kein solches Holodeck besitzen sieht’s dann schon weniger schön aus, die werden die benötigten Waren und Dienstleistungen weiterhin selbst erarbeiten müssen.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Und, neue Maschinen ermöglichen denjenigen, die/der sie zuerst einführt einen extraprofit, da sie ihre Waren für mehr als ihren Wert und für weniger als den gesellschaftlichen Durchschnittswert verkaufen können, Wenn immer mehr Kapitalisten diese Maschinen einführen (die sich diese dann leisten können) dann gleicht sich das alles wieder an und das ist dann eine Möglichkeit des tendenziellen Falls der Profitrate.
Die Profite sinken dabei aber nur im Verhältnis zum produzierten Mehrwert, im Verhältnis zum eingesetzten Kapital dürften die Profite im Mittel recht konstant sein.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 09:29
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Weil ich es schön fände, wenn die Ungleichreit reduziert oder wenigstens deren Ausweitung gebremst würde. Ich bilde mir allerdings schon ein zu wissen, warum die Ungleichheit zunimmt.
Nur mal so nebenbei: Ungleichheit nimmt auch wegen Rassismus, Sexismus und generell Diskriminierung zu.

Nix desto trotz, ist die Entwicklung im Finanzbereich wirklich gefährlich, die sich durch das exponentielle Vermögenswachstum (erleichtert durch Fehler und Lücken im Steuersystem) für Superreiche ergibt. Das gibt den modernen Lehnherren und Herrinnen einfach zu viel Macht in Demokratien, und gefährdet diese. Daher:

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 09:54
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nichts dagegen - warum willst es mit staatlichen Zwang?
Weil es ohne offensichtlich nich passiert.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Arbeitsunfähige/kranke ausgenommen: warum willst Du die Ungleichheit in Arbeit und Risiko auch nicht reduzieren
Was meinst du mit „Ungleichheit in Arbeit und Risiko reduzieren“? Vielleicht mal ein Beispiel dazu?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Klar können wir uns auf die paar Superreiche konzentrieren, aber die Mehrheit schafft es doch nur durch Einsatz, Du auch (lt.eigener Aussage).
In „meinem System“ gäbe es ja einen Freibetrag von 10Mio.€ bei der Vermögenssteuer, die Vermögenssteuer träfe also ohnehin nur 1% der Bevölkerung, 99% würden profitieren und die Wirtschaft würde wohl auch angekurbelt werden.

Wer motiviert, kreativ fleißig und sparsam über Jahrzehnte ein Vermögen aufgebaut hat (welches dann in der Regel trotzdem noch unter 10Mio liegt) und dann mit 50 Privatier wird kann also auch mit Vermögenssteuer die Früchte seines Tuns genießen und würde gar noch profitieren.

Nur wer Dank Glück und Geschick noch mehr anhäufen konnte, der müsste dann 1-2% pa. abgeben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich habe jede Chance genutzt, egal wieviele Stolperschwellen meine Familie, Banken und Behörden mir in den Weg gestellt haben und es hat funktioniert - daher kommt mein Widerstand:
Das Bewertungskriterium "er hat, also kann er abgeben" greift hier mMn zu kurz.
Du konntest das, was du heute hast doch auch nur erreichen, weil es den Rest der Gesellschaft gab. Allein hättest du das nich mal im Ansatz erreicht, daher finde ich sollte auch der Rest beteiligt werden.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Meine Frage: wieviel schuldet man der Gesellschaft von der eigenen Leistung wurde nicht beantwortet.
Da es für die Gewinne keine feste Grenze gibt, sollte es imho auch für die Umverteilung keine feste Grenze geben.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 10:40
@Fritzchen370
1.Ungeordnete Serien
2.Wildheit
3.Patriarchat
4.Barbarei
5.Zivilisation (Fouriers HEUTE)
6.Garantismus („genossenschaftliche Ordnung“)
7.Unvollständige Serien („Soziantismus“)
8.Harmonie
Beitrag von Fritzchen037 (Seite 841)

Das hatte ich vorhin vergessen zu fragen: wie kommen die Herren Fourier, Marx und Engels zu der Annahme, dass wir das Patriarchat und die Barberei überwunden hätten, und bereits bei Fouriers HEUTE angelangt wären 🤔 Dem kann ich nicht folgen. Wir leben hier doch immer noch im Patriarchat, und so viele Kriege wie derzeit gab's zuvor wohl auch noch nie, zu einem Zeitpunkt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 11:23
@kuno7
Vorab, was ich aus deiner Antwort mitgenommen habe: man schuldet für immer und unbegrenzt Steuerleistung aus a)Einkommen/Gewinn und b)Vermögen.
Während a für mich aus als Prinzip vollkommen in Ordnung geht, ist b absolut leistungsfeindlich und freiheitseinschränkend.
Wenn mann nicht was einem letztendlich gehört und für wie lange, dann macht es keinen Sinn vermögen aufzubauen -> je nach Konstellation in den Assets muss man Vermögen verkaufen um Steuern zu zahlen, das ist widersinnig.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was meinst du mit „Ungleichheit in Arbeit und Risiko reduzieren“? Vielleicht mal ein Beispiel dazu?
Person A und Person B haben den gleichen Stundenlohn, B arbeitet aber Teilzeit.
Warum soll B einen höheren Stundenlohn haben (weil er weniger Steuern zahlt) und zahlt zudem weniger Sozialversicherungen bei gleichen Leistungen?
Wo findet der Ausgleich A zu B statt? Was hat A davon (hat auch weniger Freizeit und vielleicht mehr gesundheitliche Schäden)?

Beim Risiko sehe ich es ähnlich, wenn ich Geschäfte/Firmen mit 100% Verlustrisiko finanziere, warum soll ich nach Steuern auf Gewinn noch a) Vermögenssteuer auf den Rest zahlen und b) noch blöder Vermögensteuer auf eine laufende Investition zahlen die vielleicht 100% Verlust ist...kriege ich bei 100% Verlust meine Steuer zurück?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nur wer Dank Glück und Geschick noch mehr anhäufen konnte, der müsste dann 1-2% pa. abgeben.
Bei aller Contenance ist die Wertung "Glück" die arschigste Bewertung einer erbrachten Leistung von der die Gesellschaft auch profitiert hat.
Da mich das provoziert hat: wer daheim auf der Couch hockt und gar nichts tut, wird niemals das Glück haben vermögend zu werden - das ist Fakt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Du konntest das, was du heute hast doch auch nur erreichen, weil es den Rest der Gesellschaft gab.
Das interessiert mich: was gab die Gesellschaft mir was es anderen nicht gegeben hätte?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 12:12
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dem kann ich nicht folgen. Wir leben hier doch immer noch im Patriarchat, und so viele Kriege wie derzeit gab's zuvor wohl auch noch nie, zu einem Zeitpunkt
Gab früher viel mehr seit WW2 sind kriege rückläufig
Vor allem zwischenstaatliche


Ich sehe das Problem das man im 21 Jahrhundert nicht weiter kommen wird mit sehr abstrakten Sichtweiten von Marx und Engels

Klar, kann man die Voraussetzungen beliebig zurecht legen
Fourier lehnte eine staatliche Vereinheitlichung in jeder Hinsicht ab. Er kritisierte die Tendenz vieler sozialrevolutionärer Modelle zu einer einzigen Kultur nicht nur im Gesellschafts- und Arbeitsleben, sondern auch in der Gefühls-, Beziehungs- und Gedankenwelt. Seiner Überzeugung nach entsteht gesellschaftliche Harmonie nicht durch Unterdrückung von (ökonomischen, nach Herrschaft strebenden, sexuellen usw.) Trieben, sondern durch das Ausleben der verschiedenen, in jedem Individuum anders konzentrierten, das Talent, die geistigen Fähigkeiten, das emotionale Leben usw
Quelle:
Ah sein, funktioniert aber so richtig nur in der Post scarcity Gesellschaft..

Ansonsten käme ironischerweise der anarchistische Kapitalismus der Sache ziemlich nahe.

Nur funktionieren komplexe Gesellschaften wo nicht mehr.,


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.04.2026 um 12:21
Auch typisch 19 Jahrhundert
Seine Kapitalismuskritik verband Fourier immer wieder mit einem teils wütenden Antisemitismus. Handel, Kreditwesen und Finanzspekulation hielt er für unproduktiv, unmoralisch und für die Ursache zahlreicher Übel seiner Gegenwart. Ihre Auswüchse, namentlich Wucher und Ausbeutung, sah er im Judentum personifiziert, das er nicht als Religion, sondern als Nation auffasste. Daher trat er dafür ein, die Emanzipation der Juden rückgängig zu machen und den Juden das Bürgerrecht wieder zu entziehen.[9] Da Juden seines Erachtens keine produktive Arbeit leisteten, bezeichnete er sie als Parasiten
Quelle: Wikipedia: Charles Fourier


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