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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.950 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

03.04.2016 um 13:18
Warhead schrieb:Und weil der Kommunismus so blutgierig war müsste ja nach seinem Verschwinden alles Gesunden und erblühen....
Ich dachte, es gab dort keinen Kommunismus :ask: Ich weiß allerdings nicht, was du mit damit sagen willst. Ode an die Sowjets?
Warhead schrieb:Seltsam nur das in Russland die Lebenserwartung geringer ist als zu Sowjetzeiten
Ich kann das nicht verifizieren. Aber wie wir ja wissen, wird Russland derzeit von einem Autokraten regiert. Was ebenfalls beschissen ist.


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03.04.2016 um 13:34
@Aldaris
Das die Klassengesellschaft und das Recht am Besitz der Produktivmittel wie auch die des Wohnens eine natürliche Ordnung sein sollen,das erzählt die kapitalistische Werbewirtschaft schon ziemlich lange...und viele glaubens auch.
Das klappt aber nur wenn die mitpartizipieren...wenn die Verhältnisse kippen so das 1%fast alles besitzen,weitere 10% den Rest und 85%sich um die verbleibenden 1-2 %kloppen müssen,dann verliert dieser Werbespruch seinen Sex...denn nur mit viel Klickibunti funktioniert er.
Die Realität indes zeigt das es auch anders geht.
Für Sozialismus,vom Kommunismus ist noch gar nicht die Rede,bedarf es Grundvorraussetziungen
Alphabetisierung
Demokratie
Diskurskultur
All das war Mangel in so ziemlich jedem Staat in dem der Sozialismus Fuss fasste
Demokratie gabs nirgendwo,nur Feudalherrscherhäuser und Militärdiktaturen...Diskurskultur schon gar nicht...es ist tragisch wenn man zu spät ist,dann wird man vom Leben bestraft....noch tragischer isses zu früh zu sein,fast immer und überall,dann wird man von der Geschichte bestraft.
Im kommunistischen Manifest steht ganz klar und deutlich "Ein,wie auch immer gearteter Kommunismus kann nur ein demokratischer sein,eine Kultur des Diskurses ist Pflicht"
Autsch


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03.04.2016 um 13:35
Aldaris schrieb:Natürlich kann ich das 'dem Kommunismus' anlasten - falls man einem theoretischen Konstrukt etwas anlasten kann. Nochmal: Das Streben nach dieser Utopie, die dem Wesen der Menschheit widerspricht, führte bislang fast immer zu großem Leid und Elend. Das kann niemand wollen, der bei klarem Verstand ist.
Vielleicht einfach mal etwas Geschichte lesen. Ohne Marx hätte sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts keine Arbeiterklasse als solche erkannt und solidarisiert, hätte es keine Streiks gegeben, keine SPD - die war damals tatsächlich sozialistisch, kaum zu glauben aber wahr -, und Bismarck wäre nicht zu seiner Sozialgesetzgebung gezwungen gewesen.

Ohne Utopien und praktischen Zielsetzungen, davon wenigstens Teile zu realisieren, würden wir heute möglicherweise noch wie in der 3. Welt zu Hungerlöhnen arbeiten. Einfach mal Ernst Blochs "Prinzip Hoffnung" lesen.

Dass es immer Machthaber gibt, die mit der wirtschaftliche Machtelite kungeln und teilweise sogar autoritätr-faschistische Regierungsformen unter dem Etikett "Kommunismus" einführen, kannst du nur aus Macht- und Herrschaftstheorien erklären, aber nicht aus dem Kommunismus als sozoökonomischer Lehre selbst, damit machts du nur den Bock zum Gärtner. Es geht in der kommunistischen Theorie ja gerade darum, sämtliche Herrschaftsstrukturen abzubauen. Leider waren die Russen vor 120 Jahren keine belesenen Soziologen und Marxkenner, sonst hätte sie rechtzeitig gemerkt, wer sich die Lehre unter den Nagel reißt, um unter dem Vorwand den Kommunismus einzuführen, ein gnadenloses Herrschaftssystem zu errichten.

Kritik kann man also nur von der Seite der Macht- und Herrschaftsverhältnisse üben, aber nicht die Theorie aufgrund dieser Macht- und Herrschaftsverhältnisse für falsch und unmöglich halten. Eine Theorie musst du mit einer besseren Theorie schlagen, also inhaltlich, musst aufweisen, welche Gedankengänge der Theorie falsch sind. Und wenn du der Meinug bist, dass JEDER Versuche einen Kommunismus aufzubauen zu "faschistischen" Machtverhältnissen führt, musst du das begründen, darfst die UdSSR aber nur als beispiel nehmen; die Theorie selbst muss in sich schlüssig sein und frei von Zirkelschlüssen aus Ideologie. Das kannst du aber nicht durch eine pure Kritik des sowjetischen Systems, eben weil dieses nicht kommunistisch war, sondern den Kommunismus nur missbrauchte, um ein unkommunistisches Machtsystem zu begründen. Sondern du musst spezifische Schwächen bspw. in Marxens Theorie aufzeigen und begründen.
Aldaris schrieb:Es reicht, dass du radikal bist. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du bereit bist, mehr als warme Worte einzusetzen, um deine Ideologie durchzuboxen.
Unsubstantiierte Anmaßung von einem, der zu wenig liest und zu viel labert. Ich bin nur Theoretiker.


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03.04.2016 um 13:35
Aldaris schrieb:Ich kann das nicht verifizieren.
finde unterschiedliches dazu.
für eine hohe Lebenerwartung war die SU aber auch nicht bekannt lol


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03.04.2016 um 13:46
@Warhead
Warhead schrieb:Seltsam nur das in Russland die Lebenserwartung geringer ist als zu Sowjetzeiten
Nun... für einen gescheiten Vergleich müsste man jedoch die ehemaligen Sowjetrepubliken mit einbeziehen.
Warhead schrieb:Das klappt aber nur wenn die mitpartizipieren...wenn die Verhältnisse kippen so das 1%fast alles besitzen,weitere 10% den Rest und 85%sich um die verbleibenden 1-2 %kloppen müssen,dann verliert dieser Werbespruch seinen Sex
Lässt sich genauso anwenden auf die ehemalige UDSSR. Nur das die oberen 1% im Kreml saßen und nicht in der Wirtschaft.


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03.04.2016 um 13:50
@Durchfall
Sie war schon in den 60ern höher als heute,bei Frauen wie Männern,das gilt auch für due Ukraine

http://mobil.berliner-zeitung.de/geburtenrueckgang--maennersterblichkeit--sinkende-lebenserwartung-und-die-gleichgueltig...


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03.04.2016 um 13:52
@Gwyddion
Nein,das waren die im Zwischendeck die die Hebel in der Hand hatten


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03.04.2016 um 13:52
Warhead schrieb:Für Sozialismus,vom Kommunismus ist noch gar nicht die Rede,bedarf es Grundvorraussetziungen
Alphabetisierung
Demokratie
Diskurskultur
Man darf davon ausgehen, dass das in der westlichen Welt gegeben ist. Deshalb leben wir wohl in einem demokratischen Rechtsstaat.
Realo schrieb:Vielleicht einfach mal etwas Geschichte lesen.
Mein Spezialgebiet ist das Mittelalter. Kann man auch einiges lernen.
Realo schrieb:Ohne Utopien und praktischen Zielsetzungen, davon wenigstens Teile zu realisieren, würden wir heute möglicherweise noch wie in der 3. Welt zu Hungerlöhnen arbeiten. Einfach mal Ernst Blochs "Prinzip Hoffnung" lesen.
Sich Utopien zu überlegen ist sicher nicht verkehrt. Nur ist der Kommunismus als Utopie nicht realisierbar und da gab es genug Versuche, irgendwie in diese Richtung zu gehen. Das Grundproblem beim Kommunismus ist leider der Faktor Mensch. Deshalb kann man nur dahin kommen, indem man eine Blutspur hinter sich herzieht und die Menschen mit faschistischen Methoden dahin zwingt. Bauernsäuberungen und ähnliches sind da wohl Kollateralschäden.
Realo schrieb:Kritik kann man also nur von der Seite der Macht- und Herrschaftsverhältnisse üben, aber nicht die Theorie aufgrund dieser Macht- und Herrschaftsverhältnisse für falsch und unmöglich halten.
Doch. Genau das kann ich. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich sie für unmöglich halte, sondern nur dass damit verbundene Umwälzungen schwerste Folgen nach sich ziehen.
Realo schrieb:Unsubstantiierte Anmaßung von einem, der zu wenig liest und zu viel labert. Ich bin nur Theoretiker.
Ich bin Wirtschaftswissenschaftler. Ich lese durchaus viel, nur vielleicht andere Bücher als du. Wenigstens kann ich praktisch einen Nagel in die Wand schlagen und lebe nicht im Wunderland der linken Ideologie und Sozialromantiker.


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03.04.2016 um 14:05
Aldaris schrieb: Das Grundproblem beim Kommunismus ist leider der Faktor Mensch. Deshalb kann man nur dahin kommen, indem man eine Blutspur hinter sich herzieht und die Menschen mit faschistischen Methoden dahin zwingt.
Warum klappts dann annäherungsweise in Nicaragua, Venezuela, Bolivien und Ecuador? Da findest du auch nicht annäherungsweise "faschistische Methoden".

Wir sind nun mal durch und durch kapitalistisch, solange bis das System kollabiert, weil sich immer mehr Kapital in immer weniger Händen ansammelt. Und weil wir nur den Kapitalismus kennen, halten wir ihn für "naturgegeben".

Natürlich sind die Menschen von Natur aus egoistisch, und wenn man mit einem naiven kommunistischen System anfängt, dauerts nur ein paar Jahre, bis sich wieder Macht- und Herrschaftseliten etablieren. Daraus zu schließen, die Theorie sei falsch, ist der große Irrtum, denn das Prinzip des Kommunismus ist der möglichst größte Wohlstand für alle. Man kann vielleicht nur dann etwas ändern, wenn man die Menschen anders erzieht, hin zu mehr Altruismus und Empathie, und weniger zu einer Ellbogenmentalität. Das muss allerdings auch schon im Vorschulalter in der Erziehung einsetzen. Ist wohl ein arg langer, schwieriger Prozess, der wohl eher Jahrhunderte als Jahre braucht.


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03.04.2016 um 14:25
@Aldaris
Das war nicht der Plan,nie gewesen,aber man war auf sie angewiesen,so wie man auf Techniker,Ingeneure und Verwaltungsfachleute angewiesen war.
Die lockte man,damit sie blieben,mit Vergünstigungen,Buschzulagen,höheren Löhnen,dann wollten sie bessere Wohnungen,Läden in denen sie...und nur sie....Dinge billiger kaufen können die es wenig,oder gar nicht gibt...und wenn zu teuer.
So bildete sich relativ früh eine Klasse von Apparatschiks,Bürokraten mit Privilegien,heraus.
Als der Laden dann lief und diese ganzen Privilegien fallen sollten kanen ständig Dinge dazwischen...Kulaken,Säuberungen...sektsamerweise fielen denen in der Mehrzahl Kommunisten zum Opfer,nicht Parasiten und Apparatschiks...dann der Krieg,da machten die Nazis Jagd auf Kommunisten,die Bürokraten waren denen egal,in der Hauptsache gings drum Linke,Intellektuelle,Juden plattzumachen...wie immer...*gähn*...


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03.04.2016 um 14:43
Realo schrieb: Man kann vielleicht nur dann etwas ändern, wenn man die Menschen anders erzieht, hin zu mehr Altruismus und Empathie, und weniger zu einer Ellbogenmentalität.
Subliminal aber deutlich. Nicht, dass ich es nicht begrüßen würde, wenn die Menschen empathischer werden würden. Nur steckt genau in dem, was du sagst etwas, was gleichzeitig das Problem des ganzen aufzeigt. Man muss die Menschen zum Kommunismus erziehen, und zwar vollkommen. Das bedeutet ein Einstampfen und Abweichler werden entfernt.
Realo schrieb: Ist wohl ein arg langer, schwieriger Prozess, der wohl eher Jahrhunderte als Jahre braucht.
Der Kommunismus ist ein Modell für Maschinen (Und ein paar Herrscher im Politbüro).


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03.04.2016 um 14:50
@Aldaris

An diesem Punkt ist das Gespräch wieder vorbei. Wer allen Ernstes behauptet
Aldaris schrieb:Der Kommunismus ist ein Modell für Maschinen (Und ein paar Herrscher im Politbüro).
hat nicht nur die paar Texte weiter oben von mir nicht verstanden, sondern riegelt sich a priori ab in seiner Weltanschauung und ist für andere Erörterungen nicht zugänglich. Das ist wissenschaftsfeindlich, denn dann musst du alle wissenschaftlichen Bücher, die sich mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen und zu anderen Ergebnissen kommen als du, ablehnen, ohne sie inhaltlich widerlegen zu können.

Und damit hast du dich als Diskursteilknehmer selbst disqualifiziert.


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03.04.2016 um 14:54
Realo schrieb:Und damit hast du dich als Diskursteilknehmer selbst disqualifiziert.
Ja, ich weiß, dass du dich des Öfteren als Lehrmeister darstellst und offen kund tust, wer dir als Gesprächspartner genügt und wer nicht. Die Sozialwissenschaften sind leider häufig schwammig, uneindeutig und vielseitig interpretierbar. Ich habe in meinem Master über ein Thema geschrieben, zu dem mehr als zehn sozialswissenschaftliche, sich teils stark widersprechende Theorien existieren. Von daher nehme ich dich da nicht ernst und erlaube mir, solche Aussagen zu tätigen.


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03.04.2016 um 14:55
Realo schrieb:Das ist wissenschaftsfeindlich
Wissenschaftler verwerfen eine Idee, die jedesmal in der Realtität gescheitert ist auch wieder.

Dass der Kommunismus nicht mit der Natur des Menschen zurecht kommt, ist schon richtig.


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03.04.2016 um 14:56
@Aldaris
Das macht nichts,das ist ok so,Maschinen werden in Zukunft eh den Grossteil der Arbeit erledigen.
Dann zahlt der Arbeitgeber die Sozialabgaben für Maschinen


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03.04.2016 um 14:59
Durchfall schrieb:Dass der Kommunismus nicht mit der Natur des Menschen zurecht kommt, ist schon richtig.
Das was du "Natur des Menschen" nennst, sind Archetypen des kollektiven Unbewussten, vulgo Stammhirn (vor ca. 30 Mio. Jahren entstanden mit den Primaten). Wir leben im 21. Jahrhundert.


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03.04.2016 um 14:59
@Durchfall
Man siehst du schon wieder scheisse aus,und redest auch so wie am Leben gescheitert

@Durchfall
Ich nehme Wirtschaftswissenschaftler auch nicht ernst,das ist wie Kabarett für Autisten


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03.04.2016 um 15:03
@Realo
Realo schrieb:Wir leben im 21. Jahrhundert.
...und so einiges hat sich in der Natur des Menschen leider noch immer nicht geändert.


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03.04.2016 um 15:03
Realo schrieb:Wir leben im 21. Jahrhundert.
das ist recht inhatlsleer

Die Realität gibt mir halt einfach recht.
Warhead schrieb:Ich nehme Wirtschaftswissenschaftler auch nicht ernst,das ist wie Kabarett für Autisten
Man kann seine Abneigungen auch ausdrücken, ohne dass man sich über behinderte Menschen lustig macht.


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03.04.2016 um 15:06
@Realo
Ha ja...wir vielleicht,Gonorrhoes Stammbaum hört dort auf wo unserer anfängt
Selbst Bazillen geben ihre Genstränge gratis weiter ohne was bei der anderen Bakterie einzufordern...Ein Kapitalistenbazillus würde rumblöken"nö das ist ne Sonderedition mit nem Satz Mutationen...gib mir vier"
Irgendwann stirbt die dann aus Mangel an Mischoptionen stillschweigend aus


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