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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

22.476 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Deutschland, Grüne ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

26.06.2021 um 15:50
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Was ist denn bitte eine kompromisslose Politik des Klimawandels?
Danke für die Frage.
Wir müssen begreifen, dass es hier um globale Naturkatastrophen geht. Ich glaube, dass dafür die Klarheit von wissenschaftlichen Tatsachen in Gesellschaft und Politik mehr Relevanz braucht. Seit 50 Jahren läuft die Klimaforschung, alle Tatsachen dazu liegen auf dem Tisch, werden aber oft verdreht oder verschoben. Wenn wir aber jetzt nichts machen, dann war es das. Weder mit Viren noch mit dem Klima kann man Kompromisse schließen. Das lässt sich mit einem riesengroßen und sehr langen Vulkanausbruch vergleichen. Mit dem kann man auch nicht lange verhandeln.
Quelle: https://www.rnd.de/wissen/physiker-harald-lesch-zur-naechsten-krise-der-klimawandel-ist-eine-corona-pandemie-ueber-jahrzehnte-2SLWTB2IONGPPAUGI6RI6XSTWY.html


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

26.06.2021 um 15:51
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Nein. Das hat wirklich rein gar nichts mit der problematik zu tun. Ich bin doch sehr zuversichtlich, dass es unter den über tausend saarländischen Grünen eine Frau gibt, die diese Fragen hätte sinnvoll beantworten können.
Na dann haette die wohl eher auf die kanditatenliste gehört.

Aber die betreffende quotenfrau hat die Partei ohnehin verlassen. Das dürfte zumindest ein schlaglicht auf den innerparteilichen Umgang werfen


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26.06.2021 um 16:03
@Seidenraupe

Parität heißt nicht Quote. Und Medienkompetenz heißt nicht bessere Befähigung für den BUndestag.
Es gibt Menschen im BUndestag z.b. bei der FDP, die noch nie eine Rede dort gehalten haben. Dass man nicht sofort eine Antwort auf 'wie verbinden sie das soziale mit der umweltpolitik' parat hat, heißt nicht, dass man seine Tätigkeit als Abgeordneter nicht ausführen kann.
Dafür muss man nämlich gar nicht vor die Kamera treten.


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

26.06.2021 um 16:03
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wir müssen begreifen, dass es hier um globale Naturkatastrophen geht. Ich glaube, dass dafür die Klarheit von wissenschaftlichen Tatsachen in Gesellschaft und Politik mehr Relevanz braucht. Seit 50 Jahren läuft die Klimaforschung, alle Tatsachen dazu liegen auf dem Tisch, werden aber oft verdreht oder verschoben. Wenn wir aber jetzt nichts machen, dann war es das. Weder mit Viren noch mit dem Klima kann man Kompromisse schließen. Das lässt sich mit einem riesengroßen und sehr langen Vulkanausbruch vergleichen. Mit dem kann man auch nicht lange verhandeln.
Und Harald Lesch ist jetzt unser Prophet?! Die ganze Klimaapologetik hat als Basis lediglich Modellierungen und Modellrechnungen. Übrigens lagen die Modellierungen bei COVID ständig daneben. Ein Schreckensszenario nach dem anderen wurde prophezeit und ist nicht eingetreten. Und das Klima ist nun einmal deutlich schwieriger einzuschätzen. Der Mensch vermag nicht einmal das Wetter auf Wochenbasis vernünftig vorherzusagen, aber das Weltklima auf Basis von 50 Jahren will man nicht nur vorhersagen, sondern auch noch bestimmen. Na dann! Mit Panik ließ sich aber schon immer hervorragend Politik machen.

Ich bin da ganz entspannt und glaube nicht an den Weltuntergang, der nur durch Elektromobilität in Deutschland und durch eine Stimme bei den Grünen wieder abzuwenden sei.


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26.06.2021 um 16:04
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Dafür muss man nämlich gar nicht vor die Kamera treten.
Tja, ist sie aber. Und dann aus der Partei.
Verbraten haben sie die Grünen, sonst niemand.
Weiterablenken ;)


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26.06.2021 um 16:05
@MoltoBene

Die Modellierungen bei Covid waren ziemlich gut, obwohl oft aus dem Stehgreif entstanden wegen dynamischer Situation. Man wusste eigentlich meist monate im vorraus, wie so die verläufe aussehen würden. MAnche haben das nur gern ignoriert und dann behauptet, man habe es nicht kommen sehen können.

Bei der Klimapolitik konnte man schon viel länger forschen und weiß daher sogar noch besser, was so im bereich das Erwartbaren liegt. Auch da wird es leute geben, die am ende sagen, man habe es nicht kommen sehen können.
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Tja, ist sie aber. Und dann aus der Partei.
Verbratten haben sie die Grünen, sonst niemand.
Weiterablenken ;)
Möglich, dass ein Grüner das Video hochgestellt hat. Kräftig geholfen haben bild und die leute, die halt gerne auf politiker draufhauen. KOnnte man hier im thread auch beobachten.


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26.06.2021 um 16:07
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Parität heißt nicht Quote.
doch, nennt sich 50% : 50% quote 😂


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26.06.2021 um 16:07
@shionoro
Es ist alles egal wer es zeigt, Fakt ist und bleibt dass die Grünen in diesem Fall unendlich doof waren.
Im Fall Baerbock auch.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:doch, nennt sich 50% : 50% quote
Ups, und das einem Mathematiker :D


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26.06.2021 um 16:08
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Die Modellierungen bei Covid waren ziemlich gut, obwohl oft aus dem Stehgreif entstanden wegen dynamischer Situation. Man wusste eigentlich meist monate im vorraus, wie so die verläufe aussehen würden. MAnche haben das nur gern ignoriert und dann behauptet, man habe es nicht kommen sehen können.
Hahaha, ernsthaft jetzt? Wo waren die ziemlich gut?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Bei der Klimapolitik konnte man schon viel länger forschen und weiß daher sogar noch besser, was so im bereich das Erwartbaren liegt.
Genauso wie beim Wetter. Da forscht man auch schon ewig und schafft es nicht einmal auf Wochenbasis die Gradzahl und den Niederschlag einigermaßen vorherzusagen.


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26.06.2021 um 16:10
@Seidenraupe

Bei Parität, bei niedrigen Anzahlen, kommt es nie dazu, dass jemand unqualifiziertes Deswegen in ein Amt kommt. Außer du denkst, quasi alle Frauen sind dazu unqualifiziert.
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Es ist alles egal wer es zeigt, Fakt ist und bleibt dass die Grünen in diesem Fall unendlich doof waren.
Im Fall Baerbock auch.
Nein. Fakt ist, dass hier mal wieder Leute einen Menschen kaputtmachen wollen.
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Hahaha, ernsthaft jetzt? Wo waren die ziemlich gut?
Z.B. da wo den meisten wissenschaftlern klar wat, dass die zweite und die dritte welle kommt und wann und wie sie kommt und sich das auch als absolut richtig rausgestellt hat, man es ihnen aber nicht glauben wollte. Ähnlich wie beim Klimawandel.
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Genauso wie beim Wetter. Da forscht man auch schon ewig und schafft es nicht einmal auf Wochenbasis die Gradzahl und den Niederschlag einigermaßen vorherzusagen.
Auch da sind die Tagesaktuellen Wetterberichte ziemlich gut. Wie gesagt, du kannst ja gern klimaleugner sein, aber den Boden der wissenschaft verlässt du damit schon.


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26.06.2021 um 16:10
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Übrigens lagen die Modellierungen bei COVID ständig daneben.
Fakenews, die Modelle des RKI haben ziemlich genau gestimmt.
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Die ganze Klimaapologetik hat als Basis lediglich Modellierungen
…ja, richtig, von denen jetzt bereits die schlimmsten Prognosen von der Realität überholt worden sind.
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Genauso wie beim Wetter. Da forscht man auch schon ewig und schafft es nicht einmal auf Wochenbasis die Gradzahl und den Niederschlag einigermaßen vorherzusagen.
Das stimmt auch wieder nicht. Ich habe einen Garten, den ich bewirtschafte. Die Wettervorhersage stimmt IMMER. Inkl. Uhrzeit des Regens, zu erwartende Luftfeuchte, Sonne, Wolken, Wind. Einfach alles.


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26.06.2021 um 16:45
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Und Harald Lesch ist jetzt unser Prophet?
Vielleicht werden ja die Bewohner des kleinen Ortes Südmähren im Südosten Tschechiens zu unseren Propheten?
Einen Tag, nachdem ein Tornado Südmähren verwüstete, sitzt der Schock tief. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben. Tausende stehen mit einem Schlag vor den Trümmern ihrer Existenz. Der Wiederaufbau wird wohl Jahre dauern.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/tschechien-tornado-zerstoerung-101.html
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Übrigens lagen die Modellierungen bei COVID ständig daneben.
Glaube ich nicht. Kannst du das belegen?


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26.06.2021 um 17:15
@peekaboo
Vielleicht recherchierst du erst mal etwas gründlicher bevor du etwas zum Thema Tornado ein Zeichen für Klimawandel schreibst?

Es gibt bisher KEINEN nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Tornado und Kliamwandel.

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/mitteleuropa-tornado-100.html

"Gibt es zwischen Klimawandel und Tornados einen Zusammenhang?
"Dass es durch die Klimaerwärmung in Europa mehr Tornados gibt, ist bislang nicht nachgewiesen", sagt Experte Friedrich. Auf die Frage, ob es Regionen gibt in Mitteleuropa, die prädestiniert sind für Tornadobildung"

"Genau vier Zutaten braucht es Andreas Friedrich zufolge für den Tornado, die gleichzeitig über einen gewissen Zeitraum zusammenkommen müssen. "Schauer und Gewitterwolke für den Tornadorüssel, die Wolke darf höchstens einen Kilometer über der Erde sein, darunter muss die Luftmasse feucht sein und aufsteigen. Wenn dazu dann noch Windscherung kommt, dann kommt es zu dieser Tornadobildung."

Und hier noch ein Beispiel von 1968! Deutschland

Tornados können also durchaus in Mitteleuropa auftreten, auch in Deutschland. Experte Friedrich erinnert an 1968, als ein Tornado der Kategorie F4 aus den Vogesen kommend schließlich durch Pforzheim in Baden-Württemberg und einen Nachbarort raste: zwei Menschen starben, 200 wurden verletzt, 1.750 Häuser zerstört, im Dorf Neubärental, wo sich der Tornado auflöste, gingen 70 von 115 Häusern kaputt.


Die Statistik sagt, daß es pro Jahr bis zu 60 brandgefährliche Tornados verschiedener Stärken in Deutschland gibt und die gibt es wegen der 4 oben aufgeführten Grundvoraussetzungen.


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26.06.2021 um 17:21
Der Grund dafür, dass Iryna Gaydukova in diesen Shitstorm geraten ist, könnte darin liegen, dass sie von Hubert Ulrich unterstützt wird. Hubert Ulrich ist der Kandidat, der jetzt auf Platz eins der Landesliste steht, ein Platz, der gemäß Frauenstatut der Grünen nach Möglichkeit durch eine Frau besetzt werden sollte.
Die Umstände dieser Wahl sorgten und sorgen bekanntermaßen für Wirbel und Unmut, sowohl im saarländischen Landesverband bis zu den Spitzen der Bundespartei.
In einem Brief, den rund fünfzig Parteimitglieder aus mehr als 20 Ortsvereinen unterschrieben haben, kündigt ein „Grünes Bündnis Saarland“ an, alle innerparteilichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um gegen die Listenaufstellung vorzugehen. Von einem „eklatanten Verstoß gegen die Satzung“ und von einer „Brüskierung des Bundesverbands“ ist da die Rede, weil für Platz eins der Landesliste nach der Bundessatzung zwingend eine Frau vorgesehen sei.
Das Ziel die innerparteilichen Opposition ist es, die Liste mit Ulrich an der Spitze für ungültig erklären zu lassen. Dabei nehmen die Ulrich-KritikerInnen sogar in Kauf, dass die Partei von den Stimmzetteln im Saarland verschwinden könnte.
Laut Gesetz müssen die Listenvorschläge der Parteien bis zum 19. Juli bei der Landeswahlleiterin eingereicht sein. Bis dahin dürften die Parteigerichte den schwelenden Streit noch nicht entschieden haben. Ulrichs GegnerInnen erwägen deshalb sogar die Anrufung ordentlicher Gerichte.
Einige Mitglieder der saarländischen Grünen versuchen die Landesliste für ungültig erklären zu lassen, zunächst mittels eines innerparteilichen Schiedsgerichts, aber planen eventuell auch weitere juristische Schritte.
Die Gräben scheinen groß und der Konflikt geht so weit, dass die Landesliste der Grünen möglicherweise nicht auf den Stimmzetteln der Bundestagswahl stehen wird.
Und auch ein anderer, langjähriger Weggefährte Ulrichs geht auf Distanz: Klaus Kessler, 70, von 2009 bis 2012 grüner Bildungsminister in der ersten, von Ulrich im Saarland ausgehandelten Jamaikakoalition, von 2013 bis 2017 neben Ulrich Landtagsabgeordneter.
Er kritisiert das „System Ulrich“ und nennt die Vorgänge auf dem Parteitag ein abgekartetes Spiel. „Das ganze Gebaren hat der Partei schon schweren Schaden zugefügt“, so Kessler zur taz. Den Brief, mit dem die Annullierung der Liste angestrebt wird, habe er nicht unterschrieben, um nicht zu einer noch größeren Spaltung beizutragen.
Er geht davon aus, dass zahlreiche Ortsvereine und die Grüne Jugend für die von Hubert angeführte Liste keinen Wahlkampf machen werden. „Die, die in der Vergangenheit Wahlkampf gemacht haben, werden das auch diesmal tun!“, gibt sich Ulrich gelassen. Ob er vor ein ordentliches Gericht zieht, sollte das Bundesschiedsgericht die Liste kassieren, fragt ihn die taz. „Ja“ ist Ulrichs Antwort.

Auf taz-Anfrage teilt die Pressestelle der Bundesgrünen mit, der Bundesvorstand habe sich am Montag mit den Vorgängen im Saarland befasst: „Zuständig ist in jedem Fall das Landesschiedsgericht im Saarland“, heißt es aus Berlin. Und auf die Frage, ob Ulrich durch einen Verzicht auf seine Kandidatur möglicherweise den Verstoß gegen die Satzung heilen könnte, antwortet die Pressestelle: „Theoretisch könnte Hubert Ulrich auf den Platz verzichten.“ Ulrich selbst schließt allerdings einen solchen Schritt ausdrücklich aus. Vielleicht auch, weil er weiß, wer ihm auf Platz zwei folgt.
Es ist die von ihm unterstützte Saarbrücker Kommunalpolitikerin Iryna Gaydukova Im Internet macht ein peinlicher Ausschnitt aus ihrer Parteitags-Befragung die Runde, der Hohn und Spott auf sich zieht. „Wie stehst Du zur Fahrradpolitik? – Fahrrad?“ fragt der um deutliche Aussprache bemühte Versammlungsleiter.
Taz


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26.06.2021 um 17:31
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb:Einige Mitglieder der saarländischen Grünen versuchen die Landesliste für ungültig erklären zu lassen, zunächst mittels eines innerparteilichen Schiedsgerichts, aber planen eventuell auch weitere juristische Schritte.
Die Gräben scheinen groß und der Konflikt geht so weit, dass die Landesliste der Grünen möglicherweise nicht auf den Stimmzetteln der Bundestagswahl stehen wird.
Fraglich, warum das ausgerechnet jetzt getan wird, denn bei den vergangenen zwei Bundestagswahlen (mehr habe ich jetzt nicht nachgeprüft) standen auch jeweils ein Mann (sogar derselbe) auf Platz 1 und eine Frau auf Platz 2.


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26.06.2021 um 17:35
@bgeoweh
Und genau das führte dazu, dass die saarländischen Grünen Anfang 2020 dazu ermahnt wurden, sich endlich an das Frauenstatut zu halten.
Anfang 2020 haben die saarländischen Grünen vom Bundesparteigericht endgültig die Rote Karte bekommen. Denn der saarländische Landesverband war der einzige, der sich jahrelang nicht an die strikte Frauenquote der Bundespartei gehalten hat. Deshalb, so Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock, habe es mit Teilen der saarländischen Mitglieder und der Funktionsträger immer wieder große Differenzen gegeben. Und die gibt es jetzt erneut.

Das Frauenstatut der Grünen sieht vor, dass bei Listenaufstellungen für Wahlen der Spitzenplatz sowie alle folgenden ungeraden Plätze mit Frauen besetzt werden müssen. Ein Mann kann höchstens dann Spitzenkandidat für die Bundestagswahl werden, wenn keine Frau für Platz 1 kandidiert oder wenn eine Frau durchfällt. Das ist nun passiert. Drei Mal durchgefallen Die saarländische Landesvorsitzende Tina Schöpfer trat für Listenplatz 1 an - und fiel beim Landesparteitag am Sonntag drei Mal überraschend klar durch. Und das, obwohl sich der saarländische Landesvorstand im Vorfeld mehrheitlich, wenn auch nicht einstimmig für sie ausgesprochen hatte. Es folgten Pfiffe, Buh-Rufe und eine satzungsrechtliche Diskussion. Denn anstatt weiteren Frauen die Möglichkeit zu geben, für Listenplatz 1 zu kandidieren, wurde die Wahl nach dem Scheitern Schöpfers direkt auch für Männer freigeben. Und der ehemalige Landesvorsitzende Hubert Ulrich gewann dann deutlich die Wahl zu Listenplatz 1, der für ein Bundestagsmandat der Saar-Grünen entscheidend sein dürfte.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/gruene-wahlliste-saarland-101.html


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26.06.2021 um 17:37
@Kreuzbergerin

Ich verstehe halt die Verbissenheit nicht, mit der das Ganze abgeht - da muss irgendwie mehr dahinterstecken. Keine Ahnung, ob der Ulrich irgendwie die X Jahre vollbekommen muss oder so :D Für die Rente :D


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26.06.2021 um 17:40
@bgeoweh
Auf jeden Fall hat Hubert Ulrich nicht das erste Mal für umstrittene Entscheidungen bei den saarländischen Grünen gesorgt.
Wahrscheinlich polarisiert er dadurch den Landesverband relativ stark.
So schmiedete Ulrich 2009 im Saarland die bundesweit erste Jamaika-Koalition mit CDU und FDP. Diese Entscheidung war besonders umstritten, da vor der Landtagswahl eine Spende von 47.500 Euro von dem Unternehmen eines FDP-Politikers an die Grünen gegangen ist. Die Delegierten der Grünen und die damalige Landesvorsitzende, die über die Jamaika-Koalition abgestimmt haben, wussten von der damaligen Spende nichts. Ulrich hat es trotzdem nicht geschadet. Das saarländische Problem von sich plötzlich ändernden Mehrheiten ist nicht neu, die Bundes-Grünen hatten deshalb offenbar auch Beobachter zum Parteitag nach Saarbrücken geschickt. Und auch Bundesgeschäftsführer Michael Kellner war zugeschaltet. Denn auch beim aktuellen Nominierungsparteitag kam allein ein Drittel der Delegierten aus der Kleinstadt Saarlouis.

Ergebnis für Schöpfer kein Zufall? Der scheidende Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, Markus Tressel, war auf dem Parteitag nicht mal als Delegierter nominiert. Im Nachhinein sagt er, er habe den Großteil der rund 140 Delegierten selbst nicht gekannt, obwohl er sich seit über 20 Jahren in der Partei engagiert. Tressel glaubt, dass das Ergebnis für Schöpfer kein Zufall war, ohne genauer darauf einzugehen und Vorwürfe gegenüber Ulrich konkreter zu formulieren. Er rechnet damit, dass die Listenaufstellung vor den Partei-Schiedsgerichten angefochten wird.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/gruene-wahlliste-saarland-101.html

(Hervorhebung von mir)


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26.06.2021 um 17:43
@Kreuzbergerin

Im Saarland laufen generell abseits von CDU und SPD ständig die absurdesten Dramen ab, auch bei der Linken und der FDP. Da kommt auch alles zusammen: sehr geringe Bevölkerung, Region wirtschaftlich nicht mehr bedeutend, keine großen Unternehmen oder wichtigen Universitäten usw. mehr ansässig, die Kommunen wie das Land alle hochverschuldet, dementsprechend kaum Perspektiven, und eine überalterte und in weiten Teilen erzkonservative Bevölkerung die seit Jahrzehnten das Kreuz an der gleichen Stelle macht. Da kann man sich natürlich hervorragend in der Daueropposition über Kommas und I-Punkte streiten bis zum St. Nimmerleinstag.


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