Gwyddion
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Dass man nun in der AfD ernsthaft fragte, ob das von Gedeon geäußerte denn überhaupt antisemitisch sei, zeigt, dass man in der Partei offensichtlich den Inhalt der Aussagen selbst nicht für problematisch hielt, sondern sich einen Gesinnungs-TÜV wünschte, der diese Bewertung übernehmen sollte – weil man offenbar selbst mindestens Teile des Weltbildes von Gedeon für unproblematisch hält. Eine andere plausible Erklärung gibt es nicht....
Dieser Umgang zeigt zweierlei: Zum einen, dass die AfD selbst jede Verantwortung für ihr eigenes Handeln externalisieren wollte, um nicht die eigenen Kameradinnen und Kameraden zu verschrecken – im Zweifel hätte eben ein Forscher befunden, Gedeon sei Antisemit, aber nicht man selbst; zum anderen, dass der Antisemitismus in der Partei tief verankert ist und die AfD Antisemitinnen und Antisemiten anzieht wie ein Magnet, denn wenn man selbst bei Gedeon nicht zu sehen in der Lage ist, dass seine Äußerungen antisemitisch sind, wo beginnt denn dann für die AfD Antisemitismus? Beim umgesetzten Massenmord?
Die Spitze des Eisbergs
Dass man in der AfD Antisemitismus nicht als solchen erkennt – entweder, weil man nicht einräumen möchte, dass man selbst antisemitische Positionen teilt, oder weil man die, die Antisemitisches äußern, nicht für das in Haftung nimmt, was sie sagen – zeigen zahlreiche andere Fälle. Bei keinem von ihnen wurde klar und unmissverständlich gesagt, dass es sich um Antisemitismus handelt. Man hat stattdessen inhaltliche Distanzierungen unterlassen, weshalb Gedeon auch nur eine Spitze der antisemitischen Eisberge ist, die immer umfangreicher in der AfD sichtbar werden.
Dass dieser immer öfter und immer deutlicher auch als offener Antisemitismus artikuliert wird, zeigen die bisherigen Beispiele. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann aus der Partei für Antisemiten auch eine dezidiert antisemitische Partei werden wird. Den Weg dahin zeigt die obsessive Bemühung der AfD, NS-Begriffe wie „Volksgemeinschaft“ und „völkisch“ wieder positiv besetzen zu wollen – denn das schließt völkische und antisemitische Vernichtungspolitik der deutschen Volksgemeinschaft nicht nur ein, sondern diese Vernichtung ist die historische Wahrheit der Begriffe.http://www.taz.de/Antisemitismus-in-der-AfD/!5346882/
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Wo erwartest du die denn?spielmitmir schrieb:Ich erwarte von einer TAZ @tudirnix nicht gerade eine objektive Berichterstattung aber nun gut... man sollte immer verschiedene Informationsquellen besitzen bevor man urteilt.
Hierzu hatte ich bereits mehr als genug geschriebenWarhead schrieb:was alles unter den Teppich gekehrt wird
Aber das ist doch "Lügenpresse"?!spielmitmir schrieb:Lese zwar täglich auf NT-V aber will ich mehr über ein Thema erfahren komme ich hier nicht weiter.
Ja die schreiben halt nicht, was besorgte Würger, ähh Bürger, so gerne lesen.spielmitmir schrieb:Um ehrlich zu sein wird es immer schwere aber sicherlich würde ich bei diesem Thread keine TAZ zu Rate ziehen, da die Richtung schon bestimmt ist…
tudirnix schrieb:Unter den Teppich kehren
die Antisemtiten für Deutschland gerne ihre internenen Probleme mit Parteigenossen und eigenen Ansichten zum Thema Antisemitismus.
twa 20 Prozent der AfD-Mitglieder seien im „Eiferer-Modus“. Meuthen wusste also seit langem, welche Diskussionen ihm drohen könnten. Denn Gedeon, dem wegen zweier Buchpublikationen vorgeworfen wird, antisemitisches Gedankengut verbreitet zu haben, ist in der baden-württembergischen AfD kein Unbekannter. Auf den Parteitagen in Kirchheim/Teck im Oktober 2014 und in Karlsruhe im Januar 2015 waren Gedeons Wortbeiträge bei gemäßigten AfD-Mitgliedern gefürchtet.http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/antisemitische-thesen-von-afd-abgeordneten-gedeon-14268327.html
Der Informatiker Peter Ziemann lebt in Wiesbaden,http://www.fr-online.de/landespolitik/alternative-fuer-deutschland-richtungsstreit-bei-afd-eskaliert,23887878,25676910.html
Der Staat, meint Ziemann, fördere „die Unterwanderung der Gesellschaft mit kriminellen Migranten“. Und er weiß auch, wer bei alledem die Fäden zieht: „internationale Mafiosi, die unter dem Deckmantel von Demokratie, Humanismus und Multikulti die Menschheit in einem öko-faschistischen Gefängnisplaneten versklaven wollen“.
Für den Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber, Professor an der Fachhochschule des Bundes in der Abteilung für Verfassungsschutz und Autor mehrerer Publikationen über Verschwörungsideologien, sind diese Formulierungen „mehr als nur ein verbaler Ausrutscher“.
Sie stünden in der geistigen Tradition von Verschwörungsideologien, wie es sie seit dem 18. Jahrhundert gebe und wie sie auch von den Nationalsozialisten vertreten worden seien. „In der Gegenwart findet man derartiges Gedankengut häufig in bestimmten esoterischen und rechtsextremistischen Kreisen“, so der Hochschullehrer.
Sein Parteikollege Volker Olenicak gab sich nicht mit einem antisemitischen Posting zufrieden. Auch er wirft in geteilten Postings Israel einen Genozid an den Palästinenser_innen vor, teilt Videos und Bilder, in denen suggeriert wird, der Mossad habe den FDP-Politiker Jürgen Möllemann umgebracht, und antisemitische Verschwörungsphantasien, in denen die Rothschilds bezichtigt werden, die nächste Wirtschaftskrise vorbereiten.http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/wie-antisemitisch-ist-die-afd-11021
Die AfD hielt dies nicht davon hab, Olenicak in Bitterfeld als Direktkandidaten aufzustellen. Mit Erfolg: Volker Olenicak erreichte 33,4 Prozent der Erststimmen in Bitterfeld und zog als Direktkandidat in den Landtag Sachsen-Anhalts ein.
Nö. Das ist Realität. Die CDU hat gezeigt, dass sie sogar mit den Grünen koalieren um an die Macht zu kommen.Issomad schrieb:Das ist dann der feuchte Traum eines Rechtspopulisten
Die CDU unterscheidet sich mehr von der CSU als von der SPD. In den letzten Jahren haben sich CDU und SPD so angeglichen, dass ich oft nicht mehr weiß welcher Politiker in welcher Partei ist.Issomad schrieb:Nee, mit der SPD hat die CDU immer noch mehr gemein als mit der AfD.
Sogar mit den Grünen? Die sind sich doch ähnlicher, als sonst wer in der politischen Landschaft. Wenn du "sogar mit der Linken" schreiben würdest, wäre das wirklich ein Argument dafür, dass sie mit fast jedem ins Bett stiegen. Aber das klingt eher nach "Die poppen sogar mit Frauen" :DDeepthroat23 schrieb:Nö. Das ist Realität. Die CDU hat gezeigt, dass sie sogar mit den Grünen koalieren um an die Macht zu kommen.
Ich finde N-tv gut aber du hast Recht, es ist eine Informationsquelle um sich mal schnell zu informieren jedoch keine die in den Kern geht.Warhead schrieb:Bei NTV kommt man sehr schnell nicht weiter...hör lieber Inforadio und Deutschlandfunk
Es zeichnet eine Demokratie aus, dass man wählen kann, ob man wählen geht oder nicht.spielmitmir schrieb:die AFD hat hier gezeigt das se die Demokratie stärken und Nicht Wähler zur Wahlurne bringen und das ist gut, gut für alle Parteien …
T Es zeichnet eine Demokratie aus, dass man wählen kann, ob man wählen geht oder nicht.Ob du zur Wahl gehst oder nicht zeigt eher aus inwieweit du mit der Politik zufrieden bist.