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Wie geht es weiter mit der AfD?

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 14:45
Komisch dass die AfD gar keine eigenen Inhalte zu haben scheint,
wenn sie bemängelt, dass andere Parteien sich nicht drehen und wenden.
Oder winden.


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Warhead
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Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 14:47
@VirtualOutrage
Also das was du als Wölkchen verniedlichst,das spielt sich jauptsächlich so ab.
Es geht um Kulturpolitik,um Kunst im öffentlichen Raum,oder um Schulsanierungen und woher die Knatter nehmen.
Das interessiert den AfD-Nazi aber einen Scheissdreck,er könnte lediglich benörgeln das Heydrich und die Waffen-SS im Geschichtsunterricht so schlecht wegkommen,damit macht man aber auch bei den Vollidioten welche die AfD kompromisslos gut finden wenig Punkte.
Stattdessen sieht das dann so aus das der AfDler sich einen Dreck um Schulen oder Kultur schert,er fängt eine Debatte um die Frauenrechte im Iran,ehemalige RAF-Symphatiesanten in der Linken oder crystalschniefende Kinderficker bei den Grünen an,das liege ihm nunmal am Herzen.

"Wie das ist nicht das Thema,natürlich ist das immer ein Thema,es ist mein Thema,sie wissten doch schon.beim.Briefing woran sie bei mir sind und das ich hier nicht nach ihrer linksradikalen Gesinnungspfeife tanze,SIE,sie meinen wohl ich lasse mich hier korrumpieren?!Und sie fallen mir hier nicht ins Wort,ist doch nicht ihr Polizeistaat wo sie anderen ihre Gutmenschenmeinung aufzwingen,sie sind wohl Stalinist,noch nix von demokratischer Redekultur gehört,aber ihnen werden wir das auch noch beibringen...also jetzt...das ist ja UUUUN-6EEEERRR-HÖÖÖRT...schon wieder versucht man mir das Wort zu rauben,sie sind kein Politiker,ein Wegelagerer sind sie,jawohl,sie versuchen mich hier in aller Öffentlichkeit mit ihrem bräsigen Gutmenschentum in die Knie zu zwingen,meine Damen und Herren,sie sehen es,sie sehen es öffentlich-rechtlich,sie sehen die Machtergreifung der Rotgrünfaschisten.Und diese korrupten Systemlinge wagen es sich Humanisten zu nennen,die kennen sich nichteinmal in ihren eigenen komplizierten Regelwerken aus,in unserer hervorragenden Kultur lässt man den anderen anderen zu Ende reden,und nun rede eben ich,und ich tue das weil es eine Herzenssache ist,etwas wovon diese eisigen Typen da im Menschenkonstüm nun gar nichts verstehen,und ich bin noch lange nicht am Ende hier...und du du Politikerparodie,schwing deinen Breitarsch und mach mir Kaffee...nee war ein Scherz...höhöhö...ja schon gut,ich mag Politikerinnen die was bewegen,wär ja noch schöner wenn die beim Poppen steif wie ein Brett sind,steif ist hier nur einer...harharhar,wie sie finden das nicht gut,wohl voll im Genderwahn...muhahaha!!"

Ungefähr so sieht day dann aus,je nach Set und Setting ist die Nummer natürlich beliebig ausbaubar


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Warhead
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14.01.2017 um 14:59
@eckhart
Nazis...oder Populisten oder wie man dieses Pack auch sonst nennen soll,hatten nie eigene Inhalte sondern halten nur abstrakte Surrogate wie Volk,Heimat,Nation und Rasse bereit.Die Inhalte klauen sie sich anderswo zusammen weil sie zu primitiv und kulturlos sind selbst etwas zu kreieren
Aus Umweltschutz machen sie dann die Heimatschutzfront


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14.01.2017 um 15:05
Warhead schrieb:Nazis...oder Populisten
Ich schlage vor: Demagogen
"Demagogie wird heute unter anderem so definiert:

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“

– Martin Morlock 1977

Wikipedia: Demagogie


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Warhead
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14.01.2017 um 15:12
@eckhart
Ok,nehmen wir den Morlock,nennen wir die Arschlöcher eben Demagogen.
Morlock hat das Polarisieren vergessen,Polarisieren ist wichtig...DIE und WIR


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14.01.2017 um 15:18
"Die o d e r Wir" hätten Die am liebsten
(Freiheit oder Sozialismus, Barfuß oder rote Socken)


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14.01.2017 um 15:54
@thomas74
thomas74 schrieb:Die Partei überaltert und bekommt gar keine, oder wenig neue Impulse mehr. Wenn mal jemand eine neue Diskussion beginnen möchte wird das selten unterstützt.
insofern ist sie ein Spiegel der alternden, deutschen GEsellschaft und ihrer Wähler-Klientel:

Wohlstandsverwöhnt, sattgefressen und bequem - so meine überspitzte Beschreibung dessen, was ich bei der SPD wahrnehme.


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14.01.2017 um 15:58
@Warhead
hast du eine Ahnung, warum aus einfachen "guten Menschen" "Gutmenschen" (als diskreditierende Zuschreibung) wurden?
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Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 16:18
Die AfD liefert kübelweise google über "Gutmensch":
https://www.google.de/#q=AfD+zu+Gutmensch

Daraus lassen sich die Gründe erahnen. :)


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14.01.2017 um 16:37
Abstrakte Surrogate - der war gut :D, bzw. die sind gut (und auf einmal auch real und willkommen) wenn sie Deutschland auf Wiedergutmachung verklagen...


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14.01.2017 um 16:39
@thomas74

das auspfeifen und ausbuhen despolitischen gegener ist eine zu tiefs demokratische meinungsäußerung, die selbst in den parlamente von demokratischen staaten statt findet.

der versuch dieses jetzt zu verteufeln ist zu tiefs undemokratisch!


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14.01.2017 um 16:46
@nexuspp
nexuspp schrieb:Das die Mitte neuerdings nicht mehr gut genug scheint wird es vielleicht daran liegen das es uns einfach zu gut geht.
Frei nach dem Motto: "Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis"
Der AFD-Waehler ist von Natur aus unzufrieden und wenn die Grundversorgung erstmal gesichert ist, dann redet man halt weitere "unmögliche Probleme" herbei.
Nee, das ist zu einfach. Ich wuerde jedem mal empfehlen, einen erfahrenen Psychologen auf ein paar Bier einzuladen und
ein wenig ueber die Unterschiede in den Denkmustern zwischen Rechten und Linken zu plaudern. Ich hatte da einige Aha-Erlebnisse.
Die politischen Tendenzen sind ja nur Auspraegungen der tieferen Denkweisen.

Kurz aus dem Gedaechtnis (und ohne Garantie auf voellige Richtigkeit, da ich nicht der Psychologe bin):
Du hast zwei wesentliche Unterschiede, einmal das, woran die Leute interessiert sind und einmal der Zeitraum, in dem gedacht wird (was aber evtl. aus dem ersten Unterschied resultiert).
Linke sind viel mehr an Gedankenspielen, Ideen, "Neuem" und Konzepten interessiert. "Was erschaffen", "was ausprobieren", "was ausdenken", "was erfinden". Rechte eher an Dingen die man sehen / anfassen kann und Stabilitaet.
Das siehst du super daran, wie sich Extremismus auf den beiden Seiten zeigt. Extremisten wollen immer Homogenitaet - "alles soll gleich sein (denn ICH bin im Recht)". Der Unterschied ist aber, dass linke Extremisten ideologische Homogenitaet wollen ("alle sollen gleich denken"), waehrend rechte Extremisten eher aufs Aeussere gehen ("gleiche Hautfarbe" etc.). Die strategischen Unterschiede (Exklusion vs. Inklusion) ergeben sich erst daraus. Der Rechte kann einen Dunkelhaeutigen nicht weiss anmalen, daher eher Exklusion. Der Linke kann aber versuchen seinem Gegenueber sein Weltbild aufzuzwingen, daher eher Inklusion bzw. eigentlich Assimilation.
Rechte wollen meist schneller einen Zaun hochziehen, was halt die Auspraegung des Verlangens nach Stabilitaet ist.

Und dann hast du die Zeitraeume. Linke denken eher in Jahren und Jahrzehnten ("ausprobieren", "was erschaffen" braucht halt Zeit). Rechte eher in Monaten (essen muss man halt jetzt und bald, nicht erst naechstes Jahr).

Und nun uebertrage das mal auf politische Spielchen. Es sieht kurzfristig so aus, als wuerden wir etwas bald einbuessen muessen (obs stimmt spielt keinerlei Rolle - das ergibt sich erst viel spaeter aus einem Diskurs). Dem Linken ist das erstmal scheiss egal. Einmal weil er ohnehin weniger an "Dingen" interessiert ist und einmal weil er eh in anderen Zeitraeumen als "naechste Woche" denkt. Der Rechte kommt aber ins Zappeln, weil ihm Stabilitaet, etwas worauf er sich kurz- und mittelfristig verlassen kann, wichtig ist.
Nun faengt der Rechte an weiter Rechts zu waehlen, weil ihm die AFD Zusicherungen macht, kurzfristig seine geliebte Stabilitaet zu erhalten (was natuerlich gelogen ist, aber ohne Diskurs wird man das ja nie erfahren). Nun sieht der Linke aber langfristig (Zeitraum: Check) einen Nazistaat auf sich zukommen (abzulehnende Ideologie, die seine Denkfreiheit kastriert: Check) und kommt auch ins Zappeln und steuert mit aller Kraft dagegen und wird aggressiv, woraufhin der Rechte noch staerker nach rechts driftet ;)

"Von Natur aus unzufrieden" haut da nicht hin - er ist eher von Natur aus auf Stabilitaet bedacht. Von oben betrachtet sind beide Denkweisen erstmal gleichermassen sinnvoll und dumm. "Falsch" gibt es an der Stelle nicht - lediglich die Auspraegungen koennen uebel sein.

Ich stelle mir das gern mit zwei Steinzeitmenschen vor. Der Linke geht auf die Jagd, weil er eine geile neue Idee hat, wie er an das saftigste Fleisch rankommt. Dabei verkalkuliert er sich voellig, wird vom Loewen gejagt und rennt zum Rechten in die Hoehle, weil dem Sicherheit wichtig war und er den Eingang mit einem dicken Stein verschliessen kann. Die beiden koennen also dicke Kumpels sein, die einander helfen.

Drum krieg ich ja einen riessen Hals, wenn hier Leute behaupten, Rechte und Linke koennten auf fundamentaler Ebene nicht miteinander reden. Entweder ist das voelliger Bullshit und man muss lediglich versuchen sich ein wenig in den anderen reinzudenken - da den Leuten unterschiedliche Dinge wichtig sind, die sich nicht unbedingt widersprechen muessen (was realistisch aber vom Linken ausgehen sollte, da diesem Gedankenspiele eh liegen), oder es ist eh alles vorbei und wir beenden das alles am besten nun, indem Trump auf den roten Knopf drueckt.

Ich hatte in einem anderen Thread ein Interview mit einem kanadischen Psychologen verlinkt, der - singemaess und auf Wirtschaft bezogen - meinte, "die Linken und die Rechten brauchen einander. Die Linken gruenden neue Firmen, die Rechten leiten sie". So ueber den Daumen gepeilt duerfte zumindest ein Fuenkchen Wahrheit darin jedem auffallen.
nexuspp schrieb:Ist das dein ernst ? Weil Junge Studenten pfeifen und gröhlen werden andere sagen :" Och die armen AFDler denen geb ich meine Stimme ?" Ein derartiges denken hat und wird dieses Video niemals bei mir auslösen können zumal in dem Video recht klar ersichtlich ist von wem hier die eigentliche Gewaltbereitschaft ausgeht.
Kloar doch ist das mein Ernst. Die Berichte um den Vorfall gingen durch die breite Medienlandschaft.
Nun stell dir mal vor, du hast eine Tendenz nach rechts, bist noch etwas unentschlossen und siehst dann eine marodierende Horde mit ihren Trillerpfeifen eine Info-Veranstaltung sprengen.
Kommst du da auf die Idee, die AFD koennte scheisse sein? Also verleitet dieser spezifische Vorfall dich ("dich" wenn du unentschlossen waerst, nicht "dich" wie du jetzt bist) dazu, tendenziell den Linken zuzustimmen? Also ich wuerde dann wahrscheinlich nach rechts driften.
nexuspp schrieb:Das solltes du aber nicht machen VirtualOutrage. Dafür ist der Unterschied zwischen links und rechts einfach zu groß :)
Der Unterschied, den ICH zwischen Rechts und Links (wo ich die Trillerpfeifen aber garnicht haben will) sehe, ist sicher gigantisch, aber ist er es auch aus dem Blickwinkel eines unentschlossenen Waehlers? ICH bin nicht mehr unentschlossen, ich bin fuer die kommenden Wahlen eine Konstante, keine Variable (freilich einschliessend, dass auch ich mich ueberzeugen lasse, wenn die Argumente ueberwiegen, aber da koennen wir insbesondere bei den Christdemokraten und der AFD lange warten).
Es geht halt nicht um mich, sondern um die vielen Leute, die zur AFD ueberlaufen koennen und werden, wenn man ihnen aus purer Idiotie Gruende dafuer liefert.
nexuspp schrieb:Ganz ehrlich ? Wenn es in der heutigen Zeit noch Hohlbirnen gibt, an denen vollkommen vorbei geht was die AFD so von sich gibt, ist diesem Menschen eh nicht mehr zu helfen. Der AFD-Wähler überlistet sich immer wieder selber indem er gewissen Scheiss ignoriert ! Wenn Frauke & Co mal wieder Mist verzapfen will ein AFD-Wähler, darauf angesprochen nix davon gewusst haben oder negiert es mit den Worten : das haben die nicht so gemeint" bla bla bla.
Wenn ein Mensch angesichts unseres Wohlstandes und der Möglichkeit sich informieren zu können, der AFD gegenüber "unentschlossen" ist, dann fehlt diesem Menschen ohnehin die Gabe zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können.
Imo zu einfach. In der eigenen Filterblase (auch in meiner - ich nehm mich da ja nicht aus) mag das immer schoen einfach aussehen, aber sobald du aus ihr raustrittst, erschlaegt dich die bittere Realitaet.

Wenn ich mich in meinem Buero oder meinem Freundeskreis umsehe, ist die Welt auch in Ordnung. Haufenweise Ingenieure aller Art, paar Lehrer, paar Physiker, alle ziemlich links eingestellt (keine Trillerpfeifen! Die werden nicht toleriert). Kaum auszudenken, dass sich da ein AFDler druntergemischt haben koennte, weit und breit keiner zu sehen. Alles prima.
Letztes Jahr hab ich ein paar Wochen am Stueck bei einem Kunden verbracht. Bayerischer Maschinenbauer mit knapp 1000 Mitarbeitern. Da gehst du auf eine Zigarette raus und triffst die Jungs aus den Produtionshallen. Das ist ein irres Potential fuer die AFD - bestenfalls noch CSU.
Sind die alle einfach scheisse? Nein! Sind die alle einfach Idioten? Auch nicht.
Aber die lesen nunmal nicht die selben Medien wie Linke und die Offensichtlichkeiten, die man in eher nicht ganz so rechten Medien sieht, existieren dort so schlicht nicht. So wie bei uns im Raucherzimmer das Managermagazin und die IX liegen, liegt dort im Raucherzimmer die Bild. Daheim am Computer wird Kopp gelesen. Keine Ahnung warum genau. Scheinbar fehlt schon der initiale Impuls um ueberhaupt die Idee zu entwickeln, dass es vielleicht eine Notwendigkeit geben koennte, mal andere Medien zu lesen. Ist aber letztlich auch voellig egal.
Es ist wie es ist und an dem Punkt muss man ansetzen - vorzugsweise mit etwas mehr Zeit als nur ein paar Kippenpausen. Totschweigen hilft da wenig, denn die Menschen existieren und die loesen sich auch nicht ploetzlich in Luft auf.

Lustiger Weise hatte ich bei einigen von denen sogar in den paar kurzen Zigarettenpausen den Fuss in die Tuer gekriegt. Nachdem ich denen erklaert hab, was ich da tue und dass ich als externer Krawattenhalter nicht dort bin, um Arbeitsplaetze wegzuautomatisieren, waren sie erstmal gluecklich, gleich ein Stueck offener und haben auch bei AFD-Kritik nicht auf sturr geschaltet.
Viele von denen (haben sie auch deutlich gesagt) haben einfach keinen Bock mehr zu hoeren, DASS sie Idioten sind, weil sie nach rechts tendieren. Wenn man das "Idiot" und das Gekreische aber stecken laesst und ihnen erklaert WARUM ihre Partei scheisse ist (und zwar so, dass sie es kapieren, weniger durch die eigene Brille), WARUM ein Versprechen, auf das grad einer abfaehrt, nur eine dreiste Luege sein kann und WAS eigentlich das Problem an so manch einfacher Loesung ist, sind so einige ziemlich offen.

Das "davon weiss ich nichts" ist halt keine Luege - es ist das Ergebnis von deren Filterblasen, aber da lassen sie sich durchaus reinreden, wenn sie dich nicht gleich als den ueberheblichen, arroganten Feind betrachten. Wenn man sie aber mit aller Kraft mundtot macht, werden sie einen - zurecht! - als den Feind ansehen.
nexuspp schrieb:btw.... ein AFD-Wähler nutzt doch auch jede Möglichkeit unsere Bundeskanzlerin bei Reden zu stören ;)
Und ich habe nicht das geringste Problem damit, auch diesen dafuer als duemmliches Arschloch zu bezeichnen. Gleiche Regeln fuer alle.


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14.01.2017 um 17:17
@VirtualOutrage
toller Beitrag!
VirtualOutrage schrieb:Imo zu einfach. In der eigenen Filterblase (auch in meiner - ich nehm mich da ja nicht aus) mag das immer schoen einfach aussehen, aber sobald du aus ihr raustrittst, erschlaegt dich die bittere Realitaet.
im Grunde stören AfD, Pegida , die radikal -fundamentalistischen Islamisten, dschihadistische Attentäter u. a. (REchts/Linksextrmisten zB.) gerade ganz gewaltig die gut bürgerlichen Individuen , die je nach politischer Überzeugung den entsprechenden Parteien/ Blasen zugetan sind.



wenn ich an Pegida denke: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes .
als Pack, Dunkeldeutschland und islamophob abgestempelt. So geht Debatte nicht. denn mit jeder weiteren Abstempelung radikalisierte sich das Volk auf der Straße und um so radikalere Typen sprachen auf den Spaziergängen von den Tribünen.

statt sich mit dem sachlichen Anteil an der Kritik zu beschäftigen, in einen ehrlichen Diskurs zu treten, dem Gegenüber zuzuhören, ihm Wind aus den Segeln zu nehmen, wurden die Überbringer der schlechten Nachrichten dämonisiert.


Seit 2016 darf man plötzlich landauf landab darauf hinweisen, dass es ideologische Strömungen im Islam gibt, die nicht zu Deutschland gehören sollten- weil sie durchaus unredliche Gedanken haben. siehe Comic-streit, siehe die Diskussion um Silvester (ein Fest der Ungläubigen), siehe die zahlreichen Festnahmen im vergangen Jahr im Umkreis von salafistischen Moscheen. Das mag an Beispielen genügen um zu zeigen: die Kritik, obwohl zT in unzumutbarere Weise vorgetragen, war in Teilen berechtigt. Der einst stereotype Islamophobievorwurf weicht endlich der Kritik an gewissen Auswüchsen!


die Politik hatte das Heft des Handelns nicht in der Hand. sie reagierte, teils mit jahrelangem Verzug, auf Entwicklungen statt das gesellschaftlich Zusammenleben aktiv agierend zu gestalten.

all das rächt sich, indem die AfD einen Zulauf bekommen hat, der von niemanden für möglich erachtet wurde (eigene InfoBlase)


wer behauptet, zw. Menschen mit linker oder rechter politischer Einstellung könne es überhaupt keinen Dialog geben, untergräbt die Demokratie im Land, indem er Spaltung betreibt und vorantreibt.





Dialog, Kritikfähigkeit und Konsensfindung - das sind die Elemente, die unsere Gesellschaft, unsere Demokratie im Innersten zusammenhalten.


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Pb74
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14.01.2017 um 17:36
@lawine

Man kann nur staunen, was eine neue Partei so alles bewirken kann, wenn man so einige Beiträge mitliest.

Eines ist sicher: Der Bundestagswahlkanpf 2017 wird der hitzigste und spannendste werden, der jemals seit Gründung der BRD geführt wurde.

Wer sich lediglich der Empörung hingibt, Beschimpfungen ausstößt, verunglimpft, pöbelt und polemisiert oder wer mit klarem Verstand analysiert, rechtskonforme Schlüsse zieht und an seriöser Transparenz arbeitet, wird vom Wähler sehr genau erkannt werden und dafür die adäquate Quittung kriegen. Es wird sich zeigen, wer von den politischen Akteuren sein Handwerk beherrscht und wer nicht. Das gilt für alle Parteien.

Der Wähler scheint mir weniger bestechlich zu sein als so mancher glauben machen mag, und er kann auch sehr gut unterscheiden zwischen Schaumschlägern und engagierten Demokraten, die ihre Aufgabe ernst nehmen. Ich habe da ein sehr gutes Zutrauen.

Wenn im Bundestag inzwischen vier mehr oder weniger linke Parteien sitzen, ist es nur normal, dass ein Teil der Leute den Eindruck bekommt, dass hier eine Opposition fehlt, die in die andere Richtung zieht. Diese Entwicklung hat die große Koalition ganz alleine zu verantworten, die Konturlosigkeit der beiden großen Parteien ist selbstgemacht. Ein großer Fehler, Macht um des Machterhaltes beizubehalten statt Politik überzeugend zu kommunizieren.

Jetzt kommt halt der Bumerang in Form einer AfD zurück, das war abzusehen.

Doch habe ich keine Bange, wie vieles im politischen Leben wird sich auch das im Laufe der Jahre ganz von alleine klären. Entweder ist unsere Demokratie dafür stark genug oder sie wird daran zerbrechen. Dann war aber nicht der Wähler schuld, sondern die bislang Machthabenden, die ihre eigenen Fehler nicht erkennen wollten und sie auch nicht bis heute eingestanden haben.

Das größte Problem sehe ich bei allen Parteien ganz woanders: Wo ist der qualifizierte politische Nachwuchs zu sehen, was ist von den Visionären übrig geblieben, von denen es mal vor allem in der SPD ein paar ganz herausragende Köpfe gegeben hat? Ich sehe in der Politik derzeit leider bei keiner Partei mehr eine Kraft, für deren Thesen ich mich begeistern könnte.

Ist Politik so unattraktiv geworden oder gibt es womöglich gar keine politischen Talente mehr?


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14.01.2017 um 17:49
nullname schrieb:Vollkommen richtig. Durch die de facto fehlende Grenzsicherung und dem Zustrom der Migranten hat die Regierung ein völlig unnötiges großes Problem in Deutschland geschaffen. Dieses hat sich bereist 2015 abgezeichnet und wird uns noch viele Zeit begleiten.
Die fehlenden Grenzkontrollen (sprich Schengener Abkommen) haben uns 20 Jahre nicht gestört, die meisten Urlauber fanden sie sogar gut ...

Grenzkontrollen an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich gibt es übrigens wieder seit dem 13. September 2015, also hat man doch zeitnah gehandelt ...


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14.01.2017 um 18:14
Ach ja, mehr als 70 % der Menschen wollen, dass soziale Medien verpflichtet werden, Fake News zu löschen ...

Die Mehrheit der AfD-Anhänger wollen das nicht ... Symptomatisch, die regen sich zu gern darüber auf ...

C2CyCS4WEAAy1Gn
https://www.wahl.de/aktuell/2017/01/05/fake-news-facebook-verbot-umfrage-ergebnis


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Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 18:15
Echt hervorragende Beiträge ab 16:46 !
Die muss ich noch mehrmals lesen.
Anerkennung!
Der AfD stehen also im Prinzip nur Linksextremisten entgegen?
und wenn Linksextremisten nur ein wenig ihre Perspektive wechseln würden, würden sie möglicherweise ihre Gemeinsamkeiten mit Rechtsextremisten erkennen können?

Das ist ja nun mal echt interessant!


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Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 18:22
VirtualOutrage schrieb:Kloar doch ist das mein Ernst. Die Berichte um den Vorfall gingen durch die breite Medienlandschaft.
Nun stell dir mal vor, du hast eine Tendenz nach rechts, bist noch etwas unentschlossen und siehst dann eine marodierende Horde mit ihren Trillerpfeifen eine Info-Veranstaltung sprengen.
Kommst du da auf die Idee, die AFD koennte scheisse sein? Also verleitet dieser spezifische Vorfall dich ("dich" wenn du unentschlossen waerst, nicht "dich" wie du jetzt bist) dazu, tendenziell den Linken zuzustimmen? Also ich wuerde dann wahrscheinlich nach rechts driften.
Man könnte auch auf den Gedanken kommen 'Was haben Vorträge der AfD an der Uni verloren? Die Studenten sollen lieber lernen ...'.

Das sehe ich übrigens auf einem ähnlichen Niveau wie Schulhof-CDs, die von Rechtsextremisten verteilt werden ...


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Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 18:29
@VirtualOutrage
Das hast Du wirklich sehr gut zusammengefasst, kannst besser formulieren.

@Pb74
@lawine
Natürlich sind nicht nur Talente, jeder ist gerne in einer Partei gesehen und seine Visionen mit einbringen. Ich bin mir sicher, jede Partei freut sich über ²Frischfleisch" die der eigene Blase mal frischen Wind zuführt.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

14.01.2017 um 19:36
@Issomad

Is ja lustig, die Fraktion "Lügenpresse" ist also eindeutig in der Spitze, wenn es darum geht Fake-News zu befürworten.

Das meinte ich mit der Informationsblase, in der solche Menchen hängen, und warum sie für mich politisch verloren sind. Da muss schon gewaltig von selbst die Erkenntnis kommen, dass die Ziele der AfD nicht die eigenen sind, falls sie es nicht sind. @thomas74

Sich hinzustellen und einfach mal AfD zu wählen, in der Hoffnung sie mistet den rechten Flügel aus ist dagegen ziemlich Naiv. Die AfD hat schon ausgemistet, aber wer ausgemistet hat das war der extrem rechte Flügel und dieser ist dort an der Macht. @egaht


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