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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

03.11.2019 um 11:52
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:Passiert doch und was nutzt es, nichts.
WAs passiert denn da? Man fängt gerade erst an, nachdem man das thema jahrzehntelang vernachlässigt hat.
Wir haben marode gerichte, marode gefängnisse und eine polizei am limit. Das wieder heile zu kriegen dauert jahre.
Man fängt an ein bisschen schlauer zu werden, polizisten einzustellen und razzien zu fahren. Das ist gut, und das hilft auch (in den Ländern, wo die CDU (oder auch andere parteien).
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:Da Sozialpolitik die AfD Wähler scheinbar nicht interessiert(denn die AfD steht nicht für soziales), wüsste ich nicht was das bringen sollte.
IN Anbetracht der tatsache, dass früher viele AfDler linken wähler waren, ist deine behauptung kaum haltbar. NAtürlich interessiert sozialpolitik viele AfD wähler.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.11.2019 um 12:01
Zitat von shionoroshionoro schrieb:IN Anbetracht der tatsache, dass früher viele AfDler linken wähler waren, ist deine behauptung kaum haltbar. NAtürlich interessiert sozialpolitik viele AfD wähler.
Dann aber stellen sie ihre sozialen Bedürfnisse weit hinter der Migration und anderen Themen an. Ansonsten würde man keine Partei wählen die soziales privatisieren, soziale Projekte(vorallem Linke) weniger finanzieren will.
Und man darf nicht vergessen, woher viele Wähler von Die Linke kommen, mit welcher Vergangenheit und welcher politischen Gesinnung. Die DDR war ja nun nicht gerade ein linkes antifaschistes Traumland, ohne Rassismus, Fremdenhass und Nazi-Romantik. Man muss sich also nicht vormachen, dass Wähler von Die Linke, alle samt antifaschistisch wären.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:WAs passiert denn da? Man fängt gerade erst an, nachdem man das thema jahrzehntelang vernachlässigt hat.
Und bis dahin werden die meisten Wähler in der AfD ihre Heimat gefunden haben, wozu dann noch vom Original weg, zu denen, die meinen sich iwie annähren zu müssen?
Wem der ganze völkische rassistische Scheiß schon jetzt egal ist, was wird so jemand in 10 Jahren dazu sagen? 10 Jahre weiterthin im Mimimi der AfD, mit all ihrer Hetze, den Lügen und Verschwörungsthemen.

Klar wird es immer welche geben, die iwann mal sagen, schluss aus ende, das trag ich nicht mehr mit. Doch die Grenze war in meinen Augen ja schon jetzt mehrmals deutlich überschritten.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.11.2019 um 12:20
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ok, ich sehe das quält dich: die AfD hat rassistische und fremdenfeindliche Strömungen, das kann ich bestätigen.
[...] Warum wurden sie gewählt?
Weil die Rassisten im Lande endlich wieder eine Partei hatten, die ihnen wählbar schien.
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ich glaube nicht dass Rassimuss der Hauptgrund ist,
Da musst du die in diesem Thread aber schon oft die Augen ganz fest zu gehalten haben, wenn du das immer noch nicht "glaubst" (man kann das wissen, man muss hier nichts glauben)
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:diese Wähler hätten sich doch schon bei anderen Wahlen längst gezeigt.
Lies doch mal den link, den ich hiermit nun schon zum dritten Mal einstelle
https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/wo-kommen-nur-all-die-rassisten-her-kolumne-a-1294106.html

Die Rassisten haben sich doch schon gezeigt.
2010, im Jahre eins n. S., erschien das Buch "Deutschland schafft sich ab". Es trug die Überfremdungsthese mal eben in die bürgerliche Mitte und machte Sarrazin zum Millionär. Und alles kreiste um die Frage: Wie viele "von denen" verträgt unser Land.

Von den Talkshows wanderte der Rassismus auf die Straße: 2013 traten erst die "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa), 2014 die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands" (Pegida) auf den Plan. Obwohl die Beziehungen von Pegida ins rechtsextreme Milieu bald offenkundig waren, war der Mythos vom "besorgten Bürger" geboren. Zeitgleich zog die AfD ins Parlament: Im Jahr fünf nach Sarrazin holte sie bereits zehn bis zwölf Prozent der Stimmen bei den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen.
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ich sehe Deutschland überhaupt nicht in der Position dass man sagen: ich kann nicht verstehen warum es solche Protestwahlen gibt.
Da hast du recht, die Mär von der "Protestwahl" ist absolut unglaubwürdig.


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03.11.2019 um 12:22
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:Dann aber stellen sie ihre sozialen Bedürfnisse weit hinter der Migration und anderen Themen an. Ansonsten würde man keine Partei wählen die soziales privatisieren, soziale Projekte(vorallem Linke) weniger finanzieren will.
Und man darf nicht vergessen, woher viele Wähler von Die Linke kommen, mit welcher Vergangenheit und welcher politischen Gesinnung. Die DDR war ja nun nicht gerade ein Linkes antifaschistes Traumland, ohne Rassismus, Fremdenhass und Nazi-Romantik. Man muss sich also nicht vormachen, dass Wähler von Die Linke, alle samt antifaschistisch wären.
Man muss sich aber auch nicht vormachen, dass die ihre Rente nicht interessiert. LEdiglich glauben sie den parteien, die ihnen angeblich ihren job usw sicher, nicht mehr, dass die das ernst meinen. Warum dann nicht die AfD wählen? Die sorgt doch, in ihrer selbstdarstellung, nur dafür, dass niemand mehr dem sozialstaat auf der tasche liegt der hier nicht arbeiten will?
Zitat von bone02943bone02943 schrieb:Und bis dahin werden die meisten Wähler in der AfD ihre Heimat gefunden haben, wozu dann noch vom Original weg, zu denen, die meinen sich iwie annähren zu müssen?
Wem der ganze völkische rassistische Scheiß schon jetzt egal ist, was wird so jemand in 10 Jahren dazu sagen? 10 Jahre weiterthin im Mimimi der AfD, mit all ihrer Hetze, den Lügen und Verschwörungsthemen.

Klar wird es immer welche geben, die iwann mal sagen, schluss aus ende, das trag ich nicht mehr mit. Doch die Grenze war in meinen Augen ja schon jetzt mehrmals deutlich überschritten.
WEil die AfD nicht das original ist. Die AfD ist ein platzhalter. Das original war die CDU.


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03.11.2019 um 12:22
Ich habe viele AFD-Wähler und ebenso viele Nicht - AfD - Wähler in meinem Bekanntenkreis und unterhalte mich sehr gerne über Politik, demnach habe ich von beiden Seiten schon viel nachvollziehbares und viel Müll gehört.

Das Problem, welches viele meiner Mitmenschen aus der Nicht-AfD Wähler Seite haben, ist meiner Meinung nach das folgende :

Ein AfD-Wähler, der sagt, "ich habe etwas gegen diese unkontrollierte Einwanderung von Flüchtlingen, insbesondere aus islamischen Ländern" ist - >per Definition<- fremdenfreindlich und ein Rassist. Da ist nichts dran zu rütteln, das ist so - dass sehe ich auch ein.

Der selbe Mensch, der sein Kreuz gestern bei der afd gemacht hat, hat einige Kumpel mit türkischen Wurzeln, geht zum Dönermann seines vertrauens, hilft einer Frau mit Kopftuch, wenn ihre Einkaufstüte reißt und bietet ebendieser seinen Sitzplatz im Bus an. Verhält sich also den "Ausländern", die bereits im Land sind, hier Fuß gefasst haben, genau so "normal", wie jeder andere Mensch auch. Findet es richtig, dass Menschen, die tatsächlich ein Anrecht auf Asyl haben, in Deutschland Schutz bekommen und steht dafür auch ein.
Er will nur nicht, dass noch mehr Menschen - >unkontrolliert<- nachströmen.

Mir fällt jetzt keine bessere Beschreibung dafür ein, aber es gibt halt verschiedene Formen von Fremdenhass bis hin zu vorsichtiger, leichter Fremdenskepsis. Nur weil jemand möchte, dass es Grenzkontrollen gibt, hat er nicht gleich heimlich die Phantasie, alle Ausländer abzuknallen.

Genau dies, wird aber gerne unterstellt. Nur weil Person XY die AfD wählt, ist er quasi stillschweigend damit einverstanden, dass der rechte Mob, brandschatzend durch die Straßen rennt.

Nein, ich möchte wetten, mehr als die Hälfte der AfD-Wähler hat im Staatskunde/Geschichtsunterricht gut aufgepasst und verabscheut das dritte Reich.
Ich halte sie nur für so berechnend, dass sie sich denken, was soll schlimmstenfalls passieren? Maximal vier Jahre Amtszeit von einem afd - Kanzler, bevor danach alle panisch wieder ihr Kreuzchen bei gemäßigteren Parteien machen.

Klar, als protest hätten diese Leute natürlich auch die Tierschutzpartei oder sonstige Kleinstparteien wählen können, diese - >diversen <- Parteien hätten es aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht über die 5% Hürde geschafft, womit ihre Stimme im Müll gelandet wäre.

Die afd hat die Lücke gefüllt, in dem sie dem Wähler die Möglichkeit bot, gegen die Altparteien zu wählen, ohne ihre Stimme zu verschenken.

Aber das ist nur meine Meinung zu dem Thema.
Liebe Grüße


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03.11.2019 um 12:28
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Und du glaubst wirklich an die Formel : weniger AFD Wähler = weniger latenter Rassismus in den Köpfen ?
Nein, wie kommst du denn darauf?
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Ein Mensch der das latent in sich hat, wird es nicht ablegen indem er sein Kreuz woanders macht.
Hat ja auch niemand behauptet, oder?
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Rassismus ist eine Prägung die sicher in der AFD eine Heimat findet . Aber er findet zuerst im Kopf statt und das ganz bestimmt unabhängig vom Wahlverhalten .
Wie man an der AfD sieht ist es nicht unabhängig vom Wahlverhalten.

Natürlich wird man nicht zum Rassisten, wenn man bei der AfD sein Kreuz macht.
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Die Statistiker sagen jeder vierte deutsche denkt oder handelt latent rassistisch.
Aber nicht jeder vierte deutsche ist ein AFD Wähler . Rassismus hat so viele Gesichter , mal offen , mal verdeckt , ganz nebenbei. Gar nicht so gemeint, nur ein Witz. Usw.
Wie viel Prozent hatte die AfD in Thüringen nochmal?
Und natürlich gibt es unterschiedliche Abstufungen von Rassismus.
Völlig frei bin ich auch nicht davon.
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Und ja, das gab es immer und wie es aussieht heute besonders.
Und ja , das ist schrecklich . Aber wo soll man anfangen , außer bei sich selbst ?
Natürlich muss man erstmal bei sich selbst anfangen und sich eben auch eingestehen, dass man selbst, bei allen hehren Absichten auch mal einen rassistischen Gedanken hat.


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03.11.2019 um 12:30
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Es geht dabei nicht darum sich moralisch über die AfD-Wähler zu erheben (darüber muss man doch kein Wort verlieren, das versteht sich doch von selbst). Es geht darum den diskriminierten Minderheiten im Land zu zeigen, dass sie nicht mit der AfD allein gelassen werden.
UNd das tun wir mit lippenbekenntnissen so wie nach Halle indem wir irgendwas verurteilen?
Seh ich nicht. Denen würden wir helfen, wenn wir der AfD Stimmen wegnehmen.


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03.11.2019 um 12:39
Zitat von dieLaradieLara schrieb:Er will nur nicht, dass noch mehr Menschen - >unkontrolliert<- nachströmen.
Du meinst damit sowas wie ein zweites 2015? Wo machen denn die "Altparteien" Anstalten, daß sie dies wieder genau so machen würden und daher nur die geforderte Migrationspolitik der AfD die einzige Alternative wäre? Im Übrigen geht es vielen AfD-Wählern auch weniger um eine "unkrontrollierte" Einwanderungspolitik, als viel mehr um eine Beschneidung des aktuellen Asylrechts, insbesondere bzgl. Asylsuchenden aus islamisch geprägten Herkunftsländern.


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03.11.2019 um 12:44
@Libertin

Naja, hat die CDU vorher anstalten gemacht, sowas zuzulassen? Nö. Merkel hat Dublin immer sehr wichtig genommen.
Die Frage ist hier eher, bekommt die anderen parteien es hin, Ausreisepflichtige schnell abzuschieben und Betrug im Flüchtlingsbereich zu verhindern?
Wie soll man denn EInwanderung kontrollieren ohne eine GEsetzesveränderung?
Wir haben jetzt den fall, dass viele ausreisepflichtige, selbst schwere straftäter, noch lange unbehelligt i mland bleiben.
AUch gibt es immer wieder fälle, wo klar wird, dass jemand gelogen hat um asyl zu bekommen oder aus wirtschaftlichen gründen kam, das aber an sich so auch lange zeit durchziehen konnte.

Man muss nicht rechtsextrem sein, um sowas bedrohlich zu finden.


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03.11.2019 um 12:46
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Wo machen denn die "Altparteien" Anstalten, daß sie dies wieder genau so machen würden und daher nur die geforderte Migrationspolitik der AfD die einzige Alternative wäre?
@Libertin

Naja, es ist fraglich, ob es generell zu einem umdenken der etablierten Parteien gekommen wäre, wenn sie nicht den Schuss vor'm Bug bekommen hätten. Ein weiter so wählen, hätte vielleicht auch zu einem "weiter so" in der Politik geführt.
Man weiß es nicht.


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03.11.2019 um 13:02
@dieLara

Ich sehe in der Flüchtlingspolitik der Altparteien einfach das Problem nicht.

Es klappt doch.
Nicht nur Deutschland hat viele Flüchtlinge aufgenommen.

Die Flüchtlingspolitik der AfD bzw deren Anhänger möchte ich einfach nicht haben. Ich will nicht, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, ich will nicht, dass die Grenzen um Deutschland dicht gemacht werden u d schon gar nicht will ich, dass zur Not mit Waffengewalt an den Grenzen gegen Flüchtlinge vorgegangen wird.

Alleine die Grenzen in Deutschland dicht machen? Wie stellen die sich das vor?
Es gibt so viele 'grüne Grenzen' in Deutschland, effektiv würde da tatsächlich nur ne Mauer rund um Deutschland helfen. Damit hätten wir dann DDRverhältnisse für ganz Deutschland.

Dann wäre auch das Gejammer groß, wenn die Deutschen kollektiv Deutschland für den Urlaub verlassen wollen und es wieder kontinuierliche Grenzkontrollen geben würde oder es auf grenznahen Autobahnen mal 24/7 Dauerstau herrschen würde.


Die AfD gibt mir keine Alternative, sie ist stellenweise menschenverachtend und durchweg rassistisch.

Wenn ich mir überlege, welchen verbalen Dünnschiss es zum Nürnberger Christkindl, Udo Lindenberg.


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03.11.2019 um 13:04
Zitat von AUMNGH44AUMNGH44 schrieb:Merkel verschenkt aber Mrd an islamistische Despoten wie Erdowahn und jüngst an den fundamentalistisch hinduistischen Modi für ein "grünes" Delhi.
Dafür bekommt man aber auch etwas zurück, es ist kein verschenken sondern ein Handel ...
Im Fall Erdogan soll es eine weitere Flüchtlingswelle verhindern.
Im Fall Indien sind es Investitionen in die Infrastruktur (wer weiß, wie viele deutsche Firmen da wieder mitmischen und mitverdienen).

Es scheint mir, dass du als AfD-Wähler auch nur die Überschriften in der rechten Filterblase liest.

Solcherlei Protestwahl, bei der man dann eventuell etwas bekommt, was man gar nicht haben will, ist übrigens grober Unfug ...


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03.11.2019 um 13:04
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Naja, hat die CDU vorher anstalten gemacht, sowas zuzulassen? Nö. Merkel hat Dublin immer sehr wichtig genommen.
Ich spreche aber nicht von vor 2015. Spätestens nach den politischen Folgen und Entwicklungen wird keine Regierung so blöd sein ein "zweites 2015" nochmal genau so durchzuführen. Der Rest führt uns allerdings nur weiter ins OT.
Zitat von dieLaradieLara schrieb:Naja, es ist fraglich, ob es generell zu einem umdenken der etablierten Parteien gekommen wäre, wenn sie nicht den Schuss vor'm Bug bekommen hätten. Ein weiter so wählen, hätte vielleicht auch zu einem "weiter so" in der Politik geführt.
Man weiß es nicht.
Das bezweifle ich, aber das wäre an dieser Stelle als "was wäre wenn..." Szenario auch sehr spekulativ.


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03.11.2019 um 13:08
@Libertin

UNd was machen wir dann anders als die AfD, wenn eine große Flüchtlingswelle kommt und wir dafür sorgen, dass sie nicht nach Deutschland gelangt? Wir hatten noch kein zweites 2015 von den zahlen her, weil wir zum GLück kein zweites Syrien hatten. DAs kann sich ändern.

In jedem fall haben wir aber immer noch sehr viele ausreisepflichtige, die wir nicht aus dem land herauskriegen.
Da gab es mal das narrativ, dass die geflüchteten alle in ihr land zurückwollen, wenn nur der krieg endlich vorbei wäre (was für viele sicher auch stimmt). Trotzdem tut sich deutschland damit immer noch sehr schwer, abschiebungen wirklich durchzuführen und ausreisepflichtige herauszukriegen.


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03.11.2019 um 13:09
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Die Statistiker sagen jeder vierte deutsche denkt oder handelt latent rassistisch.
Das wird wahrscheinlich wirklich jeder wissen!
Auch dass latenter Rassismus kaum aus Köpfen rauszukriegen ist, weiß wahrscheinlich jeder!

Einzig, dass political correctness dazu dient, dass es verpönt ist, latentes öffentlich zu äussern hat namentlich die AfD vergessen, wenn sie äußert, Politische Korrektheit läge auf dem Müllhaufen der Geschichte.
"Politische Korrektheit läge auf dem Müllhaufen der Geschichte" ist das Alleinstellungsmerkmal der AfD!

Sich Rassismus nicht mehr zu schämen, ist das Alleinstellungsmerkmal der AfD!


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03.11.2019 um 13:12
Zitat von AUMNGH44AUMNGH44 schrieb:Genau deshalb wähle ich AfD ... um mich gegen die faschistoiden Strömungen der EU und gegen einseitig linksgrüne Presse zu wehren.
Höcke und Kalbitz etc spiegeln nicht meine Meinung, aber wenn ich den Teufel mit Beelzebub austreiben kann stellt sich aktuell die Frage, ob es eine ander Alternative gegen diesen übertriebenen Moralistenschmus und das ganze verlogeneHumanistengeseiere gibt.
Ich seh leider keine andere Moglichkeit als AfD.
Da benutzst du übrigens schon das 'Neusprech' der Neuen Rechten.
Deshalb glaube ich nicht, dass du da eine reine Protestwahl machst, du stehst denen schon sehr nah ...


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03.11.2019 um 13:13
Zitat von shionoroshionoro schrieb:UNd was machen wir dann anders als die AfD, wenn eine große Flüchtlingswelle kommt und wir dafür sorgen, dass sie nicht nach Deutschland gelangt? Wir hatten noch kein zweites 2015 von den zahlen her, weil wir zum GLück kein zweites Syrien hatten. DAs kann sich ändern.
Kommt ganz darauf an was die AfD in diesem Szenario will. Grenzkontrollen bei aktuell geltendem Asylrecht, oder eine Beschneidung des Asylrechts an sich, so wie es z.B. vor zwei Jahren schon Petry und auch viele AfD-Wähler heute noch fordern:
Petry will Grundrecht auf Asyl abschaffen

Die AfD-Chefin kritisiert das Grundrecht auf Asyl. In der ZEIT fordert sie, dies in ein "Gnadenrecht" umzuwandeln. Nur so sei der freiheitliche Rechtsstaat zu erhalten.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-01/alternative-fuer-deutschland-asylrecht-frauke-petry
Zitat von shionoroshionoro schrieb:In jedem fall haben wir aber immer noch sehr viele ausreisepflichtige, die wir nicht aus dem land herauskriegen. Da gab es mal das narrativ, dass die geflüchteten alle in ihr land zurückwollen, wenn nur der krieg endlich vorbei wäre (was für viele sicher auch stimmt). Trotzdem tut sich deutschland damit immer noch sehr schwer, abschiebungen wirklich durchzuführen und ausreisepflichtige herauszukriegen.
Ist hier allerdings immer noch OT.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.11.2019 um 13:20
Zitat von dieLaradieLara schrieb:Findet es richtig, dass Menschen, die tatsächlich ein Anrecht auf Asyl haben, in Deutschland Schutz bekommen und steht dafür auch ein.
Er will nur nicht, dass noch mehr Menschen - >unkontrolliert<- nachströmen.
Und wie will man da unterscheiden?
Die Afd macht es sich einfach. Einfach keinen mehr reinlassen.
Diese Aussage ist nur ein Platzhalter für Ausländerfeindlichkeit.
Zitat von dieLaradieLara schrieb:Der selbe Mensch, der sein Kreuz gestern bei der afd gemacht hat, hat einige Kumpel mit türkischen Wurzeln, geht zum Dönermann seines vertrauens, hilft einer Frau mit Kopftuch, wenn ihre Einkaufstüte reißt und bietet ebendieser seinen Sitzplatz im Bus an.
Das würde bedeuten, dass es ein Fehler ist, die Ausländerquote im Osten so gering zu halten. Würde es mehr Ausländer geben, würden auch die ignorantesten mit ihnen in Kontakt kommen und sehen, dass es auch nur Menschen mit Sorgen und Nöten sind und man keine Angst vor ihnen zu haben braucht.
Aber in der rechten Informationsblase kommen halt nur andere, negative Sachen ins Rampenlicht...


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.11.2019 um 13:24
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Ist hier allerdings immer noch OT.
Naja es spielt ja schon eine rolle, wenn wir darüber reden, warum leute afd wählen.
Eine regierung, die es nicht hinbekommt, die klar ausreisepflichtigen, die sie selbst reingelassen hat, aus dem land zu werfen, warum soll ich der zutrauen, dass sie ein zweites 2015 zu verhindern weiß? Wird da da wenn nötig harte entscheidungen treffen wie die grenzen dicht zu machen?
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Kommt ganz darauf an was die AfD in diesem Szenario will. Grenzkontrollen bei aktuell geltendem Asylrecht, oder eine Beschneidung des Asylrechts an sich, so wie es z.B. vor zwei Jahren schon Petry und auch viele AfD-Wähler heute noch fordern:
Naja, man kann das machen, man kann auch wie merkel legalistisch argumentieren und sagen 'das asylrecht sieh tkeine ebschränkung nach oben vor'.

Aber was macht deutschland, wenn es eine weitere millionen menschen hier gibt, die dann sogar anspruch auf asyl (oder wenigstens auf prüfung) haben? Alle reinlassen?
Es ist recht klar, dass das nicht gehen würde, aber der fall ist nicht mehr vollkommen unrealistisch. Das könnte schon passieren, dass mehrere millionen menschen nach europa strömen und asyl wollen.

Wie reagiert man dann, wenn man das asylrecht nicht verschärfen will? Egal ob es geht oder nicht, wir müssen sie reinlassen?

Das sind fragen, denen sich politiker hier nicht stellen. Ich wüsste davon zumindest nichts. Das merken viele wähler auch.
Die AfD sagt dazu wenigstens etwas: Wir verschärfen das asylrecht und lassen nur noch die rein, die wir wollen. Punkt.
Rechtlich so nicht haltbar, aber wenigstens eine antwort, die sie den wählern geben, wie man auf das problem reagiert.
Eine antwort ist immer besser als keine antwortn.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.11.2019 um 13:25
Zitat von dieLaradieLara schrieb:Naja, es ist fraglich, ob es generell zu einem umdenken der etablierten Parteien gekommen wäre, wenn sie nicht den Schuss vor'm Bug bekommen hätten. Ein weiter so wählen, hätte vielleicht auch zu einem "weiter so" in der Politik geführt.
Die Regierung hat 2015 zeitnah gehandelt (so etwas braucht eben Monate), das Asylrecht verschärft, sichere Herkunftsländer definiert, das Türkei-Abkommen geschlossen und auch wieder Grenzkontrollen eingeführt ...
Vielleicht kommt einfach nicht bei den AfD-Wählern an, dass etwas passiert ist, noch bevor es diesen 'Schuss vor den Bug' gab ...
Zudem die Unterbringung der Flüchtlinge und die Bearbeitung der Flut der Asylanträge auch eine Sache war, die es zu stemmen galt (aber Sache der Kommunen ist).

Die Krise führte zu der Reaktion, nicht die Wahlergebnisse ...


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