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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

22.11.2019 um 09:19
Zitat von abberlineabberline schrieb:Es ist ja jetzt nicht so, als gäbe es keine Gedenktafeln für gefallene Soldaten etc.
Ankotzen tut mich die selbstdarstellerische Art der Initiatoren- und Spendertruppe. Selbstverliebt und wichtigtuerisch. "Seht her, ICH hab gespendet. Medienwirksam platziert..."
Ich hoffe Dir ist nicht bewusst das dieser Gedenkstein in einer polnischen Stadt steht - und in dem Zusammenhang ist die Aufschrift völlig daneben.


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22.11.2019 um 09:35
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:Auch das ist wieder so ein Narrativ was die blaubraune Blase unters Volk geblubbert hat, angeblich sei ja die CDU zu links gerückt. Wie man sieht fressen sich diese Gerüchte mittlerweile fast flächendeckend ins Hirn. Das auch eine CDU sich zwangsläufig gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen anpassen muss, die weder etwas mit Links noch Rechts zu tun haben, wird dabei gerne übersehen. das was so manch einer unter konservativer Erwartung vorgibt ist da doch eher ein erzreaktionäres Weltbild, das er sich ersehnt und selbst eine CDU, und teilweise CSU mittlerweile nicht mehr mittragen kann. Siehe die sich selbst ernannte Werte Union, die sich der AFD anbiedert.
Diesen Narrativ prangere ich auch in diesem Thread immer wieder an, mir wird es nur immer weggelöscht, weil das Thema ja nicht CDU ist - wobei ich das Dekonstuieren dieses Narrativs gerade hier extrem wichtig finde, da er immer wieder als Wähler Scheidung für die AFD herangezogen wird.

Und tatsächlich kann irgendwie niemand so richtig den Linksruck aufzeigen, man hört nur 2015 oder Atomausstieg.


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22.11.2019 um 09:41
@cejar Das ist mir durchaus bewusst. Man hätte den Gedenkstein vielleicht für gefallene deutsche und polnische Soldaten errichten können. Das wäre ein schönes Zeichen gewesen. Oberschlesien war ja schon Teil beider Länder.


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22.11.2019 um 10:08
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Na aber die Flüchtlingskrise ist ja gerade nicht irrelevant.
Die Studie suggeriert aber irgendwie, dass alle schon vorher oder gar schon immer "Rechtsaußen" gedacht haben und das bezweifle ich dann nur lediglich.
Die Studien (Plural) sprechen von bspw rassistischem und autoritärem Potenzial und nicht davon, dass alle immer "rechtsaußen" waren.
Das ist auch die viel bessere Erklärung, als dass die "Flüchtlingskrise" komplett neue Menschen geschaffen hätte und nicht lediglich Prioritäten verschoben und Tendenzen freigelegt hätte.

Da in Deutschland allerdings das politische Spektrum überwiegend in der Eindimensionalität einer Linie gedacht wird...maximal einer verbogenen Linie...ist es immer schwerlich zu erklären, dass dieses Potenzial aus der "Mitte" kommt, aus einer "bürgerlichen Gesellschaft" und auch schon immer kam und nicht ausschließlich an irgendwelchen "Rändern" beheimatet ist.
Selbst wenn das Leute dann glauben verstanden zu haben, interpretieren sie es doch wieder so, als hätten sich ein paar Nazis in der "Mitte" "versteckt".
Der Rest kann es gar nicht glauben, weil die "Mitte" ja aus sich heraus "gesund" ist.

Die "Mitte" ist aber aus sich heraus weder demokratrisch noch antirassitisch noch etc etc.

Die Leute, die "Mitte" zum fundamentalen Prinzip ihrer bürgerlichen Existenz erkoren haben, sind sogar höchst problematisch in der Regel

Eig könnte einem dieses "Die sind alle wohl plötzlich rechts geworden" ja egal sein, es ist ja eig schon erfreulich, wenn das erkannt wird und man nicht Märchen von irgendwelchen Protestwählern erzählt.
Jedoch birgt diese Denkweise immer die Gefahr, dass man der ganzen Szenerie lediglich mit der Schnapsidee "Wir müssen die zurückholen" begegnet und so tut, als hätte man politische Weltbilder dann wieder zum Guten gewandt, wenn alle CDU und SPD wählen und alle seien nun wieder vorbildliche Demokraten.
Das ist ein Irrglaube, denn bei der nächsten "Krise" agieren die alle wieder genauso und dann steht der Rest wieder da und fragt sich, wie das denn nun sein kann, es haben doch vorher alle CDU gewählt.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Apropos Linke sind auch ins blaue Lager gewechselt:
Stimmt. Das spricht ja dann auch eher für meine Gedanken/Vermutungen und weniger für diese Studie.
Ne, ganz und gar nicht.
Man muss sich nur bewusst machen, dass die Linke bspw auch von autoritären DDR-Nostalgikern gewählt wird, die ihre Schnittpunkte bei der Linken vor allem in der anti-westlichen Ausrichtung, Isolationismus und dem "Kampf gegen den Kapitalismus" sehen.....und nicht in Identitätspolitik oder dem Kampf für Asyl.
Bis auf das mit dem "Kapitalismus" können sie das auch bei der AfD haben. Und der muss dann halt hinten anstehen, da die Fremdenfeindlichkeit Priorität hat.

Dann hat man noch einen Haufen Querfrontler und potenzielle Querfrontler, die eig auch perfekte AfD-Klientel wären. Bei denen allen müssen sich weiß Gott keine neuen politischen Einstellungen entwickeln.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Einfach bleiben, wie sie einst waren.
Du bist so das Klischee-Bsp eines reaktionären Menschen.
Zitat von abberlineabberline schrieb:@cejar Das ist mir durchaus bewusst. Man hätte den Gedenkstein vielleicht für gefallene deutsche und polnische Soldaten errichten können. Das wäre ein schönes Zeichen gewesen. Oberschlesien war ja schon Teil beider Länder.
Ich frage mich ob du irgendwie auch mal außerhalb dieses "beide Seiten"-Mantra denken kannst. Ist Hitlers Überfall auf Polen eig auch so "Ja, das sind beide Seiten schuld und da schenken sich beide Seiten wirklich nichts"?

Dass man das für brachial unangemssen hält, wird vllt weniger daran liegen, dass da nicht "beide Seiten" geehrt werden, sondern dass man ihn Polen Denkmäler für Leute aufstellt, die da gemordet, gebrandschatzt, die Städte ausgehungert und die Bevölkerung versklavt haben und nebenbei noch einen Völkermord begingen....ganz vllt könnte es daran liegen.

Du wärst vermutlich der erste, der im Dreieck springen würde, wenn man in Dresden eine Bomber-Harris-Statue aufstellt, auch wenn das immernoch moralisch auf einem ganz, ganz, ganz anderen Niveau wäre.
Aber wäre schon ok, wenn man auch die mutigen Dresdener nebei ehrt, oder? Einfach "beide Seiten".

Aber das wäre sicher was anderes...weil die Wehrmacht ist halt deutsch und deshalb Solidarität.


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22.11.2019 um 10:12
Zitat von cejarcejar schrieb:Und tatsächlich kann irgendwie niemand so richtig den Linksruck aufzeigen, man hört nur 2015 oder Atomausstieg.
Weil der Linksruck nur eine Ausrede ist, und daher rührt, dass die SPD seit Schröder die Politik gemacht hat, die eigentlich der Union und der FDP zugestanden hätte.
(Wird deutlich bei Statements Stoibers, in denen er lobt, wie gut Hartz4 Deutschland aus der Finanzkrise herausgeholfen hat.)

Seit die AfD in der Öffentlichkeit wirkt, wirkt praktisch alles neben der AfD links!
Auch das gehört zum Ziel Neurechter Sprachverwirrung!


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22.11.2019 um 10:17
Zitat von FiernaFierna schrieb:Man muss sich nur bewusst machen, dass die Linke bspw auch von autoritären DDR-Nostalgikern gewählt wird, die ihre Schnittpunkte bei der Linken vor allem in der anti-westlichen Ausrichtung, Isolationismus und dem "Kampf gegen den Kapitalismus" sehen.....und nicht in Identitätspolitik oder dem Kampf für Asyl.
Bis auf das mit dem "Kapitalismus" können sie das auch bei der AfD haben. Und der muss dann halt hinten anstehen, da die Fremdenfeindlichkeit Priorität hat.

Dann hat man noch einen Haufen Querfrontler und potenzielle Querfrontler, die eig auch perfekte AfD-Klientel wären. Bei denen allen müssen sich weiß Gott keine neuen politischen Einstellungen entwickeln.
Sehr sehr gut ausgedrückt!
Die Schwäche von linken und liberalen Demokraten ist, dass solche Analysen selten sind und das wird von der AfD ausgenutzt.

Die AfD besitzt nicht etwa eine brilliante Rhetorik! Nein im Gegenteil: Ihr geht das Personal aus.


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22.11.2019 um 10:18
@Fierna
Der Gedenkstein wurde für gefallene Soldaten aufgestellt und damals gehörte Oberschlesien zu Deutschland. Ich hab mit dem Stein prinzipiell kein Problem, hätte ihn aber völkerverbindender gestaltet und die gefallenen, polnischen Soldaten mit einbezogen.
So wirkt der Stein, mitsamt seinen großkotzig, dick und breit aufgeführten Stiftern nur wie ein selbstdarstellerischer Klotz. Und da feiert sich eben auch die AfD eher selbst mit...
Dresden ist insofern eine andere Hausnummer, da es Dir in dem Beispiel gezielt um eine Person (Harris) geht, der sicher kein Denkmal verdient hat. Schön find ich aber, dass eine Glocke der Frauenkirche aus Coventry kam und in diesem Fall könnte man zb einen Gedenkstein für die Opfer der Angriffe auf Dresden und Coventry aufstellen.
Aber selbst damit hätten manche, verbohrten Menschen sicher schon Probleme.


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22.11.2019 um 10:26
Zitat von abberlineabberline schrieb:Der Gedenkstein wurde für gefallene Soldaten aufgestellt
Dann schau noch mal genau hin, wem da alles gedacht werden soll: den Selbstschutz und Freikorpskämpfern.

Um deine Geschichtslücke zu schließen @abberline :
Neben den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes mordeten auch reguläre Soldaten der Wehrmacht sowie Polizisten und die Männer vom sogenannten Volksdeutschen Selbstschutz.

Die Todesschwadronen dieses Selbstschutzes brachten in den ersten Monaten der Besatzung zwischen 20.000 und 30.000 polnische Staatsbürger um. Unter ihrem Anführer, dem aus Halle an der Saale gebürtigen SS-Oberführer Ludolf von Alvensleben, hatte sich die Miliz zu einer gnadenlosen Terrororganisation entwickelt. Alvensleben berichtete am 17. September 1939 an seinen Chef Heinrich Himmler: "Die Arbeit macht, Reichsführer, wie Sie sich ja denken können, eine riesige Freude."
https://www.zeit.de/2011/04/Nationalsozialismus-Massaker-Piasnica


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22.11.2019 um 10:27
Zitat von abberlineabberline schrieb:Der Gedenkstein wurde für gefallene Soldaten aufgestellt und damals gehörte Oberschlesien zu Deutschland.
Ach und deshalb geht das klar? Lebten da keine polnischen Menschen? Leben da heute keine polnischen Menschen? Was soll dieser Müll?
In der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 votierten 59,4 Prozent der Oberschlesier für Deutschland und 40,6 Prozent für Polen. Abweichend von den Bestimmungen des Versailler Vertrages wurde die Region zwischen beiden Staaten geteilt. Der gesamte Verlauf vom Kriegsende bis zur Teilung war von drei polnischen Aufständen begleitet. Beuthen, dessen Einwohner zu 75 % für die weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Reich gestimmt hatten, verblieb bei Deutschland, wurde jedoch zur Grenzstadt zum nun polnischen Ostoberschlesien.[2]

In der Stadt befand sich eine am 2. Juli 1869 eröffnete Synagoge. Sie wurde während der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 niedergebrannt. Die jüdische Gemeinde Beuthens gehörte zu den ersten Opfern des Holocausts und wurde vollständig ausgelöscht. Eine Gedenktafel am ehemaligen Standort der Synagoge erinnert heute an die zahlreichen Opfer.
Wikipedia: Bytom#1919 bis 1945

Dafür ein schönes Denkmal, dass die heldenhaften deutschen Soldaten ehrt.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dresden ist insofern eine andere Hausnummer, da es Dir in dem Beispiel gezielt um eine Person (Harris) geht, der sicher kein Denkmal verdient hat.
Klar...aber das in seiner Barbarei mordend herumziehende Kollektiv der Wehrmacht, kann man schonmal ehren...sind ja Volksgenossen.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dresden ist insofern eine andere Hausnummer, da es Dir in dem Beispiel gezielt um eine Person (Harris) geht, der sicher kein Denkmal verdient hat. Schön find ich aber, dass eine Glocke der Frauenkirche aus Coventry kam und in diesem Fall könnte man zb einen Gedenkstein für die Opfer der Angriffe auf Dresden und Coventry aufstellen.
Aber selbst damit hätten manche, verbohrten Menschen sicher schon Probleme.
Mit solch absolut ekelerregender Gleichmacherei hätte ich ein ganz immenses Problem, aber hallo.


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22.11.2019 um 10:41
@Fierna
Ehrlich gesagt versteh ich Dein Problem nicht. Ein Gedenkstein für gefallene Soldaten beider Seiten wäre nicht völkerverbindender, sondern schlimm (?) (Du warst nie bei der Bundeswehr, oder? So völkerverbindende Feiern und Gedenken mit Soldaten diverser Nato Länder und so? )
Da wird gleich immer die ganz grosse Keule ausgepackt. Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.
Den Stein selbst find ich, wie gesagt in der Form ziemlich scheisse. Zum einen eben auch wegen der Freikorpsgeschichte, zum anderen weil die Polen fehlen und drittens weil sich da ein paar Stifter, unter anderem von der AfD, hier nur selbst auf die Schulter hauen wollten.


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22.11.2019 um 10:46
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ehrlich gesagt versteh ich Dein Problem nicht. Ein Gedenkstein für gefallene Soldaten beider Seiten wäre nicht völkerverbindender, sondern schlimm (?) (Du warst nie beim Militär, oder? So völkerverbindende Feiern und Gedenken mit Soldaten diverser Nato Länder und so? )
Da wird gleich immer die ganz grosse Keule ausgepackt. Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.
Ja, das kannst du in deiner Gleichmacherei nicht verstehen.
Mein Problem ist, dass das eine Nazis sind, die vermutlich für den größten Zivilisationsbruch der Menschheitsgeschichte verantwortlich sind und das andere deren Opfer.

Das juckt dich aber nicht, bei dir ist alles nur:
Zitat von abberlineabberline schrieb:beider Seiten
Wir haben Mist gebaut, ihr habt Mist gebaut, wir waren tapfer, ihr wart tapfer...und jetzt alle liebhaben.

Das ist einfach eine ekelhafte und unsägliche Relatvierung nationalsozialistischer Verbrechen, wenn man so tut, als sei der NS quasi nichts besonderes gewesen, einer unter vielen...die anderen haben doch auch...blablabla


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22.11.2019 um 10:46
@abberline
Da will sich keiner auf die Schulter klopfen. Das ist gezielte Provokation durch Geschichtsklitterung. Nichts anderes sonst.


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22.11.2019 um 11:28
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:Das ist gezielte Provokation durch Geschichtsklitterung.
Daher kommt Gaulands Begriff Vogelschiss.
"Selber Schuld wenn man unter dem Baum stand, wo der Vogel saß, quasi wie ein Natureignis."
So wird es vermutlich von Nationalisten gesehen.

Was geschah, war jedoch ein nie zuvor stattgefundener Zivilisationsbruch gewesen, der sie niemals mehr wiederholen darf.


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22.11.2019 um 12:56
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ehrlich gesagt versteh ich Dein Problem nicht. Ein Gedenkstein für gefallene Soldaten beider Seiten wäre nicht völkerverbindender, sondern schlimm (?) (Du warst nie bei der Bundeswehr, oder? So völkerverbindende Feiern und Gedenken mit Soldaten diverser Nato Länder und so? )
Ich kann mich an keine völkerverbindende Feier bezüglich der gefallenen Soldaten beider Seiten im zweiten Weltkrieg erinnern. Unsere Gesandten nehmen regelmäßig an den Gedenkveranstaltungen des zweiten Weltkrieges teil, in dem ganz klar gemacht wird, daß wir hier Täter und nicht Opfer auf gleicher Ebene sind und das ist auch völlig richtig so.


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22.11.2019 um 16:45
Auf kommunaler Ebene hat die AfD übrigens auch sehr feine Herrschaften vorzuweisen:
Arnsdorf in Sachsen war vor drei Jahren in die Schlagzeilen geraten, nachdem eine selbst ernannte Bürgerwehr einen psychisch kranken Flüchtling an einen Baum gefesselt hatte. Der Prozess gegen die vier Täter wurde kurz nach Beginn eingestellt. Ruhe kehrte dennoch nicht ein: Nun sieht sich die Bürgermeisterin Martina Angermann (SPD) offenbar gezwungen, ihr Amt aufzugeben - als Folge von rechtsradikaler Hetze gegen ihre Person. Das berichtet der MDR .

[...]

Angermann war seit 2001 Bürgermeisterin von Arnsdorf, also auch zur Zeit des Angriffs auf den Iraker. Den Zwischenfall verurteilte sie scharf, daraufhin erhielt sie Morddrohungen. Beteiligt gewesen sei damals auch der heutige AfD-Gemeinderat Detlef Oelsner, schreibt die "Sächsische Zeitung".
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/arnsdorf-in-sachsen-buergermeisterin-martina-angermann-gibt-amt-auf-a-1297805.html


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22.11.2019 um 18:16
@Groucho

Das Spielen mit den Schmuddelkindern meinte, das dieses totschweigen durch die altparteien eher die Klientel der Schmuddelkinder bestätigt. Einbeziehen und versuchen, sie klein zu halten hat schon vor 80 Jahren nicht funktioniert. Bleibt einzig, sich die Sorgen der Wähler mal wirklich anzuhören und sich damit beschäftigen und nicht die, die diese Sorgen äußern zu stigmatisieren. Aber davon ist man weit entfernt da man gefühlt nur noch versucht, auf die extremen Ränder rechts und links zu reagieren.

Politik wird schon seit Jahren viel zu ideologisch betrieben. (und ja, natürlich hat jede Partei ihre Ideologie, egal ob Nazis für Arme, SED, heilegrünewelt, oder die anderen Volksversager Volksparteien


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22.11.2019 um 18:24
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Bleibt einzig, sich die Sorgen der Wähler mal wirklich anzuhören und sich damit beschäftigen und nicht die, die diese Sorgen äußern zu stigmatisieren.
Es gibt ein Buch "Mit Rechten reden"
Das wird inzwischen sogar von Kubitschek favorisiert (vielleicht sogar von Beginn an).
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ich habe mit Erschrecken feststellen müssen, dass viele, die ich kenne und die häufig -wie ich weiß- finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen, die AfD in den höchsten Tönen loben und sie nach eigenem Bekunden wählen, es nicht interessiert, was die AfD für sie zu tun beabsichtigt.
Nach meiner Einschätzung sind sie bedingungslos für die AfD. Egal was die AfD macht, auch wenn es ihnen dadurch viel schlechter gehen würde, das wäre immerhin auch eine Veränderung.
Da bleibt mir die Spucke weg!


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22.11.2019 um 18:51
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Bleibt einzig, sich die Sorgen der Wähler mal wirklich anzuhören
...und wenn "diese Sorgen" einfach Rassismus ist...?


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22.11.2019 um 18:55
Die AfD favorisiert doch gern ein Europa der Vaterländer.
Wie so etwas aussehen könnte wird aktuell praktisch vorgeführt:
Der Vorgang klingt unglaublich. Doch der Gedenkstein auf dem Friedhof im polnischen Bytom steht seit Kurzem tatsächlich dort. Er trägt eine deutsche Inschrift: "Zum Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg, an die Selbstschutz- und Freikorpskämpfer und an die ermordeten und unterdrückten Ostdeutschen."

Mittlerweile ist der Stein, offenbar von Anhängern der polnischen rechtsextremen Szene, beschmiert worden. Darauf steht das Zeichen der rassistischen "White Pride" und auf Deutsch "Raus" und darunter "Szwaby", was umgangssprachlich im Polnischen eine abwertende Bezeichnung für Deutsche ist.

In Polen ist das Thema mittlerweile von Medien aufgegriffen worden - und es beschäftigt auch die polnische Botschaft in Deutschland. Am Donnerstag erklärte der Presseattaché der polnischen Botschaft in Berlin, Dariusz Pawlos, in einer schriftlichen Antwort an den SPIEGEL, der Sachverhalt "scheint sehr ernsthaft zu sein", darum habe man ihn an die zuständigen Behörden in Polen - unter anderem an das Institut für Nationales Gedenken - weitergeleitet, "wo er gründlich überprüft werden muss".

Nach ersten Einschätzungen sei davon auszugehen, dass es hierbei "um die Verletzung der geltenden Rechtsvorschriften" in Polen gehe, heißt es in der Stellungnahme weiter.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-und-gedenkstein-polen-laesst-aufstellung-untersuchen-a-1297611.html


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23.11.2019 um 22:45
Wie ich schon schrieb @abberline
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:Das ist gezielte Provokation durch Geschichtsklitterung. Nichts anderes sonst.
Also nix mit der wollte sich nur auf die Schulter klopfen.
Ein Historiker schaltet nun den Staatsschutz ein:
Historiker schaltet Staatsschutz ein

So findet sich auf dem Stein neben der Würdigung deutscher Weltkriegssoldaten auch eine Erinnerung an "Selbstschutz- und Freikorpskämpfer" und "ermordete und unterdrückte Ostdeutsche". Unter dem Namen "Oberschlesischer Selbstschutz" trat in der Zwischenkriegszeit eine Gruppe von Freikorpsangehörigen auf, die im Untergrund gegen polnische Gruppen vorgingen.

Später traten unter dem Namen "Volksdeutscher Selbstschutz" paramilitärische Einheiten auf, die gemeinsam mit SS und Polizei an zahlreichen Kriegsverbrechen mitgewirkt haben sollen. Der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner, kündigte deshalb am Montagabend an, Anzeige gegen Initiatoren und Sponsoren des Denkmals zu erstatten und den Staatsschutz einzuschalten. "Wenn man in Polen Selbstschutz sagt, denken alle automatisch an den Zweiten Weltkrieg und Zehntausende Ermordete", sagte Wagner dem Tagesspiegel. "Dieses Denkmal ist ein unglaublicher Affront, das zeigt, dass die AfD mittlerweile fest im rechtsradikalen Milieu verankert ist."

Und weiter:
Zu diesem Geschichtsbild passt, dass die nach der JN-Streichung immer noch aufgezählten Mit-Spender ebenfalls weit rechts außen stehen. Die aufgeführte Burschenschaft "Markomannia Wien zu Deggendorf" gehört gleich zwei Dachverbänden an, die nach der Einschätzung von Experten hart an der Grenze zum Rechtsextremismus stehen. Der Verfassungsschutz Bayern beobachtet bereits die aktiven Markomannia-Mitglieder.
Sowie
Protschka war in Facebook-Gruppe, die Anne Frank verhöhnte

Auch der AfD-Abgeordnete Stephan Protschka selbst ist im Umgang mit der deutschen Geschichte nicht unerfahren. Im November 2017 wurde er als Mitglied der Facebook-Gruppe "Die Patrioten" bekannt. In ihr verhöhnten Mitglieder das Holocaust-Opfer Anne Frank als "Die Ofenfrische" und verherrlichten Adolf Hitler. Als die meisten AfD-Politiker die Gruppe verließen, blieb Protschka demonstrativ dabei. Der "Morgenpost" sagt er dazu: "Ich bin Mitglied in dieser Gruppe, da ich mich auch als Patriot verstehe."
https://www.tagesspiegel.de/politik/fragwuerdiges-gedenken-afd-politiker-und-neonazis-stifteten-offenbar-kriegsdenkmal-in-polen/25241246.html

Jaja, alle bloß nur Patrioten
https://www.tagesspiegel.de/politik/facebook-gruppe-unter-rassisten-so-diskutieren-afd-politiker-im-netz/20561026.html
Das wurde seinerzeit im Thread schon angeführt.

Hier fand ein exemplarisches Beispiel von Höckes viel beschworener erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. statt.
@eckhart


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