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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

21.11.2019 um 23:13
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:So wie sich der Artikel liest hätten ja alle vor der AfD die NPD wählen müssen
So wie du das eben siehst.
Du vergisst anscheinend dabei, dass die NPD das Makel des Schmuddels besitzt, das sind Nazis, zu denen will sich ja niemand bekennen. Die AfD verpackt es besser im scheinbar bürgerlichen gewand, das ist salonfähiger. Und davon abgesehen, war die NPD ja mal verhältnismäßig stark im Osten. Da sind die Stimmen mittlerweile auch bei der AfD gelandet.


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21.11.2019 um 23:13
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:So wie sich der Artikel liest hätten ja alle vor der AfD die NPD wählen müssen, was aber nicht sein kann, da diese klein/unbedeutend war. Erst recht im Vergleich zur AfD spätestens seit 2015.
Es gab vor 2015 aber keine "Flüchtlingskrise", also auch keinen Anlass, und die NPD ist derart negativ konnotiert, dass das dem Selbstverständis dieser Leute widerspricht....selbst wenn sie wie die NPD denken.


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21.11.2019 um 23:25
@tudirnix
@Fierna


Ich denke trotzdem, dass man den enormen Zulauf nicht einfach nur damit erklären kann, dass eine gewisse Einstellung schon immer da war, diese sich aber kaum jemand getraut hatte aktiv auszuleben und dort, wo sie es bis vor der AfD gekonnt hätten, ihnen zu schmuddelig war.

Ich denke, da sind teilweise vollkommen neue Rechte Einstellungen geboren/erschaffen worden und diese waren vorher wenn überhaupt unbewusst in einigen Menschen verankert.

Das würde ebenso den enormen Zulauf/Zuspruch für die AfD erklären. Und natürlich die Flüchtlingskrise. Diese hat ja neue Rechte Einstellungen bei einigen Menschen überhaupt erst ins Leben gerufen und vorher war es ihnen vielleicht nicht mal wirklich bewusst, dass sie auch mit Radikal sympathisieren können und wenn es nur notgedrungen sein muss.

Also konservativ waren sie wohl schon alle vorher. Das glaube ich sofort. Aber Rechts oder gar Rechtsaußen, das glaube ich weniger. Viele erst geworden. Und wie gesagt, viele sind es ja auch nur passiv und billigen lediglich den ganzen Rest nur.


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21.11.2019 um 23:31
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ich denke trotzdem, dass man den enormen Zulauf nicht einfach nur damit erklären kann, dass eine gewisse Einstellung schon immer da war, diese sich aber kaum jemand getraut hatte aktiv auszuleben und dort, wo sie es bis vor der AfD gekonnt hätten, ihnen zu schmuddelig war.
Das darfst du ja auch gerne denken. Die Studien, auf die sich der Artikel bezieht, belegen aber aber was anderes, als das was du denkst.


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21.11.2019 um 23:37
@tudirnix

Ich will die Studie ja auch garantiert nicht nur wegen meiner Gedanken anzweifeln, trotzdem.

Ich meine, es sind ja sogar etliche SPD-Wähler ins blaue Lager über die Jahre gewechselt. Da kann ich mir eine gewisse Grundeinstellung schon vorab oder gar schon immer sehr schwer vorstellen.
Bei "einigen erzkonservativen" Unionswählern hingegen kann ich mir zumindest eine versteckte schon immer dagewesene Grundeinstellung besser vorstellen. Sagen wir eine gewisse Tendenz/Anfälligkeit.


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21.11.2019 um 23:43
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ich will die Studie ja auch garantiert nicht nur wegen meiner Gedanken anzweifeln
sondern weswegen noch?


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21.11.2019 um 23:45
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ich denke trotzdem, dass man den enormen Zulauf nicht einfach nur damit erklären kann, dass eine gewisse Einstellung schon immer da war, diese sich aber kaum jemand getraut hatte aktiv auszuleben und dort, wo sie es bis vor der AfD gekonnt hätten, ihnen zu schmuddelig war.
Was heißt denn "nicht getraut"? Es gab keinen Anlass. Auch fremdenfeindliche, kotzbürgerliche Menschen, haben vllt auch noch irgendwelche anderen Sorgen...die sie im Zweifel aber gerne zurückstellen, wenn das sein muss.
Das ist sowieso ein relativ unsinniges Argument anhand der Ereignisse. Als wäre die "Flüchtlingskrise" völlig irrelevant und die Leute würden entweder ihr Leben lang so wählen oder gar nicht.


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21.11.2019 um 23:47
Aso, und vermutlich liegt es auch daran, dass vielen Konservativen die Union über die Jahre zu Links wurde und das nicht nur wegen ihrer Flüchtlingspolitk, sondern auch auf Sozialpolitik bezogen, was aber wenn nur am Juniorpartner lag. Die Union hat trotzdem darunter gelitten.

Und da haben diese ja in der AfD ebenfalls wieder einen neuen guten neoliberalen Partner/Freund gefunden. Ein Partner Richtung wirtschaftsliberaler Union und FDP.

Rechte Positionen und wirtschaftsliberale Einstellungen von Wählern haben die AfD groß werden lassen, weil sie, die AfD, beides anbieten können.


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21.11.2019 um 23:54
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Aso, und vermutlich liegt es auch daran, dass vielen Konservativen die Union über die Jahre zu Links wurde und das nicht nur wegen ihrer Flüchtlingspolitk, sondern auch auf Sozialpolitik bezogen, was aber wenn nur am Juniorpartner lag. Die Union hat trotzdem darunter gelitten.
Findest du es da nicht merkwürdig, dass die ganzen AfD-Wähler immer nur die "Flüchtlinge" nennen können bei diesem "Linksruck" und ansonsten nur völlig paradox irgendwas von Flaschen sammelnden Rentnern erzählen?
Die haben übrigens auch genug Wähler von den Linken bekommen.


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21.11.2019 um 23:55
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:dass vielen Konservativen die Union über die Jahre zu links wurde
Auch das ist wieder so ein Narrativ was die blaubraune Blase unters Volk geblubbert hat, angeblich sei ja die CDU zu links gerückt. Wie man sieht fressen sich diese Gerüchte mittlerweile fast flächendeckend ins Hirn. Das auch eine CDU sich zwangsläufig gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen anpassen muss, die weder etwas mit Links noch Rechts zu tun haben, wird dabei gerne übersehen. das was so manch einer unter konservativer Erwartung vorgibt ist da doch eher ein erzreaktionäres Weltbild, das er sich ersehnt und selbst eine CDU, und teilweise CSU mittlerweile nicht mehr mittragen kann. Siehe die sich selbst ernannte Werte Union, die sich der AFD anbiedert.


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22.11.2019 um 00:03
Zitat von FiernaFierna schrieb:"Flüchtlingskrise" völlig irrelevant und die Leute würden entweder ihr Leben lang so wählen oder gar nicht.
Na aber die Flüchtlingskrise ist ja gerade nicht irrelevant.
Die Studie suggeriert aber irgendwie, dass alle schon vorher oder gar schon immer "Rechtsaußen" gedacht haben und das bezweifle ich dann nur lediglich.

Gerade 2015 hat vollkommen neue Einstellungen und Denkweisen in den Köpfen vieler Menschen hervorbringen lassen, ausgelöst, und bestimmt auch solche Positionen, die vorher überhaupt nicht dagewesen sind oder zumindest für undenkbar erachtet wurden.


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22.11.2019 um 00:08
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Die Studie suggeriert aber irgendwie, dass alle schon vorher oder gar schon immer "Rechtsaußen" gedacht haben und das bezweifle ich dann nur lediglich.
Die Studien belegen das, denn, sie werden regelmäßig erhoben und zwar auch schon vor der sog. Flüchtlingskrise, was auch im Artikel steht. Falls du andere empirische Daten hast, dann stelle sie uns doch rein. Ansonsten verbuche ich diese Aussage unter: Bauchgefühl.


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22.11.2019 um 00:13
Zitat von FiernaFierna schrieb:Die haben übrigens auch genug Wähler von den Linken bekommen.
Was AfD-Wähler im einzelnen für ursprüngliche Motive hatten oder dann im Laufe der Zeit erst angenommen haben, interessiert mich eigentlich nicht, weil ich persönlich versuche solchen Menschen/Wählern aus dem Weg zu gehen.
Ich kenne aber LEIDER genug traurige und beschämende Rechtfertigungen.

Apropos Linke sind auch ins blaue Lager gewechselt:
Stimmt. Das spricht ja dann auch eher für meine Gedanken/Vermutungen und weniger für diese Studie.


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22.11.2019 um 01:14
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ich meine, es sind ja sogar etliche SPD-Wähler ins blaue Lager über die Jahre gewechselt. Da kann ich mir eine gewisse Grundeinstellung schon vorab oder gar schon immer sehr schwer vorstellen.
Spätestens seit Thilo Sarrazin sollte sowas doch eigentlich nicht mehr wirklich überraschen. Und wir sprechen hier ja nicht mal von Politikern, sondern von Wählern deren politische "Launenhaftigkeit" erfahrungsgemäß im Allgemeinen noch etwas anders zu verorten ist.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Apropos Linke sind auch ins blaue Lager gewechselt:
Stimmt. Das spricht ja dann auch eher für meine Gedanken/Vermutungen und weniger für diese Studie.
Nicht unbedingt. Rechtsextreme Weltbilder oder zumindest Affinitäten zu radikal rechten Positionen können selbst ehemalige Linksparteiwähler gehabt haben, nur lagen ihre Prioritäten eben zuvor noch woanders als in der Flüchtlingspolitik bis schließlich die AfD dieses Thema anfing öffentlich immer weiter aufzubauschen und so (im Gegensatz zur "schmuddeligen" NPD) zum "annehmbaren" Magneten für diese Leute wurde.


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22.11.2019 um 07:49
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Ich denke, dass viele konservative Wähler ins blaue Lager gewechselt sind und vorher nicht mal bewusst wussten, dass sie auch mit radikaleren politischen Denkweisen und Agendas sympathisieren können. Diese zumindest notgedrungen billigen können und werden.
This oder das, wie man neuerdings (oder schon eine Weile) im Netz sagen würde. Zumindest kann ich mich als eigenes Beispiel dafür anführen wie auch Kollegen in einer Ausbildungsgruppe, so ca. um 2015/2016 rum.

Wenn so viel passiert und dir regelmäßig (subjektive) Missstände 'entgegenschlagen', verbunden mit abstrakten oder realen Zukunftssorgen und dem Eindruck die bisherige Politik wird der Lage nicht Herr usw....

....dann kann ich schon nachvollziehen dass einige die Seiten wechseln wenn sie sich davon Besserung versprechen. Schlicht erklärend gemeint. Der zumindest damals wohl kleinere (medienwirksam zumindest) radikale oder extreme Rand wurde (wird) sicherlich dann eher ausgeblendet oder verdrängt. Ich verweise nur auf all die bekannten und unbekannten ex-Unionswähler und Politiker/Mitglieder die mal abgesprungen sind und in Teilen oder weitgehend auch noch weiterhin in der AfD sind. In einem CDU-geprägten Artikel wurden neulich noch die "verlorenen Wähler" beklagt.


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22.11.2019 um 08:45
@rhapsody3004
Ich kann Dir nur zustimmen. Die Partei war anfangs eine eurokritische, neoliberale Partei. Durch die Positionierung in Sachen Flüchtlinge haben sie 2015 schlagartig rund 10 % gewonnen. Und man darf nicht vergessen, dass vor allem junge Wähler AfD wählen. Die haben noch nicht viel anderes gewählt, oder haben großartig Identifikation mit etablierten Parteien. Die denken auch nicht an Rentenkonzepte der AfD etc. Für viele Wähler war 2015 der Wendepunkt. Gerade von der CDU/CSU, die viele Konservative gar nicht mehr verstehen. Und das wäre vermeidbar gewesen. Bis heute rudern die anderen Parteien nur hilflos mit den Armen.


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22.11.2019 um 08:59
@abberline
wie denn? Indem man selbst nach rechts rückt? Ist doch passiert.
https://www.welt.de/newsticker/news1/article160060692/Unter-dem-Druck-der-AfD-rueckt-die-CDU-nach-rechts.html
Die CDU hat mit Beschlüssen für ein Burkaverbot und gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ihr konservatives Profil geschärft. Die Delegierten setzten sich am Mittwoch zum Abschluss des CDU-Parteitags in Essen mit dem geforderten Aus für den Doppelpass gegen die Parteiführung um Kanzlerin Angela Merkel durch. Der Koalitionspartner SPD warf der CDU einen "Rechtsruck" vor.
Ein Beispiel.


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22.11.2019 um 09:03
@Tussinelda
Das ist kein "Rechtsruck" der CDU, sondern ein (logischer) Schritt in Richtung alte Normalität der Partei.


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22.11.2019 um 09:06
@abberline
also was hätten die Parteien machen sollen, außer selbst nach rechts zu rücken? Darum ging es mir eigentlich.


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22.11.2019 um 09:11
@Tussinelda
Einfach bleiben, wie sie einst waren. In den letzten zehn Jahren sind CDU/CSU und SPD so dermaßen weichgespült und kuschelig mittig geworden, dass keinerlei Profil und quasi kein Unterschied mehr erkennbar war. Die Plätze links und rechts waren somit frei.


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