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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.755 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

27.05.2020 um 12:53
Zitat von WardenWarden schrieb:Bedeutungslosigkeit, Bereinigung oder (extremistische) Bekräftigung? Wer weiß, was die Zeit bringt?
Wenn die AfD nach dem Sieg des "Flügels" zur NPD 2.0 mutiert, könnte es durchaus in Richtung 5% oder auch darunter gehen. Das gilt mE for allem dann, wenn Feindbild Merkel 2021 tatsächlich nicht mehr antreten sollte und z.B. mit Merz ein etwas konservativerer CDU-Mann Kanzlerkandidat wird.


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27.05.2020 um 14:07
Zitat von balumpabalumpa schrieb:z.B. mit Merz ein etwas konservativerer CDU-Mann Kanzlerkandidat wird.
Es gibt nur konservative CDU-Kanzlerkandidaten als Kanzlerkandidaten aus der CDU aus der die AfD angeblich früher stammen soll, laut AfD-Angaben.
Was will die AfD mehr? :D


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27.05.2020 um 19:59
Zitat von balumpabalumpa schrieb:und z.B. mit Merz ein etwas konservativerer CDU-Mann Kanzlerkandidat wird.
Das könnte so manche ex-CDU-Wähler wieder ins Boot bzw. deren Boot holen und der AfD (kräftig?) Wind aus den Segeln nehmen.

Mir ist ein CDU-Kanzler mit konservativem Touch der mittelfristig manche Leute wieder "erdet" lieber als ein AfD'ler der nur Extreme kennt. Ich bin mal gespannt wer in den nächsten Jahren dann den Posten übernimmt. Ich kann so langsam dieses "Merkelgeschrei" gewisser Gruppen und Personen nicht mehr hören.

Ich frage mich ja fast schon süffisant was die dann schreien wenn Merkel wirklich "weg" ist. Und nein, ich will hier zwischen den Zeilen gar nicht implizieren, man könnte einen Kanzler bzw. eine Kanzlerin oder eben genau jene nicht kritisieren. Aber bei manchen ist sie zum ad-hoc Feindbild geworden.

Ich denke, ohne ihren Werdegang mit all ihren politischen Höhen und Tiefen im Detail analysiert zu haben und dann mit vorherigen Kanzlern verglichen zu haben, dass sie vielleicht nicht immer gute Entscheidungen getroffen oder Signale ausgesandt hat, sie aber scheinbar einen doch wohl guten oder akzeptablen (für die, die sich nicht auf "insgesamt gut" einigen wollen) gemacht hat. Wenn mir gewisse Medien über die Jahre nichts vorgegaukelt haben so scheint sie sich auch international einen gewissen Ruf aufgebaut zu haben - das darf man ja auch nicht komplett ausser Acht lassen.

Aber lange Rede kurzer Sinn, manche ziehen ein überzogenes und personifiziertes Feindbild vor. Natürlich würde man z.B. einen Merz aus einem ganz anderen Lager anfeinden, keine Frage, aber im Sinne der Thematik "Rechtsextremismus" denke ich halt, dass er je nach Auftreten und "Stil" nun mal Wind aus den Segeln nehmen würde.

Denn ich habe lieber eine bedachtsam agierende "konservative Figur" die sich noch im Rahmen bewegt als einen Hardliner der überall aneckt bzw. gar keine Ahnung von nationalem wie internationalem politischen und anderweitigen Fingerspitzengefühl hat und eher mit simplen Parolen oder Lösungen punkten will, aber die Komplexität der Politik verkennt.


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27.05.2020 um 22:33
@eckhart @che71 @Landluft

Interessant ist auch, dass die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung, deren Vorsitzende Erika Steinbach (kein unbeschriebenes Blatt, wie wir wissen) ist, sich von ihrem Vorstandsmitglied Erik Lehnert getrennt hat. Lehnert ist Geschäftsführer beim Institut für Staatspolitik, also ein Lakei vom Neurechten Kopf der Szene Götz Kubitschek.

Grund für den Rausschmiss ist der Bammel vor dem Verfassungsschutz, denn das ISF wird derzeit als rechtsextrem umtriebige Organisation observiert. Neben dem dort einheimischen Höcke, sind da auch die Weidel und der Gauland gern gesehene Gäste.

Brisant an der Sache ist: Gauland wollte Einfluss auf die Entscheidung zum Rausschmiss Lehnerts nehmen und riet dringend davon ab unter der Androhung, die Anerkennung als parteinahe Stiftung wieder zu entziehen, wenn es dazu kommen sollte, (was natürlich auch finanzielle Folgen mit sich bringt, vermute ich mal). Hat aber nix genützt. Mit 27 gegen 21 Stimmen bei fünf Enthaltungen, war es das Aus für Lehnert.

Die ganze Geschichte ist nachzulesen hier:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article208484321/AfD-Als-Gauland-vor-der-Abwahl-eines-Rechtsradikalen-warnte.html

Ja der Gauland mal wieder, auf Schonwaschgang für die Rechtsextremisten, wie in der Sache Kalbitz. Gauland ist mMn die treibende Kraft in Richtung Rechtsaußen, Meuthen war es noch bis vor dem letzten Verfassungsschutzbericht an Gaulands rechter Seite.

Davon mal abgesehen, Kubitschek und sein völkisch nationalistisches Institut ist nicht erst seit der Beobachtung des Verfassungsschutzes dafür bekannt, dass dort gegen die FDGO agiert wird. Kann man mal sehen, was so eine Beobachtung des BfV bewirken kann. Plötzlich sieht auch die Steinbach alles viel klarer :D , obwohl, man weiß nicht wie die abgestimmt hat, von daher ...

Kurzinfo dazu noch: Lehnert ist auch im Bundestagsbüro des AfD-Abgeordneten Harald Weyel tätig.


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28.05.2020 um 11:13
Zitat von balumpabalumpa schrieb:Wenn die AfD nach dem Sieg des "Flügels" zur NPD 2.0 mutiert, könnte es durchaus in Richtung 5% oder auch darunter gehen. Das gilt mE for allem dann, wenn Feindbild Merkel 2021 tatsächlich nicht mehr antreten sollte und z.B. mit Merz ein etwas konservativerer CDU-Mann Kanzlerkandidat wird.
Ach was, 'AKK muss weg' war auch schnell auf den Straßen, da ist ein 'Merz muss weg' bestimmt schon in Vorbereitung. Merz wird sicherlich irgendetwas tun, was den AfDlern nicht gefällt wie alle anderen CDU-Politiker auch und dann sind die Schreier wieder da ...

Eigentlich will die AfD die absolute Mehrheit, dazu müssen alle demokratischen Parteien weg ;)


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28.05.2020 um 11:23
Zitat von IssomadIssomad schrieb:dazu müssen alle demokratischen Parteien weg ;)
und die parlamentarische Demokratie muss weg. Nach Willen der AfD.
Beitrag vom 24.10.2018
Ein Jahr AfD im Bundestag
„Kampfansage an die parlamentarische Demokratie“
Die AfD-Abgeordneten nutzten das Parlament als Bühne, so Hentges – „um ganz gezielt Provokationen an den Tag zu legen, sich zu inszenieren, um dann gegenüber den Wählerinnen und Wählern deutlich zu machen: Wir sind zwar im Parlament, aber wir provozieren weiter, wir behalten unsere politische Überzeugung bei und wir sind diejenigen, die immer wieder die Altparteien angreifen. Zugleich nutzen sie die Mittel einer Fraktion in Opposition, um Informationen zu generieren und darüber ihre Positionen zu verbreiten, um deutlich zu machen: wir sind diejenigen, die eine Kampfansage erteilen an die parlamentarische Demokratie.“

Sprüche im Bundestag vor großem Publikum
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ein-jahr-afd-im-bundestag-kampfansage-an-die.1008.de.html?dram:article_id=431354


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30.05.2020 um 21:37
@eckhart
@Issomad
@tudirnix
@Warden
@6.PzGren391
@paranomal
Der Lehnert ist ja schon durch andere dumme Aussagen aufgefallen:
Öffentlich wahrgenommen wurde sein kontrovers diskutierter Aufsatz im MarineForum, einem Fachblatt der Marine-Offizier-Vereinigung, in dem er die Aufnahme von Frauen in Kampfeinheiten der Bundeswehr beklagt und die Bundeswehr als „Experimentierfeld einer Gleichheitsideologie“ und „Feminisierung“ beschreibt. Diese Ideologie sei für den tödlichen Unfall einer Kadettin auf der Gorch Fock im November 2010 verantwortlich.
Wikipedia: Erik Lehnert

Diese Vögel leben auch in einer Paralellwelt ?! In vielen Nato-Armeen gibt es Frauen in der Kampfeinheiten.
Aber wenn man immer mit dem Landserheftchen unter dem Arm herumläuft, kann man auch nichts neues erfahren.


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30.05.2020 um 22:01
@che71
Ich kenne die genauen Umstände des Unfalls auf der "GF" nicht mehr, aber grundsätzlich bedingt das Geschlecht eher weniger Unfälle, sprich es hätte auch einem männlichen Kadetten vermutlich passieren können. Mal davon ab: Keine Ahnung wie viele Frauen in der BW in klassischen Kampfeinheiten sind aber mit Abzug jener wären diese oder die BW an sich nochmal kleiner was den Personalkörper angeht.

Ich denke mir immer: wenn eine Frau fit genug für den Job ist, so what? Es geht ja nicht mehr um Schwertkampf und reine physische Stärke, sondern im Sinne der Kampfmittel neben einer guten Fitness/Ausdauer vor allem um Zielgenauigkeit und weniger den starken Schwertarm.

Den Akt des Schwerhiebes (im Sinne der Energie) übernimmt heute die kinetische Wirkweise der Waffe - und da reicht es ganz plakativ ausgedrückt, einen Abzug zu betätigen. Lange Rede kurzer Sinn: verstehe die Kernkritik daran nicht.


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30.05.2020 um 22:29
Ich denke eher, Der Flügel, der die AfD ist, Lehnert und Höcke sind sich da einig:
Jede Frau in der Bundeswehr nimmt nach deren gemeinsamer Weltsicht und Lesart einem Mann seinen ihm zustehenden Platz weg, nehme ich an.

Unfälle, die Frauen geschehen werden völlig emotionslos nach meiner Meinung nachträglich als "Argumente" dafür instrumentalisiert.

Unvergessen ist:
Spätestens aber mit seiner berühmten Erfurter Rede vom 18.11.2015 wurde klar, dass sich Höcke und die AfD auch in einem aufreibenden Kampf mit dem „Gender-Irrsinn“ (S. 108) befinden. Damals forderte Höcke: „Ich sage, wir müssen unsere Männlichkeit wiederentdecken. Denn nur wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft. Und nur, wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft. Und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde!“

In seinem Buch erläutert der Politiker seine These: Die Misere unserer Gegenwart sei, dass es heute nicht mehr genügend „zupackende“ Männer“ gebe, die sich jenseits von Beruf, Familie und Urlaub für ihr Land einsetzen würden (S. 112). Heute seien Männer aufgrund ihres „verkümmerten männlichen Selbstbewusstseins“ identitätsgestört, 80% seien Weicheier und 10% „verkrampfte Machos“, die Opfer einer „großen Verschwulung“ geworden seien.
https://blogs.taz.de/zeitlupe/2019/03/24/die-auferstehung-des-wehrhaften-mannes/

Hier werden die Intentionen mehr als deutlich, meiner Meinung nach.


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31.05.2020 um 08:59
Zitat von eckharteckhart schrieb:Hier werden die Intentionen mehr als deutlich, meiner Meinung nach.
Vor allem wird deutlich, was für ein geistesgestörtes Welt- und Menschenbild diese Typen haben.


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31.05.2020 um 09:09
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ich denke eher, Der Flügel, der die AfD ist, Lehnert und Höcke sind sich da einig:
Jede Frau in der Bundeswehr nimmt nach deren gemeinsamer Weltsicht und Lesart einem Mann seinen ihm zustehenden Platz weg, nehme ich an.

Unfälle, die Frauen geschehen werden völlig emotionslos nach meiner Meinung nachträglich als "Argumente" dafür instrumentalisiert.
Der war gut (im ironischen Sinne).

Erst nahmen "die Ausländers" den Leuten die Jobs weg, jetzt nehmen noch die Frauen den Männern die Jobs (dort) weg. Obwohl ja eigentlich die BW immer noch krampfhaft Leute suchen dürfte und es quasi genug offene Stellen gibt, es also einen Mann nicht daran hindert dort eine Stelle zu erhalten. Es wirkt fast befremdlich diese Argumentation oben zu lesen wenn sie mit simpler Betrachtung oder simplen Gegenfragen quasi zügig oder sofort entkräftet werden kann. Aber es ist mal wieder das typisch ideologische Ausschlachten eines Sachverhalts (wie dem Unfall).

Ich würde auch gerne wissen wie er da die Männlichkeit definiert - darüber hinaus sehe ich auch ferner nicht, wo man daran gehindert wird, im "klassischen Sinne" ein Mann oder 'mannhaft' zu sein. Ich kann robuste Charakterentwicklung erleben, Sport machen, etc. pp ohne zugleich Frauen Emanzipation oder Rechte absprechen zu müssen. Der "gesunde Kompromiss" quasi oder eine Art modernes Selbstverständnis "des Mannes", wie auch immer man das definieren will. Besser ausgedrückt: Er beklagt "Weicheier". Dagegen kann aber genug getan werden, physisch wie mental. Oft liegt halt nur die "Bringschuld" beim Bürger weil man ihn nicht zwingen kann, sein Verhalten zu ändern. Will er das staatlich verordnen? Ich sehe halt da primär oder immer das Elternhaus in der Pflicht dem Kind gewisse Werte auf den Weg zu geben, neben der Schule. Und ab einem gewissen Alter ist man für sich selbst verantwortlich.

Da muss dann der mündige Bürger schauen was er mit sich macht und sollte den Buhmann nicht immer woanders hinschieben.

Aber es mündet unweigerlich in
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:ein geistesgestörtes Welt- und Menschenbild diese(r) Typen



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31.05.2020 um 13:47
Zitat von WardenWarden schrieb:Erst nahmen "die Ausländers" den Leuten die Jobs weg, jetzt nehmen noch die Frauen den Männern die Jobs (dort) weg. Obwohl ja eigentlich die BW immer noch krampfhaft Leute suchen dürfte und es quasi genug offene Stellen gibt, es also einen Mann nicht daran hindert dort eine Stelle zu erhalten.
So ist es.
Die AfD ist eben nicht die Bundeswehr und sollte es niemals sein!
Zitat von WardenWarden schrieb:Es wirkt fast befremdlich diese Argumentation oben zu lesen wenn sie mit simpler Betrachtung oder simplen Gegenfragen quasi zügig oder sofort entkräftet werden kann.
Nur fragt aus der AfD niemand gegen Höcke Kalbitz oder Lehnert gegen!
Nicht mal Meuthen tut das!
Pazderski meines Wissens auch nicht! Gerade Pazderski.
Es herrscht schweigende Zustimmung unter einigAfD.
Weil die von der AfD kein Interesse daran haben, irgendwas in Frage zu stellen, woran die Historisierung des Flügels
hängt.
Zitat von WardenWarden schrieb:Ich würde auch gerne wissen wie er da die Männlichkeit definiert
Es wäre wünscheswert, das zitierfähig zu erfahren.
Das wird bewusst im Vagen belassen...
Oder fehlt dafür einfach Zeit? :D
Lachhaft!


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01.06.2020 um 21:39
@eckhart @Groucho @che71 @Issomad

Bernd Pachal, Afd Verordneter von Marzahn-Hellersdorf wurde jetzt endlich aus dem Dienst als Bundespolizist entlassen. Pachal ist derjenige, der 2016 denn SS-Mann Reinhard Heydrich, auch genannt der Schlächter von Prag, für dessen Politik lobte. Beitrag von tudirnix (Seite 1.839)
Pachal wurde vor einem Monat noch zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.
Als Scharfmacher ist der AfD-Verordnete Bernd Pachal in der Bezirkspolitik von Marzahn-Hellersdorf nicht gerade aufgefallen. Als stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion kam er eher tapsig daher und trug selten Originelles zu den Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung bei. Oft ergriff Pachal am Ende einer langen Debatte das Wort und fasste noch mal zusammen, was andere auch schon gesagt hatten. Substanziell Neues war von ihm kaum zu hören, auf flüchtige Beobachter konnte er wie ein harmloser Zeitgenosse wirken.

Welche Einstellungen Pachal tatsächlich vertritt, leuchtet ein Urteil aus, mit dem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Anfang März letztinstanzlich ein Disziplinarverfahren gegen ihn abgeschlossen hat (hier der Wortlaut). Es endete für den AfD-Politiker mit der Entfernung aus dem Dienst als Bundespolizist - wegen "Verletzung der Pflicht zur Verfassungstreue, Leugnung des Holocausts, Kundgabe antisemitischer Äußerung und Verherrlichung führender Personen des NS-Regimes".
https://www.tagesspiegel.de/berlin/lob-fuer-nazis-leugnung-des-holocausts-berliner-afd-politiker-bernd-pachal-als-bundespolizist-gefeuert/25877424.html
Weiteres ausführlich im Artikel.

Und hier die Entscheidung des OVG zur Entlassung (via Link aus "Tagesspiegel") zum nachlesen:
Entfernung eines Bundespolizisten aus dem Dienst bei Verletzung der Pflicht zur Verfassungstreue, Leugnung des Holocausts, Kundgabe antisemitischer Äußerung und Verherrlichung führender Personen des NS-Regimes
http://gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/ofn/bs/10/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=MWRE200001635&doc.part=L&doc.price=0.0&doc.hl=1#focuspoint


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01.06.2020 um 22:01
Da wir eine Freiwilligenarmee haben, nimmt keine Frau irgendeinem Mann den Platz weg. Die Bundeswehr hat ja eher Nachwuchssorgen, sowohl in Sachen Anzahl, als auch oft in Sachen Niveau.
So lange die Anforderungen für Männer und Frauen in Kampfeinheiten gleich sind, seh ich kein Problem darin, dass es dort auch Frauen gibt. Problematisch wäre nur, wenn unterschiedliche Anforderungen herrschen würden. Aber Grundausbildung ist Grundausbildung etc und da haben bei uns damals auch so einige Herren beim Wandertag gejammert, sich trotz Karte verkaufen oder das Ziel nicht getroffen... da waren einige San Frauen härter drauf als mancher Kamerad im Feld.
Somit ist das Argument nicht wirklich haltbar. Das wäre es nur, wenn (Beispiel Gorch Fock) dort eben diese unterschiedliche Anforderungen in der Ausbildung gewesen wären, was ich mir schwer vorstellen kann.


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01.06.2020 um 23:10
@tudirnix
Entfernung eines Bundespolizisten aus dem Dienst bei Verletzung der Pflicht zur Verfassungstreue, Leugnung des Holocausts, Kundgabe antisemitischer Äußerung und Verherrlichung führender Personen des NS-Regimes
Richtig so. Was das OVG hier entschieden hat, war absolut richtig. Nazis sollten für einen demokratischen Staat, den sie ablehnen, auf keinen Fall arbeiten dürfen, schon gar nicht als Polizist. Das so ein Nazi wie Pachal natürlich wieder in der AfD zu Hause war, ist mal wieder typisch für diesen rechtsextremen braunen Haufen. Da wundert es mich nicht, das sie von seinen Äußerungen wieder mal nichts gewußt haben wollen.


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01.06.2020 um 23:25
@peekaboo
Die Nazi-Huldigungen vom Bernd Pachal sind doch seit Jahren bekannt. Ebenso sein Antisemitismus. Die AfD hielt trotzdem an ihm fest und wählte ihn noch im Mai auch noch zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wieder. Trotz dieses Wissens um ihn. Na, jetzt rückt natürlich die Partei von ihm ab, nachdem das Urteil des OVG Berlin-Brandenburg Pachals Polizeikarriere beendete mit der Begründung des nachweislichen Nazismus und seiner Verfassungsuntreue. Und natürlich, weil der Verfassungsschutz auch ein Auge auf den "gärigen Haufen" hält. Da kann man sich solche offen braune Gestalten nicht mehr leisten. Obwohl, der Machtkampf zeigt ja auch, dass die Höcke Leute so Figuren wie den Kalbitz nicht missen möchten.
So AfD Sternchen wie der Pachal, sind da nur kleine Bauernopfer und ja, er ist dem Parteiausschluss durch eigenem Austritt ja zuvorgekommen.


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02.06.2020 um 01:00
@tudirnix
@eckhart
@Warden
@Groucho
@Issomad
@paranomal
Dann kam das Gespräch auf die Judenvernichtung. Hitler habe vor seiner Wahl auch nicht angekündigt, so viele Menschen umzubringen, hielt einer der Kollegen Pachal vor - worauf dieser sinngemäß antwortete: „hat er ja auch nicht gemacht“ oder „wenn das denn so stattgefunden hat“. Eine direkte Nachfrage, ob das eine Holocaustlüge bedeute, habe er bejaht.

Noch vor Gericht lässt Pachal Zweifel am Holocaust erkennen
Der zweite Kollege wollte es später noch einmal genau wissen und fragte Pachal allein, ob er wirklich glaube, dass der Holocaust nicht stattgefunden habe. Auch das soll Pachal bestätigt haben. Dass er den Gesprächsverlauf rückblickend anders darstellte, nahm ihm das Gericht nicht ab. Der Senat habe "keinen Anlass, an den ausführlichen und konsistenten Zeugenaussagen zu zweifeln", heißt es im Urteil des Oberverwaltungsgerichts. "Die Zeugen haben die Äußerung des Beklagten nach ihren übereinstimmenden Aussagen zweifelsfrei als Leugnung des Holocaust verstanden."
https://www.tagesspiegel.de/berlin/lob-fuer-nazis-leugnung-des-holocausts-berliner-afd-politiker-bernd-pachal-als-bundespolizist-gefeuert/25877424.html

Dieser Heydrich-Liebhaber Pachal lässt aber auch nichts aus ?!
Bei einem Restaurantbesuch merkte Pachal an: "Deutschland ist und war fast immer fremdbestimmt, es gab nur einmal gut 10 Jahre, wo wir es nicht waren." Und in einem Gespräch über Bauarbeiten in der Deutschen Botschaft in Washington sagte er sinngemäß: "Kann ja nichts werden, das hat ja auch ein Jude gebaut".
https://www.tagesspiegel.de/berlin/lob-fuer-nazis-leugnung-des-holocausts-berliner-afd-politiker-bernd-pachal-als-bundespolizist-gefeuert/25877424.html

Und der Pachal wundert sich, das er aus dem Polizeidienst/Beamtenverhältnis entfernt wurde ?
Ein Beamter hat eine besondere Wohlverhaltenspflicht gegenüber dem Staat.
Unter anderem hatte er die Lektüre des Buches "Der Streit um Zion" des Holocaustleugners Douglas Reed empfohlen.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/lob-fuer-nazis-leugnung-des-holocausts-berliner-afd-politiker-bernd-pachal-als-bundespolizist-gefeuert/25877424.html

Wenn man dann noch so ein "Buch" empfielt, als Polizeibeamter ?
Pachal hat genau gewusst wer Reed ist. Diese Buch hat auch einen Alternativtitel:" Der große Plan der Anonymen".

Wikipedia: Douglas Reed

In diesem Link kann man nachlesen, wer Reed war und was er veröffentlicht hat.


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02.06.2020 um 01:15
@che71
Zitat von che71che71 schrieb:Dieser Heydrich-Liebhaber Pachal lässt aber auch nichts aus ?!
Man sollte evtl noch für die Unbedarften erwähnen , wer dieses Nazi-Schwein Heydrich, genannt Schlächter von Prag, war:

Wikipedia: Reinhard Heydrich

Und zur Verdeutlichung Pachals FB Posting: Bild via Artikel vom Tagesspiegel.
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02.06.2020 um 08:42
Es mutmaßt etwas ironisch an, dass sich die Person über durchgehende Fremdherrschaft echauffiert
Zitat von che71che71 schrieb:Bei einem Restaurantbesuch merkte Pachal an: "Deutschland ist und war fast immer fremdbestimmt, es gab nur einmal gut 10 Jahre, wo wir es nicht waren."
und dann anderweitig die von (NS-)Deutschland ausgeübte Fremdherrschaft glorifiziert, wie im Bild über dem Post hier ersichtlich.

Dieses Weltbild, mein Gott. Wie man immer noch 80 Jahre in der Vergangenheit so feststecken kann. Ich halte davon überhaupt nichts und bei allen konservativen Tendenzen, diese Krücke sollte man loswerden. Aber ich erwarte zu viel.

Denn ich bin mir sicher: Lange über meinen Tod hinaus (erwartete Lebensspanne wären noch einige Jahrzehnte, vlt. 3-5 wenn es gut geht) wird uns das wohl noch beschäftigen.

Man sagt zwar "nie wieder" im Sinne einer anhaltenden Erinnerung, um nicht zu vergessen und die Fehler nicht erneut so zu begehen. Aber ich sehe das wiederum mit dem Faktor "Zeit" auch positiv: Zeit kann halt auch schlechte Dinge verblassen lassen. Natürlich gibt es heute noch Leute die noch viel ältere Dinge hochhalten oder ehren, "abfeiern", wie auch immer. Aber das ist abstrakt weniger verbreitet als bei Dingen der Neuzeit. Ich hoffe also, das "Problem" erledigt sich irgendwann von selbst, sodass man sich eher auf die Zukunft und weniger die Vergangenheit konzentriert.

Aber das wird dauern und die Lebensspanne aller hier sicherlich ganz klar übersteigen. Also heißt das, dass man das Problem so gesehen auch nicht aussitzen kann und halt im Hier und Jetzt damit umgehen muss - generell wie auch situationsbedingt. Und so sehr ich mich auch wundere wie man dem Pferd aufsitzen kann - es nützt nichts, Leute eifern dem nach und man muss schauen was man macht.

Weniger abstrakt, heißt das z.B. solche Personen in die Schranken zu weisen und (auch strafrechtlich) zu belangen sobald es relevant und möglich wird.

Man man man - manchmal will man einfach nur brechen.


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02.06.2020 um 09:39
Politiker, die nur die Hälfte erzählen und das Unangenehme unter den Tisch fallen lassen, sind mir die liebsten... so kann man gut verfälschen.

Heydrich als beliebt bei vielen Tschechen zu bezeichnen, ist zunächst mal gar nicht so falsch, wie man denken könnte. Er brauchte die tschechischen Arbeiter für die Rüstungsindustrie und ließ deshalb über kollaborierende Journalisten das Bild des gerechten, anständigen Anführers von sich verbreiten. Dazu ließ er Gehälter und Nahrungsrationen erhöhen. Klingt gut.
Was aber nicht erwähnt wird, ist das Kleingedruckte. Dass das nur so lange gelten sollte, wie man die Arbeiter brauchte und man sich "später um sie kümmern werde". Die ganzen Grausamkeiten? Nicht erwähnt...
Das relativiert die Beliebtheit wieder ganz gehörig und das wussten die Menschen auch.

Und von allem steht davon nichts in dem Beitrag des Herrn. Man behauptet irgendwas, lässt die Hälfte weg und schon klingt es gut. So einem Politiker würde ich keinen Meter über den Weg trauen.

Die Heydrich Biographie von Herrn Gerwarth hätte der Herr besser mal gelesen... oder wenigstens das Lied von Slayer gehört.
Aber der Herr scheint ja gar nichts auszulassen.


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