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AfD

97.266 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

um 11:38
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich sehe keinen Grund, warum CDU oder SPD nicht auch imstande dazu wären können, Gefühle in ihren Wählern zu wecken.
Gefühle weckt man mit Populismus. Nicht mit Fakten. Nicht mit echter Problemlösung. Sondern mit gelogenen Behauptungen.
Deswegen kann eine Partei, die im objektiven Interesse der Allgemeinheit handelt (oder dem zumindest versucht, nahe zu kommen), gar keine guten Bauchgefühle bei einer Vielzahl an Wählern wecken.

Es gibt keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme. Aber einfache Scheinlösungen verfangen eben beim Wähler.


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AfD

um 11:43
Fakten vermisse ich auch bei folgenden Beispielen von Frau Weidel
Bis Dienstagnachmittag dürften außer den Teilnehmern nur die wenigsten mitbekommen haben, was während der Veranstaltung vorgefallen ist. Dann ergreift eine Teilnehmerin des Planspiels bei der Pressekonferenz der AfD-Fraktionschefs Alice Weidel und Tino Chrupalla das Wort. Sie berichtet von rechtsextremen Äußerungen, von einer rassistischen Geste, die gezeigt wurde. Und sie will wissen, wie die AfD-Chefin dazu steht.

Weidel herrscht die junge Frau daraufhin an und berichtet von einer Gruppe junger Menschen, die ihr „Ungeheuerliches“ darüber erzählt hätten, wie sie im Bundestag behandelt worden seien. Ihr sei berichtet worden, „dass ein Mädchen verprügelt wurde, nachdem sie als Nazischlampe hier bezeichnet wurde“, sagt Weidel. Die AfD-Chefin schaukelt sich hoch: Der „Kampf gegen die AfD“ führe dazu, dass politische Straftaten gegen Funktionäre der AfD durch die Decke gingen. Und deswegen würden „Menschen, die einen rechtskonservativen Gedankenkorridor haben, tätlich angegriffen“, sagt Weidel. „Mutmaßlich“, schiebt sie hinterher. Sie sei schließlich nicht dabei gewesen.

Durch Weidels erzürnte Schilderung steht also auf einmal die Frage im Raum, ob eine junge Frau aufgrund ihrer politischen Haltung verprügelt wurde. Und das auch noch bei einer Veranstaltung, die der Deutsche Bundestag organisiert. Das wäre tatsächlich ungeheuerlich. Die Frage ist, ob es stimmt.

White-Power-Zeichen: Teilnehmer wird ausgeschlossen
Was stimmt, ist, dass ein Teilnehmer am Dienstagmorgen von dem Planspiel ausgeschlossen wurde.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/planspiel-bundestag-afd-gewalt-li.3496971


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AfD

um 11:53
Zitat von eckharteckhart schrieb:Fakten vermisse ich auch bei folgenden Beispielen von Frau Weidel
Wenn man in dem Artikel weiterliest, scheint Frau Weidel mal wieder schlicht gelogen zu haben:
Aber was war nun mit der jungen Frau, die angeblich verprügelt wurde? Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung war es jedenfalls kein Linker oder Grüner, der die AfDlerin geschlagen hat. Die körperlichen Auseinandersetzungen, die es gab, hatten selbst nach Aussage eines Beteiligten keinen politischen Hintergrund. Die drei jungen Leute, die in der Nacht im Hotel handgreiflich wurden, kommen aus demselben Lager. Alle drei hatten im Reichstagsgebäude gemeinsam für ein Foto mit der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch posiert.
Quelle: ebenda


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um 11:54
Zitat von eckharteckhart schrieb:Fakten vermisse ich auch bei folgenden Beispielen von Frau Weidel
Das habe ich ausschnittsweise in einem Video gesehen. Ich fand es auch ziemlich übertrieben, wie die junge (erst 16- oder 17jährige) Teilnehmerin des Planspiels von der Weidel angefahren und ihr gleich mit juristischen Maßnahmen gedroht wurde. Es handelte sich wie gesagt um eine Schülerin, bei der man vielleicht nicht gleich die volle Härte eventueller parlamentarischer juristischer Maßnahmen anwenden bzw. androhen sollte, weil sie möglicherweise einen Formfehler begangen hatte (sie hatte eine Frage an Frau Weidel gerichtet und wollte ihre Meinung zu einem rechtsextremistischen Vorfall wissen, ohne gleichzeitig einen wasserfesten Beweis für den Vorfall zu liefern).

Die Weidel hatte auch in dieser Situation gleich wieder ihren üblichen unangenehm streitsüchtig-überheblichen und gleichzeitig wehleidigen Tonfall drauf, den ich persönlich ganz furchtbar finde. Ich kann ihr beim besten Willen nicht länger zuhören (zum Glück waren die Videoausschnitte nicht übermäßig lang).


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um 11:55
Alle drei hatten im Reichstagsgebäude gemeinsam für ein Foto mit der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch posiert.
Dafür war die Deutschlandfahne präsentiert von Frau Storch gut!


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um 11:58
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Gefühle weckt man mit Populismus
Populismus muss nicht schlecht sein, kommt aufs Target an. Aber gut, man möchte - obwohl man weiß wie es zu laufen hat - offenbar den Wähler nicht mehr erreichen.


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AfD

um 12:02
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Populismus muss nicht schlecht sein,
Mir aber fällt kein einziges Beispiel ein, in dem Populismus gut ist.


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um 12:09
Zitat von eckharteckhart schrieb:in dem Populismus gut ist.
Ich denke, das Problem beim Populismus ist, dass er "dem Volk nach dem Mund redet". Soweit so gut, nur ist die Bevölkerung anscheinend oft (zu) leicht zu manipulieren, selbst wenn es gegen deren eigene Interessen geht. Und wenn sich dann in breiten Bevölkerungsschichten noch Verschwörungstheorien, Esoterik, Sündenbockfantasien oder religiöser Fanatismus ausbreiten, dann führt Populismus eher in eine destruktive Richtung.


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um 12:12
Zitat von martenotmartenot schrieb:Und wenn sich dann in breiten Bevölkerungsschichten noch Verschwörungstheorien, Esoterik, Sündenbockfantasien oder religiöser Fanatismus ausbreiten, dann führt Populismus eher in eine destruktive Richtung.
Deshalb ist "Wir sind das Volk" mir 1989 in der Kehle steckengeblieben!
Deshalb habe in ubenötigendes auf Dauer entsorgt!


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AfD

um 12:12
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Populismus muss nicht schlecht sein, kommt aufs Target an.
Für die Wahl in einer Demokratie ist Populismus immer schlecht. Weil man nicht bekommt, was man braucht oder eigentlich möchte - sondern etwas, das sich gut anfühlt aber schadet.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Aber gut, man möchte - obwohl man weiß wie es zu laufen hat - offenbar den Wähler nicht mehr erreichen.
Wie erreiche ich "den Wähler", wenn ich eigentlich faktenbasierte Politik betreiben möchte, aber die Faktenfeinde sich naturgemäß besser anhören?


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AfD

um 12:26
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Wie erreiche ich "den Wähler", wenn ich eigentlich faktenbasierte Politik betreiben möchte, aber die Faktenfeinde sich naturgemäß besser anhören?
Mit Angst.

Hat auch damals schon super funktioniert.


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um 12:39
Zitat von vx110vx110 schrieb:Hat auch damals schon super funktioniert.
Inwieweit ist die AfD mit "damals" assoziiert?


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um 12:46
Ich habe für mich persönlich jetzt entschieden, mit AFD Wählern keinen Kontakt mehr zu wollen.
Das war nicht immer so. Zu Beginn war ich auch Team "miteinander reden" und "Toleranz".
Auch hab ich stets gewürdigt, wenn von einem Vertreter dann doch mal was Vernünftiges kam.
Inzwischen gilt das nicht mehr.
Es gibt für mich nicht einen einzigen akzeptablen Grund mehr, diese Partei zu wählen, oder sonst wie zu unterstützen.
Ein Blick ins Parteiprogramm. Wer dahinter steht, der ist bei mir unten durch.


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AfD

um 12:52
Zitat von vx110vx110 schrieb:Mit Angst.
Genau. Dass angeblich jemand das Schnitzel wegnehmen möchte, dass es nur messerstechende Migranten gibt und dass Habeck kommt, um die Heizung raus zu reißen. Das Spiel mit der Angst hat die AfD in der Tat hervorragend drauf. Und zu viele Leute glauben es.


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AfD

um 12:56
Zitat von philaephilae schrieb:Ich habe für mich persönlich jetzt entschieden, mit AFD Wählern keinen Kontakt mehr zu wollen.
Im normalen Alltag begegnen mir selten AfD-Wähler (zumindest keine, die davon trotzig oder demonstrativ berichten würden). Das liegt auch daran, dass ich in einer Stadt lebe, die nur ca. 6 % AfD-Wähler hat.

In einer AfD-Hochburg würde ich mir wahrscheinlich schwer tun mit sozialen Kontakten. Da bestehen vermutlich meistens zu große Hürden zwischen unseren Ansichten. Abgesehen davon käme auch ich wahrscheinlich nicht gut an.


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AfD

um 13:04
Zitat von eckharteckhart schrieb:Inwieweit ist die AfD mit "damals" assoziiert?
Weiss Ich nicht. Corona war ja auch, sagen wir mal, nicht ganz so sauber.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Und zu viele Leute glauben es.
Ich denke wissen ist besser als glauben.


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AfD

um 13:05
Zitat von vx110vx110 schrieb:Corona war ja auch, sagen wir mal, nicht ganz so sauber.
Naja, was heißt "sauber", und von welcher Seite?

Klar waren die Maßnahmen nicht alle zielführend und teilweise vielleicht übers Ziel hinausschießend, aber es war halt auch niemand darauf vorbereitet und niemand wusste, was man tun sollte, und wie schlimm es werden könnte.


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AfD

um 13:06
Zitat von vx110vx110 schrieb:Weiss Ich nicht. Corona war ja auch, sagen wir mal, nicht ganz so sauber.
Findest Du? Ich fand das in Anbetracht einer Pandemiesituation ziemlich vernünftig. Klar kann man hinterher mit dem Wissen der Erfahrung Fehler finden. Aber in der Situation waren die Maßnahmen weit überwiegend mit Augenmaß getroffen.
Zitat von vx110vx110 schrieb:Ich denke wissen ist besser als glauben.
Wäre schön, wenn das an der Wahlurne auch funktionieren würde.


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AfD

um 13:09
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Findest Du? Ich fand das in Anbetracht einer Pandemiesituation ziemlich vernünftig.
Im weltweiten Vergleich hatten wir es hier meiner Ansicht nach mit moderaten Maßnahmen zu tun. Es gab z.B. nie wirklich harte Ausgangssperren, so wie es sie meiner Erinnerung nach sogar teilweise in Österreich und Frankreich gegeben hat (da musste man für jeden Spaziergang ein Schriftstück dabei haben mit der Erklärung, was man genau vor hatte). Oder wenn ich noch an China denke, wo man die Leute teilweise tagelang in ihre Wohnblöcke eingesperrt hatte.....


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AfD

um 13:09
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Findest Du? Ich fand das in Anbetracht einer Pandemiesituation ziemlich vernünftig.
Es war ein massiver Eingriff in Grundrechte, die wir alle hier verankert haben. Es braucht mir auch keiner irgendetwas erzaehlen, Ich habe es mehrfach damals selbst erlebt. Und diese waren weder vernuenftig, noch gerechtfertigt.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Wäre schön, wenn das an der Wahlurne auch funktionieren würde.
Im Kern scheinen wir vereint.


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