martenot schrieb:Du meinst, das ist das einzige Kriterium, das zählt? Parteiprogramme spielen dabei keine Rolle? Die können behaupten und fordern, was sie wollen, Hauptsache, sie waren noch nicht in der Regierungsverantwortung?
@martenot Ich glaube, dass das tatsächlich ein Aspekt ist. Manchmal hilft ein Blick über Grenzen. In sehr vielen europäischen Ländern hat sich die politische Landschaft durch neue Parteien stark verändert. In Deutschland eigentlich kaum, wenn man den Rohrkrepierer BSW mal auißen vorlässt, wo sie ja auch sind. Es sind nicht immer rechte Parteien, aber die einzige relativ neue Partei hier mit Mandaten ist die AFD.
Die CDU trägt aktuell einen Kanzler auf, dem offenbar jahrzehntelang in der eigenen Partei niemand etwas zugetraut hatte. Und warum? Weil sie sonst kaum jemanden haben.
Viele Menschen wollen Veränderungen. Allerdings erscheinen die Union, SPD, Grüne, teilweise Linke recht wenig unterscheidbar. Nichts verspricht einen Neuanfang. Die SPD beruft sich oft und gerne auf Otto Wels, nichts dagegen, toller Typ. Aber wie lange ist das her?
Und Politiker, die nicht mal mehr ihr eigenes Handeln korrekt benennen, Sondervermögen: Was will man von denen denn erwarten? Nichts.
Ich glaube bei den AFD Wählern nicht mehr an Protestwahl im klassischen Sinne: 'Denen scheiss ich jetzt vor den Koffer und dann tun die wieder ihre Arbeit.' Das hat ja offenbar nicht geklappt.
Warum sollte irgendjemand zur nächsten BTW gehen und die CDU wählen, weil Herr Merz so hervorragend regiert? Das tun allenfalls noch Leute, die ne Wette verloren haben. Oder Leute, die die CDU wählen, damit die AFD nicht regiert. Aber das kann doch nicht das Ziel der Union sein, als etwas weniger schlimm zu gelten als die AFD.