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AfD

99.203 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

um 15:15
Zitat von abberlineabberline schrieb:Das wirkt halt wie ein Konzernchef.
Wobei ich ganz sicher überhaupt kein Fan von Merz bin. Dass der steif rüber kommt, dürfte klar sein, und seine ständige Bürgerbeschimpfung (zu faul, zu oft krank, etc.) hat ihn sicher kaum jemandem sympathischer gemacht. Da frage ich mich schon, wie man ticken muss, um so zu agieren.

Wobei ich halt denke/befürchte, dass die AfD hinter ihren trendigen Bürgerbüros und Internetauftritten am Ende dasselbe über die Leute denkt und die Wähler mindestens genauso drangsalieren wird, wenn sie erst das Sagen hat. Typen wie Siegmund wirken bloß lustiger und leutseliger als Merz.


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AfD

um 15:37
Zitat von martenotmartenot schrieb:Typen wie Siegmund wirken bloß lustiger und leutseliger als Merz.
@martenot

Da hat die AFD einen Vorteil weil es sie noch nicht so lange gibt. Das heisst der Kandidat Mitte 40 war nicht schon mit 15 im 'Ortsverein'. Daher wirken sehr viele AFD Politiker volksnäher, weil sie nicht so viele Jahre in einem Elfenbeinturm verbracht hatten, vom Abitur in ein weiches Studium auf Kosten der Parteistiftung und dann ins Parlament.

Andererseits hat die AFD einen Riesennachteil von dem ich wenig lese. Sie hat sehr wenig Verwaltungsfachleute. Spätestens wenn man eine Straße ausbauen will oder auch nur eine Bushaltestelle verlegen, wäre das von Vorteil.

Was ich mich bei SPD und Union frage: Merz, Scholz, Amthor, Esken, Faehser, Maas, Bas, Klingbeil, Warken, Reiche - ist das wirklich deren ernst? Haben die nichts Besseres oder sind es parteiinterne Strukturen, die immer die Falschen nach oben loben.


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AfD

um 16:10
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Natürlich hat die AFD den 'Vorteil', dass sie bisher -Sonnenberg klammern wir mal aus- nie liefern musste. Insofern kann sich kein Wähler auf dem Weg der erlebten Realitätsprüfung von ihr abwenden, sondern nur aus programmatischen Gründen oder wegen Personen.
Guter Punkt, der sicher auch für andere Parteien gilt: In der Zeit der Ahrtalflut hatte ich mit Grünen-Wählern geredet, die ernsthaft der Meinung waren, die Ahrtalflut wäre unter einer grünen Bundesregierung gar nicht passiert. Da waren die Grünen zu dem Zeitpunkt schon 15 Jahre nicht mehr in einer Bundesregierung gewesen. Längere Abwesenheiten von Regierungsverantwortungen führen eben auch zu großen und variablen Erwartungshaltungen.

Im Falle der Grünen ist die Popularität dann gesunken, weil in der Ampel teils Erwartungen nicht erfüllt werden konnten.

Im Bereich der AfD-Schwesterparteien kann man sich etwa die FPÖ in Österreich angucken, deren beide Regierungsbeteiligungen eher skandalträchtig waren und sie in einem Umfragetief zurückließen. In Schweden oder den Niederlangen ergeht es den Rechtsparteien aktuell ähnlich. Das Tief hielt dann aber dann auch jeweils nur ein paar Jahre an, das gehört zur Wahrheit dazu.

Was ich auch als sehr nachhaltige Gefahr sehen würde, falls die AfD verboten werden würde: Eine Art ewiger Märtyrerstatus, jahrzehntelang zelebriert von ihren 25 bis 30 % Wählern mit einem "Wie toll wär's gewesen, wenn...".
Zitat von martenotmartenot schrieb:Bei den meisten AfD-Wählern hingegen scheint mir die Parteitreue deutlich größer zu sein. Deswegen denke ich, sie werden der Partei auch dann weiterhin treu bleiben, wenn es nach einem Wahlsieg zu Härten und Unannehmlichkeiten aufgrund der von der AfD verhängten Maßnahmen kommen wird.
Teilweise gibt es die beinharten AfD-Ideologen, da stimme ich zu. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass gerade eher allgemein politikverdrossenen Wähler wieder für neue Projektionsfläche bereit wären, sobald die AfD realpolitische Dinge umsetzen muss, die sie nicht billigen. Ich meine, beiden Typen von AfD-Wähler schon mal kennengelernt zu haben.

Gerade im Osten konnte man bei der Linken der 2000er-Jahre oder auch beim BSW in den letzten Jahren oft sehen, wie schnell Protestwähler wieder weg waren, sobald die Partei in die Landesregierungen hereinging und da Kompromisse schließen musste.


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AfD

um 16:18
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Was ich mich bei SPD und Union frage: Merz, Scholz, Amthor, Esken, Faehser, Maas, Bas, Klingbeil, Warken, Reiche - ist das wirklich deren ernst? Haben die nichts Besseres oder sind es parteiinterne Strukturen, die immer die Falschen nach oben loben.
Ich befürchte letzteres. Da kommt auch aus der nächsten Reihe vermutlich nur auf Linie rangezüchtetes Personal. Und das macht gar nichts besser.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Da hat die AFD einen Vorteil weil es sie noch nicht so lange gibt. Das heisst der Kandidat Mitte 40 war nicht schon mit 15 im 'Ortsverein
Dennoch die Frage - wie stehen diese Leute zur Philosophie von Friedman und Co und will der durchschnittliche Wähler das ernsthaft? Und warum wird das von den anderen Parteien nicht angesprochen. Einst wurden Bundestagswahlen gewonnen, gegen die Ideen eines Professors aus Heidelberg.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Da frage ich mich schon, wie man ticken muss, um so zu agieren.
Völlig weltfremd in der eigenen Luxus-Blase?
Zitat von martenotmartenot schrieb:am Ende dasselbe über die Leute denkt und die Wähler mindestens genauso drangsalieren wird, wen
Auch hier wieder der Neoliberalismus.
Im Rekurs auf Javier Milei schreibt die Bundestagsfraktion, dass nur eine „konsequente staatliche Sparsamkeit und entschlossene Deregulierung einen ökonomischen Richtungswechsel ermöglichen“ würde
...
Er forderte in seiner Präsentation die Erhöhung der Lebensarbeitszeit von 15 Prozent auf 20 Prozent. „Deutschland ist absoluter Weltmeister in nicht arbeiten“, geißelte Pillkahn. Seinem Vorschlag folgend, müsste entweder ein Drittel mehr pro Woche gearbeitet werden – 53-Stunden – oder entsprechend länger auf die Rente gewartet werden.

Pillkahn fordert auch, die Ausgaben der Bundesbehörden, Landkreise und Städte, Hochschulen, Großforschungseinrichtungen, Verbände, Kammern und Innungen um 30 Prozent zu senken
Quelle:
https://taz.de/Marktradikaler-Redner-bei-AfD-Stiftung/!6201174/

Taz hin oder her. Hätte auch in der Financial Times stehen können. Wie stehen die Wähler zu solchen Vorschlägen?


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AfD

um 16:57
Zitat von martenotmartenot schrieb:Naja, wie gesagt, in Ermangelung besserer Alternativen wählen manche eben nach wie vor die SPD.
720.000 Rassisten und Faschisten aus der SPD-Wählerschaft haben die AfD gewählt.
Die Regierungspartei SPD verlor bei dieser Bundestagswahl massiv an Stimmen und fuhr ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949 ein. Neben der Union, an die die Partei die meisten Stimmen verlor, wanderten 720.000 Wähler von der SPD zur AfD ab.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/waehlerwanderung-bei-der-bundestagswahl-2025-an-wen-die-spd-stimmen-verlor-und-wo-die-afd-gewann-a-d897db41-0136-4007-b0f4-532b616ae057


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AfD

um 17:16
Nur fünf Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter haben bei der Landtagswahl noch die SPD gewählt, 37 Prozent dagegen die AfD.
...
Seit 2001 hat die SPD in der Arbeiterschaft stetig Stimmen verloren. Als 2016 im Land zum ersten Mal die AfD zur Wahl stand, wanderten viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dorthin ab
Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/spd-verliert-ihren-status-der-arbeiterpartei-an-afd-100.html
@behind_eyes
Ist nicht wirklich verwunderlich. Die SPD ist inzwischen eher ne Partei des öffentlichen Dienstes und der Oberstudienräte.
Und trifft den Nerv nicht mehr, so lange sie so bleiben. Für Linke zu sehr Abnickaugust der CDU in Sachen Sozialabbau, mit Energiewende verbinden viele klassische
Arbeiter Existenzängste, Genderzeugs ist zu akademisch, Migrationspolitik zu lasch uswusw.
Und ich befürchte, die Chefetage ist wirklich verwundert, dass die Partei kaum Stimmen bekommt.


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AfD

um 18:22
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ist nicht wirklich verwunderlich. Die SPD ist inzwischen eher ne Partei des öffentlichen Dienstes und der Oberstudienräte.
Schwenkt jetzt ab, aber die SPD hat sich durch ihre Realitätsverweigerung disqualifiziert. Siehe Ricarda Lang, die mach eigener Aussage retrospektive nicht mehr geglaubt was sie alles vor laufender Kamera erzählt hat. Der innerparteiliche Liniendruck muss heftig sein.


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AfD

um 18:45
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:die SPD hat sich durch ihre Realitätsverweigerung disqualifiziert. Siehe Ricarda Lang
Die ist sogar so heftig durch den SPD-Parteidruck durchgedreht, dass sie felsenfest davon überzeugt war Mitglied bei den Grünen zu sein. Und das so krass, dass das in einer Art Gruppenpsychose auch alle Journalisten, die Mitglieder der beiden Parteien und sogar der Bundeswahlleiter geglaubt haben. Schon krass.


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AfD

um 18:48
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die ist sogar so heftig durch den SPD-Parteidruck durchgedreht, dass sie felsenfest davon überzeugt war Mitglied bei den Grünen zu sein.
Ach wie geil, der geht auf mich :-)))))
Ich tausche Lang mit Faeser, aber die glaubt noch dran.


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