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AfD

99.425 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

gestern um 15:17
Und weil ich es schon lang nicht mehr geschrieben habe, und es mal wieder Zeit wird: was den AfD-Wählern hier unterstellt wird, ist größtenteils Schwachsinn. 90 Prozent (mindestens) der Wähler sind einfach nur gegen die ungezügelte immigration und sehen in der AfD die einzigen, die imstande sind, das zu stoppen. Und wenn dann immer gesagt wird: tut die cdu doch schon, ändert auch nichts, dann kann ich dazu nur sagen: too little, too late. Und wenn man immer hört, ist doch schon um 30 Prozent zurückgegangen: 30 Prozent weniger von viel zu viel ist immer noch ne ganze Menge.


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gestern um 15:30
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Staatsform wollen ja beide Parteien nicht abschaffen.
Die AfD steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Das ist noch nicht endgültig gerichtlich geklärt, aber trotzdem in vielen Bundesländern der Grundtenor der Behörden.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Dieses "Denkzettel" Narrativ halte ich für völlig falsch.
Es ist im Osten nicht abzustreiten, dass es dieses Denkzettel-Motiv weiterhin gibt. Die Unzufriedenheit ist tatsächlich sehr groß. Ich empfehle hierzu einmal Ingmar Stadelmann anzuhören. Er hat ja ein gutes Stimmungsbild als Ossi einfangen können.

Ich bin aber komplett bei Dir, dass die Faschisten und Rassisten sich nun bei der AfD tummeln.
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Rassisten kann (und wird es mMn) auch bei den Grünen geben und es gibt sie definitiv auch bei den Linken. Sprich alle Parteien haben sowas unter ihren Mitgliedern.
Exakt, die Ausprägung ist nicht abhängig vom Parteibuch.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Gelernt habe ich, es sind halt einfache Arbeiter die nichts dafür können, bei denen verfängt sowas halt. Der Rest ist halt einfach dumm.
Einfache Botschaften verfangen bei einfachen Menschen. Wer keine wissenschaftliche Problemlagen oder Herangehensweisen kennt, der wird sich nie mit Details beschäftigen.

Das soll nur darauf hinweisen, dass man diese Menschen durchaus mit einfachen Botschaften auch wieder abholen kann. Warum haben die SPD gewählt? Weil die was für Ihren Geldbeutel getan haben. Seit Gerd eben nicht mehr und deswegen gehts abwärts.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Es gibt also größere Wählerschaften mit Zustimmung zum Gefühl der Benachteiligung und Ungerechtigkeit.
Ja, wie oben beschrieben ist das an vielen Orten in Ostdeutschland spürbar. Hat mit der Realität nichts zu tun, aber das Gefühl ist nun in die Köpfe gesetzt worden.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Selbst mit Fakten kann man da nicht kommen, der schaltet bei solchen Informationen einfach auf stur.
Ja, dieses immer Recht behalten wollen. Wir sind nicht mehr in der Lage, Fehleinschätzungen zu korrigieren. Woher kommt das?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es kann einfach nicht jeder herkommen und so behandelt werden, als wäre er hier schon jahrzehntelang Beitragszahler der will.
Erzähle das mal den Leuten im Osten. Die haben auch nicht gezahlt. Wurden mit Billionen gepimpert und jammern immer noch herum.
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:90 Prozent (mindestens) der Wähler sind einfach nur gegen die ungezügelte immigration und sehen in der AfD die einzigen, die imstande sind, das zu stoppen.
Die AfD ist keine Lösung für Probleme und die Migration in den Osten findet nicht statt. Da will keiner hin und mit einer AfD erst recht nicht!


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gestern um 15:35
@sacredheart

Stimmt, die AfD ist nicht gewachsen, weil sie für Arbeitskraftgeberinteressen steht, sondern weil sie 'nen Sündenbock liefert...

Die These vom "Freibier für alle" ist meines Erachtens falsch, denn das Sozialsystem ist nicht überlastet, weil zu viele kommen, sondern weil zu wenige zahlen. Das heißt, die Reichen entziehen sich der Solidarität und die Lohnabhängigen tragen die Last.... Das ist der Punkt und die AfD und viele ihrer Sympathisanten nutzen die Angst vor Verteilungskämpfen, aber sie bietet keine Lösung, sie bietet nur Feindbilder....
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Lieder singen kann ja jeder, besser sie würden selbst Brot backen. Das würde uns alle voranbringen. Meinetwegen können die beim Backen auch Singen.

Für.diejenigen, die gern singen, aber keine Ahnung vom.Backen haben, gibt es ja das Programm 'Demokratie singen... ich meine leben'.
Singen allein reicht nicht, das stimmt, aber wer das Brot backt, hat auch die Macht, zu entscheiden, wie es verteilt wird....

Das Problem ist nicht, dass die Leute nicht backen, sondern dass sie nicht die Bäckerei besitzen...

Wer nur singt, aber nicht die Produktionsmittel kontrolliert, bleibt ein angestellter Sänger.

Die Frage ist also nicht, ob sie beim Backen singen, sondern ob sie die Bäckerei leiten und das ist keine Frage der Stimme, sondern des Eigentums...


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gestern um 15:36
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Die AfD ist keine Lösung für Probleme und die Migration in den Osten findet nicht statt. Da will keiner hin und mit einer AfD erst recht nicht!
Merkst du was? Man will keine Migration-> man wählt AfD -> man bekommt keine Migration.


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gestern um 15:52
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Es ist im Osten nicht abzustreiten, dass es dieses Denkzettel-Motiv weiterhin gibt.
Ich will nicht ausschließen, dass es solche Menschen gibt, aber ich halte deren Zahl für nicht nennenswert.
Ich bin überzeugt, derjenige, der AfD wählt, wählt die, weil er die geil findet.


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gestern um 15:56
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Ja, wie oben beschrieben ist das an vielen Orten in Ostdeutschland spürbar
Jep, immer mehr auch im Westen, siehe Studie und Wählerzahlen West.


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gestern um 16:00
Tja, es gibt ja Menschen, die glauben, wenn die AfD erstmal regiert, erledigt sich das schnell, weil sie die Erwartungen noch weniger erfüllen kann, als die etablierten Parteien.

Ich halte das zwar für Wunschdenken und noch dazu die Vorstellung einer regierenden AfD für beängstigend, aber zumindest auf Landesebene werden wir wohl bald herausfinden, ob an dieser Idee etwas dran ist...wird sich wohl nicht mehr verhindern lassen.


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gestern um 16:02
@stereotyp
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:90 Prozent (mindestens) der Wähler sind einfach nur gegen die ungezügelte immigration und sehen in der AfD die einzigen, die imstande sind, das zu stoppen.
Diese 90% der AfD-Wähler, die da aus Protest gegen Migration wählen, vergessen aber, dass der Arbeiter aus Syrien, aus Afghanistan oder aus der Ukraine nicht ihr Feind ist, sondern sich in derselben Lage befindet, wie sie, denn er arbeitet genauso wie sie für 'nen Lohn, er kämpft um 'ne Wohnung und auch er will seine Kinder satt kriegen, denn auch er gehört zur Arbeitklasse...

Die AfD redet ihren Wählern ein, dass er das Problem ist, aber das Problem sitzt nicht bei ihm, das Problem sitzt oben....

Wer das nicht sieht, kämpft gegen den falschen Feind...


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gestern um 16:06
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Diese 90% der AfD-Wähler, die da aus Protest gegen Migration wählen, vergessen aber, dass der Arbeiter aus Syrien, aus Afghanistan oder aus der Ukraine nicht ihr Feind ist, sondern sich in derselben Lage befindet, wie sie, denn er arbeitet genauso wie sie für 'nen Lohn, er kämpft um 'ne Wohnung und auch er will seine Kinder satt kriegen, denn auch er gehört zur Arbeitklasse...
Das ist die andere Seite, nämlich die der Wahrheit. Dabei wissen wir längst das Wahlkänpfe sich nicht unbedingt an der Wahrheit orientieren....dem muss man sich stellen, es hilft nicht zu sagen die AfD hat Unrecht..darum geht bei Wählerzahlen eben nicht aber die sind entscheidend. Akademische Ansätze wie deiner und viele andere haben in Wahlkämpfen leider nichts zu suchen, das interessiert die große Masse nicht.


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AfD

gestern um 16:07
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Man will keine Migration-> man wählt AfD -> man bekommt keine Migration.
Damit fängt man allerdings nur simple Gemüter Spoileroder massiv Inselverarmte.
Die lernen dann auf die harte Tour, z. B. wenn an allen Ecken und Enden Dienstleister fehlen.


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AfD

gestern um 17:20
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die These vom "Freibier für alle" ist meines Erachtens falsch, denn das Sozialsystem ist nicht überlastet, weil zu viele kommen, sondern weil zu wenige zahlen.
@peekaboo

So kann man es durchaus sehen. Aber auch da lohnt der Blick auf die, die gekommen sind. Von denen hängen viele zu viele an Sozialleistungen. Das betrifft ja nicht mal nur diejenigen, die nichts tun.

Das betrifft auch sehr viele Noedriglöhner und Aufstocker und natürlich erst recht Großfamilien, die hier mit einem Mini Job als Anker ankommen.

Damit mache ich dem Niedriglöhner keinen Vorwurf, im Gegenteil aber insgesamt helfen fiskalisch gesehen nur Nettozahler.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Das heißt, die Reichen entziehen sich der Solidarität und die Lohnabhängigen tragen die Last.... Das ist der Punkt und die AfD und viele ihrer Sympathisanten nutzen die Angst vor Verteilungskämpfen, aber sie bietet keine Lösung, sie bietet nur Feindbilder....
Verteilungskämpfe sind nur Unsinn, die auf der Grundidee 'Sozialneid' gepaart mit der absurden 'Nullsummentheorie' basieren. Die Idee, das Wirtschaftswachstum (oder auch Wohnungsbau) durch Enteignungen entstehen, haben Menschrn, die sich mit dem Hammer kämmen, exklusiv.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Das Problem ist nicht, dass die Leute nicht backen, sondern dass sie nicht die Bäckerei besitzen...

Wer nur singt, aber nicht die Produktionsmittel kontrolliert, bleibt ein angestellter Sänger.
Was hindert sie denn, das Handwerk zu erlernen und eine aufzumachen? Der Bäcker, der eine besitzt und sie nicht geerbt hat, hat das ja auch geschafft.

Wir müssen nicht Mangel verteilen, sondern Erfolg generieren.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ich bin überzeugt, derjenige, der AfD wählt, wählt die, weil er die geil findet.
Ich habe schon sehr verschiedene Parteien gewählt, aber nie weil ich Parteien 'geil' fände, sondern weil sie situativ als das geringste Übel erschien. Ich denke, das ist bei sehr Vielen Hauptmotiv, unabhängig von der Partei.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die AfD redet ihren Wählern ein, dass er das Problem ist, aber das Problem sitzt nicht bei ihm, das Problem sitzt oben....
Jetzt machst Du es Dir zu einfach. Du machst den Fehler, AFD Wähler für blöd zu halten, weil Du die Partei ablehnst. Sie bedenken vielleicht, dass die Beschäftigungsquote bei Afghanen 41% und bei Syrern bei 47% liegt und das sogar incl geringfügiger Beschäftigung. Damit trägt die Gesamtheit der Afghanen weniger bei als sie entnimmt.

Auch ohne Hass und Rassismus kann man feststellen, dass uns das nicht weiterbringt.


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gestern um 17:34
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich habe schon sehr verschiedene Parteien gewählt, aber nie weil ich Parteien 'geil' fände, sondern weil sie situativ als das geringste Übel erschien.
Über das Wort will ich nicht streiten, im Kern scheinen wir derselben Meinung zu sein.


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gestern um 17:39
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Über das Wort will ich nicht streiten, im Kern scheinen wir derselben Meinung zu sein.
Etwas geil finden und etwas als geringstes Übel betrachten ist für dich im Kern dasselbe?
Alter,…


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gestern um 17:40
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich habe schon sehr verschiedene Parteien gewählt, aber nie weil ich Parteien 'geil' fände, sondern weil sie situativ als das geringste Übel erschien.
Hältst du unter den aktuellen Bedingungen die Unterstützung von Rechtsextremen für das geringste Übel?


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gestern um 17:43
Zitat von emanonemanon schrieb:Hältst du unter den aktuellen Bedingungen die Unterstützung von Rechtsextremen für das geringste Übel?
@emanon

Na wenn Du schon so persönlich fragst, stehen bei mir gar keine Wahlen an.

Aktuell würde ich allerdings den Schwerpunkt setzen: Rückkehr der FDP in die Parlamente.


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gestern um 17:48
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Etwas geil finden und etwas als geringstes Übel betrachten ist für dich im Kern dasselbe?
Ja, in diesem Fall bedeutet es : Man wählt die Partei, die einem am nächsten ist (und eben nicht aus "Protest")
DAS ist der gemeinsame Kern


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gestern um 18:16
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ja, in diesem Fall bedeutet es : Man wählt die Partei, die einem am nächsten ist (und eben nicht aus "Protest")
DAS ist der gemeinsame Kern
Ok. Aber deshalb in jedem AfD-Wähler einen rassisten/faschisten zu sehen ist ähnlich schwachsinnig wie aus jedem grünen-Wähler ne vegane transe zu machen.


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gestern um 18:23
@stereotyp
Welche Gründe fallen dir ein, die AfD zu wählen, wenn man kein Rassist (Xenophober), Faschist, Neider oder Inselverarmter ist?


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gestern um 18:39
@emanon
Thread verfolgen hilft…


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gestern um 19:15
@emanon
Die Frage ist meines Erachtens falsch gestellt... Die AfD wird nicht nur von Rassisten gewählt, sondern von Menschen, die das Gefühl haben, dass das System nicht für sie funktioniert... Sie haben Angst vor sozialem Abstieg, sie sehen, dass ihre Löhne stagnieren, während zum Beispiel die Mieten steigen.... Sie suchen nach einem Schuldigen und die AfD bietet ihnen einen... Das hat nichts mit Rassismus zu tun, es hat mit Verzweiflung zu tun...


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