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AfD

98.047 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

um 17:24
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Doch, aber die AfD ist nicht im Höcke oder in der Kotre?
Willst du damit sagen, der Kopf des rechten Flügels der AfD ist ein Pinocchio? Gilt das dann auch für Chrupalla, der millionenfache Abschiebungen ankündigt?

Sagst du damit, die AfD macht das selbe, wie alle anderen Parteien? Dinge versprechen, die sie auf jeden Fall nicht halten können?


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AfD

um 17:27
@Wutbürger
Deine Inhaltsangabe zum Video ist mir nicht ausführlich genug, deswegen kann ich auf deine Einwürfe nicht gut eingehen.

Ich hab mir das mal angesehen und komme zu dem Schluss, dass er die Aussagen der Influencerin sehr gut einordnet, auch was die Einordnung der Regierung betrifft:
Sozialabbau ist rechts.
Die Zusammenarbeit mit Ahmed al-Scharaa ist rechts.
Die Grenzen sind bewacht.
Arbeitgeber werden in den Hintern getreten.
Die Aussage zum Stadtbild.
Arschkriechen bei Superreichen.
Das sind alles rechte Positionen.

Dann nimmt er noch ihre Lügen auseinander, zum Beispiel, dass hier Menschen eingeflogen werden.
Und es wurden vermehrt Menschen abgeschoben und Merz pusht das weiter.

Sie befindet sich eben so dermaßen weit rechts, dass sie alles dahinter als links betrachtet.

Aber genug davon, hier geht es um die AfD und nicht um die wirren Ansichten einer rechten Streamerin, die von Marcant gedebunked wird, was manch einer vielleicht nicht wahrhaben will oder erfassen kann.
Interessierte können sich ja selbst ein Bild davon machen, indem sie sich das Video ansehen.

---

Kommen wir wieder zur AfD:

Ich hab einen Liveticker zum bevorstehenden Parteitag in Erfurt gefunden und hoffe, dass dieser auch während der Veranstaltung aktualisiert wird:
Ticker am Donnerstag: Das passiert in Erfurt vor dem AfD-Parteitag

Die AfD trifft sich am 4. und 5. Juli in Erfurt zu ihrem Bundesparteitag. Neben dem Bündnis "Widersetzen" haben auch Gewerkschaften, die Linken, die Grünen und andere zu Protesten aufgerufen. 35.000 bis 50.000 Demonstrantinnen und Demonstranten werden erwartet. Zudem laufen die Vorbereitungen für die Domplatz-Konzerte am Freitag und Samstag. Die Polizei erhöht ihre Präsenz in der Stadt.
Quelle:
https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/polizei-parteitag-sperrung-demo-,liveticker-afd-parteitag-110.html

Die neuste Meldung daraus:
Gedenkstättendirektor Jens-Christian Wagner warnt vor AfD Parteitag

Der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, hat die AfD erneut scharf kritisiert. Die AfD sei aus seiner Sicht eine Gefahr für die Demokratie und betreibe eine gezielte Verfälschung der Geschichte, sagte er auf Instagram.

Kritisch sieht Wagner vor allem die Wahl von Ort und Datum. Der Parteitag beginnt am 4. Juli - genau 100 Jahre nach einem NSDAP-Reichsparteitag, der am 4. Juli 1926 in Weimar stattfand. Wagner vermutet, dass die AfD damit bewusst ein Signal an rechtsextreme Kreise senden wolle.

Die Messe als Veranstaltungsort hatte dem MDR mitgeteilt, dass die AfD den Zeitraum Ende Juni bis Mitte Juli angefragt hatte. Sie hatte nach eigenen Angaben aber nur dieses Wochenende noch frei.

Der Historiker wirft der Partei außerdem vor, die Erinnerung an die NS-Verbrechen immer wieder infrage zu stellen. Führende AfD-Politiker bezeichneten die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit häufig als "Schuldkult". Damit würden die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlost, so Wagner.

Zudem widerspricht er der Ansicht, dass der Erfolg der AfD vor allem wirtschaftliche Ursachen habe. In den Programmen und Positionen der Partei gebe es deutliche Bezüge zu einem völkischen Weltbild, das bereits im frühen 20. Jahrhundert verbreitet gewesen sei, sagte Wagner. Er selbst wird am Samstagvormittag während des AfD-Parteitags vor dem Messegelände Erfurt sprechen.
Quelle:
https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/polizei-parteitag-sperrung-demo-,liveticker-afd-parteitag-110.html
(02.07.2026, 16:35 Uhr)

Ich finde es sehr gut, dass der Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora auf das Datum hinweist:
Wer es jetzt immer noch nicht rafft, der rafft es nie.
Ich könnte mir vorstellen, dass viele AfDler in sich hinein kichern, weil sie denken, sie hätten mit der Wahl des Datums einen tollen Insiderwitz gerissen, der es den links-grün Versifften so richtig zeigt. Vielleicht heben auch einige den rechten Arm vor Freude, wer weiß?


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AfD

um 19:28
Zitat von LepusLepus schrieb:Deine Inhaltsangabe zum Video ist mir nicht ausführlich genug, deswegen kann ich auf deine Einwürfe nicht gut eingehen.

Ich hab mir das mal angesehen und komme zu dem Schluss, dass er die Aussagen der Influencerin sehr gut einordnet, auch was die Einordnung der Regierung betrifft:
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und alle, aus seiner Sicht rechten Punkte aufgelistet:

Gegen Arbeitnehmer
Für Kriegstüchtigkeit
Für Wehrpflicht
Zusammenarbeit mit Al Sharra
Abschiebung
Grenzschutz
Sozialstaatabbau
Verschlechterung der Lage für Sozialgeldempfänger
Aussagen wie Stadtbild
Steuergeschenke für Unternehmen
Unterstützung für Superreiche
Null Ambitionen die (Superreichen) zu besteuern
Familiennachzug wird erschwert


Wenn ich dann das Thema Stadtbild und Zusammenarbeit mit Al Sharra ausklammere, weil keine strukturellen Themen, dann bleibt im Wesentlichen das übrig, was es für einen nachhaltig funktionierenden Staat ungefähr braucht:

Gegen Arbeitnehmer> da weiß ich nicht was er damit meint? Lohnnebenkosten steigen für Sozialversicherungen die nicht mehr gehalten werden können.

Für Kriegstüchtigkeit > Hat glaube weniger mit links oder rechts zu tun, sondern mit der Einschätzung wie es im Osten weitergeht. Jedenfalls nicht explizit rechts

Für Wehrpflicht> s.o.

Abschiebung> geht um Glaubwürdigkeit und nicht um das Recht des Stärkeren oder Dreisteren> sollte Konsens zw. links und rechts sein.

Grenzschutz> s.o.

Sozialstaatabbau > ja, teilweise - aber aufgrund der (nicht mehr) Finanzierbarkeit

Verschlechterung der Lage für Sozialgeldempfänger > ja, aber in erster Linie bei den Leistungsträgern (z.B. Aufhebung der Übergangsfrist und deutliche Reduzierung des Schonvermögens), also nicht rechts

Steuergeschenke für Unternehmen> es gibt keine SteuerGESCHENKE. Es ist in erster Linie die Frage, wie kann ich die Arbeitsplätze erhalten (also zumindest in linkem Interesse)

Unterstützung für Superreiche> wo bekommen die Unterstützung? Die Versteuerung ist nicht angemessen, das ja.

Null Ambitionen die (Superreichen) zu besteuern> Stimmt so nicht- ist eine Abwägung (siehe Volksentscheid CH mit Argumenten dazu)

Familiennachzug wird erschwert> Ja, die Kommunen sind am Ende und können kaum ihre laufenden Kosten stemmen. Hat nichts mit links oder rechts zu tun, sondern damit dass der Bund seine Entscheidungen selbst nicht mehr finanzieren kann (und abwälzt).



Man kann diese meinung gerne haben- aber andere als dumm zu bezeichnen, die auch die Konsequenzen zu Themen beleuchten, ist eben auch sowas in der Art, meinetwegen naiv.


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AfD

um 19:35
Kritisch sieht Wagner vor allem die Wahl von Ort und Datum. Der Parteitag beginnt am 4. Juli - genau 100 Jahre nach einem NSDAP-Reichsparteitag, der am 4. Juli 1926 in Weimar stattfand. Wagner vermutet, dass die AfD damit bewusst ein Signal an rechtsextreme Kreise senden wolle.

Die Messe als Veranstaltungsort hatte dem MDR mitgeteilt, dass die AfD den Zeitraum Ende Juni bis Mitte Juli angefragt hatte. Sie hatte nach eigenen Angaben aber nur dieses Wochenende noch frei.
Abschnitt eins und zwei zusammen lesen, dann sollte sich das klären lassen.


Bedenklich ist aber speziell diese Aussage:
Wagner vermutet, dass die AfD damit bewusst ein Signal an rechtsextreme Kreise senden wolle.
Was soll das für ein Signal sein? Ich habe oben schon erläutert, dass der historische Bezug sich nur herstellen lässt, wenn man ihn unbedingt herstellen will.
Rechtsextreme Kreisen muss man kein Signal senden- sie wählen auch ohne das Datum die AfD. Es ist doch lächerlich und unglaubwürdig, diese sinnfreien Mutmaßungen anzustellen.


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AfD

um 19:55
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Abschnitt eins und zwei zusammen lesen, dann sollte sich das klären lassen.
Die Veranstalter hätten sicherlich auch einen anderen Termin finden können oder einen anderen Ort, um diesen historischen Bezug eben nicht herzustellen.
Hat man aber nicht, warum nur?
Und wie gesagt:
Zitat von LepusLepus schrieb:Wer es jetzt immer noch nicht rafft, der rafft es nie.



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AfD

um 20:04
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ich habe oben schon erläutert, dass der historische Bezug sich nur herstellen lässt, wenn man ihn unbedingt herstellen will.
Der historische Bezug muss nicht konstruiert werden, er ist gegeben.
Oder möchtest du das leugnen?
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Es ist doch lächerlich und unglaubwürdig, diese sinnfreien Mutmaßungen anzustellen.
Steht dir absolut frei, das für dich so zu labeln.
Interessiert mich persönlich halt nicht die Bohne.


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AfD

um 20:20
Zitat von emanonemanon schrieb:Der historische Bezug muss nicht konstruiert werden, er ist gegeben.
Oder möchtest du das leugnen?
Ja sicher nicht! Sicher werde ich nicht ausgerechnet an dem Tag, an dem sich der Tag zum 63. mal jährt und den wichtigsten Friedensschluss der neueren deutschen Geschichte begründet, wegen sowas einen Konflikt beginnen.

'63 war ein historisches Jahr zwischen uns und unseren französischen Nachbarn und dass es ausgerechnet - und genau 63 Jahre gemeinsame Zeit (abgesehen von Fußball) ist dich ein Grund mit gutem Roten anzustoßen 🥰


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AfD

um 21:04
Das ist doch auch die offiziell ausgegebene Sicht:
Der Dresdner Historiker Jörg Ganzenmüller sprach von einem bewussten symbolischen Akt. An die rechtsextreme Szene, der die Geschichte der NSDAP geläufig sei, sende die AfD ein Signal der Verbundenheit, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Öffentlich wahre sie die Fassade der Bürgerlichkeit, indem sie sich ahnungslos gebe und die historische Bedeutung herunterspiele.
Quelle: Rechtsextremismus - Geplantes AfD-Bundestreffen am 100. Jahrestag des NSDAP-Parteitags: Kritik hält an https://share.google/BQDsEAP7p39vijf2q

Wäre ja noch schöner, wenn die AfD solche Termine miede, um erst gar nicht in Verdacht zu kommen...


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AfD

um 21:40
Öffentlich wahre sie die Fassade der Bürgerlichkeit, indem sie sich ahnungslos gebe und die historische Bedeutung herunterspiele.
Quelle: https://share.google/BQDsEAP7p39vijf2q

So wie Höcke?
Der wusste ja angeblich auch nicht, dass er da eine SA-Parole absonderte.
Dass es ihm mehrfach passierte, könnte ein Anzeichen dafür sein, dass allabendlich seine körpereigene Festplatte gelöscht wird.
Oder er halt eine üble rechtsextreme Gestalt ist.
Oder ...

@Wutbürger
:palm:


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AfD

um 21:42
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Was soll das für ein Signal sein? Ich habe oben schon erläutert, dass der historische Bezug sich nur herstellen lässt, wenn man ihn unbedingt herstellen will.
Ja, wie eh und je, alles nur ganz blöde Zufälle…
Es wäre mal erfrischend, wenn die AfD-Fans mal Rückgrat beweisen würden und sich mal trauen würden, auch mal ganz leichte Kritik an der Lieblingspartei zu üben.
Das ist ja zuweilen fanatischer als MAGA.

Oder einfach mal ganz offen dazu stehen, dass sie kein Problem mit rechtsextremer Symbolik und Parolen haben.

Alles besser als diese immer gleiche Schmierentheater.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Wäre ja noch schöner, wenn die AfD solche Termine miede, um erst gar nicht in Verdacht zu kommen...
Eben. Natürlich hat es Symbolik und wurde genau deswegen so gewählt. Immerhin ist es auch die Partei, die eine andere Erinnerungskultur will…


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