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AfD

98.741 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

um 12:55
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Die demokratische Parteienlandschaft hat einiges mehr herzugeben als die extremen Ränder.
Ja, aber wenn "Demokratie" selber zum Kampfbegriff geworden ist, welcher für etwas steht, was zu bekämpfen gilt, weil es eben das arrogante westdeutsche Altparteien-System repräsentiert, dann wählt man eben die Partei, die sich als Fundamental-Opposition gegen das Establishment versteht und inszeniert, auf dass dann die "Demokratie" von den vermeintlichen Klüngel-Eliten des "tiefen Staates" befreit und auf diese Weise dann erst zur "echten" Demokratie wird.

Klar, es ist eine Verschwörungs-Erzählung, aber sie ist inzwischen erfolgreich verankert und zeigt politische Wirkkraft. Da kommt man mit Rationalität nicht mehr an. Da müssen wir wohl erst mal durch, bis sich der Zeitgeist wieder ändert, nachdem der Rausch vorbei ist.


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AfD

um 13:12
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:weil es eben das arrogante westdeutsche Altparteien-System repräsentiert, dann wählt man eben die Partei, die sich als Fundamental-Opposition gegen das Establishment versteht und inszeniert
Selbst dann noch, wenn hochrangige Vertreter dieser Partei (im Osten bspw. Höcke, Reichardt, Tillschneider usw.) aus ebenjenem Westdeutschland stammen bzw. dort gelebt haben?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Da kommt man mit Rationalität nicht mehr an.
Ja, möglich.


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AfD

um 13:13
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich bin wirklich gespannt auf die Wahlen im September...
Ja, wir sehen den weiteren Verfall der Demokratie, weil a) die Politik der Union die Verdrossenheit weiter steigert und b) viele Ossis einfach Demokratie nicht können.
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Vielleicht sucht man auch einfach nur nach fadenscheinigen Gründen, um vor sich selbst zu rechtfertigen, dass man Bock auf Rechtsextremisten hat.
Man hat Bock seinen Alltagsrassismus endlich mal wieder ausleben zu dürfen. Wieder auf andere einschlagen zu dürfen, weil man seit Jahren in die Fresse bekommen hat. Die Franzosen stellen sich dann gegen die Regierung, wir treten nur weiter nach unten.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Was weißt Du denn über Entwicklungs-Chancen in ländlichen Regionen?
Wie sollen die denn aussehen? Es gibt nur wenige Städte im Osten, welche als Leuchttürme die umliegenden Regionen tragen. Der Rest ist einfach nicht mehr tragbar in der Zukunft. Das ist ein Trend, den wirst du und die Politik nicht aufhalten können.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Mal bitte etwas mehr Respekt und weniger Arroganz den Leuten gegenüber, die in solchen Regionen leben (müssen) und trotzdem ihren Alltag hinbekommen, ohne in Alkoholismus und Selbstmitleid zu versinken!
Ich habe noch Respekt gegenüber den Menschen dort, die nicht solche Deppen wie die AfD wählen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Vor allen Dingen hat man Bock, das etablierte System kaputt zu machen, da es für alles steht, was den Osten mit seinen Regionen abgehängt werden ließ.
Demokratie ist kein betreutes Wohnen wie die DDR! Da gehört viel mehr Ehrgeiz, Fleiss und Mut dazu. Das hat die Diktatur vielen einfach nicht mit auf den Weg gegeben. Jetzt scheitern sie an sich selbst und wählen Versager in die Ämter.


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um 13:14
Wenn Du in Deinen Posts die ganze Zeit von der AfD redest, warum verwendest Du ihren Namen nicht? @Neustarter ?
Die AfD ist hier Topic, darf ich daran erinnern?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:aber der destruktive Impuls ist ein anderer.
Auch hier keine Namensnennung.
Welcher ist ein anderer?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Das ist mittlerweile zu einer Art Kulturkampf geworden: "Wir gegen die." Das hat mit rationalem Denken und vernünftigem Handeln nichts mehr zu tun. Hier geht es nur noch um Rache-Gefühle, die befriedigt werden wollen.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Was die Faschisten betrifft, sind sie nach 1990 in den Osten eingewandert und haben hier die Strukturen aufgebaut, die kurz darauf zu den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen geführt haben. Aus diesem Pool rekrutierten dann DVU und NPD später ihre Gefolgschaften. Auch das war noch lange vor der Gründung der AfD.

Bitte hör damit auf, hier offensichtlichen Unsinn zu posten
Gibt nicht die AfD ihren Vorgängern die Schuld, @Neustarter ?


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AfD

um 13:25
Zitat von VespasianVespasian schrieb:
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:eil es eben das arrogante westdeutsche Altparteien-System repräsentiert, dann wählt man eben die Partei, die sich als Fundamental-Opposition gegen das Establishment versteht und inszeniert
Selbst dann noch, wenn hochrangige Vertreter dieser Partei (im Osten bspw. Höcke, Reichardt, Tillschneider usw.) aus ebenjenem Westdeutschland stammen bzw. dort gelebt haben?
Ja, selbst dann noch.
Wie @Vespasian ja schrieb: Die AfD inszeniert sich entsprechend und die Wähler glauben es.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Ja, wir sehen den weiteren Verfall der Demokratie, weil a) die Politik der Union die Verdrossenheit weiter steigert und b) viele Ossis einfach Demokratie nicht können.
Genau das und es macht mir Sorgen.
Jetzt nicht nur für Ostdeutschland, sondern für ganz Deutschland.


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AfD

um 13:26
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Selbst dann noch, wenn hochrangige Vertreter dieser Partei (im Osten bspw. Höcke, Reichardt, Tillschneider usw.) aus ebenjenem Westdeutschland stammen bzw. dort gelebt haben?
Das sind dann eben die "Guten", die den Osten verstanden haben. Höcke sagte doch neulich etwas davon, dass die Ostdeutschen die wahren Deutschen sind, die deutsch sprechen, während die Westdeutschen inzwischen zu Amerikanern geworden sind, die deutsch sprechen. Über derlei Bauchpinselei freut man sich doch ...
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wie sollen die denn aussehen?
Aha, also weißt Du nichts darüber. Dann solltest Du vielleicht doch mal selber hinfahren und Dich kundig machen, was z.B. in Sachsen-Anhalt oder in Thüringen hinsichtlich Investitionen so läuft und geplant ist. Bis dahin darfst Du Dein Pauschalurteil
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Der Rest ist einfach nicht mehr tragbar in der Zukunft.
gern für Dich behalten, wenn es zu mehr bei Dir nicht reicht.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Ich habe noch Respekt gegenüber den Menschen dort, die nicht solche Deppen wie die AfD wählen.
Kann man irgendwie Deinen Pauschalurteilen nicht entnehmen. Na ja ...
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Jetzt scheitern sie an sich selbst und wählen Versager in die Ämter.
Und auch das wieder nur ein vorverurteilendes Pauschalurteil ohne Substanz, aber dafür mit ganz viel Überzeugung und noch mehr Arroganz. Na ja, wer's braucht ...
Zitat von eckharteckhart schrieb:Die AfD ist hier Topic, darf ich daran erinnern?
Selbstverständlich darfst Du.


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um 13:34
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Selbstverständlich darfst Du
Dann glaube ich auch, dass Du noch ausreichend unkonkret bist.
Auch wenn ich immer noch raten muss, was
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Das nimmt man zwar in Kauf, aber der destruktive Impuls ist ein anderer.
ist.


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um 13:38
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 09.05.2026:Der primäre Impuls ist ein destruktiver: man will den etablierten Parteien deutlich machen, dass man sie nicht mehr in Verantwortung wissen will. Man ist mit ihnen fertig, schätzt sie als Versager ein und lehnt damit zugleich das politische System ab, welches durch diese Parteien repräsentiert wird.
Beitrag von Neustarter (Seite 4.902)

@eckhart


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um 13:42
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 09.05.2026:Man ist mit ihnen fertig, schätzt sie als Versager ein und lehnt damit zugleich das politische System ab, welches durch diese Parteien repräsentiert wird
Wie weit, vermutest du, geht die Ablehnung des bestehenden politischen Systems?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb am 09.05.2026:Der primäre Impuls ist ein destruktiver: man will den etablierten Parteien deutlich machen, dass man sie nicht mehr in Verantwortung wissen will
Um das zu tun, muss man meines Erachtens keine Rechtsextremen wählen/unterstützen. Ich könnte mir vorstellen, dass da auch noch andere Beweggründe eine Rolle spielen.


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um 13:48
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:eitrag von Neustarter (Seite 4.902)
Ich werde mit Sicherheit nicht die Sezession durchforsten, noch Neue Rechte rechtfertigen, aber schreibe der IB ins Stammbuch, dass ich mehrmals am Tag meine Identität wie meine Kleidung wechsle.


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um 14:07
Zitat von emanonemanon schrieb:Wie weit, vermutest du, geht die Ablehnung des bestehenden politischen Systems?
Das ist schwer einzuschätzen, da es da graduelle Unterschiede gibt. Ich vermute, die allermeisten würden sich mit dem System, wie es jetzt ist, im Großen und Ganzen arrangieren - nur eben mit stärker autoritären Möglichkeiten des Durchregierens, um bestimmte Ziele zu erreichen. Der Rechtsstaat stört da nur, so dass er eben zurechtgestutzt gehört, aber nicht abgeschafft. Das liefe dann auf Reform hinaus und wäre noch nicht per se verfassungsfeindlich, aber dennoch grenzwertig zu beurteilen.

Ein kleinerer Anteil würde sich mit stärker autoritären Strukturen bis hin zu diktaturähnlichen Strukturen anfreunden können, wo ein "starker Mann" für Recht und Ordnung sorgt und reguläre Polizeikräfte mittels "Bürgerwehr" verstärkt werden, die dann mit entsprechenden Befugnissen ausgestattet werden, um für "Ruhe und Ordnung" zu sorgen. Hier wird dann der Rahmen der Verfassung überschritten und läuft auf eine Abschaffung der FDGO hinaus.

Wenn ich schätzen muss (ich habe da aber kein belastbares Zahlenmaterial), würde ich ca. 10 Prozent der AfD-Wählerschaft zum verfassungsfeindlichen Teil zuordnen und 90 Prozent zum verfassungsreformorientierten Teil, den ich zuerst beschrieben hatte. Ist aber wie gesagt nur eine Schätzung, die sich aus dem ergeben hat, was man im "Volk" so reden hört.
Zitat von emanonemanon schrieb:Um das zu tun, muss man meines Erachtens keine Rechtsextremen wählen/unterstützen.
Na ja, welche Partei ist denn in den Umfragen gerade am angesagtesten, um diesem Impuls mit größtmöglicher Wirkung nachzugeben? Die PDS ist Geschichte und eine weitere Protestpartei noch nicht in Sicht, die die AfD mal in dieser Funktion beerben könnte.


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um 14:08
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ich werde mit Sicherheit nicht die Sezession durchforsten, noch Neue Rechte rechtfertigen, aber schreibe der IB ins Stammbuch, dass ich mehrmals am Tag meine Identität wie meine Kleidung wechsle.
Genau. Und wieder mal geht es um etwas ganz anderes ...


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um 14:14
@Neustarter
Stärker autoritäre Strukturen bis hin zum "starken Mann" können natürlich dafür sorgen, dass Abläufe schneller verändert/Dinge schneller umgesetzt werden können.
Aber im Hinterkopf ist zu behalten, dass das nicht unbedingt immer die sind, die man selbst gerade gerne hätte, und halt ebenso schnell einem auch Dinge/Prozesse oktroyiert werden können, die man gar nicht haben will.
Sollte man bei der Unterstützung solcher Strukturen immer mit bedenken.


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um 14:28
Zitat von emanonemanon schrieb:Aber im Hinterkopf ist zu behalten, dass das nicht unbedingt immer die sind, die man selbst gerade gerne hätte, und halt ebenso schnell einem auch Dinge/Prozesse oktroyiert werden können, die man gar nicht haben will.
Ja, wie gesagt, mit Rationalität kannst Du bei den Leuten nicht mehr landen. Die meisten sind deutschnational und erhoffen sich Dinge und Prozesse, die sie selber nicht auf unangenehme Weise betreffen werden. Wenn es "die Ausländer" trifft, ist das in deren Sinne, wobei mit "Ausländer" insbesondere Leute aus muslimisch geprägten Ländern gemeint sind, die das "Stadtbild" stören. Mit "Fidschies" und "Negern" kann man sich zum Teil noch arrangieren, aber "Araber" sind hier unerwünscht und gehören remigriert - die will man hier nicht mehr haben, und genau dafür wählt man dann die, von denen man erhofft, dass die das dann auch durchziehen werden.

Das ist dann der alltagsrassistische Hintergrund, der zusätzlich noch die AfD-Wählerschaft pusht. Nicht ohne Grund ist die AfD erst 2015 stark geworden, als in Dresden die Pegida-Spaziergänge an Zulauf gewannen (und Frauke Petry dadurch erst Aufwind bekam und Lucke schassen konnte) sowie ab August/September die Grenzen für Flüchtlinge geöffnet worden sind. Das war der Moment, wo die Stimmung contra Merkel und in der Folge contra Establishment gekippt ist und die AfD als vermeintlich alleinige Interessensvertretung der "Deutschen" in Deutschland hochstilisiert wurde.


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um 14:33
Der Zinnober in Marl geht weiter:
Begleitet von heftigen Tumulten und lauten Beschimpfungen hat die nordrhein-westfälische AfD die Benennung ihrer Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr fortgesetzt. Ein Antrag, den Parteitag in Marl abzubrechen, bekam keine Mehrheit. Zahlreiche Vertreter des Lagers hinter der Bundesvorsitzenden Alice Weidel verließen daraufhin unter Protest den Saal. Das Lager um den Landesvorsitzenden Martin Vincentz nutzt diese Situation nun, um die Liste im Eiltempo mit Kandidaten aus den eigenen Reihen zu füllen.
Das passt der rechten Alice und einigen anderen anscheinend nicht in den Kram.
Vincentz schrieb außerdem, dass im AfD-Bundesvorstand „dem Vernehmen nach“ am Montag über die Absetzung des NRW-Landesvorstands beraten werden solle. „Einer Amtsenthebung eines Landesvorstands, der nichts anderes tut, als geltendes Wahl- und Satzungsrecht zu befolgen, fehlt jede Grundlage - sie wäre ein Rechtsverstoß des Bundesvorstandes“, schrieb Vincentz.
https://rp-online.de/politik/deutschland/afd-nrw-vincentz-kritisiert-spitze-parteitag-geht-weiter_aid-151655577

@Neustarter
Danke für die Einschätzung.


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um 14:41
Zitat von emanonemanon schrieb:Das passt der rechten Alice und einigen anderen anscheinend nicht in den Kram.
Schade, dass es im "Sommerloch" stattfindet. Ende August wäre im Hinblick auf die Wahlen in ST und MV vielleicht augenöffnender gewesen. Mal schauen, wie das für Weidel und Chrupalla ob fehlender Führungsstärke ausgeht. Eventuell ist das ja der Auftakt zur erwarteten Weidel-Dämmerung, die ohnehin bald anstehen dürfte, da sie aufgrund ihres Lebensstils nicht in das traditionsorientierte Raster passt, was seitens der AfD programmatisch angestrebt wird. Ich nehme da allmählich ein Flügelschlagen wahr ...
Zitat von emanonemanon schrieb:Danke für die Einschätzung.
Gerne.


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um 14:42
@Lepus
Zitat von LepusLepus schrieb:Die Merz-Regierung hat ja schon das Klimaprogramm gekürzt.
Es ist ein Problem von allen Parteien und die, die etwas gegen die Klimakatastrophe unternehmen wollen, haben zu wenig oder gar keinen Einfluss.
Ich hoffe, das ändert sich, auch wenn es bereits zu spät ist.
Vielen Dank für den Beitrag. Das ganze dürfte uns vermutlich noch "ordentlich um die Ohren fliegen".

Volle Zustimmung – und die Faktenlage dahinter ist tatsächlich erdrückend:
Ausgerechnet in der Woche, in der Copernicus einen historischen Meerestemperatur-Rekord im wichtigsten Klimaüberwachungsgebiet meldet (übertrifft die bisherigen Rekordjahre 2023/2024, zeitgleich mit dem einsetzenden Super-El-Niño), beerdigt der Bundestag das wirksamste deutsche Klimagesetz.

Quelle: https://www.cleanthinking.de/meerestemperatur-rekord-juni-2026/
Das GModG wurde am 10. Juli 2026 verabschiedet – die 65%-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch fällt komplett weg, ebenso das Betriebsverbot für fossile Heizungen ab 2045.

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/heizungen-bundestag-beschliesst-neues-heizungsgesetz-15827445.html

Und das Bemerkenswerte: Begründet wird das immer mit angeblichem Widerstand der Bevölkerung. Eine aktuelle Studie der Ruhr-Uni Bochum und der Leuphana Uni Lüneburg zeigt aber das Gegenteil – Politiker unterschätzen die Zustimmung zu wirksamem Klimaschutz systematisch, und zwar am stärksten bei den Maßnahmen, die am wirksamsten wären. Fast jeder zweite Deutsche wäre sogar bereit, finanziell beizutragen – Politiker schätzten das auf nicht mal jeden Fünften.

Quelle: https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-06-23-studie-deutsche-politiker-unterschaetzen-die-unterstuetzung-fuer-klimaschutz
Die "Klimaschutz-Müdigkeit" ist also zu großen Teilen eine politische Ausrede, kein reales Stimmungsbild. Und das betrifft, wie du sagst, längst nicht nur eine Partei – es ist ein strukturelles Problem, dass die, die etwas verändern wollen, zu wenig Einfluss haben.

So gesehen wäre ich definitiv nicht der einzige, der die aktuelle Regierung auf dem falschen Dampfer wähnt.

Und hier sind noch 4 stichhaltige Argumente, warum selbst klassische AFD Wähler und die AFD selbst dringend umdenken und umlenken sollten und müssen;

1. Kosten fürs eigene Geldbeutel / Eigentum
Eine GWS-Studie beziffert die volkswirtschaftlichen Klimaschäden in Deutschland 2025–2050 auf rund 690 Mrd. Euro – besonders betroffen: Landwirtschaft, Gesundheit, Versicherungen. Die Klimaschäden haben sich seit 1980 verfünffacht.

Quelle: https://www.gdv.de/gdv/themen/klima/klimafolgenanpassung/versicherungswirtschaft-von-klimafolgeschaeden-besonders-betroffen-188608
Wer ein Haus besitzt (klassisch ein "Eigentums-Argument", das auch konservative Wähler anspricht): Versicherungsprämien gegen Elementarschäden steigen, weil Extremwetter zunimmt – und nur die Hälfte der Wohngebäude ist überhaupt entsprechend versichert. Das ist kein abstraktes Weltklima-Argument, sondern ein "dein Haus, deine Prämie"-Argument.

Quelle: https://correctiv.org/aktuelles/klimawandel/2025/07/29/unversichert-in-der-klimakrise-kommunale-gebaeude-ohne-schutz/

2. Landwirtschaft – klassische AfD-Wählerklientel im ländlichen Raum ist direkt betroffen: Dürren, Ernteausfälle, Wasserknappheit treffen Bauern konkret und ökonomisch, nicht abstrakt.

3. Energiesicherheit / Souveränität
Ein Argument, das eigentlich gut zu nationalstaatlichem Denken passt: Wer auf heimische Erneuerbare setzt, macht sich unabhängiger von Gas- und Ölimporten (Russland, Nahost) und volatilen Weltmarktpreisen. Das ist ein Souveränitäts-Argument, kein grünes Gewissensargument.

4. Kommunale Haushalte / Steuergeld
Wenn Kommunen ihre Gebäude aus Kostengründen nicht mehr gegen Extremwetter versichern, zahlt im Schadensfall am Ende der Steuerzahler – ein Argument, das bei fiskalkonservativen Wählern eigentlich zieht.
Quelle: https://correctiv.org/aktuelles/klimawandel/2025/07/29/unversichert-in-der-klimakrise-kommunale-gebaeude-ohne-schutz/
Der Kern: Man muss den Klimaschutz nicht moralisch, sondern als Kosten-, Eigentums- und Sicherheitsfrage rahmen – das trifft auch Leute, die von "Klimahysterie" nichts hören wollen.


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AfD

um 14:48
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Dann solltest Du vielleicht doch mal selber hinfahren und Dich kundig machen, was z.B. in Sachsen-Anhalt oder in Thüringen hinsichtlich Investitionen so läuft und geplant ist.
Da ist nichts geplant und wenn etwas kommt, stehen die Wutbürger Schlange. Welches Investitionsprojekt soll denn da ein Leuchtturm werden?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Und auch das wieder nur ein vorverurteilendes Pauschalurteil ohne Substanz
Nein, das beruht auf den Nachwahlanalysen zu AfD-Wählern. Die passen wunderbar in das gezeigte Bild.
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:nur eben mit stärker autoritären Möglichkeiten des Durchregierens, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Was demokratiefeindlich ist - ein Punkt, den der gemeine AfD-Wähler nicht umreissen kann.
Zitat von ForesterForester schrieb:Das GModG wurde am 10. Juli 2026 verabschiedet – die 65%-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch fällt komplett weg, ebenso das Betriebsverbot für fossile Heizungen ab 2045.
Mal schauen ob es zur Klar vor dem Verfassungsgericht kommt. Dieses hat ja explizit der Regierung Klimaschutz ins Gebetsbuch geschrieben. Damit sind fossile Heizungen ab 2040 nicht mehr zulässig.
Zitat von ForesterForester schrieb:Begründet wird das immer mit angeblichem Widerstand der Bevölkerung.
Ersetze Bevölkerung durch Lobbyisten - in Politik und Wirtschaft.


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AfD

um 14:50
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Da ist nichts geplant und wenn etwas kommt, stehen die Wutbürger Schlange.
Es wird nicht besser, wenn Du hier diesbezüglich weiterschreibst. Lassen wir das, denn es führt zu nichts ...


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AfD

um 15:03
Zitat von ForesterForester schrieb:Aber ein EU-Austritt würde die Klimaverpflichtungen nicht beseitigen – Deutschland bliebe weiter an das Pariser Abkommen gebunden, nur ohne die wirtschaftlichen Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Ein Austritt käme laut ifo-Institut sogar teurer, wie die Brexit-Berechnung zeigt (andere Nettozahler müssten den Ausfall kompensieren):
Ein EU Austritt wäre auch ziemlich idiotisch, auch wenn die EU reformiert gehört.
Das wäre für Deutschland genauso bescheuert, wie ein Nato Austritt.
Ganz unabhängig davon, dass Deutschland natürlich auf mehr erneuerbare Energien setzen sollte, für die Zukunft


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