AfD
gestern um 23:38@Lanza
"38 Millionen" vs. 38 Milliarden
Erstmal: Es geht um Milliarden, nicht Millionen – falls das kein Tippfehler war, ist das eine Verharmlosung um Faktor 1000.
"Wer fordert das? Die EU. Wer zahlt am meisten? Wir also austreten?"
Das ist ein Non-Sequitur. Die Strafzahlungen entstehen, weil Deutschland die EU-Klimaziele (Effort Sharing Regulation) verfehlt und dann Emissionszertifikate von Staaten zukaufen muss, die ihre Ziele übererfüllt haben – unabhängig vom EU-Nettobeitrag. Deutschland ist zwar tatsächlich der größte Nettozahler der EU, mit rund 13,1 Milliarden Euro 2024 (vor Frankreich mit 4,8 Milliarden):
https://www.iwkoeln.de/studien/berthold-busch-bjoern-kauder-samina-sultan-wer-ist-nettozahler-wer-nettoempfaenger.html
Aber ein EU-Austritt würde die Klimaverpflichtungen nicht beseitigen – Deutschland bliebe weiter an das Pariser Abkommen gebunden, nur ohne die wirtschaftlichen Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Ein Austritt käme laut ifo-Institut sogar teurer, wie die Brexit-Berechnung zeigt (andere Nettozahler müssten den Ausfall kompensieren):
https://de.statista.com/infografik/amp/5084/deutschland-wuerde-am-meisten-draufzahlen
"Kann Deutschland überhaupt etwas bewirken?"
Deutschland lag 2024 bei einem globalen CO2-Anteil von rund 1,3–1,5 Prozent und ist der größte Emittent unter den europäischen Ländern:
https://www.wiwo.de/politik/ausland/co2-ausstoss-deutschlands-der-eu-weltweit-im-laendervergleich-2026/29263872.html
Klingt klein, aber: Deutschland hat nur 1,07% der Weltbevölkerung – der Emissionsanteil ist also überproportional hoch, und pro Kopf liegt Deutschland deutlich über dem globalen Durchschnitt:
https://www.basicthinking.de/blog/2024/11/26/2-prozent-der-weltweiten-emissionen-auch-deutschlands-co2-anteil-ist-relevant/
Und das "unser Anteil ist zu klein"-Argument ist ein klassisches Kollektivgüter-Problem: Gilt für praktisch jedes Land außer China und den USA – wenn alle so argumentieren, passiert nichts.
"38 Millionen" vs. 38 Milliarden
Erstmal: Es geht um Milliarden, nicht Millionen – falls das kein Tippfehler war, ist das eine Verharmlosung um Faktor 1000.
"Wer fordert das? Die EU. Wer zahlt am meisten? Wir also austreten?"
Das ist ein Non-Sequitur. Die Strafzahlungen entstehen, weil Deutschland die EU-Klimaziele (Effort Sharing Regulation) verfehlt und dann Emissionszertifikate von Staaten zukaufen muss, die ihre Ziele übererfüllt haben – unabhängig vom EU-Nettobeitrag. Deutschland ist zwar tatsächlich der größte Nettozahler der EU, mit rund 13,1 Milliarden Euro 2024 (vor Frankreich mit 4,8 Milliarden):
https://www.iwkoeln.de/studien/berthold-busch-bjoern-kauder-samina-sultan-wer-ist-nettozahler-wer-nettoempfaenger.html
Aber ein EU-Austritt würde die Klimaverpflichtungen nicht beseitigen – Deutschland bliebe weiter an das Pariser Abkommen gebunden, nur ohne die wirtschaftlichen Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Ein Austritt käme laut ifo-Institut sogar teurer, wie die Brexit-Berechnung zeigt (andere Nettozahler müssten den Ausfall kompensieren):
https://de.statista.com/infografik/amp/5084/deutschland-wuerde-am-meisten-draufzahlen
"Kann Deutschland überhaupt etwas bewirken?"
Deutschland lag 2024 bei einem globalen CO2-Anteil von rund 1,3–1,5 Prozent und ist der größte Emittent unter den europäischen Ländern:
https://www.wiwo.de/politik/ausland/co2-ausstoss-deutschlands-der-eu-weltweit-im-laendervergleich-2026/29263872.html
Klingt klein, aber: Deutschland hat nur 1,07% der Weltbevölkerung – der Emissionsanteil ist also überproportional hoch, und pro Kopf liegt Deutschland deutlich über dem globalen Durchschnitt:
https://www.basicthinking.de/blog/2024/11/26/2-prozent-der-weltweiten-emissionen-auch-deutschlands-co2-anteil-ist-relevant/
Und das "unser Anteil ist zu klein"-Argument ist ein klassisches Kollektivgüter-Problem: Gilt für praktisch jedes Land außer China und den USA – wenn alle so argumentieren, passiert nichts.
