Ulrich Siegmund war bei Lanz und es ist nicht gut gelaufen..
Es geht um den 100-Tage-Plan der AfD.
Als erstes steigt er damit ein, dass er mindestens zwei Ministerien auflösen will (später spricht er nur noch von "zusammenlegen"), Lanz fragt ihn welche Ministerien es sind, aber darauf hat Siegmund keine Antwort und redet sich mit einer "Überraschung" raus, die man ja auch noch haben muss.
Ich vermute mal, dass er die Bildung und den Verfassungsschutz verhackstücken will.
Dann kommt die Sprach auf den Personalmangel, den die AfD hat, weil sie vermutlich nicht so viele stramme Rechte haben, um die Stellen zu besetzen. Also machen sie das, was die CDU auch so gerne macht: Freunde und Verwandte kreuzanstellen, um Steuergelder einzusacken.
Dann redet Siegmund irgendwas darüber, dass die Wähler nicht interessieren täte, was für Ministerien zusammengelegt werden würden.
Die Leute würden sich dafür interessieren, wie wir (damit meint er die AfD) die Inflation in den Griff bekommen.
Aber das sind bundespolitische Maßnahmen, die Inflation kann er in Sachsen-Anhalt nicht lösen.
Dann spricht Herr Siegmund von "Ehrlichkeit".
:DDann wird noch davon phantasiert, dass es Geld gibt für jedes Kind, das es kostenloses Schulessen geben wird und so weiter.
Aber konkret sagen wie man das bezahlen will - nö.
Aber man muss ja nur was versprechen und wird trotzdem gewählt, kennen wir schon seit Jahren von de CDU - und dann von "Ehrlichkeit" sprechen.
:DLanz: "Mich würde interessieren, was genau drin steht in ihrem Wahlprogramm, die Dinge, die Sie versprechen, wie setzen Sie die um?"
Siegmund redet sich wieder raus: "So schnell wie möglich setze ich um, dass ich alles, was ich einsparen kann, einspare."
Und dann redet er von einem "alternativen Haushalt"!
:DLanz fragt nach diesem "alternativen Haushalt" und auch darauf kann Siegmund nicht antworten, weil ihm das jetzt nicht vorliegt, sagt er.
Kennt sein eigenes Programm nicht oder gibt es diese Phantasiezahlen noch gar nicht?
Ursula Weidenfeld (Wirtschaftsjournalistin und Mitbegründerin der "Financial Times Deutschland") geht darauf ein und spricht die Biersteuer an, die die AfD in SA abschaffen will, das steht auch im Parteiprogramm.
Frau Weidenfeld sagt, dass dadurch Millionen Euro dem dem Haushalt des Landes flöten gehen.
Und was meint Herr Siegmund dazu? Er will sich rausreden, dass das ja nur ein Scherz war!
:DSiegmund: "Das war eine anekdotische humorvolle Auseinandersetzung beim Plenum."
Frau Weidenfeld: "Steht aber in Ihrem Programm drin."
Ist also das Parteiprogramm ein Scherz? Könnte man meinen.
Frau Weidenfeld geht dann nochmal die Kosten für alles durch, was die AfD so in ihrem Programm verspricht, auch dass sie neue Polizisten ausbilden will, wofür kein Geld da ist und kommt zu dem Schluss, dass die AfD ein Glaubwürdigkeitproblem hat.
Und dann kommt der Hammer, den ich im Video am wichtigsten fand.
Frau Weidenfeld sagt ab ca. Minute 21:
"Sie müssen dieses Geld doch aufbringen, um Ihren Wählern und Wählerinnen und Ihren Bürgern auch zeigen zu können, dass Sie handeln können, wenn Sie dann nur stehen als neuer Ministerpräsident und sagen: "Boah, die sind alle so fies zu uns in Berlin und auch der Bundesrat will gar nicht so wie ich will."
Darauf meint Herr Siegmund:
"Ja, aber das wird so kommen."
AHA!
Ich habe auch den Eindruck, dass die AfD jetzt schon das Narrativ "Wir wollen ja, aber wir müssen das langsam machen und mal schauen und wenn es nicht klappt, sind nicht wir Schuld sondern DIE DA OBEN!" aktiviert, um sich hinterher damit rausreden zu können, wenn man versagt und nichts umgesetzt wird!

Sachsen-Anhalt: AfD-Programm überhaupt finanzierbar? | Markus Lanz vom 02. Juli 2026
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