peekaboo schrieb:Reformen, die alle Schichten gerecht belasten, wirds nicht geben solange der Staat die Interessen der Kapitaleigentümer vertritt... Der Staat reformiert nicht, um gerechter zu werden, er reformiert, um die Bedingungen der Kapitalverwertung zu sichern....
So wird's wohl sein.
Dann brauchen die sich aber nicht wundern wenn die Bevölkerung, die nicht zur Elite gehört, Frust entwickelt und In Folge dessen Extreme wählt (Linke oder Rechte), jedenfalls von der Mitte nichts mehr wissen will.
peekaboo schrieb:Die AfD ist nicht die Ursache der Krise, sie ist sozusagen ihr Ausdruck.
da kann ich dir nur zustimmen.
peekaboo schrieb:Das heißt, sie existiert, weil die etablierten Parteien die Interessen der Lohnabhängigen nicht vertreten und sie wächst, weil die Menschen das Gefühl haben, dass das System nicht für sie funktioniert...Die AfD nutzt diese Unzufriedenheit, aber sie schafft sie nicht....sie ist also das Fieber, nicht die Krankheit.... Die Krankheit ist ein System, das immer mehr Menschen ausschließt, während es die Reichen reicher macht....Wer die AfD bekämpfen will, muss die Ursache bekämpfen, nicht das Symptom..
wie wahr.
Aber leider werden diese einfachen Wahrheiten (Mechanismen) seitens vieler Politiker nicht verstanden. Und sie "haschen nach Wind", indem sie sich nur mit an der AfD abarbeiten, anstatt zu hinterfragen, was sie selbst falsch machten und anschließend richtig machen könnten.
sacredheart schrieb:Der jährliche Bevölkerungszuwachs Afrikas liegt bei knapp 90 Mio. Es kann einfach nicht jeder herkommen und so behandelt werden, als wäre er hier schon jahrzehntelang Beitragszahler der will.
Permanent Freibier für jeden der will hält keine Gaststätte aus.
Das formuliert nun mal nur die AFD, manchmal auch die Union, nimmt es dann aber schnell wieder zurück wegen des zarten Pflänzchens 'Koalitionspartner'.
Dass am Ende Bedürftige immer weniger aus der Sozialschatulle bekommen, wenn zwar jeder reingreifen kann, aber immer weniger etwas hineinlegen, ist ja keine Raketenwissenschaft....
-> "Das formuliert nun mal nur die AFD"
Mir scheint, inzwischen formulieren das auch zunehmend andere Parteien. Aber es gab tatsächlich mal Zeiten, da wurde das wirklich nur seitens der AfD so unverblümt ausgesprochen. Und das war eben ein Fehler, dies nur der AfD zu überlassen (damals).
-------------------------------
Optimist schrieb:Reformen, die z.B. nicht nur die Schwächen belasten, sondern gerechterweise alle Schichten
Röhrich schrieb:Reformen sollten eigentlich alle Bürger entlasten und nicht belasten...
Steuererhöhungen und Streichung von Leistungen sehe ich nicht als Reform, das ist genau das Gegenteil, man verweigert sich dringenden Reformen.
Eines aber können die Regierungen der letzten Jahre, kreativ mit Begriffen umgehen Sondervermögen, Reformen etc.
So kann man das natürlich auch sehen.
Aber irgendwo muss ja andererseits gekürzt werden, wenn das Geld Mangelware ist...