@emanon
emanon schrieb:Wer aus Angst vor sozialem Abstieg die AfD wählt, fällt für mich in die gleiche Kategorie wie die, die die AfD wegen ihrer Wirtschaftskompetenz unterstützen.
Das ist eine sehr bequeme Kategorisierung. Sie reduziert die AfD Wähler auf ihre Motivation und macht sie zu einer homogenen Masse, aber die Realität ist meines Erachtens ein bisschen komplexer... Menschen wählen aus unterschiedlichen Gründen. Manche aus Angst, andere aus Wut, wieder andere aus Hoffnung auf Veränderung... Die AfD bedient all diese Gefühle. Sie vereinfacht die Welt in Gut und Böse.... Das ist ihr Erfolgsrezept...
@Optimist
Optimist schrieb:So wird's wohl sein.
Dann brauchen die sich aber nicht wundern wenn die Bevölkerung, die nicht zur Elite gehört, Frust entwickelt und In Folge dessen Extreme wählt (Linke oder Rechte), jedenfalls von der Mitte nichts mehr wissen will.
Der Frust ist berechtigt, weil die Politik immer wieder die Interessen der Reichen bedient.... Das sich dann Menschen extremen Parteien zuwenden, ist die logische Folge, aber wer glaubt dass die AfD eine Lösung ist, hat sich getäuscht.... Sie wird nicht gegen das System kämpfen, sie wird es verschärfen....
Die Linke hingegen ist auch keine Lösung, weil sie sich längst angepasst hat. Sie ist eine bürgerliche Partei geworden, die das System nicht infrage stellt und die Mitte hat versagt, aber die Extreme sind keine Alternative.... Die Frage ist nicht, ob man extrem wählt, sondern warum es keine echte Alternative gibt....
Optimist schrieb:wie wahr.
Aber leider werden diese einfachen Wahrheiten (Mechanismen) seitens vieler Politiker nicht verstanden. Und sie "haschen nach Wind", indem sie sich nur mit an der AfD abarbeiten, anstatt zu hinterfragen, was sie selbst falsch machten und anschließend richtig machen könnten.
Die Politiker verstehen die Mechanismen sehr genau. Die wissen ganz genau, warum die AfD wächst, aber sie können die Ursache nicht bekämpfen, weil sie selbst Teil des Systems sind, das die Ursache ist.... Bedeutet: Sie müssten gegen ihre eigene Klientel handeln, gegen die Kapitaleigentümer, die sie finanzieren....Das tun sie aber nicht, weil sie ihr eigenes Fortkommen sichern wollen, also tun sie so, als ob die AfD das Problem wäre und nicht das System, das sie hervorbringt. Das ist Kalkül....
Optimist schrieb:So kann man das natürlich auch sehen.
Aber irgendwo muss ja andererseits gekürzt werden, wenn das Geld Mangelware ist...
Geld ist keine Mangelware, es wird nur falsch verteilt. Der Staat hat Rekordeinnahmen, aber er gibt sie für Subventionen, Konzerne und Steuerschlupflöcher aus, aber nicht für die Bevölkerung....
Wer sagt, es müsse gekürzt werden, hat nicht verstanden, warum die Kassen leer sind.
Sie sind nicht leer, sie werden für die Lohnabhängigen leer gemacht. Das ist keine Sachzwang, das ist eine Entscheidung für die Reichen...