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Islam - Eine friedliche Religion?

7.546 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Islam

Islam - Eine friedliche Religion?

31.10.2014 um 23:48
cbarkyn schrieb:Mit religiösen Fanatikern lässt sich ab einem gewissen Punkt nicht mehr reden.
Natürlich sollte man jedem eine Chance geben und es versuchen, dennoch gibt es Menschen die trotzdem dicht machen.
So geht das mit allen die engstirnig im Denken sind. Da spielt ihre Religion am Ende keine Rolle mehr, denen geht es dann nur noch um ihr spezifisches Weltbild und ihre Prinzipien. Aber eigentlich nur um ihr eigenes Ego, ihre vom Ich verblendete Perspektive. Ich kenne da einige Muslime und Muslimas die dann einfach nur noch schmunzeln und nicht weiter Öl ins Feuer kippen, sondern einfach den Ball flach halten können. Fanatiker gibt es überall, Stichwort Hooligans...
cbarkyn schrieb:In Indonesien werden mittlerweile reihenweise Kirchen abgerissen, also von Religionsfreiheit und einem absolut friedlichen Miteinander kann nicht mehr gesprochen werden. So zumindest die Berichte die ich vor kurzem fand. Das ist nicht mehr ganz so ein friedliches Wirr-Warr, das hat aufgehört.
Indonesien hat einen starken Pluralismus und in einigen Regionen geht es da weniger um religiöse Streitigkeiten, mehr um soziale Spannungen. Sobald soziale Spannungen in einigen Regionen auftreten ist es nur eine Frage der Zeit bis sich das auf die Religion und deren unterschwellige Differenzen verlagert. Auch in Indien ist das natürlich vorhanden. Da ist aber die besagte Ursache nicht die Religion selbst, sondern eine instabile Infrastruktur oder ein instabiles soziales Gefüge. Indonesien hat ja zwar große Fortschritte gemacht, hat jedoch durch seine Größe auch starke regionale Unterschiede.
cbarkyn schrieb:Ich glaube, man sollte relativieren. Der Koran ist nichts verwerfliches, der Koran an sich funktioniert gut für Frieden wenn er so ausgelegt wird, aber der Islam an sich umfasst in meinen Augen Gemeinschaft und Schriften. Und in dem Fall sind die Gemeinschaften nicht die friedlichsten, denn sie legen den Koran nach ihrer Art und Weise aus. Oft "falsch" bzw kriegsliebend. Natürlich meine ich nicht alle damit zu labeln, aber man schaue sich nur mal alle muslimischen Länder an und schaut, wie viele den Koran falsch, mit Hass-erfüllt oder Unterdrückend interpretieren.
Das ist richtig, jedoch bedenke immer auch den historischen Hintergrund und die Mentalität der Menschen. Schon in vorislamischer Zeit war Arabien eben durch seine Stammesgesellschaft geprägt und Krieg war da nicht selten. Auch die Konservierung der Traditionen dieser Gesellschaften sind es die in einigen Punkten im Widerspruch zum Islam stehen.
cbarkyn schrieb:Der Koran an sich als religiöse Schrift, wie schon erwähnt, kann friedlich und spirituell interpretiert werden. Da stehe ich auf deiner Seite. Aber der Islam an sich, gemeinschaftlich und kulturell betrachtet, ist für mich nicht unbedingt schön.
Aus diesem Grund sollte für Religion und Staat der Säkularismus oder Laizismus gelten. Das ist eine Notwendigkeit, Religion ist eine heilige und persönliche Sache die im Konsens der Gemeinschaft gelebt werden kann, sich jedoch nicht in die gesellschaftlichen Belange einmischen sollte. Jedoch kann der Islam in vielen Punkten eine Inspirationsquelle sein. Wie auch zur Zeit der Aufklärung als man sich an den Kulturen und Religionen des Orient bedient hat.
cbarkyn schrieb:Und bezüglich den Kinderehen.
Man darf nicht vergessen das dies wirklich aus den alten Stammesgesellschaften Arabiens entstammte. Ich bin mir sicher das Mohammed in der Hinsicht keine Ausnahme war. Nur im Islam selbst gibt es dafür keine Legitimation. Aischa war aber gewiss auch eine Frau die durchaus selbstbestimmt leben konnte, sie selbst verfasste einige (ca. 1200) Hadithe und stellte spätere Behauptungen über Mohammed richtig. Denn schon damals hatten Stammesfürsten Desinformation genutzt um ihn in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

Eine Zwangsheirat (egal in welchem Alter) ist nicht im Sinne des Koran. Nur früher haben einflussreiche Familien und Stämme Ehen vorgeregelt um an Einfluss zu gewinnen. Dieses Prinzip gibt es schon seit der Antike und hat keinen Bezug zum Islam.
cbarkyn schrieb:Habe noch weiteren Mist gefunden bezüglich dessen, wann ein Muslim rebellieren soll:
Wie gesagt der Dschihad ist ein eigenes Thema und dies ist die schlüssigste Interpretation:
Stellungnahme islamischer Gelehrter in einem offenen Brief

„Was ist ‚Heiliger Krieg‘? Wir möchten betonen, dass der Begriff des ‚Heiligen Krieges‘ in islamischen Sprachen nicht existiert. Djihad, das muss ausdrücklich erklärt werden, bedeutet Einsatz, Engagement, Sich-Anstrengen, und insbesondere sich einzusetzen auf dem Wege Gottes. Wenn Djihad nun auch insofern heilig sein mag, als er auf ein heiliges Ziel gerichtet ist, so ist er nicht notwendigerweise ein ‚Krieg‘. Außerdem ist bemerkenswert, dass Manuel II Paleologus sagt, Gewalt widerspreche Gottes Wesen, setzte doch Christus selbst Gewalt ein gegen die Geldwechsler im Tempel und sagte: ‚Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert...‘ (Matthäus 10:34-36). Als Gott Pharao ertrinken ließ, widersprach Er da seinem eigenen Wesen? Vielleicht wollte der Kaiser ja sagen, dass Grausamkeit, Brutalität und Feindseligkeit Gottes Willen widersprechen, wobei das klassische geisteswissenschaftliche Konzept des Islam absolut mit ihm einig wäre. Sie sagen, der Kaiser habe ‚die Anweisungen zum Heiligen Krieg, die später entstanden und dann im Koran aufgezeichnet worden‘ seien, ‚sehr wohl gekannt‘. Doch wie wir bereits oben im Zusammenhang mit dem Vers ‚Es gibt keinen Zwang im Glauben‘ ausgeführt haben, sind die genannten Anweisungen keineswegs später entstanden. Darüber hinaus beweisen die Behauptungen des Kaisers über Zwangsbekehrung, dass er nicht wusste, worin diese Anweisungen bestehen und schon immer bestanden haben. Die maßgebenden überlieferten islamischen Regeln für Kriegsführung lassen sich in den folgenden Grundprinzipien zusammenfassen:


1. Zivilisten dürfen nicht das Ziel militärischer Aktion sein. Das wurde ausdrücklich immer wieder vom Propheten, seinen Gefährten und allen nachfolgenden Gelehrten betont.

2. Niemand wird allein aufgrund seiner religiösen Überzeugung angegriffen. Die muslimische Urgemeinde kämpfte gegen Heiden, die sie aus ihren Häusern vertrieben, sie verfolgt, gefoltert und ermordet hatten. Spätere islamische Eroberungen waren von politischem Charakter.

3.Muslime können und sollen friedlich mit ihren Nachbarn zusammenleben. Das schließt jedoch legitime Selbstverteidigung und Bewahrung der eigenen Souveränität nicht aus.
http://pghpartei.forumieren.de/t724-dschihad-und-der-islam

Das was IS/ISIS machen ist kein Dschihad, sondern einfach ein gieriger Eroberungsfeldzug einer nationalistischen Ideologie.
Helion schrieb:Das was dieser Rechtsgelehrte das schreibt oder sagt ist im Grund nur seine Meinung zum Thema. Nicht mehr nicht weniger. Daran muss sich keiner halten und niemand hat das recht einen Muslime dazu zu zwingen.
So ist es!


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interrobang
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Islam - Eine friedliche Religion?

31.10.2014 um 23:49
@cbarkyn
da brauchste keine studien dafür sondern nur minimales hintergrundwissen.


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Islam - Eine friedliche Religion?

01.11.2014 um 00:19
cRAwler23 schrieb:So geht das mit allen die engstirnig im Denken sind. Da spielt ihre Religion am Ende keine Rolle mehr, denen geht es dann nur noch um ihr spezifisches Weltbild und ihre Prinzipien. Aber eigentlich nur um ihr eigenes Ego, ihre vom Ich verblendete Perspektive. Ich kenne da einige Muslime und Muslimas die dann einfach nur noch schmunzeln und nicht weiter Öl ins Feuer kippen, sondern einfach den Ball flach halten können. Fanatiker gibt es überall, Stichwort Hooligans...
Ich glaube aber dass Menschen die durch Religion indoktriniert wurden, anfälliger sind für Engstirnigkeit. Wer würde schon in seinem Dasein kritisiert werden wollen wenn er sich durch seine Religion identifiziert?
cRAwler23 schrieb:Indonesien hat einen starken Pluralismus und in einigen Regionen geht es da weniger um religiöse Streitigkeiten, mehr um soziale Spannungen. Sobald soziale Spannungen in einigen Regionen auftreten ist es nur eine Frage der Zeit bis sich das auf die Religion und deren unterschwellige Differenzen verlagert. Auch in Indien ist das natürlich vorhanden. Da ist aber die besagte Ursache nicht die Religion selbst, sondern eine instabile Infrastruktur oder ein instabiles soziales Gefüge. Indonesien hat ja zwar große Fortschritte gemacht, hat jedoch durch seine Größe auch starke regionale Unterschiede.
Trotzdem hasst eine Religion dadurch momentan die andere. Somit funktioniert Indonesien nicht als Paradebeispiel für ein friedliches Miteinander, und das war mein Punkt. Im Moment haben sie religiöse Konflikte untereinander und sind eben ein muslimisches Land. Warum, weshalb, wieso, da kann man immer noch mehr forschen, überall und jederzeit, dennoch dient es so nicht mehr als Beispiel :> Es ging nur darum, darzustellen das eben dieses muslimische Land auch momentan unter Problemen leidet, und zwar unter religiösen Konflikten. Das die religiösen Konflikte durch andere Probleme bestärkt werden, bestreite ich nicht. Die Probleme sind aber dennoch vorhanden :>
cRAwler23 schrieb:Das ist richtig, jedoch bedenke immer auch den historischen Hintergrund und die Mentalität der Menschen. Schon in vorislamischer Zeit war Arabien eben durch seine Stammesgesellschaft geprägt und Krieg war da nicht selten. Auch die Konservierung der Traditionen dieser Gesellschaften sind es die in einigen Punkten im Widerspruch zum Islam stehen.
Da muss ich mir aber die Frage stellen:
Ab wann ist die Geschichte nicht mehr Schuld?
Ich könnte auch Nationalsozialismus in historischen Kontext setzen, was man auch tun soll, das macht diesen aber nicht besser oder relativiert ihn in irgendeiner Weise. Egal was davor war, man sollte es nicht relativieren, es bleibt ein Problem in sich selbst, dieses Problem auf andere Probleme zurückzuführen rückt Nationalsozialismus nicht in ein besseres Licht.

Es geht mir hauptsächlich darum:
Wie weit kann/soll ich immer zurückgehen um irgendetwas zu begründen?
Es scheint doch ein sehr weiter Weg und lange Zeit von heute auf 1000-jährige Mentalitäten rückschließen zu wollen, nicht?
Es scheint mir ein bisschen zu weit. Mentalitäten und Kulturen haben sich geändert, und konnten aufgrund von gewissen Religionen weiters bestehen bzw haben sich verschlechtert. Religionen scheinen eine Art Konservierungsmittel um Reformen zu stoppen, nicht? So hat sich dies jedenfalls in der Geschichte gezeigt. Hauptsächlich zumindest.
Dies gilt auch für:
cRAwler23 schrieb:Man darf nicht vergessen das dies wirklich aus den alten Stammesgesellschaften Arabiens entstammte. Ich bin mir sicher das Mohammed in der Hinsicht keine Ausnahme war. Nur im Islam selbst gibt es dafür keine Legitimation. Aischa war aber gewiss auch eine Frau die durchaus selbstbestimmt leben konnte, sie selbst verfasste einige (ca. 1200) Hadithe und stellte spätere Behauptungen über Mohammed richtig. Denn schon damals hatten Stammesfürsten Desinformation genutzt um ihn in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

Eine Zwangsheirat (egal in welchem Alter) ist nicht im Sinne des Koran. Nur früher haben einflussreiche Familien und Stämme Ehen vorgeregelt um an Einfluss zu gewinnen. Dieses Prinzip gibt es schon seit der Antike und hat keinen Bezug zum Islam.
Es bleibt beim gleichen. Menschen ziehen den Islam als Beispiel heran, auch wenn es nicht im Koran begründet liegt, so nehmen sie sich an Mohammed ein Beispiel und legitimieren so Kinderehen.
Natürlich ist es falsch von ihnen, dennoch ist da der Islam mitverantwortlich. Nicht der Koran, aber der Islam mit den Hadithen.
Ob Aischa nun glücklich war oder nicht tut so nichts zur Sache, sie war eine 9-jährige, weswegen Kinderehen in muslimischen Ländern häufiger zufinden sind als in westlichen Ländern. Und das aufgrund des Islams. Mentalitäten sind, wie gesagt, bis zu einem gewissen Grad Schuld aber in dem Fall wird der Islam oft missbraucht. Und wenn etwas so oft missbraucht wird, dann kann man eigentlich sich das "Wieso, Weshalb, Warum" - in meinen Augen sparen, da trotzdem das Ding an sich Schuld daran bleibt. :>
Damit verdamme ich nicht alle die positives in den Hadithen, dem Koran oder eben den Islam generell sehen bzw danach leben, aber es ist Tatsache das der Islam sehr oft gebraucht wird um ihn zu missbrauchen. Man rechtfertigt widerwertige Taten mit mehreren Schriften, und ab einem gewissen Punkt muss man sich einfach die Frage stellen ob diese Schriften an sich nicht auch mit daran Schuld haben?
Denn in diesem Fall ist es einfach eindeutig. Eine 9-jährige wurde verheiratet. Manche Menschen richten sich nachdem. Ob richtig oder falsch interpretiert bleibt leider jedem selbst überlassen. Wäre dem nicht so, hätte man vielleicht ein paar Probleme weniger.
cRAwler23 schrieb:Das was IS/ISIS machen ist kein Dschihad, sondern einfach ein gieriger Eroberungsfeldzug einer nationalistischen Ideologie.
Eine Ideologie die sich trotzdem auf eine Religion beruft und so offenbart wie manche ihrer Anhänger äußerst manipulierbar sind, aufgrund dessen das man mit dem Gedanken eines Gottes äußerst gut manipulieren kann: Man betrachte nur die Menschheitsgeschichte. Wie viele Kriege geführt wurden im Namen eines Gottes, wie viele Menschen unterdrückt wurden, und wie viele Menschen aufgrund dessen starben.
Es relativiert in diesem Sinne nichts mehr: Es zeigt, im Moment ist eine bestimmte Religion anfällig für Extremisten, und da muss man sich durchaus fragen, ob es nicht doch möglich ist widerliche Taten und Dinge im Namen einer Religion zu rechtfertigen. Für mich ist es eine klare Antwort: Ja.
Bedeutet aber nicht, dass alle die danach leben irgendwelche radikalen Spinner sind, im Gegenteil.
Das Problem liegt einfach an der Mehrdeutigkeit des Islams/oder Korans an sich und auch die Dummheit der Menschheit. Aber beides geht Hand in Hand für mich. Weder das eine noch das andere ist komplett allein verantwortlich für die momentanen Taten. Beides ist es. So muss es im Islam eine Bewegung geben die den widerwertigen Fundamentalisten den Nährboden entzieht, wenn aber nichts getan wird und man sich weiter darauf beruft es ist nicht der Islam, in keinster Weise, so werden wir in hunderten von Jahren immer noch die gleichen Probleme haben. Religiöse Extremisten.

Und wie gesagt. Ich mache nicht den Islam allein verantwortlich, es sind mehrere Faktoren, aber der Islam ist davon nicht auszuschließen.


@interrobang
Ohne Studien kann ich auch nicht wissen wie viele dem Nazi-Dasein eigentlich angetan sind. Ohne objektive Studien kann man das nicht erforschen, nicht alle Menschen sind so blöd und posaunen so etwas in die Welt hinaus. Wir können nur mutmaßen aber niemals wissen wie es wirklich aussieht.
Man würde es nur wissen können wenn der Zeitpunkt da wäre, da dieser aber nicht eintreffen wird, ist es irrelevant.

Keiner wusste damals das Deutschland zu einem Nazi Deutschland werden würde und grässliche Taten gegen Juden passieren würden. Manche wussten es sicher, aber sie waren sich dem Ausmaß nicht bewusst.
Wenn der Zeitpunkt da wäre, dann könnte man es wissen. Davor, wie gesagt, keine Ahnung....


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kore
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Islam - Eine friedliche Religion?

01.11.2014 um 09:53
cbarkyn schrieb:Ob Aischa nun glücklich war oder nicht tut so nichts zur Sache, sie war eine 9-jährige, weswegen Kinderehen in muslimischen Ländern häufiger zufinden sind als in westlichen Ländern. Und das aufgrund des Islams. Mentalitäten sind, wie gesagt, bis zu einem gewissen Grad Schuld aber in dem Fall wird der Islam oft missbraucht. Und wenn etwas so oft missbraucht wird, dann kann man eigentlich sich das "Wieso, Weshalb, Warum" - in meinen Augen sparen, da trotzdem das Ding an sich Schuld daran bleibt. :>
Es ist eine Schande und das Gräßlichiste darin, daß man einfach nicht einsehen will oder kann, daß hier nicht der Islam geschändet wird/wurde, sondern echte lebende Menschen vor allem weibliche....
Es gibt da also überhaupt kein irgendwie geartetes Bewußtsein für Menschen, denn auch der Mann degradiert sich so selbst, was ist das dann aber für ein Verständnis von Religiosität? Wenn der einzelne Buchstabe mehr zählt als Leben insgesamt?


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Banana_Joe
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Islam - Eine friedliche Religion?

01.11.2014 um 11:46
Ach herrjee, alles aus dem Kontext gerissen, wenn man mal eine böse Stelle aus dem Koran zitiert. Einige mühen sich hier wirklich schon verzweifelt ab. Egal, interessanter Artikel jedenfalls:

Suren-Bingo für Fortgeschrittene

Gehört der „IS“ zum Islam? Natürlich. Und sein Gegenteil auch. Was immer Sie über „den“ Islam sagen wollen, im Koran gibt es die passende Stelle.

Wer ist der Islam? Türkische Kurden, die diesseits der Grenze die Kämpfe in Kobani gegen den IS verfolgen, beim Freitagsgebet. Bild: ap

Ende September veröffentlichten 126 muslimische Gelehrte einen offenen Brief an den „Kalifen“ Abu Bakr al-Baghdadi und seine Anhänger. Eine theologische Kritik in 24 Punkten, in der jedoch eines fehlt: die sonst gebetsmühlenhaft wiederholte Aussage, der „Islamische Staat“ habe nichts, aber auch wirklich gar nichts mit dem Islam zu tun.

Klar, wer die Sympathisanten des IS überzeugen will, darf sie nicht verprellen. Aber hinter der fehlenden Exkommunikation (im Islam takfir genannt), steckt mehr. Zu den Vorwürfen an die Dschihadisten gehört, dass diese – so wie alle Salafisten und so ziemlich jede religiöse Erweckungsbewegung – in exzessiver Weise andere Leute beschuldigen, vom wahren Glauben abgefallen zu sein. Die Gelehrten entgegnen, dass jeder, der sich zum Islam bekenne, als Muslim zu gelten habe. Diese Feststellung aber gilt logischerweise auch für die Kämpfer des „Islamischen Staates“.

Es ist, dies wird aus jeder Zeile dieses Briefes deutlich, eine innermuslimische Auseinandersetzung, die hier geführt wird: Man streitet über die Deutung des Korans und der Hadithen, also die Überlieferungen des Propheten, man beruft sich auf dieselben Referenzen und argumentiert mit denselben Kategorien, und man wendet sich an ein Publikum, das zum Teil mit dem „Islamischen Staat“ sympathisiert.

Der wiederum rechtfertigt seine Taten mit Koran und Hadithen. Die Härte gegenüber Andersgläubigen und den vermeintlich vom Glauben Abgefallenen, die Kreuzigung und Enthauptung von Feinden, die Versklavung jesidischer Frauen und Kinder (also von Menschen ohne „Buchreligion“) – für all das finden sich entsprechende Textstellen.
taz.am wochenende

Früher hat er Opern komponiert, heute entwirft Ingolf Gabold Erfolgsserien wie „Borgen“ oder „The Killing“. Ein Gespräch über richtig gutes Fernsehen und wie man es macht, lesen Sie in der taz.am wochenende vom 1./2. November 2014. Außerdem: Wie eine Abgeordnete und ein Lobbyist um das Waffenrecht in einem US-Bundesstaat ringen. Und: Joschka Fischer im Interview. Am Kiosk, eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo.

Der Koran versteht sich als Gottes Wort, durch den Erzengel Gabriel Mohammed offenbart und von Mohammed verkündet. Gottes Wort ist also auch: „Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet!“ (Die Reue, 9:5) Mit dem „Schwertvers“ und ähnlichen Passagen kann man sagen: Der Islam ist eine kriegerische Religion. Weshalb dieser Vers bei Dschihadisten so beliebt ist wie bei Hobbyislamkritikern aus dem Internet.
Klassiker der Debatte

Doch im Koran steht auch: „Es gibt keinen Zwang im Glauben„ (Die Kuh, 2:256). Dieser Vers ist ebenfalls ein Klassiker der Islamdebatte; keine Talkshow und kein „Tag der offenen Moschee“ kommt ohne aus und natürlich wird er auch im offenen Brief erwähnt. Mit solchen Stellen kann man wiederum vom Islam als einer friedliche Religion sprechen. Suren-Bingo: Was immer Sie über „den“ Islam sagen wollen, Sie werden im Koran die passende Stelle finden.

Diese Widersprüche erklärt der Koran mit dem Prinzip der „Abrogation“, also der Aufhebung älterer Vorschriften durch jüngere. Bei manchen Themen, dem Alkoholverbot etwa, ist eine klare Linie zu erkennen: von der Lobpreisung des Weines als Zeugnis der Schöpfung (Die Bienen, 16:67) über das Verbot, betrunken zum Gebet zu erscheinen (Die Frauen, 4:43) bis zum Gebot, Alkohol als „Werk des Satans“ zu meiden (Der Tisch, 5:90). Nur von der Nummerierung der Suren darf man sich nicht irritieren lassen; sie sind im Koran nicht chronologisch angeordnet, sondern der Länge nach.

Bei anderen Themen hingegen ist die Abfolge weniger eindeutig. Zum Beispiel, wenn es um die Aufforderung zum Dschihad, zum Heiligen Krieg geht. So gehört die Sure 2 mit dem „Toleranzvers“ zu den späten, die Sure 9 mit dem „Schwertvers“ aber wurde noch später, nämlich als vorletzte verkündet. In der abschließend verkündeten Sure 5 wiederum findet sich ein weiterer Klassiker der Debatte: „Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne dass es einen Mord begangen oder auf der Erde Unheil gestiftet hat, so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte.“ (Der Tisch, 5:32).

Gleichwohl ist eine bestimmte Tendenz erkennbar: Die frühen Suren aus Mekka sind theologischer und toleranter, während die späteren aus der Zeit, in der der Islam in Medina zur Herrschaftsreligion aufgestiegen war, tendenziell kriegerischer und intoleranter ausfallen.

Einige Auslassungen über den Krieg kann man defensiv deuten („Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben“, Die Kuh, 2:191), andere lesen sich als Aufforderung zum Eroberungs- oder Bekehrungskrieg.
In den Krieg mit Jesus und Mohammed

Das Christentum hat fast 400 Jahre gebraucht, bis es von einer jüdischen Sekte zur Staatsreligion aufstieg. Erst danach folgten theologische Rechtfertigungen für Krieg und Gewalt, beginnend mit dem Kirchenvater Augustinus („Die Kirche verfolgt aus Liebe, die Gottlosen aus Grausamkeit“). Anknüpfungspunkte fand man in den zahlreichen blutrünstigen Stellen des Alten Testaments (inklusive der Versklavung jungefäulicher Gefangener) oder in Jesus Wort, er sei „nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ (Mt 10,34). Dennoch kann man sagen: Wer mit dem Neuen Testament Krieg führen will, muss interpretieren. Wer mit dem Koran Krieg verurteilen will, muss interpretieren.

Vom Ergebnis betrachtet ist dieser Unterschied allerdings irrelevant. Auf welche Weise Martin Luther meinte, seine Aufforderung, die aufständischen Bauern wie „einen tollen Hund totzuschlagen“, mit der Bergpredigt vereinbaren zu können, welche theologischen Finessen es für die „Aufforderung“ (requerimiento) der Konquistadoren an die Ureinwohner Amerikas („Unterwerft euch dem Papst und der spanischen Krone, sonst werden wir euch töten und eure Frauen und Kinder versklaven“) brauchte oder wie ein Theologe wie Walter Künneth auf die Idee kam, dass Atombomben „in den Dienst der Nächstenliebe treten“ könnten, war für die Praxis unerheblich – ebenso übrigens, warum die Theologie der Befreiung lieber zu den Waffen greifen wollte als die andere Wange hinzuhalten.

Zum Streit um die richtige Interpretation lädt der Koran ausdrücklich ein. So heißt es in Sure 3:7, der Koran bestehe aus „eindeutigen Versen“ und „anderen, mehrdeutigen“. Auf diesen Hinweis und auf einen Hadith, wonach jeder Koranvers sieben Ebenen habe, beruft sich die islamische Mystik, der Sufismus, der den Koran allegorisch deutet. Die Suche nach den verborgenen Botschaften des Korans – Suren-Bingo für Fortgeschrittene.
Rotwein zum Fastenbrechen

Der Islam reicht von Denkern wie al-Farabi, Ibn Sina und Ibn Rushd, die den Islam mit der aristotelischen Philosophie in Einklang bringen wollten, bis zu Strömungen wie dem Alevitentum, die Kopftuch und Alkoholverbot ablehnen. Man kann mit dem Koran den Kapitalismus rechtfertigen oder für den Kommunismus kämpfen, für oder gegen Demokratie streiten, Schwule verfolgen oder sich für deren Rechte einsetzen.

Neben allen Schulen und Konfessionen, Gelehrten und Theoretikern gibt es das, was Antonio Gramsci „Alltagsverstand“ (senso comune) genannt hat: das Konglomerat aus Versatzstücke aus Religion und Weltanschauung, Regeln und Normen, die in durchaus widersprüchlicher Weise nebeneinanderher existieren. In diesem Fall also: Individuelle Auslegungen der Religion, bei denen sich Gläubige manche Werte und Regeln heraussuchen und andere historisieren oder schlicht ignorieren.

Weniger akademisch formuliert: Gemeint sind beispielsweise sunnitische Muslime, die den Fastenmonat Ramadan einhalten, aber zum Fastenbrechen Rotwein trinken, die sich als gläubige Menschen verstehen, aber bei Vorschriften, die nicht ihrem Lebensgefühl entsprechen, Allah einen lieben Mann sein lassen, ohne dass dies in ein theologisches System eingebettet wäre.

Kurz: Der Islam ist weder eine friedliche noch eine kriegerische Religion. Es gibt den Islam schlechterdings nicht. Oder es gibt ihn doch: Als Summe dessen, was die Gläubigen daraus machen. Der Dschihadismus gehört dazu. Leider nicht zu knapp.


https://www.taz.de/Debatte-Islamischer-Staat-und-Islam/!148653/


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Islam - Eine friedliche Religion?

01.11.2014 um 22:42
@Banana_Joe

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll, wenn demnächst wieder jemand schreibt oder sagt, die Juden/das Judentum und die Politik in Israel sind nicht zu trennen. "Der Jude" ist Schuld, weil seine Religion teuflisch ist. Während sorry, streng-islamische Politik in Pakistan oder wo nix mit dem Islam wiederum zu tun haben soll.

Warum ist die Frage einfacher, ob radikale Juden zum Judentum gehören als die Frage, ob IS zum Islam gehört? Bei den radikalen Juden in Israel sind sich alle einig, jo ist Judentum. Aber bei IS weiß man dann nicht mehr weiter. Dann kann man eigentlich für beide sagen, weder radikale jüdische Israelis sind repräsentativ für das Judentum, noch IS Aktivisten für den Islam.

Ist mir gerade wieder so spontan eingefallen, weil ich das einfach nicht verstehe.


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Islam - Eine friedliche Religion?

02.11.2014 um 01:47
@cRAwler23
@Helion

Meine Vorgesetzte kann Personen, die das Personal an der Arbeit hintern, von der Station verweisen. Wenn sie nicht freiwillig gehen, wie in diesem Fall, werden solche Zeitgenossen "hinausbegleitet".

Das gilt im Übrigen für ALLE, um eventuellen Unterstellungen zuvor zu kommen, ja, auch für Deutsche.


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Fooo
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Islam - Eine friedliche Religion?

02.11.2014 um 07:52
“Die Bezeichnung ‘moderater Islam’ ist sehr hässlich, das ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.”
(Recep Tayyip Erdogan, Reconquista-Führer, Source: Milliyet, Turkey, August 21, 2007)

http://www.focus.de/magazin/debatte/focus-leserdebatte-bedeutet-der-islam-eine-gefahr-fuer-westliche-werte_id_4241499.ht...

Sehr interessante Diskusion die besten Beiträgen aus den Kommentaren werden im Focus gedruckt.
Was die Likes angeht sieht es so aus als wären die meisten im Moment islamkritisch.

Zitate aus den Kommentaren:

Tatsache ist dass in den meisten Konflikten der Nachkriegszeit irgendwie der Islam eine Rolle spielt.Wie viele Menschen werden in Afrika im Namen des Islams ermordet?Denke die Dunkelziffer ist sehr hoch.Auch in Asien ist es nicht anders.Europa steht erst am Anfang. Sollten die Menschen in Afrika und Asien nicht anfangen ihre Kontinente zu reformieren werden sie auf Dauer auf Hilfe der Weltgemeinschaft angewiesen sein.Saatgut statt Waffen. Fortschritt statt Steinzeit. Ich denke dass beide Kontinente irgendwann in der Lage wären sich selbst zu ernähren und dasWeltfluechtlingsproblem gelöst wäre. Das Problem ist der Islam, der seine Religion mittelalterlich ausleben möchte und allem Fortschritt feindlich gegenüber steht und keine andere Religion neben sich duldet.Europa sei wachsam.
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Wenn aber ein Muslim sich dazu entschließt seinen Glauben ernst zu nehmen, dann muss er sich zwangsläufig mit der Ideologie des Korans auseinandersetzen. Das ist dann der direkte Weg in den Extremismus.
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Der Islam bedeutet sehr wohl eine Gefahr für unsere westlichen, freiheitlich-demokratischen Werte. Daran besteht kein Zweifel mehr. Der Islam ist verkörpert das unaufgeklärte Mittelalter, ist frauen- und demokratiefreilich. Natürlich erzählt man uns hierzulande etwas anderes, jede Kritik am Islam wird als rassistisch gebrandmarkt (siehe auch die Anzeige gegen Nuhr). Mit der Scharia entstehen auch hier bei uns Parallelgesellschaften, die wir eigentlich nicht dulden sollten. Aber unsere Apeacement-Politiker trauen sich da ja nicht ran. Natürlich gibt es auch (bei uns) Moslems, die unser Werteverständnis haben, die möchte ich ausdrücklich ausnehmen. Aber im Vergleich zu den 2 Mrd. Moslems weltweit leider eine sehr kleine Anzahl. Der Islam ist derzeit die größte Bedrohung unserer Freiheit.
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..die allgegenwärtige Appeasement-Politik multikulti-verblendeter Sozialromantiker, Politikern und Vertretern der öffentlichen Meinung. Wer nämlich die eigene kulturelle Identität verleugnet und mit Ignoranz und Verachtung auf warnende Stimmen und das wachsende Unwohlsein des eigenen Volkes reagiert, der schafft Leerräume, die von andere Kulturen und Religionen besetzt werden und fördert nebenbei radikale Prozesse und Stömungen (HugeSa), die niemand haben will. Der Islam, der sich ja eigentlich ständig im Krieg mit allen anderen Weltreligionen befindet, wird dann zu einer echte Bedrohung für die westlichen Werte, wenn wir ihn durch unser Verhalten gewähren lassen.
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Sobald sie in der Mehrheit sind .....
... wird die angebliche Toleranz der friedlichen Muslime ein schnelles Ende haben. Dann werden sie uns sagen wie wir uns zu verhalten haben. Dann werden eure Frauen und Töchter Kopftücher tragen (oder schlimmer), die Discotheken werden dicht gemacht, das abendliche Bierchen auf der Terasse wird klammheimlich verschwinden und so weiter. Ich habe nichts gegen Menschen die so leben wollen, nur sollten sie das in ihren islamischen Heimatländern machen und nicht hier. Ich bleibe dabei: Der Islam gehört NICHT zu Deutschland (Europa)


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AnnJuJutsu
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Islam - Eine friedliche Religion?

02.11.2014 um 21:58
@cRAwler23

Diskussion: Islam - Eine friedliche Religion?
@cRAwler23 schrieb:
Im Prinzip gibt der Koran nichts vor, sondern macht einem nur bewusst das alles was einem selbst oder anderen schadet erhebliche Konsequenzen im Diesseits und Jenseits haben wird. Nennen wir es einfach Kausalität.
Welche Absicht will Gott mit diesen Botschaften über die Konsequenzen im Dies- und Jenseits erzielen?
@cRAwler23 schrieb:
Wie gesagt in der Natur gibt es weder richtig, noch falsch, es gibt nur Aktion und Reaktion, als reine Wechselspiele. Kausalität ist ein weltlicher Selbstläufer. Der Koran zielt mehr auf die Metaebene ab.
Die Moral ist ein Werk des Menschen, sie ist ein gesellschaftlicher Konsens der sich politisch, religös oder philosophisch entwickelt. Es ist eine Art Übereinkunft von Werten und Normen, individuelle aber auch gesellschaftliche Konventionen und Einstellungen.
Inwiefern sind "koran-metaphysische" Erkenntnismodelle von einem Empirismus und Rationalismus zu unterscheiden, wenn jene Offenbarungen, welche Konsequenzen von Dies- und Jenseits voraussagen, keine Wechselwirkungen hinsichtlich psychologischer Ausprägungen wie der Beeinflussung oder Formung von Ethik und Moral betreffen sollen?
@AnnJuJutsu schrieb:

Sind diese unterschiedlichen Auslegungen von Allah beabsichtigt oder ist er so absolut allmächtig, dass seine Allwissenheit im Bezug auf die Prädestination durch die Willensfreiheit eingeschränkt wird?

Kann man die Einschränkung durch ein "Allah sät es so"-Argument relativieren, sodass es auch kein Widerspruch zum wortwörtlichen Verständnisses dieser Rezept-Anweisung “Der Koran drängt dazu, den Verstand zu gebrauchen” besteht?



@cRAwler23 schrieb:
Die unterschiedlichen Auslegungen sind gewiss nicht beabsichtig, sie sind die Folge unterschiedlichster Strömungen die neben der Religion eben immer auch politische Ideologien im Kopf hatten.
Ist Allah also so absolut allmächtig, dass seine Allwissenheit im Bezug auf die Prädestination durch die Willensfreiheit eingeschränkt wird?

Kann man die Einschränkung durch ein "Allah sät es so"-Argument relativieren, sodass es auch kein Widerspruch zum wortwörtlichen Verständnisses dieser Rezept-Anweisung “Der Koran drängt dazu, den Verstand zu gebrauchen” besteht?


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Islam - Eine friedliche Religion?

02.11.2014 um 22:18
Ein Beispiel wie friedlich diese Religion ist... Muslime unter sich... aus einem Gespräch auf Facebook bezüglich der Ashura (irgend so ein Fasttag)

die Seite konnte nicht gefunden werden? wann genau und an welchen Tagen sollen wir denn nun fasten? Mo.3.11.? plus den 6,7, und 8. 11.? und noch weitere 3 Tage?


die Seite konnte nicht gefunden werden? wann genau und an welchen Tagen sollen wir denn nun fasten? Mo.3.11.? plus den 6,7, und 8. 11.? und noch weitere 3 Tage?

Warum peitscht ihr euch denn nur 1x im jahr und nicht jeden tag?

Habe ich denn etwas von Peitschen geschrieben?

Hat izrs etwas über kerbala gepostet?

Aschura = Kerbala


Sinn und Zweck ist bei den Sunniten etwas anderes. Steht in den Überlieferungen die für euch erlogen sind. Also viel Spass beim peitschen. Guten Abend.


mein Lieber Eure Überlieferungen sind erlogen Jeneh Personen die über den Propheten saw gelogen haben wahren Anas ibn Malik Abu Hureira und Aisha bint abu bakr.


Muhammad Ibn Imarah berichtete, dass Imam Ja'far As-Sadiq (a.) sagte: „Es gab drei Menschen, die es pflegten über den Propheten Muhammad (s.) zu lügen: Abu Hurairah, Anas Ibn Malik und Aishah Bint Abi Bakr.” [Al-Khisal von As-Saduq, Seite 190; Bihar-ul-Anwar von Al-Majlisi, Band 2 Seite 217]

حَدَّثَنَا مُحَمَّدُ بْنُ إِبْرَاهِيمَ بْنُ إِسْحَاقَ الطَّالِقَانِيُّ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ: حَدَّثَنَا عَبْدُ الْعَزِيزِ بْنُ يَحْيَى قَالَ: حَدَّثَنِي مُحَمَّدُ بْنُ زَكَرِيَّا قَالَ: حَدَّثَنَا جَعْفَرُ بْنُ مُحَمَّدِ بْنُ عِمَّارَةَ، عَنْ أَبِيهِ قَالَ: سَمِعْتُ جَعْفَرَ بْنَ مُحَمَّدٍ عَلَيْهِمَا السَّلَامُ يَقُولُ: ثَلَاثَةٌ كَانُوا يَكْذِبُونَ عَلَى رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَآلِهِ وَسَلَّمَ. أَبُو هُرَيْرَةَ، وَأَنَسُ بْنُ مَالِكٍ، وَامْرَأَةٌ | بَيَانٌ: يَعْنِي عَائِشَةُ


selbst aus Euren Bücher ist das beweisbar das sie offen Gelogen haben.


Hahaha ihr seit echt krank, bitte peitscht euch gegenseitig 24 Stunden aus. Es ist sogar zu dumm um auf diese Sache einzugehen. Ich wäre für eine Abstimmung, dass jeden Tag Aschuura gefeiert wird. Aber auf die Art, welche ihr praktiziert bis ihr alle dabei verblutet. Sorry aber so ein Hosen******** der bis gestern noch wie ein Opfer ohne den Islam herumlief, versucht jetzt die gesamte sunnitische Glaubenslehre zu wiederlegen? Mit Hilfe von Google und meint, dass er intelligent wirkt, wenn er Bänder und Seiten postet von denen er genau nicht versteht. Sag mal, wie wäre es mit der Schahada und dann beginnst du von vorne noch einmal?

Du hast echt gute Argumente auf Lager.


Konvertierte gegen "originals".... seeeeeeeeeeeehr friedlich...


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Islam - Eine friedliche Religion?

02.11.2014 um 23:32
@Fooo

NAtürlich sind die meisten kommentare im focus 'islamkritisch', und das wundert dich auch noch? lol

Das ist als würde es dich wundern wenn auf der afd facebookseite die leute die EU nich so geil finden.


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Islam - Eine friedliche Religion?

06.11.2014 um 18:01
Ich habe Ayat 7 aus Sura 9 nicht absichtlich unterschlagen. Diese Ayat fügt schlicht im Kontext keine wirklich neuen Informationen mehr hinzu, sondern ist in Ayat 4 aus gleicher Sure auch schon irgendwo inkludiert. Mir also zu kontern, dass ich es weglassen würde, scheint mir nur davon abzulenken, dass du eigentlich doch genau das gemacht hast, was du in vielen Beiträgen immer wieder bemängelt hast; nämlich die Verse bzw. Ayat (Nicht Suren, das sind nämlich Kapitel) ohne Zusammenhang darzulegen und als das Non-Plus-Ultra darzustellen. Und nimm' es mir jetzt bitte nicht Übel, aber auch scheinst du doch selbst den Koran ganz nicht in einem Stück gelesen zu haben. Anders ist mir das nämlich nicht zu erklären, sowie etwa die Aussagen, dass im Gegensatz zum Gott der Thora, der rachsüchtig sei, der Gott des Korans ein barmherziger Gott sei, und dafür als vermeintlichen Beweis die recht schmale Sura 1 heranziehst. Da steht doch aber auch schon zum Beispiel sinngemäß, dass es auch welche gibt, die seinen Zorn erregen, das wären nämlich die sogenannten Irregehenden. Und so gibt es im Koran auch einen Vers, der sinngemäß sagt "Allah ist barmherzig, aber auch streng im Strafen".

Die Barmherzigkeit spielt definitiv eine Rolle im Koran, sie scheint sich mir persönlich aber vielmehr darauf zu beziehen, dass die Sünden und der Unglaube vergeben werden, so man sich nur bekehre und Reue zeige. Also damit, wenn man sich Gott und seinem Willen damit ergeben würde. Inwiefern das nun wahre Barmherzigkeit ist, das möge jeder für sich selbst entscheiden. Und auch solltest du bedenken, dass es einfach falsch ist, dass Allah nicht rachsüchtig wäre wie der pöse Gott aus dem AT. Man denke nur an Denn gerade das haben wir klar im Koran gegeben:

Sura 3.3-4
3Er hat dir das Buch mit der Wahrheit offenbart, das zu bestätigen, was vor ihm (offenbart) war. Und Er hat (auch) die Thora und das Evangelium (als Offenbarung) herabgesandt,

4zuvor, als Rechtleitung für die Menschen. Und Er hat die Unterscheidung herabgesandt. Gewiß, diejenigen, die Allahs Zeichen verleugnen, für sie wird es strenge Strafe geben. Allah ist Allmächtig und Besitzer von Vergeltungsgewalt.


Vergeltung ist nichts Anderes als Rache. Oder man denke nur an die Dschihad-Verse wie "Vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben", die doch eigentlich auch nichts Anderes sind als Vergeltung. Da ich mich persönlich sehr für den Iran interessiere, so mag ich wieder ihn als Beispiel für die klassische Scharia bemühen. In der klassischen Scharia und damit auch im heutigen Iran gibt es nämlich die sogenannte Qisas, wobei es drei Optionen hierbei gibt, die der Geschädigte (Welcher körperliche Schaden es nun auch immer ist) nach seinem Belieben anwenden kann:

1) Vergebung (Koran: Sie werden ihren Lohn bei ihrem Herren haben)
2) Blutgeld
3) Rache (Vergeltung, Gleiches mit Gleichem)

178O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch Wiedervergeltung für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven und das Weib für das Weib. Doch wenn einem von seinem Bruder etwas erlassen wird, so soll die Verfolgung (der Ansprüche) in rechtlicher Weise und die Zahlungsleistung an ihn auf ordentliche Weise geschehen. Das ist eine Erleichterung von eurem Herrn und Erbarmung. Wer aber nach diesem eine Übertretung begeht, für den gibt es schmerzhafte Strafe.
179In der Wiedervergeltung liegt Leben für euch, o die ihr Verstand besitzt, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget!


Übrigens gilt Gott im Koran klar als jemand, der barmherzig ist und bereit zu vergeben. Ja, aber es gibt auch eine Sünde, die er nicht vergeben würde. Und weisst du welche das ist? Das ist Schirk, also jemand Anderen als Gott zu setzen, als den, der im Koran beschrieben ist.

Sura 4.48
Allah vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der hat fürwahr eine gewaltige Sünde ersonnen.

An und für sich klingt das total widersprüchlich, wo er doch sonst vergebe und barmherzig sei, und nur sowas eigentlich Kleines soll schon nicht vergeben werden? Aber eigentlich könnte dies aus Sicht islamistischer Ideologie viel bedeutender sein und der Schreiber des Korans, wer auch immer das war, hat das nicht ohne Grund genannt. Denn gemäß klassischer Lehre gäbe es nur einen Gesetzgeber und Herrscher auf Erden: Gott, wie er im Koran erscheint und was dort als sein Wille firmieren soll. Scharia bedeutet auf Arabisch eigentlich übrigens schlicht Weg. Der Koran beansprucht für sich den wahren und richtigen Weg. Darum firmiert wohl auch der Begriff Scharia für das Gesetz, wie man es aus Koran und Sunnah ableiten kann. Und wer Schirk begehe, der stelle damit auch ein Anderes Gesetz neben das Gesetz Gottes. Alle anderen Gesetze gelten als von Menschen, und seien zu verwerfen. Hier könnte sich das Bild abrunden. Schirk wird darum nicht verziehen, weil es der sogenannte Unglaube selbst ist, und damit das für verboten zu erklären, was Gott erlaube und das für erlaubt, was Gott verbiete. Das seien die Ungerechten. Diese kämen in die Hölle. Es sei denn sie bekehren sich doch noch und unterwerfen sich. Denen würde dann doch vergeben, es sei denn sich wenden sich danach doch wieder ab. Dies möchte ich als Interpretation aus klassischer Sicht einwerfen. Und man siehe dazu auch folgende Verse:

Sura 23.45
Was meinst du wohl zu jemandem, der sich als seinen Gott seine Neigung genommen hat, den Allah trotz (seines) Wissens hat in die Irre gehen lassen und dem Er das Gehör und das Herz versiegelt und auf dessen Augenlicht eine Hülle gelegt hat? Wer könnte ihn nach Allah rechtleiten? Bedenkt ihr denn nicht?

Sura 30.29-33
29Aber nein! Diejenigen, die Unrecht tun, folgen ihren Neigungen ohne (richtiges) Wissen. Wer sollte rechtleiten, wen Allah in die Irre gehen läßt? Und sie haben keine Helfer.
30So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des rechten Glaubens, – (gemäß) der natürlichen Anlage Allahs, in der Er die Menschen erschaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die Schöpfung Allahs. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
31(Haltet daran fest), indem ihr euch Ihm reuig zuwendet, und fürchtet Ihn und verrichtet das Gebet und gehört nicht zu den Götzendienern,
32zu denjenigen, die ihre Religion spalteten und zu Lagern geworden sind, wobei jede Gruppierung froh ist über das, was sie bei sich hat.


Sura 9.29-31:
29Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen – von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde –, bis sie den Tribut aus der Hand entrichten und gefügig sind!
30Die Juden sagen: „ʿUzair ist Allahs Sohn“, und die Christen sagen: „Al-Masīḥ ist Allahs Sohn.“ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen!
31Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie al-Masīḥ ibna Maryam, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen.


Weitere Erläuterung aus einem Hadith dazu, warum sich die Christen etwa ihre Mönche zu Götter machten, wie hier beschrieben wurde:

Als eines Tages ein Vers aus dem Koran einem Christen mit Namen 'Adi bin Hatim, der später dem Islam beitrat, vorgelesen wurde, dachte er, jemanden zum Gott nehmen hieße, sich vor ihm zu verbeugen und niederzuwerfen. Er widersprach deshalb dem Propheten s.a.w. und sagte, dass die Christen nicht die Priester und Mönche zu Göttern nehmen. Da erklärte der Prophet s.a.w. diesen Vers: "... ihre Priester als Götter neben Allah nehmen":

"Es ist wahr (die Christen werfen sich nicht vor ihren Priestern nieder), aber wahrlich, sie verbieten etwas, was Gott erlaubt hat und erlauben etwas, was Gott verboten hat, woraufhin das Volk ihren Anordnungen folgt. Und deswegen beten sie sie an!"
(Ahmad & Tarmizi)


Du hättest mir aber tatsächlich vorwerfen können, dass ich einen bestimmten Vers unterschlagen habe, in meiner Eile habe ich nämlich Ayat 34 aus Sura 5:

32Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

33Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,

34– außer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, daß Allah Allvergebend und Barmherzig ist.


Siehe man auch, worauf das klassischerweise bezogen wurde. Wikipedia:

Islamische Rechtsgelehrte haben Sure 5:33 meist auf Hadd-Vergehen wie Mord, Raubmord, Diebstahl bezogen. Umstritten blieb, ob auch Apostasie zu den Hadd-Vergehen zählt und ob Sure 5:33 für jedes Vergehen eine bestimmte Strafe fordert oder aber der jeweilige Herrscher oder Richter diese aus den hier angebotenen Strafarten auswählen soll. Letzteres vertraten zum Beispiel Ibn 'Abbās, Ḥasan al-Baṣrī und Sa'īd ibn al-Musayyab. Die meisten Rechtsgelehrten, zum Beispiel Shafi'ī, stellten dagegen einen Strafkatalog auf, der bestimmten Vergehen bestimmte Strafen zuordnete und dann die Kreuzigung als Strafe für „Töten und Rauben“, also Raubmord oder Raub mit Todesfolge (Totschlag), vorsah.[20]
In der Geschichte des Islam wurden aber auch als Apostaten Verurteilte gekreuzigt, etwa unter dem dritten Kalifen 'Umar II. Der Mystiker Mansur al-Halladsch wurde 922 in Bagdad als Ketzer verurteilt und gekreuzigt.[21]
Das heutige Strafrecht des Iran (eingeführt 1991) sieht Kreuzigung nach Artikel 190 als zweite von vier möglichen Hadd-Strafen für die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und (überall) im Land eifrig auf Unheil bedacht sind, vor. Artikel 195 legt fest, dass die „Kreuzigung […] keine Annagelung [ist], die von vornherein zum Tode führen soll, vielmehr ist der Verurteilte nur anzubinden und das Anbinden so vorzunehmen, daß der Gekreuzigte dadurch nicht unbedingt stirbt. Er darf nicht länger als drei Tage hängenbleiben; stirbt er vorher, so kann man ihn abnehmen; überlebt er die drei Tage, so darf er nicht mehr hingerichtet werden.”[22]
Der Jemen, Saudi-Arabien, Sudan und die Vereinigten Arabischen Emirate lassen Verurteilte, die bereits enthauptet, gehängt oder gesteinigt wurden, anschließend an ein Kreuz hängen, um sie so einen Tag lang zur Schau zu stellen. Bekanntgewordene Fälle dieser Art werden etwa durch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zum Anlass für Proteste gegen die Todesstrafe in diesen Ländern genommen.[23] Nach neueren Länderberichten Amnestys werden mit Kreuzigung verbundene besonders grausame Todesurteile heute jedoch oft nicht mehr vollstreckt, sondern in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.[24]


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.11.2014 um 22:08
Der Islam soll eine friedliche Religion sein - wer's glaubt wird selig! Interessehalber habe ich mir den Koran in deutscher Version mal zu Gemüte geführt und war schockiert von dessen Volksverhetzung, anders kann man diese Hetzschrift echt nicht bezeichnen!

Hier mal ein Auszug davon, wörtlich kann ich es leider nicht mehr widergeben: Am Tag X wird Isa (islamischer Name für Jesus) zur Erde zurückkehren, das Schwein töten und das Kreuz zerbrechen... von der "Erlaubnis", seine Frau(en) zu schlagen wollen wir gar nicht erst reden :-/

Abgesehn davon dass diese Religion von Anfang an mit dem Schwert verbreitet wurde sehe ich keinen Anlass, diese als friedfertige Religion zu bezeichnen. Im Gegenteil: Frauen werden unterdrückt und Kinder werden zwangsverheiratet, weil dieser >Mohammed< angeblich ja sooo ein gütlicher Ehemann war... hatte er dieses Verständnis auch für seine sechsjährige Ehefrau gehabt?


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Islam - Eine friedliche Religion?

09.11.2014 um 03:28
War Goethe doch kein solch undifferenzierter Orient-Schwärmer und hatte er vielleicht sogar eine viel kritischere Einstellung zum Islam, als viele glauben? Aus der FAZ (Frankfurter allgemeine Zeitung):

Herr, mache ihnen Raum in ihrer engen Brust

Goethe schrieb den „West-östlichen Divan“ mit fasziniertem Blick auf den Orient, aber sein Verhältnis zum Islam ist kritischer als heute oft behauptet. Dass er sein Mohammed-Projekt fallen ließ, ist kein Zufall. Goethe erkannte den Grundkonflikt des Propheten.

In seinem in dieser Zeitung kurz nach seinem Tod veröffentlichten Vermächtnis (Islam ist nicht Fanatismus) deutet der Frankfurter Islamprediger Hadayatullah Hübsch die Sure 2, 257 – „In Glaubensdingen (ad-din) darf es keinen Zwang geben“ – als „Glaubensfreiheit in vollem Umfange“; dabei spricht er von sich. Tatsächlich bedeutet „ad-din“ nicht Glaubensfreiheit, sondern nur, dass der Gläubige seinen religiösen Pflichten freiwillig nachkommen soll.

Ansonsten wiederholt Hübsch leider nur die ideologischen Konstruktionen, die Goethe und seinen „West-östlichen Divan“ für die Sache des Islams zu vereinnahmen suchen: „Wer sich selbst und andere kennt / Wird auch hier erkennen / Orient und Okzident / Sind nicht mehr zu trennen.“ Diese Zeilen gelten manchen Interpreten als ein Bekenntnis Goethes zum Islam, anderen, wie Rafik Schami, als „Liebeserklärung an den Orient“.

Das verweltlichte Heilige

Aber so einfach ist der deutsche Dichterfürst dann doch nicht zu haben. Sein Verhältnis zum Islam ist vielschichtiger und widersprüchlicher als behauptet. Nicht nur kritisiert der Geheimrat die „offensichtliche Benachteiligung“ der Frauen und das Weinverbot im Islam – für ihn Zeichen der „düsteren Religionshülle“, die der Prophet seinem Stamme aufgezwungen habe; an der Figur Mohammeds thematisiert er darüber hinaus den bis heute gültigen Grundkonflikt des Islams: ein Glaube, der sein „Göttliches“, seine spirituelle Dimension, verliert, weil der Prophet versuche, das „Himmlische, Ewige in den Körper irdischer Absichten“ einzuzwängen und sich so des Heiligen „am Ende gänzlich begibt“.

Als dreiundzwanzigjähriger Rechtsreferendar, der sich gerade mit den Werken von Sokrates, Homer und Platon beschäftigte, fiel Goethe eine auf der Frankfurter Buchmesse 1771 erschienene „türkische Bibel“ auf, nach deren Lektüre er an Gottfried Herder enthusiastisch schrieb: „Ich möchte beten wie Moses im Koran: ,Herr mache mir Raum in meiner engen Brust!‘“ Besonders fasziniert war er von der Himmelsreise: „Und was sollte den Dichter hindern, Mahomets Wunderpferd zu besteigen und sich durch alle Himmel zu schwingen? Warum sollte er nicht ehrfurchtsvoll jene heilige Nacht feiern, wo der Koran vollständig dem Propheten von obenher gebracht ward? Hier ist noch gar manches zu gewinnen.“

Mohammeds Dilemma

Nach der inspirierenden Lektüre des Korans fasste er den Plan zu einem großen „Mahomet-Projekt“, für das er fleißig Suren und Hadithe exzerpierte. An Mohammed interessiere ihn, schrieb er später im Rückblick auf diese frühen Jahre, in welche Gefahr gerät, wer anderen das Heil bringen möchte. Eigentlich hatte Goethes Mahomet-Projekt eine große Tragödie werden sollen von einem, der auszog, seine Mitmenschen zu bekehren; aber der Heilsbringer, das entdeckte Goethe im Laufe seiner Studien, muss unausweichlich zur Gewalt greifen. Durch, wie es Katharina Mommsen in ihrer Studie über „Goethe und die Arabische Welt“ ausdrückt, „rigorose, weltliche Mittel“, die er dabei einsetzt, durch die mit „Waffengewalt und Krieg“ erkämpfte Durchsetzung des neuen Glaubens verstricke sich Mohammed in Schuld; je mehr er seine Gegner bezwinge, je mehr es ihm gelinge, seine Religion „zur öffentlichen“ zu machen, desto stärker verliere er das „Göttliche“ aus den Augen. Er wird zum Verräter am Heiligen.

Es kam nie zur Realisierung dieses Projekts, vielleicht, weil der Grundkonflikt zwischen Religiösem und Ästhetischem, zwischen Poesie und Prosa – ich würde heute in Bezug auf meinen Dialog mit dem Islam sagen: zwischen Politik und Spiritualität –, der sich für Goethe auftat, nicht lösbar erschien. Er wollte den Koran als faszinierende Dichtkunst lesen, stieß dabei aber unweigerlich auf die höchst irdischen Absichten – ein Gegensatz, der sich nicht auflösen ließ.

Poesie und Prophetie des Glaubens

Die Poesie des Korans nützte Mohammed bei der Durchsetzung der neuen Religion, die Heilige Schrift konnte, so Goethe, gar „nicht anders als vom Himmel stammen . . . So stark war in ihnen (den Arabern, N.K.) der Glaube an das Göttliche der Dichtkunst“. Deswegen seien beide, der Poet und der Prophet, zwar ursprünglich „von einem Gott ergriffen und befeuert“, dann aber gehen ihre Wege völlig auseinander. Während es dem Poeten gerade um das Zwecklose geht, um ästhetische Mannigfaltigkeit und Grenzenlosigkeit, will der Prophet eine Lehre durchsetzen, überzeugen, mobilisieren. Die unaufhebbare Differenz zwischen dem Poeten und dem Propheten hat Goethe vielleicht auf Distanz gehen lassen. Denn wie sollte er den Propheten darstellen? Zwangsläufig hätte er ihn diskreditieren müssen, ihn ähnlich wie Voltaire als „Betrüger“ entlarven müssen. Denn Goethe dachte, wie es in den „Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Divan“ heißt, „vom Standpunkte der Poesie“ her.

Seit 1814 beschäftigte Goethe sich dann mit Hafis, der im vierzehnten Jahrhundert in Schiras unter einem freizügigen muslimischen Schah lebte und selbst ein Gegner jedweder Orthodoxie gewesen war. Er diente Goethe auch als Figur, mit der er kritische Differenzen zum Koran kenntlich werden lassen konnte. So monierte der „Dichter der Frauen“, dass die muslimischen Vorstellungen vom Paradies ausschließlich männlich bestimmt waren. In diesem „Paradies der Männer“ sind zwar himmlische Frauen als Freudenspenderinnen dienlich, für irdische Frauen aber ist darin kein Platz. Katharina Mommsen schreibt: „Die offensichtliche Benachteiligung der Frau erschien Goethe als so charakteristische Eigenheit am Islam, dass er sich motiviert fühlte, in drastischer Weise auf sie aufmerksam zu machen.“

Goethe ist dem Islam mit Respekt, aber nicht mit Kritiklosigkeit begegnet. An vielen Stellen seines „Divan“ ist er voll beißenden Spotts. Für ihn ist, so schreibt er zum Verdruss mancher seiner muslimischen Rezipienten, Mohammed der „Verfasser jenes Buches“: der Koran nicht etwa göttliche Offenbarung, sondern ein von Menschenhand verfasstes Buch, das der historischen Kritik unterworfen und erst dadurch dem Dialog zugänglich ist. Goethes Auseinandersetzung mit dem Islam ist höchst modern – von ihm können wir lernen.


http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/sarrazin/goethes-islambild-herr-mache-ihnen-raum-in-ihrer-engen-brust-1575573.html


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09.11.2014 um 06:36
Leider weiß ich nicht sehr viel davon, aber sie sollte nicht so aggresiv und stark.


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AnnJuJutsu
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Islam - Eine friedliche Religion?

09.11.2014 um 12:00
Dank @cRAwler23 habe ich den Koran richtig verstanden, was Gott uns wirklich sagen wollte. Ich habe mich nun auch der Ahmadiyaa Sondergemeinschaft angeschlossen. Allhamdulliah!

Wikipedia: Ahmadiyya


Leider ist allen, die den Koran kritisieren, vorzuwerfen, dass sie nicht mit genug Verstand und Herz nach Gott suchen und somit den Koran nicht verstehen.

Ich möchte Euch darum gerne erklären, was Gott von uns möchte.




Sure 5 Vers 33:

"Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. "


Im Kontext der metaphysischen Gottesebene ist hier gemeint, dass jene in die Arme genommen werden und zwar mit den Armen über Kreuz und ihre Hände und Füße gestreichelt werden müssen, und dass im Jenseits auf jene eine kleine Belohnung wartet.


Sure 24, Vers 2.
„Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann verabreicht jedem von ihnen hundert Peitschenhiebe! Und lasst euch im Hinblick darauf, dass es (bei dieser Strafverordnung) um die Religion Gottes geht, nicht von Mitleid mit ihnen erfassen, wenn (anders) ihr an Gott und den jüngsten Tag glaubt! Und bei ihrer Bestrafung soll eine Gruppe der Gläubigen (als Zeugen) anwesend sein.“
Aus dem metaphorischen Kontext heraus wird von Allah empfohlen, jedem hundert Streicheleinheiten zu verabreichen.


Der Koran drängt dazu, den Verstand zu gebrauchen. Man darf Verse nicht einfach aus dem Kontext reissen.


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Islam - Eine friedliche Religion?

09.11.2014 um 12:05
@libertarian

Vielen Dank für den letzten Post. Leider habe ich hinsichtlich der Islam-Reflektion Goethes in letzter Zeit eine Menge anderes lesen müssen, er und seine Aussagen kamen mir fast bemüht benutzt vor, um nicht missbraucht sagen zu müssen.

Ein Genius wie Goethe hätte mit seiner pantheistischen Weltsicht niemals zu einem frühen Verteitiger des Islam werden können. Danke!


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09.11.2014 um 13:25
@AnnJuJutsu
Geil... Also bist du zu den zeugen jehovas des islams gegangen:)


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AnnJuJutsu
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09.11.2014 um 13:33
@Tankster
Ne, ich weiss gar nicht, mit welchem christlichem Verein man die Ahmadiyaa Sondergemeinschaft vergleichen kann.


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Islam - Eine friedliche Religion?

09.11.2014 um 13:55
AnnJuJutsuvor 19 Minuten
@Tankster
Ne, ich weiss gar nicht, mit welchem christlichem Verein man die Ahmadiyaa Sondergemeinschaft vergleichen kann.
Mit den Zeugen Jehovas... Friede freude Eierkuchen, wir halten alle zusammen und sind alle lieb miteinander.

Darf ich fragen wieso Du den diesen Weg gewählt?


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